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welcher Kompaktlautsprecher???

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TomW
Neuling
#1 erstellt: 01. Jul 2003, 02:13
Hallo,
bin in einer ziemlichen Zwickmühle. Ich besitze zur Zeit eine recht gute und teure Anlage: Vor/Endstufe von Restek, LS A.D.A.M. Column. Leider muss ich wegen anderer Räumlichkeiten die Lautsprecher(-größe) wechseln. Nun kann ich mich nicht entscheiden: Wilson Benesch Arc, A.D.A.M. Compakt, LM Lab Micro Utopia oder B&W 805.
Besonders die A.R.T Hoch-/Mitteltöner der Column waren sensationell gut. Die Compakt besitzt den gleichen Hochtöner. Leider gibt es im Raum Essen keinen Händler, der alle Modelle führt. Somit ist ein Vergleichshören kaum möglich. Kennt jemand die genannten Modelle und kann mir den einen oder anderen besonders empfehlen?

Gruß Tom
Werner_B.
Inventar
#2 erstellt: 01. Jul 2003, 08:22
Ich kann Dir von B&W besonders abraten. Sind bei mir sofort ohne weitere Vergleiche ausgeschieden, weil sehr hallig (Kammerensemble klingt wie Philharmonie, Philharmonie wie im grossen Kirchenschiff - alles viel zu aufgeblasen und auf Effekt getrimmt).

Die anderen kenne ich nicht. Habe am Ende Klein+Hummel O300D gekauft, käme preislich auch passend in Dein Budget (wenn man Restek bedenkt ...) - pro Paar etwas über Euro 4000 (nach Preiserhöhung weiss ich nicht genau, wo die jetzt stehen). Sind aktive, werden also direkt vom Vorverstärker angesteuert.

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 01. Jul 2003, 08:23 bearbeitet]
EWU
Inventar
#3 erstellt: 01. Jul 2003, 20:43
mit B&W habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht.Die
A.D.A.M Compact habe ich mal gehört, und fand sie toll.
was ich noch wärmstens emffehlen kann, ist die Revel performa M 20. Geht unglaublich tief runter.
stype
Stammgast
#4 erstellt: 01. Jul 2003, 21:20
Hallo,

die JM Lab Micro Utopia gefällt mir absolut nicht, die B&W finde ich auch nicht besonders. Mir hat bisher noch nie eine JM Lab gefallen.

A.D.A.M habe ich noch nie gehört.

Die Wilson Benesch Arc gefällt mir sehr gut. Wenn Dir die zusagt, solltest Du unbedingt auch mal die System Audio SA2K hören, die hat einen sehr ähnlichen Charakter. Beide empfinde ich als sehr schnell und dynamisch. Das wären meine Favoriten bei Regalboxen.

Die bereits angesprochene Revel M20 fand ich auch sehr angenehm. Nicht spektakulär aber neutral. Ähnlich würde ich die Piega P2 und ihren aktuellen Nachfolger einordnen.

Eher warm klingend, aber sehr druckvoll fand ich eine Kompaktbox von Danish Physics. Die könnte bei einem halligen Raum evtl. interessant sein.

Aber wie immer, selber Probe hören, Lautsprecher sind Geschmackssache und müssen zu Deinem Raum passen.

Gruß

Klaus
Werner_B.
Inventar
#5 erstellt: 02. Jul 2003, 08:06
"... Du unbedingt auch mal die System Audio SA2K hören ..."

Würde ich sofort ausschliessen. Sie bietet zwar (lt. Stereoplay?) einen sehr geraden Frequenzgang. Aber: sie kostet annähernd so viel wie ein Paar K+H O300D. Die O300D ist vollaktiv, hat analogen UND digitalen Eingang, Ortsanpassung, etc etc. Damit ist das Preis-/Leistungsverhältnis einer SA2K extrem schlecht. Zumal bei der O300D mit Sicherheit das Abstrahlverhalten gleichmässig ist - das ist praktisch nur mit aktiven Konzepten zu erreichen, bei passiven nahezu unmöglich. Ab ca. 4000 Euro pro Paar würde ich spätestens (!) niemals mehr passive LS kaufen. Es gibt auch erheblich billigere, die tauglich sind, aber mit den K+H hat man was wirklich excellentes.

