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Thorens TD 520 Justage

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Autor
Beitrag
Jackopp
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 22. Mai 2007, 09:37
Hallo,

ich habe kürzlich meinen TD520 (mit Tonarm TP 16 Mk. IV L) nach zwei Jahren Pause wieder in Betrieb setzen und mit einem neuen Tonabnehmer Ortofon Vinyl Master red ausstatten lassen. Die Arbeiten wurden leider nicht sehr sorfältig ausgeführt (z.B. Auflagegewicht nicht korrekt ermittelt und eingestellt, da der Tonabnehmer offenbar zu leicht ist), nun möchte ich (erstmals!) die kompletten Einstellungen selber überprüfen und vornehmen.

Hier und anderswo im Netz habe ich eine Menge Informationen gefunden, doch bleiben ein paar Fragen übrig. Was ist alles möglich, um VTA und Azimuth genau zu überprüfen, und wie mache ich das korrekt? :
- das Tonabnehmersystem mit Unterlegplättchen zu justieren (wie kontrolliere ich die richtige Höhe???)
- Plattenteller in der Höhe verstellen (das wurde durchgeführt, der Plattenteller schleifte)
- den Tonarm in der Höhe verstellen (was genau muß ich auf Parallelität prüfen, wenn ich den Tonabnehmer auf Platte abgesenkt habe)

Für die weiteren Einstellungen möchte ich mir eine Schön-Schablone oder die MFSL GEO-Disc anschaffen - welche ist geeignet, gibt es "bessere" (eine "einfache" Schablone habe ich hier im Forum gefunden, heruntergeladen und bisher benutzt)?

Wie sinnvoll ist die Anschaffung eines Millenium Audio Protector Set und einer Referenz-Testplatte (die Anschaffungskosten von gut 200 Euro bei www.dienadel.de erscheinen mir sehr hoch) ?

Und letzlich die Frage : in welcher Reihenfolge sollte ich weitere Wartungs- und Tuningmaßnahmen durchführen (ich habe bei ebay das Netzteil TH-2000 ersteigert), welche Maßnahmen bringen die grössten Verbesserungen?

Vielen Dank für jeden Tipp!


[Beitrag von Jackopp am 22. Mai 2007, 10:02 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#2 erstellt: 22. Mai 2007, 11:58
Hallo Jack!

Kruzineser, schon wieder ist mir ein fast fertiger Beitrag wegen meiner nervösen Finger abgestürzt!

Deshalb in aller Kürze:

.) Der VTA ist dann richtig, wenn das Armrohr im abgesenkten Zustand parallel zur Platte ist.
Bitte nicht mit Unterlegplättchen arbeiten, dein Tonarm lässt eine Höhenverstellung in Maßen zu.

.) Der Azimuth (Lateralbalance) lässt mit einem Taschenspiegelchen leicht kontrollieren. Arm ohne Motorbetrieb absenken, der Tonabnehmer und sein Spiegelbild sollen gerade senkrechte Linien bilden. Wenn Knick vorhanden, ja nicht sofort die Headshell verdrehen, sondern erst das Ermrohr hinten lösen, sonst könntest du die Armlager ev. beschädigen. Ich hoffe, ich irre mich nicht, dass der IV auch abnehmbar ist.

.)Ich bin mit der Schön-Schablone seit vielen Jahren sehr zufrieden. Anfangs hielt ich mich an alle zu beachtenden Punkte, heute stelle ich rasch nur Überhang und Kröpfung ein. Übriges, ein kleiner Spiegel ist drauf.
Alle Schablonen folgen eigenen Philosophien, deshalb ist kaum eine wie die andere.

.) Eine Testschallplatte ist sehr nützlich zum Feststellen der Resonanzfrequenz, der Übersprechung zwischen den Kanälen, besonders aber zum korrekten Einstellen des Antiskatings. Meine Ortofon-PLatte (ich glaube Nr 3)begleitet mich seit vielen Jahren.
Ich nutze meistens nur obige Funktionen.

.) Die meisten Vorteile hast du durch ein perfekt gewartetes Tellerlager mit dem richtigen Öl.
Joel (Violette), ein ehemaliger Thorens-Mitarbeiter, bietet Sets um kleines Geld an. Je nach Lager-Typ Hartmetallspiegel und Leichtlauföle.

Du siehst, wie lang bei mir ein Text in aller Kürze ist...

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
wastelqastel
Inventar
#3 erstellt: 22. Mai 2007, 12:01
Hallo und Herzlich Willkommen

Denke das dir dieser Link Ausreichend Informationen gibt und Gleichzeitig kannste dir Schablonen runterladen

Justage
Gruß Peter


[Beitrag von wastelqastel am 22. Mai 2007, 12:02 bearbeitet]
Jackopp
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Mai 2007, 19:03
Erst mal vielen Dank für die Tipps, insbesondere die diversen Schablonen sind sehr hilfreich!

