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Der Beginn eines neuen High-End Zeitalters!

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Autor
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Elija123
Stammgast
#1 erstellt: 02. Jan 2013, 14:51
Hallo liebe Hi-Fi Gemeinde. Nachdem Apple im Jahr 2010 den Standard "Airplay" und Sony samt Konsorten UPnP eingeführt haben, tut sich langsam mächtig was auf dem High-End-Markt. Und ich empfinde das als einen Segen. Es ist noch gar nicht so lange her, da rannte ich ständig zum CD-Player, um eine andere CD einzulegen, weil ich spontan Lust auf etwas anderes hatte. Infolge dessen häuften sich über die Zeit aberhunderte von CDs an.

Heute habe ich noch 30 (!) CDs und 2250 Titel dafür auf meinem MacBook Air und meinem iPhone 5. Alle sind dank iTunes Match in iTunes Store-Qualität, die ich als absolut gleichwertig mit der einer CD empfinde. Alles wird an selbigen Geräten bedient und per Fingertip ausgewählt und bit perfect an die Anlage via Airport Express oder UPnP gestreamt. Ist das nicht ein eormer Komfortgewinn? Und so langsam begreifen auch die High-End Hersteller den Wandel der Zeit. Naim bietet eine ganze Reihe an Streaming-Geräten und Revox hat mit dem Joy S119/120 ein absolutes Spitzengerät mit kompletter Bedienung am iPhone rausgebracht. Die Mainstream-Fraktion a la Denn, Marantz usw. hat dies alles längst an Bord auf Grund der höheren verkauften Stückzahlen.

Wie denkt ihr darüber? Segen oder Fluch für uns audiophile Hi-Fi-Freunde?
tjs2710
Inventar
#2 erstellt: 02. Jan 2013, 15:00
Hallo!

Das ist genau das gleiche, wie sich jeder 1, 2 oder 3- Sterne-Koch dafür bedankte, dass man den Schnellkochtopf oder die Microwelle erfunden hatte.

Freu dich, wenn du keinen Platz mehr für CD's brauchst, deine Musik abrufen kannst wie immer du es möchtest.
Ich freu mich, wenn ich mit meinen Platten hantieren muss bevor ich sie höre.

Als dann!
eBill
Inventar
#3 erstellt: 02. Jan 2013, 15:04

Elija123 schrieb:
... Apple ... ich empfinde das als einen Segen.

Ich nicht!!

eBill
Elija123
Stammgast
#4 erstellt: 02. Jan 2013, 15:08
[b]Ich nicht!![/b]

eBill[/quote]

Warum denn nicht? Würde mich interessieren...Wenn es dir nur um das Wort "Apple" ging, dann weiten wir das gerne auf Streaming allgemein aus.

VG Sascha
Bill_Morisson
Stammgast
#5 erstellt: 02. Jan 2013, 15:15
Ich persönlich habe genau den Schritt in die andere Richtung gemacht, ich höre inzwischen vor allem Vinyl, grade weil man öfters mal die Seite wechseln muss oder eine neue Platte auflegt. Dadurch wird mMn das Erlebnis des Musikhörens viel "bewusster". Zudem liebe ich das haptische Erlebnis was man dabei hat, ich will meine Daten, egal ob Musik, Filme oder Bücher, nicht in digitaler Form haben, ich will weiterhin physische Speichermedien, inkl. Special Editions, kleinen Booklets, Covern usw.

Klar, bei den digitalen Medien hat man eine ganze Menge mehr Bedienkomfort, dafür gehören einem die Sachen aber auch nicht wirklich, das steht schon in den AGBs von Apple, amazon und Co.

Wer garantiert mir denn, dass ich in zehn Jahren noch auf die Inhalte zurück greifen kann, die ich heute bezahle? Bei physischen Speichermedien gehe ich im schlimmsten Fall in den Keller und krame die alten Sachen wieder hervor.

Ich will hier niemandem den Spass an den digitalen Vertriebswegen nehmen, aber ich persönlich stehe dem ganzen sehr skeptisch gegenüber. Und ich bin grade mal 27, sprich mit den ganzen technischen Entwicklungen groß geworden


[Beitrag von Bill_Morisson am 02. Jan 2013, 15:17 bearbeitet]
DynSound
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Jan 2013, 15:41
Ansich eine bequeme Sache. Eine Sammlung an CDs hat aber auch einen gewissen Charme.
Bücher werden mehr und mehr von Ebook-Readern verdrängt. Damit einhergehend ergeben sich Rechteproblematiken, die sich letztendlich auf die Autoren auswirken. Im schlimmsten Fall könnte es sich für diese "nicht mehr lohnen". Eine ähnliche Problematik sehe ich auch im Musikbereich, wenn CDs an Wert/Charme verlieren.
Elija123
Stammgast
#7 erstellt: 02. Jan 2013, 15:44
Spannender Gedanke. Bei Büchern bin ich genau andersrum gepolt. Ich kaufe mir grundsätzlich nur Bücher in physischer Form, weil ich das haptische Erlebnis liebe und der ganze Charme eines Buches verloren geht, wenn ich nur ein paar Buchstaben auf dem iPhone sehe. Nachdem ich so drüber nachgedacht habe, kann ich auch die Schallplattenfraktion besser verstehen Danke also für diesen Hinweis!
Passat
Moderator
#8 erstellt: 02. Jan 2013, 15:51
Ich habe zwar auch die meisten CDs auf meinem NAS, trotzdem will ich die auch phsyisch haben.
Oft greife ich zum Booklet und schaue es mir an und lese z.B. Liedtexte mit.
CDs kaufe ich i.d.R. in der DeLuxe-Version o.Ä., weil dort das haptische Vergnügen meist doch deutlich größer ist.
Sei es, weil die Hülle viel aufwendiger gemacht ist, oder weil da Bonusmaterial beigelegt ist etc. etc.

Bei Streaminglösungen gibt es so etwas nicht.

