DAC in dieser Situation sinnvoll?

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Turt3l
Neuling
#1 erstellt: 30. Jan 2017, 09:27
Hallo zusammen,

ich möchte derzeit den Klang meiner Hifi Anlage aufwerten.

Mein Setup besteht aus folgenden Komponenten.

  1. Verstärker: Harman/Kardon HK680
  2. Lautsprecher: ELAC EL 110 II
  3. Kopfhörer: Stax Lambda Pro + SRD-7mk2
  4. Musik Source: Computer (Spotify + FLAC files)


Derzeit sieht es so aus, dass ich von der onboard Soundkarte das Signal über die 3.5mm Buchse abfange und dann per Cinch an den Verstärker gebe.

Ich möchte kurz bis mittelfristig den Verstärker und Lautsprecher austauschen, evtl. soll auch der SRD-7 gegen einen Verstärker von Stax ausgetauscht werden (da bin ich mir aber noch nicht sicher, in wie weit das einen Unterschied macht).

Alles soweit schön und gut, nur sehe ich aber den "bottle neck" derzeit an der Art und Weise, wie ich Musik vom PC an den Verstärker weiterleite.
Getreu dem Motto: Shit in. Shit out.


Das bringt mich zum eigentlichen Thema.

- Bringt es etwas, wenn ich das Audiosignal vom PC Mainboard per Toslink abgreife, diesen mit einem DA-Wandler verbinde und dann an den Verstärker gehe?

- Oder sollte ich lieber eine "Richtige" Soundkarte kaufen (z.B Asus essence stx) und diese per Cinch mit dem Verstärker verbinden?


Ich hoffe auf euren Rat und Danke im Voraus.
Endman
Stammgast
#2 erstellt: 30. Jan 2017, 10:26
Ich würde das Geld erstmal sparen und dann in einen Verstärker mit digitalem Eingang und die Lautsprecher stecken.
Das reduziert den Gerätepark und die Mehrkosten für optimale d/a Wandlung.
Turt3l
Neuling
#3 erstellt: 30. Jan 2017, 10:29

Endman (Beitrag #2) schrieb:
..Verstärker mit digitalem Eingang....


hättest du evtl. konkrete Vorschläge?
Taurui
Inventar
#4 erstellt: 30. Jan 2017, 10:33
Ich muss widersprechen - statt den Verstärker auszutauschen (genauer gesagt, du bräuchtest ja zwei neue Verstärker, einen für den KH und einen für die Lautsprecher) ist ein externer DAC sehr sinnvoll.
Entweder tatsächlich optisch raus, wenn du sicher bist, dass der Soundkartentreiber eine bitgenaue Ausgabe hat (blöder Begriff, heißt letztendlich nur dass es keinen Equalizer gibt der immer aktiv ist). Oder du kaufst dir gleich einen DAC mit USB-Anschluss.
Hochwertige Soundkarte würde ich lassen weil das analoge Signal dann eher von Interferenzen im Computergehäuse betroffen sein kann. Lieber auslagern, dann bist du sicher.
Turt3l
Neuling
#5 erstellt: 30. Jan 2017, 11:00

Taurui (Beitrag #4) schrieb:
.. DAC mit USB-Anschluss..

ich versuche derzeit einen Einblick in das DAC Sortiment zu bekommen, zunächst hatte ich mir den MiFi V90 rausgesucht, P/L technisch soll dieser wohl ganz OK sein, soll aber seine Probleme haben, besonders was wohl Bass und Agilität angeht.

Ich würde jetzt ungern >400€ für einen DAC ausgeben, weil da einfach das Verhältnis zu meinen anderen Komponenten nicht gegeben ist.

