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Canton Ergo RC- L

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Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Nov 2016, 06:43
Hallo zusammen,

bei der Canton Ergo RC - L gibt es ja diese kleine schwarze Control - Unit dabei, die zwischen Vor- und Endstufe geschaltet werden soll, um den Frequenzgang gerade zu biegen.

Was ist das eigentlich genau für eine Kiste und was macht sie?

Da ich einen nicht auftrennbaren Verstärker habe, kann ich sie nicht anschließen. Kann ich die Ergo RC - L denn dann trotzdem betreiben, oder hat sie dann einen verbogenen Frequenzgang?

Besten Gruß,
Jörg
Dadof3
Inventar
#2 erstellt: 16. Nov 2016, 08:37

Jörg_Paul_B (Beitrag #1) schrieb:
Was ist das eigentlich genau für eine Kiste und was macht sie?

Sie verändert den Pegel der einzelnen Wege. Im Prinzip ein genau an die Frequenzweiche angepasster Klangregler.


Da ich einen nicht auftrennbaren Verstärker habe, kann ich sie nicht anschließen. Kann ich die Ergo RC - L denn dann trotzdem betreiben, oder hat sie dann einen verbogenen Frequenzgang?

Dazu gibt es höchst unterschiedliche Meinungen. Zwischen "ohne geht's gar nicht" und "vollkommen nutzlos" ist alles dabei.
Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Nov 2016, 18:13
Na gut, danke für die Antwort.

Ich lass die Finger davon.

Gruß,
Jörg
RocknRollCowboy
Inventar
#4 erstellt: 16. Nov 2016, 21:17

Da ich einen nicht auftrennbaren Verstärker habe, kann ich sie nicht anschließen.

Geht eventuell auch über die Tape Schleife.
Kommt auf den Verstärker drauf an.

Gruß
Georg
Tornado
Stammgast
#5 erstellt: 16. Nov 2016, 22:17
Oder wenn es nur einen Zuspieler gibt, kann man hier die Blackbox einschleifen.
Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 17. Nov 2016, 12:19
Die Frage ist ja, was bringt das ganze?

Wieso ist überhaupt so eine Control - Unit nötig? Soweit ich das verstanden habe ist das ein Klangregelnetzwerk, das mit drei Stellern gezielt die drei Wege der Weiche pegelmäßig regeln kann.
Es ist ja so: Entweder ich baue eine Box, die auf Neutralität getrimmt ist, sprich, die im schallarmen Raum einen annährend linearen Frequenzgang liefert, dann brauche ich keine Control - Unit, weil ich dann ganz normal zum Tuning die Bass- und Höhenregler meines Vollverstärkers nutzen kann. So ist das in den allermeisten Fällen bei Passiv - Lautsprechern der Fall.
Oder ich baue eine Box, die in den drei Zweigen nicht so optimal zusammenwerkelt und bügle den Frequenzgang nachträglich zum Beispiel mit so einer passiven Control - Unit, ähnlich wie mit einem Equalizer, aus. Aber wie hört sich das dann an, wenn ich die Box ohne die Control - Unit betreibe? Wahrscheinlich seltsam bis schlecht.

Da betreibe ich dann doch lieber Boxen mit von vorne herein möglichst ausgeglichenem Frequenzgang.

Oder verstehe ich das falsch?

Gruß
Dadof3
Inventar
#7 erstellt: 17. Nov 2016, 12:54
Im Prinzip schon richtig, deswegen hat sich das Konzept ja auch nicht durchgesetzt.

Nur ist das irrelevant, wenn man die Lautsprecher so wie du schon hat. Da stellt sich nur die Frage, ob man mit dem Klang ohne Control Unit zufrieden ist oder ob man ihn durch sie verbessern könnte.

Das kannst du ja zumindest einfach mal ausprobieren, indem du sie zwischen ein Quellgerät und den Verstärker hängst.
Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 17. Nov 2016, 17:33
Hi,

nee, ich hab sie ja gar nicht. Ist wohl falsch rüber gekommen... :-)
Ich hab nur überlegt, sie mir zu holen, sehe aber jetzt aufgrund der für mich neuen Erkenntnisse davon ab.

