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Frage zu OSAWA OS 301 System

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Andreas_K.
Inventar
#1 erstellt: 27. Mrz 2008, 10:56
Hallo,

ich habe seit einiger Zeit ein OSAWA OS 301 System liegen. Im Web habe ich nur folgenden Text gefunden:


azuo Osawa war von 1982 bis 1986 Cartridge Designer und Entwickler bei Fidelity Research. Die ersten Tonabnehmer die in eigener Regie hergestellt wurden trugen noch den Namen Osawa. Sie gehörten damals schon zur Spitzenklasse. Da die Produktion nur bescheiden war sind Osawa Tonabnehmer heute nur wenigen HiFi Freunden bekannt. Unter dem Markennamen Shelter stellt Yazuo Osawa seit etwa 1986 Tonabnehmer und Übertrager her.

Osawa OS 70L Mirage (MC), Osawa MP 15 (MM), Osawa OS 301 (MM), Osawa OS 201 (MM), Osawa OS 202 (MM) Osawa OS 101 (MM) uA.

Z.B. das Spitzenklasse System OS 301 zeichnet sich durch eine absolut räumliche und transparente Wiedergabe aus. Basstüchtiges System, tiefste Töne werden präzise und detailreich wiedergegeben.
Interessant ist das die Modellbezeichnungen zum Teil schon von Fidelity Research (FR) und nun auch von Shelter verwendet wurden oder noch verwendet werden, z.B. 101, 301 usw.
shelter, osawa, Fidelity Research
Osawa OS 301: Ausgangsspannung: 4 mV, Nadelnachgiebigkeit: 15 x 10-6 cm/Dyn, Nadel: Elliptisch (0.3 x 0.7mil), VTF: 1,5 ~ 2,0 g (ideal 1,75 g) Für schwere und mittelschwere Tonarme.


Ich habe mich noch nicht daran gemacht es mal Probe zu hören , da ich es evtl. auch wieder verkaufen möchte (es sieht aus wie neu).

Kann mir jemand mehr zu der Wertigkeit des Systems sagen und wie dieses sich im Verhältnis zu aktuellen Systemen schlägt?

Ich habe hier insg. 3 alte Systeme, darunter ein Tectron (wohl Baugleich mit dem Rega R-100) und ein Empire 999 VE/X (NOS) wohl schon 30 Jahre alt ist.

Die wichtigste Frage hier ist... lohnt es sich eher die Schätze selbst zu nutzen weil man sie günstig bekommen hat und sie gut sind oder sollte man soetwas an Sammler und Liebhaber abgeben und sich ein neues System anschaffen.

Aktuell nutze ich z.B. ein Sony XL-30 an einem Hitachi HT-500.

Für Hinweise währe ich sehr Dankbar!
Archibald
Inventar
#2 erstellt: 27. Mrz 2008, 18:19
Hallo Andreas,

mein Tipp ist : Lass Deine Ohren entscheiden, denn nur die müssen sich mit dem Ergebnis Deiner Entscheidung auseinandersetzen. Vielleicht ist unter Deinen Oldies auch ein Glücksgriff, wie bei mir : mein Vintage-System.

Gruß Archibald
Andreas_K.
Inventar
#3 erstellt: 03. Mai 2008, 10:50
nachdem ich jetzt erfahren habe, dass die Systeme recht gut waren als Sie neu auf dem Markt waren, nun aber niemand mehr ein echtes Interesse an Ihnen hat, habe ich zwei von Ihnen mal getestet.

Das Empire wurde von mir an folgender Hardware getestet:

Verstärker - Yamaha 592
Lautsprecher - Quadral Tribun MK IV
Laufwerk - Thorens TD 165 MK II

Vorher war ein Kenwood N-39 MK3 montiert, dem es ein wenig an Klarheit gefehlt hat.

Das Empire ist recht einfach zu montieren und zu justieren. Als Auflagekraft habe ich mich für 1,00 g und 1,25g entschieden. Zum Test habe ich Jazz und Pop laufen lassen.
Unter anderem Coltrane, Sade, Simply Red, J.J. Cale, Chris Rea und andere.

Schon beim ersten Ton wurde klar das das Empire sehr tief spielt. Klare Bässe, gute Mitten und etwas bedeckte Höhen die nicht unpräzise aber nicht ganz so spritzig sind wir z.B. bei den neuen Ortofon.

