Verstärker (-Kombi) für Aurum Vulkan VII ?

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JKap
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Sep 2011, 00:35
Liebe Amp-Gemeinde,

vor zwei Jahren hat ein Paar Quadral Aurum Vulkan meine alten Montan Mk II abgelöst. Den relativ kräftigen Verstärker (Yamaha AX-1050) habe ich weiter betrieben.

Eigentlich habe ich keinen Grund zur Klage - aber so ein Hobby ist ja nicht immer rational begründbar, auch wenn ich meiner Frau gegenüber immer das Gegenteil behaupte Die Vulkane gehen auch bei kleinen Pegeln (die Lautstärkeregelung steht bei mir fast immer knapp über 0) tief in den Keller, das Ansprechverhalten ist sehr flott, die Instrumentfarben erinnern an Live-Erlebnisse.

Nun habe ich mich an einen "Testbericht" erinnert, in dem als Traumpartner für die Lautsprecher eine ältere Rotel Kombi empfohlen wurde. Neugier kann tödlich sein: Die laut Rotel aktuelle Kombi (RC-1580 und RB 1582) kommt zusammen auf gut 2,5 kEur - nicht billig, aber ich hatte andere Preise erwartet... Nun habe ich einen gut beleumundeten HiFi-Händler mit Rotel im Programm in der Nähe. Bevor ich da hingehe und ggf im Affekt zuschlage, würden mich andere Meinungen interessieren - gerne auch günstigere Alternativen, denn eines Tages werde ich auch wieder einen Tonabnehmer brauchen

Was ich mir wünschen würde ist natürlich eine deutliche Verbesserung gegenüber dem AX-1050 - ist das in dieser Preislage überhaupt realistisch? Klanglich hätte ich gerne
- etwas mehr Präsenz in den Höhen bei kleinen Pegeln (so richtig krachen lassen kann ich es nicht mehr)
- Auflösung, je mehr desto besser (je mehr auf der Bühne los ist, umso weniger gut ortbare Plätze haben die Musiker im aktuellen Setup)

Zum Musikgeschmack: Jazz verschiedener Färbungen (Bebop, Acid, Modern, Latin), Symphonik, gut gemachter Pop und Rock. Als Quellen stehen ein Yamaha CD-S700 und verschiedene Dreher parat - Liebling ist ein Thorens 320 mit Rondo Red. Letzterer hängt aktuell direkt am MC-Eingang des Verstärkers, in den nächsten Tagen kommt ein Cambridge Azur 640 als Phono-Stage zum "Rumspielen" dazu.

Ehrlicherweise (was die oben genannten leichten Mankos angeht) - der Hörraum ist nicht ideal, gerade mal 20 qm. Im Laufe des kommenden Jahres baue ich das Dach aus, dann sollte das besser werden

Nun - vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen und Anregungen! Ist es übrigens realistisch, daß ein Händler mir einen Verstärker in der Preisklasse zum Testen mitgibt?

Schöne Grüße,

Jürgen
weimaraner
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 06. Sep 2011, 19:40
Hallo,

ohne es vorher getestet zu haben würde ich keine 2,5k€ auf Verdacht ausgeben,
sprich wenn du Pfand hinterlegst ist so etwas doch möglich auszuleihen,
aber nicht jeder Händler spielt da mit.

mehr Präsenz in den Höhen bei kleinen Pegeln,
hmm,
kannst du die LS mal probeweise etwas nach hinten anwinkeln?
(Vorne was unterlegen)

mehr Bühne,
hast du Lautsprecher auf den Hörplatz eingewinkelt?

Wenn ja,dann ändere doch auch dies kurz,
einfach mal parallel zueinander aufstellen.

Das ist meines Erachtens wenn überhaupt hauptsächlich ein Aufstellproblem,

ansonsten wollte ich neben der Rotel Kombi auch noch einen Jungson JA 99D hören,
einen Anthem Integrated 225 oder auch den hier:
http://www.opera-online.de/index.cgi?a=show&id=38&t=Forbidden City Calaf

Gruss


[Beitrag von weimaraner am 06. Sep 2011, 19:42 bearbeitet]
JKap
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 06. Sep 2011, 19:57
Hallo Weimaraner,

klasse - kaum zuhause, schon ne Antwort - danke!

Keine Bange, ich bin zwar für Impulskäufe anfällig, aber
- ich weiß das und
- 2,5k sind schon richtig Kohle.

Den Besuch beim HiFi-Tempel habe ich deswegen auf frühestens Oktober terminiert, um wieder nüchtern zu werden

Zu Deinen Aufstellungstips:

weimaraner schrieb:
mehr Präsenz in den Höhen bei kleinen Pegeln,
hmm,
kannst du die LS mal probeweise etwas nach hinten anwinkeln?
(Vorne was unterlegen)

mehr Bühne,
hast du Lautsprecher auf den Hörplatz eingewinkelt?

Wenn ja,dann ändere doch auch dies kurz,
einfach mal parallel zueinander aufstellen.


