Equalizer anschließen, warum und wie?

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Mephiston
Neuling
#1 erstellt: 25. Jan 2012, 18:43
Hallo zusammen,

ich habe eine Anlage von einem Freund "geerbt", bestehend aus einem

Pioneer Vollverstärker A-307R
Pioneer Graphic Equalizer GR-560
Pioneer F-227 Tuner
Pioneer PL-445 Plattenspieler
Pioneer PD-202 CD Player

Ich habe alles, nicht zuletzt dank dieses Forums, anschließen können. Mit einer Ausnahme: Der Equalizer

Ich bin mir nicht mal so sicher wofür der eingesetzt wird?! Geschweige denn an welche Anschlüsse er kommt, und ob mein Verstärker die überhaupt hat?

Ein Datenblatt des Verstärkers ist hier:
http://www.preistren...7764D02727A0E72.html

Es wäre nett wenn Ihr einem Laien wie mir erläutern könntet wie ich den Equalizer richtig verkabel, und im optimalsten Fall auch noch warum ich das tun sollte

Wenn ich wichtige Angaben vergessen habe trage ich die gerne nach, schonmal danke für eure Hilfe!
pmd
Stammgast
#2 erstellt: 25. Jan 2012, 22:22
thedesire
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Feb 2012, 19:01
Hallo,

ich bin mal direkt.Die Antwort steht doch schon im Titel deines Freds.

"WARUM"?

Entweder es klingt gut oder halt nicht. Ein Equalizer sieht ja nett aus, ist aber in einer guten HiFi-anlage völlig überflüssig.
Nix für ungut. Equalizer gehören HIER rein und das geld fliesst wieder ???-> In die Anlage.

Ich komme nicht im Traum darauf, an meiner
Anlage einen Klangregler zu bewegen. Eher räume ich um oder baue die ganze Hütte neu!!!

Viele Grüsse

thedesire
Accuphase_Lover
Inventar
#4 erstellt: 23. Feb 2012, 23:25
Au weia !
ton-feile
Inventar
#5 erstellt: 24. Feb 2012, 20:22
Hallo Zusammen,

also mir ist ja dieser komische Widerstand gegen EQs schleierhaft.

Jede Klangmanipulation lässt sich schließlich mit dem Bypass-Schalter mühelos "unschädlich" machen.

Außerdem kann man intuitiv lernen, welcher Frequenzbereich welche subjektive Wirkung hat und ein Equalizer sorgt so praktisch für die tontechnische Weiterbildung des Rezipienten.

Wobei da allerdings ein Oktavband-EQ imO schon etwas dürftig ist. Man sollte schon in Terzbändern schrauben können und für Fortgeschrittene ist sicher ein parametrischer EQ interessanter.

Also von meiner Seite her an den TE: Schließe das Teil ruhig an und sammle Erfahrung. Am besten lässt sich Dein EQ in einer Tape-Monitorschleife einbinden.
Also vom "REC-Out" des Verstärkers zum Eingang des EQs und dann mit dem EQ-Ausgang in den Tape2-Input.
Wenn Du dann an Deinem Verstärker "Tape2 Monitor" aktivierst, hörst Du das durch den EQ veränderte Signal.
Ach ja: Vorsicht mit dem Bass! Nicht ohne Sinn und Verstand 'reindrehen, sonst könnten Deine Lautsprecher Schaden nehmen.

Gruß
Rainer

Edit: Habe eine alte PinkFloyd LP eingespielt und so sieht die Entzerrung aus:
EQ
Ohne EQ klingen die Toms in meinen Ohren weich und topfig, außerdem ist zu wenig echter Bass vorhanden. Musikalisch ist die Scheibe Top und es wäre imO schade, wenn man sie nur aufgrund suboptimaler Tonalität nicht richtig genießen könnte.


[Beitrag von ton-feile am 24. Feb 2012, 20:50 bearbeitet]
MacPhantom
Inventar
#6 erstellt: 27. Feb 2012, 13:06
Das Thema "EQ ja oder nein" wurde hier wahrscheinlich schon öfter durchgekaut als "Verstärkerklang ja oder nein". Darüber zu diskutieren ist im Prinzip müssig.

Aber wenn man schon seine eigene Meinung kundtut, dann soll man sie auch als solche deklarieren - universell gültig ist sie nämlich garantiert nicht.

