Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Lebensdauer von "computergesteuerten" Aktivboxen

+A -A
Autor
Beitrag
buayadarat
Stammgast
#1 erstellt: 05. Sep 2015, 11:00
Ich bin seit längerer Zeit auf der Suche nach neuen Boxen, habe es aber nicht eilig und habe jetzt mein Interesse um neue Entwicklungen erweitert.

Eigentlich bin ich über die Dynaudio Excite X34 zu den Xeos und Focus XD gelangt. Das Konzept mit möglichst wenig Geräten, nur noch Quellen plus Lautsprecher, finde ich interessant, ich nehme an, da werden in Kürze jede Menge weiterer Kandidaten erscheinen. Auch der eingebaute DSP, zusätzlich zur Aktiv-Technologie finde ich attraktiv.

Diese Boxen haben einen "Computer" drin, der auch gelegentlich aktualisiert werden will. Dazu habe ich jetzt folgende Bedenken: Wir wissen von anderen Computern, dass die mit der Zeit, den vielen Aktualisierungen und vielen Daten(-leichen) immer langsamer werden, und irgendwann komplett aussteigen, die verschiedenen Speichermedien haben auch eine beschränkte Lebensdauer.

Wie ist das bei solchen Lautsprechern zu erwarten? Es ist mir klar, dass keiner einen Erfahrungsbericht über 20 Jahre Focus XD liefern kann, aber vielleicht ist jemand dabei, der sich dabei gut auskennt und eine Prognose liefern kann.

Meine aktuellen Lautsprecher sind seit 1987 in Betrieb und die nächsten sollten eigentlich meine letzten sein. Wie lange ich noch leben werde, weiss ich leider auch nicht genau, das wurde sicher ungenauer geplant als bei technischen Produkten.

Kann man grob sagen, dass "normale aktive" länger halten und passive nochmals länger?
Dadof3
Inventar
#2 erstellt: 05. Sep 2015, 16:52
Normale PCs werden mit der Zeit immer langsamer, weil man da immer mehr und mehr Software draufspielt, die Ressourcen beansprucht. Das ist bei so einem Aktivlautsprecher nicht der Fall.

Normalerweise hält Arbeitsspeicher ewig, andere Teile der Elektronik halte ich für fragwürdiger (Kondensatoren).
avh0
Inventar
#3 erstellt: 05. Sep 2015, 17:28
Es ist m.E. nach eher eine Philosophiefrage.
Mittels Dsp kann man heute recht gut Lautsprecher entwickeln und testen und muss nicht jedesmal eine neue Weiche löten.
Auch kann man natürlich mittels DSP im LS bei einigen Herstellern auch beim fertigen Produkt noch Änderungen vornehmen.
Abacus hat z.B. bei der Trifon Serie im Vorserienmodell einen DSP verwendet, jetzt ist dieser aber nicht mehr enthalten, die Box klingt jetzt angeblich erheblich besser. Die Idee der Dynaudio XD ist eigentlich genial einfach.
Digital zugespielt wird das Signal nicht ins analoge gewandelt, sondern von PCM in PWM überführt und dann im Schaltverstärker verstärkt.
Linn Exakt scheint ähnlich zu funktionieren, da habe ich aber noch keine wirklich sinnvollen technischen Details gelesen.
onkel_böckes
Inventar
#4 erstellt: 05. Sep 2015, 18:05
Aktive mit DSP ist doch ein fast alter Hut, das gibt es schon länger in der Breite.
Bloß halt nicht im Schwurbel Home Hifi sondern in Studiobereich.
Man braucht hier auch keine angst vor haben.
ATC
Inventar
#5 erstellt: 05. Sep 2015, 19:48
Moin,

bei den DSP in Aktiven muss man auch unterscheiden,
ob dies ganz einfach fix den FG, untere Grenzfrequenz usw. bestimmt,

oder ob ein DSP genutzt wird um einen Lautsprecher exakt auf den "Raum" einzumessen.


Ich rate dir aus meiner Sicht ganz klar zu einem Paar "herkömmlicher" Aktive und ein separates DSP wenn du denn starke Raumprobleme haben solltest,
dieses gibt es auch schon in Vorstufen integriert um nicht noch ein weiteres Gerät rumstehen zu haben, wenn einem dies stört.