Die Bändchen sind genau auf Ohrenhöhe, aber das nach hinten kippen werde ich trotzdem probieren. Und ja, ich habe die LS eingewinkelt, allerdings erst nach ein paar Tagen - bin auch ein alter "Paralleler". Allerdings ist der Hörraum nicht nur klein, sondern sehr unsymmetrisch - links neben dem linken Lautsprecher ist der Durchbruch zur Küche, rechts neben dem rechten steht das Rack, dann Wand. Bei paralleler Aufstellung höre ich quasi nur den rechten Lautsprecher. Und den Balance-Regler zu benutzen, verbietet mir mein Ehrgefühl An der Aufstellung habe ich einen dreiviertel Tag geschuftet (50 kg/Box) und das meiner Meinung nach Bestmögliche rausgeholt.

Anthem, City Calaf - wattet nich alles gibt! Danke für die Tips, ich lese mich mal ein... Verstärker waren nie so meine Leidenschaft... Der arme Yamaha langweilt sich bei mir furchtbar, die Vulkan VII braucht sehr wenig "Dampf" trotz der nominellen 400 W Spitze.

Viele Grüße,

Jürgen
weimaraner
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 06. Sep 2011, 20:08

Allerdings ist der Hörraum nicht nur klein, sondern sehr unsymmetrisch - links neben dem linken Lautsprecher ist der Durchbruch zur Küche, rechts neben dem rechten steht das Rack, dann Wand.


Das bestärkt eher meine Befürchtung das du mit einem blossen Verstärkerwechseln vllt nicht befriedigt sein wirst,
aber versuch macht kluch....

Hast du vllt ein paar Bilder deiner Aufstellung,
vllt fällt mir ja was auf/ein,

bei mir treiben übrigens auch gerade zwei Quadral Bändchen ihr Unwesen,
aber nur in Montanen...

Je nach Aufstellort unglaubliche Bühne,
oder auch ein derber Rückschlag,

was aber bei all meinen Lautsprechern so ausfällt,
Raumakustik eben....

Gruss
JKap
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 06. Sep 2011, 20:32
Hei nochmal,

weimaraner schrieb:
Das bestärkt eher meine Befürchtung das du mit einem blossen Verstärkerwechseln vllt nicht befriedigt sein wirst,
aber versuch macht kluch....


Naja, ich bin ja nicht richtig unglücklich - eher neugierig, ob noch was geht. Die Bühne ist übrigens schon breit - nur die Detailauflösung ist bei Orchestern verbesserungsfähig - hoffentlich. Und wie gesagt, kommendes Jahr geht's unters Dach mit dem ganzen Geraffel

Ein Bild mach ich später und schicke es hoch, im Moment steht meine Frau samt Bügelbrett vor einem Lautsprecher. Wie in der dritten Welt...


bei mir treiben übrigens auch gerade zwei Quadral Bändchen ihr Unwesen,
aber nur in Montanen...


Ja, die Montan - auch was Feines, kommt vor allem mit weniger Quadratmetern klar. Ich hab sie gegen die Vulkane gewechselt - vor dem Umzug...

Liebe Grüße - muß nun noch ein wenig was tun.

Jürgen
JKap
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 07. Sep 2011, 00:01
Hallo Weimaraner,

wie Du auf den Bildern siehst, bin ich Deinen Vorschlägen testweise gefolgt:

kappi Lautsprecheraufstellung kappi Lautsprecheraufstellung kappi Lautsprecheraufstellung

Also das nach-hinten-Ankippen hat an der Höhensituation nichts für mich wahrnehmbares geändert. Mir ist lediglich aufgefallen, daß der Tiefbaß an Kontour verloren hat - es klang etwas "unschärfer". Die drei unterschiedlich verzerrten Gitarren im Teststück ("Animals" von John Watts) waren so oder so gleich präsent:

Nämlich weniger als bei auf den Hörplatz (der blaue Sessel) eingewinkelten Lautsprechern - die Bändchen der Vulkan "zielen" mehr als die meiner alten Montan II, das ist mir früher schon aufgefallen. Aber - die Bühne ist doch deutlicher als in der eingewinkelten Aufstellung. Ich werde das mal ein paar Tage so lassen Dabei sind die Gitarren recht gut plaziert, aber es ist immer noch nicht so, als könnte ich mit Sicherheit nach Gehör auf den Sänger schießen (auf John Watts sowieso nicht, der soll noch viele Scheiben machen!). Der Abstand der LS-Fronten zum Hörplatz sind übrigens jeweils 2,8 Meter.

Um auf das Thema Verstärker zurückzukommen: Die von Dir genannten Modelle zeichnen sich sämtlich durch hohe Leistung aus, soviel habe ich bislang nachlesen können. Ok, der aktuelle Yamaha hat auch 2x 140 W, aber mehr als 1/4 habe ich ihn an den Vulkanen noch nie aufgedreht, und auch das ist vom Pegel her schon jenseits von gut und böse. Die Montan Mk II brauchte schon eine weit höhere Einstellung. Hältst Du einen so starken Verstärker als ggf Nachfolger für den Yamaha für sinnvoll / notwendig oder tut es nicht auch einer mit weniger Leistung?

