TD 160 MKII erstanden: und jetzt?

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ebondazzar
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Dez 2003, 23:51
Nun habe ich endlich das Objekt meiner Begierde zu Hause stehen: einen Thorens TD 160 MKII ganz in schwarz. Und ich kann die Thorens-Betreiber unter Euch endlich mit Fragen bombardieren .
Fange ich doch gleich mal an:
Der Riemen rutscht beim Anfahren und Abbremsen auf dem Pulley durch, ich gehe mal davon aus, daß das nicht im Sinne des Erfinders ist. Also neuer Riemen. Wie groß ist der Unterschied zwischen einem originalen und einem Zubehör-Riemen?
Welche Maßnahmen machen sonst noch Sinn? Eine Grundreinigung bekommt er ohnehin, die Cinchkabel (mit Wackelkontakt im Stecker) sollen festen Buchsen weichen. Muß bei diesem Modell das Öl im Tellerlager gewechselt werden?
Macht es Sinn (abgesehen von optischen Gründen) eine andere Tellermatte zu verwenden?
Die Zarge steht auf angenagelten Plastikfüßen. Gegen Gummifüße tauschen oder gleich auf Spikes)?
Das wäre erst mal das nötigste. Aber mir fällt bestimmt noch was ein .

Viele Grüße
Holger
Lupo914
Stammgast
#2 erstellt: 18. Dez 2003, 00:15
Welche Maßnahmen machen sonst noch Sinn?
Der Riemen rutscht beim Anfahren und Abbremsen auf dem Pulley durch, ich gehe mal davon aus, daß das nicht im Sinne des Erfinders ist. Also neuer Riemen.

ja


Wie groß ist der Unterschied zwischen einem originalen und einem Zubehör-Riemen?

Ich verwende die Riemen von Conrad (Sortiment von 5 Riemen zu 9,95) und höre keinen Unterschied


Muß bei diesem Modell das Öl im Tellerlager gewechselt werden?

Muss nicht, kann.


Macht es Sinn (abgesehen von optischen Gründen) eine andere Tellermatte zu verwenden?

Da streiten sich die Gelehrten. Google mal nach dem Thorens-Dept. oder so ähnlich. Die originale Matte wird oft als beste Alternative empfunden.


Die Zarge steht auf angenagelten Plastikfüßen. Gegen Gummifüße tauschen oder gleich auf Spikes)?

Pappeboden mit Gummifüssen entfernen. Entweder ohne Boden oder mit MDF-Platte (meine mit großen Öffnungen um an alle Federn zu kommen und um Resonanzen zu vermeiden) betreiben.
Ich habe Filzscheibchen unter der 2cm MDF-Platte, Spikes sollen auch gut sein.


Welche Maßnahmen machen sonst noch Sinn?

Da wären: einstellen der Chassisfedern, das Einstellen der Chassisfedern und das Einstellen der Chassisfedern. Bringt mehr als ein Ölwechsel mit Voodoo-Öl.
Jetzt hab ich doch mal für Dich gegoogled:
guckst Du: http://www.theanalogdept.com/thorens_dept_.htm

Viel Spaß!

Wolf

ach ja, Musik hören mit dem Gerät nicht vergessen!
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 18. Dez 2003, 00:57
Hallo Holger,


Der Riemen rutscht beim Anfahren und Abbremsen auf dem Pulley durch, ich gehe mal davon aus, daß das nicht im Sinne des Erfinders ist. Also neuer Riemen. Wie groß ist der Unterschied zwischen einem originalen und einem Zubehör-Riemen?


Dann ist der Riemen ausgeleiert und sollte gegen einen Originalriemen und nur einen Originalriemen getauscht werden. Das Problem mit den Nachbauriemen oder diversen angebotenen Riemensätzen ist nciht unbedingt die Gummiqualität, sondern, daß die Riemenlänge nie zu 100% stimmt. Und diesen "Fehler" kann man nciht nur hören sonder auch später bzw u.U. am eigenen Geldbeutel schmerzlich spüren, wenn erst die Motoraschse ausgeschlagen ist. Die kann bei Thorens-Motoren nciht nur aufgrund der dünnen Motorwelle schon mal vorkommen; Leider!


Welche Maßnahmen machen sonst noch Sinn? Eine Grundreinigung bekommt er ohnehin, die Cinchkabel (mit Wackelkontakt im Stecker) sollen festen Buchsen weichen. Muß bei diesem Modell das Öl im Tellerlager gewechselt werden?


Also da wären:
- Reinigung des Tellerlagers sowie Polieren der Tellerachse. Lager danach mit harz-, mineral- und säurefreiem Öl oder Fett füllen.
- Bedämpfung des Innentellers mit Plastic-Fermit (gibt´s im Baumarkt für unter EUR 8,00, Anleitung auf http://www.tnt-audio.com/clinica/td125tweaks.html)
- je mehr Übergänge durch Cinch-Verbinder etc. im Phonokabel, desto klanglich schlechter. Also lieber eine durchgehende Verkabelung wählen, ehrlich;-)


Macht es Sinn (abgesehen von optischen Gründen) eine andere Tellermatte zu verwenden?


