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Der Telefunken Plattenspieler Thread

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Autor
Beitrag
raphael.t
Inventar
#51 erstellt: 03. Dez 2008, 08:04
Danke!

Doch, den Thread kenne ich und der sagt so gut wie nichts über den S 900 aus, außer dass er dazugekauft wurde.

Grüße Raphael
SGibbi
Gesperrt
#52 erstellt: 03. Dez 2008, 14:55
Sorry Raphael,

Aber es gibt ein paar Dinge, die ihren Reiz ganz einfach deshalb haben, weil sie nicht jeder gerade besitzt, und weil sie bisher nicht "bare like bedroom" im Internet stehen. Bei ehemals teuren Spitzengeräten ist das nicht selten der Fall.

Von meiner Seite gab es weiter Oben ein paar Worte, und der Peterklang hat wohl auch einen TELEFUNKEN S 900. Einen Verweis auf einen Threat gabe es auch noch, mehr ist wohl nicht da.

Wenn es darum geht - falls er billig ist, kaufe zu, und pose uns Bildchen & Erfahrungen. Manchmal muß man auch mal etwas zugeben, die Community lebt davon.
Fhtagn!
Inventar
#53 erstellt: 03. Dez 2008, 16:11
Moin,

ich hatte immer mal den Gedanken mir einen S 600 zu kaufen.

Komischerweise ist es absolut unmöglich ein Exemplar zu finden, dass komplett funktionstüchtig ist!
Wenn die Sensortasten gehen, dann ist der Lift defekt (ist in 100% der Fälle so). Oder Gleich gar nichts funktioniert.

Nur mal angefragt: Sind das wirklich solche Blender-Gurken, oder werden nur die kaputten verkauft?

Überhaupt scheinen Telefunken PS nicht besonders haltbar zu sein, oder?
Wie gesagt, fast alle werden defekt angeboten, wobei der kaputte Lift nichtmal mehr als Defekt angegeben wird.

Gruß
HB
rorenoren
Hat sich gelöscht
#54 erstellt: 03. Dez 2008, 16:30
Moin,

ich habe auch einen S600.

Bei dem war/ist, nicht lachen, auch der Lift defekt.

Ich habe nicht so viel daran herumgespielt, aber mit etwas Kontakt 61, das einen Teil des Silikonfettes herausspült, ging es deutlich besser.

Das ist allerdings Pfusch und nicht von langfristiger Wirkung.

Eine fachgerechte Reparatur wird sich aber auf den Austausch des Fettes beschränken.
(zerlegen notwendig)

Meiner hatte auch noch leichte Störgeräusche von der Motorelektronik.

Nach Abklemmen des Relais für die Stummschaltung und direkter Verbindung der Kabel mit dem Cinchkabel war das verschwunden.

Es ist schon etwas ungünstig, dass die Elektronik direkt unter dem Arm sitzt.

Irgendwann ist mir die Plaine mal zerbrochen, als das Chassis mir abgerutscht ist.
(ist aber geflickt und geht)

Die Dinger sind schon etwas flähtig aufgebaut, besonders die Verdrahtung ist nicht so schön.

Viele scharfe Kanten an Blechteilen.

Die Sensortasten funktionieren bei meinem übrigens.

Viel Geld würde ich für einen S600 nicht ausgeben, da gibt es solidere Geräte.

Der Arm (Ortofon AS212?) ist beliebtes Schlachtgut und scheint in der Bucht recht gutes Geld zu bringen.

Hatte schon mal überlegt, meinen Thorens damit zu schmücken, hab´s aber zum Glück gelassen.

Gruss, Jens
Mr-B
Stammgast
#55 erstellt: 03. Dez 2008, 16:42
Ich selbst habe mehere Telefunken Dreher und kann mich hier eigentlich nicht beklagen.
Mein STS-1 hatte Probleme mit dem Liftmotor, aber nach dem ich den einmal mit der Hand gedreht hatte und mit etwas Siliconspray eingenebelt habe funktioniert der ohne Probleme.

Mein S500 kam leider als Transportschaden (Haube gebrochen, noch mal danke an Timo für den Ersatz) und wurde vom Vorbesitzer mit Kabeln aus dem CarHiFi Bereich verpfuscht, welche immer wieder mal einen Kanalaussetzer haben. Das sollte sich aber mit dem Austausch der Kabel beheben lassen.
Der Lift funktioniert hier auch Problemlos.

Dann drehen hier abwechselnd sin CS20 und ein S600 welche von Anfang an keine Probleme gemacht haben.

Mein CS10 hat bis ich ihn verkauft habe auch ohne Probleme funktioniert.

Schöne Grüsse
Christian
Fhtagn!
Inventar
#56 erstellt: 03. Dez 2008, 16:43
Jau,

das klingt genau so, wie ich es befürchtet habe (und deswegen auch nicht gekauft habe ).

Gut aussehen tun die ja, aber bei so gurkiger Verarbeitung dann lieber nicht.

Gruß
HB
rorenoren
Hat sich gelöscht
#57 erstellt: 03. Dez 2008, 17:07
Naja,

so schlimm ist es ja auch wieder nicht.

Wenn er läuft, macht er seine Sache gut.

Wenn, sollte man so ein Gerät entweder günstig und mit Risiko
oder "teuer" in der Nähe und nach gründlicher Begutachtung kaufen.

Ein Risiko gibt es aber immer, selbst neue Dreher können Ärger machen.

Gruss, Jens
MC_Shimmy
Inventar
#58 erstellt: 04. Dez 2008, 18:45
Hallo!



Telefunken S300D - Kennt den jemand?
Bis auf die Telefunken-Beschriftung kommt der mir ziemlich bekannt vor . . .

Gruß
Martin
joba
Stammgast
#59 erstellt: 04. Dez 2008, 20:10
Hallo Leute

ihr werdet es mir wahrscheinlich nicht glauben, daber ich habe auch einen S600 mit verharztem Lift. Darüberhinaus braucht das Gerät aber auch so einmal eine gründliche Grundreinigung.

Hat zufällig jeman ein Service Manual, dass mir bei der Wartung/reinigung helfen könnte. Besonders gerne würde ich auch den Tonarm auseinander nehmen z.b. gründlich die lager säubern. alternativ würde ich mich auch sehr über tipps freuen.

vielen dank

joba
Fhtagn!
Inventar
#60 erstellt: 04. Dez 2008, 21:26
Mien Jung,

dat lööf ick heelemal, dat de Lift nicht funktioneeren deit .

Das Teil ist eine einzige Fehlkonstruktion, hab mich mal schlau gemacht und herausgefunden, dass nur eine totale Demontage des Tonarms mit anschließender Neuschmierung mittels harzfreiem Industriefett helfen soll. Selbst dann ist das Teil wohl nicht zuverlässig.

Wenn du den Schrottdreher also verkaufen möchtest, schick mir mal eine PM

Gruß
HB
SGibbi
Gesperrt
#61 erstellt: 05. Dez 2008, 07:27


Das Teil ist eine einzige Fehlkonstruktion (...) dass nur eine totale Demontage des Tonarms mit anschließender Neuschmierung mittels harzfreiem Industriefett helfen soll.


Ähnliche "Fehlkonstruktionen" findest Du bei so ziemlich allen Fabrikaten. Soll ich mal aufzählen, wie viele Dual´s ich aufgearbeitet habe ? Es ist ein Standardfehler quer durch alle Fabrikate. Man sollte allerdings kein "Industriefett" nehmen, sondern ein zähfließendes Silikonöl.



