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Grundsatzfrage: Gute Lautsprecher - Aufnahmequalität

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saci
Stammgast
#1 erstellt: 03. Jan 2008, 22:51
Ich höre immer wieder, dass bei teuren Lautsprechern die Musikhörgewohnheiten geändert werden, da schlechte Aufnahmen "plötzlich" auch wirklich mies klingen.

Das hört man an "schlechten" Lautsprechern nicht, da diese die Schlechtigkeit gar nicht wiedergeben können. Bei schlechten Aufnahmen klingen nach meinen (relativ wenigen) Erfahrungen billigere Lautsprecher meist besser.

Dafür haben diese dann Haken, wie allgemein schlechte Qualität, fehlende Details, schlechte Bässe, oft auch schlechte Pegelfestigkeit usw. (Ihr wisst was ich meine)


Müsste es nicht das Ziel sein Lautsprecher zu bauen die von ganz leise bis ganz laut und bei guten sowie schlechten Aufnahmen richtig gut klingen?

Gibt es Lautsprecher, die diesem Ideal nahe kommen?
(Auch wenn Klang etwas teilweise Subjektives ist, denke ich, dass klar ist was ich meine)

Genau das hätte ich nämlich gerne


Bei meinen NuBox 380 habe ich irgendwie schon beide Probleme im Moment. Bei guten Aufnahmen merke ich, dass was fehlt und schlechte Aufnahmen hören sich "schon" mies an.
teiring
Stammgast
#2 erstellt: 03. Jan 2008, 23:04
Wie soll ein Lautsprecher, der genau das ausgeben soll, was im eingespeist wird, gut klingen, wenn man ihn mit schlechter Qualität speist? Deine Frage ist ne Suggestivfrage
audiophilanthrop
Inventar
#3 erstellt: 03. Jan 2008, 23:56
Viele der allerbesten Lautsprecher sind interessanterweise gar nicht mal so furchtbar kritisch - schlechte Aufnahmen sind zwar natürlich als solche erkennbar, aber man kriegt nicht gleich Ohrenkrebs. Das gibt es eher bei direkt oder indirekt "gesoundeten" Boxen, eine nicht sonderlich frequenzneutrale Bündelung tut's da bei genügendem Hörabstand schon. Nachdem noch die nuBox 481 an deutlich meßbarem "Tannenbaum-Syndrom" leidet (Bündelung des Hochtöners im Übernahmebereich nicht an die des TT angepaßt), wird es bei der 380er kaum besser sein; für Optimierungen in der Richtung muß man bei Nubert wohl etwas höher einsteigen (z.B. nuWave 35).
lotusblüte
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 04. Jan 2008, 07:03
Hi saci,

Das "schlecht" müßte man sich erst einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Fährt man in einem kleinen Zweitwagen wirklich schlecht? Könnte man dies wirklich so beschreiben? Oder, merkt man lediglich in allem ein "weniger" gegenüber einer Karosse, die in allen Punkten ein größeres Wohlgefühl ins Fahren bringt?

Noch schlechter würde man in einer "dicken" Karosse fahren, wo nichts aufeinander abgestimmt wäre, was es aber in aller Regel so nicht gibt.

Bei Anlagen, die ausgewogen arbeiten, wird tonal kein Streß entstehen. Auch bezüglich des LS nicht. Es gibt LS, oder besser gesagt ganze Anlagenzusammenstellungen, die für mich persönlich im Gesamtklangbild nicht gerade einer musikalischen Geschlossenheit dienen. Ich nenne mal ein Beispiel anhand einer Aufnahme.

Loreena McKennitt´s : To Drive the Cold Winter Away. Aufnahmen von ihr, die mit ganz spärlicher Harfenbegleitung in Kirchenräumen gemacht wurden. Hier gibt es keinen Baßanteil, nichts frequentziell oder von der Fülle her betrachtet, wo für´s Ohr Wärme im Klang entsteht. So entschlackt klingt das auch.

Fährst du diese Aufnahme, die nicht schlecht ist aber bei ungeeigneter Anlagenzusammenstellung auf den Wecker gehen kann, an einer ausgewogen klingenden Anlage, wirst du nichts hören, was dir zu entschlackt vor kommt, sondern verstehen, daß gerade hierin ein großer Flair zu verstehen ist und die ganze Pracht der Aufnahme.
Arbeitet die Anlage und der LS vordergründig, eventuell sogar höhenbetont, dann geht dir die Aufnahme auf den Geist. Der gesammtheitliche musikalische Eindruck bleibt auf der Strecke.