"Lautsprecher sind Geschmackssache und müssen zu Deinem Raum passen."

Nein. Definitiv nein. Das Ideal ist der absolut neutrale LS, der jede Art von Musik gleichermassen erstklassig wiedergibt. Das ist keine Geschmackssache. Oder kaufst Du Dir lieber einen rosa verfärbenden Fernseher statt eines neutralfarbigen? Zum Raum passen: wenn das Abstrahlverhalten gleichmässig (!) ist und die LS relativ stark bündeln, ist der Einfluss von Wandreflektionen schon mal stark reduziert, anders ausgedrückt: der Raumeinfluss wird geringer. Bei den meisten Passivkonstruktionen liegen genau in dem Bereich die Probleme (extrem: B&W Nautilus, z.B. die 805, den Effekt dieser Breitstrahler und damit Hallwerfer hatte ich hier ja schon beschrieben), Aktivkonzepte können in dieser Hinsicht besser auskorrigiert werden. Die Nautilus 805 war wie gesagt in einem halligen Hörraum einfach sch..., die K+H in einem ebenfalls halligen Raum gut, und sie ist jetzt, in meinem halbwegs normal bedämpften Wohnzimmer sehr gut.

Ansonsten wäre ja auch die Konsequenz, dass man bei jedem Umzug neue LS anschaffen müsste, das kann's ja wohl nicht sein ...

Gruss, Werner B.
Highfidele
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Jul 2003, 08:33
Hallo Tom,

wenn Du aus Essen kommst:
schaue mal "Hifi-Benedictus" in Essen Kettwig vorbei.
Dort ist meist eine gute Auswahl an diversen LS in verschiedenen Preiskategorien hörbereit.
Auch die Beratung und Service sind dort sehr gut.
Von Deinen Favoriten ist dort zwar - glaube ich - keiner zu finden, aber dafür z.B. kleine Kompakte von A.C.T. die ich supergenial finde.
Vielleicht wäre auch die La Belle Petit von progressive audio anhörenswert.

Gruß
Highfidele
TomW
Neuling
#7 erstellt: 02. Jul 2003, 09:19
Erst einmal recht herzlichen Dank für die Antworten. Habe es geschafft, über meinen Hifi_Händler eine A.D.A.M. Compakt auszuleihen. Sie ist zwar das Beste was ich bisher an Kompaktlautsprechern gehört habe (zumindest in dieser Preisklasse) , kommt aber an eine Calumn bei weitem nicht ran. Ich werde mich weiter umschauen, obwohl es sehr schwer ist, einen Händler zu finden, der einem einen Lautsprecher zur Verfügung stellt, um diesen zu Hause hören zu können. Zu dieser Problematik werde ich hier im Forum auch eine Umfrage starten und meine positiven, sowie negativen Erfahrungen mit Händlern beschreiben.

Gruß Tom
Highfidele
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 02. Jul 2003, 09:30
Hi Tom,

da auch ich aus dem Ruhrgebiet komme kann ich Dir schon ein paar Händler nennen, die problemlos Ware zum Testhören ausleihen.
Zum einen natürlich mein Lieblingshändler in Essen Kettwig (Benedictus) und dann in Mühlheim der Peter Rasche, in Bochum "finest highfidelity", in Dortmund das "studio eins"..... .
Mit allen dieser Läden habe ich sehr positive Erfahrungen gesammelt. Nett, freundlich, gute Beratung und kein "Du-musst-jetzt-sofort-kaufen-Druck". Alles eher welche, die sich Zeit nahmen und der Meinung waren, was man kaufen möchte, soll man vorher ausführlich probehören - auch zu Hause.
Sie haben übrigens ein völlig unterschiedliches Sortiment.
Gruß
Highfidele