Zum Thema letzter Lautsprecher,
mit Backes&Mueller Lautsprechern darfst du diesbezüglich ganz alt werden,
auch heute noch können fast alle Lautsprecher noch repariert werden
avh0
Inventar
#6 erstellt: 05. Sep 2015, 21:33

onkel_böckes (Beitrag #4) schrieb:
Aktive mit DSP ist doch ein fast alter Hut, das gibt es schon länger in der Breite.
Bloß halt nicht im Schwurbel Home Hifi sondern in Studiobereich.
Man braucht hier auch keine angst vor haben.

Ne, Boxen wie die XD Serie oder auch die Kii Three hat es bisher so nicht gegeben,
denn eine Umgehung der D/A Wandlung ist eben doch neu.
Nicht, dass nicht auch eine klassische analoge Aktivboxen gut sein kann,
oder Studiomonitore nicht gut sein könnten.
Es ist eben wie oben geschrieben eine Frage der Philiosophie.
avh0
Inventar
#7 erstellt: 05. Sep 2015, 21:36

meridianfan01 (Beitrag #5) schrieb:

Zum Thema letzter Lautsprecher,
mit Backes&Mueller Lautsprechern darfst du diesbezüglich ganz alt werden,
auch heute noch können fast alle Lautsprecher noch repariert werden :D

Aber nicht immer vom Hersteller!
Da aber recht konventionelle Technik kann man diese eben ersetzten.
onkel_böckes
Inventar
#8 erstellt: 05. Sep 2015, 21:45
Mir ging es auch nicht um Irgenwelche nicht Analog Wandlung.
Sondern um Aktive mit DSP.
An meine Alten Philips MFB konnte ich auch ne Quelle direkt anschließen, vorausgesetzt regelbarer Ausgang.
Und die Technik mit DSP im Aktiven LSP kommt nun mal maßgeblich aus der Studiomonitor Ecke.

Im Hifi Konsumerbereich hat man sich hier bisher wenig getraut und jetzt verkauft man das wieder als die Neuerung.
Werbeblödsinn.

Nur die Kii Three ist als Ausnahme zu sehen, da hier wirklich geklotzt wurde.
Allerdings sind Pegelorgien nicht gerade zu erwarten von ihr.
ATC
Inventar
#9 erstellt: 06. Sep 2015, 06:22

avh0 (Beitrag #7) schrieb:

Aber nicht immer vom Hersteller!


Was denn nicht, sprich dich mal aus?


[Beitrag von ATC am 06. Sep 2015, 06:24 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#10 erstellt: 06. Sep 2015, 09:40
Danke für eure Anregungen.


Dadof3 (Beitrag #2) schrieb:

Normalerweise hält Arbeitsspeicher ewig, andere Teile der Elektronik halte ich für fragwürdiger (Kondensatoren).


Ist im Arbeitsspeicher nicht "etwa das gleiche drin" wie in USB-Speichersticks? Bei denen nimmt die Speicherfähigkeit mit der Zeit ab.


meridianfan01 (Beitrag #5) schrieb:
...
mit Backes&Mueller Lautsprechern darfst du diesbezüglich ganz alt werden,
auch heute noch können fast alle Lautsprecher noch repariert werden :D


Die sind mir etwas zu "gross".

Hatte jemand von euch mit Computer-Audiogeräten schon mal einen Computerabsturz (den BSoD sieht man dann ja nicht...)? Ich hatte das schon mit meinen Blue-Ray-Spieler, allerdings konnte das mit Neustart nach Ziehen des Netzkabels gelöst werden. Bei PCs ist es ja so, dass man im schlimmsten Fall das Betriebssystem neu aufspielen muss. Ist sowas schon mal jemandem bei Audio-Geräten passiert?

Ich habe z.B. jetzt bei meinem Handy (Blackberry) den Fall, dass Updates installiert wurden (von offizieller Quelle), die mit meiner alten Version gar nicht kompatibel sind und diese Programme jetzt nicht mehr funktionieren. Es gab aber keinen Hinweis, dass es nicht geht, die Updates wurden mir vom Handy aufgedrängt, ohne dass ich danach gesucht hätte. Ich kann das auch nicht mehr so einfach rückgängig machen, weil auch das dazu nötige Programm betroffen ist.
Das sind so Probleme, die ich mir auch bei Audio-Teilen vorstellen kann.

Was habe ich jetzt wieder beim Zitieren falsch gemacht?? Ihr seht, ich bin kein Computer-Spezialist...


