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"Supertolle" Kaufberatung

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ehemals_ah
Administrator
#1 erstellt: 22. Nov 2002, 16:41
Ich habe letzte Woche bei einem großen Elektronik-Geschäft, man nenne es einmal "Pluto", eine wunderbare Boxenberatung erlebt:
Der Verkäufer pries zuerst die wunderbare Bassleistung der Boxen (Heco Argon 70, danach noch irgendwelche Infinity) an, mit der Erwähnung nur Sony oder H/Kardon Amps wären dazu in der Lage, diese Boxen so richtig zu betreiben.
Dann hat er die Abdeckung der Boxen abgenommen und mit dem Kommentar "Die halten so richtig viel aus!" kräftig auf die Bassmembranen gehauen.
In welchem Zustand der Hochtöner war (natürlich schön eingedellt), brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Soviel zur Fachkunde der Verkäufer in gewissen "Fach"-Geschäften.
Werner
Stammgast
#2 erstellt: 22. Nov 2002, 16:56
Moin, nun so pauschal möchte ich nicht urteilen. Es kommt immer darauf an, an wen man gerät. Diese Uranus oder IQ-Märkte rekrutieren ihr Personal nach anderen Kriterien, als es ein Fachgeschäft tut.

Soll heissen: überwiegend mag schlechte, lustlose oder gar keine Beratung sein.

Ich habe allerdings auch schon oft wirklich kompetente Beratung gehabt. Es kommt halt auch immer auf die Frage und den Frager an. Andererseits habe ich mich sogar schon in solche Gespräche eingemischt, weil ich den Blödsinn nicht mehr hören konnte.
Dies ist allerdings schon eine Weile her - ist mir jetzt zu anstrengend

Menschliche Schwächen haben wir ja alle, und wenn man manche unbedarften Frager hört, dann wundern einen die sonderbaren oder genervten Antworten der "Berater" nicht mehr.
Spooky
Stammgast
#3 erstellt: 22. Nov 2002, 16:59
Hör bloß auf.. in einem anderen Laden selbiger Planetenkette habe ich ein Verkaufsgespräch mitbekommen, wo ein etwas älterer Herr zum Kauf eines Bose 3.2.1 "Sourroundsystems" für optimalen DVD Genuß "überredet" wurde. Hätte mich wegwerfen können.

Das war im Saturn Osnabrück.

Muß aber sagen, daß da ab und an auch fähige Leute in diesen riesen Läden rum laufen.

Als ich meine Elacs bei selbiger Kette gekauft habe (allerdings in Bielefeld), hat mir der Verkäufer, nachdem ich ihm gesagt habe, daß ich seine "Test CDs" nicht hören wolle, freie Auswahl aus deren CD Sortiment gewährt.
Als ich dann seine "günstige Heco Empfehlung" nach 5 min Probehören als Müll bezeichnet habe, hat er einmal gegrinst - und mich dann mit den Worten "ok - alles klar - komm mit - wir sind hier in der verkehrten Ecke" zu den wertigeren Produkten geführt und mich ne halbe Stunde allein und ohne Aufsicht mit dem guten Kram aus deren Laden spielen lassen.
Als ich mich dann für die Elacs entschieden hatte, hat er noch mal gegrinst, gezwinkert und meinte nur: "Die hab ich auch ... viel Spaß damit!"

Muß sagen - den habe ich

CU

Sascha
ehemals_ah
Administrator
#4 erstellt: 22. Nov 2002, 17:05
Hallo Werner,

gut, ich hätte eher schreiben sollen:
Soviel zur Fachkunde MANCHER Verkäufer in sogenannten "Fach"-Geschäften.
westmende
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Nov 2002, 00:05
Immerhin hörte ich bei einem Verkaufsgespräch in
selbiger Kette nach dem Wunsch des Käufers, diesen und
jenen Endverstärker einmal bei Zimmerlautstärke
"probezuhören", um den Klang zu vergleichen, einen
der Verkäufer leise murmeln "was soll das denn
bringen" - damals erschien mir diese Bemerkung
ignorant, heute dagegen weiß ich, daß er Recht hat.
Robani
Neuling
#6 erstellt: 27. Nov 2002, 17:28
Hallo!

Falls das aufgrund des Alters des Threads noch jemans liest:
@Spooky: Dein "Berater" in Bielefeld mochte ja etwas gewußt haben, jedoch hat er das Wissen nicht weitergegeben. Deshalb ist das für mich kein besserer Verkäufer als die total Unfähigen!
Kompetente Fachberatung, mit der heutzutage Leute eigentlich zum Kauf gebracht werden sollte, ist und bleibt eine Mangelware. Und das ist nicht nur im HiFi-Bereich so.

cu, Robani
Spooky
Stammgast
#7 erstellt: 27. Nov 2002, 20:03
Hi!

Die Jungs arbeiten auf Provision...
Die verkaufen nicht, was gut ist, sondern das, was ihnen Geld bringt. Und wer da nicht viel verrammscht, ist da bestimmt nicht lange beschäftigt.

Ich fands gut, daß er mich alleine gelassen hat (wobei er schon gesagt hat, "hör dir mal die und die an", bevor er sich vom Acker gemacht hat). Bei Lautsprecherboxen will ich aber ehrlich gesagt auch keinen dazwischen haben, der mir Müll erzählt.

Aber generell ist schon klar: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man aus solchen Läden raus bleiben. - Nur - sie sind halt konkurrenzlos günstig mit Auslaufmodellen und haben, zumindest hier, bessere Sachen stehen, als die meisten Hi Fi Händler.
In meiner Stadt bekomme ich Eltax, Magnat und Yamaha Lautsprecher. Über 500 € stk haben die gar nichts.

Vor 10 Jahren sah das noch anders aus. Da führten sie hier auch hochwertigere Marken. Da hat es auch noch Spaß gemacht, mal nen Nachmittag im Hi Fi Laden zu verbringen und sich den neusten Krempel vorführen zu lassen. Ab und zu mal ein Teil gekauft, reunde mitgebracht, die auch was gekauft haben. Irgendwie hat es funktioniert.
Damals wußte ich auch noch, welcher Hersteller gerade was auf dem Markt hat.

Dann kamen die Megastores und den kleinen Händlern ist damit das Tagesgeschäft weggebrochen.

Heute?
Zeit haben sie keine und im "andrehen" sind die oft auch nicht anders als Ihre Kollegen im Media Markt - die stehen alle halb vor der Pleite. Im Programm findet man nur noch, was "Red Zac" gerade so günstig "en masse" eingekauft hat.

Dafür bin ich in ner halben Stunde im Media Markt oder Saturn und habe eine recht große Auswahl.
Klar, wo man dann hin fährt, oder?

Lediglich die Dummschwätzer muß man da los werden. Meistens reicht es, wenn man denen zwei mal richtig Kontra gibt und ein paar passende Fragen stellt. Dann werden sie entweder ganz still - oder hilfsbereit, weil sie merken, daß sie ihre teuren Ladenhüter los werden können, für die Otto Normalverbraucher kein Interesse hat.
Wenn sie einem dumm kommen (was auch schon vorgekommen ist), lässt man sie am besten ebenso stehen.

CU

Sascha
wolle
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 02. Dez 2002, 20:50
Hey ich war in einigen richtigen Studios, und jeder hat mir was anderes erzählt. Obwohl ich genau definiert habe was ich wollte.
Da beste war immer die benötigte Verstärkerleistung.
Da sagte einer 60W an 8Ohm sind völlig ausreichend, de nächste wieder war für 150 Ohm usw.
Ich wollte laut und normal hören und die LS standen auch fest.
Peter_H
Inventar
#9 erstellt: 27. Aug 2003, 22:49
Hi,

also "fachmänische Beratung" bekommt man, wenn überhaupt noch, dann in den kleineren HiFi-Geschäften.