[Beitrag von Highfidele am 02. Jul 2003, 09:32 bearbeitet]
christoph
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 17. Jul 2003, 13:50
hallo zusammen

@TomW

hast du dir die KEF reference 201 schon mal angehört? ich bin sehr angetan von diesem lautsprecher und kann dir nur wärmstens ans herz legen, diesen unbedingt mal anzuhören.
er spielt eher auf der neutralen seite, bietet eine sagenhafte räumlichkeit, die musik löst sich komplett vom lautsprecher.

echt ein genuss
michaelg
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 17. Jul 2003, 14:17

Die O300D ist vollaktiv, hat analogen UND digitalen Eingang, Ortsanpassung, etc etc. Damit ist das Preis-/Leistungsverhältnis einer SA2K extrem schlecht. Zumal bei der O300D mit Sicherheit das Abstrahlverhalten gleichmässig ist - das ist praktisch nur mit aktiven Konzepten zu erreichen, bei passiven nahezu unmöglich. ...


Das nicht gleichmäßige Abstrahlverhalten der K+H LS ist auf deren Webseite einsehbar und hat mit aktiv oder passiv nix zu tun (ausser evtl. im Übernahmebereich der verschiedenen Chassis). Unabhängig von den Qualitäten der LS hängt z.B. das Abstrahlverhalten eines HT von seiner Konstruktion und der verwendeten Schallwand ab.




"Lautsprecher sind Geschmackssache und müssen zu Deinem Raum passen."

Nein. Definitiv nein. Das Ideal ist der absolut neutrale LS, der jede Art von Musik gleichermassen erstklassig wiedergibt. Das ist keine Geschmackssache. Oder kaufst Du Dir lieber einen rosa verfärbenden Fernseher statt eines neutralfarbigen? Zum Raum passen: wenn das Abstrahlverhalten gleichmässig (!) ist und die LS relativ stark bündeln, ist der Einfluss von Wandreflektionen schon mal stark reduziert, anders ausgedrückt: der Raumeinfluss wird geringer.


Die Wiedergabe eines LS ist in hohem Maße abhängig vom Raum. Deshalb werden beispielsweise gute Studios auch sehr aufwendig akustisch optimiert. Deiner These nach ist das nicht nötig, sofern man nur stark bündelnde LS einsetzt.
Es ist immer ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten und kann daher nicht auf einen Ansatz zur Lösung reduziert werden.



Bei den meisten Passivkonstruktionen liegen genau in dem Bereich die Probleme (extrem: B&W Nautilus, z.B. die 805, den Effekt dieser Breitstrahler und damit Hallwerfer hatte ich hier ja schon beschrieben), Aktivkonzepte können in dieser Hinsicht besser auskorrigiert werden. Die Nautilus 805 war wie gesagt in einem halligen Hörraum einfach sch..., die K+H in einem ebenfalls halligen Raum gut, und sie ist jetzt, in meinem halbwegs normal bedämpften Wohnzimmer sehr gut.


Das schlechte Abstrahlverhalten der Nautilus HT könnte evtl. damit zusammenhängen, daß es praktisch keine Schallwand gibt . Ansonsten s.o., aktiv oder passiv ist hier nicht von Belang.



Ansonsten wäre ja auch die Konsequenz, dass man bei jedem Umzug neue LS anschaffen müsste, das kann's ja wohl nicht sein ...


Alternativ wirst Du Deinen Hörraum entsprechend anpassen müssen. Wie bereits gesagt, eine einfache allgemeingültige Lösung gibt es nicht und Deine verhältnismäßig kleine O300 ist für größere Hörabstände (> 2m) auch nicht optimal (will sie auch gar nicht sein, dafür gibt es andere Modelle).

