Verstärker für KEF R11

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Huxo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Mrz 2020, 03:35
Hallo zusammen,

ich habe ein 2.0 System mit den KEF R11 geplant und bräuchte eure Beratung beim Verstärker. Mein Budget ist nach dem geplanten Kauf der R11 ziemlich erschöpft, so dass ich für den Übergang erstmal eine vernünftige Lösung benötige (~800€ - weniger wär besser), die möglichst viel aus dem R11 rausholt. Für diesen Verstärker hab ich dann später im Büro Verwendungszweck, wenn finanzielle Mittel für eine bessere Verstärkervariante für die R11 bereitstehen.

Machen generell Geräte wie die gelisteten überhaupt Sinn? Der Raum hat knapp 40qm² Sitzabstand sind je nach Optimierung des Aufstellungsorts um die 4m.

Habe extra mal aus verschiedenen Kategorien wie Verstärker, Netzwerk Recevier und AV-Receiver gewählt, da ich mir noch unschlüssig bin was bei mir am meisten Sinn für den Übergang macht.

- Yamaha R-N602/803D
- Yamaha A-S701/A-S801
- Denon AVR-X2600H/X3600H

Haben die zu wenig Power? Gerade die max. 300W bei 8 Ohm verunsichern mich da etwas bei der Angabe der R11. Wie seht ihr das qualitativ - geht mir da ein Großteil des Klangs "verloren"?

Bisher habe ich da mehrere Lager beobachtet. Die einen, die davon ausgehen, dass es sowas wie Verstärkerklang nicht gibt und man im Endeffekt mit einem einigermaßen modernen/leistungsstarken Verstärker fast alles gut betreiben kann, die anderen, bei denen Verstärker dann schnell in die Tausende gehen muss und bei denen o.g. Verstärker bei teuren LS keine Daseinsberechtigung haben. Dannn gibt es noch die ganz "hartgesottenen", die einfach Crowns an eine Vorstufe oder Preouts eines AV-Receivers anschließen bei sehr teuren LS und außer dem schlechteren Noise Ratio (welches bei wenig effizienten wie den KEFs auch keine Rolle spielen sollten) von gleicher Soundqualität ausgehen und alles andere für Voodoo halten.

Ich möchte keine Lösung, die die R11 total unterfordern. Selbst für den Übergang wäre mir das zu schade. Daher bräucht ich euren Rat :-)


[Beitrag von Huxo am 23. Mrz 2020, 03:50 bearbeitet]
Flatline303
Stammgast
#2 erstellt: 23. Mrz 2020, 09:29
Hallo Huxo,

Deine Beobachtung trifft es sehr gut, im Bereich Hifi ist alles erlaubt was gefällt und für alles gibt es seine Verfechter.

Die R11 sind sicherlich tolle Lautsprecher, wie der Klang in deinen Räumlichkeiten ist, weiß hier natürlich keiner. Die Aufstellung und der Raum machen hauptsächlich den Klang.

Ich bin ein Verfechter von Raumkorrektur/Einmess-Systemen, falls man keinen akustisch behandelten Raum hat, dies bieten Dir AVRs am günstigsten.

Mein Tip ist der Denon X3500, für derzeit ca 700€, dieser bietet das beste Einmess-System fürs Geld. Auch darüber lässt sich natürlich seitenlang diskutieren.

Wenn es günstiger werden soll, dann würde ich zu einem gebrauchten Stereo Verstärker greifen.


[Beitrag von Flatline303 am 23. Mrz 2020, 09:32 bearbeitet]
Rascas
Stammgast
#3 erstellt: 23. Mrz 2020, 10:27
Einmesssysteme sind im Endeffekt auch nur Klangverbieger. Halt die moderne Variante... Was bringt einem die "Erkenntnis", dass es keinen Verstärkerklang gibt (geben sollte), wenn man das mit einer Klang-Korrektur direkt wieder über Bord wirft?

Ausserdem greift man damit in den mühsam erkauften Vorteil seiner Boxen ein. KEF hat sich mit der Konstruktion und Auslegung seiner R11 sicherlich was gedacht.