Gibt es evtl. eine konsolidierte Auflistung mit DACs in verschiedenen Preisbereichen mit Tests?
maho69
Inventar
#6 erstellt: 30. Jan 2017, 11:08
Also der Musical Fidelity M1 kommt bei Preis/Leistung besonders gut weg.

link
Endman
Stammgast
#7 erstellt: 30. Jan 2017, 11:17
Wenn ihr euch einig seid dass die aufgerufenen Preise für reine d/a Wandlung in Ordnung sind kann man es schon so machen, ich sehe nur den Mehrwert nicht.
Taurui
Inventar
#8 erstellt: 30. Jan 2017, 11:24
Ingor
Inventar
#9 erstellt: 30. Jan 2017, 11:24
Der DAC ist nahezu egal. Wichtig ist die Potenzialtrennung zwischen Rechner und Hifi-Anlage. Ansonsten wird das nichts mit den Signal-Rauschabständen. Daher empfehle ich unbedingt eine Anbindung über Glasfaser. Alle DAC, die direkt über USB angeschlossen werden bieten keine Potenzialtrennung. Die einfachste Lösung ist eine Umsetzung auf optisches TOS-Link und dann in einen passenden DAC.
Taurui
Inventar
#10 erstellt: 30. Jan 2017, 11:27

Ingor (Beitrag #9) schrieb:
Der DAC ist nahezu egal. Wichtig ist die Potenzialtrennung zwischen Rechner und Hifi-Anlage.


Stimmt natürlich - sollte aber auch wurscht sein wenn alles an der gleichen Sicherung hängt.
Ich glaube aber es gibt auch USB-Implementierungen mit galvanischer Trennung, bin aber grad nicht sicher bei welchen DACs das ist...
Uwe_2010
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 30. Jan 2017, 11:37
Hallo,

vielleicht wäre ja der AMI DDH1 was für dich, Kopfhörerverstärker, DAC und Vorstufe zum annehmbaren Preis....
Turt3l
Neuling
#12 erstellt: 30. Jan 2017, 12:08
Vielen Dank für euren Input.
Jetzt muss ich erstmal die einzelnen DACs bzw. die Datenblätter vergleichen.

Die Frage die Endman aufgeworfen hat, finde ich eigentlich recht interessant.

Warum nicht gleich zu einem Digital-Verstärker greifen?

Auf die schnelle habe ich jetzt diverse Modelle gefunden.

-NAD D 3020
-Marantz HD AMP-1
-Lyngdorf

Würden diese Geräte einen Mehrwert zu meinem jetzigen, doch etwas angestaubten Harman Kardon HK680, bringen, und hat jemand evtl. schon Erfahrungen damit gemacht?

Weil ich mir dann auch die Frage stelle, ob man jetzt für einen "vernünftigen" DAC 400-500€ ausgibt, oder für ein paar Euros mehr gleich einen Digitalen-Verstärker kauft, der alle "Probleme" in der gleichen oder ähnlichen Qualität löst, sinnvoller ist?
Taurui
Inventar
#13 erstellt: 30. Jan 2017, 12:27
Und was machst du dann mit deinem Kopfhörerverstärker?
Mal anders gefragt: Wieso was ersetzen, was funktioniert?
Bin nach wie vor für den DAC. Hab selbst einen (einen Violectric V800) und finds einfach sehr praktisch ... kann man auch mal zu Freunden mitnehmen wenn man mal flacs auf deren System abspielen will etc.
Turt3l
Neuling
#14 erstellt: 30. Jan 2017, 13:26
Das sind natürlich ein paar gute Punkte.

Falls nicht schon längst geschehen, oute ich mich an dieser Stelle mal als ziemlicher Leihe/Einsteiger was HiFi angeht. Deswegen kann ich noch nicht ganz akzeptieren, dass ein "simpler" DA-Wandler >500€ kostet, ich aber auch schon für ~1X00€ einen neuen Verstärker mit integriertem DA-Wandler in den Händen halten könnte.

Vielleicht denke ich an dieser Stelle etwas zu einfach, weil ich mit so einem "Kombigerät" sofort zwei Teile tauschen bzw. erweitern könnte, um so den Klang noch weiter zu steigern.



Taurui (Beitrag #13) schrieb:
Und was machst du dann mit deinem Kopfhörerverstärker?


