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System Fidelity SA 300 SE - kann jemand was zu dem Gerät sagen?

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Beitrag
MediaQuark
Neuling
#1 erstellt: 16. Mrz 2012, 13:01
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich suche nach einem guten und bezahlbaren Verstärker und dabei ist mir der minimalistisch ausgestattete System Fidelity SA 300 SE aufgefallen:

http://www.hificonsu...139c3e8fd94c52750074

-Kann jemand etwas zu dem Gerät sagen (man findet ja nicht gerade viel darüber)?

Hier noch ein Paar Eckdaten:
Bereits vorhandene Lautsprecher: Wharfedale Diamond 10.5.
Gehört wird ausschließlich elektronische Musik und nix anderes .
Raumgröße: knappe 20qm, rechteckig.
Meint ihr,dass das passt?
Hoffe, Ihr könnt mir da helfen, danke

Gruß
MediaQuark


[Beitrag von MediaQuark am 17. Mrz 2012, 08:42 bearbeitet]
Thomas5013
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 08. Apr 2012, 13:14
Hallo MediaQuark,

ich stand vor kurzem vor der selben Entscheidung und hab mich dann für den SA-300, einen CD-300 und einen ST-250 entschieden. Betrieben wird bei mir das Ganze mit einem Paar Focal Profile 918 (Audio 86Pkt).

Vor dem Kauf hab ich die Komponenten zur 270er Serie und zum NAD C315 im Vergleich probegehört.
Der 300er war allerdings beiden deutlich überlegen, er klingt wesentlich ruhiger, präziser und räumlicher.
Der SA-270 wurde im Audio mit 80Pkt, und der C315 mit 70Pkt bewertet, ich würde den SA-300 also auf 85+ schätzen.

Klanglich hat mich die 300er Serie sehr überzeugt, da sie meiner Meinung nach keine ausgeprägten klanglichen Schwächen aufweist. Ich würde den Klang allgemein als harominsch, präzise und konturiert (besonders im Bassbereich) bezeichnen. Auch Optisch empfinde ich die Serie als sehr gelungen, da sie meiner Meinung nach schon ziemlich nach "High-End" aussieht.

Bei all den guten klanglichen Eigenschaften haben die Komponenten noch eine weitere nicht so positve Seite, insgesamt ist meine Meinung zu den System Fidelitys sehr konträr. So sieht das Design leider nur nach High-End aus, fühlt sich aber keinesfalls so an.
1. Das Lautstärkenpotentionmeter macht den Eindruck, als ob es ein lineares und kein logarithmisches wäre, das heißt, die ersten 5mm drehen passiert nichts, dann auf sehr kleinem Weg eine sehr große Änderung, und dann wieder wenig.
2. Das Poti wird über einen Gleichstromgetriebemotor angetrieben, daraus resultiert ein relativ lautes Geräusch und das Getriebe hat einen gewissen "Totgang", das heißt wenn man die Lautstärke manuell reguliert, sind die ersten 1-2mm (nach Drehrichtungsumkehr) SEHR leichtgängig, die Lautstärke änder sich aber auch in diesem Bereich. In Verbindung mit dem in Pkt.1 beschriebenen Problem lässt sich die Lautstärke also nicht sehr komfortabel einstellen. Noch schwieriger wird die Regelung über die Fernbedienung, weil hier ein kurzer Tastendruck einer relativ großen Schrittweite gegenübersteht.
3. Das Schliffbild der Frontplatte des CD-Players ist merklich gröber als das des Verstärkers und des Radios, das heißt je nach Lichteinfall wirkt der CD-Player "heller".
4. Das Chassis des Verstärkers ist nur seitlich geschraubt. Wenn der Verstärker länger in Betrieb ist und somit warm wird, biegt sich das Chassis nach oben auf.
5. Ich kann den Radio per Fernbedienung über sage und schreibe 7 (!) Tasten (Standby, Random, Repeat, CD, DVD, TUNER und einer unbeschrifteten) ausschalten und über 1 Taste (Phono, wenn es wenigstens der Standby button wäre...) einschalten. Ich spreche hier nicht von der Verstärkerfernbedienung, sondern von der mit dem Radio gelieferten.
6. Teilweise funktioniert nach dem Einschalten des Radios nur das halbe Display. Wenn das noch öfters auftritt werde ich den Radio wieder zurückbringen.

