Frequenzgangmessung genormt?

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Live-musikhörer
Inventar
#1 erstellt: 11. Nov 2008, 11:11
Hallo
ein wichtiger Faktor für die Beurteilung der Linearität eines Lautsprechers ist der Frequenzgang.
Dieser wird auch für den Vergleich verschiedenen Lautsprecher und ist auch ein Verkaufsargument geworden.
Es gibt sogar Leute, die meinen sie müssen den LSP nicht hören, es genügt den Frequenzgang zu lesen.

Meine Fragen sind, gibt es Standards, wie man diese Messungen macht? Welche Einflüsse haben die verwendete Mikrofone (da der Frequenzgang von denen auf der Achse gemessen wird und in einer leicht abweichende Position kann der FG schlechter sein)? Bei einer Abstand von 1m vom LSP nimmt das Mikrofon nicht nur auf seine Achse auf.

Betreffend Standards für die Messung des LSP-FG würde mich interessieren, ob es genaue internationale Normen gibt, wo man das Mikrofon platzieren muss. Je nach Höhe mit einem Abstand von 1 Meter bekommt man andere Messdaten. Das Input-Signal muss konstant sein, ist ein bestimmter Wert vorgegeben?

Danke für eure technische Antworten

Gruss
Passat
Moderator
#2 erstellt: 11. Nov 2008, 11:43
Ein guter Lautsprecher hat bei allen Pegeln den gleichen Frequenzgang.

Der Frequenzgang alleine sagt aber wenig aus.

So kann z.B. ein Lautsprecher plärrig klingen, obwohl sein Frequenzgang schnurgerade ist.

Neben dem Frequenzgang spielt nämlich auch noch z.B. aus Ausschwingverhalten, der Klirr etc. etc. mit.

Grüsse
Roman
Hüb'
Inventar
#3 erstellt: 11. Nov 2008, 11:52
Hi,

ich würde mal bei einem Hersteller anfragen, nach welcher Norm die Messungen erfolgen. Hier gibt es bestimmt (verschiedene?) die Messverfahren definierende Regelungen.

Eine gute Adresse sollte www.visaton.de sein, die sich mW intensiv mit Meßverfahren befassen.

Oder: http://www.klein-hummel.com/klein-hummel/icm.nsf

Grüße

Frank
Live-musikhörer
Inventar
#4 erstellt: 11. Nov 2008, 12:27
Sehr wahrscheinlich bleibt mir nichts anderes.
Ich dachte, in einem Forum wie dieses, wo es so viele technisch-orientierte Leute gibt, die auf Linearität und deshalb auch auf den FG schwören, sich nicht nachgefragt haben,
wie diese Messungen entstanden sind,
wie sinnvoll ist es, die Messdaten zu vergleichen, da sie aus anderen Messpositionen (höhe zum Beispiel) entstanden sind.

Ist es tatsächlich so (bei den Besten LSP), dass der FG unabhängig vom Pegel ist?
Wird das geprüft oder ist nur eine Annahme?
Hüb'
Inventar
#5 erstellt: 11. Nov 2008, 12:32
Hi,

wie sinnvoll ist es, die Messdaten zu vergleichen, da sie aus anderen Messpositionen (höhe zum Beispiel) entstanden sind.

Es gibt mit Sicherheit einen bestimmten Konsens, was hier sinnvoll ist und was nicht (z. B. hinsichtlich Meßentfernung, Mikro-Positionierung, Meßzeitfenster). Insofern dürften sich seriöse Meßungen sämtlichst zumindest grob vergleichen lassen.

Ist es tatsächlich so (bei den Besten LSP), dass der FG unabhängig vom Pegel ist?

Irgendwo sind immer Grenzen. Kommt natürlich darauf an, ob die LS auch mit diesem Ziel konstruiert wurden.

Wird das geprüft oder ist nur eine Annahme?

Das wird durchaus gemessen, aber halt nicht grundsätzlich und immer.

Grüße

Frank


[Beitrag von Hüb' am 11. Nov 2008, 12:50 bearbeitet]
Passat
Moderator
#6 erstellt: 11. Nov 2008, 12:49

Live-musikhörer schrieb:

Ist es tatsächlich so (bei den Besten LSP), dass der FG unabhängig vom Pegel ist?
Wird das geprüft oder ist nur eine Annahme?


Schau mal z.B. in die Zeitschrift Stereoplay.
Dort gibt es bei Lautsprechertests ein Diagramm, in dem der Frequenzgang und die Verzerrungen bei verschiedenen Pegeln aufgetragen ist.

Außer im Tiefbaß, wo es bei einigen Lautsprechern zu Kompressionseffekten kommt, ist der Frequenzgang bei allen Pegeln gleich und zwar auch bei günstigen Kompaktlautsprechern.

Ein Lautsprecher, bei dem das nicht so ist, ist eine üble Fehlkonstruktion, egal welche Preisklasse.

Grüsse
Roman
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