Warum überhaupt passiv?

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sounddynamics
Stammgast
#1 erstellt: 20. Dez 2006, 21:55
Ich habe schon mehrmals Lautsprecher aktiviert und dabei wirklich deutliche Verbesserungen gegenünber der Passivlösung gehöhrt. Auch physikalisch ist mir eigentlich die Aktivlösung deutlich einleuchtender. Wieso gibt es dann eigentlich immer noch im High-Endbereich Passivlautsprecher. In der 10 kilo Euroklasse würde die Aktivierung doch auch nicht mehr aufffallen, insbesondere, wo man die teuren Passivweichen und die Extra-Endstufen spart. Ich finde, dass es gemessen an den Vorteilen erstaunlich wenig Aktivboxen im High-End-Bereich gibt, im Gegensatz zum profesionellen Bereich, wo ja Passivlösungen eher die Ausnahme sind.

Weiss da jemand eine Antwort oder habe ich unrecht??


Grüsse


Thomas




(Höre aktiv ;))
dw123
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 20. Dez 2006, 22:12
wenn ich net völlig falsch lieg würd ich sagen, weil passiv keinen strom braucht, und somit kannst se überall hinstelln...
Gelscht
Gelöscht
#3 erstellt: 20. Dez 2006, 22:53
Ganz einfach, der typische High-Ender möchte keine Aktivlösung. Dann bräuchte er sich nämlich keine sündhaft teuren Verstärker a la Krell&Co mehr und dieses Prestigeequipment ist natürlich unabdingbar.
Wo soll die Hai-Ente jetzt das ganze Geld verpulvern, ganz zu schweigen von der Angst, Verstärker und Kabelklang nicht beeinflussen zu können ?

Es ist einfach eine andere Weltanschaung...und da passt Aktiv nicht hinein, also einfach mangelnde Nachfrage.
Auch die Lautsprecherfirmen müssen sich auf die Wünsche ihres Klientel einlassen.

Viele Grüße

Dennis
sounddynamics
Stammgast
#4 erstellt: 21. Dez 2006, 08:02
In diesem Zusammenhang kann ich sagen, dass ich kein Kabeljünger bin, aber der Unterschied zwischen xlr bzw cinch zwischen Vorstufe und Aktivlautsprecher (5m) war bei mir deutlich. Dabei habe ich einfache Mikrofonkabel mit Neutriksteckern benutzt (gut aber nicht teuer oder High-End.
Titan-Phonologue
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 21. Dez 2006, 08:30
Also ich mag Aktiv nur, sofern die Endstufe ausgelagert ist. Sonst mag ich passiv, weil ich eben auch gescheite Endstufen und/oder Verstärker sehr mag.
Aktiv passt da einfach nicht.

Nur eine Quelle, Vorstufe und LS wäre irgendwie . Da kann das auch klingen, wie es will! Ich brauche einfach den Verstärker außerhalb!

Gruß Sascha (Bitte nicht schlagen)
Mangusta
Stammgast
#6 erstellt: 21. Dez 2006, 09:02
Ein guter Lautsprecherhersteller muss nicht unbedingt ein guter Verstärkerhersteller sein (und umgekert).

Gruss, Mangusta
Amperlite
Inventar
#7 erstellt: 21. Dez 2006, 12:29

Mangusta schrieb:
Ein guter Lautsprecherhersteller muss nicht unbedingt ein guter Verstärkerhersteller sein (und umgekert).

Die Endstufe ist bei einem guten Aktivlautsprecher noch der bei weitem einfachste Teil!


Warum überhaupt passiv?

Weil man passiv erstaunlich gute Lautsprecher bauen kann (wenn man es denn kann ).

Wenn man nur den Lautsprecher selbst betrachtet, ist aktiv doch deutlich teurer und erfordert weitaus mehr Entwicklungsarbeit, wenn man es denn gleich richtig machen will (nein, ich rede nicht von halbgaren Lösungen wie die neue Teufel). Man orientiere sich da eher an Klein&Hummel.

Wenn man dann Klanggewinn gegen Aufwand abwiegt, ernüchtert das wohl ein wenig.
Eine gute Passivbox ist von einer K&H O 500 C nicht sooo meilenweit weg (<- bitte nicht falsch verstehen!).