Ich habe in Summe den Eindruck, dass die Dänen mit ihrer Hifi-Grundschaltung nach China gegangen wären und dort den Auftrag erteilten, die Elektronik möglichst billig zu einem gesamten Gerät zu machen.
Ich empfinde den Lautstärkenregler zum Beispiel als absoluten Witz, sogar mein billig LG-Heimkinosystem fühlt sich diesbezüglich wertiger an.

Mir hätte der Händler sogar angeboten, dass ich die Komponenten wieder zurückbringen könnte, habe sie dann aber doch behalten. warum?
Zum einen war der Preis unschlagbar (650 Euro, statt 1300 Euro. Und wenn man den Geizhals Preisverlauf betrachtet war dieser Preis scheinbar wirklich mal der Marktpreis), zum änderen würden Geräte mit ähnlichen klanglichen Eigenschaften und der von mir gewünschten Verarbeitung ~1500+ Euro kosten.
Ich denke, die "Grundelektronik", welche für die klanglichen Eigenschaften relevant ist, hat schon eine gewisse Qualität, sonst würden sie nicht so gut klingen, nur das Finish ist einfach billig (Stichwort China-Böller).

Die Grenze, inwieweit man mit diesen Mängeln leben kann, setzt jeder anders. Für mich war dann letztlich der doch sehr überzeugende Klang Grund, dass ich mich entschloss die Geräte zu behalten. Und ich denke auch nicht, dass man für das Geld im Moment etwas besseres bekommt, bzw. würde ich da sogar noch weiterausholen, dass ein merklicher Klangunterschied erst bei deutlich teuereren Geräten zu erwarten ist.

Ich hoffe ich konnte Dir damit bei deiner Entscheidung etwas helfen (wenn es hoffentlich noch aktuell ist), wenn Du noch Fragen zu den Geräten hast, kannst Du mich gerne Fragen.
Und falls sonst noch jemand hier im Forum ein System Fidelity Gerät besitzt würde mich interessieren, ob da auch diese Mängel bestehen, danke.

Grüße
Thomas
dkP74
Stammgast
#3 erstellt: 15. Mai 2012, 13:11
Bei mir ist der SA 300 SE grade frisch eingetroffen und läuft seit ner Stunde im Arbeitszimmer.
Über Verstärkerklang möchte ich mich nicht äußern, dies soll jeder mit sich selbst ausmachen.

Er macht erstmal einen sehr wertigen Eindruck.
Auf den ersten Blick vermutet man vermutlich ein teures Gerät aber er hat 275€ gekostet.
Sogar die Fernbedienung macht einen wertigen Eindruck.
Also für den Preis bin ich echt positiv überrascht.
Ich bin mal gespannt ob er auf Dauer hält. Im Moment suche ich noch den Haken.

Gruß
dkP
elchupacabre
Inventar
#4 erstellt: 01. Sep 2012, 18:38
Gibt es hier vielleicht noch ein paar Leute mit einem 300 SE?

Würde mich dafür interessieren, eignet er sich für Klassik, Jazz und Blues?

Danke
MediaQuark
Neuling
#5 erstellt: 05. Jan 2013, 12:32
Hallo Thomas,

danke für deine ausführliche Antwort (wenn sie auch etwas spät kam, da ich den Amp längst besitze ).
Deine Beschreibung deckt sich weitgehend mit meinen Beobachtungen (habe nur den Amp)

Greetz

Edit:

@Thomas5013

@dkP74

Sind bei euren Amps die Lautsprecheranschlüsse auch seitenverkehrt (Beschriftung ist aber richtig!)?