Mein Hauptproblem ist jetzt, daß der VTA nicht stimmt, Tonarm und Schallplatte sind nicht einmal annähernd parallel (bei aufgelegtem Tonabnehmer). Mein Versuch, den Tonarm in der Höhe zu verstellen, ist bisher gescheitert - zwar habe ich die zwei Imbus-Schrauben an der Tonarmbasis gefunden und gelöst, doch läßt sich weder in die eine noch in die andere Richtung irgendwas verschieben.
Was mache ich falsch?


raphael.t
Inventar
#5 erstellt: 24. Mai 2007, 05:22
Hallo!

Zur Höhenverstellung:

Leider ist der Arm nur bedingt höhenverstellbar, doch 5-6 mm sind sicher drin. Also müsste er sich bewegen lassen.
Versuche es mit ein bisschen Kriechöl (z.B. aus dem Auto-Zubehör), das du zwischen Arm und Halterung einbringst, einwirken lassen und dann erneut versuchen.
Bist du auch sicher, dass die Wurmschrauben nicht doch noch ein bisschen greifen?
Übrigens: Bei der oberen Maximalposition, also Arm ganz heraußen, so kann ich mich jedenfalls erinnern, machte einmal ein TD 145-Arm nicht mehr alle Bewegungen mit, deshalb unbedingt in der Stellung auf Leichgängigkeit in alle Richtungen überprüfen.
Konkret blieb die Nadel gern hängen, bis ich den Arm wieder etwas absenkte.

Grüße Raphael
Jackopp
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Mai 2007, 19:37

raphael.t schrieb:
...
Bist du auch sicher, dass die Wurmschrauben nicht doch noch ein bisschen greifen?
...

Hallo Raphael,
eine Imbusschraube habe ich komplett rausgeschraubt, die andere ähnlich weit herausgedreht - also wenn diese Schrauben wirklich je den Tonarm in der Höhe arretiert haben, dann greifen sie jetzt sicher nicht mehr. Inzwischen habe ich herausgefunden, daß anschließend die Höhe des Tonarms nur mit einer speziellen Höhenjustierschraube verstellt werden kann, das war mir vorher nicht klar. Mein Problem ist nun, daß ich die Höhenjustierschraube nicht mehr besitze.
Inzwischen habe ich auch über die Blattfeder-Subchassis-Einstellschrauben den Plattenteller exakt ins Lot gebracht (natürlich unter Beachtung eines einwandfreien Schwingverhaltens), und zur Zeit habe ich eine vergammelte dicke Schallplatte unter die Plattentellerauflage gelegt, dadurch wird der VTA-Fehler ein wenig kleiner.
Im Thorens-Manual wird empfohlen, mit Unterlegplättchen die korrekte Höhe des Tonabnehmers herzustellen - nur leider habe ich keine passenden, und im Handel erhältliche passen angeblich nicht auf meine Headshell TP68 (Die Nadel : "die stehen an den Seiten über"). Weiß jemand, wo ich für TP68 passende Unterlegplättchen bekommen kann? Des weiteren finde ich wiederholt die Angabe, daß der Tonarm TP 16 MK IV L und die Headshell TP68 "fest" zusammengehören und eine andere Headshell nicht verwendet werden kann - stimmt das? Zumindest kann man die Headshell doch abnehmen; wer weiß, welche Headshell auf meinen Tonarm passt? (macht natürlich nur Sinn, wenn es zu dieser Headshell passende Unterlegplättchen gibt...)

Vielen Dank für Eure Hilfe!


[Beitrag von Jackopp am 25. Mai 2007, 09:27 bearbeitet]
Matthias41
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 02. Jun 2007, 10:20
Hallo Jackopp, Raphael,

zunächst einmal Glückwunsch zu einem der besten Thorens die je das Werk verlassen haben.

Die entsprechenden Unterlegplättchen bekommst Du bei Rolf Kelch, neu und mit entsoprechenden Schrauben im Set. Dort bekommst Du auch eine entsprechende Justierschablone für den TD-520 mit TP 16 MK IV L.

Von einer Höhenverstellung des Arms hinten am Lager würde ich dem Laien nicht raten, da dabei ganz leicht die Endabschaltung verstellt werden kann. Und eine Neujustage nicht immer einfach ist!

weitere Tipps zur Einstellung des Plattenspielers und TAs findest Du unter Erklärung zur Plattenspieler und Tonabnehmerjustage

PS überprüfe einmal wie hoch der Plattendorn nach oben aus dem Plattenteller ragt, da Du geschrieben hast er wäre neu justiert worden, und poste das Ergebnis.

Gruß
Jürgen
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