Außerdem sind Einmesssysteme für 5.1 Systeme aufwärts gedacht. Da machen sie dann auch Sinn, weil es Laufzeit-, Lautstärke- und - im schlechtesten Fall - auch Klang-Unterschiede zwischen den Lautsprechern gibt. Ob die dafür gedachten Einmesssysteme überhaupt für 2.0 gedacht sind bzw. dort funktionieren? Das sieht mir in der Bedienungsanleitung des Denon nicht danach aus...

Ich würde lieber einen "neutralen" Verstärker nehmen und wenn dann Probleme z.B. mit dem Bass auftauchen, diese anschließend angehen.

Diese reflexartigen Empfehlung von AVR's, wenn jemand ein HiFi-System aufbauen will, machen mich arg skeptisch. Mir wären die R11 zu schade dafür...

Klar: so ein Denon (oder Geräte dieser Art) haben meist einen "pure direct Modus" o.ä. (wobei ich gerade hier im Forum schon Beiträge gelesen habe, wo man sich nicht klar war, was man damit eigentlich abstellt). Wenn man sich die Anleitung anschaut, macht dieser vielleicht 0,1 % der Funktionen eines solchen Gerätes aus. Wenn ich diese hauptsächlich nutzen will, würde ich mir lieber ein Gerät kaufen, was zu annähernd 100 % meinem Nutzungsprofil passt.

Wenn überhaupt dieser Spieltrieb der Korrektur da sein sollte, würde ich mir den Yamaha R-N803D anschauen. Der ist auf der HiFi-Seite das Ausstattungsmonster...

Das war aber gar nicht Frage hier, oder? Es ging doch um die adäquate Betreibung der R11.

Ich würde das Gesamtbudget von Anfang an harmonischer aufeinander abstimmen. Den Verstärker als Kompromiss zu kaufen? Das könnte eine Art Dauer-Provisorium bleiben und damit ewiger Quell der Unzufriedenheit oder das Gefühl, dass es nicht "optimal" ist, überwiegt. Auch dafür wären mir die R11 ebenfalls zu schade...
dejavu1712
Inventar
#4 erstellt: 23. Mrz 2020, 13:34
KEF gibt 15-300Watt an, allerdings sagt das wenig aus, wichtiger ist der Wirkungsgrad, 90db sind
da eigentlich ein guter Wert, aber auch hier wird oft seitens des Herstellers geschummelt/geschönt.
Die R11 soll eine Nenn Impedanz von 8 Ohm und einen WG von 90db, in den Klammern steht aber
3,2 Ohm, somit ist es eine reinrassige 4 Ohm Box, der WG reduziert sich dadurch von 90 auf 87db!

Ist aber alles kein Problem für einen ordentlich konstruierten Verstärker, nachfolgend mal ein Beispiel:

Mit 100W pro Kanal wären rein rechnerisch rund 110db möglich, also schon fast das angegebene
Limit und für die meisten Anwender schon viel zu laut, deine Verunsicherung ist somit unbegründet.

Von den genannten Modellen würde ich persönlich zum Yamaha R-N803D tendieren, der hat eine
super Ausstattung und ausreichend Leistung die für nahezu alle Eventualitäten ausreichen sollte.
Der Preis stimmt mMn auch und den integrierten DSP kann, muss man aber nicht nutzen, ist aber
sicherlich kein Nachteil das er schon an Bord ist, ich denke daher, das der Yamaha ein guter Partner
für die KEF R11 ist und zwar nicht nur als profane Übergangslösung.

Alternativen (günstiger/Teurer) gibt es natürlich immer, inzwischen hat ja fast jeder Hersteller einen
Stereo Netzwerk Receiver/Verstärker im Angebot, aber ein Risiko gehst du mit dem Kauf eh nicht ein,
probieren geht über studieren,wenn das Gerät nicht zu dir passen sollte, hast Du ja Rückgaberecht.


