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Erfahrungen mit Händlern

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TomW
Neuling
#1 erstellt: 07. Jul 2003, 11:20
Hallo zusammen, hier wie versprochen mein Erfahrungsbericht mit Händlern und eine Umfrage:
Nachdem ich nach Jahren wieder ein "normales" HIFi-Studio besucht habe, war ich doch sehr überrascht und zugleich ebenso enttäuscht.
Ich wollte mir ein paar Kompaktlautsprecher anhören und begab mich hierzu in ein HiFi-Studio in Essen-Mitte. Ich wurde zunächst recht freundlich empfangen und in einen hinteren Raum gebeten. Dort standen mehrere Kompaktlautsprecher von B&W, Sonus Faber usw. (z.T. sehr ungünstig plaziert).
Nach ca. 5 Min. Probehören wurde der Verkäufer langsam ungeduldig. Fragen beantwortete er gelangweilt und unzureichend (obwohl ich seine fachliche Kompetenz nicht abstreiten möchte). Nachdem ich ihn gefragt hatte, wo er eine bestimmte, wenn auch hausfremde, aber unter HiFI und High-End-Kennern bekannte Marke tendenziell einordnen würde, wurde der Verkäufer recht ungehalten. Er meinte zu mir, dass sie diese Marke nicht führen würden und ich mich doch lieber woanders umschauen sollte. Danach wurde die Vorführung schnell beendet. Auf Nachfrage, ob ich mir einen LS ausleihen könnte, um ihn bei mir Probe zu hören, wurde mir diese Bitte konsquent verneint. Mein Urteil: Dieser Händler ist absolut nicht zu empehlen.

Eine ganz andere Erfahrung habe ich mit einem kleinen Händler in Oberhausen gemacht. Hier ist es gar kein Problem verschiedene Lautsprecher zu Hause Probe zu hören. Zuletzt habe ich mir dort einen Kompaktlautsprecher ausgeliehen und mußte ihn auch erst nach einer Woche zurückbringen. Klar, ich kenne diesen Händler seit gut zwei Jahren, doch der Service war von der ersten Stunde an hervorragend. Auf Wunsch bringt dieser Händler die Lautsprecher und auch die Elektronik vorbei und holt sie dann auch wieder ab (kostenlos!!). Ich hatte, bevor ich meine momentane Anlage bei ihm gekauft habe verschiedenste Gerätschaften bei mir zu Hause und konnte ungestört über mehrere Tage lang ausprobieren und kombinieren. Gekauft habe ich schließlich (z.T. gebraucht aber in einem neuwertigen Zustand) Restek (Vor-/Endstufe), Audiomeca (Mephisto) mit Röhrenwandler von California Audio Labs (Sigma, Lautsprecher von A.D.A.M. (Column) und verschiedene hochwertige Kabel(u.a. R.A.P., MIT und WBT).
Mein Urteil: Dieser Händler ist absolut zu empfehlen. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieser Händler auch außerhalb der Geschäftszeiten zu erreichen ist.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Händlern gemacht?


Gruß Tom
Bruno
Stammgast
#2 erstellt: 07. Jul 2003, 11:45
Hey Tom,

>Nachdem ich ihn gefragt hatte, wo er eine bestimmte, wenn
>auch hausfremde, aber unter HiFI und High-End-Kennern
>bekannte Marke tendenziell einordnen würde, wurde der
>Verkäufer recht ungehalten.
Das "lieben" manche Händler (Frage nach anderen, nicht geführten Produkten) - sein Verhalten würd ich allerdings unprofessionell bezeichnen. Entweder der hatte Stress (war das Samstag kurz vor Feierabend ;-) ?) oder der hats nicht nötig... Unerklärlich (obwohl ich oft auch nicht tauschen möchte) !

>Eine ganz andere Erfahrung habe ich mit einem kleinen
>Händler in Oberhausen gemacht. Hier ist es gar kein
>Problem (...) Gekauft habe ich schließlich (z.T. gebraucht
>aber in einem neuwertigen Zustand)
Hoffentlich bei ihm !?!!

>Welche Erfahrungen habt ihr mit Händlern gemacht?
Mein Händler ist ähnlich wie der zweite...


Allgemeine Überlegung:
Ich denk mal, viele Händler beginnen idealistisch (machen z.B. ein Hobby zum Beruf) - spätestens wenns jedoch um Umsatz & evtl. auch die Existenz geht (grad in schweren Zeiten), dann verlieren manche den Idealismus - es geht ums nackte Überleben, "verkaufen" heisst die Devise !
Es ist halt entscheidend, ob der Kunde das Engagement honoriert - so haben wir alle das irgendwie selbst "in der Hand" ...