Ich sehe die daher nur als Ergänzung und nicht als Ersatz für physische Medien.

Und noch etwas:
Bestimmte Bands lehnen die Online-Veröffentlichung ihrer Musik bei Musikdiensten schlicht ab.
Die Musik dieser Bands bekommt man nicht bei iTunes, Spotify, Napster, etc. etc.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 02. Jan 2013, 15:54 bearbeitet]
Buschel
Inventar
#9 erstellt: 02. Jan 2013, 18:21
Mir geht es ähnlich wie Passat und Bill_Morisson. Vor etwas über einem Jahr stand ich vor der Entscheidung beim anstehenden Elektronikneukauf auf die gute alte CD oder auf Streaming zu setzen. Es wurde ein CDP. Bei einem Streamer hätte ich wohl mehr mit dem Notebook gedaddelt (Rumbrowsen, Titel an- aber nicht durchhören, kurz mal ins Internet) als Musik gehört. Dazu kommt, dass ich meine Musik auch gerne physisch in verlustloser Codierung besitze. Einen zweiten Satz habe ich dann als verlustbehaftet komprimierte Dateien zur Verwendung auf einem tragbaren Player angelegt. Für die tragbare Anwendung brauche ich keine verlustlose Kodierung, der Speicherbedarf ist mir dort wichtiger.

Was mich an dem Gedanken "Streaming mit HighEnd Geräten" stört, ist, dass Streaming relativ schnelllebig ist: neue Schnittstellen, neue Formate (z.B. Opus)... Warum soll man viel Geld für ein Gerät ausgeben, das in relativ kurzer Zeit überholt ist? Da sind mir persönlich Lösungen mit Budget-Streamer wie einer Squeezebox in Kombination mit einem separaten DAC lieber. Im Bedarfsfall wird dann der Streamer relativ kostengünstig ausgetauscht und gut ist.
cr
Moderator
#10 erstellt: 04. Jan 2013, 01:32
Mir ist es ehrlich gesagt egal, ich habe zwar alle 2000 CDs auf Festplatte, aber nach wie vor gibt es außer dem PC/Notebook + externem Wandler keine vernünftige Möglichkeit, die Musik abzuspielen. Was bisher an sog. Media-Playern angeboten wird, ist ja nicht wirklich ernstzunehmen. Entweder nur mühsam navigierbar, oder sonst mangelhaft, Gapless geht wenn überhaupt erst nach dem x-ten Firmware Update, oder das Gerät ist bald hin (siehe zB Teac Wap Threads). Bevor ich mich mit solchem Kram herumschlage, verwende ich lieber ein Notebook als Player. Und einen absurd überteuerten Mediaplayer irgendsoeines sog. HiEnd-Herstellers stelle ich mir sicher nicht hin, die noch mit ihren spezial-klangbeeinflussenden USB-Kabeln u.dgl. die Kunden veräppeln. Die althergebrachten HiFi-Hersteller sind jedenfalls bis jetzt nicht in der Lage, ein befriedigendes Gerät anzubieten, sondern haben das alles schlicht und einfach verschlafen. Aber wie gesagt, man braucht sie eh nicht, denn mit 400 Euro ist der Fall erledigt (Minimalkonfiguration mit Netbook und semiprof. ext. Soundkarte/Audiointerface oder USB-DAC).

Ein wirklich großer Schritt für HiFi war das Ende der Schallplatte, denn erst seit der Digitaltechnik kann man Musik in brauchbarer und dauerhaft konstanter Qualität aufnehmen und archivieren. Ob man jetzt diese Daten von CD oder von Festplatte hört, ist kein Fortschritt im Sinne des Hifigedanken......
Wieso somit ein neues HiEnd-Zeitalter anbrechen soll, erschließt sich mir nicht, nur weil man Musik im Applestore kaufen kann.


Wer garantiert mir denn, dass ich in zehn Jahren noch auf die Inhalte zurück greifen kann, die ich heute bezahle? Bei physischen Speichermedien gehe ich im schlimmsten Fall in den Keller und krame die alten Sachen wieder hervor.


Das kommt noch dazu, wer auf die Wolke vertraut, ist ohnehin schon verloren. Zudem habe ich schon genug mangelhafte online-Musik gekauft, mit Fehlern, die auf der CD nicht vorhanden sind. Soviel zur weiter oben erwähnten klanglichen Gleichwertigkeit des Onlineangebots.

Daher ist meine Euphorie durchaus begrenzt.


[Beitrag von cr am 04. Jan 2013, 02:26 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 04. Jan 2013, 10:58
Hallo!

Musik via NAS-Server respektive andere Streamiglösungen finde ich ist ein recht nettes Feature um meinen Bedarf an Hintergrundmusik zu decken, -so er vorhanden ist-.

Einen echten Unterschied zu einer USB-Buchse an einem ohnehin schon vorhandenem Internet-Radio in HiFi-Tunerausfertigung die via Stick respektive externer FP beschickt wird -oder gleiches an einem ohnehin schon vorhandenen DVDP b.z.w. BDP-, sehe ich allerdings nicht.

Ansonsten, -ich bin Tonträger-Sammler-, gibt es für mich personlich einen himmelweiten persönlichen Unterschied ob ich nun Exponate meiner Sammlung auflege (sowohl Lp´s als auch CD´s) oder einfach eine Playlist abnudle. Aber das ist Geschmackssache.

Mich dabei an irgendein Format zu binden -ob Apple oder sonstwer-, käme mir dabei nicht in den Sinn.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 04. Jan 2013, 11:01 bearbeitet]
theMic
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Jan 2013, 15:56
Es ist manchmal bequemer eine Playlist streamen zu lassen, vorallem wenns unterschiedliche Interpreten sein solln.

Jedoch zum Ritual eines perfekten Musikgenuss ist das auflegen einer Schallplatte, das Starten des Plattenspielers und das Absenken der Nadel die dann langsam auf das Vinyl hinabschwebt ein MUSS
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 05. Jan 2013, 18:15
Hallo!

