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Aussagekraft "Frequenzgang"

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mjj68
Stammgast
#1 erstellt: 13. Apr 2007, 09:34
Welche Aussagekraft über Qualität und möglicherweise Klang eines LS hat eigentlich der Frequenzgang?

Kann man sagen, dass LS, die obere oder untere Frequenzbereiche nicht abdecken, "schlechter" klingen - zumindest bei bestimmten Musikstücken?

Und wenn ja, welchen Frequenzgang sollte ein ordentlicher Stand-LS mit rundem Klangbild mindestens haben, wenn ich nicht mit zusätzlichen Geräten (Sub) arbeiten will (aus Platzgründen)?

Nebenthema: Was meint Ihr eigentlich zu LS mit Metallabdeckungen. Ist mir neulich bei Cantons zum ersten mal aufgefallen. (bin seit ewigen Zeiten mal wider auf der Suche nach einer neuen Anlage) Wäre für mich mit meinen drei Kindern natürlich eine gute "Absicherung". Aber kann das nicht den Klang negativ beeinflussen?
armindercherusker
Inventar
#2 erstellt: 13. Apr 2007, 10:06

mjj68 schrieb:
Welche Aussagekraft über Qualität und möglicherweise Klang eines LS hat eigentlich der Frequenzgang?...
Fast keine.

mjj68 schrieb:
...Kann man sagen, dass LS, die obere oder untere Frequenzbereiche nicht abdecken, "schlechter" klingen - zumindest bei bestimmten Musikstücken?...
Nein - nicht unbedingt.
Ein Minimum an "Frequenzgang" ist natürlich Voraussetzung.
Früher galt hierfür die HiFi-DIN 45500 - aber die ist "hoffnungslos überholt".
Wenn die LS einen Frequenzbereich von ca. 40-50 Hz bis ca. 20KHz bei einer Abweichung von max. +/- 3db aufweisen,
würde ich sie grundsätzlich als geeinet betrachten.
Aber Vorsicht : das sagt nichts über das Klangverhalten aus !

mjj68 schrieb:
....LS mit Metallabdeckungen. ...kann das nicht den Klang negativ beeinflussen?

Ein wenig schon ( ist für Manchen aber ein nicht unbedingt hörbar Unterschied )

Gruß
mjj68
Stammgast
#3 erstellt: 13. Apr 2007, 10:14

armindercherusker schrieb:

mjj68 schrieb:
Welche Aussagekraft über Qualität und möglicherweise Klang eines LS hat eigentlich der Frequenzgang?...
Fast keine.

mjj68 schrieb:
...Kann man sagen, dass LS, die obere oder untere Frequenzbereiche nicht abdecken, "schlechter" klingen - zumindest bei bestimmten Musikstücken?...
Nein - nicht unbedingt.
Ein Minimum an "Frequenzgang" ist natürlich Voraussetzung.
Früher galt hierfür die HiFi-DIN 45500 - aber die ist "hoffnungslos überholt".
Wenn die LS einen Frequenzbereich von ca. 40-50 Hz bis ca. 20KHz bei einer Abweichung von max. +/- 3db aufweisen,
würde ich sie grundsätzlich als geeinet betrachten.
Aber Vorsicht : das sagt nichts über das Klangverhalten aus !

mjj68 schrieb:
....LS mit Metallabdeckungen. ...kann das nicht den Klang negativ beeinflussen?

Ein wenig schon ( ist für Manchen aber ein nicht unbedingt hörbar Unterschied )
Gruß


Danke!
Bisher aussagekräftigste Antwort auf eine Frage, die ich hier gestellt habe. Eben "Moderator-Würdig"!
Werde es mir ausdrucken - als Referenz...
armindercherusker
Inventar
#4 erstellt: 13. Apr 2007, 10:22

mjj68 schrieb:
...Bisher aussagekräftigste Antwort auf eine Frage, die ich hier gestellt habe. Eben "Moderator-Würdig"! ...

Hat damit nix zu tun - es gibt hier sehr viele Wissende, die fast jeden Moderator "überflügeln"

mjj68 schrieb:
......Werde es mir ausdrucken - als Referenz...

Bitte nicht als Nonplusultra ansehen - ist mit einfachen Worten hoffentlich verständlich ausgedrückt.
Fachlich betrachtet könnte man darin so Einiges kritisieren.

Sind denn noch Fragen offen ?

Gruß
RaceKing
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Apr 2007, 10:30
Hallo mjj68.