Das Teil ist eine einzige Fehlkonstruktion (...) Wenn du den Schrottdreher also verkaufen möchtest, schick mir mal eine PN (...)


Liebe Leute, wir sind kein Marktplatz und wir wünschen wertige Beiträge. Der User "Joba" hatte nach einem Servicemanual gefragt, und nicht danach, daß jemand ihm erklärt, es handle sich um Schrott, den man für billig abkaufen wolle, um anschließend für gutes Geld den originalen Ortofon Tonarm zu verhökern. Also, Leute, ist da jemand, der vielleicht noch ein Servicemanual für den User Joba hätte ?

@Mc_Shimmy - nein, für den Moment kenne ich den nicht, nun sag schon ...


[Beitrag von SGibbi am 05. Dez 2008, 07:35 bearbeitet]
joba
Stammgast
#62 erstellt: 05. Dez 2008, 10:03
Hallo miteinander

vielen Dank SGibbi für den Beistand . ALso wer hat so ein Service manual?

Ansonsten gilt, dass ich meinen S600 sicher nicht verkaufen werde. Dafür gefällt er mir viel zu gut und aufarbeiten muss man tatsächlich die meisten 30 Jahre alten PS.

Viele Grüße

Joba
peterklang
Neuling
#63 erstellt: 05. Dez 2008, 19:04
Mein S900 funktioniert wieder

Gar nicht so übel was da rauskommt, bin begeistert. Aber ich glaube, eine neue Nadel würde ihm ganz gut tun...
SGibbi
Gesperrt
#64 erstellt: 09. Dez 2008, 11:01


Telefunken Grammophone

Falls irgendjemand Fragen zu den uralten TELEFUNKEN Grammophonen hat, das Ganze (!) ist bereits recht gut dokumentiert, und zwar beim Deutschen Phonomuseum:



http://www.deutsches-phono-museum.de/


Und zwar existierte von PE Seite her ein Firmenmuseum, in welchem JEDES jemals gefertigte PE Grammophon archiviert wurde. Die Sammlung ging nach dem Ende von PE über an die Stadt St. Georgen, und ist Heute im Deutschen Phonomuseum zu bestaunen. Diese Sammlung ist weit besser dokumentiert, als ich es jemals könnte. PE / TELEFUNKEN Sammler war ein Herr WEISSER, und ein Herr Jürgen Weisser (ehemals Motoren- & Anbtriebsentwickler bei PE, wir hassen & lieben uns, anm.) ist noch Heute ehrenamtlich für das Deutsche Phonomuseum tätig, er hat auch die Texte auf der Website des Phonomuseums erstellt. Information aus erster Hand ist also noch zu bekommen. Allerdings wissen die nicht immer die TELEFUNKEN Typennummern. Man muß ggfs. mit seinem TELEFUNKEN Grammophon mal beim Museum vorbeischauen, oder ein paar Bildchen austauschen, um herauszufinden, wie die PE Bezeichnung einst lautete.

Wer ein TELEFUNKEN Grammophon besitzt, Beiträge sind natürlich willkommen, möglichst mit Bildern sowie der PE Bezeichnung für die noch zu erstellende Baugleichheiten Liste.



[Beitrag von SGibbi am 09. Dez 2008, 11:25 bearbeitet]
SGibbi
Gesperrt
#65 erstellt: 09. Dez 2008, 12:54
Der TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechsler

So, Heute möchte ich die bereits angekündigte Doku zum TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechsler hier veröffentlichen. Wer sich einen TELEFUNKEN Fan benennt, der sollte die wenigstens Eigenproduktion von TELEFUNKEN kennen.

Um es voranzustellen - Ich bin nicht wirklich ein Fan der TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechsler. Die Geräte stehen wegen der hohen Auflagekräfte der Originalpickups als "Plattenschänder" in einem schlechten Ruf, es ist in jedem Falle ratsam, das Gerät ordentlich aufzuarbeiten, bevor man damit eine Schallplatte abspielt. Bei verstelltem Auflagegewicht und / oder defekter Nadel kommt es bei diesen Plattenspielern schonmal vor - die Wiedergabe wirkt ein wenig verrauscht, nach dem Abspielen sind die Schallplattenrillen grau angelaufen, und das herausgefräste Vinyl kann man hinterher mit einem feinen Pinsel zusammenkehren.

Zu einem TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechsler kommt man quasi automatisch, sobald man sich mit 50er Jahre Technik abgibt, denn TELEFUNKEN war während der zweiten Hälfte der 50er Jahre mit diesen Modellen Marktführer für Schallplattenspieler in Deutschland, und lehrte alle Konkurrenz das Fürchten. Es müssen unglaubliche Stückzahlen produziert worden sein. Mir zugängliche Quellen sprechen von "mehr als 300.000 Stück", ob es ein Million Seller wurde, ist hier nicht dokumentiert, aber über alle Modelle zusammen sicherlich nicht ausgeschlossen.

Modellübersicht

Ich habe vor einiger Zeit eine umfangreiche Bilderdoku zu TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechslern in meine Bildersammlung eingestellt (privater Austausch unter Sammlern per CD oder USB Stick) und mehrfache Lobsegnungen dafür erhalten. Das wesentliche Problem mit diesen Plattenspielern betrifft, daß man oft nicht mehr zuordnen kann, was es eigentlich ist, denn auf den OEM´s fehlt oft jeder Verweis auf TELEFUNKEN, und ein Typenschild sucht man bei deisen Plattenspielern vergeblich. Genug nun der Vorrede, hier mal ein Bildchen vom Grundmodell TELEFUNKEN TW 502:



Wer kennt ihn nicht ? Es gab unzählige Modellvarianten dieses TELEFUNKEN Plattenspielers, welche sämtlich sehr ähnlich aufgebaut sind. Man spricht daher generalisierend vom TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler. Das Spitzenmodell TELEFUNKEN TW 560, hatte ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnt:



Das Besondere am TELEFUNKEN TW 560 betrifft die Tastenbedienung:



Ein Typenschild o.ä. sucht man idR. vergeblich. Die genaue Typenbezeichnung wurde mit einem Büro Stempel unter der Gummimatte in der Nähe des Tellerlagers aufgedruckt. Meistens ist die Schrift nicht mehr lesbar. Ab den 60er Jahren wurden die TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler etwas eckiger, das Bild zeigt das Grundmodell der frühen 60er, TELEFUNKEN TW 504:



Die Mechanik blieb jedoch fast unverändert, hinsichtlich der "neuen" TELEFUNKEN Pickups der 60er Jahre Modelle hatte ich weiter oben bereits umfangreich als Typenreferent für TELEFUNKEN Kristallsysteme gepostet. Siehe dort.

OEM Modelle

Wie man so sieht, hatte ich schon unzählige TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler in der Mache. Wer zahlt dem Gibbi den Preis für die professionelle Restauration, bei so einem Gerät, könnte man nun fragen. Nun, wir alle kennen die moderneren TELEFUNKEN Plattenspieler als zugekaufte Ware, zur Zeit der TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler war TELEFUNKEN jedoch ein OEM Lieferant auch für Plattenspieler, d.h. andere Hersteller kauften TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechsler bei der TELEFUNKEN zu, um diese dann in die eigenen Produkte einzubauen. Einige dieser Geräte sind mittlerweile recht wertvoll geworden:



Das Bild zeigt (m)einen Musikschrank BRAUN MM 4-8 Stereo aus 1960, und der Plattenwechsler ist ein TELEFUNKEN TW 501 Stereo OEM in einer besondern farblichen Gestaltung von Hans Gugelot. Wie man sieht, fehlt dem OEM jeder TELEFUNKEN Schriftzug, und weil BRAUN selbst Plattenspieler herstellte, ist die Verwirrung um die TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler manchmal groß.