In den Großmärkten Mediamarkt, Saturn, Promarkt, etc. sollte man nur reingehen, wenn man selber Ahnung hat oder sich vorhergehend schlau gemacht hat aber bitte nicht beim kleine Hifi-Händler beraten lassen und dann bei Großkette kaufen, weil billiger, ist ziemlich unehrenhaft!).

Im Mediamarkt hatte ich schon einen netten Schwank erlebt:

Vor nem halben Jahr hatten die noch einiges von Techniks im Laden, und da ich meine alte Anlage mit Techniksbausteinen aufgebaut hatte und 12 Jahre sehr zufrieden war, hatte ich mich da mal umgesehen. Als ich dann vor gut 4 Wochen in besagten Großmarkt ging und mir einen Verkäufer angelte und diesen nach Technics fragte, kam folgender Kommentar:

"Was, Technics? Da haben sie sich aber einen wirklichen Exoten rausgesucht, ne, die Marke haben wir noch nie geführt?" (OK, wahrscheinlich hatte ich vor nem Halben Jahr ne Fatamorgana.

Als ich mich dann nach ner Empfehlung für nen DVD-Player erkundigte, zeigte er mir das Gerät XY, und meinte, dieses Teil sei Spitze und er hätte den gleichen zu Hause!.

Vor zwei Wochen, (der Verkäufer hatte mich nicht mehr erkannt), probierte ich das aus Gaudi zusammen mit meiner Frau nochmal aus, woraufhin er mir diesmal ein anderes Gerät empfahl, das er natürlich auch zu Hause hatte!

Ist schon fazinierend, wie man da verhonepiepelt werden kann! Richtet sich nur alles nach der Provision, außerdem werden die Teile, die nicht mit soundsovieltausen Stück im Jahr verkauft werden, halt wieder aus dem Sortiment geschmissen und in ihrer Existenz verleugnet.
Peter_H
Inventar
#10 erstellt: 27. Aug 2003, 22:50
Hi,

also "fachmänische Beratung" bekommt man, wenn überhaupt noch, dann in den kleineren HiFi-Geschäften.

In den Großmärkten Mediamarkt, Saturn, Promarkt, etc. sollte man nur reingehen, wenn man selber Ahnung hat oder sich vorhergehend schlau gemacht hat aber bitte nicht beim kleine Hifi-Händler beraten lassen und dann bei Großkette kaufen, weil billiger, ist ziemlich unehrenhaft!).

Im Mediamarkt hatte ich schon einen netten Schwank erlebt:

Vor nem halben Jahr hatten die noch einiges von Techniks im Laden, und da ich meine alte Anlage mit Techniksbausteinen aufgebaut hatte und 12 Jahre sehr zufrieden war, hatte ich mich da mal umgesehen. Als ich dann vor gut 4 Wochen in besagten Großmarkt ging und mir einen Verkäufer angelte und diesen nach Technics fragte, kam folgender Kommentar:

"Was, Technics? Da haben sie sich aber einen wirklichen Exoten rausgesucht, ne, die Marke haben wir noch nie geführt?" (OK, wahrscheinlich hatte ich vor nem Halben Jahr ne Fatamorgana.

Als ich mich dann nach ner Empfehlung für nen DVD-Player erkundigte, zeigte er mir das Gerät XY, und meinte, dieses Teil sei Spitze und er hätte den gleichen zu Hause!.

Vor zwei Wochen, (der Verkäufer hatte mich nicht mehr erkannt), probierte ich das aus Gaudi zusammen mit meiner Frau nochmal aus, woraufhin er mir diesmal ein anderes Gerät empfahl, das er natürlich auch zu Hause hatte!

Ist schon fazinierend, wie man da verhonepiepelt werden kann! Richtet sich nur alles nach der Provision, außerdem werden die Teile, die nicht mit soundsovieltausen Stück im Jahr verkauft werden, halt wieder aus dem Sortiment geschmissen und in ihrer Existenz verleugnet.
MH
Inventar
#11 erstellt: 29. Aug 2003, 21:01
hallo,

ich war zwar schon ewig nicht mehr bei pluto oder MM, aber zumindest bei Pluto in Köln habe ich die Verkaufsberatung als sehr angenehm empfunden. Im sog. Highend Studio habe ich bestimmt zwei Stunden Cds meiner Wahl in voller Lautstärke gehört. Der Verkäufer hat die CDs direkt aus dem CD Verkauf (grösste Auswahl der Welt) geholt und aufgelegt. Die fachliche Kompetenz würde ich als knapp durchschnittl. einstufen.(Accuphase = Highend aus UK). Aber zumindest war er freundlich und hat mich hören lassen. In den meisten Highendstudios stört mich die von mir so empfundene Arroganz der Verkäufer über soviel Unwissenheit. Ich finde eine hochgelobte "audiophile" Box muss auch Metall wiedergeben können. Die Beratung endet in diesen Läden meist wenn ich meine mitgebrachten CDs auspacke. Nicht so früher bei Pluto.
Sailking99
Inventar
#12 erstellt: 30. Aug 2003, 18:30
Ich wollte nur sagen, dass ich dieses "Auf-die-Bass-Membranen-hauen" auch schon ein paar Mal gesehen habe.
Mein Hifihändler drückt bei alten und gebrauchten Boxen manchmal ganz leicht auf die Membran am Rand um zu sehen, ob sie gut schwingt. Ich denke so etwas haben unsere Freunde bei den Weltallmärkten auch mal geshen und nun einen Extrem Sport draus gemacht.

Gruß Flo
source_direct
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 04. Sep 2003, 12:27
Völlig normal, das!

Vor etwa zwei Monaten bei Geiz-Markt:

Ich: Haben sie Verstärker mit Clipping-Schutzschaltung?

Verkäufer: Clipping, was ist das? Da haben Sie mich aber kalt erwischt!

Noch Fragen, Kienzle?


Gruß, Bernd
martin
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 04. Sep 2003, 12:57
Arbeiten die dort wirklich auf Provisionsbasis? Bei dem Engagement kann ich mir das kaum vorstellen. Ich bin es leid, Verkäufer bei der Information ausrufen zu lassen, weil sich freiwillig keiner herbequemt. Bei Preisverhandlungen fehlt ihnen auch oftmals die Kompetenz. Man wartet (oder auch nicht), bis der Verkäufer jemanden am Telefon hat, der dann irgendeine Zahl durchgibt - keine Ahnung, auf welcher Basis, der sieht das Teil ja nicht einmal, was ja bei der Bewertung des Zustands von Ausstellungsstücken maßgebend sein soll

Ich denke, dass ist bei großen Märkten in anderen Branchen ähnlich. Bei Unterhaltungselektronik fällts uns auf, weil wir uns auskennen. Aber wie sieht es in den anderen Bereichen aus, wo wir den Verkäufern nicht so souverän gegenübertreten können, weil wir das nötige Wissen nicht haben und uns ja auf irgendetwas verlassen müssen
jazzfusion
Stammgast
#15 erstellt: 04. Sep 2003, 13:22
Per Zufall komme ich hier mal vorbei, und muss Euch ernsthaft fragen, wieso Ihr Euch überhaupt mit dieser Problematik befasst? Die großen Märkte legen keinen Wert auf ausführliche Einzelberatungen, da sie A) Massse statt Klasse betreiben und B) nicht ausreichend über kompetentes Fachpersonal verfügen. Was wollt Ihr also da? Statt ewig den japanischen Einheitsbrei zu kaufen, könntet Ihr doch mal in kleinen und feinen Geschäften vorbeischauen!