Hm, könnte nicht auch das langsame Erstellen einer Playlist mit genußvollem herüberziehen der Titel ein solches Ritual vorstellen.

Für einige doch offenbar schon.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 05. Jan 2013, 18:15 bearbeitet]
Plankton
Stammgast
#14 erstellt: 05. Jan 2013, 18:34
Apple, Airplay & Co. sind sehr praktisch und ausgereift. Ich habe schon seit über 15 Jahren Apple Rechner,
da ist es natürlich naheligend es auch voll auszuschöpfen. Einen CD-Player habe ich schon lang nicht mehr
und die CDs stehen im Nebenraum. Generell halte ich das Medium CD für mittlerweile überflüssig.

Es gibt hier aber auch eine hochwertige Schallplattensektion weil Vinyl einfach Spass macht. Das ist aber schon
mehr Liebhaberei und Freude an der schönen Technik.
-Puma77-
Inventar
#15 erstellt: 05. Jan 2013, 19:23
Nach dem Komplettverkauf meines Stereoequipments stellte sich für mich mit dem Neuaufbau der Hifi-Geräte die Frage, ob ich erneut einen CDP oder aber einen Netzwerkplayer nehme.

Da ich mit dem Kauf meiner neuen Teac-Kombi leider keine gute Erfahrung gemacht habe, bin ich nun bei der Kombi Pioneer A-70 samt N-30 gelandet. - Und ich kann sagen, dass Ich schwer begeistert bin,

Zum einen, weil der A-70 so unverschämt sauber, räumlich und kraftvoll klingt, zum anderen, weil der N-30 in der Summe mir besser gefällt als sämtliche CDPs, die ich zuvor in Besitz hatte (s. Profil).

Zwar ist meine Anlage in Ermangelung adäquater LS noch nicht "fertig". Fest steht aber, dass das Hifi-Equipmennt bleiben wird.

Bleiben wird aber auch mein Plattenspieler. Erst gerade habe ich mir wieder 2 schöne Scheiben aus dem second-hand-vinyl-store gekauft. Pro Stück EUR 2. Damit kann ich leben.

Entscheidend für mich von dem CDP mich zu trenne war, dass ich nicht in der Lage bin, ein CD-Originalalbum von einer MP 3 -Version (320 kb) unterscheiden zu könnnen.

Ichh habe beim Händler etliche Testdurchgänge vorgenommen.

Es traten gegeneinander an:

Meine Referenz- und Lieblings-CD wiedergegeben über die Gerätschaften

- Accuphase POWER-CLEANER
PS-520

- Accuphase Stereo-Vorverstärker C-2820

- Accuphase Endstufe A-65 (mal 2)

- CDP DP 900

- B&W Diamond 800

im akustisch optimierten Raum, verkabelt mit irgendwelchen High-End-Strippen.

Dagegen traten an:

- meine CD, eingespeist und wiedergegeben als MP 3 (320 kb) über KLIMAX DSM

- Accuphase POWER-CLEANER
PS-520

- Accuphase Stereo-Vorverstärker C-2820

- Accuphase Endstufe A-65 (mal 2)

- B&W Diamond 800

im akustisch optimierten Raum, verkabelt mit irgendwelchen High-End-Strippen.

Gab´s klangliche Unterschiede? Nein, weder für mich noch für die anderen anwesenden 4 Personen.

Fazit. Was ein CDP kann, kann ein Netzwerkplayer in Bezug auf die Klangqualität auch (ausgenommen natürlich SACD und MP 3-Daten mit 128 kb etc. - Hier sieht die Sache wieder anders aus).

Wie gesagt, an Vinyl halte ich fest, weil mir auch das haptische Element so zusagt wie auch das analoge Klangerlebnis beim Plattenklang.
Elija123
Stammgast
#16 erstellt: 24. Jan 2013, 14:58
Sehr interessanter Beitrag Puma! Aus genau diesem Grund habe ich mich auch von mehreren hundert CDs getrennt und streame nun alles.

Zur Schallplattenfraktion: Ich finde es wirklich erstaunlich, dass hier mit so viel Leidenschaft gesprochen wird. Da ich selber NACH dem Schallplattenzeitalter aufgewachsen bin, werde ich wohl nie nachempfinden können, wie es damals war. In diesem Sinne fing bei mir alles mit der Kassete und der CD an. Und wie hier schon gesagt wurde: Unterschied zwischen 320 kb mp3 bzw. 256 kb/s AAC iTunes Store Qualität und CD ist nur sehr schwer wenn überhaupt rauszuhören. In diesem Sinne sei mir meine Nichtberücksichtigung der Schallplatte verziehen
Einfach_Supi
Stammgast
#17 erstellt: 24. Jan 2013, 15:14
Irgendwie hat doch alles seine Freunde und Gegner. Dabei kann doch alles wunderbar harmonische nebeneinander funktionieren. Ich hab für mich einen Entschluß gefasst, dass Neuanschaffungen (bis auf wenige Ausnahmen) ausschließlich als Vinyl erfolgen. Da ich aber bei einigen Platten den Drang verspüre, diese auch im Auto zu höhren ( ) gibt es dazu einige ausgewählte digitale Downloads. Man, ich würde sonstwas dafür geben, dass die Hersteller den Vinyl-Schätzchen immer auch einen Download-Gutschein beilegen würden!