[Beitrag von Amperlite am 21. Dez 2006, 12:40 bearbeitet]
Poison_Nuke
Inventar
#8 erstellt: 21. Dez 2006, 12:49

Mangusta schrieb:
Ein guter Lautsprecherhersteller muss nicht unbedingt ein guter Verstärkerhersteller sein (und umgekert).


aus diesem Grund lassen sich teilweise Hersteller von aktiven LS auch von Fremdherstellern beliefern


Aber Amperlite hat ebenfalls recht, einen guten Amp zu bauen ist keine große Handwerkskunst mehr, die Schallwandlung hingegen schon.


Ansonsten hat es stuka ja treffend gesagt, bei aktiven LS fehlt einfach der Prestigefaktor von einer dicken Endstufen und den dicken Kabeln dahinter.
Und auch können die Leute so sehr viel Geld sinnlos verpulvern.
Titan-Phonologue hat es ja dann selbst bestätigt, dass er lieber die Prestige einer seperaten Endstufe hat, statt alles in einem LS drin.


Ich persönlich bin aber glücklich mit meinen aktiven Monitoren, die bald vielleicht symmetrisch angeschlossen werden.
Ich finde sogar, hier ist der Prestigefaktor höher, weil wer hat schon an jedem LS ein dickes Stromkabel zusätzlich zu dem Signalkabel und bei wem leuchten die LS im Betrieb
vorallem lieb ich es, dass ich mir keine Gedanken um einen passenden Amp machen brauch.


Achja, bei einigen ganz teueren Aktivlösungen lieb ich es noch, dass diese komplett digital arbeiten, damit fast 100% perfekte Trennungen realisiern und eine absolut perfektes Impulsverhalten ermöglichen.
Aber auch eine O500C hat nicht all dies drin. Ich glaub bei T&A (übrigens ein HiFi Hersteller) gibt es aber solche voll digitalen LS
Amin65
Inventar
#9 erstellt: 21. Dez 2006, 14:41
Hallo Thomas,

Passivboxen sind günstiger herzustellen und lassen sich so leichter verkaufen, denn der große Teil der Musikhörer hat höchstens einen Vollverstärker mit CD-Spieler.

Blickt man nun weiter nach oben im Preissegment, kann man sicherlich die Aktivlösung vertreten. Aber ... eine aktive Elektronik sollte nicht unbedingt in das LS-Gehäuse integriert werden. Wenn schon aktiv, dann aber wenigstens ausgelagert. Auch schon im Reparaturfall ist eine eingebaute Lösung wenig praktikabel. Aber eine ausgelagerte aktive Lösung bedeutet auch eine Menge Kabelsalat.

Raumbedingte Einstellungen oder Korrekturen vorzunehmen, ist mit einer ausgelagerten aktiven Frequenzweiche praktisch, mit eingebauten Verstärkern in den LS unpraktikabel.

Und zu guter letzt möchte der Kunde ja auch "spielen". Das heißt, er möchte nicht unbedingt an den mitgelieferten Verstärker der LS-Herstellerfirma gebunden sein! Man denke nur einmal an den Wunsch, auch mit Röhrenverstärkern hören zu wollen. Die lassen sich aktiv nur extern betreiben!


Grüße, Amin


[Beitrag von Amin65 am 21. Dez 2006, 14:42 bearbeitet]
Mangusta
Stammgast
#10 erstellt: 21. Dez 2006, 15:41
Hallo zusammen,


Amperlite schrieb:
Die Endstufe ist bei einem guten Aktivlautsprecher noch der bei weitem einfachste Teil!


Schön wenn alles so einfach ist! Ein Highender (auf den sich die Frage bezieht) sieht das vermutlich etwas anders. Unabhängig von der Qualität spielt auch der persönliche Geschmack eine Rolle. Woher weiss ein Hersteller ob ich lieber Pass oder Emmi in seiner Aktivbox hätte ?


Amperlite schrieb:
Ansonsten hat es stuka ja treffend gesagt, bei aktiven LS fehlt einfach der Prestigefaktor von einer dicken Endstufen und den dicken Kabeln dahinter.