Schwarze Schafe gibt es natürlich in allen Branchen. Je größer das Unternehmen, um so schlimmer. Bestes Beispiel: TELEKOM Da könnte ich Romane verfassen!

Ich persönlich sage mir immer: Lieber Klein + Fein!

Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung . . .
EWU
Inventar
#16 erstellt: 04. Sep 2003, 16:26
jazzfusion, das ist auch meine Meinung.

Eins möchte ich noch erwähnen:Gäbe es die Leute nicht, die andauernd die unverbindlichen Preisempfehlungen mit den Strassenpreisen vergleichen würden statt gleich zu einem ordentlichen Händler zu laufen wo sie im Endeffefekt auch nicht mehr bezahlen würden nur bessere Ware bekommen,dann hätte sich obige Diskussion erledigt.Und die ganzen Märkte würden nur noch das verkaufen, was sie können und die Finger von dem lassen, wo sie keine Ahnung haben, nämlich von ordentlichem HiFi.
Aber, der Markt( Verbraucher,Käufer) entscheidet halt.
Jeder bekommt das, was er verdient.


[Beitrag von EWU am 04. Sep 2003, 16:27 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#17 erstellt: 04. Sep 2003, 17:01
Die Masse regiert halt, und die Masse hört nicht ernsthaft Hi-Fi. Dort holt man sich halt den DVD-Player für 50€ und einen 1000-Watt-Verstärker, der geil aussieht. Fertig! Und die Massen werden dort auch gut bedient.

Der Fan, der ernsthaft sein Hi-Fi Hobby nachgeht, wird in Mediamärkten oder Saturn-Buden nichts finden. Für uns wird die Luft knapp: Die kleinen und feinen Läden sind rar gesäht.

Wer weiß, was er will kann auch Möglichkeiten der Bestelltung im Internet nutzen.

Daniel
EWU
Inventar
#18 erstellt: 04. Sep 2003, 17:23
das "Die kleinen und feinen Läden sind rar gesäht"
ist auch die Folge von "kann auch Möglichkeiten der Bestelltung im Internet nutzen"

Schade.
MH
Inventar
#19 erstellt: 04. Sep 2003, 18:23
hallo,

eine ganz schön elitäre Einstellung, dass ernsthafte Hifi Hörer in kl. Fachgeschäften kaufen sollten. Bei eingeschränkten finanziellen Mitteln bekommt man bei Pluto mehr Hifi als beim "Highend Fachhändler". viel geld kann man bei Pluto eben nicht lassen.

Gruß
MH
Zweck0r
Moderator
#20 erstellt: 04. Sep 2003, 19:07
Hi,

für den finanziell eingeschränkten Ottonormalhörer sind die Geiz-Märkte wirklich nicht schlecht. Immerhin bieten sie das wesentliche: ein Lautsprecher-Umschaltpult und sehr viele Boxenmodelle zum Vergleich. Da der Rest ohnehin klanglich ziemlich irrelevant ist, kann man da nur nach Ausstattung und Optik kaufen. Ausstattungsübersichten kann man Testzeitschriften entnehmen, im Gegensatz zu den "Hörtests" sind die wenigstens noch einigermaßen verlässlich. Ein Geiz-Verkäufer wird auch kaum versuchen, einem "besser klingende Kabel" aufzuschwatzen.

Grüße,

Zweck
Gelscht
Gelöscht
#21 erstellt: 04. Sep 2003, 19:24

das "Die kleinen und feinen Läden sind rar gesäht"
ist auch die Folge von "kann auch Möglichkeiten der Bestelltung im Internet nutzen"

Schade.


Nicht wirklich schade. Erst durch das Internet habe ich viele kleine Läden kennen gelernt, bei denen ich dann bestellt habe.
Gelscht
Gelöscht
#22 erstellt: 04. Sep 2003, 19:26

...Da der Rest ohnehin klanglich ziemlich irrelevant ist, kann man da nur nach Ausstattung und Optik kaufen. Gruß,
Zweck


Achso - alle Verstärker klingen gleich.
Alle CD-Player (DVD-Player) klingen gleich.

Dann mag man bei Saturn / Mediamarkt durchaus gut aufgehoben sein.

Daniel
anon123
Administrator
#23 erstellt: 04. Sep 2003, 19:42
Hallo,

aus meiner Sicht hat es wenig mit elitärem Verhalten zu tun, wenn man der Ansicht ist, daß es wirklich gutes HiFi meist nur in einem eher kleinen und feinen Studio gibt. Das Gros der Hersteller, die sich einen besonders audiophilen Ruf erworben haben, vertreiben prinzipiell nicht über Fachmarkt oder Internet und prinzipiell nicht zu "Schnäppchen-Preisen". Das gilt nicht nur für die, die für den Normalverdiener meist "out of range" sind, wie etwa Mark Levinson, Krell oder Martin Logan. Aber hat schon einmal jemand etwas von NAD, Rotel, Arcam, B&W, ALR oder Dynaudio bei Blödmarkt oder Pluto gesehen? Wahrscheinlich nicht. Nebenbei gibt es in kleinen Studios oft auch Mainstream.

Gerade mit begrenztem Budget kann der Gang in einen dieser Märkte schnell in die Hose gehen. Nun mögen die bunten Werbeversprechungen vielleicht verlockend aussehen. Aber wem ist damit geholfen, wenn z.B. ein Standard-DVD und ein Standard-AVR mit einem äußerst fragwürdigen Mini-Sub/Sat-Set gebundelt wird? Das mag vielleicht zunächst grundlegende Ansprüche für's TV-Gucken befriedigen, sehr lange (etwa so lange wie das Rückgaberecht reicht) oder sehr nachhaltig eher nicht. Die in vielen Fällen wohl eintretende Unzufriedenheit entlarvt solche Schnäppchen oft als Fehlkauf. Und wenn man dann die mickrigen Qäken durch halbwegs passable LS ausgetauscht hat, kann es sein, daß sich der "tolle" AVR klanglich dann doch eher bestenfalls als Blender herausstellt.

Abseits der Bundles wird der Rest in diesem Märkten zudem üblicherweise zum UVP angeboten, oder mit einem eher kleinen (um 10%) Nachlaß. Man spart also wirklich nicht viel. Und diese Konditionen bekommt man auch in einem Studio.

Da man abseits des Consumer-Mainstreams in diesen Märkten nichts finden wird, weiß man darüber hinaus oft gar nicht, wie gut es für's Geld klingen kann. Das gilt für die Elektronik, viel mehr noch für LS. In den Märkten kann man weder eine Anlage sorgfältig zusammenstellen noch vernünftig Probe hören. Man wird oft von nichts sagender Featurities, Watt-Gigantomanie und üppigen Boxentürmen geblendet. Man hat noch nicht einmal die Chance herauszufinden, wie z.B. ein kleiner NAD-Verstärker an einem Paar Dynaudio 42 oder 52 klingt -- IMHO übrigens um Klassen besser als jeder AVR bis ca. EUR 1500 und fast jede Stand-LS bis ca. EUR 700/Paar (manchmal sogar darüber hinaus).

