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Umbau Teufel M6000 Subwoofer

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Gatza
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 19. Okt 2006, 20:47
Hallo Forengemeinde,
besitze ältere Teufel m200 mit dem m6000 Subwoofer(passiv)
Habe die Idee, aus dem Doppelspulerbass 2 einzelne zu machen, dh. jeweils 1 Chassis samt Frequenzweiche im eigenen Gehäuse.
Frage an die Spezialisten: Muß ich die Gehäuse umrechnen, oder reicht es, ein 2-tes identisches Gehäuse zu bauen ? Kann die Weiche so bleiben?
Für Tipps wäre ich dankbar. Bin im Basteln recht geschickt, bei der Berechnung der Elektronik jedoch auf Hilfe angewiesen.

Roman
markusred
Inventar
#2 erstellt: 20. Okt 2006, 08:12
Hallo Roman,

bitte berichtige mich, wenn ich falsch liege. Soweit ich weiß, hat der M6000 zwei Chassis hintereinander eingebaut (= Compound). Jedes Chassis hat nur 1 Plus- und 1 Minuspol und beide Bässe sind parallel an die Weiche angeschlossen.

Das würde für zwei getrennte Subwoofer mit je einem Bass folgende Modifikationen erforderlich machen:

1.
Das Gehäuse kann beim M6000 wegen der Compoundbauweise halb so groß wie üblich ausfallen. Deshalb müsste jedes der zwei Einzelgehäuse ein doppelt so großes Volumen wie der M6000 haben.

2.
Durch das verdoppelte Volumen muss die Länge des Bassreflexkanals (bei gleichem Durchmesser) verkürzt werden. Halbiere einfach die Länge, auf einen Zentimeter mehr oder weniger kommt es bei der Länge des Kanals nicht an.

3.
Die Weiche des M6000 dürfte auf die Parallelschaltung der beiden Chassis und damit auf 4-Ohm-Betrieb berechnet sein. Bei den neuen Subwoofern wäre die Nennimpedanz jedes einzelnen 8 Ohm. Wenn du in jeden Sub eine eigene Weiche bauen wolltest, damit sie unabhängig voneinander eingesetzt werden können, müssten die Spulenwerte der Weiche verdoppelt und die Kondensatorwerte halbiert werden. Alternativ kannst Du die alte Weiche für beide Subs zusammen weiter verwenden. Das geht dann nur, wenn sie extern und nicht in einer Box angebracht ist.

Anstelle zweier neuer oder der alten Originalweiche kannst Du auch einen Subwooferverstärker (Aktivmodul mit eingebauter, regelbarer Frequenzweiche und Lautstärkeregler) nehmen. Selbst billige Exemplare wie das AM80 oder das AM120 von Mivoc, die etwa 80,- bzw. 120,- Euro kosten, werden sich höchstwahrscheinlich klanglich besser schlagen, als die Passivweichen. Ein einziges Modul für beide Subwoofer zusammen reicht aus. Daher wäre das Modul kaum teurer als etwa die beiden Passivweichen und hätte noch den Vorteil, die Subwoofer genau auf den Hörraum einpegeln zu können. Außerdem ist eine Tiefbassanhebung und ein Subsonicfilter eingebaut.
Gatza
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 20. Okt 2006, 08:59
Hallo Marcus,
vielen Dank erstmal für die Auskünfte. Ich meine sogar, daß jedes der beiden Chassis einen separaten Weichenzweig hat. Wenn es so ist, könnte ich ja in beiden Gehäusen einen einbauen. Wollte beide dann mit einer extra Stereoendstufe betreiben.Du sagst ja auch: bei Trennung=doppeltes Volumen. es hieße ja, ich müsste ein 2-tes exakt grosses Gehäuse dazubauen. Oder muß ich das Volumen der 2-ten Kammer rausrechnen ?Ein Mensch von der Lautsprecherklinik, den ich mal gefragt habe meinte, das Gehäuse und die Weiche müssten neu berechnet werden, da sich die Parameter verändern würden. Die hat mich doch etwas verunsichert.
Was meinst Du ?
Gruß
Roman
markusred
Inventar
#4 erstellt: 20. Okt 2006, 09:10
Hallo Roman,

wenn Du schon einen zusätzlichen Verstärker für die Boxen hast, ist das auch schon gut, da Du so zumindest den Pegel unabhängig einstellen kannst.