Der beste mir bekannte Kompaktlautsprecher ist übrigens die Spendor 15/2 pro. Ich weiß aber nicht, ob sie noch neu zu bekommen ist. Evtl. noch bei Püllmanns direkt (www.hifisinne.de).

Schönen Gruß,
Michael
Bruno
Stammgast
#11 erstellt: 17. Jul 2003, 14:39
Hey,

mein Dealer führt die Wilson Benesch Arc - fand aber, die spielen wie "eingeschlafene Füsse" - haben mich VOLL gelangweilt.

Wilson Benesch bauen sicher keine schlechten LS, aber mir machen die einfach keinen Spass, dann schon lieber die Katan von Linn (soviel zu Werner Bs Behauptung, Lautsprecher seien KEINE Geschmackssache). Die Katan kann man sowohl aktiv als auch passiv betreiben, was ziemlich gute aufrüst-Möglichkeiten ergibt.

Grüsse
Bruno


[Beitrag von Bruno am 17. Jul 2003, 14:40 bearbeitet]
Werner_B.
Inventar
#12 erstellt: 17. Jul 2003, 14:41
"... und hat mit aktiv oder passiv nix zu tun (ausser evtl. im Übernahmebereich der verschiedenen Chassis)."

Nicht direkt, korrekt. Nur: 1. welcher passive LS ist da wirklich gut? 2. mit aktiven Konzepten lassen sich notwendige Korrekturen (z.B. infolge Waveguides) leichter und präziser erreichen.

"Die Wiedergabe eines LS ist in hohem Maße abhängig vom Raum. Deshalb werden beispielsweise gute Studios auch sehr aufwendig akustisch optimiert. Deiner These nach ist das nicht nötig, sofern man nur stark bündelnde LS einsetzt."

Unrichtige Interpretation, bitte genau lesen, ich hatte geschrieben: "... LS relativ stark bündeln, ist der Einfluss von Wandreflektionen schon mal stark reduziert, anders ausgedrückt: der Raumeinfluss wird geringer." Ich hatte nicht VERHINDERN geschrieben, sondern REDUZIEREN. Diese Reduktion halte ich allerdings für sehr deutlich hör- und nachvollziehbar.

"Alternativ wirst Du Deinen Hörraum entsprechend anpassen müssen. Wie bereits gesagt, eine einfache allgemeingültige Lösung gibt es nicht ..."

Ja. Ich müsste mich da wohl präziser ausdrücken: soweit der LS das technisch weitestgehend machbare darstellt, d.h. ich so weit als es eben vernünftig geht, den Raumeinfluss minimieren kann, soweit brauche ich mir bei einem Umzug auch keine Gedanken über die LS machen, da dann keine Optimierung an der Stelle mehr möglich ist. Ausnahme: der Hörabstand differiert deutlich. Wenn man alle Raumprobleme auskorrigieren will, dann muss man die Raumakustik natürlich untersuchen und ggf. anpassen. Nur: ich fordere eben als Voraussetzung, dass der LS eben bestmöglich solche Probleme minimiert, so dass ich bei der Raumakustik weniger tun muss, was mir im Umkehrschluss mehr Freiheiten bei der Raumgestaltung gibt.

Zahlreiche Probleme herkömmlicher, passiver LS sind so VERRINGERT, auch richtig: sie sind damit NICHT AUFGEHOBEN.

Und: ich habe im HiFi-Handel keinen einzigen wirklich zufriedenstellenden LS gefunden (alle passiv). Die O300D war schliesslich derjenige, der als einziger einen deutlichen Fortschritt gegenüber meinen alten LS bedeutet hat. Alles andere wäre keinen Kauf wert gewesen, weil keine Verbesserung.