@elchupacabre

Das musst du selbst herausfinden, da ich über kein Vergleichsmaterial verfüge, das Gerät ist für den aktuellen Kurs vom klanglichen Standpunkt her aber ausgezeichnet
Aber auf der anderen Seite bin ich aufgrund der nicht so tollen Haptik drauf und dran, mir etwas neues zuzulegen (in der engeren Auswahl stehen aktuell: Rotel RA 12 oder Exposure 1010A), aber inwieweit diese mich (klanglich) nach vorne bringen/bzw. sich voneinander unterscheiden, weiss ich leider noch nicht


[Beitrag von MediaQuark am 05. Jan 2013, 13:17 bearbeitet]
dkP74
Stammgast
#6 erstellt: 06. Jan 2013, 09:40
Also um nach der Beschriftung, bzw den LS klemmen zu sehen müsste ich das Dind erstmal irgendwie rausfummeln. So spontan kann ich mich aber nicht an Seitenverkehrte Beschriftungen/Klemmen erinnern.
Was ich nach einiger Zeit sagen muss ist, dass der Lautstärkepoti nervt und sich beim Regulieren komisch anhört. Bin mal gespannt wie lange der noch durchhält. Ansonsten kann ich bisher nichts Negatives über den Verstärker sagen....gemessen am Preis.
Gruß
dkP
MediaQuark
Neuling
#7 erstellt: 06. Jan 2013, 19:08
@dkP74

Ja genau, seitenverkehrte Beschriftung (das meinte ich), ausserdem nervt mich der labberige Lautstärkeknauf und der labile Gehäusedeckel (lässt sich mit dem kleinen Finger eindrücken und bei leichtem draufklopfen "klingelt" das ganze Gehäuse), zu guter letzt nervt der laute Trafo

Greetz


[Beitrag von MediaQuark am 06. Jan 2013, 20:14 bearbeitet]
MediaQuark
Neuling
#8 erstellt: 14. Jan 2013, 13:28
Habe vergessen zu erwähnen, das mich das schlechte Poti ebenfalls nervt (Gleichlauf etc.).
Das wäre dann meine vollständige "Meckerliste"

Jetzt mal ein Lob: Der Verstärker "klingt" an meinen LS am besten, er hat gegen folgende Kandidaten gewonnen: Yamaha A-S700 (klang irgendwie dumpf und im Bass viel zu dominant), NAD C 326BEE (giftige Höhen, verzerrte Mitten und übertriebener Bass), Pioneer A307R (wenig räumlich, das Klanggeschehen war "zu weit weg"), Onkyo A 9355 (abgesehen davon, dass das Gerät frisch aus dem Karton einen Defekt aufwies-schaltete sich ca. alle 5 Min. von selbst ab, klang leblos/einschläfernd), Creek Evolution 2 (sorgte für starkes Rauschen aus den Hochtönern, dazu ein Brummen aus den Tieftönern (DEFEKT???)-klanglich: Schon mitreißend, allerdings waren die Höhen zu dominant und der Bass sehr straff/knüppelhart, ausserdem versucht der Amp die Musik zu sezieren, sowas muss man mögen-ich mag es jedenfalls nicht).
Rein klanglich gesehen ist der System Fidelity also schon ein echtes Schwergewicht
Trotzdem stört mich seine "Haptik", weshalb ich aktuell (mal wieder ) auf der Suche bin.


[Beitrag von MediaQuark am 14. Jan 2013, 13:32 bearbeitet]
Thomas5013
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 22. Jan 2013, 16:03
@MediaQuark:

Ich kann leider nichts zu den vertauschten Anschlüssen sagen, weil ich das Gerät schon lange nicht mehr habe, weil es realtiv früh zu techn. Schwierigkeiten geführt hat.
Und: Ich kann Dir die Unzufriedenheit bzgl. Poti absolut nachempfinden, wenn ich mich nur daran erinnere...

