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Hörvergleich VM Red und DL110

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SirVival
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 23. Mrz 2007, 11:12
Hi!

Hatte mich nach längerem Überlegen doch dazu entschlossen, meine Compactkassetten und einige meiner Vinyllieblinge auf CD zu brennen, um die Musik auch im Auto goutieren zu können. Also Toast 8 für meinen Mac besorgt und einen alten TD 166 reaktiviert, da ich meinen TD126 bzw. Rega P3 nicht von meiner Anlage abklemmen wollte. Allerdings hatte der TD 166 keinen Abtaster. Ich hatte aber zwei noch rumliegen, ein Vinylmaster Red und ein DL 110. Vor der Digitalisierung war daher zunächst ein Probehören angesagt, welches der beiden Systeme besser klingt. Da ich zwei Tonarmrohre für den TD166 habe und beide Systeme in etwa gleich schwer sind, war der schnelle Systemwechsel kein Problem.

Ergebnis: (Musik, Vivaldi Concerti op. 3 „L’Estro armonico“ mit den I Musici di Roma, mithören über Kopfhörer).

1. Das Vinylmaster Red klang recht ordentlich, leider aber auch etwas mittenbetont, so dass das Drahtige bei den Violinen und das charakteristische Brummen bei den Bässen sich nicht recht einstellen wollten. Das System geriet außerdem an seine Grenzen bei lauten und komplexen Passagen. Die Solovioline klang dann belegt, der Raum wurde enger und das System wurde bei hohen Frequenzen zu einem echten Kreischer. Die Bässe verdickten sich und das Klangbild geriet insgesamt zu pastos, sehr unschön. Und dafür hatte ich mal 115 Euronen hingelegt. Ich verstehe hier nicht die Lobhudelei in der sog. Fachpresse, auf deren Urteil ich mich beim Kauf seinerzeit verlassen hatte. Offenbar sind die Goldohren der Redakteure doch nicht so golden, wie sie immer tun.

2. Deutlich besser der Klang des DL 110. Knackige trockene Bässe, Violine klang nach Violine, und der Raum blieb auch bei lauten Passagen erhalten bei gleichzeitig noch durchsichtigem Klangbild. Auch das Cembalo klang noch durch, was bei dem VM Red überhaupt nicht der Fall war. Das 110 verlor nie die Übersicht.

Wenn mich jetzt jemand nach einem preisgünstigen und gleichzeitig guten System fragen würde, würde ich immer das Denon DL 110 empfehlen. Einige Händler bieten es über ebay zu einem quasi Spottpreis an, so dass man imho kaum Besseres für sein Geld finden kann. Ich will damit keineswegs gesagt haben, dass das 110 klanglich das Non-plus-Ultra ist, aber ich denke, mit den digitalisierten Aufnahmen dürfte ich wohl zufrieden sein.

Gruß
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 23. Mrz 2007, 15:13
Hallo!

Ich bin zwar nicht unbedingt ein großer Fan des VM-red aber die Klangeindrücke die du hier beschreibst sind eventuell auf eine unpassende System-Tonarmkombination zurückzufuhren. Welcher Tonarm ist auf deinem 160ger eigentlich verbaut? Bei einem 160er MK nix sitzt wohlmöglich ein TP 16 der ersten Generation drauf der mit seiner eff. Masse von 16,5 Gramm mit den VM-red -daß eine Compliance von 25 bei einem Eigengewicht von 5 Gramm hat- m.E. nicht harmonieren kann, es ergibt sich eine Resonanzfrequenz von ca. 7 Hz. Dadurch wird das System andauernd durch die Unebenheiten der Platte zum unkontrolliertem Schwingen im Tieffrequenten Bereich angeregt was natürlich auch Auswirkungen im hörbarem Bereich hat die man durchaus so wahrnehmen kann wie du deine Höreindrücke schilderst.

MFG Günther
Finglas
Inventar
#3 erstellt: 23. Mrz 2007, 15:39
Hallo,

ich hatte selbst mal ein VM Red (jetzt VM Silver), dass ich sowohl an einem Dual im ULM-Tonarm sowie an einem Thorens TD 115 MkII (TP70 Tonarm) betrieben habe, also beides sehr leichte Tonarme. Die gemachten Klangbeschreibungen kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen, ich empfand den Klang als sehr ausgewogen und lebending. Gleichwohl muss ich sagen, dass die Mitten praesenter waren als bei einigen anderen MM-Tonabnehmern, wie z.B. Tonabnehmer von Goldring (1042), das mehr Betonung auf Hoehen und Baesse legt.