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 17. Jul 2003, 15:33 bearbeitet]
michaelg
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 17. Jul 2003, 18:30


Nicht direkt, korrekt. Nur: 1. welcher passive LS ist da wirklich gut? 2. mit aktiven Konzepten lassen sich notwendige Korrekturen (z.B. infolge Waveguides) leichter und präziser erreichen.


Gut? Wie bereits geschrieben: 15/2 pro als "Kompakt"-LS und sämtliche Versionen der BC1 oder die 75/1.



Unrichtige Interpretation, bitte genau lesen, ich hatte geschrieben: "... LS relativ stark bündeln, ist der Einfluss von Wandreflektionen schon mal stark reduziert, anders ausgedrückt: der Raumeinfluss wird geringer." Ich hatte nicht VERHINDERN geschrieben, sondern REDUZIEREN. Diese Reduktion halte ich allerdings für sehr deutlich hör- und nachvollziehbar.


Bündelungsmaß hat nix mit aktiv/passiv zu tun. Und bitte im Zusammenhang mit Deiner These vom Umzug betrachten.



Ja. Ich müsste mich da wohl präziser ausdrücken: soweit der LS das technisch weitestgehend machbare darstellt, d.h. ich so weit als es eben vernünftig geht, den Raumeinfluss minimieren kann, soweit brauche ich mir bei einem Umzug auch keine Gedanken über die LS machen, da dann keine Optimierung an der Stelle mehr möglich ist. Ausnahme: der Hörabstand differiert deutlich. Wenn man alle Raumprobleme auskorrigieren will, dann muss man die Raumakustik natürlich untersuchen und ggf. anpassen. Nur: ich fordere eben als Voraussetzung, dass der LS eben bestmöglich solche Probleme minimiert, so dass ich bei der Raumakustik weniger tun muss, was mir im Umkehrschluss mehr Freiheiten bei der Raumgestaltung gibt.

Ich bleibe dabei, es gibt keinen Königsweg, der immer paßt. Bei StudioLS, die evtl. sogar AUF dem Pult stehen gelten vollkommen andere Kriterien als z.B. bei solchen auf Ständern oder für Wandeinbau.



Und: ich habe im HiFi-Handel keinen einzigen wirklich zufriedenstellenden LS gefunden (alle passiv).

Ich fürchte, da stimme ich Dir zu , schliesse aber aktiv ein

Schönen Gruß,
Michael
stype
Stammgast
#14 erstellt: 17. Jul 2003, 22:05
Hi Bruno,

>>mein Dealer führt die Wilson Benesch Arc - fand aber, die
>>spielen wie "eingeschlafene Füsse" - haben mich VOLL
>>gelangweilt.

>>Wilson Benesch bauen sicher keine schlechten LS, aber mir
>>machen die einfach keinen Spass, dann schon lieber die
>>Katan von Linn (soviel zu Werner Bs Behauptung,
>>Lautsprecher seien KEINE Geschmackssache).

Ich kann die Geschmacksache auch nur noch mal bestätigen.
Ebenso, dass ein Lautsprecher sehr wohl zur Raumakustik passen muss, wenn man nicht nur im Nahfeldbereich sitzen will.
Für mich erzeugte die Arc in mehreren Hörtests genau das Gegenteil von "eingeschlafenen Füssen". Für meinen sehr halligen Raum hat sie eindeutig zu viel Attacke. Deshalb habe ich mich zu Hause ganz bewußt für die "gedämpftere" Linn Tukan (den Katan Vorgänger) entschieden, die da besser paßt.
In einem gut bedämpften Raum würde ich immer die Arc vorziehen.
Hat bei deinem Hörtest evtl. die Elektronik nicht harmoniert? Ich habe sie ausnahmsweise mal nicht an Linn, sondern an Audionet ART/SAM gehört, das paßte sehr gut.

"eingeschlafene Füsse" erzeugten bei mir übrigens die häufig so hoch gelobten aktiven Studiomonitore von ME Geithein.