Der Vollständigkeit halber noch meine Gedanken dazu:
Gründe dagegen:

  • Klangverfälschung: wer genau das hören möchte, was auf dem Tonträger aufgezeichnet ist, verzichtet darauf (oder stellt den EQ in die Linear-Position ),
  • Ein EQ fügt immer etwas Rauschen hinzu (allerdings praktisch unhörbar).



Gründe dafür:

  • Die Räumlichkeiten lassen keine bessere Aufstellung der Lautsprecher zu,
  • Man möchte alte Tonträger abhören oder sogar digitalisieren und z.B. das Rauschen etwas reduzieren,
  • Man hat (wie ich) sehr performante Hochtöner (z.B. Magnetostaten) und muss ihre Lautstärke etwas zurückdrehen, damit einem die Ohren nicht schmerzen
  • Eine CD aus dem Laden hat derart übertriebenen Bass, dass man diesen zurückschrauben muss (heute leider gang und gäbe. Dazu kommen die Cllipping-Verzerrungen durch Übersteuern),
  • Man hat bereits eine gesamte, passende Anlage und möchte sie optisch noch mit dem EQ vervollständigen (ja, auch das ist m.E. ein Argument).
JULOR
Inventar
#7 erstellt: 27. Feb 2012, 14:42
Ich hatte mal den Technics SH-8065 2x33-Band-EQ. Mit dem konnte man schon sehr gezielte Anpassungen vornehmen, ich hatte auf diese Weise eine Raummode eliminiert und konnte Aufnahmen nach meinem Geschmack bearbeiten. Schön waren auch die langen Sliderwege und die steilen 1/3-Oktav-Filter, so dass man genau einpegeln konnte. Allerdings hat das Teil auch in neutraler Stellung etwas gerauscht und mMn etwas die Dynamik weggenommen - imVergleich zum Bypass. Das Signal wurde schließlich durch 33 Filter geleitet.

Ob der Einsatz eines 7-Band-EQs sinnvoll ist, möchte ich bezweifeln. Heute würde ich zum Anpassen sowieso einen parametrischen EQ oder ein DSP bevorzugen. Für Home-Hifi benutze ich keine Klangregelung mehr.

Achso: und ja, der EQ wird über die Tape-Ein/Ausgänge eingeschleift. Ein Tape-Deck (oder ein anderes Aufnahmegerät, PC, DAT, CDR usw.) kann man dann ggf. an den EQ anschließen und entweder mit oder ohne Klangregelung aufnehmen - sehr praktisch.


Technics SH-8065


[Beitrag von JULOR am 27. Feb 2012, 14:54 bearbeitet]
Passat
Moderator
#8 erstellt: 27. Feb 2012, 16:23

thedesire schrieb:

Entweder es klingt gut oder halt nicht. Ein Equalizer sieht ja nett aus, ist aber in einer guten HiFi-anlage völlig überflüssig.


LOL.
Was meinst du, durch wie viele Equalizer das Signal gegangen ist, bevor es überhaupt das Tonstudio verlässt?
In Tonstudios, bei Livekonzerten, im Rundfunk, etc. etc. sind überall Equalizer im Einsatz.
Musik, die ohne Einsatz von Equalizern auf die Platte gebannt wurde, ist quasi nicht existent.
Warum sollte man die dann zu Hause verbannen?


MacPhantom schrieb:

Gründe dagegen:

  • Klangverfälschung: wer genau das hören möchte, was auf dem Tonträger aufgezeichnet ist, verzichtet darauf (oder stellt den EQ in die Linear-Position ),
  • Ein EQ fügt immer etwas Rauschen hinzu (allerdings praktisch unhörbar).



Wobei ein guter EQ sogar weniger rauscht als viele sog. HighEnd-Verstärker.

Mein alter Yamaha EQ hat z.B. einen Rauschabstand von über 110 dB, viele Verstärker kommen nur auf 95-100 dB.

Grüsse
Roman


[Beitrag von Passat am 27. Feb 2012, 16:30 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#9 erstellt: 27. Feb 2012, 20:33
Hi,


Passat schrieb:

...Musik, die ohne Einsatz von Equalizern auf die Platte gebannt wurde, ist quasi nicht existent.
Warum sollte man die dann zu Hause verbannen?

Nicht nur quasi!

Gruß
Rainer
Passat
Moderator
#10 erstellt: 27. Feb 2012, 20:58
Doch, ich kenne da ein paar wenige CDs.

Mikro->Mikrofonvorverstärker->DAT-Rekorder->CD-Preßwerk.
Es gibt sie also, aber wenn es 100-200 CDs weltweit sind, die so entstanden sind, ists schon viel.