Zu den Hörgewohnheiten kann ich nur subjektiv sagen, dass das Hören von Vinyl (auch von CD) intensiver und fesselnder ist, dagegen das Abhören einer Playlist zum Titelhopping verführt und man oft durchs Internet so abgelenkt wird, dass die Musik nur noch dahindudelt. Also zu Hause Vinyl und CD/BluRay und im Auto oder auf Reisen komprimierte Musik.
Elija123
Stammgast
#18 erstellt: 24. Jan 2013, 15:28
Sagen wir mal so: Eine schöne Frau verführt auch zum Hingucken Aber tun muss ich es nicht. So auch mit der Playlist, die zum Titelhopping verführt, ich das aber nicht machen muss, sondern auch damit bewusst Musik genießen kann. Kurzum: Es ist wie du sagst, alles hat sein für und wider und genau das wollen wir hier doch diskutieren bzw. kundtun
Darkgrey
Stammgast
#19 erstellt: 26. Jan 2013, 10:19
Ich bleib lieber bei meinen Platten und CD`s, auch wenn ich zumindest die CD`s sicherheitshalber digitalisiert habe und auch mal per NA7004 höre.

Die Gefahr liegt eher darin, daß die Musikindustrie langfristig keine physischen Medien mehr haben will und damit den Usern noch mehr diktieren kann. Denen ist selbst das downloaden ein Dorn im Auge.
Die planen eher eine Pay as Use Lösung, also immer zahlen wenn man etwas hören will.
Pufftrompeter
Gesperrt
#20 erstellt: 26. Jan 2013, 10:48
Hi ...

Naja, der Immer-Alles-Und-Ueberall-Trend (man nennt das wohl auch Convenience) ist unaufhaltsam. Ist ja auch schon verlockend, die Riesen-CD-Sammlung immer dabei zu haben, und im Auto ist das ein echter Gewinn.

Zu Hause allerdings ... Knoepp'sche druegge' und das war's fuer den Abend ist mir zu simpel. Durch die Plattensammlung blaettern und muehsam ein paar Platten 'rausssuchen, nicht mal eben einen Titel zu ueberspringen und sich aktiv schon mit der Auswahl der Musik zu beschaeftigen hat eine ganz andere "Erlebnistiefe", vom Vorgang des Auflegens selbst ganz zu schweigen: Welchen Dreher nehmen wir denn, welches System passt denn hier etc. ... alle 20min hinrennen, umdrehen, Nadel putzen, wechseln, rein in die Huelle, raus aus der Huelle. Die grossen Cover an sich sind schon ein Erlebnis ...

Ich will das nicht zum Dogma erheben, aber das "Drumherum" zaehlt fuer mich genauso wie die Musik an sich ... das ist ja kein Selbstzweck, damit moeglichst schnell moeglischst viel Geraeusch stattfindet. Und wenn ich mal etwas Titelhopping machen will, hol ich mit die Singlesammlung oder die Maxisammlung aus dem Keller ...

Ich hab schliesslich auch keinen Rotweinspender mit 10 offenen Flaschen und ex-und-hopp-Pappbecherstapel ...

Ciao,
Carsten
-Puma77-
Inventar
#21 erstellt: 26. Jan 2013, 12:05
Hi Carsten,

du sagst es. Daher bleibt bei mir auch der PS erhalten. - Neben dem Netzwerkplayer wird er stehen
Amperlite
Inventar
#22 erstellt: 28. Jan 2013, 15:21

Bill_Morisson (Beitrag #5) schrieb:
Ich persönlich habe genau den Schritt in die andere Richtung gemacht, ich höre inzwischen vor allem Vinyl, grade weil man öfters mal die Seite wechseln muss oder eine neue Platte auflegt. Dadurch wird mMn das Erlebnis des Musikhörens viel "bewusster".

Der Schritt zurück auf Vinyl kommt mir vor, als ob man eine Diät machen will und dazu seinen modernen Kühlschrank verkauft und künftig (wie früher) seine Kartoffeln im Keller vergräbt. Alles nur, um sich durch die Verweigerung von Komfort vom schnellen Genuss abzuhalten.

IMHO kann man die Technik nicht dafür verantwortlich machen, dass man selbst keine "Disziplin" an den Tag legt.

Andererseits: Wer schreibt mir vor, wie ich meine Musik zu genießen habe? Klar kann ein Konzeptalbum ein Gesamtkunstwerk sein, dass man von vorne bis hinten hören "müsste".
Unter Umständen erfahre ich beim Anhören des Werkes mehr Befriedigung, wenn ich (z.B.) Lied 5 von 9 überspringe, weil es mir einfach nicht gefällt, es der Tiefpunkt eines ansonsten überragenden Schöpfung ist. Beim Plattenspieler wäre ich vielleicht zu faul aufzustehen und ich höre es dann doch an. Deshalb habe ich aber nicht mehr Freude an der Platte.

Kurz: Die neue Technik eröffnet mir zahlreiche neue Möglichkeiten. Niemand sagt, dass ich sie auch nutzen muss.


Pufftrompeter (Beitrag #20) schrieb:
Ich will das nicht zum Dogma erheben, aber das "Drumherum" zaehlt fuer mich genauso wie die Musik an sich ...

Auf den Punkt. Allerdings ist nicht jeder so ehrlich zu sich selbst und trennt zwischen dem "Drumherum" und dem Musikhören an sich.


[Beitrag von Amperlite am 28. Jan 2013, 15:24 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#23 erstellt: 28. Jan 2013, 19:04
Für mich ist das Hauptproblem bei den Streaming-Clients, dass die Bedienung nicht für große Musiksammlungen ausgelegt ist. Schnell mal ein Stück finden ist mit Scroll-Rad, Tipptasten und kleinen Displays eine fürchterliche Angelegenheit. Ich habe meine gesamte Musik auf einem NAS, spiele sie aber mit einem leistungsschwachen und leisen Laptop mit externer Soundkarte ab. Zur besseren Bedienbarkeit habe ich mir eine kleine Multimedia-Tastatur mit Touchpad von Trust zugelegt. So kann ich auch vom Sofa bedienen.

Sicherlich ist es schön alte Schallplatten aufzulegen. Nur die ganzen Schallplatten zu lagern wäre doch ein Problem und ich bin kein Freund von Schallplatten.