Ich halte es nebenbei für ein Märchen, daß sich Elektronik nicht klanglich relevant ist, und zwar sowohl CDPs als auch vor allem Verstärker. Ausstattung und Optik wirken sich nur in den seltensten Fällen auf den Klang aus. Mein aktueller Rotel-Verstärker hat z.B. weder Klang- noch Balanceregler, keinen Prozessor-Schnickschnack und keine übertriebenen Watt-Angaben. Dafür ist er aber sehr großzügig aufgebaut und klingt entsprechend. Und irgendein dusseliges No-Name-Kabel wurde mir im hiesigen MM auch schon einmal als _das_ Top-HighEnd-Kabel schlechthin angeboten.

Man muß sich aber auch damit abfinden, daß Qualitätsprodukte, die einen etwas höheren Anspruch erfüllen sollen, eben nun auch einen gewissen Preis habe. Für knapp EUR 1200 aber kann man sich bereits eine kleine, feine Kette (CDP plus Verstärker plus Kompakt-LS plus Kabel, zzgl. Ständer) zusammenstellen, die langfristig überzeugenden Musikgenuß garantiert. Nur eben nicht im Blödmarkt.

Beste Grüße.
Gelscht
Gelöscht
#24 erstellt: 04. Sep 2003, 20:35
@anon123

Ich kann Dir in jedem Punkt zustimmen


Daniel
jazzfusion
Stammgast
#25 erstellt: 05. Sep 2003, 09:48
@mh

"eine ganz schön elitäre Einstellung, dass ernsthafte Hifi Hörer in kl. Fachgeschäften kaufen sollten. Bei eingeschränkten finanziellen Mitteln bekommt man bei Pluto mehr Hifi als beim "Highend Fachhändler". viel geld kann man bei Pluto eben nicht lassen."

Sorry mein Lieber, aber hier muss ich ernsthaft wiedersprechen! Es geht nicht um elitäres Gehabe, sondern lediglich um eine Grundeinstellung. Ich persönlich kann mir zwar teurere Geräte leisten, würde aber trotzdem immer - wenn es nicht so wäre - zum kompetenten Einzelhandel gehen.

@Zweckohr

"für den finanziell eingeschränkten Ottonormalhörer sind die Geiz-Märkte wirklich nicht schlecht."

Siehe oben!

"Da der Rest ohnehin klanglich ziemlich irrelevant ist, kann man da nur nach Ausstattung und Optik kaufen."

Wenn Du das wirklich glaubst, dann ist Dir nicht mehr zu helfen!

"Ein Geiz-Verkäufer wird auch kaum versuchen, einem "besser klingende Kabel" aufzuschwatzen."

Bestimmt nicht, denn davon hat er keine Ahnung!

Und dann noch eine kleine Geschichte:
Der Händler meines Vertrauens erzählte mir kürzlich folgendes: Ein Kunde kam zielstrebig in sein Geschäft, um einen bestimmten Lautsprecher zu kaufen. Mein Händler wunderte sich, dass der Kunde kein Probehören verlangte. Auf Befragen kam der Kunde damit heraus, dass er sich den LS bei einem anderen Händler in stundenlangen Hörsitzungen ausgesucht habe, aber den verlangten Preis nicht zahlen wollte. Er hat den Lautsprecher dann gekauft, und mein Händler hat dem anderen Händler eine Verkaufsprovision überwiesen! Das nenn ich Fairness!

Aber geht ruhig in Eure GEIZ-Märkte, mit den sowieso gleich klingenden Geräten, und lasst Euch von unmotivierten, inkompetenten Verkäufern die japanische 0815-Fließbandscheisse andrehen!
Albus
Inventar
#26 erstellt: 05. Sep 2003, 10:30
Morgen Jazzman,

Du bist ein wenig im Irrtum, nur ein wenig. Nämlich, aber doch nicht mehr "japanische Fliessbandsch..." - es ist doch Globalisierung = koreanische, malaysische, chinesische, taiwanische (=chinesische, Rotchinesen bitte wegsehen) - "under control of Marantz/NAD/AR ... made in ...". In Japan werden die schwierigen Geräte mit vorteilhaften Margen im internationalen Geschäft sorgfältig produziert. Der so genannte Industrieschrott kommt nicht aus Japan.

Freundliche Grüße!
Albus

PS: Nichts ist so alltäglich wie Unterschiede.
A.
martin
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 05. Sep 2003, 14:21

...und lasst Euch von unmotivierten, inkompetenten Verkäufern die japanische 0815-Fließbandscheisse andrehen!


@Webmaster
Bitte Topic 'dumpfer Stammtisch-Chauvinismus' einrichten, damit die Scheisse auch entsprechend kanalisiert wird.
jazzfusion
Stammgast
#28 erstellt: 05. Sep 2003, 15:56
@Martin

1:0 für Dich. Gut, und mit Recht gekontert!

Ich werden immer etwas ungehalten, wenn ich so manchen Unsinn lese. Das spreche ich anderen Lesern im umgekehrten Falle natürlich auch nicht ab.

@Albus

Einigen wir uns auf Fernost.

Stellen wir uns folgende Fragen:
Die meisten, offiziell von z.B. Clockwork oder Swoboda, getunten und im Handel vertriebenen Geräte entstammen fernöstlicher Produktion. Warum? Sind die technischen Mankos zu offensichtlich? Oder ist klar, dass unter Berücksichtigung entsprechender Marchen, manche Details dem Rotstift zum Opfer fallen?
Akzeptieren wir, das ein japanischer CD-Player über unsinnige Features wie Randomplay und/oder Titelwahl verfügt, obgleich er - bei Verzicht auf technischen Schnickschnack und gleichzeitiger Investition in z.B. bessere D/A-Wandler - besser klingen könnte?
Der Tenor ist doch folgender:
High-End Geräte sind generell zu teuer. Der Kunde zahlt für weniger Features mehr als bei vergleichbaren Produkten.
Es werden die berühmten GURU-Zuschläge veranschlagt, da Besonderes auch besonders kosten muss. Fließbandware ist für Jedermann, da erschwinglich.

Grundsätzlich alles eine Frage der persönlichen Betrachtung und des verfügbaren Kapitals. Wer jedoch intensive Ausseinandersetzung betreibt, kann - meiner Meinung nach - nicht umhin, sich auch mit marktstrategisch weniger gut plazierten Produkten zu beschäftigen. Verfallen wir alle zu leicht der öffentlichen Meinung und Werbung?

Deutschland sucht den SUPERSTAR, und kauft bei GEIZ IST GEIL ein!

Gemein - gell?
martin
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 05. Sep 2003, 16:34
@Jazzfusion

Die meisten, offiziell von z.B. Clockwork oder Swoboda, getunten und im Handel vertriebenen Geräte entstammen fernöstlicher Produktion. Warum?


Ist eine marktwirtschaftliche Betrachtung. Ein kleiner Prozentsatz der Käufer eines Produkts hat das Bedürfnis nach Individualität, also muss das Produkt weit verbreitet sein, damit ich ein möglichst großes Potential erreiche. Schau doch mal in die Auto-Tuningkataloge. Je verbreiteter das Modell, desto mehr Schnickschnack dafür.

Mit 'marktstrategisch weniger gut platzierten Produkten' beschäftige ich mich i.a. gern, ich zahle nämlich nicht gern den ganzen Marketingkram, der bei Sportschuhen schon mehr als die Hälfte des Kaufpreises ausmacht, während die Hersteller in den asiat. Ländern mit einem Hungerlohn abgespeist werden. Ist aber eine andere Baustelle

Grüße
martin
Sailking99
Inventar
#30 erstellt: 05. Sep 2003, 20:55
Ich möchte nur anmerken, dass ich mit Schrecken neulich festgestellt habe, dass man im geizgeilen Saturn in München auf der Theresienhöhe geshen habe, dass sie NAD und T+A führen.
Ist das nun der Untergang dieser von uns doch sehr geschätzten Marken?