Grüsse
Roman
ton-feile
Inventar
#11 erstellt: 27. Feb 2012, 21:22
Hi Roman,

In der Regel ist das Mikro viel näher an der Quelle, als der Hörer. Das muss dann über den EQ kompensiert werden.

Ungefilterte Aufnahmen sind idR "One point recordings", die mit einem Stereomicroarray gemacht wurden.

Auf Stützen zu verzichten und nur ein Hauptmicro einzusetzen, funktioniert aber imO in den meisten Fällen nicht wirklich gut. Das wird dann ganz leicht diffuser Matsch.
Außerdem ist die Korrelation/Monokompatibilität bei AB immer ein Problem und XY bringt keinen anständigen Bass.

Die letzte Aufnahme dieser "One point recording"-Art habe ich mir auf der HMW2011 gekauft und war einmal mehr enttäuscht...

Da war allerdings krasse Röhrentechnik am Start und das hat mich neugierig gemacht.

Für Orgel könnte eine Stereomikrofonierung gut funktionieren.

Kennst Du eine brauchbare Aufnahme dieser Art? (muss nicht Orgel sein)

Gruß
Rainer
Passat
Moderator
#12 erstellt: 27. Feb 2012, 21:42
Wenn es auch Orgel sein darf:
Stereoplay Edition CD 20 "Abenteuer Orgel".
Die stammt von 1987.

Tonmeister war Jürg Jecklin (der, der den Kopfhörer gleichen Namens erfunden hat).
Als Mikrofone wurden 2 Bruel&Kjaer 4006 an einer Jecklin-Scheibe benutzt.
Die waren an ein Mischpult Studer 961 angeschlossen, das aber nur als Mikrofonvorverstärker diente.
Von den 13 Aufnahmen wurden 10 auf einem Aiwa XD-001 gemacht, die restlichen 3 auf einer 24-Spur Bandmaschine Studer A 800.

Die Aufnahmen sind unbearbeitet direkt auf CD gelandet.
Da ist alles zu hören, was so eine Kirchenorgel hergibt, vom Subkontra C (16,4 Hz) bis zum sechsgestrichenen g (12.344 Hz)

Wenn du einen Yamaha AVR hast: DSP "Church" einschalten!

Eine andere CD:
Stakkato 2 der Zeitschrift Audio.
Die ist von 1988.
darauf befinden sich einige Musikstücke und viele Aufnahmen anderer Geräusche aus der Natur und Technik.
Alle Stücke wurden digital aufgezeichnet und auch hier wurden keine Effektgeräte wie EQs etc. benutzt.

Grüsse
Roman


[Beitrag von Passat am 27. Feb 2012, 21:46 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#13 erstellt: 27. Feb 2012, 21:53
Hi Roman,

Prima! Dank Dir für den Tipp.
Nach der Stereoplay CD werde ich mal Ausschau halten.

Gruß
Rainer
thedesire
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 01. Mrz 2012, 18:44
Hallo,

warum verbannen? Für mich ganz einfach. Ich schau doch nicht jahrelang nach Geräten -möglichst linear- damit ich in den Genuss der gemachten Aufnahme.komme - um dann selber daran rumzubiegen.. Egal wieviele Equalizer bei der Aufnahme anwesend waren Entweder es klingt oder nicht. Zuhause ist es nicht mein Job am Sound rumzudrehen. Da muss es einfach passen. KLICK !

Viele Grüsse

sendet

thedesire


[Beitrag von thedesire am 01. Mrz 2012, 18:46 bearbeitet]
Passat
Moderator
#15 erstellt: 01. Mrz 2012, 18:50
Genau.
Aber dann musst du auch in einem akustich idealen Raum sitzen.

Und den gibts nun einmal nicht.

Grüsse
Roman
klassikfan500
Neuling
#16 erstellt: 05. Mai 2013, 20:43
Dem stimme ich zu. Ich habe nach vielen Jahren Abstinenz mal Geld in die Hand genommen und den Leema Pulse III mit Dali Fazon F5 Lautsprechern gekauft. Der Hörraum ist gut, aber nicht optimal, so dass bei einigen Aufnahmen (nicht generell!) die Bässe zu schwach sind.
Was tun? Am Raum und an der Boxenaufstellung kann ich nicht ändern. Equalizer oder SUB? Was bringen die? Was müsste man ausgeben? Wie schließt man die an? Danke für Eure Ratschläge!
ev13wt
Stammgast
#17 erstellt: 07. Mai 2013, 10:48
Ein EQ sinnvoll eingesetzt gehört dann in ein System wenn der Raum, die Quelle oder das Quellmaterial nicht "korrekt" ist.