Viel mehr Freude bereitet mir mein AKAI 70 er Jahre Protzo-Tonbandgerät GX-630. Da nehme ich häufig Musik auf und spiele diese vom Band.
paul1
Stammgast
#24 erstellt: 28. Jan 2013, 19:22
Irgendwie sehe ich das ähnlich wie bei den Fotos. Früher hat man im Urlaub 1 oder 2 36er Filme forografiert und hat die Filme zum entwickeln bringen müssen. Dann wurden die Bilder nach dem Urlaub mit Freunden oder Bekannten betrachtet. Jeder hatte Lust sich die Bilder anzuschauen, Fotos waren ja auch irgendwie was besonderes. Heute machen die Leute 200 oder noch mehr Bilder mit ihrer Digitalkamera. Diese Bilder will sich aber kein Schwein mehr ansehen. Ist einfach zu viel - die reine Inflation.

Mit der Musik verhält es sich ähnlich. Mittlerweile hat jeder tausende MP3's auf der Festplatte. Beim Hören ertappt man sich dabei das man ständig immer wieder andere Stücke anwählt. Am Ende weiss man nicht mehr welches der 20.000 Stücke man denn nun hören möchte.

Wie gesagt die reinste Inflation
Ingor
Inventar
#25 erstellt: 28. Jan 2013, 21:08
Ja, empfinde ich genauso. Früher war der Geldbeutel und der Preis einer Schallplatte die begrenzenden Faktoren, heute gibt es keine Grenze mehr. Es gilt sich selber Grenzen zu setzen, und ich finde das nicht so einfach.

Wie sucht ihr euch gute Musik und geht mit diesem Überfluss um? Würde mich wirklich interessieren.
Pufftrompeter
Gesperrt
#26 erstellt: 28. Jan 2013, 21:53

Wie sucht ihr euch gute Musik und geht mit diesem Überfluss um?


Gar nicht ... ~1000 LPs in etwas ueber 2 Jahren. Was interessant klingt, wird gekauft. Dabei war aber nur eine Neu-LP (Wrecking Ball/The Boss). Der Rest ist 70/80er-Kram.

Inzwischen ist's aber etwas ruhiger geworden; mir faellt nicht mehr so viel ein, was ich haben MUSS.

Carsten
cr
Moderator
#27 erstellt: 29. Jan 2013, 01:38

Elija123 schrieb:
Da ich selber NACH dem Schallplattenzeitalter aufgewachsen bin, werde ich wohl nie nachempfinden können, wie es damals war.


Ich bin noch gerade hineingefallen, und ich kann dir nur sagen, wir (meine Schulkameraden) haben die Platten zum Teufel gewünscht und haben nur gehofft, dass das mit der CD endlich vorankommt (dass so was kommt, war ja schon ein paar Jahre davor klar).
Die meisten, die die Schallplatten so glorifizieren, sind NICHT mit ihnen groß geworden..........
Ich habe keine einzige mehr (die letzten habe ich ca 1985 verschenkt), möchte keine haben und werde keine mehr haben. Amen! Eine Ära, der ich keine Träne nachweine.
Pufftrompeter
Gesperrt
#28 erstellt: 29. Jan 2013, 01:51

Ich habe keine einzige mehr (die letzten habe ich ca 1985 verschenkt), möchte keine haben und werde keine mehr haben. Amen! Eine Ära, der ich keine Träne nachweine.


Na Lassie - kein Frolic gekriegt, oder warum so unentspannt?
Ingor
Inventar
#29 erstellt: 30. Jan 2013, 11:49
@Pufftrompeter
Mit genauso viel Verve wird doch auch die Begeisterung für Plattenspieler vorgetragen. Ich schließe mich CR an, ich habe zwar noch meine alten Schallplatten, aber eher aus Nostalgie. Ich bin sehr froh gewesen, als man endlich klassiche Musik in ihrer ganzen Dynamik hören konnte. Ich habe aber kein Problem damit, dass jemand gerne Schallplatten hört. Nervig wird es für mich nur dann, wenn er mit Scheinkenntnissen seine Vorliebe als die einzig wahre technische Lösung zur Musikproduktion darstellt und etwas von analogem Klang faselt. Dann schwillt mir der Hals.
Amperlite
Inventar
#30 erstellt: 30. Jan 2013, 12:04

cr (Beitrag #27) schrieb:
Ich habe keine einzige mehr (die letzten habe ich ca 1985 verschenkt), möchte keine haben und werde keine mehr haben. Amen! Eine Ära, der ich keine Träne nachweine.

Sehe ich ebenso. Ich hatte immer das Gefühl, dass es wohl an meinen einfachen Gerätschaften lag, dass die LP nie wirklich gut klang. Und dieses nervige Knacksen und Rumpeln war auch nie richtig wegzubekommen.

Als dann auf einer Audio-Messe eine LP (aus der noch verschweißten) Verpackung gezogen, auf einen riesigen, unbezahlbar teuren Plattendreher gelegt wurde, der an einer bombastischen Anlage angeschlossen war, erwartete ich voller Vorfreude, wie denn dieses Medium nun klingt, wenn man es auf "anständiger" Technik abspielt.

Die Vorfreude hielt genau bis zur Hälfte des ersten Liedes.
Wie? Das sollte es sein? Das knackst ja fast genauso! Die Höhen waren auch nicht gerade strahlend und die Bassmembranen bewegten sich hier ebenfalls vom Rumpeln langsam schwingend rein und raus.
Und für dieses Ergebnis investiert man zehntausende Euro?

Da war der Entschluss gefallen: Das schwarze Vinyl kann mir künftig gestohlen bleiben. Mein damaliger CD-Spieler war zwar vergleichsweise schmucklos, aber die Musik davon klang einfach unverfälschter. Und darum gehts ja beim Hobby HiFi.
-Puma77-
Inventar
#31 erstellt: 30. Jan 2013, 12:26
Amperlite,

ich kann deine Ausführunge zu Vinyl verstehen.

Das analoge Geknackse konnte und kann mich nie vollends begeistern.