Angenommen, ich Kaufe einen Marantz PM8005 und hänge den zukünftigen Stax amp an den pre out vom Marantz, wäre das keine valide Option?
Taurui
Inventar
#15 erstellt: 30. Jan 2017, 13:36
Naja, der Pre Out hat logischerweise schon die eigene Lautstärke-Regelung drübergelegt, und am Stax KHV hast du auch nochmal eine. Ist nicht ideal.
Aber wenn du wenig Geld ausgeben willst und USB für dich ne Lösung ist..
http://schiit.com/products/modi-2
Gibts auch mit Toslink als Input, seh ich grad. Feine Sache.
Uwe_2010
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 30. Jan 2017, 13:49
Hallo,

NAD und Marantz sind ja schon gut, aber für deine LS mit 91db Wirkungsgrad etwas Schwach auf der Brust und LYNGDORF ist wohl eher eine ganz andere Hausnummer. Preiswert wäre ein YAMAHA A-S701 oder halt die etwas größeren NAD/Marantz wie der PM 7005, ja da kommt ein zum anderen, wenn man erst mal anfängt.....Da wird die Frage nach ein Netzwerkplayer auch bald aufkommen, auch da gibt es alles in einen Geräte........
Turt3l
Neuling
#17 erstellt: 30. Jan 2017, 14:28

Taurui (Beitrag #15) schrieb:
Naja, der Pre Out hat logischerweise schon die eigene Lautstärke-Regelung drübergelegt, und am Stax KHV hast du auch nochmal eine. Ist nicht ideal..


Du hast mich überzeugt, es führt kein Weg an einem DAC vorbei. Ich habe den Bifrost bestellt. Ich bin mal gespannt, wie deutlich sich der Unterschied bemerkbar macht.

Vielen Dank!
Taurui
Inventar
#18 erstellt: 30. Jan 2017, 14:29
Solang es keinen Verstärker mit explizitem High-Level DAC OUT gibt, kommt sowas für den TO (aus meiner Sicht) sowieso nicht in Frage. Nochmal: Hier gehts um ein System für einen KHV und einen normalen Verstärker.
Ingor
Inventar
#19 erstellt: 30. Jan 2017, 16:10

Stimmt natürlich - sollte aber auch wurscht sein wenn alles an der gleichen Sicherung hängt.


Das hat leider keine Bedeutung die Störungen aus den Schaltnetzteilen verteilen sich durch eine Erdungsschleife. Kleiner Test: Lautstärke am Verstärker komplett aufdrehen und dann eine Stille-Datei abspielen. Dann darf nichts zu hören sein. Wahrscheinlich wirst du aber ein ständiges Storgeräusch zu hören sein.
crossroad
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 01. Feb 2017, 10:20

Ingor (Beitrag #9) schrieb:
Alle DAC, die direkt über USB angeschlossen werden bieten keine Potenzialtrennung.


Mutige These!
Bevor das hier aber noch einer glaubt möchte ich auf den Restek MDAC+ hinweisen.


www.restek.de/mdac-digitalvorverstaerker/ schrieb:

Eine potenzial getrennte USB-Schnittstelle ermöglicht es auch Stücke die auf einem PC gespeichert sind in hoher Qualität wieder zu geben.



Ich für meinen Teil halte einen solchen Digitalvorverstärker mit astreinen D/A Wandler für eine gute Lösung.
Alle Signale werden in diesem Gerät gebündelt und gewandelt. Man muss sich nicht mehr über die Anschlussbuchsen jedes einzelnen Gerätes den Kopf zerbrechen. Vom PC geht es via USB zum DAC, vom TV via TosLink, und und und.
Ich möchte es nicht mehr missen.

Gruß,
CR
Ingor
Inventar
#21 erstellt: 02. Feb 2017, 23:52
Ok, wieder etwas gelernt.

Allerdings habe ich diese Preisregionen nicht gemeit 1700 Euro für einen läppischen DAC mit ein bisschen Verstärkerkram ist schon ziemlich happig.

Es bestätigt aber meine Aussage, dass eine Potenzialtrennung von elementarer Bedeutung ist.
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