Die grösste Anerkennung gibt's zumindest in diesem Forum wenn jemand aktive Monitore kauft. Bei passiven LS von Hifiherstellern (die auch noch teuer sind) tendiert der Prestigefaktor gegen Null. Daran kann's also nicht liegen.


Amperlite schrieb:
Eine gute Passivbox ist von einer K&H O 500 C nicht sooo meilenweit weg (<- bitte nicht falsch verstehen!).


Ich würde den Satz umstellen. Eine K&H ist von einer guten passiven Box nicht so viel entfernt. ;). Hast Du schon eine K&H 500 C gehört ?


Poison_Nuke schrieb:
aus diesem Grund lassen sich teilweise Hersteller von aktiven LS auch von Fremdherstellern beliefern


Ist mir nicht bekannt, kannst Du Beispiele nennen ?


Im Prinzip lässt sich ja jede Box nachträglich aktivieren, ist vermutlich auch die beste Lösung wenn Geld keine Rolle spielt. Trotzdem wird das relativ selten gemacht, da das Preis/Leistungsverhältnis auch für einen Highender einfach nicht mehr stimmt.

Gruss, Mangusta
Poison_Nuke
Inventar
#11 erstellt: 21. Dez 2006, 15:45

Amin65 schrieb:
eine aktive Elektronik sollte nicht unbedingt in das LS-Gehäuse integriert werden. Wenn schon aktiv, dann aber wenigstens ausgelagert.


ich möchte keine 14 Endstufen in meinem Zimmer stehen haben zusätzlich zu den 7 LS

Und viele digital aktive LS kann man sehr einfach über Datenkabel konfigurieren. Man Verbindet einfach alle LS miteinander und einen mit dem PC und schon kann man an allen Einstellungen vornehmen. Geht mit Velodyne so, bei Focal SM8 und SM11 ebenfalls und K&H bietet das ebenfalls, wen ich es richtig im Gedächtnis haben

Vorallem bieten Endstufen im Gehäuse extrem kurze Kabelwege zu den Tieftönern. Hat einen extrem hohen Dämpfungsfaktor zur Folge, der meist um das 10-100fache besser wie bei passiven LS ist.
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 21. Dez 2006, 16:22

Schön wenn alles so einfach ist! Ein Highender (auf den sich die Frage bezieht) sieht das vermutlich etwas anders.

Ja, weil er weniger Ahnung von der Materie hat als die Herstellerfirma.


Raumbedingte Einstellungen oder Korrekturen vorzunehmen, ist mit einer ausgelagerten aktiven Frequenzweiche praktisch, mit eingebauten Verstärkern in den LS unpraktikabel.

Bei einer "zu Ende gedachten" Lösung ist es sogar äußerst praktikabel und komfortabel.

Siehe:
http://www.klein-hummel.com/produkte/o500c/html/o500c_g.htm

@ Mangusta:
Das zweite Zitat ist nicht von mir!


[Beitrag von Amperlite am 21. Dez 2006, 16:24 bearbeitet]
Hörzone
Inventar
#13 erstellt: 21. Dez 2006, 18:56

Poison_Nuke schrieb:

Achja, bei einigen ganz teueren Aktivlösungen lieb ich es noch, dass diese komplett digital arbeiten, damit fast 100% perfekte Trennungen realisiern und eine absolut perfektes Impulsverhalten ermöglichen.
Aber auch eine O500C hat nicht all dies drin. Ich glaub bei T&A (übrigens ein HiFi Hersteller) gibt es aber solche voll digitalen LS


WAs ist daran nicht digital? Du kannst digital reingehen, der FIR Filter ist sowieso nur auf digitaler Ebene zu erreichen, der D/A Wandler ist natürlich digital, nur die Chassis..die sind anaolog. Hat T+A digitale Chassis


Reinhard
Poison_Nuke
Inventar
#14 erstellt: 21. Dez 2006, 19:16
erstmal hat die O500c glaub keine digitalen Endstufen (konnte aber auch nix dazu rauslesen, nehm das nur wegen der großen Kühlrippen an)8)

desweiteren bieten einige Hersteller noch eine Kontrolle der Membran über Sensoren an, dabei wird halt mit einigen hundert kHz jede Bewegung überwacht und eventuelle "Ausreißer" kompensiert.
Im Falle einer BM18 scheint das gar nichtmal so übel zu sein, obwohl mir da auch der Direktvergleich fehlte.
Hüb'
Inventar
#15 erstellt: 22. Dez 2006, 12:52
Hallo!