Wobei "korrekt" subjektiv ist. Wer mal richtig "flat" gehört hat, in einem guten Studio z.B. findet das meist recht langweilig. Ein Wohnzimmer ist nunmal kein Abhörraum. Diejenigen die ein Musikzimmer haben das entsprechend aufgebaut ist können Glück haben und keinen EQ brauchen. Aber ich denke mal in 90% aller Abhörräume wird entzerrt. Das geht natürlich auch digital.


Um ein EQ korrekt einzustellen wird aber dann doch ein entsprechendes Mikro und Gerät an der Hörposition benötigt. Alles andere ist fummeln in dunkeln.

Die Einstellung "kein EQ" in einer Kette grenzt an Geschwurbel von "Audiophilen". Da die meisten "ach so billigen hifi Systeme 2 Knöpfe haben muss sich die "Haiendgemeinde" irgendwie absetzten. Alles mit den Knöpfen wird als "billighifi" abgestempelt damit die ihre Pres und Integrateds ohne Klangregler verkaufen können.

^^ Meine Meinung, jeder darf eine andere haben.

edit: Oft ist es so das nach dem drücken der "Pure direct" etc. Taste die Lautstärke minimal erhöht ist. Subjektiv wird das immer als "besserer" Klang gewertet.


[Beitrag von ev13wt am 07. Mai 2013, 10:51 bearbeitet]
Passat
Moderator
#18 erstellt: 07. Mai 2013, 10:55

ev13wt (Beitrag #17) schrieb:
Um ein EQ korrekt einzustellen wird aber dann doch ein entsprechendes Mikro und Gerät an der Hörposition benötigt. Alles andere ist fummeln in dunkeln.


Stimmt.
Deshalb habe ich damals auch meinen Yamaha GE-60 gekauft.
Der hat einen Spektrumanalysator, Meßmikrofon und Tongenerator eingebaut.

Er war dann natürlich auch auf den Hörraum eingemessen.

Grüße
Roman
Jeck-G
Inventar
#19 erstellt: 08. Mai 2013, 21:08

Ein Equalizer sieht ja nett aus, ist aber in einer guten HiFi-anlage völlig überflüssig.
Da stimme ich zu, denn dieser ist im an einer guten Anlage befindlichem DSP-Controller ohnehin enthalten, da braucht man kein extra Gerät stehen haben.


Ich komme nicht im Traum darauf, an meiner Anlage einen Klangregler zu bewegen.
Da stimme ich zu, denn das macht der (der Controller, kein Rack) Driverack für mich.
Bei Albträumen (also schlechtes Material) darf schonmal Hand angelegt werden.

Auch wen die "HiEnder" was Anderes behaupten, mit einem dbx Driverack, Behringer Ultradrive und wie die alle heißen, wertet man fast jede HiFi-Anlage deutlich auf. Bei vielen AVRs ist sowas in abgespeckter Variante mittlerweile eingebaut, nur Stereo-HiFi ist in den 60ern stehengeblieben (bei den Anschlüssen sogar Ende der 40er).


[Beitrag von Jeck-G am 08. Mai 2013, 21:09 bearbeitet]
MacPhantom
Inventar
#20 erstellt: 09. Mai 2013, 08:33
Es wird ehrlich gesagt ziemlich langweilig mit diesen gebetsmühlenartig wiederholten Aussagen. Wir wissen jetzt endgültig, dass die Hifi-Technik in den 40ern stehen geblieben und sowieso absoluter Murks ist. Trotzdem sprach theDesire ebendiese Hifi-Anlagen an und nicht PA-Technik, und da findet man Geräte à la DSP-Controller oder ewiggestrige Lab.Gruppen-Endstufen nunmal nicht. Den meisten Leuten ist es schlussendlich sowieso egal, wie perfekt eingemessen der Raum ist, weil sie nichts davon verstehen – ergo wären solche Dinger ein Overkill und fehl am Platz, weil sie dazu kein ansprechendes Design haben für Otto-Normalverbraucher.


[Beitrag von MacPhantom am 09. Mai 2013, 08:34 bearbeitet]
E.Ric
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 26. Nov 2017, 01:40
Hallo zusammen,

ich wollte mich an dieser Stelle bei "Ton feile" bedanken, der mir durch seinen Beitrag einer genialen Anleitung , beschrieben hat, einen Equalizer in meine Hifi-Kette einzubinden.