Schöne Grüße und vielen Dank,

Jürgen
weimaraner
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 07. Sep 2011, 12:27
Hallo,

wenn das nach hinten kippen bei dir nichts gebracht hat kannst du es wieder ändern,
es war nur ein Versuch.

Die von mir genannten Verstärkermodelle wurden nicht nach Leistung ausgesucht,
sie sind aber mit Sicherheit nicht zu klein.

Statt des Jungson JA 99D könntest du auch den JA 88D probieren,
der ist fast genausogut,
hatte ich auch mal an meinen Montan.

Gruss
JKap
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Sep 2011, 12:41
Hallo zusammen,

@Weimaraner: Natürlich habe ich die untergelegten Bücher wieder ins Regal gestellt - vielen Dank noch mal für Deine Anregung zum Thema Aufstellung: So ermutigt habe ich die Woche etwas experimentiert und tatsächlich nun eine weit bessere Darstellung als das ganze vergangene Jahr!

Zum Thema Verstärker habe ich eigentlich zwei Kernfragen:

- Ist in der 2000 - 2500 Euro-Klasse eine deutliche Steigerung zu erwarten (der AX-1050 ist ja nun wirklich kein schlechter, vor 20 Jahren bei 1500 DM) oder würdet Ihr mir raten wiederzukommen, wenn ich z.B. das doppelte zusammen habe?

- Ist zum Betrieb der Quadral Aurum Vulkan VII bei geringer / moderater Lautstärke eine Endstufe >= 100 W @8 Ohm tatsächlich erforderlich oder vorteilhaft? Oder soltle ich auch Amps mit geringerer Leistung in die Kandidatenliste aufnehmen?

Hochfidele Grüße in Eure Wochenenden,

Jürgen
weimaraner
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 10. Sep 2011, 13:26
Hallo,

da gehören die Bücher ja auch hin

Zu deinen beiden Fragen,

das kann dir hier mit Sicherheit niemand schlüssig beantworten,
schon gar nicht rein nach dem Preisgefüge.

Natürlich kannst du auch schmalbrüstigere Verstärker mit ins Rennen nehmen,
über das testen der Komponenten ob es dann tatsächlich eine Steigerung für dich ergibt welche den Preisaufschlag rechtfertigt,

das ist wiederum leider allein deine Entscheidung.

Viele,
sehr viele sprechen dem Verstärker im Allgemeinen ja überhaupt keine "Klangeigenschaften " zu.
Klingt alles gleich ist da der Tenor.

Diese Meinung kann man teilen,
oder auch nicht.

Ich würde beispielsweise zu den Quadral kein T&A verwenden,
auch kein NAD und auch kein Marantz.

Wenn du einen kleinen Verstärker probieren möchtest welchen ich in Betracht ziehen würde,
dann einen Creek.

Einen Grossen hab ich ja schon genannt.


Gruss
JKap
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 11. Sep 2011, 13:36
Hallo Kollege,


weimaraner schrieb:
über das testen der Komponenten ob es dann tatsächlich eine Steigerung für dich ergibt welche den Preisaufschlag rechtfertigt,

das ist wiederum leider allein deine Entscheidung.


...immer diese lästigen Freiheiten im Leben

Mein Plan ist nun, im November (da habe ich zwei Wochen Urlaub) mit Zeit und Ruhe beim HiFi-Händler aufzuschlagen. Die von Dir genannten Amps nehme ich als Anregung mit, und natürlich die Rotel-Kombi. Wenn er mich gegen Pfand oder wie immer etwas zum Testen mitnehmen läßt, habe ich die Möglichkeit den Mehrwert zu evaluieren.


weimaraner schrieb:
Viele,
sehr viele sprechen dem Verstärker im Allgemeinen ja überhaupt keine "Klangeigenschaften " zu.
Klingt alles gleich ist da der Tenor.


Tja, das habe ich auch mal gedacht. Der Wechsel (wegen Defekt) von einem HK 6900 auf den Yamaha AX-1050 war aber ein erstes Aha-Erlebnis. Und seit ich vor kurzem einen separaten Phono-Preamp (Cambridge 640) statt der im 1050 eingebauten Vorstufe verwende, bin ich endgültig kuriert. Daher auch dieser Thread

Schöne Grüße und ein feines Restwochenende,

Jürgen
mykini
Neuling
#11 erstellt: 24. Apr 2013, 13:50
Hallo bin neu hier wollte nur mal einwerfen das ich zwei absolut geile vulkan vii loswerden muss weil sonst der haussegen schief hängt Ahorn Champagne laufen absolut einwandfrei sind die besten lautsprecher die ich je hatte aber meine Frau teilt den Geschmack nicht ?Sind abzugeben für 2800 Euro Raum göttingen 😃
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