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Passende Lautsprecher für Röhrenverstärker

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Kumpelbaer
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Jun 2007, 20:42
Ich möchte mir für einen Twinsound CST-80 MK2 oder einen Twinsound CST-100 MK 2 "passende" Lautsprecher zulegen. Bisher höre ich zwei Canton Ergo 700DC an einem der beiden Verstärker. Mein oberes Preislimit sollte bei 2000€ das Paar liegen. Ich habe gehört das für die Röhrenverstärker am besten Boxen mit einem hohen Wirkungsgrad sind?! Ich höre viel alten Rock&Reggae. Klassik und Jazz kommen bei mir aber auch nicht zu kurz. Ich lege viel Wert auf Höhen, der Bass sollte aber auch nicht vernachlässigt werden. An einem "normalen" Vollverstärker, waren bisher die Audiophysic Spark mein absoluter Traum. Allerdings sollen diese sich nach Händlerauskunft, an Röhrenverstärkern nicht so gut anhören. Also ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen. Vielen Dank im Vorraus für Eure Antworten
Justfun
Inventar
#2 erstellt: 08. Jun 2007, 21:12
Moin,

An einem "normalen" Vollverstärker, waren bisher die Audiophysic Spark mein absoluter Traum. Allerdings sollen diese sich nach Händlerauskunft, an Röhrenverstärkern nicht so gut anhören.

Dummes Zeug, weshalb sollte sich Rock über Röhren schlecht anhören.
Etliche Rockbands hatten Röhrenamps, das geht wunderbar.
Die Leistung des Amps muss zum Wirkungsgrad der Boxen passen, dann geht alles, ob Rock oder Klassik.
Gruß
Manfred
Jeremy
Inventar
#3 erstellt: 08. Jun 2007, 21:42
Es ging ihm nicht um eine bestimmte Musikrichtung (Rock), sondern um eine LS-Empfehlung für Röhrenverstärker!
Also - Dynaudio's hier schon oft erwähnte Focus 220 harmonieren sehr gut mit Röhren-Amps und die Leistung der beiden gen. Twinsound Tube-Amps dürfte auf jeden Fall ausreichend sein.
Sicher gibts noch jede Menge anderer Speaker die harmonieren.
In einem anderen Thread hatte mal ein Magnepan-Besitzer mehrfach betont, daß der CST-80 (und damit dann der leistungsstärkere CST-100 erst recht) sehr gut mit seinen MG-1.6 QR-SE harmoniere.
Hornspeaker kämen außerdem auch noch in Betracht, aber da kennen sich andere besser aus - vielleicht die aktuellen/überarbeiteten Klipsch Heresy?

Gruß

Bernhard
Kumpelbaer
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Jun 2007, 23:31
Thx @ Jeremy
raindancer
Inventar
#5 erstellt: 09. Jun 2007, 08:38
Man müßte schon wissen, wie der Hörraum beschaffen ist und ob du Standlautsprecher oder eher was Kompaktes willst. Und wird ein Neukauf oder auch was Gebrauchtes?

Bei Cabasse wird ansich alles bedient. Hör sie dir aber unbedingt an Röhren an, an Transen können diese Speaker ihr Potential nicht zeigen bzw nerven leicht mit spitzer Hochtonwiedergabe.

ahoi raindancer
zeinerling
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 09. Jun 2007, 09:08
Hallo,

die richtigen Lautsprecher zu finden ist in der Tat eine Wissenschaft. Die Lautsprechersysteme sollten wenigstens das doppelte an Leistung haben als der Amp. Röhrenamps haben die Eigenschaft fast jeden Kalotten Hoch- und Mitteltöner zu zerlegen, auch bei kleiner Lautstärke.
Deshalb habe ich mir Boxen mit Tonsil-Systeme von Conrad damals selbst gebaut.
Das Problem was da ist: Die meisten Lautsprecher sind HiFi Systeme die einen max. Wirkungsgrad von 80 dB haben. Das ist leider zu wenig um bei kleiner Lautstärke einen anständigen Klang zu bekommen. Mann muss die Boxen wenigstens mit einem viertel der Leistung fahren.
Die nächste Steigerung sind PA-Systeme. Die haben zwar einen anständigen Wirkungsgrad von ca. 110 dB. Leider ist die Leistung und der Preis viel zu hoch. Und außerdem klingen die bei kleiner Lautstärke nicht. Zum Glück habe ich gute Beziehungen zu einer Liveband mit eigener PA-Anlage. Deshalb konnte ich das vorher ausprobieren.
Zwischen HiFi und PA-Systeme ist der Markt so gut wie nicht vorhanden. Außer bei Tonsil. Die Systeme haben eine Leistung von ca. 120 Watt Sinus bei einem Wirkungsgrad von annähernd 100 dB. Ich denke, dass das für einen Röhrenamp ideal ist. Denn die Systeme sind bei mir im Einsatz.
Noch ein paar Tipps:
Bitte die Basslautsprecher als offenes System mit Basskanal vorsehen. Denn dann kommt der "BUMS" auch bei kleiner Lautstärke aus dem Loch des Basskanals. Die Hoch- und Mitteltöner bitte als Hörner vorsehen. Alles andere wird von dem Amp zerlegt.