Amin65 schrieb:
Passivboxen sind günstiger herzustellen und lassen sich so leichter verkaufen, denn der große Teil der Musikhörer hat höchstens einen Vollverstärker mit CD-Spieler.

Zustimmung.

Amin65 schrieb:
Blickt man nun weiter nach oben im Preissegment, kann man sicherlich die Aktivlösung vertreten.

Es gibt auch sehr gute preiswerte Lösungen. Siehe Behringer, Mackie, Dynaudio...

Amin65 schrieb:
Aber ... eine aktive Elektronik sollte nicht unbedingt in das LS-Gehäuse integriert werden. Wenn schon aktiv, dann aber wenigstens ausgelagert.

Warum? Ich sehe keine Nachteile beim Einbau. Kannst Du die Gründe erklären, die gegen eine Integration sprechen?
Mir fallen nur Vorteile ein:

  • verringerter Platzbedarf
  • Einsparung mehrerer Gehäuse und Netzteile für die Endstufen
  • kurze Kabelwege (wieder Kosten gespart)
  • kurze Signalwege insgesamt


Amin65 schrieb:
Auch schon im Reparaturfall ist eine eingebaute Lösung wenig praktikabel.

Ich sehe kein Problem darin, ggf. den kompletten LS zu versenden. In Zeiten der zunehmeden Anzahl von Logistikanbietern (Hermes, GLS, ...) wirklch kein (teures) Problem.

Amin65 schrieb:
Aber eine ausgelagerte aktive Lösung bedeutet auch eine Menge Kabelsalat.

Eben.

Amin65 schrieb:
Raumbedingte Einstellungen oder Korrekturen vorzunehmen, ist mit einer ausgelagerten aktiven Frequenzweiche praktisch, mit eingebauten Verstärkern in den LS unpraktikabel.

Versteh' ich nicht. Wie man's machen kann, zeigen die O500 von K+H oder auch die beiden neuen Genelec 8250A und 8240A.
Die meisten User dürfen sowieso nicht über das Messequipment verfügen - bzw. dieses zur Anwendung bringen wollen - welches ein weitestgehend freies Einstellen der LS erlauben würde.
Die idR gegebenen Möglichkeiten zur geringfügigen Raumanpassung sind doch mehr, als sie die allermeisten Passiv-LS bieten.

Amin65 schrieb:
Und zu guter letzt möchte der Kunde ja auch "spielen". Das heißt, er möchte nicht unbedingt an den mitgelieferten Verstärker der LS-Herstellerfirma gebunden sein! Man denke nur einmal an den Wunsch, auch mit Röhrenverstärkern hören zu wollen. Die lassen sich aktiv nur extern betreiben!

Das stimmt allerdings. Dies dürfte auch der entscheidenden Faktor für die geringe Verbreitug von Aktiv-LS sein: die Hersteller wollen (teils unsinnige) Spielwiesen bieten und sich einen lukrativen Markt erhalten.

Grüße

Frank
Haltepunkt
Inventar
#16 erstellt: 22. Dez 2006, 14:25
- lässt sich beim unmündigen Verbraucher (Mehrzahl der Konsumenten) besser verkaufen.

- höhere Gewinnspanne. Leeres Marketinggeschwätz ist billiger als ein Elektronik-Bauteil. Es gilt ein Grundsatz des 'Dilbert-Prinzips': Ein Dollar im Marketing ist effizienter investiert als in die Produktverbesserung.


[Beitrag von Haltepunkt am 22. Dez 2006, 14:27 bearbeitet]
Esche
Inventar
#17 erstellt: 22. Dez 2006, 14:32
angst vor der endgültigen lösung

mal drüber nachdenken

gr
Hörzone
Inventar
#18 erstellt: 22. Dez 2006, 14:44

Esche schrieb:
angst vor der endgültigen lösung

mal drüber nachdenken

gr



das klingt nicht wirklich verkehrt
HiFi_Addicted
Inventar
#19 erstellt: 22. Dez 2006, 15:16
Ich bevorzuge Aktiv mit ausgelagerter Elektronikda ich gerne damit "spiele" . Jedoch wird es für die meisten praktikabler sein passiv LS oder aktiv LS mit integrierter Elektronik zu verwenden da sich vermutlich kein normaler Mensch einen Vorverstärker, 2 EQs, einen Weiche, einen Limiter und 4 Endstufen hinstellt. Von den Leistungsschützen rede ich lieber mal nicht. Sind immerhin über 60kg Elektrotechnik die an meinen LS hängen.....die LS sind sogar etwas leichter.