[Beitrag von dejavu1712 am 23. Mrz 2020, 13:50 bearbeitet]
Sockenpuppe
Inventar
#5 erstellt: 23. Mrz 2020, 13:46
Mitunter kann sich solch ein Klangverbieger durchaus als nützlich erweisen, und sei es nur um eine lästige Raummode zu eliminieren, um nur ein Bsp. zu nennen.

mit frdl. Gruß
JeGo84
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 23. Mrz 2020, 15:44
Ohne deine Kef R11 zu kennen (kurz gegoogelt, nette teile), könnte ich mir vorstellen das eine Kombi

emotiva BasX PT-100 380€
emotiva BasX A-300 480€

gut passen könnte, und genügend Leistung bereit stellt.
Nutze selber ein emotiva BasX TA-100 VV und bin sehr zufrieden.

Ansonsten schau dir mal ein IOTAVX SA3 mit endstufe PA3 an, könnte auch was für dich sein.

Beides kannst du ja auch 30t zuhause testen soweit ich weiß.
Huxo
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 24. Mrz 2020, 22:59
Danke für die vielen Antworten, die mir schonmal sehr geholfen haben

@Rascas
Danke für Deinen Beitrag. Momentan tendiere ich zu den Yamaha R-N803D. Generell ist mir aufgefallen, dass man von Yamaha kaum was schlechtes liest im Verstärker/Receiver Bereich, vor allen Dingen was das P/L-Verhältnis angeht. Zumal mir gerade der Vintage Look der Netzwerkverstärker und reinen Verstärkerreihe (AS-XXX) gut gefällt. Das ist aber natürlich nur sekundär, aber zählt ja auch irgendwie in das Gesamtpaket.

Wäre Deiner Ansicht nach der Yamaha nicht harmonisch zu den R11 also qualitativ oder leistungsbezogen nicht ausreichend oder generell einfach nicht das passende Gerät für die R11?

@Flatline303
Danke für die Erkläerung mit der Raumkorrektur. Das war auch mein Grund sich an Denon zu orientieren, da ich da bereits sehr viel positives gelesen habe. Zum Denon X3(5)600H würde ich denk ich nur greifen, wenn ich unbedingt einen AV-Receiver benötigen würde, da bin ich mir aber noch nicht ganz sicher, zumal ich später fürs Büro nur einen reinen Stereoverstärker oder Netzwerk Verstärker brauche und erstmal kein Surround geplant ist. Es sei denn ich würde nach vielem ausprobieren aufgrund der Raumakustik keinen ordentlichen Klang hinbekommen (wobei ich auch dann nicht weiß ob die Korrektur da abhilfe schaffen kann) - so wie dann auch von Sockenpuppe beschrieben.

@dejavu1712
Danke für das technische Hintergrundwissen, dass mir ein wenig beim Verständnis hilft :-) Und mich auch weiterbringt bei dem was ich brauche.

@JeGo84
Die IOTAVX SA3/PA3 Kombi ist mir auch schon öfter über den Weg gelaufen und werde ich mir auch nochmal genauer ansehen. War mir aber nicht sicher, ob der nicht zu wenig Leistung hat bei 45W an 8Ohm oder überseh ich da was?

Die Emotiva Kombi schaut auch sehr vielversprechend aus und werde ich mir mal genauer ansehen. Die sollte dann auch nochmal deutlich mehr Leistung haben als die IOTAVX SA3/PA3 Kombi wenn ich das richtig sehe.


[Beitrag von Huxo am 24. Mrz 2020, 23:04 bearbeitet]
Synercon
Stammgast
#8 erstellt: 24. Mrz 2020, 23:09
Auch wenn hier viele der Meinung sind, dass man mit Wirkungsgrad etc. errechnen kann, dass eine geringe leistung reicht, würde ich Dir empfehlen neben dem Yamaha auch mal mit einem geliehenen stärkeren Verstärker zu hören. Der YAMAHA ist (bis auf die Plastikregler) sicher ein sehr gutes Gerät, dass alles kann. Meine Boxen haben auch einen angegebenen Wirkungsgrad von 90, hören sich aber mit einem 2x500 Watt Verstärker dennoch besser an als mit einem 2x170 Watt. Ich möchte jetzt auch auf keinen Fall diese Watt/Verstärker Diskussion loseisen und mich darauf einlassen. Bei so hochwertigen Boxen lohnt es sich einfach auszuprobieren und zu vergleichen. Wäre einfach nur schade, wenn man nicht das rausholt, was drin ist.
Prim2357
Inventar
#9 erstellt: 24. Mrz 2020, 23:18
Hallo,

ich würde mich auch eher nach den späteren Bedürfnissen im Büro orientieren.