Anbei ein nicht so gut gemachtes Foto meiner Boxen. Die Mitteltonkalotte habe ich mittlerweile gegen ein Horn ausgetauscht. Leider hat mein Amp damals die Mitteltonkalotte zerstört. Die L-Regler dienen dazu bei großer Lautstärke den Pegel ein wenig zu reduzieren, weil sonst das "Gekreische" der Hoch- und Mitteltöner unerträglich laut ist. Die Bretter sollten wenigstens aus 19mm Preßspan sein. Weiterhin ist es wichtig, die Bretter zu verleimen "und" zu verschrauben. Sonst kann es nämlich sein, dass die Boxen sich bei großer Lautstärke von alleine zerlegen, bzw. die Bretter von sich schmeisst .




MfG. Zeinerling


[Beitrag von zeinerling am 09. Jun 2007, 09:20 bearbeitet]
Justfun
Inventar
#7 erstellt: 09. Jun 2007, 10:21
Hallo Zeinerling,

Röhrenamps haben die Eigenschaft fast jeden Kalotten Hoch- und Mitteltöner zu zerlegen, auch bei kleiner Lautstärke.

Wenn der Amp schwingt könnte ich mir das vorstellen, wenn der Amp ok ist sehe ich dafür keinen Grund.
Hier ein Link um die Lautstärke abhängig vom Wirkungsgrad und der Verstärkerleistung beurteilen zu können.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-42-61.html

Der Rest ist Geschmackssache und bedarf des Probehörens.
Gruß
Manfred
hargi
Stammgast
#8 erstellt: 09. Jun 2007, 13:25
Hi,
ich finde in diesem Thread einige Äußerungen recht nah an der Voodoo-Ecke, sorry.

Pauschalisierungen wie "geht an Röhre nicht" oder "klingt nicht gut an Röhren", bringen (1.) dem Fragesteller nicht viel und stimmen (2.) so einfach nicht.

Der Beste Rat wird immer bleiben: Probier's einfach aus! Wenn ich mich recht erinnere, sind die Twinsounds EL34 Push-Pull-Verstärker mit einer Leistung von weit jenseits der kritischen 5-10 Watt. Bei solch niedrigen Verstärkerleistungen bleibt das Lautsprecherfinden jenseits von Breitband und Horn echt eine Kunst, stimmt. Aber nicht bei den Twindsounds, denke ich.

Du musst einfach Geduld mitbringen sowie in Geschäfte gehen, die Dir die Möglichkeit geben, die Boxen mal an Deiner Anlage bei Dir zuhause zu hören, nach den ersten Eindrücken im Geschäft. Alles andere wäre Glücksspiel, und wenn's schiefläuft bereust Du's hinterher.

Zum Technischen:


zeinerling schrieb:
Hallo,

die richtigen Lautsprecher zu finden ist in der Tat eine Wissenschaft. Die Lautsprechersysteme sollten wenigstens das doppelte an Leistung haben als der Amp. Röhrenamps haben die Eigenschaft fast jeden Kalotten Hoch- und Mitteltöner zu zerlegen, auch bei kleiner Lautstärke.
Deshalb habe ich mir Boxen mit Tonsil-Systeme von Conrad damals selbst gebaut.
Das Problem was da ist: Die meisten Lautsprecher sind HiFi Systeme die einen max. Wirkungsgrad von 80 dB haben.


Zum Boxenkill-Phänomen vgl. Justfun's Beitrag hier.

Zum Wirkungsgrad: Es gibt eine ganze Zahl an Boxen, die zw. 88 und 91dB Wirkungsgrad haben. Wer hier nichts findet hat nicht gesucht. Und mit denen wird ein Twinsound nicht die geringsten Leistungsprobleme haben, sofern man keine Röhren-Partybeschallungsanlage will oder in einer Turnhalle wohnt: Ich sach mal Phonar Veritas (fand ich sehr hörenswert an einem Cayin), diverse Elacs, diverse Audio Physic, Cabasse, Vienna Acoustics, die genannten Dynaudios und und und...

Aber alles hängt von zahlreichen Faktoren ab. Der wichtigste ist Dein Ohr/Dein Geschmack. Pauschalratschläge kann man nicht geben. Ich habe eine Cabasse Bahia ausprobiert, deren Höhen AUCH an einem Röhrenverstärker sehr genervt haben. Wenn ein Verkäufer zu Dir sagt, "Cabasse und Röhre passt immer" - nicht glauben, sondern hören!! Es gibt verschieden abgestimmte Verstärker (ob Transe oder Röhre), und verschieden abgestimmte Boxen.