Gruß Flo

P.S.: Preislich hat sich das ganze max. 5 Euronen unter UVP abgespielt, also kein Unterschied zum kompetenten, kleinen Fachhändler - ausser natürlich, dass man beim Fachhändler eben kompetent beraten wird.
cr
Moderator
#31 erstellt: 05. Sep 2003, 23:15
NAD habe ich schon vor längerer Zeit in so einem Markt gesehen.
Weiss aber nicht, ob es hier Unterschiede bei der Preisgestaltung gibt???
DschingisCane
Stammgast
#32 erstellt: 06. Sep 2003, 01:10
B&W und NAD bekommste beide im Pluto Köln
anon123
Administrator
#33 erstellt: 06. Sep 2003, 10:33
Hallo,

tatsächlich findet man auf www.nad.de in den PLZ-Bereichen 5 und 8 (andere habe ich nicht recherchiert) einige "Saturn" Einträge, u.a. auch den genannten in München. www.bwspeakers.de listet keinen Saturn in Köln (was aber zunächst nichts heißen muß). Desweiteren findet man beide Hersteller sehr selten in einigen Internetbuden und B&W auch unter www.guenstiger.de.

Insofern relativiert das meinen Post weiter oben ein wenig -- wobei das grundlegende Plädoyer für das Studio davon unberührt bleibt. Da es (bisher?) Politik dieser Hersteller (gewesen?) ist, sich aus dem ganzen geizgeilen Ramschrummel herauszuhalten, bin ich doch einigermaßen erstaunt. Kann jemand, zusätzlich zu Flo, etwas zu den Preisen sagen? Ich kann das leider nicht selbst herausfinden, weil es in meiner Stadt weder bei MM noch bei Pluto diese Marken gibt.

Neben der Tatsache, daß ich persönlich fast entsetzt bin, hoffe ich, daß diese Firmen nicht den selben Fehler machen, der -- zumindest lt. Spiegel -- einen nicht unwesentlichen Anteil am Niedergang von Grundig gehabt hat, nämlich eine vielgleisige Vertriebs- und Preispolitik, die auch Billigstsegmente erschließen soll. Aus meiner Sicht ist damit in letzter Analyse niemandem gedient: weder den Kunden (keine vernünftige Beratung und Vorführung, "Hetzen nach Straßenpreise", Angst vor Wertverlust), noch den Händlern (Verlagerung zu "Fachmärkten", "Dienstleistungsklau", Sterben kleiner Studios), noch den Herstellern (Imageverlust, sinkende Gewinne (Umsatz ist nicht gleich Gewinn)).

Loewe und Metz scheint der (auch) Vertrieb über "Fachmärkte" ja noch nicht geschadet zu haben (?). Aus meiner Sicht leidet aber bereits ein anderer von mir aus früheren Tagen so geschätzter Traditionshersteller -- Canton -- durch eine leider nicht mehr ganz so überzeugende Produkt-, Vertriebs- und Preispolitik.

Beste Grüße.
jazzfusion
Stammgast
#34 erstellt: 06. Sep 2003, 12:53
Tatsächlich befinden sich einige Marken (NAD, T+A, B&W, etc.) auf dem Weg, sogenannte Volksmarken zu werden.

Das schliesst einen Vertrieb auch über Elektromärkte sicher nicht aus. Hier wird offensichtlich versucht, über sogenannte PREMIUM-Marken auch ein versierteres Publikum anzusprechen. Preislich tut sich hier aber Gott sei Dank nicht viel, was gegenüber dem kleinen Händler unfair wäre. Man sollte sich - wie schon bereits angemerkt - allerdings fragen, ob einem dort die gleiche kompetente Beratung wie in einem kleinen Fachgeschäft zuteil wird.

Für mich scheiden solche Produkte von vorne herein aus, da ich grundsätzlich gegen die breite Masse bin. Aber das ist eben nur meine persönliche Meinung!
burki
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 06. Sep 2003, 13:22
Hi Leute,

hmm, ich kann mich den vorherrschenden Tenor hier nicht voellig anschliessen.
Vor ziemlich genau 20 Jahren hat in Muenchen der erste MM die Tore aufgemacht und damals war man IMHO wirklich ehrlich, denn es gab keinerlei (kann mich zumindest nicht daran erinnern) angeschlossene Geraete oder Regale o.ae. , sondern schoen palettenweise Hardware und durchaus guenstige Preise.
Ich besuche ganz selten entsprechende Grossmaerkte, doch z.B. beim laendlichen Froeschel hier gab's lange Zeit Rotel-Auslaufmodelle, einen Hoerraum, der durchaus den Namen zurecht traegt und ein paar Angestellte, die zumindest bemueht sind/waren.
In der "preislichen Mitte" wird man nur noch selten einen Fachhaendler mit einem breiteren Angebot finden und ich persoenlich bin keineswegs der Meinung, dass man unbedingt bei NAD oder Arcam besser aufgehoben ist, als bei all den "Japanern".
Kaufe selbst bei meinen diversen Stammhaendlern ein, kann mir interessante Geraete z.T. ueber Wochen ausleihen, doch was soll das elitaere Gehabe ? (nicht persoenlich nehmen)
Es gibt ueberall Licht und Schatten. Kenne so viele Hifihaendler, die keine, aber wirklich keine Ahnung von ihren Produkten haben und dazu noch eine grenzenlose Arroganz an den Tag legen und denen anscheinend Begriffe wie Kundenfreundlichkeit oder Kulanz voellig unbekannt sind.
Ich hab das seltene Glueck, dass ich einen Haendler gefunden hat, der zumindest Elektrotechnik studiert hat und lange Jahre in diesem Bereich in der Industrie taetig war, aber sonst kann ja Hunz und Kunz Hifiprodukte verkaufen ohne jemals ein Messgeraet oder Loetkolben in der Hand gehabt zu haben.
Mir ist "die breite Masse" egal, denn ich moechte Geraete haben, die so funktionieren, wie es fuer mich Sinn macht und wenn dann ein Massenprodukt (sorry, aber z.B. gerade B&W ist ja ein absolutes Massenprodukt) mein Favorit ist, was solls ?

Gruss
Burkhardt
anon123
Administrator
#36 erstellt: 06. Sep 2003, 14:02
Hallo,

es ist ja im Grunde nichts verwerfliches daran, daß auch sog. Premiummarken versuchen, ihre Vertriebswege dem scheinbar geänderten Käuferverhalten anzupassen. Ich habe den Eindruck, daß auch im Bereich (gehobener) Unterhaltungselektronik ein Kaufverhalten, daß man vielleicht mit "Supermarkt-Mentalität" oder "Baumarkt-Syndrom" umschreiben könnte, immer größeren Anteil nimmt. Das einfache Schleppen von Kartons, das vermeintliche Schnäppchen und die Bezahlung an der Supermarktkasse scheinen einen Reiz auszuüben, der sich mir bei so etwas Komplexen wie einer guten HiFi- bzw. Surroundkette nicht erschließt.

