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lenco L-78 restaurieren

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freakmoped
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Aug 2008, 08:33
hello zusammen

hab mir einen kapsch stereostar 5140 günstig gekauft
google www kennt dieses ding witzigerweise gar nicht

http://freakmoped.fr.funpic.de/1/LENCO/080806_lencoL78_3s.jpg

der L78 soll komplett restauriert werden
neues massives holzkastl & system
aktuell ist ein shure M78b2 drau, klingt noch recht gut

x) umschalter auto/manuell abschalter war ausgehängt
x) die massen des tonabnehmers waren vertauscht angelötet
vom spieler runter zum verstärker
x) plattenteller war nicht geerdet - das brummen ist besser
aber immer noch deutlich da - hab ev auch ein schlechtes
chinch kabel erwischt, macht aber nichts - ist sowieso nur ein provisorium daweil

was ich mal fragen wollte
der arm ist wirkt ein wenig mehr schwergängig zur mitte hin
was ist da im eimer? die berühmten lagergummis?

bzw. wo kriegt man die denn noch neu
selber schnitzen ist mir zu kniffelig
da tu ich mir nur weh *pfeif*

danke
danke für tips


[Beitrag von freakmoped am 11. Aug 2008, 08:43 bearbeitet]
Soulific
Stammgast
#2 erstellt: 11. Aug 2008, 09:14
Hallo,

schönes Gerät. Benutz unbedingt die original Haube mit ihren bildschönen Scharnieren weiter. Toll wäre eine Zarge, wie die in der der Thorens TD-124 verbaut wurde. Kannst ja mal googeln.
Zu den V-Blocks: Ich weiss nicht, ob es da noch welche gibt, aber schreib hier mal eine MAil hin: technical-and-general@fsmail.net

Lieben Gruß,
Sebastian
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 11. Aug 2008, 13:30
Hallo Freak!

Glückwunsch zu deinem L 78!
Ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen, die Haube unbedingt weiterverwenden!

Im Laufe der Zeit gingen mindestens ein gutes Dutzend (wohl eher mehr) L 75 und 78 durch meine Hände.
Aktuell besitze ich sicher 7 oder 8 Stück, ich kann eben auf dem Flohmarkt nicht widerstehen, wenn mich einer anlacht.
Den Kapsch kannst du vergessen, das weißt du ja eh, aber der Lenco ist ein Schatz!
Die Lagergummis (sind eher aus Kunststoff) sind bei ca. der Hälfte der Lencos im Ar....gen.
Das äußert sich jedoch in der Vertikalbewegung und nicht in der Horizontalen.
Halt, manchmal schon, wenn der Arm über die Platte wandert ohne in der Rille Halt zu finden, doch das ist sehr selten.
Meist reicht der Arm nicht zur Platte (weil das Messerlager in den zerbröselten Kunststoffteilchen hängt) oder der Arm hat Schieflage.
Wenn der Arm schön die Platte erreicht, nicht schief hängt und nicht wandert beim Abtasten, sind die Lagerchen noch brauchbar.

Warum der Arm schwergängig wird zur Mitte hin?
Über der Auslaufrille hinaus oder schon in der Platte?!
Vielleicht hängt das mit dem Hebel für die Automatik zusammen? Irgendwas falsch gemacht?!

Die Kugellager für die Horizontalbwegung sind hochwertig, an denen liegt es kaum.
Außer jemand hat den Arm zerlegt und beim Zusammenbau geschludert...
Vielleicht üben ja die Tonarmkabelchen einen gewissen Zug aus.
Bring mal den Arm in Nullbalance und beobachte genau den Weg.

Was ich dir empfehlen würde, ist der Umbau des Tellerlagers auf Ölbetrieb.
Ich habe schon so viel geschrieben darüber, jetzt mag ich nicht mehr.
Außerdem lies dich im Lenco-Lovers-Forum ein, dort findest du die Lenco-Freak-Brüder zuhauf!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
freakmoped
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Aug 2008, 11:49
logisch, danke, die horizontale passt

vor der auslaufrille, schon in der platte

hebel automatik, hmm...
da kann man eigentlich nichts falsch machen

aber kabel ist ev ein tip
und schaun wir mal was sache ist wenn
das neue system dran ist

danke für tips!
knippi
Stammgast
#5 erstellt: 12. Aug 2008, 17:59
Hallo!