Modellpflege

Der TELEFUNKEN TW 500 Reihe Plattenwechsler war eine Eigenproduktion der TELEFUNKEN, er wurde im Berliner Werk (ehemaliges TELEFUNKEN Röhrenwerk Berlin) produziert. Der genaue Ursprung der Konstruktion ist mir bis Heute nicht bekannt geworden.

Die frühe TELEFUNKEN Werbung aus der Debutzeit dieses TELEFUNKEN Wechslers, Mitte der 50er Jahre, bezeichnete eine "TELEFUNKEN Lizensproduktion eines im Ausland bereits millionenfach bewährten Wechslers". Wer könnte der Ursprung sein ? Wer könnte in der schweren Nachkriegszeit von cca. 1947 (Reibradantrieb & erste Mikrorille, RCA, USA) bis ende 1954 (TELEFUNKEN TW 500 Reihe Debut) mehr als eine Millionen Stück dieses Plattenwechslers produziert & verkauft haben ? Ich habe es bis Heute nicht herausgefunden. Die größte Ähnlichkeit etwa bezüglich der automatischen Plattengrößen Erkennung gibt es wohl zum Englischen BSR Monarch Wechsler der 50er Jahre. Die Art der Wechslermechanik und der seinerzeit moderne Reibradantrieb mit Stufenachse und 4 Geschwindigkeiten könnten auch von RCA / USA stammen, zudem läßt die hohe Auflage einen Amerikanischen Ursprung erwarten. Das Erscheinungsbild, schlußendlich, ist Paillard / Schweiz entliehen. Wer genaueres weiß, möge es posten. Die Weiterentwicklung zum TW 504 geht jedoch auf TELEFUNKEN selbst zurück. Ebenso war das Pickup eine Eigenentwicklung, und der AEG Motor kam mit einer patentierten Anordnung der Spulen, welche brummkompensierend wirkt. ELAC und andere waren später Lizensnehmer dieses Motorenpatents der AEG TELEFUNKEN, es steckt also auch etwas eigene Entwicklungsarbeit der TELEFUNKEN darin. Der Wechslermechanismus jedoch gilt als Lizensproduktion.

Bezüglich der TELEFUNKEN Originale kann man das Baujahr (in etwa) an der Farbe des Chassis abschätzen. Die Debutmodelle aus der Mitte der 50er Jahre waren Hammerschlag Gold:



Die Bonbonfarben der 50er Jahre kamen bei TELEFUNKEN erst relativ spät, hier ein grünes Chassis aus 1958:



Ab ca. 1960 wechselte TELEFUNKEN zu der Mode entsprechend sachlicheren Grautönen:



... und das folgende Bild zeigt die "eckigere" Form eines 1962er Modells:



OEM´s hatten eine abweichende Farbgebung. Es gab, wie bereits gesagt, unzählige Versionen dieses TELEFUNKEN Wechslers, es würde mich nicht wundern, wenn er für die USA auch in "Hot Pink" geliefert wurde. Leider sind diese Bonbonfarbenen Modelle in Deutschland rar geworden, meistens findet man den TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler in der rundlichen, grauen Form der frühen 60er Jahre. Auch die "Goldies" sind bei Sammlern recht beliebt.

Servicetips



Diese Heute mehr als 40 Jahre alten TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler haben die gleichen Probleme wie andere Fabrikate auch, allerdings in einem ganz anderen Ausmaß. Es sprach sich bald herum, daß diese Wechsler nicht gerade sorgfältig im Umgang mit der Schallplatte sind, die Geräte sind in aller Regel schlecht gewartet, um nicht zu sagen "total vergammelt".



VORAB DES ERSTEN EINSCHALTENS sind unbedingt die folgenden beiden Lager zu prüfen:



Das LAGER DES STEUERZAHNRADES ist unter dem Plattenteller zugänglich. VORSICHT Falls dieses Lager festsitzt, funktioniert der Wechsler idR. trotzden scheinbar noch, allein, er schaltet nicht mehr ab. Hat man das bei der Fehlersuche ein paarmal durchexerziert, fällt das Steuerzahnrad aus der Mechanik, weil der Verbindungsniet abgedreht wurde. Das Steuerungszahnrad muß sich von Hand leichtgängig im Lager bewegen lassen, und man muß erkennen können, daß sich der unter dem Plattenteller sichtbare Lagerschaft dreht.

Dieses Lager hat sehr oft "gefressen", d.h. es sitzt fest. Betroffen sind nach meiner Erfahrung beinahe alle Modelle vor 1960. Das Lager ist von Oben mit einem Kriechöl wie Ballistol oder Caramba oder ähnlich (jeder hat sein Geheimrezept) ggfs. mehrmals einzuölen, bis das Lager wieder leichtgängig ist. Dabei ist zu beachten, daß das Lager von Oben mit einer Pertinaxscheibe gedichtet ist. Man muß also den Seegerring und die Pertinaxdichtung abnehmen, bevor man ölt, und sobald alles wieder schön leichtgängig ist, auch wieder zusammenbauen, bevor man einschaltet.

Ein ähnliches Schicksal betrifft DAS TONARMLAGER:



Hier findet man 2 Bleche, welche sich scheren. Eines wird aus der Wechslermechanik angetrieben, ein zweites trägt den Tonarm. Verbunden sind beide Bleche über eine meist kupferfarbene Feder. Falls diese beiden Bleche gegeneinader festsitzen, bricht während des Wechslevorgangs ein Niet, welcher einen Führungsstift für den Tonarm trägt.

Es kann, je nach Mittelchen, ein paar Wochen dauern, bis diese beiden Lager wieder leichtgängig sind. Wer die Mechanik demontieren will, sollte sich genaustens überlegen, was er tut. Obwohl die TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler Mechanik vergleichsweise einfach ist, ist sie doch völlig anders aufgebaut als z.B. die "Knechtmechanik" eines Dual. Bei TELEFUNKEN gibt es kein Kurvenrad, sondern das Steuerungszahnrad trägt Nocken und Löcher. Es gibt in der gesamten TELEFUNKEN Mechanik keinerlei drehende Hebel, sondern es wird über einen Schieber gesteuert, welcher auch gleichzeitig die Mechanik etwas abdeckt. Vielleicht noch der Tip, daß der gesamte TELEFUNKEN Plattenwechsler modular aufgebaut ist, d.h. man kann die Wechslermechanik als Ganzes vergleichsweise schnell & einfach austauschen:



Eine für Deutsche Plattenspieler sehr ungewöhnliche, aber durchaus servicefreundliche Angelegenheit. Einen weiteren Hinweis verdient das Reibrad, dort ist das Gummi ersetzbar, d.h. man kann das Reibradgummi zerstörungsfrei vom Reibrad abnehmen und austauschen. Es ist aber nur selten defekt.

Die "eingebaute Verschleißgrenze" dieses Plattenspielers betrifft das Lager des Plattentellers. Es hat fast immer eine Macke weg, der Plattenteller "kippelt" dann. Der Verschleiß geht in 3 Stufen vonstatten; zunächst wird das Klangbild immer dunkler, bis sich schließlich hörbare Gleichlaufschwankungen einstellen, weil der Plattenteller während des Abspielens im Lager hin- und herkippt. Die Absolute Verschleißgrenze betrifft, daß der Plattenteller auf dem Chassis schleift. Als die Geräte noch im Alltagsgebrauch waren, hat man dann einen Stapel Schellacks aufgelegt. War dann auch noch der Wechslerstab eingelaufen, war es denn aber wirklich vorbei. Es gibt wohl keinen TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler mehr, bei welchem das Plattentellerlager völlig einwandfrei ist. Der Hinweis, daß man das Lager gut fetten sollte, ist hoffentlich selbstredend.