[Beitrag von buayadarat am 06. Sep 2015, 10:33 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 06. Sep 2015, 09:45
Wenn du sehr lange mit den gleichen aktiven bleiben möchtest dann lieber von Firmen die bisher zeigen dass sie fast alle alte Modelle noch reparieren wie B&M im Hifi bereich, oder Neumann und Geithain im Studiobereich, Garantien gibt es nie im Leben, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher. Geithain benutzt z.B. absichtlich keine hightech integrierte Bauteile auf den Platinen um die Ersatzteilchance in der Zukunft hoch zu halten, bei Lautsprecher mit Wireless, Bluetooth, DSP usw. sehe ich da in der Zukunft schwarz, wie man auch an den ersten DSP Lautsprechern (z.B. von Canton aus den 80ern) heute sieht.
buayadarat
Stammgast
#12 erstellt: 06. Sep 2015, 09:47

thewas (Beitrag #11) schrieb:
...bei Lautsprecher mit Wireless, Bluetooth, DSP usw. sehe ich da in der Zukunft schwarz, wie man auch an den ersten DSP Lautsprechern (z.B. von Canton aus den 80ern) heute sieht.


Danke, da haben wir ja schon mal einen Erfahrungswert. Ich wusste nicht, dass es das damals schon gab.
thewas
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 06. Sep 2015, 09:49
Softwareprobleme sehe ich weniger als Problem bei Lautsprechern, weil deren Möglichkeiten und Schnittstellen und Erweiterungen sehr begrenzt sind, eher wenn die Hardware defekt ist. Zudem, wer garantiert dir dass es in 20 Jahre noch kompatible Wlan oder Bluetooth Geräte gibt? Wenn die Funktion in 20 Jahren noch sichergestellt sein sollte, dann lieber Lautsprecher wo der Sender ein eigenes Gerät vom Lautsprecherhersteller ist und mit seinem eigenen proprietären Protokoll funktioniert.
ATC
Inventar
#14 erstellt: 06. Sep 2015, 09:52
Ne gebrauchte Backes&Müller BM 2 bekommt man unter 3k€,
die sind nicht groß...
Dadof3
Inventar
#15 erstellt: 06. Sep 2015, 10:02

buayadarat (Beitrag #10) schrieb:

Ist im Arbeitsspeicher nicht "etwa das gleiche drin" wie in USB-Speichersticks? Bei denen nimmt die Speicherfähigkeit mit der Zeit ab.

Nein, Arbeitsspeicher ist flüchtig, dahinter steckt eine ganz andere Technologie als bei Permanentspeicher (Flash). Und selbst bei Flash-Speicher kommt man kaum an die Grenzen, denn die altern nicht durch Zeitablauf, sondern durch die Zahl der Schreibvorgänge, und die Verschleißerscheinungen beginnen erst ab ca. 100.000 Schreibvorgängen, die erreicht man in der Praxis fast nie. Die meisten USB-USB-Sticks segnen aufgrund mechanischer Schäden das Zeitliche.


Hatte jemand von euch mit Computer-Audiogeräten schon mal einen Computerabsturz (den BSoD sieht man dann ja nicht...)?

Ja, das gibt es durchaus, allerdings selten so, dass sich das Problem durch Neustart nicht lösen ließe.


Was habe ich jetzt wieder beim Zitieren falsch gemacht?? Ihr seht, ich bin kein Computer-Spezialist...

Die Forensoftware reagiert leider sehr zickig, wenn man die Quote-Tags nicht exakt paarweise schachtelt oder die eckigen Klammern falsch setzt, und einmal geschehen, kann man das leider auch nicht mehr rückgängig machen.
thewas
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 06. Sep 2015, 10:21

Die Forensoftware reagiert leider sehr zickig, wenn man die Quote-Tags nicht exakt paarweise schachtelt oder die eckigen Klammern falsch setzt, und einmal geschehen, kann man das leider auch nicht mehr rückgängig machen.