Ich habe den Eindruck, daß hier eine Änderung der "Bedarfsstruktur" des Käufers zu beobachten ist -- zumindest in einigen Segmenten. Nicht möglichst guter Musik- bzw. Surroundgenuß (zunächst völlig markenunabhängig) scheint im Vordergrund zu stehen, sondern (vermeintliches) "Preisbewußtsein", Fokussierung auf (nötige oder meist weniger nötige) Features, Reduktion auf weitgehend Irrelevantes (z.B. übertriebene Wattomanie oder riesige Boxentürme zu Billigstpreisen), drastische Verkürzung des Informations- und Selektionsprozesses (schnelles Reagieren auf "Sonderangebote"), unüberlegtes "Folgen-Müssen" technischer Innovationen (vgl. Billigst-DVD-Player) und der (Irr-)Glaube, daß der "Supermarkt" preiswerter und somit besser sei. Alle diese Veränderungen scheinen von "Fachmärkten" zumindest vordergründig besser bedient zu werden als von Studios. Zudem setzen diese Märkte den Kunden nicht so unter (subjektiven) "Kaufzwang" (und sparen damit erheblich an Personalkosten), und die Studios, die eben auch wirklich köstliches zu entsprechenden Preisen anbieten, suggerieren ein höheres Preisniveau, das in vielen Fällen aber gar nicht zutrifft.

Während eine Reaktion auf diese Marktveränderungen (so sie denn in der beschriebenen Art zutreffen) als solches fast schon geboten scheint, so nimmt sie leider auch Formen an, die langfristig destruktiv sind. Welcher Kunde wäre z.B. bereit, in einem Studio einen Harman/Kardon AVR 8500 für EUR 3000 zu kaufen, wenn er fast sicher davon ausgehen kann, daß dieser noch nicht einmal ein Jahr später für fast die Hälfte verkauft wird? Oder Lautsprecher von Canton, bei denen man immer öfter ähnliches beobachten kann? Welches Studio kann es sich leisten, Geräte dieser Hersteller kostenintensiv anzubieten und vorzuführen, wenn es befürchten muß, daß der Kunde der Verlockung des deutlich niedrigeren Preises im Internet vor allem dann kaum widerstehen kann, wenn er sich zuvor von der Qualität des Produktes beim kleinen Händler überzeugt hat?

Wiederum geht es nicht um elitäres Verhalten, wenn man ein eindeutiges Plädoyer für die kleinen und oft auch feinen Händler abgibt. Vielmehr darum, daß es vielen Kunden und in der Tat auch vielen Händlern um Musikgenuß geht. Und darum, daß eine heterogene Anbieterstruktur diesen (oft individuellen) Wünschen viel besser, individueller und qualitativ hochwertiger gerecht werden kann als der Einheitsbrei der "Fachmärkte" und Internetbuden. Ein Blick außerhalb von HiFi in die meisten deutschen Innenstädte mag dies unterstreichen: viele inhabergeführte Läden mußten schon längst den uniformen Filialen großer Ketten weichen. Mein Jogging-Equipment kaufe ich trotzdem im "Laufladen" und nicht bei "Foot Locker", denn erstere verstehen ihr Geschäft hervorragend und sind auch nicht teurer.

Beste Grüße.
fatzke
Stammgast
#37 erstellt: 06. Sep 2003, 17:05
Nicht nur das Jogging-Equipment ist im Fachandel genauso teuer/billig/preiswert? Die Vorteile der kleinen Hifi- Händler sind doch eigentlich jedem klar.

Der angebliche Preisnachteil existiert meiner Erfahrung nach aber keineswegs.Zumal der Fachhandel meist wesentlich eher bereit ist mit dem Preis herunter zu gehen,als der Massenware andrehende Kettenverkäufer.Von der Kulanz ganz zu schweigen.Hier in Berlin gibt es einen Saturn Markt,welcher in der gesamten Gegend den mit Abstand meisten Umsatz macht, und das obwohl die Konkurrenz in allen Größenordnungen zahlreich vertreten ist.Der Preis des von mir beim Fachhandel für 540€ gekauften Modells,lag dort bei 699 Euro.Und nicht nur dieses Modell,sondern alle hochwertigen Produkte die es dort gab (waren aber nicht sehr viele),hätte ich bei meinem Händler billiger bekommen.Was natürlich im Saturn billiger wäre(vermute ich),war eben Massenware wie Magnat,Sony-Verstärker etc. wenn mein Händler diese überhaupt im Sortiment hätte.

MfG Fatzke
MH
Inventar
#38 erstellt: 06. Sep 2003, 17:13
hallo,

ich finde es durchaus normal und auch legitim, dass Kunden sich beim Fachhändler beraten lassen und hinterher bei Pluto oder dergleichen kaufen. Führt der kleine Hifi Laden das gleiche Sortiment wie seine großen Mitbewerber um die Ecke, hat er schlicht und ergreifend falsch eingekauft.
Seine USPs sind Service und Beratung und wenn er diese nicht verkauft, sondern ausschließlich überteuerte Produkte
macht er einen schlechten Job.

Gruß
MH
(Dienstleister)
cr
Moderator
#39 erstellt: 06. Sep 2003, 17:32
Gerade bei Zubehör sind die Pluto-usw-Märkte oft extrem teuer. Für genau dasselbe Umschaltpult (4 Eingänge) wurde dort das Doppelte vom Elektronikladen verlangt.
Ein Lichtleiter-Umschaltpult war ebenfalls mehr als doppelt so teuer. Lichtleiter-Kabel gibts im Elektronikladen ab 6 Euro, in den Märkten meist ab 20 (scheinbar bessere, weil dicker umhüllt, die normalen werden gleich gar nicht angeboten)


[Beitrag von cr am 06. Sep 2003, 17:59 bearbeitet]
ma-war
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 06. Sep 2003, 17:47
Hallo jazzfusion,

"Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!" ??


wird es Dir nicht langweilig an der Quelle, wenn Du immer
gegen den Strom schwimmst ? Wäre ja auch mal schön, das
Meer zu sehen ??

Gruß
Martin
burki
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 06. Sep 2003, 17:53
Hi,


Das einfache Schleppen von Kartons, das vermeintliche Schnäppchen und die Bezahlung an der Supermarktkasse scheinen einen Reiz auszuüben, der sich mir bei so etwas Komplexen wie einer guten HiFi- bzw. Surroundkette nicht erschließt.

das ist doch schon lange so. Waehrend frueher "gutes Hifi" noch eher ein richtiges Luxusgut war, erwarten heute viele, dass man mehr oder minder fuer lau die NonPlusUltra-Anlage bekommt.
Doch sollte man IMHO beachten, dass die Zahl der "ernsthaften" Musikhoerer wohl eher abgenommen hat --> warum soll sich der "Normalverbraucher" nicht bei Otto oder einem MM das System holen ?


Alle diese Veränderungen scheinen von "Fachmärkten" zumindest vordergründig besser bedient zu werden als von Studios. Zudem setzen diese Märkte den Kunden nicht so unter (subjektiven) "Kaufzwang" (und sparen damit erheblich an Personalkosten), und die Studios, die eben auch wirklich köstliches zu entsprechenden Preisen anbieten, suggerieren ein höheres Preisniveau, das in vielen Fällen aber gar nicht zutrifft.

naja, ich hab nur dazu aufgerufen (und auch diverse Beispiele genannt), dass man nicht alles ueber einen Kamm scheren sollte.
Wo soll man denn z.B. einen kleinen Yamaha oder Denon begutachten oder gar anhoeren ? Welcher Hifi-Haendler bietet noch "Low-Budget-Hifi" (das war vor 20-30 Jahren durchaus anders !) ?
Mir ist klar, dass der kleine Haendler bei "Massenware" ein gewisses Problem hat (eben die Discounter) und manchmal (hab ich schon haeufig erlebt; weiss noch wie mit schallendem Gelaechter mein ehermaliger AX1 heruntergemacht wurde ...) pauschal eben von diesen Produkten abgeraten wird. Nur weil Massenware, ist ein Produkt nicht per se schlecht (man kann genauso die Theorie aufstellen, dass gerade da wesentlich ausgereiftere Produkte mit einem besseren P/L auf den Markt kommen).

