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Hängende Lautsprecher

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gerüstprinz
Stammgast
#1 erstellt: 28. Sep 2004, 06:59
Hallo zusammen,

habe gestern eine ungewöhnliche Erfahrung gemacht.
Durch den Kontakt eines Freundes bin ich an einen absoluten Hifi Freak geraten.
Sein Musikzimmer hatte ca. 45 m² und ist vollgestopft mit jeglicher Hifi.

Was mich am meisten verblüft hat, waren seine an Hochseeanglerschnüren aufgehängten Lautsprecher.
Sie "schwebten" ca 2 bis 3 cm über dem Boden und klangen wunderbar.

Seiner Meinung nach, wäre es die beste Möglichkeit der Endkopplung.

Ich hatte soetwas zuvor noch nicht gesehen....

Habt Ihr Erfahrung mit dieser Art von Lautsprecheraufstellung ?
Was haltet Ihr davon ?

Grüße

Jürgen
GandRalf
Inventar
#2 erstellt: 28. Sep 2004, 07:09
Moin,

Du sagst sie klängen wunderbar. Eigentlich wiederspricht diese Installation der Grundlage für ordentliche Impuswiedergabe. Der Lautsprecher wird ja bei jedem Impuls nicht nur die Luft in Bewegung setzen, sondern auch sich selbst.(Die LS dürften nicht sehr gross und schwer sein, sonst könnte man sie so nicht aufhängen, nehme ich an.)

Das würde dann jedesmal den eigentlichen Impuls des Tonsignals verschmieren.
Grzmblfxx
Stammgast
#3 erstellt: 28. Sep 2004, 07:10
Hallo, ich habe mich auch schon mit dem Thema beschäftigt.
Praktisch ist der Vorteil der Entkopplung in keinem Verhältnis zu den Schwingungen, die der Lautsprecher duch die Art der Befestigung mitmacht. Der Lautsprecher funktioniert wie ein Antrieb, der die Box mach hinten schiebt, die dann wieder nach vorne schaukelt.
Das klingt im extremfall gräßlich, da sich dadurch Frequenzen auslöschen.
Abhilfe gibt es, aber es müßten vorne und hinten jeweils die identischen Lautsprecher angebracht werden, um der Schaukelwirkung entgegenzutreten. Dann hat man einen Dipol und das ist nicht jedermanns Sache. Oder man macht den Lautsprecher so schwer, daß er der LS-Antriebskraft durch seine Maßenträgheit entgegenwirkt. Da sind wir aber bei ein paar hundert Kilo...
Außerdem: Was spricht gegen eine Ankopplung? Granitplatte drunter, und das Problem ist so gut wie gelöst.

Andreas

Edit: Ralf war schneller


[Beitrag von Grzmblfxx am 28. Sep 2004, 07:12 bearbeitet]
gerüstprinz
Stammgast
#4 erstellt: 28. Sep 2004, 07:23
Moin,

die Lautsprecher waren recht groß, Eigenbau, ich schätze mal so ca. 40 bis 50 kg schwer und waren zum Boden hin verspannt ( sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen ).
An jeder Ecke ging in einem ca. 60 Gradwinkel eine Schnur gleichen Types zum Boden.
Jede Schnur hatte einen " Seilspanner " zum spannen der ganzen Geschichte.
Der Lautsprecher hat sich nicht bewegt, auch nicht bei großer Lautstärke folgender Schallplatte:
Metallica with Michael Kamen und San Francisco Symphony Orchestra Elektra Pressung 1999.

Hatte sie mitgebracht und schon über viele Anlagen gehört, nur das war einfach Klasse...

Grüße

Jürgen
Grzmblfxx
Stammgast
#5 erstellt: 28. Sep 2004, 07:25

waren zum Boden hin verspannt


Da hast du die Resonanzschallanteile des Bodens wieder am Lautsprecher.
Außer einem Showeffekt kann ich keine Vorteile erkennen.

Andreas
gerüstprinz
Stammgast
#6 erstellt: 28. Sep 2004, 07:33
Hatte ja gesagt, dass ich diese Art auch nicht noch nicht gesehen habe, der Showeffekt war natürlich da...
Die Schnüre hatten gerade einmal einen Durchmesser von ca. 2mm.

Ein direkter Vergleich war leider nicht möglich, da er die Lautsprecher natürlich nicht für demontiert hat !

Aber ist das nicht auch eine Art von Vodoo ( oder wie auch immer das heißt ) ?