Besten Gruß,
Jörg
Dadof3
Inventar
#9 erstellt: 17. Nov 2016, 17:37
Ach so. Ja, das hatte ich anders verstanden.
Tornado
Stammgast
#10 erstellt: 17. Nov 2016, 18:20

Es ist ja so: Entweder ich baue eine Box, die auf Neutralität getrimmt ist, sprich, die im schallarmen Raum einen annährend linearen Frequenzgang liefert, dann brauche ich keine Control - Unit, weil ich dann ganz normal zum Tuning die Bass- und Höhenregler meines Vollverstärkers nutzen kann. So ist das in den allermeisten Fällen bei Passiv - Lautsprechern der Fall.

Ich glaube, dass du es tatsächlich etwas falsch verstehst. Du sollst durch die Einstellmöglichkeiten der Unit nicht den Klang regeln, sondern evtl. kritische Aufstellungen korrigieren, z.B. bei zu wandnaher Aufstellung.

Hauptziel der Unit war aber, einen extrem tiefreichenden Bass zu erzielen. Jede Box fällt im Bassbereich ab und genau dieser Abfall soll damit korrigiert werden. Außerdem ist ein Subsonic-Filter eingebaut, der unnötige Membranauslenkungem verhindern soll. Passiv über die Frequnzweiche wäre so etwas nicht möglich, auch nicht über die Klangregler deines Verstärkers.

Heute misst man oft per DSP ein. Das ist im Primzip dasselbe, nur wesentlich genauer, da dadurch Raum besser erfasst werden kann.

Die Idee von Canton war sehr gut, ist jedoch daran gescheitert, dass viele Anwender mit dem Einschleifen der Unit nicht zurechtkamen bzw. es aus technischen Gründen bei ihrem Equipment nicht möglich war.

Übrigens wendet dieses Verfahren heute noch Nubert an und bezeichnet seine Kästchen als "Aktive Tuning Module" (ATM). Schau mal auf deren Seite, da ist das Prinzip gut beschrieben.
Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 17. Nov 2016, 21:34
Hi,

achso, verstehe.

Dennoch, rein technisch betrachtet, handelt es sich bei dem Kästchen doch um ein passives Klangregelnetzwerk, oder? Das Kästchen besitzt ja keine eigene Stromversorgung oder täusche ich mich?

Und meine Eingangsfrage war ja, ob aus der Box an sich schon ein auf linear getrimmtes akustisches Signal heraus kommt, oder ob dies erst dann der Fall ist, wenn das Kästchen dazwischen hängt?

Einfach gefragt: Wie klingt es, wenn die Box ohne Control - Unit betrieben wird: Normal oder verzerrt?

Viele Grüße
RocknRollCowboy
Inventar
#12 erstellt: 17. Nov 2016, 21:55

Das Kästchen besitzt ja keine eigene Stromversorgung oder täusche ich mich?

Doch das Teil benötigt eine Stromversorgung.


Einfach gefragt: Wie klingt es, wenn die Box ohne Control - Unit betrieben wird: Normal oder verzerrt?

Verzerrt klingt es nicht, aber halt nicht richtig linear. Mit der CU betreibst Du die Lautsprecher so, wie von Canton vorgesehen, also einigermaßen linear und auf die Raumverhältnisse anpassbar. Vor allem wirkt die CU im Bassbereich, wie von Tornado beschrieben.

Gruß
Georg
Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 17. Nov 2016, 22:23
Ok,

alles klar, danke an alle nochmal.

VG,

Jörg
freak61
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 23. Nov 2016, 16:39
Den Trick mit der Control Unit setzen auch andere Hersteller ein.
Der Bass wird ungefähr ab der Resonanzfrequenz um ca den Faktor 2 verstärkt .
Dann bei ca 20Hz mit einem steilfankigen Filter ausgebremst.
Dadurch erreicht man eine tiefere untere Grenzfrequenz und verhindert eine übermäßige Auslenkung unter 20Hz.
Der Trick wird bei fast allen geschlossenen aktiven Subwoofern angewendet.

Ohne spielt die RC L eigentlich korrekt aber nicht so tief.
Das Kästchen muss nicht sein.
Da es aktiv ist kann man gleich noch mehr Klangveränderung damit betreiben.

Gruß Jörg
Jörg_Paul_B
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 23. Nov 2016, 19:05
Hi Jörg,

danke für die Erläuterungen. Guter Trick! Interessant auch deine Anmerkung, dass die RC-L ohne die Unit eigentlich korrekt spielt, nur halt mit weniger Tiefbass und ohne Niedrigfrequenzfilterung.

Viele Grüße,
Jörg
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