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Altern Lautsprecher?

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carthum
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Nov 2008, 19:04
Mir geht es nicht um mechanische Veränderungen durch Sonnenlicht, Feuchtigkeit o. ä., und ich meine auch nicht, dass "Verschleißteile" wie z. B. die Sicken das Zeitliche segnen können.

Meine Frage ist, ob sich ein Lautsprecher im Laufe seines Lebens klanglich verändert, technisch einwandfreier Zustand natürlich vorausgesetzt.

Hintergrund ist der, dass ich beim Auktionshaus für unsere Wohnküche ein Paar Lautsprecher gekauft habe, Elac EL 60 für fast geschenkt. Aufgrund der schlechten Artikelbeschreibung ("voll funktionsfähig") hatte ich keine allzu große Erwartungshaltung. Erhalten habe ich ein Paar optisch fast ladenneuer Boxen, die zwar lt. Vorbesitzer geschätzte 12 Jahre im Dauereinsatz waren, aber mir klanglich hervorragend gefallen. Das ist nicht schlimm - aber überraschend
HerEVoice
Stammgast
#2 erstellt: 19. Nov 2008, 20:23
Hi

Dazu bräuchte es eines dementsprechenden Produktzyklusses. Das heißt der LS müsste in identischer Art ohne "Verbesserungen" sehr lange Zeit produziert werden um dieses beurteilen zu können oder du hast zwei Pärchen, davon eines unbenutzt. Beides dürfte schwerlich anzutreffen sein.
"Lebe" mit den meinigen nun schon 27 Jahre zusammen und kann eine Veränderung subjektiv nicht nachvollziehen*. Klingen weiterhin g... und machen mich genauso an wie am ersten Tag unseres "Zusammentreffens".
*= Kann/Konnte mir den Klang von vor 32 Jahren (das erste mal gehört), für Vergleichszwecke, erst recht en Detail, zwischen den Ohren nicht abglegbar, demnach einfach nicht merken.
Darüber hinaus dürfte sich eine Veränderung wenn es sie denn dergestalt gäbe nur schleichend vollziehen. Dürfte im Gegensatz zu einem tech. Defekt nicht bemerkbar sein.
Auch ist mir diesbezüglich nichts zu Ohren/vor die Augen gekommen welches ein derartiges Problem schildert/bestätigt. Soll aber nichts heißen.
Denke ich einfach mal so...

Grüße
Herbert

Edit: Nachtrag. Die langsame Materialveränderung meiner TT-Sicken ist mir bis zu ihrem zerbröseln durch harte Beanspruchung und dadurch entstandenes Kratzen der Spule, hinter der zu diesem Zeitpunkt dauerhaft vorgeschobenen Abdeckung, klanglich nicht aufgefallen. Eine dunklere Färbung und Haarrissbildung bei deren Eindrücken schon. Das Zerbröseln war zu erwarten, da es sich klanglich bis zu diesem Zeitpunkt aber für mich nicht auswirkte wartete ich den Sickenexitus ab.


[Beitrag von HerEVoice am 19. Nov 2008, 21:15 bearbeitet]
Don-Pedro
Inventar
#3 erstellt: 20. Nov 2008, 00:22
Nach 15-20 Jahren kannst Du mal die Sicken neu machen lassen und die Bauteile auf der Frequenzweiche austauschen.
Der Rest altert nicht wirklich.
zuglufttier
Inventar
#4 erstellt: 20. Nov 2008, 07:33
Solange die Sicken aus Gummi sind, musst du dir deswegen auch keine Gedanken machen. Die Schaumstoffsicken, die heutzutage fast nur noch in sehr günstigen Boxen verbaut werden, werden irgendwann porös und zerfallen. Bei ner guten Box lohnt sich natürlich die Reparatur.