Sonstige Probleme sind selten, zudem ist das Gerät in TELEFUNKEN Tradition sehr servicefreundlich aufgebaut. Einen Tip verdient noch das obere Tonarmlager, es ist mittels Madenschraube spielfrei einstellbar, die Schraube ist meist mit weißem Nagellack abgedeckt. Das Auflagegewicht läßt sich an einer handlichen Rändelschraube hinten Unten am Tonarmlager korrigieren. Eine Kontrolle ist in jedem Falle sinnvoll. Siehe Beschreibung der Pickups, ein paar Beiträge weiter oben.

Ach ja, wie bei anderen Plattenspielern auch, die Gummimatte auf dem Plattenteller härtet unter Lichteinfluß aus. Besonders betroffen sind dir "grauen" Matten aus den frühen 60ern. Der Plattenspieler sollte möglichst dunkel gelagert werden. Ähnliches gilt für alle TELEFUNKEN Stereo Pickups, die jemals für diese Modellreihe geliefert wurden. Alles möglichst lichtgeschützt lagern, beim Musikschrank die Türe schließen.

Umbau auf ein anderes Pickup

Die Standardbestückung betrifft das TELEFUNKEN TTS Pickup für die rundlichen Modelle, oder das TELEFUNKEN T 10 /2 Pickup für die etwas eckigeren Modelle. Wer einen Stereo Musikschrank hat, wird nach einem TELEFUNKEN T 20 /2 Pickup Ausschau halten. Es ist selten, aber es ist problemlos gegen das T 10 /2 austauschbar. Ein Klick und fertig. Einen Haken gibt es dennoch bei der Sache; das Stereo Pickup funktioniert nur dann einwandfrei, wenn der Plattenspieler auch ein Antiskating hat. Das Antiskating wurde nicht in alle Modelle eingebaut. Es funktioniert beim TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler gemäß einem Freilauf - und - Reibungsanschlag - Prinzip. Die Erklärung würde zu umfangreich. Falls das Tonarmlager von Unten wie Folgend aussieht:



dann hat der Plattenspieler das Antiskating, und das T 20 /2 Pickup wird funktionieren. Das Antiskating ist fest abgeglichen, also nicht einstellbar, und es paßt nur für die Pickups TELEFUNKEN T 10 /2 sowie T 20 /2 (oder andere Pickups mit vergleichbaren mechanischen Daten).

Man kann sich aber auch selbst ein Antiskating mit Faden & Pendelgewicht im DIY Verfahren nachrüsten:



Der Einbau eines modernen Pickups gestaltet sich schon schwieriger. Und zwar ist die Headshell zu schmal, um ein modernes, genormtes Pickup einzusetzen.

Zuerst einmal sollte man sich vergewissern, daß die Mechanik auch mit geringen Auflagekräften moderner Pickups gut läuft. Der TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechsler war ursprünglich für Auflagekräfte um 10 Gramm entworfen. Es ist mitunter etwas Feinarbeit nötig, um Pickups mit ein- bis zwei Gramm Auflagegewicht sicher in diesem Plattenspieler fahren zu können. Wer soweit geht, muß u.U die Mechanik komplett demontieren und auch mal zur Feile greifen, um "Gleitkufen" zu erstellen, usw (Verringerung der Reibung). Das alles zu beschreiben würde zu aufwendig, es soll jedoch nicht an dem Hinweis fehlen, daß man sich das Nadellager eines modernen Pickups kaputt macht, falls das Tonarmlager zu schwergängig ist.

Messungen haben gezeigt, daß der VTA ziemlich genau stimmt, wenn man ein Shure M 75 - 6 S per Adapterbrettchen montiert. Zudem ist für das Shure M 75 auch eine Schellack Nadel lieferbar. Das Bild zeigt ein solches Adapterbrettchen aus Pertinax (Lochrasterplatine) von Oben:



Das Pickup wird nun mit Pattex oder einem anderen, nicht vollständig aushärtenden Kleber an dieses Adapterbrettchen angeklebt:



Man muß dabei sehr präzise arbeiten. Das Plastikgewinde der Pickup Schraube darf keinen Scahden nehmen, und das Adapterbrettchen muß wackelfrei präzise sitzen wie ein originales Pickup:



Meistens schleife ich dann noch ein Wenig von der Vorderkante des Tonarm ab. Das verändert zwar ein wenig den Originaleindruck, aber es hat doch nur ganz praktische Gründe, denn man kommt besser an den Nadeleinschub heran:



Klanglich kann man die TW 500 Reihe Wechsler erstaunlich weit bringen. Der in seiner Summe konisch verlaufende Tonarm sowie die sehr starre Verbindung aus Metall Gußmaterial zwischen Tellerlager und Tonarm sind geradezu ein Garant für einen brillanten, kraftvollen Klang ganz in TELEFUNKEN Tradition. Der (meistens) gut ausgewuchtete Motor ist mit 2 Wicklungen in patentierter Brummkompensation ausgestattet, und das Reibrad ist mit einem (im Original) sehr weichen Gummi belegt, sodaß sich auch das Rumpeln in Grenzen hält. Das wirkliche Resultat allerdings ist, wie bei allen uralten Plattenspielern, sehr stark von Erhaltungszustand & Aufarbeitung der Lager abhängig, wie bereits beschrieben.

Bedienung eines TELEFUNKEN TW 500 Reihe Wechslers

Der folgende "Bedienschlüssel" gehörte zur Originalausstattung der TELEFUNKEN TW 502 (und ähnlich) mit Drehzahlwähler & Knebelschalter. Einfach mit 300 DPI ausdrucken, Ausschneiden und dann zwischen Drehzahlwähler und Tonarmstütze klemmen:



Der TELEFUNKEN Stern mit TELEFUNKEN Pfiffika Kurzanleitung gehörte zur Ausstattung der TELEFUNKEN TW 560 Modelle (und ähnlich) mit Tastenbedienung. Der TELEFUNKEN Stern ist in TELEFUNKEN Orange gedruckt, das Booklet ist aufgeklebt, und in TELEFUNKEN Grün gedruckt (beides im Einfarbendruck). Die Befestigungskordel ist in TELEFUNKEN Blau gehalten:















So, und jetzt gutes Gelingen der Restauration & viel Freude mit dem TELEFUNKEN Plattenwechsler !


[Beitrag von SGibbi am 09. Dez 2008, 13:38 bearbeitet]
sadradio
Ist häufiger hier
#66 erstellt: 09. Dez 2008, 21:21
Hier noch ein paar Infos zum S 900:

Die Markteinführung war 1978/79, das erste Modell der Baureihe TS 800/850/860/950. Das Gerät ist direkt angetrieben und hat eine sog. Halbautomatik, d.h. am Plattenende wird der Tonarm abgehoben und zurück geführt. Anfagns gab es das Gerät nur in einer schwarzen Gehäuseausführung, später kam eine metallic-braune Ausführung dazu. Als Tonabnehmersystem war ein Ortofon F 15 O Mk II verbaut.
Das Gerät ist grundsolide und langlebig aufgebaut, also auch nach 30 Jahren (!) jederzeit noch benutzbar...
Gruß
sadradio
raphael.t
Inventar
#67 erstellt: 10. Dez 2008, 08:34
Hallo Sadradio!