Welches Studio kann es sich leisten, Geräte dieser Hersteller kostenintensiv anzubieten und vorzuführen, wenn es befürchten muß, daß der Kunde der Verlockung des deutlich niedrigeren Preises im Internet vor allem dann kaum widerstehen kann, wenn er sich zuvor von der Qualität des Produktes beim kleinen Händler überzeugt hat?

klar, ist natuerlich ein Problem (s.o.), aber hier war ja auch der Tenor, dass man sich "von der Masse absetzen muesste" ...

Wiederum geht es nicht um elitäres Verhalten, wenn man ein eindeutiges Plädoyer für die kleinen und oft auch feinen Händler abgibt.

warum und weshalb ich etwas fuer elitaer halte, hab ich ja schon beschrieben.
Ich stehe uebrigens auch (wie schon gesagt) auf meinen "kleinen, feinen" Haendler, doch deswegen verurteile ich nicht Geraete, die er nicht fuehrt oder kritisiere das Einkaufsverhalten vieler Leute.
Man sollte sich bewusst machen, dass (nur auf Hifi bezogen) wir uns hier in einem ganz speziellen Forum befinden, wo es tatsaechlich teilweise um Hifi geht.

Vielmehr darum, daß es vielen Kunden und in der Tat auch vielen Händlern um Musikgenuß geht.

hmm, da hab ich so meine Bedenken ...

Und darum, daß eine heterogene Anbieterstruktur diesen (oft individuellen) Wünschen viel besser, individueller und qualitativ hochwertiger gerecht werden kann als der Einheitsbrei der "Fachmärkte" und Internetbuden.

naja, darauf stehe ich ja auch (hab z.B. nicht nur einen einzigen Haendler an der Hand, sondern eine diverse Auswahl), aber trotzdem kann ich nur wiederholen, dass sich eben nicht jeder fuer z.B. > 10000 EUR eine Hifianlage kaufen mag/kann (ich weiss, "vernuenftige" Haendler bieten auch Systeme fuer den kleineren Geldbeutel an) bzw. ueberhaupt gewillt ist, sich die Muehe zu machen, Vergleiche zu taetigen.
Wir hier im Forum sind IMHO ganz klar in der Minderheit und haben eben (z.T.) das Hobby Hifi, waehrend viele hoechstens mal kurz fuer die Nachrichten oder zum Wecken das Geraet anstellen (klar, der Hifihaendler hat dann ein Tivoli parat ...) --> fuer den Radiowecker taete ich persoenlich nicht den Weg zu einem meiner Stammhaendler auf mich nehmen ...
Gruss
Burkhardt
hp
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 07. Sep 2003, 13:23
c/o .... anon123

Sehr richtig beobachtet & analysiert. Siehe auch hierzu >> http://www.wiso.uni-koeln.de/wisopsy/mitarbeiter/dethloff/Bericht_Artikel.pdf

Über Qualität im ursprünglichen "high fidelen Sinne" redet eigentlich niemand mehr. Oder etwa doch?

Gruss - hp
jazzfusion
Stammgast
#43 erstellt: 08. Sep 2003, 08:03
Scheinbar gehts hier nur noch um Kohle. Und um diese einzusparen, ist jedes Mittel recht. Also sich im Fachhandel beraten lassen, und dann im Supermarkt oder Internet billig einkaufen.

Wer selbstständig ist, wird diese Tour sicher mit anderen Augen sehen. Aber so ist's nun Mal - jeder denkt an sich, und seinen Vorteil. Da ich selbstständig bin, weiss ich einen guten Service zu schätzen, und bezahle dafür gern etwas mehr. In Anlehnung an den Wirtschaftskreislauf denke ich immer daran, dass der Begünstigte eines Tages als Kunde vor meiner Türe steht! Aber soweit denkt halt nicht jeder . . .

@ma-war

Wird nicht langweilig, gegen den Strom zu schwimmen, da mir viele vom großen Meer berichten. Und was ich da höre, finde ich sooooo langweilig . . .
Sailking99
Inventar
#44 erstellt: 08. Sep 2003, 10:27
@Burki:

Darf man fragen, bei welchem Händler, der Elektrotechnik studiert hat, Du bist? Klingt nach einer wirklich guten Anlaufstelle.

Gruß Flo
burki
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 08. Sep 2003, 10:44
Hi Flo,

bei dem in Wolfratshausen (da gibt's nur einen ...).
Trotzdem schwoert dieser Haendler nicht auf die Gleichheit von Amps, CDPs, ... und deshalb komme ich mit ihm wirklich gut zurecht.
Gruss
Burkhardt
martin
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 08. Sep 2003, 11:46
@sailking99

Darf man fragen, bei welchem Händler, der Elektrotechnik studiert hat, Du bist? Klingt nach einer wirklich guten Anlaufstelle.

Auch in Stuttgart gibt es einen. Wittmann-Hifi darf man doch sagen, oder?
Grüße
martin
anon123
Administrator
#47 erstellt: 08. Sep 2003, 11:57
Hallo,

ich hab' ja schon genug geschrieben -- deswegen nur kurz zu "Beratung umsonst, dann ab zum Versemmler", also auch in Richtung MH.

Die USPs eines Studios sind nicht nur Service und Beratung, sondern die umfassende und befriedigende Erfüllung des Kundenwunschs "gutes Hören". Gelingt es dem Händler, in einem längeren Prozess der mit dem Kunden unternommenen Zusammenstellung einer guten Anlage dieses zu erreichen, dann hat er eine Dienstleistung erbracht, die zum einen Kosten verursacht und zum anderen auch entlohnt werden muß. Das geschieht üblicherweise über den Kaufpreis der Ware, der -- um es nochmals deutlich zu machen -- in den meisten Fällen nicht oder nur unwesentlich über denen im "Fachmarkt" liegt. Wenn es in einem Studio nur "ausschließlich überteuerte Produkte" (was im übrigen einmal zu definieren wäre) gibt, dann macht dieses sicherlich etwas falsch. Aber zum einen habe ich das in einer solch drastischen Form kaum beobachtet (es war eher bei Pluto überteuert), und zum anderen kosten die Produkte bestimmter Hersteller allein deswegen mehr, weil sie 1) in deutlich kleineren Serien hergestellt werden, 2) deren Entwicklungsaufwand nicht über andere Produktlinien kompensiert werden kann, 3) sie oft auch schlicht höherwertig sind und 4) (auch das muß zugegeben werden) diese Hersteller auch ein bestimmtes Image mit verkaufen.
(NB: OK, MH hat sich auf identische Sortimente bezogen)
(Nochmal NB: Ich habe übrigens in diesem Thread nicht eine prinzipiell schlechte Qualität sog. Mainstream-Hersteller angenommen).

Wenn man also bei Händler A eine Dienstleistung kostenlos in Anspruch nimmt, und dann das dort ausgesuchte Gerät bei Händler B deutlich billiger kauft, dann hat man zwar die Summe der Leistungen (Beratung, Zusammenstellung und Gerät) in Anspruch genommen, letztlich bezahlt hat man aber nur das Gerät. Der Kundennutzen "gutes Hören" wurde also nur zu einem Teil auch tatsächlich bezahlt -- es sei denn, man wußte warum auch immer, daß es auf jeden Fall Gerät X sein soll (in diesem Fall hätte man aber keine Beratung usw. gebraucht).