Grüsse
Bruno
drbobo
Inventar
#3 erstellt: 07. Jul 2003, 12:03
kann nur dem beipflichten, wir entscheiden welcher Händler letztlich überlebt.....
Die grösste Preisspanne ist allerdings meist auf solchen Dingen wie Kabeln und anderen Vodoo-Sachen....



P.S. wo ist die Umfrage zu dem Thema?


[Beitrag von drbobo am 07. Jul 2003, 12:11 bearbeitet]
wn
Inventar
#4 erstellt: 07. Jul 2003, 12:06
Hi Tom,
mein Händler gehört eindeutig zur Kategorie 2.
Vor allen Dingen ist der Service erstklassig und ausleihen von Komponenten ist überhaupt kein Problem.
Auch leiht er zum Vergleichstest mal ein oder zwei identische Player aus und legt auch gleich die CD Version von Single Layer SACDs bei (hatten kürzlich mal zuhause einen entsprechenden Vergleichstest gemacht).
Allerdings kaufe ich auch seit vielen Jahren dort.
- Gruss, Wilfried
Werner_B.
Inventar
#5 erstellt: 07. Jul 2003, 12:27
Nahezu das einzige, was ich an sog. Fachhändlern noch positiv finden kann, ist, dass man in der Regel freundlicher bedient wird als in den Märkten, wo meist doch sehr gelangweilte Säcke rumhängen. Das Problem ist häufig genau, dass es Hobbyisten sind, die die Inhalte der Lachblättchen einfach nur nachplappern.

Mein Fach-Know-How ist allzumeist besser, insbesondere, nachdem ich es im Net aufgepeppt hatte. Auch bei Studioausstattern geht's nicht besser. Das erste Adapterkabel von Cinch auf XLR (NAD C160 an K+H O300D) war physisch falsch, das zweite falsch gelötet - ich musste denen erst mal erklären, wie's denn sein muss, obwohl sie die K+H geliefert hatten ...

Die Verkäufer in den Märkten sind eigentlich nur dazu gut, dass man ihnen ordentliche Rabatte aus'm Leib prügelt. Vorteil dort ist eben, dass man sich die Kisten mal ansehen kann, so habe ich z.B. die Sony-Universalfernbedienung incl. Bedienungsanleitung genauer angesehen und erst dann gekauft.

Gruss, Werner B.
Alfred_Schmidt
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 07. Jul 2003, 19:47
Ich will hier berichten, wie Händler in meiner Jugend waren, und was sich geändert hat.

Es war immer schon Sitte (oder Unsitte), daß ein Händler eine "Philosophie" pflegte und nur Kunden ernst nahm, die dieser Philosophie folgten.
Besonders junge Leute wurden eher mit Desinteresse betrachtet, da man ihnen in der Regel nicht zutraute, daß sie über das nötige finanzielle Potential verfügten.

Ich habe dese Hürde damals mit dem Auftritt in eleganter Kleidung mit teuersten Seidenkrawatten etc. gemeistert.

War man einmal akzeptiert, spielte Zeit keine Rolle mehr, ein Verleih nach Hause war jedoch nicht üblich.

Heute, hat der Händler, wenn er einen nicht kennt, immer das Gefühl, der "Kunde" (speziell wen er jung ist),
könnte Beratungsdiebstahl begehen, und dann nach erfolgter Beratung im Blödia-Markt kaufen, oder versucht Preise zu erpressen.

Denn eines ist klar: Wenn ich der "Billigste" am Platz bin,
dann brauche ich weder kompetent noch besonders freundlich sein.

Daher hkann man aus der Geschichte 1) lediglich schließen, daß der Händler 1) den Kunden für einen Quäler hielt, der mehr Zeit verbauchen wird, als ein eventueller Kauf Marge einbringt.
Dies sagt aber nichts aus, wie sich der Hängler gegenüber einem Kunden verhält, von dem er weiß: Der kauft sicher.

Ich gehe davon aus, daß kompetente Händler in Zukunft Beratungsgebühren in der Höhe von Anwaltshonoraren verlangen werden und ihnen anschließend egal ist wo man kauft.
Das sich sowas nicht in der Consumerklasse rentiert ist wohl selbstverständlich.

gruß
a.s.
Bruno
Stammgast
#7 erstellt: 08. Jul 2003, 07:43
Hey nochmal,

wenn ich manche Kunden / Beratungsgespräche zufällig mithöre, dann bewundere ich oftmals die Geduld meines Dealers.
Besonders schlimm sind diese Kunden mit (Halb-)Wissen, die dann ganz schlau nach irgendwelchen Geräten fragen, von denen sie aus den HiFi-Zeitschriften gelesen hatten (und die der Händler vielleicht zufällig nicht kennt) und auch nicht vorführbereit da hat.

Die meisten Läden haben nunmal nur eine bestimmte Palette von Herstellern, die sie anbieten - und kein Dealer kann alle Geräte von allen Marken kennen.

Grüsse
Bruno
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