Kann nicht glauben, dass er diese nur zum Showeffekt hat, war ein ganz sachlicher Typ.

Grüße

Jürgen
cr
Moderator
#7 erstellt: 28. Sep 2004, 08:35
Also ehrlich, ich würde meinen, die Masseträgheit einer LS-Box reicht völlig aus, auch wenn sie frei hängt, um den Schub des Basslautsprechers aufzufangen.
gerüstprinz
Stammgast
#8 erstellt: 28. Sep 2004, 09:22
mag durchaus sein, dass die Trägheit ausreicht, weiß es nicht.....
Mich hat die Installation und der Klang begeistert.

Scheint allerdings auf geteilte Meinungen zu treffen.

Kannte mal jemanden, der hatte seine Lautsprecher auf Autofedern installiert.... das hat mich nicht überzeugt.

Die hängenden Lautsprecher waren schon ein Augen und Ohrenschmaus.

Grüße

Jürgen
Grzmblfxx
Stammgast
#9 erstellt: 28. Sep 2004, 09:40

Also ehrlich, ich würde meinen, die Masseträgheit einer LS-Box reicht völlig aus


Nein. Ich habs aus Jux mit einer Kef Q1 ausprobiert, nach ein paar Sekunden schwingt das Ding wie ein Peendel, und das nichtmal bei fürcherlich großen Lautstärken und aufgehängt in Raumhöhe.

Das habe ich gemacht, weil mein Schreiner die Idee hatte, hängende Lautsprecher zu "erfinden". Hat ihn schnell wieder davon abgebracht...

Andreas
Mr.Stereo
Inventar
#10 erstellt: 28. Sep 2004, 10:01
Früher haben wir solche "Aufhängungen" immer "schwing dein Ding" genannt. Die LS waren aber nie schwerer als 10 bis 12Kg. Bei höheren Lautstärken, war gegenüber der Lösung auf Ständern immer eine gewisse Schwammigkeit zu hören, die sich bis in höhere Frequenzen zog. Vielleicht veändert sich das Verhältnis ja, je schwerer die Box wird.
georgy
Inventar
#11 erstellt: 28. Sep 2004, 10:04
Von Grundig gab es Kugelboxen, die konnte man entweder auf Ständern hinstellen, oder man hat sie von der Decke hängen lassen.

georgy
Mr.Stereo
Inventar
#12 erstellt: 28. Sep 2004, 10:29
Ja, die Kugelboxen...das waren noch wirkliche Highender.
gerüstprinz
Stammgast
#13 erstellt: 28. Sep 2004, 11:01
Ich glaube diese Kugelboxen hatten aber eine starre Aufhängung und hingen nicht an Schnüren...
jaywalker
Stammgast
#14 erstellt: 28. Sep 2004, 11:33

cr schrieb:
Also ehrlich, ich würde meinen, die Masseträgheit einer LS-Box reicht völlig aus, auch wenn sie frei hängt, um den Schub des Basslautsprechers aufzufangen.


Wenn man die Box an einer einzelnen Schnur wie ein Pendel aufhängt, kann ich mir schon vorstellen, daß bei Pendelresonanzfrequenz eine Resonanzkatastrophe eintritt, die die Sache derartig aufschaukelt, daß die Box wirklich schwingt.
Aber mit einer geeigneteren Seilverspannung sollten da keine Probleme auftreten. Ich denke da spontan so an drei oder mehr Seile, die man schräg spannt... Zur besseren Entkopplung würde ich das dann noch an den Raumkanten befestigen, nicht an den Freiflächen.

Grüße
Heiner
Stöhnie
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 28. Sep 2004, 11:42
das mit dem schwingen stimmt, besonders bei bassreflexöffnugen. der austretende luftstrom genügt um die box pendeln zu lassen. jedenfalls bei leichten lautsprechern.
DrNice
Moderator
#16 erstellt: 28. Sep 2004, 12:45
Moin!