Eventuell passt auch dort ja dieses Gerät ganz gut hin:
https://www.nubert.de/nuconnect-ampx/p3646/?category=225
Huxo
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 24. Mrz 2020, 23:37

Synercon (Beitrag #8) schrieb:
Auch wenn hier viele der Meinung sind, dass man mit Wirkungsgrad etc. errechnen kann, dass eine geringe leistung reicht, würde ich Dir empfehlen neben dem Yamaha auch mal mit einem geliehenen stärkeren Verstärker zu hören. Der YAMAHA ist (bis auf die Plastikregler) sicher ein sehr gutes Gerät, dass alles kann. Meine Boxen haben auch einen angegebenen Wirkungsgrad von 90, hören sich aber mit einem 2x500 Watt Verstärker dennoch besser an als mit einem 2x170 Watt. Ich möchte jetzt auch auf keinen Fall diese Watt/Verstärker Diskussion loseisen und mich darauf einlassen. Bei so hochwertigen Boxen lohnt es sich einfach auszuprobieren und zu vergleichen. Wäre einfach nur schade, wenn man nicht das rausholt, was drin ist.


Danke für den Tipp! Also ehrlich gesagt würde mich ja auch mal eine ähnliche Kombi interessieren wie du sie hast. Also mit Vorverstärker oder AV-Receiver und nem Crown XLS1002 oder XLS1502 am PreOut. Problematisch wird es ja wohl nur mit sehr sensitiven Lautsprechern wie den Klipsch wegen der Hörner usw.

Vielleicht müsste ich mal beide Varianten gegenüberstellen, also zB den Yamaha und ne Kombi mit
leistungsstarken Endstufen. Mir ist das vor allem als Low Budget Verstärker Lösung bei den KEF LS50 untergekommen, weil die auf dem Papier eigentlich nicht so viel Leistung benötigen, aber vom Headroom einer Leistungsstarken Endstufe wohl enorm profitieren.

@Prim2357
Danke auch für den Tipp. Das Büro ist sehr klein (~15qm). Da wird nicht viel Leistung benötigt. Betrieben werden MB Quart One Lautsprecher Als Zuspieler hab ich ausschließlich einen Plattenspieler und PC (entweder über USB oder Toslink).

Wahrscheinlich ist es aber doch eine bessere Idee den Verstärker gleich ordentlich für die R11 zu kaufen und dann später fürs Büro nochmal nen Verstärker. Denke der Yamaha 803D wäre fürs Büro schon überdimensioniert.


[Beitrag von Huxo am 24. Mrz 2020, 23:47 bearbeitet]
Denon_1957
Inventar
#11 erstellt: 24. Mrz 2020, 23:41
@Synercon
Nur mal deiner Behauptung etwas das Fundament zu nehmen zwecks 500Watt Verstärker ich hab eine AA MAA 402 Endstufe im Betrieb die mit den Zappelzeigern wenn ich damit sehr Laut Musik höre (so das die Nachbarn klingeln) bin ich laut Anzeige bei ca. 3-4 Watt Sinus und da fangen mir die Ohren an zu bluten LS sind die Canton Ergo 690 DC was willst du dann mit einem 500 Watt Verstärker.
Ist das nicht das selbe mit einem 500PS Auto immer nur in einer 30 Kmh Zone zu fahren.
Ich bin auf jeden Fall auch ein Fan von Verstärkerleistung um so mehr um so besser aber man kann auch mit einem LS der 90db Wirkungsgrad hat mit 50 Watt richtig gut Musik hören und sehr laut 500 Watt müssen es sicher nicht sein das ist meine Meinung.
Synercon
Stammgast
#12 erstellt: 25. Mrz 2020, 00:01
Diese Diskussion wurde schon oft geführt. Ich spreche auch nicht von Lautstärke. Bei mir hören sich die LS bei gleicher Lautstärke mit dem starken Verstärker einfach wesentlich dynamischer und voller an. Auch räumlicher. Es geht überhaupt nicht um Lautstärke. Lautstärke konnten die anderen Verstärker auch genug. Es ist ja auch vollkommen egal was man hier nun theoretisch herumdiskutiert. Bei mir ist es so. Aus welchen gründen auch immer. und nicht wegen einer Lautstärke.