MfG Christoph
Amin65
Inventar
#20 erstellt: 22. Dez 2006, 17:53
Hallo Hüb,


Hüb' schrieb:
Es gibt auch sehr gute preiswerte Lösungen. Siehe Behringer, Mackie, Dynaudio...


die einzige Aktivbox die mir von Dynaudio einfallt, ist die Accent 3 vor vielen Jahren gewesen. Allerdings kenne ich nicht deren Profi-Line.
Zumindest bezog sich ja der Threadersteller auf das obere Preissegment.




Hüb' schrieb:
Ich sehe keine Nachteile beim Einbau. Kannst Du die Gründe erklären, die gegen eine Integration sprechen?


- Bei einer aktiven integrierten Lösung befindet sich die gesamte Elektronik im Bereich starker Resonanzen. Da hätte ich persönlich etwas dagegen.

- Wie ich schon erwähnt habe, kann man auch keine Röhrenelektronik vernünftig integrieren. Von den ungünstigen Mikrofonieeffekten und er schlechten Thermik im Innern mal ganz zu schweigen.

- Und meistens sind LS-Hersteller keine Spezialisten im Verstärkerbau und umgekehrt.

Mir ist bis zum heutigen Tag keine Aktivbox bekannt, die einer separaten Lösung klanglich überlegen wäre. Die meisten Aktivboxen die ich kennengelernt habe, haben abscheulich bis durchnittlich geklungen.



Hüb' schrieb:

Amin65 schrieb:
Auch schon im Reparaturfall ist eine eingebaute Lösung wenig praktikabel.

Ich sehe kein Problem darin, ggf. den kompletten LS zu versenden. In Zeiten der zunehmeden Anzahl von Logistikanbietern (Hermes, GLS, ...) wirklch kein (teures) Problem.


Ein Freund von mir hat jahrelang mit 100kg schweren Aktiv-LS gehört. Die hatten insgesamt 3 Defekte in der Elekrtonik. Dreimal musste extra der Vertriebler/Händler kommen, um die Elektronik auszubauen.
Auch ein Transport war aus dem oberen Stockwerk keine Lösung. Also wenn das nicht umständlich ist, dann weiß ich nicht ...? Zumindest war das für mich ein abschreckendes Beispiel in Sachen integrierter Aktivbox.

Und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, wie in großen LS schwere Leistungselektronik sitzt, dann frage ich mich, wer das überhaupt noch transportieren kann. Vielleicht mit einem Gabelstapler?



Hüb' schrieb:

Amin65 schrieb:
Raumbedingte Einstellungen oder Korrekturen vorzunehmen, ist mit einer ausgelagerten aktiven Frequenzweiche praktisch, mit eingebauten Verstärkern in den LS unpraktikabel.

Versteh' ich nicht. Wie man's machen kann, zeigen die O500 von K+H oder auch die beiden neuen Genelec 8250A und 8240A.
Die meisten User dürfen sowieso nicht über das Messequipment verfügen - bzw. dieses zur Anwendung bringen wollen - welches ein weitestgehend freies Einstellen der LS erlauben würde.


Zu Deinen Beispielen kann ich nichts sagen, denn die kenne ich noch nicht. Aber ich persönlich würde lieber zentral Schalten wollen.


Hüb' schrieb:
Die idR gegebenen Möglichkeiten zur geringfügigen Raumanpassung sind doch mehr, als sie die allermeisten Passiv-LS bieten.


Stimmt, das will ich auch nicht bestreiten.