Genauso können sich Aufnahmen auswirken, die vom Ursprung her weniger gut gemacht sind. Eine Orchesteraufnahme, die mehr undurchhörbar oder mehr zu klingt ist kein Fiasko. Sie wird erst dann unanhörbar, wäre mein Anlagenklang als Beispiel noch zusätzlich ein sehr weicher und runder mit wenig an Auflösung. Dann würde diese Aufnahme ein echter matschiger Brei werden mit einer Decke im Klang.

Die Anlage samt LS sollte möglichst ausgewogen arbeiten, nicht überanalytisch und nicht zu wie ne Wolldecke. Läßt dich der Lautsprecher im musikalischen Sinne genießen, dann wird bei keiner Aufnahme ein Problem daraus. Ich sehe eher ein Problem bei mangelhafter Qualität, aber nicht umgekehrt.



Grüße
mamü
Inventar
#5 erstellt: 04. Jan 2008, 08:00
Die Aufnahmen klingen mit guten LS schon allgemein besser.

Dennoch werden die Differenzen zwischen guter und schlechter Aufnahme deutlicher dargestellt.

eddie78
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 04. Jan 2008, 10:47
AUch meine Meinung. Gute Lautsprecher haben einfach ein Differenzierungsvermögen, das erlubt, auch die Schwächen der Aufnahme zu hören, was bei weniger guten oft "verwischt" wird.

Aber auch gute Speaker müssen deswegen eine weniger gute AUfnahme nciht unerträglich machen. Oft lassen eher warm abgestimmte Lautsprecher (wie z.B. viele B&W) auch schlechtere Aufnahmen noch erträglich klingen - sehr neutrale Speaker sind da oft schonungsloser.

Das hat aber mit der Qualität der Speaker nichts zu tun, sondern nur, was das menschliche Ohr/Gehirn als angenehmer empfindet. Aber auch Fehler in der Aufnahme kann das gehirn "ausblenden"... Toleranz geht hier wie überall anders auch, kann man sich anerziehen
saci
Stammgast
#7 erstellt: 04. Jan 2008, 13:54
Welche Lautsprecher neben B&W sind denn eurer Meinung auch bei schlechteren Aufnahmen noch wohlklingend?


Und könntest du das "Tannenbaum-Syndrom" näher beschreiben? Ich habe das nicht verstanden was du meinst
Radiologe
Inventar
#8 erstellt: 04. Jan 2008, 14:21
hallo,

"Tannenbaumsyndrom" heißt vereinfacht gesagt nichts anderes,als dass der Hochtöner im Übernahmebereich (Trennfrequenz zwischen Tiefmitteltöner und Hochtöner) den Schall breiter abstrahlt als der Tiefmitteltöner.Im günstigsten Fall sollte die Bündelung im Gesamtsystem ohne Stufungen verlaufen.Das heit,im Tiefton ist die Bündelung des Schalls am geringsten(=Rundstrahler).Zu hohen Frequenzen hin sollte die Bündelung des abgestrahlten Schalls über das gesamte Hörspektrum möglichtst konstant zunehmen ohne irgedwelche Sprünge zu machen.

Wenn du mehr dazu wissen möchtest,schau doch auch mal mit der Suchmaschine im Forum.Da gibts bestimmt auch Bilder die zum Verständniss besser beitragen als nur Text.

Gruß Markus
Searge69
Stammgast
#9 erstellt: 04. Jan 2008, 17:04
Hallo,

mir ist auch schon aufgefallen, daß schlechtere Aufnahmen an besseren Lautsprechern als man zu Hause hat, schlechter klingen als man es zuhause gewohnt ist.
Da ist mir die Dynaudio Audience 52 positiv aufgefallen. Nachdem ich mich nach dem Höhrtest schon für sie entschieden hatte, habe ich noch eine meiner Lieblings-CDs mit einer nicht so tolltn Aufnahme eingelegt. Von dieser CD war ich an einem guten Lautsprecher schon mal sehr enttäuscht worden, wie schlecht sie klang. Bei der Dynaudio war ich dann sehr überrascht, daß das da nicht so war.
Amperlite
Inventar
#10 erstellt: 04. Jan 2008, 17:08

audiophilanthrop schrieb:
Nachdem noch die nuBox 481 an deutlich meßbarem "Tannenbaum-Syndrom" leidet (Bündelung des Hochtöners im Übernahmebereich nicht an die des TT angepaßt), wird es bei der 380er kaum besser sein; für Optimierungen in der Richtung muß man bei Nubert wohl etwas höher einsteigen (z.B. nuWave 35).

Hast du das Diagramm mal zu Hand? Von den LS hab ich leider keine Isos.
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