Daher einfach probieren! Fakt ist, dass die Kette nur so gut ist wie das schwächste Glied bzw. der Flaschenhals. Daher einfach mal unverbindlich probieren und hören. Und wenn es besser ist, ist es auch egal, wenn Dir jemand berechnen will, dass es nicht so ist. Und wenn der YAMAHA sich gleich oder besser anhört, weißt du, das Deine Lösung richtig war. Heute geht das ja relativ leicht so ein Gerät zum testen und vergleichen zu besorgen. Und mit einem starken Verstärker wirst du nie Boxen zerstören, weil wohl niemand zu Hause auf Anschlag hört. Schon gar nicht auf Dauer.

Es wäre einfach nur schade, bei so guten Boxen das nicht zu probieren.


[Beitrag von Synercon am 25. Mrz 2020, 00:03 bearbeitet]
Synercon
Stammgast
#13 erstellt: 25. Mrz 2020, 00:05
Und zu deinem vergleich mit dem Auto. Mit einem 500 PS Auto macht es auch mehr Spaß 50 kmh zu fahren als mit einem 100 PS Auto. es geht um Dynamik. ich habe auch kein 500PS Auto um damit andauernd 280 zu fahren. es ist aber dynamischer.

Und mit dem DENON PMA S10 mit 2 x 100 Watt konnte ich damit davor natürlich auch gut Musik hören. Nun ist es aber noch besser.

Das Bessere ist der Feind des Guten. Im positiven Sinne.


[Beitrag von Synercon am 25. Mrz 2020, 00:28 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#14 erstellt: 25. Mrz 2020, 00:16

Huxo (Beitrag #10) schrieb:

Danke für den Tipp! Also ehrlich gesagt würde mich ja auch mal eine ähnliche Kombi interessieren wie du sie hast. Also mit Vorverstärker oder AV-Receiver und nem Crown XLS1002 oder XLS1502 am PreOut. Problematisch wird es ja wohl nur mit sehr sensitiven Lautsprechern wie den Klipsch wegen der Hörner usw.


Auch dazu kann ich was aus eigener Erfahrung beitragen,
wenn du mit solch einer Kombi schwanger gehst, dann rate ich dir erstens zu einem Pre mit XLR (denn Probleme mit Rauschen kann es mit den Crown über Cinch auch mit Lautsprechern ohne großen Wirkungsgrad geben, also nicht nur mit Klipsch/Horn),
und dann bitte auch zu einem wirklich guten Vorverstärker greifen.

Bei den R11 reicht von der Leistung die 1002 bei Weitem aus, ein NAD C 658 als Vorverstärker (ich habe die 1502 selbst an dem C658 betrieben),
ist für ca. 1500€ machbar und für mich zur Zeit der Best Buy überhaupt.

Ein NAD M10 ist wieder deutlich teurer, aber halt auch extrem stylish...

Beides hat Dirac an Bord, ein wirklich leistungsfähiges DSP welches mit vielerlei günstigen AVR/Stereo Lösungen nichts zu tun hat.

Zu dem Wattgehabe,
wenn der Verstärker stetig und dauerhaft 100 Watt stabil zur Verfügung stellt, dann reicht das für die R11 bis 40qm auch absolut aus.
Dynamischer wirds mit 1000 Watt dann auch nicht mehr.
Zu dieser Meinung kann man kommen, wenn man mit einem Amp verglichen hat der diese Leistungswerte auf dem Papier hat, aber in der Praxis nicht dauerhaft bringt.