Grüße, Amin


[Beitrag von Amin65 am 22. Dez 2006, 17:58 bearbeitet]
Hörzone
Inventar
#21 erstellt: 22. Dez 2006, 19:43

Amin65 schrieb:
Hallo Hüb,


Hüb' schrieb:
Es gibt auch sehr gute preiswerte Lösungen. Siehe Behringer, Mackie, Dynaudio...


die einzige Aktivbox die mir von Dynaudio einfallt, ist die Accent 3 vor vielen Jahren gewesen. Allerdings kenne ich nicht deren Profi-Line.
Zumindest bezog sich ja der Threadersteller auf das obere Preissegment.

och.. die haben zwei Linien mit 6 oder 7 Modellen, allerding in der Studioabteilung zu finden..

EDIT HÜB': HF-Code gefixt


[Beitrag von Hüb' am 22. Dez 2006, 19:52 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#22 erstellt: 22. Dez 2006, 20:15
Hallo!

Amin65 schrieb:
- Bei einer aktiven integrierten Lösung befindet sich die gesamte Elektronik im Bereich starker Resonanzen. Da hätte ich persönlich etwas dagegen

Du magst was dagegen haben - dem Verstärker ist es egal...

- Wie ich schon erwähnt habe, kann man auch keine Röhrenelektronik vernünftig integrieren. Von den ungünstigen Mikrofonieeffekten und er schlechten Thermik im Innern mal ganz zu schweigen.

Klar, wenn man Röhren will, fallen Aktiv-LS fast zwangsläufig flach. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob jmd. der zu Aktiv-LS greift, auch nach Röhren verlangt. Mir scheint das eher unwahrscheinlich.

- Und meistens sind LS-Hersteller keine Spezialisten im Verstärkerbau und umgekehrt.

Müssen sie auch nicht sein. Um einen vernünftigen Verstärker zu konstruieren, bedarf es keiner schwarzen Magie oder gar Voodoo-Künste.

Mir ist bis zum heutigen Tag keine Aktivbox bekannt, die einer separaten Lösung klanglich überlegen wäre. Die meisten Aktivboxen die ich kennengelernt habe, haben abscheulich bis durchnittlich geklungen.

Deine Dir zugestandene subjektive Meinung, die natürlich sofort die Frage nach den gehörten LS aufwirft. Unabhängig davon aber keine Frage des Prinzips (aktiv vs. passiv), sondern der Realisierung des selbigen.


Hüb' schrieb:

Amin65 schrieb:
Auch schon im Reparaturfall ist eine eingebaute Lösung wenig praktikabel.

Ich sehe kein Problem darin, ggf. den kompletten LS zu versenden. In Zeiten der zunehmeden Anzahl von Logistikanbietern (Hermes, GLS, ...) wirklch kein (teures) Problem.

Ein Freund von mir hat jahrelang mit 100kg schweren Aktiv-LS gehört. Die hatten insgesamt 3 Defekte in der Elekrtonik. Dreimal musste extra der Vertriebler/Händler kommen, um die Elektronik auszubauen.
Auch ein Transport war aus dem oberen Stockwerk keine Lösung. Also wenn das nicht umständlich ist, dann weiß ich nicht ...? Zumindest war das für mich ein abschreckendes Beispiel in Sachen integrierter Aktivbox.

Ok, ich persönlich hatte jetzt eher einen Nahfelder bis Midfielder im Auge.
Die Stories über die Betriebssicherheit von B&M sind Legion und können sicher nicht verallgemeinert werden ("...alle Aktiv-LS gehen schnell kaputt.").

Und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, wie in großen LS schwere Leistungselektronik sitzt, dann frage ich mich, wer das überhaupt noch transportieren kann. Vielleicht mit einem Gabelstapler?

Hängt natürlich von der Größe ab. Ich persönlich brauche keine "Telefonzellen" für ein vollständiges Klangbild.


Hüb' schrieb:

Amin65 schrieb:
Raumbedingte Einstellungen oder Korrekturen vorzunehmen, ist mit einer ausgelagerten aktiven Frequenzweiche praktisch, mit eingebauten Verstärkern in den LS unpraktikabel.

Versteh' ich nicht. Wie man's machen kann, zeigen die O500 von K+H oder auch die beiden neuen Genelec 8250A und 8240A.
Die meisten User dürfen sowieso nicht über das Messequipment verfügen - bzw. dieses zur Anwendung bringen wollen - welches ein weitestgehend freies Einstellen der LS erlauben würde.