Danke für die INfo!

Grüße Raphael
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#68 erstellt: 26. Dez 2008, 15:55
Hallo,


ich habe mir einen S 500 zugelegt und wie bei vielen kam er mit Transportschaden an. Viele VK können nicht richtig versenden geschweige denn einpacken/verpacken. Sei es drum. Der Lift geht nicht (verharzt) und wurde laut VK ausgehängt.
Jetzt stehe ich wie ein Ochse vor dem Berg und weiß nicht wie ich an den Lift komme zw wie ich den Telefunken auseinander bekomme. Ich weiß auch nicht ob der Tonarm einen schaden hat, der der VK die Haube einfach die Haube draufgelegt hatte und diese ziemlich in Paket AUF dem dreher drauf rumgehauen ist. Er dreht leise und bis auf das 33er Lämpchen und die Strobolampe geht alles. Bevor ich mir jetzt ein neues Tonabnehmersystem zulege, möchte ich ihn erstmal so zum laufen bewegen. Nicht das doch das Ding schrottreif ist weil der Arm oder sonstwas eine Macke hat.
Anbei 2 Bilder:

http://s11b.directupload.net/images/081226/temp/hsojzt7g.jpg
Hier weiß ich nicht ob das alles seine richtigkeit hat und das nicht in der mitte sein müßte.


Der Arm geht nicht ganz nach rechts in dn dafür vorgesehenen Halter

Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt, aber man lernt ja nie aus
rorenoren
Hat sich gelöscht
#69 erstellt: 26. Dez 2008, 16:29
Moin,

ich kenne nur den S600, aber das dürfte gleich sein.

Teller ab.

Darunter sind 3 oder 4 Sechskantschrauben, die man lösen muss.
(sind mit einem Kreis gekennzeichnet)

Dann kann man das Blechchassis aus der Plastikwanne heben.
(Vorsicht, schafe Kanten und die Steuerplatine passt rechts nicht ganz am Plastik vorbei, also zuerst links anheben)

Die Kabel sind evtl. zu kurz.

Es gibt eine Servicestellung, indem man das Chassis senkrecht in die dafür vorgesehenen Schlitze steckt.

Ohne Gewähr, nur so aus der Erinnerung zusammengesponnen!


Gruss, Jens
joba
Stammgast
#70 erstellt: 27. Dez 2008, 19:08
hallo jens

hast alles richtig aus "der erinnerung" zusammengesponnen. ich habe meinen s600 auch gerade offen vor mit stehen. die zugentlastung beim s600 ist sehr clever gelöst, da man die kabel beim abheben der platine da viel einfacher herausbekommt im vergleich z.b. zu dual (stichwort kurze kabel!). absolut genial sind aber die schienen auf der innenseite der zarge in die man die platine hochkant abstellen kann. so kann man ohne verrenkungen an alle teile kommen und muß keine angst um tonarm etc haben. gibt es so eine servicefreundliche einrichtung auch bei dual?

joba
mightymo
Stammgast
#71 erstellt: 03. Jan 2009, 18:59
hallo!
so, habe meinen s400 inzwischen auch mal in betrieb genommen! funktioniert so weit alles ganz gut. das justieren des tonarms war allerdings mal so eine sache... ist das bei anderen telefunken drehern auch so, daß das gegengewicht extrem "schwammig" und "wabbelig" auf dem tonarm sitzt? es scheint, als wäre es da sehr weich in gummi gelagert. welchen zweck soll das erfüllen?
mightymo
Stammgast
#72 erstellt: 03. Jan 2009, 19:02
ach ja, noch ein kleines problem: der s400 besitzt eine vollautomatik - nur leider setzt die nadel beim starten immer ungefähr zwei millimeter vor der platte auf..
lösungsvorschläge?
gesamte mechanik "entharzen" und neu schmieren?
germi1982
Inventar
#73 erstellt: 03. Jan 2009, 19:38
Evt. nur der Aufsetzpunkt verstellt. Den kann man einstellen, nur weiß ich nicht wie das bei dem Modell geht. War bei meinem Dual 701 auch so. Ist in der Regel eine einfache Schlitzschraube je nachdem wie rum man dreht wird der entweder nach links oder nach rechts verstellt.


[Beitrag von germi1982 am 03. Jan 2009, 19:39 bearbeitet]
SGibbi
Gesperrt
#74 erstellt: 05. Jan 2009, 01:32

mightymo schrieb:

(...) das Gegengewicht extrem "schwammig" und "wabbelig" auf dem tonarm sitzt? es scheint, als wäre es da sehr weich in gummi gelagert. welchen zweck soll das erfüllen ? (...)


Hi Mighty,

Der Zweck des "schwabbeligen" Gegengewichtes wurde bei Dual als "Antiresonanzprinzip" patentiert, und auch in einige TELEFUNKEN Plattenspieler eingebaut. Die Einstellung der Antiresonanz wird über eine Testschallplatte vorgenommen. Suche mal im Dual Board (www.dual-board.de) nach den Stichworten "Antiresonanz" oder "Anti Resonanz Prinzip".

- Grüße
mightymo
Stammgast
#75 erstellt: 05. Jan 2009, 10:40
aha..
danke für die antworten.
wo könnte ich denn diese schraube finden?

und das mit dem antiresonanzprinzip mag ja schön und gut sein - da aber dabei die möglichkeit, seinen tonarm präzise zu justieren, auf der strecke bleibt ist es für mich wenig überzeugend..
(noch dazu ist der "orientierungsstrich" für die einstellung des gewichtes nicht wie bei anderen plattenspielern auf (längs) dem tonarm angebracht, sondern oben auf dem tonarmgelenk - je nach auflagegewicht also mehrere zentimeter von der skala auf dem gewicht entfernt, was eh nur grobes peilen zuläßt..)
SGibbi
Gesperrt
#76 erstellt: 06. Jan 2009, 01:15
Hallo,

Was die Einstellung des Auflagepunktes für die Automatik angeht, muß ich für den Moment leider passen. Wir haben diese Geräte zwar in Stückzahlen verkauft, den Fehler gab´s zu meiner TELEFUNKEN aktiven Zeit aber noch nicht werkstattkundig. Traditionell sind TELEFUNKEN Plattenspieler von Oben, und zwar in der Nähe des Tonarmlagers einstellbar. Das muß aber nicht für jeden OEM zutreffen.

Daß der "Orientierungsstrich" für die Justage der Auflagekraft in der Tat nur der Orientierung dient, war schon immer ein Kritikpunkt an diesem Spieler, da gebe ich Dir Recht. Immerhin - wenn es von Oben gesehen gerade ist, ist die Ablesung richtig, jeder Techniker, der noch Zeigerinstrumente abgelesen hat, ist damit gut vertraut, das war für uns eigentlich kein Problem.

Daß das weich gelagerte Gegengewicht immer etwas in seiner Fassung bewegt ist, setzt eine Präzisionsgrenze, ist aber im AR Prinzip bedingt, und daher kein TELEFUNKEN Fehler. Manchmal handelt man sich mit einem Vorzug (AR) auch einen Nachteil ein (Gewicht wackelt, daher indifferent). Das ist auch bei anderen Fabrikaten mit AR der Fall.

Geht man davon aus, daß die meisten Pickups erheblioche Toleranz vertragen (sagen wir 2 bis 3 Gramm, das sind 50% Toleranz ab 2 Gramm gesehen) krigt man es aber doch in brauchbare Genauigkeit, und hat das AR als Gewinn (sofern man darauf steht).