Eine Ledermatte mit mind. 2 mm Dicke (mit rauher Seite nach oben und glatter Seite nach unten) klingt wesentlich homogener.


Die Zarge steht auf angenagelten Plastikfüßen. Gegen Gummifüße tauschen oder gleich auf Spikes)?


Da streiten sich mitunter die Geister;-)

Entweder betreibst Du den TD_160 ganz ohne Bodenplatte und stellt diesen auf vier Gummitüllen zur Verbindung von Abflußrohren aus dem Sanitärbedarf oder spedierst ihm eine ordentliche Bodenplatte aus mind. 19 mm MDF oder Birke-Multiplex. Mit einer solchen massiven Bodenplatte freut sich der TD-160 dann auch über ordentliche Spikes. Noch beser sind die RDC-Kegelfüsse.

Was Du sonst noch machen könntest/ solltest:

- Tonabnehmer bzw. mindestens Nadel wechseln.
- Tonarm durch einen höherwertigen ersetzen. Der TD-160 klingt mit z.B. SME 3009 ganz hervorragend, kann aber auch ein kongenialer Partner für klassische EInpunkte wie Mayware Formula IV, Naim ARO, Mission 774 oder Hadcock GH242 sein. Ich hatte auf meinem TD-160 neben dem Mayware auch ncoh einen Excel ES-1000 probiert und war vom luftigen und präzisen Klangbild sehr beeindruckt. Jetzt freut sich mein kleiner Bruder über diese Performance;-)
- Zarge mit z.B. Walzblei auskleiden (Jede Einzelfläche zu max. 50% mit Wazblei überdecken)
- Sub-Chassis mit Kork, Bitumenmatten oder Filz bedämpfen

Das sollte für den Anfang reichen;-)
golf2
Inventar
#4 erstellt: 18. Dez 2003, 08:38
Nichts für Ungut - aber warum hast Du Dir überhaupt einen Thorens Plattenspieler gekauft.Ist der diesen Aufwand überhaupt wert?
Holger
Inventar
#5 erstellt: 18. Dez 2003, 09:58
Logisch !
Der 160 Mk. II ist ein klasse Laufwerk, und mit ein paar der o.g. "Modifikationen" kostet er vielleicht eine Kleinigkeit mehr als ein Einsteiger-Project, bietet aber unvergleichlich mehr Klang und Wertigkeit.
Vereinfacht würde ich es so ausdrücken - der eine ist ein Holzbrett mit Drehteller und Tonarm, der andere ist ein richtiger Plattenspieler.
Miles
Inventar
#6 erstellt: 18. Dez 2003, 10:06
Ausserdem sind die vorgeschlagenen Modifikationen gratis bis sehr billig, mit Ausnahme des SME-Tonarms, der ein Mehrfaches des Plattenspielers kostet.

Riemen und Tonabnehmer nutzen ab, dass man sie bei einem Gebrauchtgerät eines bestimmten Alters austauschen muss ist normal, und das sollte man beim Kauf mit einrechnen.


[Beitrag von Miles am 18. Dez 2003, 10:06 bearbeitet]
floydian
Stammgast
#7 erstellt: 18. Dez 2003, 12:46
lohnt es sich die bodenplatte auszutauschen?
andi_tool
Stammgast
#8 erstellt: 18. Dez 2003, 17:13
Lohnt sich auf jeden Fall - auch wenn man es nur macht, damit man den Dreher endlich mal richtig hinstellen kann. Die standardmäßige Hartfaserplatte mit den angenagelten Füschen ist ein Witz.

Ich habe mir eine MDF-Reststück bei einer Holzgroßhandlung geholt (Kosten = 0 EURO) und habe mir dann von einem befreundeten Schreiner die Kontur und die Löcher so aussägen lassen, wie die Originalplatte (Kosten = 1 Flasche Wein).

Dann ist es auch nicht mehr so teuer, RDC-Spikes drunter zu kleben.

Vorher sollte man natürlich noch beizen und lackieren;-)

Ciao

Andi
ebondazzar
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 18. Dez 2003, 22:13
Vielen Dank erst mal für die rege Beteiligung .
Die Frage, ob sich ein Thorens lohnt, habe ich jetzt einfach mal ignoriert .

Das Argument mit der Riemenlänge leuchtet ein, die Frage ist, ob die Zubehörriemen alle von der Originallänge abweichen. Ein Universalteil a la Conrad kommt mir ohnehin nicht drauf (schlechte Erfahrungen).

Als System ist ein AKG P 25 MD/24 montiert. Die Nadel scheint aber hinüber zu sein und Ersatz scheint es nicht mehr zu geben. Ich hatte aber ohnehin vor, mein Yamaha MC-9 zu verbauen.