Gruß
Synercon
Stammgast
#15 erstellt: 25. Mrz 2020, 00:46
Falls Du PA-Endstufen ausprobieren solltest, unbedingt Inputsensitivtät weg von der Standardeinstellung 1,4 V auf High 0,775 umstellen.
Bei 1.4 V hört sich das an, als ob jemand auf der Leitung stehen würde.
Prim2357
Inventar
#16 erstellt: 25. Mrz 2020, 01:04
Diese Information beinhaltet leider ebenfalls irreführende Schlussfolgerungen.

Die Eingangsempfindlichkeit muss passend gewählt werden.
Bei Hifi Geräten mit Cinch Pre Outs stellt man diese hier im Bezug auf die Crown auf 0,775V,
bei der 1,4V Einstellung hätte man in diesem Fall nicht die volle Verstärkerleistung verfügbar.

Nutzt man PREs mit XLR, ist 1,4V die richtige Einstellung an den Crown.

Klanglich ist hier aber absolut kein Unterschied, nutzt man bei Cinch die 1,4V Einstellung, muss man bedeutend "lauter stellen" , um denselben Pegel zu erreichen. Die Maximallautstärke sinkt in diesem Fall,
klanglich aber wie gesagt kein Unterschied.
Synercon
Stammgast
#17 erstellt: 25. Mrz 2020, 01:06
Danke für die Info. Wieder was gelernt.
Huxo
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 25. Mrz 2020, 02:44

Prim2357 (Beitrag #14) schrieb:

Huxo (Beitrag #10) schrieb:

Danke für den Tipp! Also ehrlich gesagt würde mich ja auch mal eine ähnliche Kombi interessieren wie du sie hast. Also mit Vorverstärker oder AV-Receiver und nem Crown XLS1002 oder XLS1502 am PreOut. Problematisch wird es ja wohl nur mit sehr sensitiven Lautsprechern wie den Klipsch wegen der Hörner usw.


Bei den R11 reicht von der Leistung die 1002 bei Weitem aus, ein NAD C 658 als Vorverstärker (ich habe die 1502 selbst an dem C658 betrieben),
ist für ca. 1500€ machbar und für mich zur Zeit der Best Buy überhaupt.

Ein NAD M10 ist wieder deutlich teurer, aber halt auch extrem stylish...

Beides hat Dirac an Bord, ein wirklich leistungsfähiges DSP welches mit vielerlei günstigen AVR/Stereo Lösungen nichts zu tun hat.

Gruß


Sowas wie vorgeschlagen ist leider momentan budgettechnisch nicht drin, aber das wäre dann Richtung finale Lösung was ich mir vorgestellt habe und werde ich mir vormerken Es ist vielleicht komisch, dass ich dann zu den R11 greife, aber lieber gleich die R11 und den Verstärker später upgraden und nach Möglichkeit im Büro weiterverwenden, als die R7 und "teuren" Verstärker und dann nochmal die R7 upgraden.

Eure Infos hier bringen mich wirklich gut voran was das Verständnis betrifft und was Sinn oder weniger Sinn macht.

Dazu hab ich noch eine vielleicht etwas ungewöhnliche Frage. Vorverstärker sind nicht zur Verstärkung des Signals da oder? So wie ich das verstehe dürfte bei einem Vorverstärker das DSP und der DAC die entscheindenden Komponenten sein und die Aufgabe in der Verteilung der Quellen liegen oder? Kann aber gut sein, dass ich das falsch verstanden habe.

Könnte ich auch einen DAC + Crown Endstufe über XLR betreiben? Also zB ein Cambridge Audio DacMagic Plus oder ein Audiolab M-DAC, wenn ich sowieso nur digitale Inputs hab. Hätte als Inputs Tidal über Google Chromecast Audio und Apple TV für Filme (durchgeschleift Apple TV über HDMI -> TV über Toslink Ausgang -> DAC - ist das überhaupt sinnvoll?). Der Plattenspieler ist momentan kaum in Benutzung und würd ich dann erstmal stilllegen, falls das jetzt eine deutlich bessere Alternative wäre als Lösung die sich bis 800€ bewegen.