Andererseits bin ein Freund elektronischer Musik (Väth, Eulberg, Scuba etc.), wo Vinyl noch immer eine zentrale Funktion hat. Elektro über Vinyl klingt einfach anders - für mich besser - als über CD.

Sicherlich, hier spielen persönliche Vorlieben eine Rolle.

Ich bin, wie ich oben ausgeführt habe, bei dem PS geblieben. Übrigens ist es noch immer mein erster PS, der bei mir läuft. Das Benz MC 20 reicht mir vollkommen. Nett ist der PS in Aktion ebenfalls anzuschauen.

Was ich an CDPs für Erfahrungen gemacht habe, kann man ja sehen, wenn man sich mein Profil anschaut. Ich wollte aber keine Erfahrung missen müssen.

Für Flac & Co. gibt´s nun den Pioneer N-30. Für die CD wird es später wohl wieder eine mod. PS 1 werden, weil mich ihr Klang einfach fasziniert.
Passat
Moderator
#32 erstellt: 30. Jan 2013, 12:35

Amperlite (Beitrag #30) schrieb:
Wie? Das sollte es sein? Das knackst ja fast genauso! Die Höhen waren auch nicht gerade strahlend und die Bassmembranen bewegten sich hier ebenfalls vom Rumpeln langsam schwingend rein und raus.
Und für dieses Ergebnis investiert man zehntausende Euro?


Da muß aber etwas massiv falsch gelaufen sein.
Rumpeln gibt es bei guten Plattenspielern nicht bzw. es ist so gering, das man es nicht hört und schon gar nicht an der Bewegung der Baßmembranen sehen kann.

Und was das knacksen angeht:
I.d.R. muß man auch flammneue LPs erst einmal waschen.
Heutzutage hat man rel. häufig verschmutzte Platten in der Hülle.
Und es muß natürlich auch die Luftfeuchtigkeit passen.
Bei zu trockener Luft lädt sich die Platte durch die Reibung statisch auf und diese Ladung entlädt sich dann regelmäßig mit einem leisen Knistern.

Stimmt alles, unterscheidet sich eine LP klanglich kaum von der CD.

Was die Dynamik angeht:
Da ist die CD natürlich theoretisch im Vorteil.
In der Praxis kann das aber anders sein.

Beispielsweise bei der aktuellen Neuauflage des Albums "So" von Peter Gabriel.
Da hat die LP mehr Dynamik als die CD.
Die CD ist da an den Loudness-Wahn angepasst worden (wenn auch bei weitem nicht so schlimm wie bei aktueller Musik).

Grüße
Roman
op111
Moderator
#33 erstellt: 30. Jan 2013, 13:37
Hallo zusammen,

Passat (Beitrag #32) schrieb:
Rumpeln gibt es bei guten Plattenspielern nicht bzw. es ist so gering, das man es nicht hört und schon gar nicht an der Bewegung der Baßmembranen sehen kann.

leider gibt es dazwischen noch eine unbedeutende Komponente die sich Schallplatte nennt.
Ideal plane und störungsfrei gepresste sind mir seit ca. 1970 nicht untergekommen. Der Spieler mag noch so gut sein, aber wenn der Tonträger es nicht hergeben kann ist auch das 100kg Plattendreher-Monstrum vergebens.
Ich sehe das so wie cr, und weine dem Vinyl keine Träne nach.


Passat (Beitrag #32) schrieb:
Stimmt alles, unterscheidet sich eine LP klanglich kaum von der CD.

In den 70ern konnte ich einzelne Bänder (Masterbandkopien) im Vergleich zu den Schallplatten hören. Spätestens ab da war mir klar, dass es sich bei der Schallplatte nicht um ein geeignetes Medium handeln kann. Von den Unbequemlichkeiten wie Reinigung, Handhabung, Plattenwechsel mitten im Sinfoniesatz mal abgesehen, der zum Innenraum zunehmende Klirr/IM sowie die Gleichlaufschwankungen (heute würde man von gigantischem Jitter reden) offenbarten die systematischen Mängel sofort.
Zudem tut der Verschleiss ein übriges, nach wenigen Abspielvorgängen nimmt u.a. der Hochtonanteil des Nutzsignals signifikant ab.

LP: R.I.P.

Don_Tomaso
Inventar
#34 erstellt: 30. Jan 2013, 14:01
Ich werde bei CD und CDP bleiben, eine Streaming-Lösung ist nichts für mich. Im Moment empfinde ich es manchmal sogar als Vorteil, dass der CD-Spieler keine FB hat, dadurch kann ich nicht "zappen". Es gefällt mir, mich durch meine wachsende CD-Sammlung zu suchen, "Mensch, wie hiess das denn noch mal, von wem war das denn?", Booklets zu lesen und am nächsten Tag die 10 - 30 CDs wieder einzusortieren. Zuviel Bequemlichkeit ist auch nix.
Krümelkater
Stammgast
#35 erstellt: 30. Jan 2013, 14:52
Hallo zusammen,

vor jahren schon hatte ich meinen Comp an die Anlage angeschlossen und oft nur noch Musik von Festplatte gehört. Nachdem ich mir dann vor etwa 1,5 Jahren ein Netbook gekauft hatte, lege ich kaum noch CD`s auf. Das Netbook ist dauerhaft mit dem AVR verbunden und dient ausschließlich als Musikquelle (ca. 270 GB Musik auf der Festplatte). Ich bin jedoch nicht so, dass einzelne Titel nur angespielt oder angehört werden. Im Grunde behandel ich die Musik von Festplatte nicht anders als die von Platte, heißt, aussuchen, anklicken und ganze CD anhören. Oft schon ist mir dabei aufgefallen, wie vielseitig manche Musiker sind.

Einen Plattenspieler habe ich auch noch, aber schon seit Jahren keine der über 1200 Platten mehr gehört.

Vom Blue Ray Player höre ich in der Regel Live-Konzerte in 5.2.