Vor allem älteren, oft recht höhenbetonten Aufnahmen kam das System sehr entgegen. Evtl. wisst Ihr ja, wie schnell diese Aufnahmen langweilig oder sogar unangenehm werden können.
Aktuelle Aufnahmen wie z.B. Massiv Attack hingegen waren schnell zu Basshaltig.
Was das System besonders auszeichnet ist die tolle Bühne und Staffelung. Ich habe selten ein so tollen Soundbild erlebt.

Das System wird noch eine Weile auf dem Thorens bleiben und mit bestimmt noch viele schöne Stunden bereiten.

Nun mal zum zweiten System das ich getestet habe, dem Osawa OS 301. Als Hardware wurde folgendes genutzt:

Verstärker - NAD 320BEE
PhonoPre - NAD PP2
Lautsprecher - Quadral Taurin MK2
Laufwerk - Hitachi HT-500 Direkttriebler
Kabel - In Akustik Patmos Chinchkabel, Sommer Meridian Sp240 Lautsprecherkabel.


Vorher hatte ich dort ein Sony XL 30 montiert, welches sehr spritzig und direkt aber ein wenig mager in den Tiefen war.

Als Musik wurde das gleiche Set wie beim ersten Test verwendet und durch alte Bowie Aufnahmen ergänzt.

Die Montage war auf Grund der Größe des Systems nicht ganz so einfach. Letzten Endes musste ich das Osawa ein wenig im Headshell verkannten um eine korrekte Justierung zu erreichen.

Im ersten Augenblick war ich erschrocken. Irgendwie hing ein Schleier vor der Musik und ich wollte schon umbauen.

Am nächsten Tag habe ich weiter gehört und stellte fest, dass ich wohl ein wenig Einspielzeit einplanen muss. Nach einigen Platten wurde die Wiedergabe luftiger und der Schleier war nicht mehr da.

Da ich zum Glück zwei Headshells habe, konnte ich immer wieder zwischen dem Sony und dem Osawa wechseln. Das habe ich auch schon am Vortag gemacht. Dadurch wurde immer deutlicher, dass der Schleier wohl nur das Problem des "nicht eingespielten Systems" war.

Auffällig am Osawa ist, dass die Tiefen absolut deutlich und Präzise sind und es auch währem als das Sony Spielt. Ich hatte Angst, dass die Höhen und Mitten dadurch leiden. Aber nichts davon hat sich Bewahrheitet.
Das Osawa spielt an meiner Kette nur minimal dunkler, nicht ganz so spritzig wie das Sony, aber gewinnt unten rum einiges mehr aus dem Aufnahmen als das Sony.
Ich muss wohl dazu sagen, dass ich immer folgenden Anspruch an den Sound habe:

1. Klare, tiefe Bässe
2. Saubere offene Mitten
3. präzise und spritzige Höhen

also die Eierlegendewollmilchsau suche.

Aus das Osawa spielt insg. sehr Detailreich und bietet einen tolle Bühne!

Als Fazit kann ich aktuell folgendes:

1. Alte Systeme sind einen Blick oder besser gesagt ein Ohr wert, wenn man Sie neuwertig für kleines Geld bekommen kann.

2. Das Osawa wird erstmal am Hitachi hängen bleiben

3. das Empire wird wohl über kurz oder lang dem Kenwood wieder weichen müssen

4. Bin ich froh so alte Schätze zu haben (es werden nicht die letzten sein)

In ein paar Wochen werde ich das Empire noch mal am Hitachi testen und dann beide System dort noch mal vergleichen.
Leider passt das Osawa wegen seines Gewichtes und der Bauart nicht zum Thorens, so dass dieser Quertest entfallen muss.

Andreas
Archibald
Inventar
#4 erstellt: 03. Mai 2008, 18:41
Hallo Andreas,

es freut mich, dass Du meine eigene Erfahrung bestätigen kannst : Viele Vintage-Systeme können mit aktuellen durchaus mithalten ! Auch wenn ich es anfangs selbst kaum glauben wollte, bleibt festzustellen, was die Ohren in den Siebzigern / Achtzigern nicht beleidigt hat, das beleidigt sie, sofern technisch i.O., auch heute nicht.

Gruß Archibald
Andreas_K.
Inventar
#5 erstellt: 03. Mai 2008, 22:27
ich war wirklich überrascht und freue mich schon auf die nächsten "oldies" an meinen Tonarmen.
Als nächstes möchte ich ein oder zwei MC Systeme testen.
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