Deine Kritik ist natürlich angemessen, und als Erfahrungsbericht willkommen, aber könnten wir Dir mit einer Auskunft weiterhelfen ?
mightymo
Stammgast
#77 erstellt: 06. Jan 2009, 01:40
könnten oder konnten?

ob ihr mir weiterhelfen könntet, weiß ich nicht, ist ja quasi alles gesagt. und das mit dem auflagepunkt der automatik werde ich schon irgendwie in den griff bekommen - so ein plattenspieler ist ja schließlich keine raketenwissenschaft..

ob ihr mir weiterhelfen konntet? ja. ich weiß jetzt, was es mit dem weich gelagerten gegengewicht auf sich hat. und daß ich mit meiner kritik an der platzierung des "orientierungsstrichs" nicht alleine bin, ist doch auch irgendwie beruhigend.. und daß es unter umständen eine einstellschraube für den auflagepunkt gibt, ist auch schon mal gut zu wissen - werde sie suchen!
Schnucki47
Neuling
#78 erstellt: 06. Jan 2009, 23:03
Hallo, bin zwar neu hier, aber großer Telefunken-Fan.
Zum S 900 kann ich nur sagen, ist ein guter halkbautomatischer DD-Player. Zwar ohne Quarzkontrolle, aber von guter Verarbeitung und gutem tonarm. Hatte selber 1980 einen. Bin aber etwas bequem geworden und wollte wieder einen Vollautomaten. Hatte danach einen Dual 941Q. wie wahrscheinlich alle hier, bin ich dann zur CD. gewechselt. Heute, anno 2009 habe ich zwar viele cd`s aber bin wieder voll zum analogfan geworden. Habe meine teure, denon 7.1 Anlage verscherbelt und mich wieder an die gute, alte analoge Zeit erinnert.Heute höre ich wieder gern Musik, mit folgender Anlage:
Telefunken TA 750 - Verstärker
Telefunken TT 750 - FFL-Tuner
Telefunken TC 750 High-Com Tapedeck
Telefunken StS 1- DD-Drive 2 Motors Plattenspieler
Technics-CD-Player ( auch schon 20 Jahre alt und zuverlässig ohne Ende )
Onkyo DAT-Recorder
Das ganze an 4 Lsp.: 2 Quadral - Standboxen ein Hochgenuß und 2 Bose mit subwoofer = perfekt.

diese Boxen liefen auch auf der teuren Denon-Anlage. Für Kinogenuß, total gut, aber zum Musikhören...naja. Irgendwie ist mir dadurch das Musikgenießen abhanden gekommen.


Heute, mit der "alten" Telefunkenanlage, ist das wieder ganz anders geworden. Auch meine Besucher sind total begeistert und wollen wieder auf "Althifi" umsteigen.
SGibbi
Gesperrt
#79 erstellt: 08. Jan 2009, 03:35

Schnucki47 schrieb:
(...)Auch meine Besucher sind total begeistert und wollen wieder auf "Althifi" umsteigen.(...)


Die Amerikaner haben da einen schnuckeligen Begriff für, sie nennen das "vintage gear", sagen wir "historisches Zahnrad", wenn es überhaupt wörtlich übersetzen geht.

Hallo & Willkommen, erstmal. Hast Du ein paar Poserbildchen von Deinem StS-1 für uns ?
Mr-B
Stammgast
#80 erstellt: 09. Jan 2009, 19:31
Hallo zusammen,

damit hier wieder etwas Bewegeung rein kommt gibt es mal ein paar aktuelle Bilder von meinem Telefunken STS-1















Einen kleinen Text zum Dreher selbst werde ich nach dem Essen noch schreiben.

Also Mahlzeit und bis gleich
Christian
Mr-B
Stammgast
#81 erstellt: 09. Jan 2009, 23:35
Soooo... das hat jetzt etwas länger gedauert, nach dem ich noch unangemeldeten Besuch bekommen habe

Also hier mal ein bischen was zum Telefunken STS1.

Bei dem Dreher handelt es sich um einen vollautomatischen, quarzgeregelten Direkttriebler.
In den Telefunken Katalogen taucht er das erste mal 1979 auf und wurde dann als RS30 bis ca. 1982 gebaut.
Das Gerät gibt es auch unter den Bezeichnungen Telefunken CS20 und als RS30. Der RS30 war mit der passenden Telefunken Anlage fernbedienbar.
Unterschiede zwischen dem CS20 und dem STS1 gibt es ausser der Zargenfarbe keine. Beim STS1 ist die Zarge braun foliert und beim CS20 schwarz foliert.
Für den CS20 und den STS1 gab die Frontblende in 2 verschiedenen Farben, zum einen das Silber auf den Bildern und das zu der damaligen Zeit üblieche Telefunken braun.
Den RS30 gab es meines Wissens nach nur in einem etwas helleren Silber.
Eine Besonderheit des Drehers ist das sämtliche Automatikfunktionen des Tonarms inkl. dem Lift von einem 2 Motor gesteuert werden.

Es gab sehr ähnliche Geräte von Siemens (RW555 und RW666), den Micro Seiki DQ44 und einen Universum dreher von dem ich die Bezeichnung gerade nicht weiß.

Die Dreher sind bis auf die verbauten Tonarme technisch im großen und ganzen identisch. Von wem der Dreher letztendlich gebaut wurde weiß ich leider auch nicht

Hier noch die technischen Daten des STS1 aus der Bedienungsanleitung:

Gleichlaufschwankungen: < 0,035%
Rumpel-Fremdspannungsabstand: > 46 dB
Rumpel-Geräuschspanungsabstand: > 72 dB
eff. Tonarmlänge: 239 mm

Ausgeliefert wurde der Telefunken STS1 wie auf den Bildern mit einem Ortofon Concorde LMA 5 System.

Recht viel mehr fällt mir jetzt schon gar nicht mehr ein, falls ich Fehler in meiner Beschreibung haben sollte gebt mir einfach bescheid und ich werde es direkt ändern.

Schöne Grüsse
Christain
rorenoren
Hat sich gelöscht
#82 erstellt: 10. Jan 2009, 00:52
Moin,

ich hatte mal kurz vom Flohmarkt einen ähnlichen Dreher in etwas einfacherer Ausführung.

Er hatte nur eine Halbautomatik die mit dem Tellermotor angetrieben wurde.
(glaube ich, denn Der Motor, bzw. dessen Lager war defekt)

Der Teller ist jetzt auf einem Unitra- Sharp- Telefunken Bastard.
(Unitra Arm und Gehäuse, Sharp DD Motor, Telef. Teller, der gleiche wie dieser)

Aufbewahrt habe ich den eingebauten Phonopre inkl. DX Decoder.
(obwohl beides recht billig/einfach erscheint)

Es war ein AT51 verbaut.

Lustig/interessant ist, dass die Stroboskopeinteilung auf dem Tellerrand nur mit der zugehörigen Elektronik Sinn ergibt.

Die Frequenz der Beleuchtung wird wohl vom Quarztakt mitbestimmt.

Weder bei 33 1/3 noch bei 45 zeigt es mit 100/50 Hz richtig an.

Gruss, Jens
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#83 erstellt: 12. Jan 2009, 17:18
Habe jetzt endlich mal geschafft den S 500 auf zu schrauben.
Jetzt steh ich wieder da wie der Ochse vorm Berg
Wie muß ich weiter vorgehen?



Mr-B
Stammgast
#84 erstellt: 12. Jan 2009, 18:24
Hi,

der Lift war dein Problem oder?
Wenn ja musst du die Platine für die Steuerelektronik abnehmen, wenn ich es noch richtig im Kopf habe befindet sich darunter der Teil der Liftmechanik der gereinigt gehört.
Wenn es mir zeitlich raus geht werde ich heute zuhause mal danach sehen.