Gruß

Hajo
Hassi$7
Stammgast
#36 erstellt: 30. Jan 2013, 15:31
Hi,

.....habe hier bei mir alle der aufgeführten Abspieltechnologien. Jede hat ihren eigenen "Charme" und möchte eigentlich auch keine davon missen.
Hat schon jemand "Tonband" erwähnt? Kann auch sehr nett sein (Gute Hardware und Medien vorausgesetzt).

Grüße: Hassi
Krümelkater
Stammgast
#37 erstellt: 30. Jan 2013, 17:13
Ein Akai GX 600 DB steht noch bei mir.
Das Tonbandgerät steht hier allerdings schon so lange ungenutzt, dass ich mittlerweile über einen Verkauf nachdenke.

Gruß

Hajo


[Beitrag von Krümelkater am 30. Jan 2013, 17:21 bearbeitet]
avh0
Inventar
#38 erstellt: 30. Jan 2013, 18:07
Meiner Ansicht nach beginnt schon eine neue Ära.
Streaming kostet aber nicht der LP das Leben sondern der CD.
Wer Chartmukke hört, der lädt ohnehin aus dem Onlinestore.
Wer Coverart und Haptik mag ist bei der LP bestens aufgehoben.
Und HighRes-Files gehen mit der CD nicht,
da kommt man in den Genuss von mehr Raum und Details
... sofern das Studio seine Arbeit ordentlich gemacht hat,
viele Aufnahmen schöpfen ja nichtmal die Möglichkeit der CD aus.
Von Mastering-Sünden mal gar nicht zu sprechen.
Ich kaufe auch noch CDs, die werden aber als Flac aufs NAS geschoben.
Mein CD Laufwerk habe ich verkauft. Ein Plattenspieler habe ich aber behalten.
Ingor
Inventar
#39 erstellt: 30. Jan 2013, 19:51
Die CD wird aussterben, das ist sicher. Leider. Ersetzt werden wird sie durch Downloads in geringerer Qualität oder durch überzogene 24 Bit und 192 kHz Dateien von links gewickelten Analog!- Masterbändern in Schwurbel-Qualität. Schön wären Download-Portale, die Dateien in verlustfreier Komprimierung in CD-Qualität anböten. Den Datenträger bräuchte ich nicht.
ingo74
Inventar
#40 erstellt: 30. Jan 2013, 20:17
mmmh - wenn das quellmaterial sich ändert, warum soll man damit ein neues high-end zeitalter einläuten..?
eigentlich ändert sich ja klanglich nicht viel, nur im bedienkomfort.
eine gravierende klangänderung gibt es mit seit einigen jahren jedoch mit raumkorrekturprogrammen, die den einfluss des raumes als größten klangverbieger mindern, das kombiniert mit musik streamen ist bzgl klang und bedienung ein riesen fortschritt.
cyrusprelegende
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 31. Jan 2013, 15:43
Hmmm, Streaming...-.... High End??? Da erschließt sich mir nicht wirklich der Zusammenhang!!!
Wenn man denn eine Anlage besitzt welche sonst wie viel Prozent verschweigt (okay muss ja nicht gerade das Küchenradio jetzt gemeint sein) dann mag so ein komprimiertes Gedönse ja funktionieren und ja... die Bedienung und der Zugriff sind bestimmt besser als bei Platte oder CD... aber der Klang???!!!

Bei mir hat vor kurzem mal jemand so einen "High-End" Apple angeschleppt. Der ging dann aber wieder nach einer Stunde weinend aus meinem Hörzimmer nachdem wir einige Titel der gleichen Interpreten mal 1:1 verglichen hatten.

Also was mein Sony 557 ESD (Candelias und mir modifiziert) so auf die Spur per CD bringt, da war sein Marshmellow aber Galaxien von entfernt.

Auch gegen eine ordentliche Analoge Scheibe (abgespielt auf einem Thorens TD320) hatte die Apfelkiste deutlich das nachsehen (Wir haben z.B. von LP und CD gegen Apple von Fleetwood Mac die Tango in the night verglichen uvm.) Und mit deutlich meine ich so um 30%!!!

Ich finde es schon immer lustig was viele in der heutigen und schnellebigen Welt so als High End bezeichnen.

Aber... jedem das was ihm Spass macht!!! Denn... nicht jeder Mensch hört und empfindet ja eben gleich!!!

Grüße an die Hifi Forum Welt des "High End"...!!!

Eddie
ingo74
Inventar
#42 erstellt: 31. Jan 2013, 15:51

Da erschließt sich mir nicht wirklich der Zusammenhang

hast du ein glück, dass du dich hier im forum informieren kannst, damit du nicht weiter das falsche glauben musst

wobei ich dir hier rechtgeben muss

Aber... jedem das was ihm Spass macht!!! Denn... nicht jeder Mensch hört und empfindet ja eben gleich


NUR - versuche besser nicht, über etwas technisches zu schreiben/erklären, wenn du es nur subjektiv beurteilen kannst und willst
Passat
Moderator
#43 erstellt: 31. Jan 2013, 15:59

cyrusprelegende (Beitrag #41) schrieb:
Hmmm, Streaming...-.... High End??? Da erschließt sich mir nicht wirklich der Zusammenhang!!!
Wenn man denn eine Anlage besitzt welche sonst wie viel Prozent verschweigt (okay muss ja nicht gerade das Küchenradio jetzt gemeint sein) dann mag so ein komprimiertes Gedönse ja funktionieren und ja... die Bedienung und der Zugriff sind bestimmt besser als bei Platte oder CD... aber der Klang???!!!

Bei mir hat vor kurzem mal jemand so einen "High-End" Apple angeschleppt. Der ging dann aber wieder nach einer Stunde weinend aus meinem Hörzimmer nachdem wir einige Titel der gleichen Interpreten mal 1:1 verglichen hatten.