Zu den Cinch-Buchsen: daß jeder zusätzliche Kontakt eine potentielle Schwachstelle darstellt, ist mir schon klar. Da ich den Plattenspieler aber sowohl an der Anlage als auch am PC betreiben möchte (zwecks Überspielung auf CD), bin ich mit Buchsen wesentlich flexibler.

Im übrigen möchte ich im Moment keine aufwändigen Tuningmaßnahmen durchführen, sondern einfach das vorhandene Potential nutzen.
Da mein Musikzimmer sehr klein ist, habe ich mit gewissen Einschränkungen zu kämpfen. Der Plattenspieler steht mit dem Rest der Anlage in einer Ikea-Regalwand. Diese steht auf einem mit Teppich bekleideten Holzfußboden. Das schwächste Glied in der Kette sind aber zweifelsohne meine Lautsprecher (Teufel M80/M800), die seinerzeit nach den Gesichtspunkten Platzbedarf und Bezahlbarkeit gewählt wurden. Solange ich mit solchen Schwachpunkten leben muß, macht es keinen Sinn, den Plattenspieler "hochzuzüchten".
Ich spiele also in einer niedrigeren Liga und bin mir dessen bewußt, habe aber kein Problem damit. Man kann eben nicht alles haben (aber man kann daran arbeiten ).


Viele Grüße
Holger
floydian
Stammgast
#10 erstellt: 19. Dez 2003, 12:40
hab noch eine frage zum einstellen der Federn:

Wie muss ich vorgehen? muss ich einfach eine Wasserwaage auf den plattenteller legen?
Miles
Inventar
#11 erstellt: 19. Dez 2003, 13:12
Schau mal im Thorens TD160 Dept. unter "suspension tuning". Dort ist sogar ein kurzer Film der zeigt wie ein gut eingestelltes Subchassis wackeln muss.
floydian
Stammgast
#12 erstellt: 19. Dez 2003, 16:45
hallo miles, leider kann ich kein englisch...

kann mir sonst jemand kurz erklären worauf ich achten muss?
crapdetector
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Dez 2003, 17:17
@ Miles
Film? Wo denn? Mich würde nämlich auch interessieren ob mein Subchassis ordentlich wackelt
Ich hab's wirklich nicht gefunden,
Grüße,
Micha
floydian
Stammgast
#14 erstellt: 19. Dez 2003, 19:19
lohnt es sich neue Cinch-Kabel dran zu löten?
Miles
Inventar
#15 erstellt: 19. Dez 2003, 19:34
@Micha:

Wenn du auf die Seite gehst gibt es zwei Links zum Subchassis-Tuning:

"Suspension Tuning"

"More suspension tuning notes.....with lots of pictures....and movies" <--- da isses

@floydian:

Sorry mehr kann ich auch nicht tun, da ich selbst ein Thorens-Neuling bin. Soweit ich das gelesen habe benötigt das Subchassis nur besondere Wartung wenn es verstellt ist, durch Transport oder Manipulation. Wenn der Abstand zwischen Teller und Chassis stimmt und das Chassis frei schwingt ist alles ok und du brauchst dich nicht weiter drum zu kümmern.
Harpo
Neuling
#16 erstellt: 27. Jan 2004, 11:22
Hallo Holger,
besorg dir das Februar-Heft von STEREO, dort findest Du auf Seite 124 einen Plattenspieler Phonosophie N° 1, der Dir wahrscheinlich bekannt vorkommt ...
Ganz nebenbei erfährt man bei der Vorstellung des Gerätes, wie man seinen eigenen Thorens verbessern kann.
Kurz gefaßt: Besseres NF-Kabel, bessere Schwingchassis-Federn, neuer Riemen, passender Tonabnehmer, besseres Netzteil, Filzmatte, bessere Bodenplatte (oder die serienmäßige Hartfaserplatte bedämpfen, z.B. mit selbstklebender Bitumenplatte.
Viele Tuning-Tips und -Teile gibt es auch bei www.phonophono.de und bei www.dienadel.de.
Viel Spaß mit deinem Thorens
Mathias
Miles
Inventar
#17 erstellt: 27. Jan 2004, 11:37
Und schau mal in diese Diskussion bei www.analog-forum.de rein, diese Tips kosten viel weniger als Phonosophie-Tuning:

Thorens TD146
Arminschen
Stammgast
#18 erstellt: 28. Jan 2004, 09:40
Mahlzeit!

Eine reich bebilderte anleitung zum Tunen eines Thorens-plattenspielers gibts bei www.mein-hobby-hifi.de

Zargenboden in Sandwitchbauweise mit Bleischrot und Quarzsand befüllt,
Innenteller und Aussenteller mit Bitumenmatten beklebt....

Armischen
silberfux
Inventar
#19 erstellt: 28. Jan 2004, 11:18
Arminschen: Der Link scheint nicht ok zu sein, bitte mal überprüfen!!!
Arminschen
Stammgast
#20 erstellt: 02. Feb 2004, 08:47
Hallo und Entschuldigung!

www.mein-hifi-hobby.de

Arminschen
silberfux
Inventar
#21 erstellt: 02. Feb 2004, 10:01
Danke!
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