Der Frequenzgang von Lautsprechern ist natürlich wichtig. Aber man soll es nicht übertreiben. z.B ein Frequenzgang von mehr als 20kHz was ein Quatsch , da das menschliche Ohr nur ein Frequenzgang hat von 20 Hz bis 20Khz. Was will ich da mit Lautsprecher von 40 Khz oder noch mehr?? Quatsch. Meine Lautsprecher haben ein Frequenzgang von 40Hz bis 20 Khz. Für mich reicht das. Jeder Mensch hat ein anderes Hörempfinden. Deshalb sollte man sich die Lautsprecher die man kaufen will, vorher immer anhören, um festzustellen, ob der Klang das ist, was man als angenehm empfindet.

Zum Thema Metallabdeckungen:

Es kann sein, das die Metallabdeckung den Klang "etwas" verfälscht. Aber normalerweise, sollte man solche Abdeckungen entfernen können. Einfach mal entfernen und dann hören ob der Klang besser gefällt.

Ich hoffe das ich helfen konnte.

Gruß Raceking

mjj68
Stammgast
#6 erstellt: 13. Apr 2007, 10:48

armindercherusker schrieb:
Hat damit nix zu tun - es gibt hier sehr viele Wissende, die fast jeden Moderator "überflügeln" ....

Es gibt aber auch sehr viele Wissende, die ihr Wissen nicht wirklich teilen, oder ...

Bitte nicht als Nonplusultra ansehen - ist mit einfachen Worten hoffentlich verständlich ausgedrückt.

... sich dermaßen fachchinesisch ausdrücken, dass ich leider passen muss.

Und das war hier nicht so!

Ansonsten: Nochmal Danke für die Antworten; auch an RaceKing.

PS @ RaceKing: Deinen Angaben zufolge - also wenn man den hörbaren Bereich zugrunde legt - müsste man aber schon versuchen, LS mit unter 30 Hz zu besorgen, wenn man auf einen Sub verzichten will, oder?


Edit kptools: Quoting berichtigt.


[Beitrag von kptools am 13. Apr 2007, 10:54 bearbeitet]
RaceKing
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 13. Apr 2007, 10:59
Hallo mjj68

Das kann man so generell nicht sagen. Natürlich sind Lautsprecher von einem Frequenzgang ab 30 Hz in den Tiefen her hörbarer. Für den einen sind die Bässe zu stark und für den anderen ist das genau das was er sucht. Das kommt auf die Person an. Deshlb ist es ja sehr wichtig, das man Lautsprecher immer!! probehört. Den nur so kann man selber entscheiden, was man gerne hört und was nicht.

Gruß Raceking

mjj68
Stammgast
#8 erstellt: 13. Apr 2007, 11:09

RaceKing schrieb:
Deshlb ist es ja sehr wichtig, das man Lautsprecher immer!! probehört.


seufz.... ist das alles zweitaufwendig...
aber es soll ja auch ein paar Jährchen Freude machen...
storchi07
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 13. Apr 2007, 11:28
und ob sich ls, die tief runter können, in deinem raum für dich gut anhören kannst nur du entscheiden. jedenfalls spielt der raum auch eine wichtige rolle. siehe hier im akustik-forum.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 13. Apr 2007, 11:49
der frequenzgang gehört definitiv zu den wichtigsten beurteilungskriterien bei lautsprechern.

ein: "12-40.000 hz" auf dem datenblatt sagt allerdings nichts aus. ein diagram, wo grafisch der frequenzgang aufgetragen ist ist schon hilfreicher. hierbei sollte aber nicht nur das abstrahlverhalten nach vorne berücksichtig werden, auch das zu den seiten, da das alles als reflektionsschall von den wänden beim hörer ankommen wird.

dazu kommen natürlich andere sachen wie z.b. klirr, laufzeit,... welche ebenfalls einfluss auf den klang nehmen.

als absoluter anfänger sollte man sich nicht zu sehr auf diese angabe versteifen, wenn man weiß was man tut kann man dem frequenzgang schon einige informationen entnehmen.


Zum Thema Metallabdeckungen:


wenn du damit metallgitter meinst: solange die hindernisse für den schall kleiner sind als die wellenlänge gibts keine probleme.

im klartext: absolut kein problem.
storchi07
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 13. Apr 2007, 11:55
ein gitter mit vielen sehr kleinen löchern soll sogar eine art waveguide-effekt haben. also richten.
storchi07
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 13. Apr 2007, 11:57
während stoff-abdeckungen schon ganz leicht dämmen.
mjj68
Stammgast
#13 erstellt: 13. Apr 2007, 12:56

storchi07 schrieb:
während stoff-abdeckungen schon ganz leicht dämmen.


hm, klingt plausibel...