Auch beachten: Ortofon empfiehlt eine Kapazitaet von 200-400 pF!

Das aendert natuerlich nichts daran, dass das Denon ein sehr gutes System ist

Cheers
Marcus
SirVival
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 23. Mrz 2007, 16:37
Hi Hörbert,

ich kenne leider nicht die Bezeichnung des Tonarms. Das Tonarmrohr ist wechselbar mit so einer komischen Systemhalterung, die aussieht wie aus dem Bastelladen. Könnte es vielleicht ein TP 62 sein. Ich würde ihn im Bereich leicht bis mittelschwer ansiedeln. Das VM Red klingt keineswegs schlecht, aber im direkten (mehrfachen) Vergleich mit dem DL 110 schneidet es doch deutlich schlechter ab. Durch meinen Versuch neugierig geworden, würde ich gern mal mit teureren Systemen (z.B. die hochgelobten Systeme von Benz) probehören wollen. Aber die HiFi-Händler, mit denen ich gesprochen habe, haben nichts auf Lager und sind auch nicht bereit (verständlich), sozusagen ins Blaue hinein sowas zu ordern. Ich möchte auch nicht die Katze im Sack kaufen. Vielleicht ist ja mal einer der hier Lesenden bereit, so ein System mir leihweise zur Verfügung zu stellen (ist aber wohl eher ein utopisches Ansinnen).

Gruß
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 23. Mrz 2007, 19:47
Hallo!

Eventuell wohnt ja jemand in deiner Nähe der bereit ist dir ein System für ein-zwei Tage auszuleihen. Falls der Arm deutlich Mittelschwer ist (15-18 Grmm) hat das VM-Red darin auch nichts verloren, deine Klngbeschreibung deutet -für mich jedenfalls- darauf hin daß das System Suboptimal darin untergebracht ist. Du hast doch noch zwei Plattenspieler, kannst du da nicht mal eines der Systeme in den Thorens Schrauben?

MFG Günther
applewoi
Stammgast
#6 erstellt: 24. Mrz 2007, 07:08
@sir vival: das hört sich sehr nach einer fehlerhaften Einstellung an, mit welcher AK und AS fährst Du die beiden?

frank
lini
Inventar
#7 erstellt: 24. Mrz 2007, 16:16

SirVival schrieb:
(...) ich kenne leider nicht die Bezeichnung des Tonarms. Das Tonarmrohr ist wechselbar mit so einer komischen Systemhalterung, die aussieht wie aus dem Bastelladen. Könnte es vielleicht ein TP 62 sein. Ich würde ihn im Bereich leicht bis mittelschwer ansiedeln. (...)


Das müsste dann eigentlich ein TD166II mit TP11II Arm (inkl. TP62 Rohr sein). Der sollte mit 7,5 g eigentlich in die leichte Kategorie fallen. Hmmm - komisch, dass dann das VM schlechter tut als das härtere DL... Wie sah denn der Rest der Testkette aus? Möglicherweise liegen ja Kabel- und/oder Eingangskapazität der Phonostufe recht hoch, worauf das Denon als MCHO deutlich weniger empfindlich reagieren sollte...

Grüße aus München!

Manfred / lini
SirVival
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 25. Mrz 2007, 09:25
Danke lini,

jetzt weiß ich endlich, um was für einen Tonarm es sich handelt. Nun gut, die Abhörkette war sicherlich nicht optimal. Ein einfacher, handelsüblicher Entzerrer/Vorverstärker mit Miniklinke an den Line-in Eingang des Computers. Kopfhörer von AKG am Ausgang mit Miniklinke. Wenn die Möglichkeit besteht, kann ich auch gern die entsprechenden MP3-Files hier zum Anhören reinstellen (geht wahrscheinlich nur über Verlinkung mit einer URL?). Ich werde die Einstellungen noch einmal überprüfen und ggf. optimieren.

Gruß
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