In Bezug auf Techik-Talk und Hifi-Verkäufer hab ich meine Gutgläubigkeit spätestens verloren, seit mir einer aus einer Edel-Röhren-Verkaufseinrichtung versichert hat: "4-Ohm-Boxen? Ooh, haben wir schon lange keine mehr im Programm, alles 8 Ohm hier..." - um mir den Prospekt einer soeben bei ihm angehörten astreinen 4-Ohm-Box in die Hand zu drücken.

Und noch ein letzes in Bezug auf Wirkungsgrad: Ich hab schon den allseits bekannten Dynavox an einer 82,5-dB-Box gehört, und es war bei Zimmerlautstärke angenehm, fein und detailliert. Lauter ging problemlos. Bei Gegentakt-Verstärkern muss es nicht immer gleich ein Horn sein...

Schöne Grüße
Harald
Kumpelbaer
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 09. Jun 2007, 13:41
Danke schon enmal für die zahlreichen Antworten. Raum wird nie grösser als 25qm sein. Trotzdem möchte ich nur Standlautsprecher (eigene Hörerfahrung!!!). Die beiden genannten Verstärker haben eine Ausgangsleistung von 40 bzw. 55 Watt. So hoffe auf ein erstes alle Fragen beantwortet zu haben.
qvi
Stammgast
#10 erstellt: 10. Jun 2007, 14:56
hi kumpelbaer,
wir haben hier diverse Quadrals an einer kleinen Röhre (Dynavox VR-70, nicht hauen!) laufen, die ist von Leistung und prinzipiellem Aufbau Deinen Wunsch-Verstärkern ähnlich (EL34-Gegentaktpaar, ca. 35-40W).

Sowohl die große Vulkan 6 (200/400W, ausgelaufen, oberhalb Deines Limits) alsauch kleinere 'Bändchen'(Magnetostaten)-Boxen (von der Shogun Gold (100/150W) bis zur Wotan Gold (170/220W)) 'gehen' damit in einem ca. 25m² Raum richtig gut.

Wir haben auch die Quadral Aurum 770 daran probegehört, die dürfte vom Preis etwa passen und spielt, wenn sie Dir klanglich gefällt (Bandpass, Ringradiator-Hochtöner, ist wie alles Geschmacksache und Gewöhnung) schon in der richtigen Klasse Deiner Wünsche, ggfs. auch die (etwas teurere) Aurum 970 (im Bass kräftiger als die 770). Eine Montan7 (erst recht Vulkan7) dürfte Dein Limit um mehr als Faktor 2 sprengen, hör' sie Dir besser nicht an !!!

Mir gefallen die Hochtonwiedergabe von Magnetostaten und auch Ringradiatoren speziell an Röhre besser als Kalotten, könnte also was für Dich sein!

Das Röhren solche Hochtöner rösten, ist m.E. Unfug! Selbst jenseits der 'Schmerzgrenze' gabs bei uns bisher keine Probleme.
Wenn doch, ist der Amp defekt bzw. fehlerhaft konstruiert.
Und Hoch- und Mittelton-Hörner sind nicht nur m.M. nach in HiFi-Boxen i.d.R. vollkommen ungeeignet!
(Klipsch sind Basshörner, für die gilt diese Aussage nicht. Habe ich aber noch nie gehört, kann ich also nix zu sagen)

Wirkungsgrad: die Vulkan 6 hat ca. 90db/W/m, 86-91db/W/m sind heute bei HiFi-Boxen der oberen Mittelklasse und Oberklasse Standard. Das reicht unseren Erfahrungen nach mit einem EL34-Gegentakter locker.
Nur bei extrem dynamikreichen Aufnahmen (Klassik, SACD, zB. Carmina Burana) reichts in den Spitzen nicht mehr ganz und leichte Kompression/Verzerrungen sind leicht oberhalb Zimmerlautstärke wahrnehmbar, wobei ein etwas standfester aufgebauter Amp (Netzteil!) als der Chinakracher hier mglw. noch etwas weiter sauber bleibt.

Der Versuch, Händels Feuerwerksmusik Sylvester durchs offene Fenster mit Röhre/Vulkan6 zur Straßenbeschallung einzusetzen, mussten wir allerdings abbrechen: Selbst bei Vollaussteuerung brachte die Röhre nicht genug Dampf, Boxen und Amp haben aber auch keinen Schaden genommen.

Bei Rock (incl. Heavy, (Dark+Black-)Metal), Blues, Gothic, Klassik (Orgel klingt bombastisch mit der Vulkan...) aber auch Songwriter und etwas Jazz sind wir jedenfalls mit der Kombi sehr zufrieden!

Aber wie immer: Höre Dir an, was Du in die engere Wahl ziehst. Viele Händler, sogar Geiz- und Blöd-Märkte haben vergleichbare Röhren und Boxen in der Vorführung, und auch wenn die Bedingungen in solchen Läden suboptimal sind, bekommt man durchaus einen Eindruck, was einem gefallen könnte und zusammenpasst und was nicht.

so long, thomas
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