Die Lösung des Problems? Man könnte natürlich die oben beschriebene Dienstleistung vom eigentlichen Produkt trennen, und dafür einen gesonderten Preis verlangen (der z.B. bei Kauf eingerechnet wird). Das Studio ist also nicht nur Verkäufer sondern auch Dienstleister, dessen "Consulting" einen Preis hat und auch dem Kunden einen Nutzen bringen soll. Ganze Branchen (z.B. Unternehmensberatungen) leben ausschließlich davon. Natürlich würde ein solches Vorgehen viele Kunden abschrecken (und wäre mithin schlecht zu realisieren), aber es würde verdeutlichen, daß Beratung usw. eine kostenintensive Dienstleistung ist, die dem Kunden Nutzen bringt.

Nebenbei: Mich würde von MH einmal interessieren, was er davon hielte, wenn sein Arbeitgeber ähnlich verfahren würde. Also, wenn dieser zunächst eine bestimmte Menge Arbeit anfordern würde, ohne konkret eine Bezahlung zu vereinbaren, und dann -- nach erfolgter und genutzter Dienstleistung -- diese nicht bezahlt, weil er "den Rest" zur Realisierung seines Nutzens (in Analogie wäre das das Gerät) woanders deutlich billiger kaufen könnte. Bestimmt keine verlockende Aussicht, aber im wesentlichen nichts anderes als der von mir beschriebene Dienstleistungsklau.

Beste Grüße.
Albus
Inventar
#48 erstellt: 08. Sep 2003, 12:53
Tag,

ein Blick auf eine Kaufberatungs-Lage im HiFi-Markt, gehobenes Segment. Ich kaufte sofort eines von vier Produkten: Octave V 40 (Röhrenvollverstärker), Lua 4040 C (Röhrenvollverstärker), Creek 5350 SE, Crimson 610 C+620 D. Und, wo ist die Marktpräsenz, in einer norddeutschen Großstadt, sich Metropole dünkend. Ja, wo ist sie denn die Marktpräsenz?

Als treuer Kunde meines Händlers kaufte ich liebend gern 'um die Ecke'. Jahre trug es so, bis sich der Inhaber mit dem Geschäft davon machte, ja, die Angestellten vor dem Arbeitsgericht klagen ließ ... und nach zwei Jahren wieder da war, kleiner aber, er war wieder da.

Die gemeinten Produkte, s.o., finden sich verstreut über die ganze große Stadt; eines im Süden, eines im Osten, eines im Norden, eines im Norden, 'Händler' mit nur stundenweiser Öffnung. Ich wohne im Westen, unmotorisiert, wir mögen keine Autos, wir sind altmodisch. Kaufberatung, die auf die Kundenkonstellation einginge? Pah, wo denn?

Ich weiß, es gibt immer funktionale Äquivalente. Ich weiß, die vier Produkte des geheobenen Segmentes können mindestens das, was ein Yamaha AX-596 kann. Diesmal sollte es von der 'etwas besseren Sorte' sein (Stoff und Rezeption sollten angemessene Vermittlung erhalten). Aber, wo ist denn deren Präsenz? Ohne Marktpräsenz kein Absatz.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Sep 2003, 13:30 bearbeitet]
haifai
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 08. Sep 2003, 16:18
Hallöchen,

hier mal meine bescheidene Meinung. Als ich vor kurzem Hifi-Boxen kaufen wollte, wollte mir keiner Boxen ausleihen. Die großen gar nicht und die kleinen nur gegen eine Gebühr von 50 Euro, die man allerdings beim Kauf wiedererstattet werden. Das war mir dann doch zu teuer, denn ich wollte 5 verschiedene Boxen testen um mir ein Bild machen zu können.

Lange rede kurzer Sinn. Ich habe mir ein paar Boxen über Internet bestellt weil ich die nach 14 Tagen wieder zurückgeben kann, mir wird der Kaufpreis erstattet und ich kann die Dinger zu Hause hören. Der Zinsverlust ist relativ gering und es hat wunderbar geklappt. 2 Boxenpaare habe ich auch von Direktvertrieblern geholt (nubert und Orbid Sound) und ich finde diesen Service einfach unbeschreiblich. Würden kleinere Hifiläden diese Möglichkeit anbieten ich wäre hin und weg, aber das macht keiner. Also habe ich die Boxen übers interent bestellt. Nicht weil es billiger war, sondern weil ich sie zu Hause probehören konnte.

Ein weiteres Problem der kleinen "High Ender". Die haben nun mal keinen Denon oder Yamaha oder sonstwas. D.h. ich kann mir gar net alles bei denen kaufen was mich interessiert, sondern muß mich dann vollständig auf high end beschränken. Das gibt mein Geldbeutel nicht her und siehe unten.

Beim Equipment habe ich die Otto-Normal Meinung, ab einer gewissen Preisklasse höre ich keinen Unterschied mehr und wenn ist er sicherlich nicht das Geld wert.

Also ich finde den Service sowohl bei MM und sonstigen bescheiden sondern auch den von kleinen Hifi-läden.

Grüße

Daniel
anon123
Administrator
#50 erstellt: 08. Sep 2003, 17:14
@haifai:

Könntest Du das mit der "Hörgebühr" noch einmal erläutern? Sollte diese "Gebühr" in dem Fall einbehalten werden, wenn Du die LS dort nicht gekauft hättest?

Bei den Versendern hast Du die LS zunächst gekauft, oder? Bei Nichtgefallen hättest Du innerhalb von 14 Tagen nach Rücksendung den vollen Kaufpreis zurück erstattet bekommen, ist das richtig? Was ist mit Versandkosten? Das geht bestimmt bei etablierten und renommierten Direktvermarktern wie Nubert und Teufel problemlos. Was ist mit einer eher ominösen Internetbude (also nicht so etwas wie Amazon)? Übrigens hatte ich "bei meinem Händler" meine LS zunächst voll bezahlt und ein Rückgaberecht ausgemacht. Den "tollen Service" des Hörens zu Hause (jedoch nicht 14 Tage) habe ich also zu den selben Konditionen auch dort bekommen. Danach (z.B. mit dem Verstärker) ging es problemlos mittels "Leihschein" ohne Anzahlung und ohne "Gebühren" -- jeweils immer etwa eine Woche.

Es ist richtig, daß viele kleine "High-Ender" kein Mainstream-Equipment führen, was bedauerlich sein mag. Aber es gibt auch viele, die neben gehobenem und "Spezialisten-" Equipment eben auch anderes führen. In meiner Stadt sind das mindestens vier Händler, bei denen es Burmester, T+A, Rotel, NAD, B&W-Nautilus gibt -- aber auch Denon, Yamaha, Pioneer, kleinere (und größere, die nun nicht mehr Mainstream sind) Marantz, Technics, Panasonic, Harman, usw.

Es geht also auch immer um individuelle Erfahrungen.

Beste Grüße.


[Beitrag von anon123 am 08. Sep 2003, 17:14 bearbeitet]
Peter_H
Inventar
#51 erstellt: 09. Sep 2003, 00:26
Hi,

.. oder es geht einem so wie mir, als ich letztens bei meinem "Kleinen-aber-feinen" Hifi-Laden vorbei sehen wollte um mich nach neuen Boxen umzusehen, und siehe da, den Hörraum gabs nicht mehr und die ganze Bude stand voller mit Filz ummantelten Krachtüten für den Autoeinbau.

Hat sich leider umorientiert, mein "bevorzugter" Hifi-Händler...

Grüße,

Peter
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