LOL - worauf man am Ende so alles achten muss...
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 13. Apr 2007, 13:25

ein gitter mit vielen sehr kleinen löchern soll sogar eine art waveguide-effekt haben. also richten.


das fällt eher unter "beugung am gitter". aber bei den frequenzen die uns interessieren dürfte das nicht der fall sein.


während stoff-abdeckungen schon ganz leicht dämmen.


das ist gerade so messbar, ob die ohren in der lagen sind soetwas zu hören...
storchi07
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 13. Apr 2007, 13:39

MusikGurke schrieb:

ein gitter mit vielen sehr kleinen löchern soll sogar eine art waveguide-effekt haben. also richten.


das fällt eher unter "beugung am gitter". aber bei den frequenzen die uns interessieren dürfte das nicht der fall sein.


während stoff-abdeckungen schon ganz leicht dämmen.


das ist gerade so messbar, ob die ohren in der lagen sind soetwas zu hören... ;)


ich kann die dämmwirkung eindeutig hören. allerdings sind es keine welten.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 13. Apr 2007, 13:51
ok, je nach stoffbezug kann das wirklich sein. bei guten stoffabdeckungen halte ich den effekt für nicht hörbar. das sind meist schmalbandige einbrüche von 0,2-0,5 db. wenn überhaupt.


[Beitrag von MusikGurke am 13. Apr 2007, 13:52 bearbeitet]
hohesZiel
Stammgast
#17 erstellt: 13. Apr 2007, 14:37
@ mijh68

Klick einfach die Homepage von Musikgurke an und lies´Dir die guten Erklärungen unter "Lautsprecher" durch.
Dann weißt Du schon eine menge.
Unter anderem daß der Frequenzgang natürlich eine ganz esentliche Rolle spielt, solange man den betrachtet, der im für uns hörbaren Bereich liegt.

Faustregel: eine Abweichung vom Ideal von ca. +/- 1,5 dB oder höher ist hörbar, solange sie mindestens eine terzbreite hat. Das gilt nicht nur für den Direktschall, sondern (leider) auch für den reflektierten Schall, der bei HiFi in Wohnzimmer in 99,99 % der Fälle überwiegt.

Ansonsten gibt es hier auch gute Threads zum Thema, bspw. von A.H.

Gruß

hohesZiel
RaceKing
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 14. Apr 2007, 07:29
Guten Morgen MusikGurke.

Ich habe mir mal erlaubt deine HP anzusehen. WOW!!!!! Sehr, sehr toll. Die Seite finde ich sehr schön von dem was du da so zusammen getragen hast. Mit Bilder und Diagrammen echt toll! Ich hoffe, das du die Seite nicht vernachlassigst und sie erweiterst.

Nochmal WOW Super!!

Gruß Raceking

MusikGurke
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 14. Apr 2007, 11:32
danke für das lob.

ich nehm mir irgendwie seit monaten vor daran weiterzumachen, da fehlen wirklich noch sachen...

sobald ich die zeit finde
z.air
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 14. Apr 2007, 16:31
[quote="RaceKing"]Hallo mjj68.

Aber man soll es nicht übertreiben. z.B ein Frequenzgang von mehr als 20kHz was ein Quatsch , da das menschliche Ohr nur ein Frequenzgang hat von 20 Hz bis 20Khz. Was will ich da mit Lautsprecher von 40 Khz oder noch mehr?? Quatsch


das stimmt so nicht ganz, da sich die frequenzen überlagern,. und wenn nun zb eine snare oder irgendeinton mit der oberfrequenz 15kHz sich mit weiteren tönen überlagert , wird das nun aufsummiert. die boxen können diese hohe frequenz von zb 40kHz nich wiedergeben, die oberliegenden frequenzen werden "weggeschnitten" . je mehr solcher frequenzausschnitte vorkommen kann sich der ton verlust exponentiell steigern und
es entsteht ein klangverlustder dann auch hörbar wird.

natürlich muss der verstärker schon vorher die frequenzen überhaupt so weitreichend wiedergeben sonst ist es auch egal wie hoch hder frequenzgang der boxen ist.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 14. Apr 2007, 19:02
nur ein bandbegrenztes signal kann abgetastet werden, sonst kommt es zu aliasing effekten. im falle der cd sind nur frequenzen bis 20khz gespeichert. der rest ist bereits vorher gefiltert.

desweiteren kann das ohr darüber nichts mehr warnehmen.
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