Schöne Grüsse
Christian
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#85 erstellt: 12. Jan 2009, 18:35
Der Lift ist ausgehängt laut Vorbesitzer und muß gereinigt werden da verharzt. OK, ich werde mal schauen und dann wider hier reinschreiben. Danke erstmal
rorenoren
Hat sich gelöscht
#86 erstellt: 12. Jan 2009, 18:38
Moin,

bei meinem S600 war das Silikonfett im Lift selbst verharzt, bzw. zu zäh geworden.

Das Zeug müsste hier drin sein, Pfeil:

http://img3.imagebanana.com/img/j4od1el5/S500Lift.jpg

Ich habe es nur mit Lösungsmittel und dünnerem Öl verdünnt.

Das ist nicht professionell, ich weiss.

Besser wäre es, das alte Silikonfett zu entfernen und durch geeignetes zu ersetzen.

Die Restliche Mechanik besteht zumindest beim S600 nur aus dem Lifthebel am anderen Ende des Bowdenzuges, sowie der Magnetisch betätigten Raste für den Hebel.
(beim Ausschalten mechanisch betätigt, am Ende der Platte und bei Stop(?) elektrisch)

Ich habe die Liftabschaltung ausgebaut, bzw. abgeklemmt, weil sie mich nervte.

Am Ende der Platte schaltet jetzt nur noch der Motor ab.
(steht ja nicht tagelang mit Platte so herum)

Beim Vollautomaten (ist der S500 einer?) muss das irgendwie anders gelöst sein.

Den kenne ich leider nicht.


Gruss, Jens
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#87 erstellt: 12. Jan 2009, 19:48
OK, bin jetzt soweit



Das alles ist sehr hart und trocken und ich denke man muß das alles ssauber machen und neu fetten.

Dann ist mir dieses kleine Teil entgegengekullert. Aber wo das jetzt hingehört weiß ich nicht:



[Beitrag von JohnColtrane am 12. Jan 2009, 19:48 bearbeitet]
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#88 erstellt: 12. Jan 2009, 21:10

rorenoren schrieb:
Moin,

bei meinem S600 war das Silikonfett im Lift selbst verharzt, bzw. zu zäh geworden.

Das Zeug müsste hier drin sein, Pfeil:

http://img3.imagebanana.com/img/j4od1el5/S500Lift.jpg

Ich habe es nur mit Lösungsmittel und dünnerem Öl verdünnt.

Das ist nicht professionell, ich weiss.

Besser wäre es, das alte Silikonfett zu entfernen und durch geeignetes zu ersetzen.


Da war bei mir nichts drinnen oder es war trocken
rorenoren
Hat sich gelöscht
#89 erstellt: 12. Jan 2009, 21:27
Moin,

sorry, das mit dem Bild war wohl nichts....




Kann sein, dass der S500 anders ist.
(weiss nicht mehr genau, wie das beim 600 aussah)

Reinigen und Neufetten würde ich versuchen.

Es kann aber gut sein, dass hinterher der Lift nicht mehr gedämpft ist.

Daher müsste jemand sagen, wo die Dämpfung im S500 sitzt.

Es gibt aber entsprechendes Silikonfett/Öl um die Dämpfung wieder herzustellen.

Keine Ahnung ob Joel (User "Violette") aus dem Forum da weiterhelfen kann.

Das ist der Thorens Spezi, kennt aber auch andere Geräte.

Vielleicht mal fragen.

Gruss, Jens
Monsterle
Inventar
#90 erstellt: 13. Jan 2009, 18:01

rorenoren schrieb:
Am Ende der Platte schaltet jetzt nur noch der Motor ab.
...
Beim Vollautomaten (ist der S500 einer?) muss das irgendwie anders gelöst sein.

Der S500 ist fast baugleich mit dem S600. Auch er schaltet am Plattenende nur den Antriebsmotor ab und hebt den Tonarm an. Unterschiede bestehen nur in der Farbe (S600: schwarz, S500: Silber) und daß beim S500 die optische Aufsetzhilfe des S600 fehlt.

Gruß Monsterle
Monsterle
Inventar
#91 erstellt: 13. Jan 2009, 18:18
Bei meinem S600 habe ich die Rastkulisse ganz auseinandergenommen, um das verharzte Fett vollständig entfernen zu können. Zum Entfernen kann man z.B. Kontakt 60, WL oder gleich den Entfetter nehmen. Zum Abschmieren habe ich dünnflüssiges Silikonöl (z.B. Isolier 72) genommen.

Gruß Monsterle
rorenoren
Hat sich gelöscht
#92 erstellt: 13. Jan 2009, 18:32
Moin,

die Unterschiede von S500 und 600 werde ich mir wohl nie merken.....

Kontakt 60 ist sehr aggressiv.

Besser Kontakt 61 verwenden.
(war mein Mittel der Wahl)

Kontakt 60 muss unter allen Umständen restlos entfernt werden, da es Säuren enthält.
(einige Metalle beginnen nach einigerZeit regelrecht zu blühen....)

Bei WL verdunstet alles mehr oder weniger restlos, K61 ist halt dünnes, blaues Öl mit Lösungsmittel.
(geht hervorragend für feine Hemmwerke in Fotoapparaten und in Uhren)

Gruss, Jens
Monsterle
Inventar
#93 erstellt: 13. Jan 2009, 18:42
Hallo Jens,

richtig, K60 ist recht aggressiv, bei einer solchen Menge total verharztem Fett dürfte das dennoch angemessen sein. Und freilich müssen die Reste von K60 hinterher entfernt werden, z.B. mit K61, das allerdings wiederum weniger gut Fett löst. Eingefettet muß die Rastkulisse danach ohnehin werden, was ja auch Korrossion verhindert.

Gruß Monsterle
rorenoren
Hat sich gelöscht
#94 erstellt: 13. Jan 2009, 18:54
Moin,

wollt´s halt nur geschrieben haben.

Denn ansonsten ist K61 universeller einsetzbar.

Zur Entfettung ist auch das günstige (und gute) "Quickleen" hervorragend geeignet.

Es kostet in der 500mL Dose ca 3,50 Euro.
(auch CRC, ehemals Kontakt- Chemie)

Selbst beim grossen C ist es so billig.
(Reichelt hat es auch, bei Ebbebay ist es oft teurer zzgl. Porto)

Gruss, Jens
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#95 erstellt: 13. Jan 2009, 19:09
Ich habe die Mechanik erstmal eingeweicht. Das ist hart wie Stein. Morgen versuchen das auseinander zu nehmen und dann werden wir mal sehen.
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#96 erstellt: 14. Jan 2009, 17:14
So,

habe das Teil gesäubert und neu gefettet.

Vorher:



Nachher:




Mal sehen ob ich heute noch dazu komme, ansonsten werde ich morgen weiter schrauben
SGibbi
Gesperrt
#97 erstellt: 14. Jan 2009, 20:21
Sorry, wenn ich jetzt vierfach auf einmal komme, war ein paar Tage in anderen Problemen online und auch hier hat sich einiges angestaut.

Thema 1:


Ich habe interessante PN Anfragen zur Aufarbeitung eines TELEFUNKEN 210. Okay, lasse es mal PN, der User kann sich selbst hier einklinken, wann er will.

Thema 2:

Ich habe Anfragen bekommen zu einem Bild aus Beitrag 64:



Das Bild zeigt eine offensichtlich Deutsche Frau mit Kopftuch, welche vor einer Bergkulisse sitzend den Klängen eines TELEFUNKEN Lido Grammophons lauscht.