Die Behringer A800 Endstufe (passiv gekühlt) könnte auch ne Alternative sein zu den Crown, wenn man sich das review durchliest: https://www.audiosci...lifier-review.10499/ Ist mit 180€ sehr günstig. Mir gehts auch nicht um hauptsache günstig, aber lieber erstmal die beste P-/Leistung bis 800€ (also möglichst besten Klang) und weniger Komfort bzw. weniger konventionell und optisch ansprechend usw..


[Beitrag von Huxo am 25. Mrz 2020, 05:44 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#19 erstellt: 25. Mrz 2020, 08:38
Ja das geht mit einem DAC mit Lautstärkeregelung. Bei den PA Endstufen gibt es irgendwann auch mal Bauchweh....

https://www.xtz-deutschland.de/produkte/edge-a2-300
http://www.hifi-foru..._id=173&thread=11426

Und später den Cambridge mal austauschen...

Ich würde aber momentan genau das kaufen, was ich dann später auch im Büro wirklich brauche, passt und verwenden kann.

Den Cambridge könnte man zur Not auch wieder gebraucht verkaufen...
Der Nubert passt nicht gut ins Büro

Fragen über Fragen....
Huxo
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 26. Mrz 2020, 00:51
Die XTZ EDGE A2-300 Endstufe ist auch ein guter Tipp, sowas wäre ja Budgettechnisch im Kombination mit einem DAC wie zB dem Cambridge Audio DacMagic Plus auch drin.

Fürs Büro würde mir denk ich normal ein NAD D3020V2 reichen und würde sich natürlich auch am bzw. auf dem Schreibtisch sehr gut machen - nur für die R11 wird der ja von der Leistung sicherlich nicht ausreichen


Meine momentane Lösung wäre daher fürs Wohnzimmer und die R11:
- XTZ EDGE A2-300 500€
- Cambridge Audio DacMagic Plus 325€
Wäre ich bei 825€

Sobald wieder etwas Budget da ist:
- NAD D3020V2 fürs Büro
- Cambridge durch NAD C 658 ersetzen.

Ich glaub das könnte eine Übergangslösung sein, die trotzdem zufriedenstellend ist und da verzichte ich dann gern zunächst auf den Plattenspieler im Wohnzimmer.

Der XTZ habe ich gesehen hat nur kein XLR, könnt das problematisch werden?

Noch was zu den Lautsprecherkabeln. Die Lautsprecherkabel haben max 3-4M länge. Ein 2,5mm² Querschnitt müsste da reichen oder?

Hätte die Cordial CLS 225 in Kombination mit den Hicon Banana Plug BM08 im Blick gehabt. Falls mehr aber besser ist, kommts darauf natürlich nicht, aber hatte eher gegenteiliges gelesen. Falls ihr da noch den ultimativen Tip habt nur her damit. Muss nur sagen, dass ich generell nicht so ganz an extrem teure Kabel glaube und daher auch nicht bereit bin unsummen auszugeben. Natürlich gern für ein Stück mehr qualität.


[Beitrag von Huxo am 26. Mrz 2020, 01:09 bearbeitet]
Synercon
Stammgast
#21 erstellt: 26. Mrz 2020, 01:13
Die XTZ sieht auf jeden Fall besser aus als die Crown und dürfte perfekt passen.
Prim2357
Inventar
#22 erstellt: 26. Mrz 2020, 01:32

Huxo (Beitrag #20) schrieb:
Der XTZ habe ich gesehen hat nur kein XLR, könnt das problematisch werden?

Nein da keine PA Endstufe...

Kabel CLS 225 reichen aus, CLS 240 sind aber auch kaum teurer.