Die Kette besteht aus:

Verstärker : Musical Fidelity M6 i500
Netzwerkplayer : Cambridge Audio Azur 851N
Lautsprecher : Klipsch Palladium P-17 B
Verkabelung : Silent Wire NF5 / 7

und jetzt, das für mich, "ultimative Gerät" in der Kette

Equalizer : Technics SH-8075

oh, wie liebe ich es - den Knopf am MU-FI "TAPE MONITOR" zu drücken, und meinen eigenen Klang-Geschmack wahrzunehmen !!!
Und ich bin wirklich sowas davon begeistert, das ich mich jetzt im Strassenverkehr etwas weniger über Leute ärgere, die drängeln und nötigen. Weil ich nun den Unterschied Verstanden habe, warum es zwei Meinungen geben muss.
Sicherlich darf man in einem Hifi-Forum, ohne Gefahr zu laufen, das der Eintrag von einem Administrator zensiert oder gelöscht wird, sich nicht darüber erklären, was mich zu der Erkenntnis des Unterschied verschiedener Meinungen gebracht hat. Dafür gibt es sicherlich dann den Verweis auf ein inhaltlich psychologisch geprägtes Forum. Schade, ich bleibe also dieser Antwort hier schuldig..hehe..lach mich schlapp.

Aber, und das möchte ich unbedingt, um auch beim Thema zu bleiben, noch erwähnen !
Der Equalizer hilft mir dabei, bei geringeren Zimmerlautstärken Signale anzuheben, weil nämlich die Höhen und Mitten nicht so schwer anzutreiben sind, als bei einen Tieftöner der tiefere Ton.
Folglich gab es früher eher standartmäßig den Wahlschalter "Loudness" am Verstärker.
Aber früher war eine Ferbedienung auch zum Bedienen aus der ferne gedacht.
Heute hingegen, sind die Verstärker der High-end Szene bereits so Sensibel, das man sie zum Teil nur noch am Gerät selbst einschalten kann, weil sie durch ihre sensibilisierung den direkten persönlichen Kontakt zum Hörer brauchen, um auch in die richtige Stimmung zu gelangen, Neutral spielen zu können.

Schön ist, das Leute die mich besuchen, und die wirklich nichts mit Hifi in ihrem Leben zu tun haben, von dem bemerkenswerten Gedudel aus dem Dezent spielendem Hintergrund angenehm angesprochen werden und sagen, "deine Boxen klingen echt gut".

Und ich verkneife mir dann, sie darüber aufzuklären, was für Investitionen da gerade den Raum beschallen. Und selbst meine Frau konnte ich überzeugen, das es Songs gibt, die man zwar nicht hören muss. Aber wenn man es tut, dann kann man erkennnen, mit welchen Instrumenten diese Songs eigentlich "Abgemischt" wurden - um es auch "Grammatisch" korrekt auszudrücken.

Soundprobe gefällig ???
Wenn dir dieses nachfolgend genannte Lied auf deiner Anlage, wie auch immer diese zusammengesetzt ist, bei Zimmerlautstärke ab 22 Uhr hörbar erscheind, dann hast du eine gute Investition getätigt und bedarfst sicherlich keinem Equalizer.

Aber gute Modellle sind sicherlich
Technics 8075 oder 8065 oder auch 8020
Alle diese konnte ich bereits in meiner Kette ausprobieren.
Meine Entscheidung viel jedoch auf den 8075 - weil er durch das mit LED beleuchtete Schieberegler einen schicken Touch liefert, und sich dadurch auch wirklich gut ablesen. Ähnlich wie auch schon der 8020, der jedoch nur aus 2 x 12, statt aus 2 x 33 Reglern besteht. Aber er macht einen wirklich guten Job für seinen schmalen Preis, der so um die 150€ liegt. Für den 8075 habe ich, in einem nahezu Neuzustand und Generalüberholt, 727€ bezahlt.

Solltest du dir also die Frage stellen, "ach - Röhre oder Hybrid ist wahrscheinlich doch wärmer im Klang, als mein blöder Verstärker, der ja gar nicht wirklich klingt - er ist ja gut, aber es fehlt doch etwas". Probier es mal mit einem EQ und Mische die Karten dann Neu !
Schleif ihn so ein, wie "Hifi Feile" beschrieben hat, und lasse dich überraschen was er für eine Wirkung erzielt.
Vorab Lade dir mal die Pdf der Gebrauchsanleitung herunter, und lies dort nach, wofür diese Art Geräte einst angedacht waren. Und lies auchmal auf Wikipedia die tolle Lebensgeschichte von dem Herrn, der sich hinter der Firma Technics verbarg.

