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Kompaktboxen an der Wand montiert

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Autor
Beitrag
Wiesonik
Inventar
#1 erstellt: 14. Nov 2003, 10:05
Guten morgen Gemeinde,

heute habe ich mal eine Frage.

Bald wird unser Zwerg zur Welt kommen, das heißt mein Hörraum wird Kinderzimmer.
Mit meiner Anlage ziehe ich deshalb (vorerst) ins Büro um.

Problem: Ich bekomme die Standboxen (klanglich gut) nicht plaziert.

Angedachte Lösung: Kompaktboxen kaufen und diese auf ein an die Wand gedübeltes Brett (denke da so an 21mm Stärke) stellen. Abstand Boxenrücken zur Wand dachte ich so an 10cm.

Frage: Hat jemand eine derartige oder ähnliche Konfiguration in Betrieb und kann etwas über den zu erwartenden Klang sagen ?
Ich fürchte, das ich mir damit den Eindruck der "Raumtiefe" mehr oder weniger ruiniere.

Gibts ev. noch Tipps zur Wandmontage ??
wolfi
Inventar
#2 erstellt: 14. Nov 2003, 10:22
Vorschlag: Tendenziell schlank klingende Boxen nehmen ( von wegen der Bassanhebung durch Wandnähe). Mit der eingeschränkten "Raumtiefe" kann ich bestätigen, da hilft ein wenig Dämmaterial,z.B. Noppenschaumstoff, an der Wand hinter der Box- sofern es der optische Geschmack zulässt. Andere Notlösung: Box probieren, die eigentlich in den oberen Mitten " durchhängt". Das kann der Illusion von räumlicher Tiefe etwas nachhelfen.
Albus
Inventar
#3 erstellt: 14. Nov 2003, 10:56
Morgen Wiesonik,

welche Alternativen hat man? Ich hatte einst NS 615 (Yamaha)ca. 33X25X21 cm (H, T, B) so an die Wand gehängt, dass die geringe Neigung nach vorn einen passenden Sweet-Spot ergab. Ich fand das Klangresultat einer Aufstellung vor der Wand, auf einem Canton-Ständer (70 cm), absolut ähnlich. Ich konnte keine negativen Momente feststellen. - Die Hängung war vom Hersteller wohl nicht vorgesehen, die LS jedenfalls nicht dafür vorbereitet (es gibt wohl noch CantonLS, die dafür rückseitig vorbereitet sind), ich benutzte einst spezifisch angebotene Halter, mittels vier Schrauben zu befestigen. Es sollte die Denkungsart eines LS-Herstellers nicht übermässig strapazieren, bei Konstruktion eine gemeinte Wand-Hängung als Aufstellort zu berücksichtigen - und auch eine passende Einrichtung als Zubehör anzubieten (im Studiosektor macht so etwas Yamaha, für die kleinen Monitore).

MfG
Albus
Wiesonik
Inventar
#4 erstellt: 14. Nov 2003, 13:05
@Albus

Danke für die Info. An das "Neigen" der LS habe ich auch schon gedacht. Bei Nubert gibt es Halterungen zur Wandmontage. Ich werde eroieren, ob Diese in der Neigung verstellbar sind.

PS: Die LS will ich sowieso nicht so hoch an der Wand plazieren. Mal schauen, ob es in Ohrhöhe (sitzend) gelingt.
wolfi
Inventar
#5 erstellt: 14. Nov 2003, 13:41
Bitte bedenken: Manche LS können schon weichenbedingt eine "geneigte Abstrahlcharakteristik" z.B. um 15 Grad nach oben oder unten besitzen. Also aufs Probieren und Überraschungen einstellen.
AH.
Inventar
#6 erstellt: 14. Nov 2003, 14:04
Allgemein:

Du solltest Lautsprecher verwenden, deren "bafflestep" nicht kompensiert ist, um eine Überhöhung des Amplitudenfrequenzganges im Grundtonbereich durch die Schallwandvergrößerung bei wandnaher Montage zu vermeiden.
Günstig wäre eine schaltbare Orts-Entzerrung, wie sie bei Studio-Regielautsprechern üblich ist:
http://www.klein-hummel.de/produkte/o300d/bilder/messkurven/O300d-or.jpg

Die Lautsprecher sollten möglichst flach sein und der Übergang zur Wand fließend gestaltet, die beste Methode ist grundsätzlich(!) eine vollkommen bündige Montage in die Wand. In letzterem Fall gibt es weder Kammfiltereffekte durch Reflektionen von der Rückwand, noch Kantendispersions-Effekte.
Bündig in die Wand eingelassene Lautsprecher ermöglichen aus diesen Gründen u.a. eine sehr eindeutige Wiedergabe der Tiefenstaffelung, wie sie mit frei aufgestellten Boxen kaum möglich ist.
Ob es Fertigboxen für Wandmontage gibt, weiß ich leider nicht. Im Bausatzmarkt gibt es dieses Modell, was ganz gut funktionieren sollte:
http://www.lautsprechershop.de/hifi/index.htm?http://www.lautsprechershop.de/hifi/bau_zeow.htm
Größere, leistungsfähigere Modelle wären leicht zu entwickeln, existierende Lösungen mir im Augenblick jedoch nicht bekannt.

Gruß

Andreas
snark
Administrator
#7 erstellt: 14. Nov 2003, 14:23

eine vollkommen bündige Montage in die Wand.