Naja, und einige Bauteile auf der Weiche könnten mal überholungsbedürftig werden. Widerstände etc. halten aber auch deutlich länger. Kondensatoren und sowas in der Art sind da schon anfälliger. Die Lautsprecher müssen nach 30 Jahren Dauerbetrieb aber immer noch nicht schlecht sein bzw. kaum Alterserscheinungen haben.
ton-feile
Inventar
#5 erstellt: 20. Nov 2008, 07:56
Hi,

12 Jahre sind für einen gut gebauten Lautsprecher keine sehr lange Zeit.

Ein Schwachpunkt sind Elektrolytkondensatoren, die mit der Zeit austrocknen, Ferrofluid in Hoch- und manchen Mitteltönern, das das selbe tut und die schon angesprochenen Schaumstoffbröselsicken.

Btw: Außerdem gab es in den letzten Jahren im Lautsprechersegment viel weniger Fortschritt, als uns die Hersteller immer weiß machen wollen.

Gruß
Rainer
Don-Pedro
Inventar
#6 erstellt: 20. Nov 2008, 09:00
... was man spätestens dann merkt, wenn man sich mal gute Klassiker gegen neues Zeug angehört hat.
Oftmals bekommt man ehemalige Referenzlautsprecher für den Gegenwert von neuer Durchschnittsware.

Aufpassen sollte man höchstens mit Exoten, die anfällig sind, aber für die keine Ersatzteile mehr zu haben sind.
ton-feile
Inventar
#7 erstellt: 20. Nov 2008, 10:23
Hi,

[quote="Don-Pedro"]... Aufpassen sollte man höchstens mit Exoten, die anfällig sind, aber für die keine Ersatzteile mehr zu haben sind.[/quote]

Hier wären besonders Elektrostaten zu nennen.
So ein Folienwechsel ist uU richtig teuer.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 20. Nov 2008, 10:24 bearbeitet]
djofly
Inventar
#8 erstellt: 20. Nov 2008, 10:27
Also ich hatte mal Fischer Lautsprecher, bei denen haben sich die Sicken der Tieftöner aufgelöst. Da habe ich neue von Visaton eingesetzt, danach liefen die wieder. Die Lautsprecher waren aus den 80ern.
Bei Canton Fonum Lautsprechern von Anfang der 90er war ein Elko auf der Weiche hochgegangen. Da habe ich neue von Visaton (natürlich mit gleich Werten) eingesetzt, da klang die Box wieder wie neu (natürlich musste ich die Elkos im zweiten Lautsprecher auch tauschen, damit sie gleich klingen).
Also mal abgesehen davon, dass ein Elko wirklich kaputt war, hat aber auch der einfach Austausch nach über 15 Jahren den Klang wieder verbessert. Der ganze Hochtonbereich kam wieder richtig zur Geltung.
Kleinlaut
Stammgast
#9 erstellt: 20. Nov 2008, 10:45
Hi, weiss denn einer von Euch, ob die Diaphragmen (ist das richtig ?) in Hörnern auch altern oder sich verändern ?

Gruss Michael
HerEVoice
Stammgast
#10 erstellt: 20. Nov 2008, 22:06
Hi

@ Kleinlaut

1. Ist richtig! 1+ setzen
2. Frage ich mich auch schon länger. Meine gibt es noch zu kaufen. Wie alt die wohl sind?
Werde mir aber trotzdem langsam mal welche auf Halde legen. Vlt. brutzelt ja mal eine durch oder was weis der Gilb.

Grüße
Herbert
ton-feile
Inventar
#11 erstellt: 20. Nov 2008, 22:34
Hi,

die Frage ist aus meiner Sicht, ob die Diaphragmen durch die Benutzung, oder durch die verstrichene Zeit altern.

Nachdem das Horn starke Auslenkungen der Membran vermeiden hilft, könnte die Versprödung der Sicken das Problem sein und dann macht es nicht viel Sinn, sich "Neue" auf Halde zu legen.