Die Grundig-Kugelboxen hängen an normalen Metallketten. Allerdings strahlen sie in alle Richtungen ab - so heben sich vielleicht die Kräfte auf, dass die Box rnicht schwingt
Mr.Stereo
Inventar
#17 erstellt: 28. Sep 2004, 15:36
wenn man die boxen vertikal gewinkelt aufhängt, wie z.B. in Kneipen oder Discos, verringert sich das Schwingen etwas - evt. duch Schwerkraft. Wenn ihr mal den Finger an die Seile haltet, merkt ihr deutlich, wie diese vibrieren.
Iche
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 28. Sep 2004, 18:06
Nuja, aber wenn man jetzt einfach mal den Aspekt des Pendels weitesgehend ausgrenzt, da diese genannten Lautsprecher ja nun verspannt waren, sodass sie sich nicht bewegen können, meint ihr, dass es eine bessere Entkopplung ist als all die "üblichen" Verfahren? Ich meine, die Resonanz wird in gewisser Weise abgeschwächt, da das Seil nie voll gespannt sein kann (physikalische Minimaldurchhängung) und somit drüfte die Übertragung nicht so groß sein, wie bei einer "direkten" Verbindung. Andererseits, man nehme zwei Becher und eine Schnur, die Übertragung der Laute ist erstaunlich, demnach könnte diese Aufhängung auch erst recht für Resonanzen and den Aufhängpunkten sorgen.

Was denkt ihr?
Stöhnie
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 28. Sep 2004, 19:24
ich denke das die entkopplung qualitativ recht gut ist. und ich finde es praktisch, die boxen hängend zu montieren. allesdings ist es ein nachteil, das diese montage recht "starr" ist und keine platzmässige nachjustage erlaubt; da wo die ls hängen, da hängen sie! aber wenn man sich gedanken vor der installation macht, ist das doch eine gute methode! *find*
Sonntagsfahrer
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 29. Sep 2004, 05:24
Hallo,
habe meine Boxen auch aufgehaengt, an je drei Drahtseilen wie von Mr.Stereo schon erwaehnt.

Positionierung (Stereo-Dreieck) ist ein Problem dabei, das stimmt. Zum Schwingen allerdings muss ich sagen, da bewegt sich nichts. Gar nichts. Nicht einmal bei Lautstaerken die meine persoenlich Schmerzgrenze weit ueberschreiten!

Sind allerdings auch sehr schwere Eimer, die ich da habe....
Birthcontrol
Stammgast
#21 erstellt: 29. Sep 2004, 15:03
Huhu,

bei mir hängt auch alles! "gg". Habe meine Kef Q1 als Rear aufgehängt, und höre keine Nachteile.
http://img50.exs.cx/img50/7953/KefQ1.jpg
gerüstprinz
Stammgast
#22 erstellt: 30. Sep 2004, 06:41
Hörst du denn Vorteile ?

Hattest du sie vorher stehend ?

Ja,ja viele Fragen

Grüße

Jürgen
Birthcontrol
Stammgast
#23 erstellt: 30. Sep 2004, 17:25
stehend hab ich nur meine Frontls. Ich wollte damit nur sagen das ich mir schlecht vorstellen kann das der Ls so schnell reagieren kann wie aus dem Ls ein Musikimpuls kommt.
Da ich meine eigene Trägheit kenne und so ein Ls auch recht träge aussieht, glaube ich mindestes nicht daran das es Nachteile hat. Vorteile könnte ich nur testen wenn ich mal die Rears als Front umpole und mal mit Stereomusik beschalle. Eventuell hat ja jemand so ein Meßgerät und könnte sowas messen. Würde mich auch sehr interessieren.
Grzmblfxx
Stammgast
#24 erstellt: 01. Okt 2004, 06:45

das ich mir schlecht vorstellen kann das der Ls so schnell reagieren kann wie aus dem Ls ein Musikimpuls kommt.


Das mit Sicherheit nicht. Aber er wird angeregt (Schwingfrequenz: Seillänge, Gewicht, Aufhängungspunkte) und wenn Du Pech hast, und die Musik trifft die Schwingfrequenz, dann kann er sich aufschaukeln. Ein paar Milimeter des Schaukelns und du hast verzerrte Musik.

Bei Surround oder Diskos mag das nicht auffallen, weil da ja mehrere Lautsprecher da sind, aber bei Stereo kannd as fürchterlich sein.

Und Aktio=Reaktio. Irgendwo müssen die Kräfte ja hin...

Andreas
cr
Moderator
#25 erstellt: 01. Okt 2004, 22:59
Bei einem auf einem Seil aufgehängten LS sehe ich keine gute Entkopplung. Ein gespanntes Seil überträgt sehr gut, sonst würde die von Kindern gerne praktizierte Konservendosen-Telefonie nicht funktionieren.
Gute Entkoppelung gibt es nur mit elastischen Teilen (zB Feder im Seilweg, Aufstellung auf Gummipucks)
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