Das müßte man ja auch mit einer Front-Blende (Quasi-Einbau) lösen können, oder ? Irgendwo (Stereoplay?) habe ich mal gelesen/gesehen, wie schick es aussehen kann, wenn man Boxen (dort waren es fette Standboxen) in einer Scheinwand verschwinden läßt. Bei Stand-LS konnte ich mir allerdings eine Klangverbesserung nicht vorstellen...

so long
snark
AH.
Inventar
#8 erstellt: 14. Nov 2003, 15:13
@ snark:

egal, um was für Lautsprecher es sich handelt, ist bündige Montage in die Wand (bzw. für die Lautsprecher gebaute Monitorwände) die beste Lösung, weil viele Probleme freier Aufstellung nicht entstehen. Hier findet man die Vorteile recht gut wiedergegeben:

http://www.genelec.com/support/soffit.php

Durch wandbündige Montage umgeht man viele Dreckeffekte bei der Interaktion zwischen Lautsprecher und Hörraum, entsprechend gut ist auch die subjektive Wiedergabequalität. Ob subjektiv gute Wiedergabequalität jedem gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Wer sich sein Gehör mit pseudo-räumlichen hifi-Lautsprechern verdorben hat, wird eine neutrale Wiedergabe u.U. nicht goutieren.

----------------------------------------------------

Literatur: Rundfunktechnische Mitteilungen, 31 (1987), 2

Der Hörraum weist folgende Besonderheiten auf:

- gegenüber dem mittleren Schallabsorptionsgrad des Gesamtraumes überdruchschnittlich hohe und breitbandige Absorption von Wand- und Deckenflächen im vorderen Raumabschnitt bei gleichzeitig verstärker Nutzung des hinteren Raumabschnittes für vorzugsweise diffuse Schallreflektion.

- Erprobung eines wahlweise bündigen Wandeinbaus der Lautsprecher in der hierfür besonders gestalteten Stirnwand des Raumes bei gleichzeitiger Sicherung des Betriebes mit freistehenden Abhöreinrichtungen. Für den Betrieb freistehender Abhöreinrichtungen ist eine ausreichend Schallabsorbierende Verkleidung der Stirnwand von besonderer Bedeutung.

Diese Maßnahmen dienen der Unterdrückung störender Kurzzeitreflektionen an möglichst vielen Hörplätzen (und damit der angestrebten Linearität der Betriebsschallpegelkurve insbesondere bei tiefen Frequenzen) und dem angestrebten Verzicht auf den Einsatz von Raumanpassungsfiltern für die Abhöreinrichtungen. (...)

Bei einem Vergleich beider Betriebsarten wurde diejenige mit eingebautem Lautsprecher bevorzugt. Gründe hierfür sind vor allem die neutrale, d.h. kaum vom Raum beeinflußte Wiedergabe und die dadurch mögliche kritische Beurteilung insbesondere des Raumeindruckes von Aufzeichnungen, die prinzipiell mögliche Erweiterung des Übertragungsbereiches zu tiefen Frequenzen hin, die bessere Schallfeldsymmetrie usw. Dieses Beurteilungsergebnis war unabhängig vom Testmaterial (unterschiedliche Musik-Genres, Sprache).
Für freistehende Lautsprecher ist der Einfluß des Abhörraumes bereits am Bezugsabhörplatz wahrnehmbar und nimmt von hier nach hinten zu. (..)
stype
Stammgast
#9 erstellt: 16. Nov 2003, 01:44
Hallo Wisonik,

englische Stand- und Kompaktboxen werden häufig für extrem wandnahe Aufstellung ausgelegt, speziell Boxen von Linn und Naim kann man wandnah positionieren.
Für die Linn Katan Kompaktboxen gibt es das "Brakit", Original-Zubehör zur Wandbefestigung.

Laut Installationshandbuch scheint man bei einem Wandabstand von 6 cm einen vertikalen und horizontalen Neigungswinkel einstellen zu können:

http://linfo.linn.co.uk/binaries/8BE5199E-8960-11D4-8E0E009027D395C0/brakit_install.pdf

http://linfo.linn.co.uk/binaries/A3A7ED73-BC7E-4776-8D206ED14E8E69AA/new_brakit_install.pdf

Der Paarpreis liegt laut Preisliste April 2003 allerdings bei 85 Euro in schwarz oder weiß.

Wenn man Kompaktboxen nicht auf Ständern betreiben kann, soll eine Wandbefestigung angeblich besser sein als Aufstellung auf einem Regal/Schrank, das habe ich aber noch nicht probiert.
Bei Aufstellung auf einem Regal/Schrank sollten die Boxen statt auf Spikes auf Resonanzdämpfern (s. www.oehlbach.de) stehen.
Ich habe Linn Tukan (Vorgänger der aktuellen Katan) ca. 20-30 cm von der Wand auf je 3 Resonanzdämpfern auf einem Sideboard stehen. Mit dem Klang bin ich äußerst zufrieden. Je größer der Wandabstand ist, desto weniger wird der Baßbereich verstärkt, desto klarer (oder auch dünner) klingt die Box und desto besser wird die räumliche Darstellung in der Tiefe (auf die ich persönlich keinerlei Wert lege).
Ein Bild meiner Aufstellung siehst Du hier:

http://www.audiomap.de/galerie/showphoto.php?photo=325&password=&sort=1&cat=500&page=1

Ich habe probeweise die Boxen auch schon nach vorne abgeneigt betrieben, das war deutlich besser. Allerdings ohne Wandhalterung nicht sonderlich stabil.

Gruß

Klaus
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