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Subsonicfilter für alle Hochpegelquellen

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Autor
Beitrag
Rimodar
Stammgast
#1 erstellt: 28. Mrz 2006, 09:47
Hallo,
und hier ein Thema, das ich immer noch nicht so richtig im Griff habe. Es geht um subsonische Störungen, die beim Tieftöner zu ungewollten Bewegungen führen, die aber nichts mit Musik zu tun haben.
Früher, vielleicht auch heute noch, wurden in Verstärkern für die Plattenwiedergabe sogenannte Subsonicschalter miteingebaut. Damit sollte die Welligkeit der Schallplatte minimiert werden. Warum baute man nicht für ALLE Quellen einen schaltbaren Subsonicfilter ein?
PA-Endstufen haben dies schon lange.
UND: Kann man einen Subsonicfilter, der eigentlich für die Schallplattenwiedergabe gedacht ist, zweckentfremden für z.B, CD-Wiedergabe?

Ich habe festgestellt, das manche meiner CD`s diese subsonischen Töne implantiert haben. An sich eine fehlerhafte CD, die aber unter Umständen meine Tieftöner gefährlich werden könnten.


Vieleicht gibt mir ein User einen Tipp oder baut das Thema auf?

Danke!


[Beitrag von Rimodar am 28. Mrz 2006, 09:49 bearbeitet]
markusred
Inventar
#2 erstellt: 28. Mrz 2006, 14:46
Es gibt sogenannte Inline-Filter z.B. von Oehlbach oder von Zealum. Deren Flankensteilheit ist nicht sehr groß (zwischen 6 und 12dB) und ich weiß auch nicht, ob die was taugen:
http://www.acr.ch/sh...MSS15&aid=610&cf=itc

Ich habe welche von Oehlbach, deren Trennfrequenz leider deutlich über dem Nennwert (50 + 100 Hz) liegt.
detegg
Administrator
#3 erstellt: 28. Mrz 2006, 15:00

Rimodar schrieb:
Warum baute man nicht für ALLE Quellen einen schaltbaren Subsonicfilter ein?

UND: Kann man einen Subsonicfilter, der eigentlich für die Schallplattenwiedergabe gedacht ist, zweckentfremden für z.B, CD-Wiedergabe?


Der Subsonic-Filter in älteren Geräten ist Teil der Klangregelung und damit für alle Quellen wirksam.

Technisch ist es ein Hochpassfilter mit einer Grenzfrequenz <20Hz und einer Dämpfung von meistens nur -12dB/Oktave, da passiv (mit Widerstanden und Kondensatoren) schwer zu realisieren. Einige wenige Geräte (z.B. ein Marantz 1300DC von 1978) hatten -18dB/oct bei f3=18Hz.

Aktiv mit OpAmps lässt sich das mit hoher Dämpfung von z.B. -24dB und vor allem verlustfrei realisieren. Und dann gibt es heute noch die DSPs ...

Gruß
Detlef
Rimodar
Stammgast
#4 erstellt: 03. Apr 2006, 09:01
Hallo,
bisher Danke für das Bearbeiten des Themas.

Aber würde es nicht einen enormen Hörgewinn mit wenig Kosten für die Hersteller von Verstärkern bedeuten, wenn sie
einen aktiven Lowpassfilter für alle Hochpegelquellen einbauen würden?
Was ich bisher auch gehört habe ist, daß Lautsprecherhersteller passiv einen Subsonicfilter miteingebaut haben. Stimmt das?
Ich meine auch gehört zu haben, daß PA-Endstufen einen aktiven Lowpassfilter je nach Firma haben. Stimmt das?

Bis hierher Danke
detegg
Administrator
#5 erstellt: 03. Apr 2006, 09:25

Rimodar schrieb:
Aber würde es nicht einen enormen Hörgewinn mit wenig Kosten für die Hersteller von Verstärkern bedeuten, wenn sie einen aktiven Lowpassfilter für alle Hochpegelquellen einbauen würden?

Es wäre techn. machbar und IMHO auch vernünftig. Aber was sagen denn da die Marketingstrategen, die mit Übertragungsfrequenzgängen von DC....500kHz protzen?

Rimodar schrieb:
Was ich bisher auch gehört habe ist, daß Lautsprecherhersteller passiv einen Subsonicfilter miteingebaut haben. Stimmt das?

Ist mir nicht bekannt und machte auch keinen Sinn. Die passiven Bauelemente (Kondensator/Spule) müssten auf Leistungsübertragung ausgelegt sein - groß und teuer. Der in manchen Frequenzweichen vor dem Basstreiber zu findende Hochpass-Kondensator (>100µF) dient der Abstimmung der Treiber/Gehäusekombination.

Rimodar schrieb:
Ich meine auch gehört zu haben, daß PA-Endstufen einen aktiven Lowpassfilter je nach Firma haben. Stimmt das?
Jau - ein Subsonicfilter ist bei PA schon fast ein Muss. Wenn da mal bei voll hochgezogenem Pegel ein Mikro runterfällt ...