Grüße
Thomas

P.S.: Gibt es System Fidelity überhaupt noch? Die HP ist seit längerem offline...
MediaQuark
Neuling
#10 erstellt: 13. Feb 2013, 06:29


Thomas5013 (Beitrag #9) schrieb:
@MediaQuark:

Ich kann leider nichts zu den vertauschten Anschlüssen sagen, weil ich das Gerät schon lange nicht mehr habe, weil es realtiv früh zu techn. Schwierigkeiten geführt hat.
Und: Ich kann Dir die Unzufriedenheit bzgl. Poti absolut nachempfinden, wenn ich mich nur daran erinnere...


Aus den Augen-aus dem Sinn, wa (habe meinen auch weggeben )!?


P.S.: Gibt es System Fidelity überhaupt noch? Die HP ist seit längerem offline...



In Deutschland anscheinend nicht mehr, bin ich aber auch nicht wirklich traurig drum

Greetz
poker4444
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 31. Mai 2013, 18:53
Hallo,
habe heute einen neuen System Fidelity Amp SA-300SE bekommen.
Der erste Klangeindruck ist hervorragend. ( Lautsprecher T&A TR 450 und Subwoofer AS1 von B&W)
Zu loben ist der aktive Subwooferausgang.
Mit der Lautstärkeregelung kommt man zurecht, allerdings sind bei mir auch die Lautsprecherausgänge ( Links und Rechts) vertauscht.
Jetzt kann der Dauertest beginnen :-)
dkP74
Stammgast
#12 erstellt: 01. Jun 2013, 08:13
Viel Glück :-)
Meiner ist leider defekt. Mein Test ist dadurch beendet.

Gruß
dkP


[Beitrag von dkP74 am 01. Jun 2013, 08:14 bearbeitet]
poker4444
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 01. Jun 2013, 16:01
Hallo,

darf ich nach der Art des Defektes des System Fidelity SA 300SE fragen ?

Und welcher Verstärker hat ihn ersetzt ?

mfg

poker
dkP74
Stammgast
#14 erstellt: 02. Jun 2013, 08:38
Selbstverständlich. Er läßt sich nicht mehr Ein- oder Ausschalten. Es passiert schlicht nichts mehr. Ersetzt wurde er durch einen Ebay Einkauf, den Kenwood KA 660D.

Gruß
dkP
poker4444
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 02. Jun 2013, 13:20
Hallo,

der Kenwood ist aber auch ein bischen älter oder ?!

Ich habe die Erfahrung gemacht, das ältere Geräte sich nicht lohnen.
Moderne Verstärker und Lautsprecher bieten meistens für einen geringen Aufpreis einen viel höheren Klangwert.
Einzig bei Kassettenrecordern und Plattenspielern seh ich in älteren Geräten einen Sinn.

mich würde deine Meinung interessieren.

Liebe Gruß

poker
RocknRollCowboy
Inventar
#16 erstellt: 02. Jun 2013, 13:23
Ich bin zwar nicht dkP74


Moderne Verstärker und Lautsprecher bieten meistens für einen geringen Aufpreis einen viel höheren Klangwert.


Dem möchte ich widersprechen.
Solange nichts defekt ist, sind alte Verstärker und Lautsprecher den Neuen ebenbürtig.
Vor allem bei Lautsprechern bekommt man ein viel besseres Preis-Leistungsverhältnis, wenn man auf gute Gebrauchte setzt.

Schönen Gruß
Georg
dkP74
Stammgast
#17 erstellt: 03. Jun 2013, 03:02
Also ich habe keine klanglichen Unterschiede bemerkt. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden. Zu diesem Thema gibt es ja schon einen Endlosthread.
Bei Lautsprechern kann ich nicht viel zu alten Varianten sagen mangels Erfahrung. Allerdings hat bei mir jeder Lautsprecherwechsel, verschieben von Lautsprechern, Raumwechsel deutlich hörbare Veränderungen gebracht.

Gruß
dkP
poker4444
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 07. Jun 2013, 21:46
Langzeittest:

1 Woche vorbei und der System Fidelity SA 300SE läuft einwandfrei.
Jetzt an Nubert NuLine 30 Lautsprechern.

Good Hope

poker
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