Zwei getrennte Zweige bei der Originalweiche wäre prima, dann brauchst Du dir wenigstens mit der Weiche keine Gedanken machen.

Bei den Gehäusen liegst Du leider falsch. Du kannst mich beim Wort nehmen: Jedes einzelne der beiden Subwoofergehäuse muss annähernd ein doppelt so großes Volumen wie der M6000 haben. Also nicht nur ein zweites Gehäuse bauen, das genauso groß wie der M6000 ist. Das hängt mit der Compound-Bauweise zusammen. Oder anders ausgedrückt: würdest du beim M6000 den vorderen Bass herausnehmen und nur den hinteren allein spielen lassen, so würde der Bass nicht mehr so tief reichen und der Oberbass würde lauter werden (bis hin zum Dröhnen, da nun das Gehäuse zu klein wäre).

Die Weiche braucht nicht geändert zu werden, nur die Länge des Reflexrohrs muss gekürzt werden, wie ich oben schon schrieb.
Gatza
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 20. Okt 2006, 17:40
Hallo,
gibt es denn eine Berechnungsformel, nach der ich die Gehäuse bei gleicher Weiche umrechnen kann auf zwei ?
Habe jetzt mal nachgerechnet.
Der Subwoofer hat ein Innenmaß von 472x580x360 mm = 98,5 ltr.
Das Innengehäuse misst 85x340x340 mm = 9,8 ltr.
Ziehe ich das Innengehäuse mit Außenmaßen ab, so fasst das Grosse noch 85 ltr

Ich meine, irgendwo eine Formel gesehen zu haben. Kann es vielleicht jemand von Euch umrechnen ?

Danke
Roman


[Beitrag von Gatza am 20. Okt 2006, 17:45 bearbeitet]
markusred
Inventar
#6 erstellt: 20. Okt 2006, 19:49
Hallo Roman,

also Du kannst es dir auch unnötig kompliziert machen. Aber gut: wenn Du die Thiele-Small-Parameter der Chassis kennst, kannst Du mit Hilfe der üblichen Simulationsprogramme das geeignete Gehäusevolumen herausfinden.

Bevor es PCs und Simuprogramme gab, hat man Taschenrechner benutzt. Als praktikable bzw. sinnvolle Einbaugüte geht man je nach Hörgeschmack von Qtc 0,3 - 0,7 aus. Das erforderliche Volumen Vb ergibt sich aus Vas/((Qtc2/Qts2)-1). Die Einbauresonanz Fc wird errechnet aus sqr(fs2x(Vas/Vb+1)). Die Tuningfrequenz legst Du auf den Faktor 0,6 - 0,7 von Fc. Die Errechnung der Länge und der Fläche des Reflexkanals nimmt man mit den üblichen Formeln vor. Sollen wir weiter machen?

Vielleicht reicht dir folgender Hinweis:
Die Compoundbauweise bewirkt im Grunde, dass Vas im Endeffekt halbiert ist und somit nur noch die Hälfte des Volumens, das ein Chassis allein benötigen würden, einkalkuliert werden muss. Die Zusammenhänge zu erläutern würde etwas ausufern. Du könntest im Netz je selbst nach der Compoundbauweise nachlesen.

Wenn Du auf die Compound-Anordnung der Chassis verzichtest, benötigt jedes Chassis wieder das volle Gehäusevolumen.
Also jedes Chassis benötigt ein Innenvolumen von 170 Liter.

Mehr kann man dazu eigentlich nicht mehr sagen.
Gatza
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 20. Okt 2006, 20:26
Hallo Marcus,
wenn eas denn so ist, dann hat sich mein Vorhaben erledigt. Danke für die Hinweise. Die Gehäuse werden einfach viel zu groß.

Roman
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