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Lautsprecher mit definiertem Profil im Preissegment 4k-6k

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Autor
Beitrag
helfo
Stammgast
#1 erstellt: 24. Jan 2007, 08:08
Hallo zusammen,

gerade im Preissegment 4k-6k Euro ist das Angebot schier unübersichtlich und es ist unmöglich sämtliche Lautsprecher zu hören.

Deshalb brauche ich Unterstützung zum Treffen der "engeren" Auswahl. Ich suche bereits seit längerer Zeit, konnte mich bis dato aber nicht entscheiden.

Ich höre derzeit mit der Tannoy D500 an einem Denon PMA 2000AE Verstärker.

Gehört habe ich ferner die Lua Con Espressione, die Focal 1027 BE, die Tannoy Turnberry HE, die Harbeth 40 Monitor. Demnächst höre ich noch die Harbeth Super HL5.

Der Lautsprecher sollte folgendes Profil haben. Hierzu stelle ich jeweils ein Wortpaar auf und treffe die Entscheidung in welche Richtung das Ganze tendieren soll (auf einer Skala von 1-5). Dabei handelt es sich nicht immer um Gegensätze, sondern soll nur verdeutlichen worauf es mir ankommt, und worauf ich im Zweifel eher verzichte:

1) Ortbarkeit - Breite und Tiefe der Abbildung (leicht diffus): x----
2) Anspringend - Zurückhaltend: --x--
3) Hoch auflösend - Luftig: --x--
4) Sanfte Höhen - Detailreichtum: -x---
5) Tiefbass - Aufstellungsunkritisch: ----x
6) Schlanke Statur - weniger schlank (dafür aber keine seitlichen Bässe): ----x
7) Linearität - Spaß-Faktor: ---x-
8) hell - warm: --x--

Zur "Eichung" meine Einschätzung der bisher gehörten LS:
Tannoy D500
1) -x---
2) x----
3) ---x-
4) --x--
5) ----x
6) ----x
7) ----x
8) -x---

Lua Con Espressione
1) --x--
2) -x---
3) ---x-
4) ---x-
5) -x---
6) x----
7) ---x-
8) -x---

Tannoy Turnberry HE
1) --x--
2) ---x-
3) ---x-
4) -x---
5) ----x
6) ----x
7) --x--
8) -x---

Focal 1027 BE
1)---x-
2)---x-
3)-x---
4)-x---
5)-x---
6)x----
7)x----
8)---x-

Und bitte nehmt das nicht allzu Ernst, sondern eher als Spielerei. Wer hat noch Tipps für mich. Die Box sollte keine seitlichen Bässe haben, ein Bassreflexrohr sollte möglichst nach vorne abstrahlen und die Box sollte in Holzfurnieren lieferbar sein. Ich hasse Schärfe (S-Laute) und liebe punktgenaue Ortbarkeit und abgrenzbare Schallereignisse.

Viele Grüße

helfo
skully
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Jan 2007, 10:00
Hi helfo,

da ich ein paar Kombinationen für widersprüchlich halte, konzentriere ich mich bei meinen Empfehlungen auf 3 Eigenschaften:
neutrale Wiedergabe, konservative Konstruktion, preislich im Rahmen
Boxen, die ich auch alle gehört habe: Audiodata Jolie, Dynaudio Contour 3.4, Isophon Cortina, KEF Reference 203, Phonar Credo C100, Thiel CS 2.4

Aber eins haben alle Vorschläge gemeinsam: sie passen nicht zu Deinem Verstärker!
Den 2000AE habe ich noch nicht angeschlossen gehört, aber ähnliche Lautsprecher der 1500-3000 Euro-Klasse am 1500AE - es war niederschmetternd!
Mit Canton kam Denon prima zurande, aber B&W, Dynaudio und KEF klangen deutlich schlechter als an Creek, Marantz oder Musical Fidelity.
Ich würde obige Lautsprecher an Creek Destiny, Marantz PM-11S1 oder T+A PA-1530 z.B. hängen, aber nie an einen Denon!

Gruß, Detlef
helfo
Stammgast
#3 erstellt: 24. Jan 2007, 10:59
Hallo Detlef,

kannst Du noch etwas mehr zu den Gründen sagen, warum der Denon ungeeignet ist? Ich hatte vorher einen Cayin Röhrenverstärker einer höheren Euroklasse als der Denon, und mich dann bewußt für den Denon entschieden, da er perfekt mit der Tannoy spielt.

Ferner würden mich zu den von Dir gehörten LS Deine Erfahrungen interessieren, insbesondere zur Jolie.

Viele Grüße

helfo


[Beitrag von helfo am 24. Jan 2007, 11:08 bearbeitet]
skully
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 24. Jan 2007, 11:55
Die Erfahrungen mit Denon gründen sich bisher auf die mittlere Klasse, also bei Verstärkern 700AE und 1500AE und bei AVRs 2807 und 3805.
Die Tonalität der Lautsprecher hat sich jeweils nach unten, also dunkler, dumpfer verschoben. Details waren noch da, aber nicht so fein raus modelliert.
Für mich ging die Emotion und Brillanz, die diese Lautsprecher an anderer Elektronik vermitteln konnten, an den Denon-Geräten verloren.
Das mag bei den Spitzenmodellen von Denon anders sein, glaube ich aber nicht dran, da Denon über alle Modelle eine Klangausrichtung legt.
Denon ist ein Massenprodukt-Hersteller und hat sich auf werbewirksame Ausstattung und vordergründigen Klang konzentriert, der sich gut verkaufen lässt.
Es gibt andere Hersteller, die andere Wege gehen und zum selben Preis deutlich weniger "Schnickschnack" anbieten, die mir klanglich aber mehr zusagen.
Man kann halt nicht beides gleichermaßen haben: Ausstattung und Klang.