ROTFL, Apple und High End.
High End sind Streamer von z.B. Naim, Linn etc.
Aber die kosten auch entsprechend Geld.
Und die können zwar MP3s, aber da wird man wohl bevorzugt FLAC mit 24bit/96kHz oder 24bit/192kHz drüber hören.
Und FLAC komprimiert im Gegensatz zu MP3 verlustfrei, erreicht aber deswegen auch nicht so hohe Kompressionsraten.

Grüße
Roman
ingo74
Inventar
#44 erstellt: 31. Jan 2013, 16:03
wer glaubt, dass klang vom euro abhängig ist, apple nichts ist und streaming schlecht klingt, der sollte sich vorher mal informieren

hier mal ein beispiel - hifi-tweety mit seiner anlage, sehr gut dokumentiert:
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=profile&pID=373850
http://www.hifi-foru...m_id=33&thread=15216
Pufftrompeter
Gesperrt
#45 erstellt: 31. Jan 2013, 16:19

Und die können zwar MP3s, aber da wird man wohl bevorzugt FLAC mit 24bit/96kHz oder 24bit/192kHz drüber hören


Wo ist der Sinn, eine CD (44.1kHz/16bit) mit 192kHz/24bit zu archivieren??? Erschafft Ihr gottgleich zusaetzliche Aufloesung aus dem nichts?
cyrusprelegende
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 31. Jan 2013, 16:41
Nicht glaubt....weiss!!!

Habe 10 Jahre für entsprechende Hersteller im Außendienst gearbeitet und habe dort so einige Materialschlachten miterlebt.

Sorry, wie gesagt, soll ja auch jedem das Seine sein und bleiben aber wer schon tausende von Anlagenkonfigurationen gehört und gesehen hat (auch oftmals mit Kopfschütteln wenn es um den finanziellen Aufwand ging) der kann schon recht objektiv (auch von der elektrotechnischen Seite) urteilen.

Sicher ist... je mehr die Anlage her gibt... umso dünner wird die Auswahl innerhalb einer Sammlung was die Güte der Aufnahmequali angeht!!! Leider!!!

Klar kann man heute vieles mit Elektronik nach der Signalquelle wieder glatt bügeln oder aufpeppen...
Dies war und ist aber niemals das Ziel eines Highenders! Eher 1:1 Vorstufen, Monoblöcke etc. pp...!

Und... ja die Anlage von Hifi Tweety habe ich bereits vor einer Woche schon gesehen und es ist auch sehr beeindruckend was der junge Sascha da so auf die Beine gestellt hat!!!

LG an alle die dies lesen...

Eddie F.
ingo74
Inventar
#47 erstellt: 31. Jan 2013, 16:50
und genau da hättest du mit deinem 'wissen' stutzig werden müssen, denn tweety streamt mit ner apple express und es gab noch keinen, der im vergleich seinen vorher angekündigten grossen unterschied raushören konnte..!
wer sich etwas informiert, dem wird auch schnell klar warum - bei 1:1 kann es keinen hörbaren klanglichen unterschied real geben
Passat
Moderator
#48 erstellt: 31. Jan 2013, 18:30

Pufftrompeter (Beitrag #45) schrieb:

Und die können zwar MP3s, aber da wird man wohl bevorzugt FLAC mit 24bit/96kHz oder 24bit/192kHz drüber hören


Wo ist der Sinn, eine CD (44.1kHz/16bit) mit 192kHz/24bit zu archivieren???


Habe ich davon etwas geschrieben?
Die CD muß man sicherlich nicht hochkonvertieren.
Die kann man auch als FLAC 16/44,1 speichern.
Aber es gibt abseits der CD auch noch andere Tonträger.

Z. B. ist auf der DVD-Audio der Ton in 24/96 drauf, bei Stereo ist auch 24/192 möglich und bei vielen DVD-As auch vorhanden.

Und im Netz gibts auch Downloadmöglichkeiten für Musik in den genannten Auflösungen, z.B. auf www.linnrecords.com.
Und die haben als Basis nicht eine CD, sondern das Mutterband.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 31. Jan 2013, 18:32 bearbeitet]
cyrusprelegende
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 01. Feb 2013, 09:16
Zitat- bei 1:1 kann es keinen hörbaren klanglichen unterschied real geben-

es soll ja auch Hörer geben die nicht raushören können ob ein Gerät Phasenvertauscht angeschlossen ist (Eddie schmunzelt).

Wie gesagt, jedes Hör- und Wahrnehmungsempfinden ist eben unterschiedlich deshalb ist der Mensch ja auch individuell... besser so, sonst würden alle die gleichen Anlagen, Autos, Häuser etc. haben, gell???

Meine Stieftochter kann es auch nicht verstehen das ich es sexy finde alle 19-23 Minuten aufzustehen um meine Schallplatte umzudrehen, geschweige denn, das ich alle ca. 40 Minuten zum CD-Player krauche.

Lasst uns Dinosaurier doch auch einfach leben und etwas Spass haben...

LG an Alle...
Amperlite
Inventar
#50 erstellt: 01. Feb 2013, 09:23

cyrusprelegende (Beitrag #49) schrieb:
Lasst uns Dinosaurier doch auch einfach leben und etwas Spass haben...

Ist etwa jemand vorbeigekommen und hat dir deine Museumstechnik (Plattenspieler) weggenommen? Nein? Dann ist obige Forderung wohl erfüllt.

Wenn du allerdings deine Meinung öffentlich zur Diskussion stellst (warum sonst sollte man sie in ein Internet-Forum schreiben?), dann musst du auf Gegenwind gefasst sein.
Willst du das nicht, dann dürfte es gesünder für alle Teilnehmer sein, wenn du den den Rechner ausmachst und dich vor den Plattenspieler setzt.
cyrusprelegende
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 01. Feb 2013, 09:32
Sorry aber habe am Arbeitsplatz leider noch keinen Plattenspieler (warte die Tage schon händeringend auf einen Papierkorb) und für Feierabend is es noch etwas früh!

Aber dennoch danke für Deine Anregung...
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