Gruß
Rainer
HerEVoice
Stammgast
#12 erstellt: 21. Nov 2008, 01:46
Hi

Ich wäre mir noch nicht einmal sicher ob die Teile überhaupt auf Grund fehlender grober Auslenkung Sicken in dem Sinne haben/brauchen. Könnte mir vorstellen das diese nur aus einem Guss wie das Diaphragma wie eine solche geformt sind. Aber Materialversprödung könnte ich mir auch vorstellen. Werde morgen, wenn ich dazu komme, mal den Vertrieb (EVI) dazu befragen. Ansonsten liest es sich sinnvoll.

Grüße
Herbert


[Beitrag von HerEVoice am 21. Nov 2008, 01:47 bearbeitet]
Kleinlaut
Stammgast
#13 erstellt: 21. Nov 2008, 08:00
Also, zum Alter: Ich habe Eckhörner aus 1980, also 28 Jahre alt, und bemerke einen Klangunterschied in den Höhen zwischen links und rechts, der nichts mit der Lautstärke zu tun hat.
Da ich vor 3 Monaten die Weiche überholt habe (neue Kondensatoren), habe ich jetzt halt das Diaphrgma des linken Hochtöners im Verdacht. Ich bin eigentlich kein so schlechter Bastler, aber ich trau mich irgendwie nicht, das HT-Horn aufzumachen, falls das überhaupt geht und nachzusehen. Muss ich beim Öffnen auf irgendwas besonders achten (lieber erst fragen, als gleich kaputtmachen ) ?
Gruss Michael
ton-feile
Inventar
#14 erstellt: 22. Nov 2008, 09:31

Kleinlaut schrieb:
Also, zum Alter: Ich habe Eckhörner aus 1980, also 28 Jahre alt, und bemerke einen Klangunterschied in den Höhen zwischen links und rechts, der nichts mit der Lautstärke zu tun hat.
Da ich vor 3 Monaten die Weiche überholt habe (neue Kondensatoren), habe ich jetzt halt das Diaphrgma des linken Hochtöners im Verdacht. Ich bin eigentlich kein so schlechter Bastler, aber ich trau mich irgendwie nicht, das HT-Horn aufzumachen, falls das überhaupt geht und nachzusehen. Muss ich beim Öffnen auf irgendwas besonders achten (lieber erst fragen, als gleich kaputtmachen ) ?
Gruss Michael


In der Regel sind die Diaphragmen zwangszentriert und damit ist der Einbau eines Neuen kein Problem.
Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, suche nach der Typenbezeichnung, oder mache ein Foto und frage im DIY-Bereich nach.
Da ist sicher jemand unterwegs, der den Treiber kennt und Dir genauere Infos geben kann, bevor Du den Schraubendreher ansetzt.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 22. Nov 2008, 09:32 bearbeitet]
superfranz
Gesperrt
#15 erstellt: 22. Nov 2008, 09:49

HerEVoice schrieb:
Hi

Ich wäre mir noch nicht einmal sicher ob die Teile überhaupt auf Grund fehlender grober Auslenkung Sicken in dem Sinne haben/brauchen. Könnte mir vorstellen das diese nur aus einem Guss wie das Diaphragma wie eine solche geformt sind. Aber Materialversprödung könnte ich mir auch vorstellen. Werde morgen, wenn ich dazu komme, mal den Vertrieb (EVI) dazu befragen. Ansonsten liest es sich sinnvoll.

Grüße
Herbert


bei Thomann gibts Ersatz für den 1824M ...49 Euro das Stück

ist deine Sentry 3 Original ?

ich habe bis auf den Original-Tieftöner alle Teile eingelagert

franzl
HerEVoice
Stammgast
#16 erstellt: 22. Nov 2008, 12:10
Hi

Ja meine sind noch Original. Danke für den Tip.
Bei EVI war als ich Zeit hatte wohl dicht.

Grüße
Herbert
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