Gruß
Detlef
Rimodar
Stammgast
#6 erstellt: 03. Apr 2006, 11:41
Hallo,
ja wunderbar, so eine schnelle Beantwortung, Danke!
Mich würde jetzt interessiern:
Welche Endstufe aus dem PA-Bereich würde meine Infinity für den Bass-Bereich von Subsonic-Frequenzen befreien?
Oder: Welche Aktiv-Weiche aus dem PA-Bereich bietet einen schaltbaren aktiven Subsonic-Filter an?

Danke auch jetzt schon für eine Aufbereitung, bzw. Tipp!
detegg
Administrator
#7 erstellt: 03. Apr 2006, 12:19
Hallo,
jetzt habe ich mal ein paar Fragen:
Dein CD-Player gibt tieffrequente (<20Hz?) Signale ab bei einigen CDs? Welcher CDP ist das?
Dein Verstärker/Receiver hat keinen Subsonicfilter? Welcher Typ?
Welche Infinity Boxen hast Du?

Detlef
Rimodar
Stammgast
#8 erstellt: 04. Apr 2006, 09:25
Hallo detegg,
zu Deinen Fragen:

CDs
Ich sammele aus Audiozeitschriften die ab und zu beiliegenden Gratis-CDs. Die normalerweise super sein sollen, weil Prestigeobjekt des Verlages. Sind sie aber nicht!!
Irgendein Track hat immer eine Macke im Bassbereich. Ich habe früher schon gedacht, ein Teil meiner Hi-Fi Kette ist
defekt/ist falsch eingestellt.

CD-Spieler
Yamaha, Modell 1110

Verstärker/Receiver
CREST, PA-Bereich, älteres Modell für den Tieftöner und Marantz, Modell 2325, hier nur die Endstufe.

Infinity, Modell 8.2.i und die 6.2

Verwandle jetzt Dein Wissen in meine Erfahrungen!

Danke jetzt schon für weitere Horizonte!
detegg
Administrator
#9 erstellt: 04. Apr 2006, 12:06
Moin,

etwas klarer wird die Sache, etwas ....

(D)ein CDP sollte unterhalb 20Hz nichts mehr wiedergeben. Er könnte zwar, nur sollte das Medium CD nach dem Redbook-Standard keine Signale unterhalb 20Hz beinhalten.

Das nachzuprüfen bei den von Dir angesprochenen Beilage-CDs bedarf aber etwas Messtechnik.

Du betreibst die 8.2i im BiAmping. Der 30er Bass ist per BR abgestimmt, das Rohr geht wohl bei der europäischen 8.2i nach hinten raus. Die Specs definieren für den Basstreiber einen Frequenzbereich von ca. 32...180Hz (+-2dB). Das dem 30er zur Verfügung stehende Volumen dürfte bei 80...100 Litern liegen. Der BR-Kanal dürfte so in etwa auf 38...42Hz abgestimmt sein.

Unterhalb dieser Abstimmfrequenz wird der Basstreiber nicht mehr vom Gehäuseluftvolumen belastet. Dadurch steigt die Auslenkung des Treibers bei im Musiksignal enthaltenen Frequenzen von 20...40Hz sehr stark an. Die Membran "wedelt", erzeugt aber kaum noch Schalldruck. Das Verhalten ist typisch für eine Bassreflexbox.

Die Wiedergabe von Frequenzen <35...40Hz ist IMHO in normalen Wohnräumen kaum möglich und auch nicht sinnvoll (--->Akustik, Raummoden).

Ich sehe grundsätzlich 2 Möglichkeiten:

Verschließe einmal die BR-Rohre z.B. mit ein Paar Socken ;-)
Der Basstreiber arbeitet dann quasi auf ein geschlossenes Volumen, der Frequenzgang fällt zu tiefen Frequenzen sanft ab.

Schalte mal versuchsweise einen EQ mit einstellbarem Subsonicfilter vor die Crest-Endstufe und experimentiere etwas mit den Einsatzfrequenzen.


Gruß
Detlef
Rimodar
Stammgast
#10 erstellt: 05. Apr 2006, 11:55
Hallo detegg,
danke für die Ausführlichkeit. Werde Deine Ausführungen mit einem Freund noch mal besprechen.

Socken werde ich aber nicht benutzen, vielleicht saugt der Tieftöner ja! Ich nehme Schaumstoff, der stinkt nicht so!!!
Außerdem liebe ich meine Socken.

Zum Thema:
Ich werde mir eine Aktivweiche aus dem Car-Bereich besorgen, die über einen schaltbaren Subsonic-Filter verfügt. Im Hinterkopf hatte ich das schon immer vor.

Aber doch noch mal nachgefragt:
Kann man den Subsonic-Filter (Rumpelfilter) eines Phonoeingangs so umbauen, daß dieser dann auch für Hochpegelquellen nutzbar ist? Unter der Voraussetzung, daß man den Phnoeingang als Plattenspielereingang nicht mehr nutzen will?

Danke bis hier her!
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