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Thorens 320 - ein Kanal lauter

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novocaine
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Nov 2003, 20:59
Hallo, ich habe folgendes Problem mit meinem Thorens TD 320 Mk. II-Plattenspieler, das mich fast zur Verzweiflung bringt:

Der rechte Kanal ist eine Idee lauter als der linke,was sowohl hörbar, als auch über die Aussteuerungsanzeige meines Cassettendecks sichtbar ist. Beim Anschluß eines Thorens 105 an meinen Arcam A75-Verstärker tritt das Problem nicht auf, so dass ein Fehler am Phonoeingang des Verstärkers ausgeschlossen werden kann.

Auch nach Austausch des Tonabnehmers (Benz MC20 für Elac 796) und des Anschlusskabels hat sich daran nichts geändert.

Interressanterweise wurde der Thorens beim Händler durchgemessen, dabei wurden keine Kanalabweichungen festgestellt!?

Vielleicht kann mir ja jemand helfen?

Gruß novocaine
Albus
Inventar
#2 erstellt: 01. Dez 2003, 12:54
Tag,

beide Tonabnehmer sind an einem Arm in gleicher Weise schief (Azimut, d.h. senkrechte Stellung) befestigt (nach rechts verkantet). Weil schlicht, entweder der Arm schief montiert ist oder die Befestigungsfläche der Headshell ungerade ist. Es wäre noch eine - gar nicht unwahrscheinliche - Möglichkeit. Mittels einer Testplatte, die ein Band für Channel-Separation-Test (Ortofon zB) hat, könnte man den Befund bestimmen - oder widerlegen, jedenfalls den Sachverhalt auch weiter untersuchen.

MfG
Albus
Bernd
Stammgast
#3 erstellt: 01. Dez 2003, 20:41
habe das gleiche Problem an meinem TD 320. Der Tonabnehmer ist absolut waagerecht eingebaut. Ich vermute, dass Kontakte im Signalweg liegen, welche durch Oxydation verschiedene Übergangswiderstände haben. War bisher nur zu faul, mal nachzusehen.
drbobo
Inventar
#4 erstellt: 03. Dez 2003, 04:00
Hallo,
würde auch eher die Theorie von Albus unterstützen.
Tonarm- oder Tonabnehmerjustageprobleme sind die häufigste und vor allem auch am billigsten zu beseitigende Ursache
Weitere mögliche Ursachen können natürlich auch im Phono-vorverstärker liegen, hier hilft der Gegentest mit einem anderen Plattenspieler.
novocaine
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 03. Dez 2003, 22:22
Hallo,
vielen Dank für die Antworten.
Ich habe die letzten Tage versucht, den Plattenspieler optimal zu justieren (so weit mir das möglich war)- also das Chassis waagerecht ausgerichtet und den Tonabnemer mittels Schablone neu eingestellt. Der Tonarm ist ausbalanziert und die Auflagekraft und Antiskating entsprechend den Herstellerangaben (= 2g) eingestellt.

Ergebnis: Der rechte Kanal ist subjektiv nicht mehr lauter als der linke, an der Aussteuerungsanzeige meines Denon-Casettendecks "hängt" der linke Kanal aber immer noch etwas nach (zumindest bei ca. 90% der getesteten Platten). Ich denke, das ist jetzt schon eine Verbesserung, aber mit meinem TD 105 und dem alten, schnell montierten Elac-TA ist die Aussteuerungsanzeige wirklich parallel.

@Albus
"nach rechts verkantet" - ist da eine Schieflage des TA nach rechts gemeint, von VORNE (TA) aus gesehen?
Eine Testplatte ist vielleicht keine schlechte Idee, mal sehen ob ich irgendwo eine auftreiben kann.

Interessant fand ich beim Durchstöbern der Elac-TA-Einbaueinleitung folgenden Hinweis (Zitat) "die sehr gute Oberflächenpolitur (des Diamanten)... führt bei 1:1 eingestellter Antiskating-Einrichtung zur Überkompensation." Kann das jemand bestätigen?

Gruß
novocaine
drbobo
Inventar
#6 erstellt: 04. Dez 2003, 02:50
Hallo, auf jeden Fall ist die Antiskating Einstellung nur nach Gewicht nicht immer optimal, den Elac Text selbst kenne ich nicht....
Albus
Inventar
#7 erstellt: 04. Dez 2003, 09:26
Morgen,

nach rechts verkantet, d.h. von der Senkrechten durch die Befestigungsebene (oben) im Uhrzeigersinne winklig nach rechts verschoben, 'gekippt' kann man auch sagen. Die Verkantung kann auch im Lager des Tonabnehmers selbst gegeben sein (nicht gerade selten, insbesondere bei Systemen mit hoher Nadelnachgiebigkeit). - Antiskating nach nominellen Werten, also Antiskating-Wert entsprechend der Bezifferung der Auflagekraft-Skalierung, ist eigentlich immer ungünstig.

Der Hinweis auf die erstklassige Politur des ELAC-Diamanten (also behauptete geringe Gleitreibung) stellt dem Nutzer unausgesprochen die Aufgabe, die je Exemplar passende Antiskating-Einstellung selbst zu finden. Man braucht eine Testplatte mit steigenden Amplituden für einen Abtast-Test, horizontal und vertikal.

Auf die skrupulöse Genauigkeit von Anzeige-Einrichtungen in mormalem Gerät gäbe ich nicht allzu viel. Abweichungen können sich auch kompensieren.

MfG
Albus
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