Viel freude weiterhin an Musik
E.Ric
E.Ric
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 26. Nov 2017, 01:49
Der Song zur Soundprobe heißt also

Lang lebe der Tod - Casper, Blixa Bargeld, Dagobert, Sizarr


ja, es ist auch nicht mein Geschmack. Aber der Bass wird seine Wirkung bei Zimmerlautstärke ohne Loudness oder Equalizer sicherlich nur schwer in Szene setzen
MacPhantom
Inventar
#23 erstellt: 30. Nov 2017, 10:01
Oh schön, ein SH-8075! Gute Wahl.
Den hätte ich ja auch gerne, aber ich habe stattdessen den kleineren 8065. Der hat halt leider kein parametrisches Band im Bassbereich (und genau das ist sinnvoll zur Elimination der grössten Raummode), aber immerhin auch 2x33 Bänder.
Ich verwende ihn zusammen mit dem manuellen Einmessgerät SH-8000:



Das SH-8000 kann ich übrigens wärmstens empfehlen, wenn man nicht bereits eine integrierte Lösung hat und etwas auf retro steht.

Irgendwann wird auch bei mir der 8075 anlanden. Diesen gab's übrigens in mehreren Versionen (mal mit silbernen, mal mit schwarzen Drehknöpfen; gewisse mit beleuchteten, andere mit bemalten Schiebereglern). Die Profi-Versionen des 8065 und 8075 (SH-9033P/SH-9034P) hatten darüber hinaus XLR- und Klinke-Anschlüsse. Auf Basis des 9034P gab's auch den SH-GE100, der zur auf Bestellung gefertigten "G"-Serie gehört.


[Beitrag von MacPhantom am 30. Nov 2017, 10:02 bearbeitet]
E.Ric
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 02. Dez 2017, 21:20
Hallo MacPhantom,

ja, gute Wahl, kann ich nur bestätigen !!!

Der macht ein richtig gutes Klangbild. Ausserdem sieht er mit seinen 2 x "34" Schiebern richtig Wichtig aus.
Und das ist er in der heutigen Zeit auch.
Ich habe ihn ja als Monitorschleife eingespeist, wo man jederzeit auf Knopfdruck entscheiden kann, mit oder ohne. Meiner Frau, mein wichtigster Kritiker und Zeuge, konnte ich so schon einige Male beweisen, das man auf Knopfdruck Instrumente hörbar machen konnte, die bei geringeren Pegeln nämlich verschwinden, oder erst gar Nicht in Erscheinung treten. Aktuell bei Lionel Richie`s Song Running With the Night.
Dort spiel im Hintergrund ganz Leise hörbar eine Bassgitarre. Nicht so mit dem SH-8075 .
Aber klar, man hat natürlich die HiFi-Welt gegen sich. Man holt den Bass-Gitarristen also hinterm Vorhang her, zurück auf die Bühne. Die Mehrheit verzichtet lieber auf solche Details und hat andere Argumente dafür.

Das mit deinem SH-8000, Mh, ich richte mich lediglich nach meinem Gehör. Aber vielleicht lege ich mir den ja doch mal zu - und wenn es nur als Wertanlage ist

Technics ist so der Hammer, mit ihren Produkten aus den 70er/80er. Gute Wahl - ja - und die Geschichte von dem Gründer Konosuke Matsushita - Genial !!!
Und noch was: Es gibt ja hier auch Leute, die ständig auf der Suche nach guten Verstärkern sind.
Ich behaupte aber, das ich mit dem M6 500i einen wirklichen Hammer an Verstärker besitze, und der eine wirklich gute Bewertung erhalten hat. Und die Klipsch, die sind auch wirklich Spitze im Klang.
Aber, der erstmal ohne Schulbildung ins Berufsleben gestartete Konosuke, Sohn eines Reisbauern, wusste eben um die wichtigkeit des Loudness-Effekt.
Gerade bei den großen Standboxen, ausgestattet mit 2 bis 3 Bässen pro LS, wie sollen die bei Zimmerlautstärke an Schub kommen ???


Technics SH-Serie

Technics SH-Serie

Technics SH-Serie

Technics SH-Serie

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[Beitrag von E.Ric am 02. Dez 2017, 22:33 bearbeitet]
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