Unter "lenco-lovers.com" findest du eigentlich genügend Anleitungen und Tipps zur "Wiederaufbereitung" deines L78. Die Experten dort können dir sicher bezüglich deines Arm- Problems weiterhelfen. Auch neue V-Blocks kann man dort erstehen, bzw. in Erfahrung bringen wo es die noch gibt. Sind wohl nicht wirklich teuer.

Gruß Roman
raphael.t
Inventar
#6 erstellt: 13. Aug 2008, 06:59
Hallo!

Die Lagerchen gibt´s dort sogar aus Bronze oder Quarz...

Grüße Raphael
lencofriend
Neuling
#7 erstellt: 12. Dez 2008, 20:28
Liebe Lencofans!

Nachdem ich meinen L 75 aus Jugendtagen (1974) kürzlich für meinen audiophilen Junior restauriert hatte und er ihn jetzt mit auf seine Studentenbude abgeschleppt hat, musste dringend Ersatz her.

So erstand ich in der Bucht zum Schnäppchenpreis einen L 78 - mein Traumgerät, das ich mir damals als Schüler nicht leisten konnte.
Dieses Fundstück habe ich generalüberholt mit allen Tricks, die man so kennt. Inzwischen ist er fast fertig, bis auf den Austausch dieser schwabbeligen Tellerfedern gegen selbstgebaute Silikon-Dämpfungsblöcke.

Was ich allen Lenco-Liebhabern aber sehr empfehlen möchte, das ist die Wahl eines neuen TA-Systems. Ich hatte in meinem alten L 75 ein supertolles ADC XLM mit neuer Nadel an einem der allerletzten Decca-London-Tonarme installiert. Ein absoluter Traum - wirklich high-end.

Und für meinem L 78 gab's natürlich keinen Decca-Arm mehr. Also habe ich meinen supergut erhaltenen L 75-Arm an den L 78 gebaut und nach langer Internetrecherche ein TA-System gekauft, von dem ich total begeistert bin: Das neue Nagaoka MP 100. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es nicht. Egal welche Musikrichtung - Klassik, Orgelwerke, Pop, Beatles, Pink Floyd - das System harmoniert mit dem relativ schweren Arm des Lenco ganz hervorragend.
Wichtig ist natürlich, dass man alle Register beim Einbau und der Justierung nach Schablone gezogen hat.

Fazit: Wer auf Vinyltechnik steht, kommt am L 78 nicht vorbei. Jede Mühe lohnt sich, einen mechanisch gut erhaltenen Dreher wieder in Schwung zu bringen. Und dann kann er sich mit den wenigen High-Tech-Geräten der heutigen Zeit in der knapp 1.000-Euro-Klasse locker behaupten!

Viel Erfolg und beste Wünsche!

lencofriend
WenigWatt
Stammgast
#8 erstellt: 12. Dez 2008, 21:53
Hallo Lencofriend,
woher hast Du den Wert für die Compliance vom MP100? Einen meiner Lencos betreibe ich auch mit dem Originalarm. Bisher hab ich nur DL103,Technics Eps270,Audio-Technica AT440 MLa als passende Systeme darin benutzt. Der Einbau eines Ortofon Kontrapunkt a ist mir wegen der Innengewinde im System zu frickelig. Aber wenn das MP100 und seine Verwandten zu diesem Prügel von Arm passen, muss ich mir mal eines zulegen.
Was die Wackelfedern angeht,so habe ich meinen L75 einfach ohne Boden und Federn direkt auf eine 37mm starke Multiplexplatte gestellt. Das geht sogar auf einem Tischchen ganz gut, Beton- boden machts möglich.
Es ist ein Glück, daß es nicht so ganz einfach ist, einen anderen Tonarm vernünftig ein zu bauen, sonst wären L75/78 schon wesentlich teurer. Beim GL88 und GL99 sind die Preise in den letzten Jahren erheblich angestiegen.
Gruß Micha
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