Natürlich, wenn es einen Fehler im Tag Syntax gibt wird automatisch unten das Häckchen bei "HF-Code aktivieren?" entfernt, das heißt wenn man den Syntax korrigiert und es wieder setzt funktioniert alles wieder bestens.
buayadarat
Stammgast
#17 erstellt: 06. Sep 2015, 10:34
Danke, so klappt es mit dem Zitieren.
Dadof3
Inventar
#18 erstellt: 06. Sep 2015, 13:35
Cool, auf die Idee bin ich auch nach 5000 Beiträgen nicht gekommen ...
ATC
Inventar
#19 erstellt: 06. Sep 2015, 14:11
Dazu sag ich jetzt besser nix...Av Wiki .....
Zweck0r
Moderator
#20 erstellt: 06. Sep 2015, 15:41

buayadarat (Beitrag #1) schrieb:
Diese Boxen haben einen "Computer" drin, der auch gelegentlich aktualisiert werden will. Dazu habe ich jetzt folgende Bedenken: Wir wissen von anderen Computern, dass die mit der Zeit, den vielen Aktualisierungen und vielen Daten(-leichen) immer langsamer werden, und irgendwann komplett aussteigen, die verschiedenen Speichermedien haben auch eine beschränkte Lebensdauer.


Das Dateileichenproblem gibt es nur, wenn Programme/Treiber in ein bestehendes System installiert werden. Ein Firmwareupdate bei DSP-Lautsprechern etc. ersetzt aber normalerweise den gesamten Festspeicherinhalt durch ein neues, (hoffentlich) vom Hersteller fix und fertig getestetes Softwarepaket. Das ist wie Festplatte formatieren und Neuinstallation, alle Altlasten werden vorher gelöscht.

Sorgen mache ich mir eher wegen der Elkos, die besonders bei Schaltnetzteilen und Class-D-Endstufen höher belastet werden. Einem altmodischen 50-Hz-Trafonetzteil traue ich (eher nach Bauchgefühl) auch eine höhere Resistenz gegen Überspannungen bei Gewitter zu.

Bei "amtlicher" Studiotechnik wie Genelec dürften die Sorgen aber unbegründet sein.
avh0
Inventar
#21 erstellt: 06. Sep 2015, 17:00
B&M liefert nicht alle Ersatzteile,
so sind für einige Modelle meines Wissens nach keine Endstufenmodule mehr erhältlich,
da müssen dann andere diese Lücke füllen.
Viele Hersteller liefern nach 3-5 Jahren schon keine Ersatzteile mehr,
da kann sich B&M auf jeden Fall von absetzten.
Eine Gewähr auf Reparaturmöglichleit gibt es aber nie.
ATC
Inventar
#22 erstellt: 06. Sep 2015, 17:19
Laut meiner Info von B&M ist EINE Modellreihe nicht mehr komplett original zu reparieren/instandzusetzen,
bei allen Anderen ist dies auch nach zig Jahren noch möglich.
Kann bei B&M direkt in Saarbrücken oder im Service Center Sued geschehen
Zweck0r
Moderator
#23 erstellt: 06. Sep 2015, 18:18
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Lebensdauer Frequenzweiche
claus-henry am 04.08.2008  –  Letzte Antwort am 07.08.2008  –  5 Beiträge
Lebensdauer von Rs-5b
HinzKunz am 04.12.2004  –  Letzte Antwort am 04.12.2004  –  3 Beiträge
Lebensdauer von Standboxen
Posaune am 01.05.2007  –  Letzte Antwort am 10.05.2007  –  7 Beiträge
Lebensdauer von Basschassis
Stalling am 17.06.2009  –  Letzte Antwort am 18.06.2009  –  9 Beiträge
Lebensdauer von Mitteltönern?
Aquaplas am 07.09.2009  –  Letzte Antwort am 07.09.2009  –  7 Beiträge
Aktivboxen anschließen!
Josy83 am 15.09.2009  –  Letzte Antwort am 16.09.2009  –  3 Beiträge
Aktivboxen - Kabellänge
THX2008 am 14.08.2008  –  Letzte Antwort am 15.08.2008  –  9 Beiträge
Lautsprecherstecker & Aktivboxen
jule_christina am 28.12.2014  –  Letzte Antwort am 28.12.2014  –  7 Beiträge
Aktivboxen von Nubert
bmw_330ci am 12.09.2008  –  Letzte Antwort am 28.04.2011  –  13 Beiträge
Wechsel von Aktivboxen zu Passivboxen
romei am 21.07.2008  –  Letzte Antwort am 23.07.2008  –  15 Beiträge
Foren Archiv
2015

Anzeige

Produkte in diesem Thread Widget schließen

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • Dynaudio

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder806.744 ( Heute: 12 )
  • Neuestes Mitglieddadanadal
  • Gesamtzahl an Themen1.344.825
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.655.537