Wie gesagt, alles Geschmacksache...

Gruß

Klaus
martin
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 18. Jul 2003, 09:01
Hi Michael,
Deine Kritik an Werner kann ich teilweise nicht nachvollziehen

Wenn Du Dir die Empfehlungen vom SSF mal ansiehst,
http://www.tonmeister.de/foren/surround/texte/SSF_01_1_2002_v2.PDF

die wohl auch für 2-Kanal-Stereophonie Gültigkeit haben, kommt das Werners Argumentation ziemlich nahe.



Ich bleibe dabei, es gibt keinen Königsweg, der immer paßt. Bei StudioLS, die evtl. sogar AUF dem Pult stehen gelten vollkommen andere Kriterien als z.B. bei solchen auf Ständern oder für Wandeinbau.


Schau mal auf S.3 "...bei den meisten elektroakustischen Parametern ist es beim heutigen Stand der Technik nicht erforderlich, zwischen Heim- und Studioanwendungen signifikant zu unterscheiden.."

Weiter unten in der Tabelle wird diesem Umstand Rechnung getragen. Bei Studio- wie auch Heimtonwiedergabe wird z.B. der gleiche Amplitudenfrequenzgang eingefordert, und zwar mit einem Toleranzfeld von 4db. Allein an diesem Punkt gemessen, kannst Du die allermeisten Hifiboxen vergessen.

Dein Einwand, Deine BBC-Monitore würden den Ansprüchen genügen, könnte stimmen. Man liest eigentlich nichts Negatives in den einschlägigen Foren. Wenn ich aber vom aktuellen LS-Markt ausgehe..

Womit wir beim Thema 'Geschmack' wären
"Um auch bei Heimwiedergabe einen Gesamteindruck zu erhalten, wie er vom Produzenten bei der Aufnahme beabsichtigt wurde, sollten hochwertige Heimbedingungen den Anforderungen an die techn. Qualität von Studio- bzw. Referenzhörbedingungen nahekommen."

Dass der pers. Geschmack nicht unbedingt mit der Produzentenabsicht einhergehen muss, ist klar. 'Geschmack' hat aber relativ wenig mit Hifi zu tun.

Grüße
martin
michaelg
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 18. Jul 2003, 11:19

...


Hi martin,

Du has recht, ich stimme Dir zu.
Ich sehe aber keine Widersprüche.

Schönen Gruß,
Michael
martin
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 18. Jul 2003, 15:15
Hi Michael,

erklär mir mal Deine 'vollkommen anderen Kriterien', wenn der LS auf dem Ständer steht als auf dem Pult? Dann Deine Einwände gegen Werners Thesen. Wenn du schon seine Zitate rauskopierst, solltest Du auch darauf eingehen. Das tust Du aber in den oberen 3 Blöcken von Deinem letzten Posting nicht, obwohl Werner sich schon alle Mühe gab, deutlicher seinen Standpunkt herauszubilden.
Beim 1. verweist Du auf LS, die wohl nicht mehr aktuell sind (meine ich natürlich nicht qualitativ)

Beim 2. verdeutlicht Werner nochmal die Bedeutung des Bündelungsmaßes. Da steht nix von aktiv/passiv

Beim 3. schließlich meine eingangs erwähnte Frage. Auf eine vernünftige Forderung antwortest Du mit diffuser Unschärfe.

Man kann Werner schon verstehen, wenn man nur will

Ich denke aber, Dir geht es mal wieder darum, die vermeintlichen Vorteile von Aktiv-LS zu relativeren.

Grüße
martin
Werner_B.
Inventar
#18 erstellt: 18. Jul 2003, 15:37
Leute,

lasst uns einfach ganz entspannt in's Wochenende rauschen. Wenn immer wieder die gleichen Themen gewälzt werden, verkürzt man oft, manchmal eben zu stark, es fängt an zu langweilen.