Zu Deinen Beispielen kann ich nichts sagen, denn die kenne ich noch nicht. Aber ich persönlich würde lieber zentral Schalten wollen.

Kannst Du. Bei beiden LS direkt am Rechner.


Hüb' schrieb:
Die idR gegebenen Möglichkeiten zur geringfügigen Raumanpassung sind doch mehr, als sie die allermeisten Passiv-LS bieten.

Stimmt, das will ich auch nicht bestreiten.

Na dann sind wir uns wenigstens an einem Punkt mal einig...

Grüße

Frank


[Beitrag von Hüb' am 22. Dez 2006, 20:16 bearbeitet]
Amin65
Inventar
#23 erstellt: 23. Dez 2006, 14:34

Hüb' schrieb:

Klar, wenn man Röhren will, fallen Aktiv-LS fast zwangsläufig flach. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob jmd. der zu Aktiv-LS greift, auch nach Röhren verlangt. Mir scheint das eher unwahrscheinlich.


So unwahrscheinlich ist das gar nicht, wenn man ins obere Preissegment schaut. Einem Bekannten von mir, der auch Händler ist, ist die Qualität fast aller käuflichen LS am heutigen Markt zu schlecht, gemessen am Preis. Er entwickelt seitdem eigene Modelle. Die vollaktiven mit ausgelagerter Elektronik hat er auch sehr gut mit Röhren für den Mittel- Hochtonbereich und die Bässe mit Transistor betrieben.



Hüb' schrieb:

Amin65 schrieb:
- Und meistens sind LS-Hersteller keine Spezialisten im Verstärkerbau und umgekehrt.

Müssen sie auch nicht sein. Um einen vernünftigen Verstärker zu konstruieren, bedarf es keiner schwarzen Magie oder gar Voodoo-Künste.


Ich meinte aber nicht den durchschnittlichen LS mit dem durchschnittlichem Verstärker. Du solltest mich inzwischen kennen, dass ich Musikwiedergabe an der technisch machbaren Grenze liebe. ;-)



Hüb' schrieb:
Deine Dir zugestandene subjektive Meinung, die natürlich sofort die Frage nach den gehörten LS aufwirft. Unabhängig davon aber keine Frage des Prinzips (aktiv vs. passiv), sondern der Realisierung des selbigen.


Na also, da sind wir uns ja schon wieder einig. ;-) Und aus diesem Grund sehe ich bis heute keine Veranlassung, die vollaktiven LS vorzuziehen. Aber selbstverständlich ist eine passive Weiche eher eine Klangbremse als eine aktive. Aber zum Glück muss ich soetwas nicht entwickeln. Mir bleibt der Part der Beurteilung, das ist wesentlich einfacher.




Hüb' schrieb:
Ok, ich persönlich hatte jetzt eher einen Nahfelder bis Midfielder im Auge.


Der Eingangsthread sprach aber von der 10T-EUR-Klasse und höher, wenn ich mich nicht irre.


Hüb' schrieb:
Die Stories über die Betriebssicherheit von B&M sind Legion und können sicher nicht verallgemeinert werden ("...alle Aktiv-LS gehen schnell kaputt.").


Aber wehe sie gehen erst einmal kaputt ... ;-) Es war übrigens keine B&M, es war ein Exot.



Hüb' schrieb:
Hängt natürlich von der Größe ab. Ich persönlich brauche keine "Telefonzellen" für ein vollständiges Klangbild.


Das heißt aber nicht, dass Aktivboxen grundsätzlich klein und handlich sind. Ich persönlich bevorzuge inzwischen nur noch große Gehäuse mit großer Membranfläche.


Grüße, Amin
Amin65
Inventar
#24 erstellt: 23. Dez 2006, 14:38

Hörzone schrieb:

och.. die haben zwei Linien mit 6 oder 7 Modellen, allerding in der Studioabteilung zu finden.


Die habe ich noch nicht angehört. Denkst Du, die sollen besser als ihre passiven Kollegen mit separatem Verstärker sein?

Grüße, Amin
Hörzone
Inventar
#25 erstellt: 23. Dez 2006, 14:45

Amin65 schrieb:

Hörzone schrieb:

och.. die haben zwei Linien mit 6 oder 7 Modellen, allerding in der Studioabteilung zu finden.