Das Bild habe ich eingescannt aus dem Buch "Die TELEFUNKEN Fibel", herausgegeben von der TELEFUNKEN Schallplatte, und zwar 1939. Natürlich habe ich das Bild sorgfältig ausgewählt. Ich will es mal verkürzt sagen - der aktuelle Kopftuchstreit ist auch mir nicht entgangen, und ich denke es wirkt im Sinne der Völkerverständigung versöhnlich zu wissen, daß die in Deutschland derzeit führende Generation das Kopftuch eher deshalb verdammt, weil deren Mütter in den 30er Jahren Kopftuch getragen haben, wie das damals Mode war. Das ist in Deutschland je nach Person ein eher generationsbedingt politischer denn ein religiöser Konflikt, auch, wenn es niemand offen zugeben will.

Thema 3:

TELEFUNKEN STS 1 (Beiträge 80 folgend)


Mr-B schrieb:

(...) Es gab sehr ähnliche Geräte von (...) und einen Universum dreher von dem ich die Bezeichnung gerade nicht weiß (...)


Informationen zum bauähnlichen Universum Plattenspieler gibt es hier:



http://www.hifi-foru...ad=7190&postID=64#64


Dort habe ich mir auch das Folgende Bild ausgeliehen, welches die 2 Motoren Bauweise am geöffneten Gerät aufzeigt:




Mr-B schrieb:

Von wem der Dreher letztendlich gebaut wurde weiß ich leider auch nicht


Der Tonarm des TELEFUNKEN STS 1 ist ein Clone des Acos / Koshin GST-1. Zu den Besonderheiten zählt u.a. die an dem seitlichen Zylindergewicht einstellbare Lateralbalance, sowie das Tonarmrohr aus galvanisiertem Messing. Einen ähnlichen Tonarm fand man z.B. auf dem Sanyo/Fisher MT 6225. Das Origin des Gerätes dürfte denn auch im CEC / Sanyo / Fisher Komplex zu suchen sein.

Thema 5:

Aktuelle Diskussion.

Gute Bilder !!! Weiter so !!!

Silikonfett, auch verharztes Silikonfett, bekommt man nach Demontieren der Liftmechanik recht gut mit "Silikonentferner" aus dem Baumarkt weg. Das Zeug ist eigentlich gedacht, silikonhaltige Möbelpolitur von Holz abzuwaschen, es fegt ganz ordentlich was weg, und greift die üblichen Zargenmaterialien weniger an als Lösungsmittel direkt. Tip: Offenes Röhrchen der Dämpfermechanik mit einem Wollfaden durchziehen. Als Dämpferöl empfehle ich Wacker AK 3.000.000, ist zwar eigentlich etwas zu weich, aber aushärten tut es dann von alleine ...

Grüße
Vinylkram
Neuling
#98 erstellt: 15. Jan 2009, 11:59
Hallo miteinander,
ich bin der von Prof. Gibbert angekündigte Mensch mit dem Telefunken 210/PE34. Ich habe den Spieler vor kurzer Zeit im Dual-Forum aus Nostalgiegründen erworben: meine Eltern hatten den Spieler in Kombination mit einer Telefunken Opus 2550 Anlage. Die Opus hatte ich dann als Jugendlicher noch in Betrieb (blau angestrichen – tolle Idee!!).
Plattenspieler und Opus waren aber irgendwann verschwunden…

Zum Spieler:
Einige Funktionen habe ich nun schon durch Reinigung (hilft oft Wunder) – Treibrad-Achse, Achse für Geschwindigkeits-Pulley – wieder hinbekommen.

Das Treibrad war ganz und gar hin: Wirklich Bonbonmasse und die eckig abgesägt oder abgeschnitten! Die habe ich nun ganz abgemacht und auf die verbleibende Scheibe einen neuen O-Ring für ein Dual Treibrad gefummelt. (Soll man aber nicht, sagt Prof. Gibbert!!)

Das läuft nun schon mal alles ziemlich leise (ähnliches Niveau wie Miraphon 22H) und hält lt. Stroboscheibe auch die Geschwindigkeit. Ob es mit dem "falschen" Treibrad dann eiert, weiss ich noch nicht. Anhören kann ich noch nicht.

Ich werde die Tage ein paar Bilder machen. Vielleicht hilft es ja jemandem weiter.

Meine nächsten Maßnahmen:
• Die automatische End-Anhebung des Arms irgendwie reparieren/gangbar machen (Hat jemand vielleicht einen guten Rat?)

• Lifthebel leichter gangbar machen. Habe bisher Caramba und Waffenöl eingesetzt, es tut sich aber noch nicht viel.

• Auf Cinch verkabeln und Stromkabel erneuern

• TA einbauen (Auch hier bin ich für Hinweise dankbar)

• Tellerlager überarbeiten. Das läuft jetzt ca. eine Minute nach. Ich kann mir vorstellen, daß es hier noch Verbesserungspotential gibt. Zum Vergleich: Das nachpolierte Lager meines L75 steht nach 4 min 10 sek still, wenn ich es ohne Bremse bei 33 1/3 auslaufen lasse.

So, das war es erst mal. Am WE mache ich Bilder und versuche die hier einzustellen.

LG
Christian
a.j.h.
Hat sich gelöscht
#99 erstellt: 15. Jan 2009, 12:33

• Auf Cinch verkabeln und Stromkabel erneuern
...und die Gehäusemasse von der Signalmasse trennen. , wenn du schon mal dabei bist.

Ach so, Moin erstmal,

ich bin mal gespannt, wegen der Photos...
JohnColtrane
Ist häufiger hier
#100 erstellt: 15. Jan 2009, 12:44
Hi,


habe jetzt alles wieder provisorisch zusammengebaut.
Wenn der Dreher an ist, dann springt mir die Liftanhebung raus. Wenn aus dann bleibt der Hebel in der Position. Geht auch recht schwer wie ich finde obwohl ich alles sauber gemacht habe.



Wie weit das reingeschraubt werden muß hängt vom Zug ab für den Lift. Allerdings passiert da garnichts. Der Arm steht in der Luft, Tonabnehmersystem habe ich keines dran (habe auch keines)
Wenn der Teller dreht, ich den Arm nach links bewege dann schaltet er sich ab und weiter nichts.

Der Arm ist anscheinend auch komplett verstellt, da dieser nicht in diese Halterung ganz nach rechts geht



Ob das so stimmt weiß ich auch nicht



Dann ist dieses Teil drinnen gelegen. Kann mich nicht erinnern wo das dran war



Stroboskoplämpchen geht ja auch nicht. War diese Suffittenartige Lmpe drinnen. Wie nennt man die?



Viele Fragen, aber ich habe noch nie einen Plattenspieler repariert
Vinylkram
Neuling
#101 erstellt: 15. Jan 2009, 13:24
Hallo Andreas,
ja von der getrennten Masse habe ich schon gehört! Aber es hat mir noch niemand sagen können, was das bringt ("geht nacher sowieso auf einen Massepunkt…") und wie man das macht.

Vielleicht kann ich ja noch mal nach fragen, wenn es soweit ist!

Und wo ich dabei bin: Kennt jemand ein gut klingendes DÜNNES Phonokabel für DIY. Die Koax-Dinger sind so fett, daß man sie kaum in die Stecker, geschweige denn in die Gehäuse bekommt.

Früher sind die Leute doch auch mit dünneren Kabeln ausgekommen!

LG
Christian
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