Von Deinen genannten Lautsprechern habe ich auch die Focal 1027 und die Tannoy Turnberry gehört.
Meine Höreindrücke stimmen auch mit Deiner x-Skala überein, bis auf 2 Ausnahmen: Die Focal ist deutlich detailreicher als die Tannoy, als bei 4) das x 1-2 nach rechts
und Punkt 7) sehe ich genau andersrum: Die Tannoy ist so neutral, dass es mir zu langweilig war (Spaßfaktor null), während die Focal da genau richtig lag (also x in die Mitte).
Eine ähnliche Auslegung wie Tannoy hat ProAc.

Audiodata klingt ganz anders. Das Koax-Prinzip ist wie bei Thiel schon sehr interessant.
Ich habe auch Lautsprecher bis 10k gehört, also auch Audio Physic Avanti3, B&W 803D, Sonus Faber Cremona und mein Traumlautsprecher ist Audiodata Ambiance.
Leider kam sie in meinen Räumen nicht ohne Nebenwirkungen klar, so dass ein Wechsel nicht mehr wirtschaftlich war.
Und die Jolie ist eine abgespeckte Version davon, zwar anderer Aufbau und noch breitbandiger, aber ähnlich im Klangbild.

Da wir Focal und Tannoy ähnlich beschreiben, aber anders werten, spare ich mir die Klangeindrücke zu den anderen Lautsprechern.
Mein Gefühl sagt mir: Wenn Du Deinem bisherigen Klang treu bleiben möchtest, kommen eher Dynaudio, Isophon, KEF und ProAc in Betracht, agiler sind Audiodata, Phonar und Thiel.

Im Westen Deutschlands kann ich Dir Händler empfehlen, wo diese Lautsprecher hör- und vergleichbar sind - schick mir ne PM.
Ansonsten, lass Dir Zeit und mach viele Hörproben. Die Preise sind jetzt eh um 5% angehoben, da tut sich im nächsten halben Jahr nix mehr...

Gruß, Detlef
Haltepunkt
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2007, 13:18
Zu den Gegensatzpaaren

1) Ortbarkeit - Breite und Tiefe der Abbildung (leicht diffus): x----


Die Ortungsschärfe hängt entscheidend vom Zusammenspiel LS/Raum ab. Oder anders gesagt: diskrete Reflexionen, die vom Gehör dem Direktschall zugeordnet werden, verhageln die Ortungsschärfe. Also LS möglichst weit von schallharten Begrenzungsflächen stellen bzw. für ausreichende Absorption sorgen. LS wählen, die möglichst wenig mit dem umgebenden Raum interagieren.


2) Anspringend - Zurückhaltend: --x--


Dies hängt mit dem Verhältnis Direktschall/Indirektschall am Hörort zusammen. Mit 'zurückhaltend' wird gerne das Hören im Diffusschallfeld tituliert. Im einfachsten Fall mit Hörabstand und Einwinkeln der Boxen zu variieren.


3) Hoch auflösend - Luftig: --x--


Auflösung bzw. Transparenz stellt sich bei neutralen Hörbedingungen von selbst ein. Oder sind Dreckeffekte wie Interferenzen oder Mehrräumigkeit gemeint


4) Sanfte Höhen - Detailreichtum: -x---


Könnte man auch als soften bis Höhenanhebung interpretieren.
Sanft durch frühen Höhenabfall oder aufgrund eingeschränkter Dispersion bei großen Membranflächen des HT-Chassis.
Detailreich durch Höhenanhebung oder ausgeprägtem Rundstrahlverhalten im Übernahmebereich des HT.


5) Tiefbass - Aufstellungsunkritisch: ----x


Tiefbass - kein Tiefbass wäre passender. Wer Bass möchte, der kommt um die Frage nach der Aufstellung nicht herum. Tendenziell sind Boxen mit flachem Rolloff, wie sie geschlossene Boxen oder Dipole bieten, besser im Raum zu integrieren, als offene Systeme, wie Bassreflex oder TML. Hilfreich ist auch die Möglichkeit einer Ortsentzerrung für verschiedene Aufstellungsvarianten, mit deren Hilfe die untere Grenzfrequenz variiert werden kann. Wer eine sauberen Bassbereich möchte, wird um einen EQ kaum herumkommen um eine saubere Übertragungsfunktion im Raum zu realisieren.


7) Linearität - Spaß-Faktor: ---x-


Wo ist da der Gegensatz


8) hell - warm: --x--


Der Gegensatz von hell ist dunkel, wenn die zu dunkle Tonalität auch euphemistisch als warm bezeichnet wird. Ich nenne das den 'typischen Hifi-Schleier', weil dieser dunkle Grundtonmulm, wie er von den allermeisten Hifi-Boxen produziert wird die Transparenz und Durchhörbarkeit des Klangbilds ruiniert.
Die Tannoy D500 gehört auch zu diesen Vertretern, wie ich erleben durfte. Deshalb wage ich keine Tipps zu geben, wenn Dir dieser Sound gefällt. Der 'Spaßfaktor' ist irrational und stellt sich mit jedem LS bei irgendjemandem ein.
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