Die habe ich noch nicht angehört. Denkst Du, die sollen besser als ihre passiven Kollegen mit separatem Verstärker sein?

Grüße, Amin



oooch.. die Air sind nicht uninteressant, ist ja auch ein FIR ähnliches Konzept.
Poison_Nuke
Inventar
#26 erstellt: 23. Dez 2006, 15:05

Amin65 schrieb:
Aber wehe sie gehen erst einmal kaputt ... ;-) Es war übrigens keine B&M, es war ein Exot.


dann war es wohl eine Apogee?
Sonst wäre mir kein so gewichtiger aktiv LS bekannt
Hüb'
Inventar
#27 erstellt: 23. Dez 2006, 15:34

Amin65 schrieb:

Hüb' schrieb:
Klar, wenn man Röhren will, fallen Aktiv-LS fast zwangsläufig flach. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob jmd. der zu Aktiv-LS greift, auch nach Röhren verlangt. Mir scheint das eher unwahrscheinlich.

So unwahrscheinlich ist das gar nicht, wenn man ins obere Preissegment schaut. Einem Bekannten von mir, der auch Händler ist, ist die Qualität fast aller käuflichen LS am heutigen Markt zu schlecht, gemessen am Preis. Er entwickelt seitdem eigene Modelle. Die vollaktiven mit ausgelagerter Elektronik hat er auch sehr gut mit Röhren für den Mittel- Hochtonbereich und die Bässe mit Transistor betrieben.

Ist natürlich eine Möglichkeit. Ich würde für ein (leichtes) Röhrensounding eher zu einer Röhrenvorstufe greifen.


Hüb' schrieb:

Amin65 schrieb:
- Und meistens sind LS-Hersteller keine Spezialisten im Verstärkerbau und umgekehrt.

Müssen sie auch nicht sein. Um einen vernünftigen Verstärker zu konstruieren, bedarf es keiner schwarzen Magie oder gar Voodoo-Künste.

Ich meinte aber nicht den durchschnittlichen LS mit dem durchschnittlichem Verstärker. Du solltest mich inzwischen kennen, dass ich Musikwiedergabe an der technisch machbaren Grenze liebe. ;-)

Meiner Meinung nach lässt sich das "technisch Machbare" im Verstärkerberecih mit durchaus überschaubarem finanziellen Aufwand erzielen - zumindest, wenn es um Solid State-Amps geht.


Hüb' schrieb:
Deine Dir zugestandene subjektive Meinung, die natürlich sofort die Frage nach den gehörten LS aufwirft. Unabhängig davon aber keine Frage des Prinzips (aktiv vs. passiv), sondern der Realisierung des selbigen.

Na also, da sind wir uns ja schon wieder einig. ;-) Und aus diesem Grund sehe ich bis heute keine Veranlassung, die vollaktiven LS vorzuziehen. Aber selbstverständlich ist eine passive Weiche eher eine Klangbremse als eine aktive. Aber zum Glück muss ich soetwas nicht entwickeln. Mir bleibt der Part der Beurteilung, das ist wesentlich einfacher.




Hüb' schrieb:
Ok, ich persönlich hatte jetzt eher einen Nahfelder bis Midfielder im Auge.

Der Eingangsthread sprach aber von der 10T-EUR-Klasse und höher, wenn ich mich nicht irre.

Hatte ich übersehen, sorry.
Da wird's in der Tat unhandlicher.


Hüb' schrieb:
Die Stories über die Betriebssicherheit von B&M sind Legion und können sicher nicht verallgemeinert werden ("...alle Aktiv-LS gehen schnell kaputt.").

Aber wehe sie gehen erst einmal kaputt ... ;-) Es war übrigens keine B&M, es war ein Exot.

Hätte auf B+M getippt...


Hüb' schrieb:
Hängt natürlich von der Größe ab. Ich persönlich brauche keine "Telefonzellen" für ein vollständiges Klangbild.

Das heißt aber nicht, dass Aktivboxen grundsätzlich klein und handlich sind. Ich persönlich bevorzuge inzwischen nur noch große Gehäuse mit großer Membranfläche.

Je nach Anwendungsfall (Abhörlautstärke, Raumgröße, Musikrichtung) vollkommen nachvollziehbar.

Grüße

Frank
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