Schade finde ich eigentlich nur, dass dann manches für Neuankömmlinge hier nicht genügend transparent wird, wobei die Suchfunktion natürlich manchmal helfen könnte ...

Wie dem auch sei ... Wochenende!

Gruss, Werner B.
michaelg
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 19. Jul 2003, 13:21

Hi Michael,

erklär mir mal Deine 'vollkommen anderen Kriterien', wenn der LS auf dem Ständer steht als auf dem Pult? Dann Deine Einwände gegen Werners Thesen. Wenn du schon seine Zitate rauskopierst, solltest Du auch darauf eingehen. Das tust Du aber in den oberen 3 Blöcken von Deinem letzten Posting nicht, obwohl Werner sich schon alle Mühe gab, deutlicher seinen Standpunkt herauszubilden.
Beim 1. verweist Du auf LS, die wohl nicht mehr aktuell sind (meine ich natürlich nicht qualitativ)

Beim 2. verdeutlicht Werner nochmal die Bedeutung des Bündelungsmaßes. Da steht nix von aktiv/passiv

Beim 3. schließlich meine eingangs erwähnte Frage. Auf eine vernünftige Forderung antwortest Du mit diffuser Unschärfe.

Man kann Werner schon verstehen, wenn man nur will

Ich denke aber, Dir geht es mal wieder darum, die vermeintlichen Vorteile von Aktiv-LS zu relativeren.

Grüße
martin


Hi Martin,

ich fürchte wir verstehen uns deutlich miss. Ganz kurz zu Deinen Punkten:
1. Die Frage war einfach nur welche passiven LS, nicht welche aktuellen passiven LS.
2. Werner schreibt, das ein bestimmtes Abstrahlverhalten nur mit aktiven Konstruktionen erreichbar ist. Und das streite ich ab.
3. Ein LS auf einem Tisch/Pult hat mit anderem Reflektionsverhalten zu "kämpfen" als ein frei stehender (bzw. auf einem Ständer montierter) oder ein in die Wand verbauter.
Das ist es schon.

Zum Thema "vermeintliche Vorteile" aktiver LS: aktive LS haben Vorteile gegenüber passiven Konstruktionen, die Aktvierung wurde allerdings ursprünglich eingeführt, weil man keine Leistung übertragen wollte. Deshalb waren die ersten "aktiven" Konstruktionen auch lediglich "powered" Versionen von passiven.
Wenn man Probleme, beispielsweise mit dem Raum hat, die mit passiven LS nicht lösbar sind, werden sich aktive auch schwer tun. Man kann zwar heute mit digitaler Entzerrung etliche Verrenkungen machen, aber das ist wieder ein Aspirin-Prinzip. Man löst nicht das Problem, sondern doktert an den Symptomen. Und genau das sollte man meiner Ansicht hier nach NICHT tun! Deshalb auch meine Antwort an Werner bzgl. Umzug. Wer den Raum nicht verändert, wenn's nicht passt, wird immer auf etwas verzichten.
Du hast recht, ich relativiere die Vorteile von aktiven LS, denn man könnte den Eindruck gewinnen, das aktive grundsätzlich gut sind und passive grundsätzlich schlecht. Und das ist einfach nur Quatsch!

Wenn ich allerdings denn mal neue LS bräuchte, wären es aber aktive. Und zwar entweder runderneuerte 75/1 A oder MEG 903. Jedenfalls solide ausgereifte Konstruktionen, mit hochwertigen Teilen bestückt, die bereits ohne diverse elektronische Helferlein vernünftig spielen. Und zwar, weil diese LS vernünftig klingen (irgendwer hier schrieb mal, daß seine Füße bei den MEG eingeschlafen sind; zeigt, daß er noch keine neutrale Wiedergabe geniessen konnte), nicht weil sie Korrekturmöglchkeiten bieten (tun sie nur in verhältnismäßig geringen Grenzen).

Schönen Gruß,
Michael
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