Für kleines Geld wüsste ich sogar ne sehr günstige Übergangslösung um den Plattenspieler auch hier noch integriert zu bekommen,
bei Interesse PN
Huxo
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 26. Mrz 2020, 01:40
Das klingt doch schon alles sehr gut :-) Danke für eure Hilfe. Ich werde mir das ganze noch durch den Kopf gehen lassen. Denke aber, dass das eine Lösung ist, die sicherlich erstmal eine gute Übergangslösung ist, ohne dass die Wiedergabequalität der R11 dann von Verstärker/DAC eingeschränkt wird und das war ja eigentlich auch mein Hauptanliegen.

Wie ist das denn mit dem Querschnitt, mehr ist nicht immer besser oder? Hatte da was in Erinnerung mit dem Widerstand? Ansonsten werdens die CLS 240 der Aufpreis ist ja nicht der Rede wert.


[Beitrag von Huxo am 26. Mrz 2020, 01:41 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#24 erstellt: 26. Mrz 2020, 01:47
Mit dem Querschnitt ist alles im grünen Bereich..bei Beidem.

Optisch wäre auch so etwas nicht uninteressant finde ich..
https://www.ebay-kle.../1327672821-172-1092
Synercon
Stammgast
#25 erstellt: 26. Mrz 2020, 11:26
Hätte ich vor Monaten die XTZ EDGE A2-300 auch auf dem Radar gehabt, hätte ich auch diese gekauft. Nicht falsch verstehen; mit der CROWN bin ich vollkommen zufrieden. Die läuft und macht fantastisch und problemlos das, was sie soll.

Nur die XTC ist optisch schöner und unauffälliger. Zudem schaltet sie sich auf Wunsch auch automatisch an/aus, wenn gespielt wird oder eben nicht. Zudem scheint sie extra und ausschließlich für den HIFI-Bereich konzipiert worden sein und schneidet auch bei den Tests ebenso gut ab wie Endstufen um den 10-fachen Preis in dieser Leistungsklasse.
Rascas
Stammgast
#26 erstellt: 26. Mrz 2020, 13:48
Ein großer Vorteil dieser Lösung: so eine Endstufe kann man auch Mono betreiben. Ein upgrade auf 2 Endstufen ist bei Bedarf oder nach Lust und Laune also problemlos möglich.

Ich fahre im Moment eine ähnliche Lösung. Nur ist meine "Vorstufe" ein analoger Kopfhörer-Verstärker TEAC HA 501), wo unter anderem ein DAC zuspielt, aber eben auch ein Plattenspieler und ein DAP, der auch analog zuspielt, weil er eben einen sehr guten DAC inne hat.

Kann sein, das ich mir in Zukunft einen DAC zulege, der auch Vorverstärker sein kann und dann die Kette umdrehe und der analoge TEAC nur noch Zuspieler ist. Dem Spieltrieb sind auf diese Weise keine Grenzen gesetzt...
Huxo
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 26. Mrz 2020, 18:03
Ich bin mir aktuell nur nicht 100% sicher mit dem Cambridge Audio DacMagic Plus, da es doch ein recht altes Modell ist und habe bisher gelesen, dass sich im DAC Bereich aufgrund immer wieder neu auf den Markt gebrachter Chipsätze recht viel getan hat. Hatte noch den S.M.S.L M500 gesehen.

Auf jeden Fall ist an dem Gedanken von Dir Rascas was dran: Man bleibt halt so flexibel und kann ggf. mal Komponenten austauschen bzw. die Schwerpunkte da setzen wo sie einem wichtig sind. Mir würde der Gedanken zB total missfallen einen AV-Receiver mit 11 Kanälen zu kaufen, um dann nachher nur 2 zu nutzen. Die Inbetriebnahme einer zweiten Endstufe ist so wie du schreibst natürlich auch recht einfach möglich und habe daran auch schon gedacht, falls ich mal später aufrüsten will.

Die XTZ Endstufe gefällt mir sehr gut, hatte nur gelesen, dass ein paar Forum hier Probleme damit hatten (Brumm) aber muss ja nicht an der Endstufe gelegen haben. Alternative wäre ja noch die emotiva BasX A-300, aber zu der findet man deutlich weniger.

Die von JeGo84 vorgeschlagene Kombi aus emotiva BasX PT-100 und emotiva BasX A-300 wäre natürlich auch sehr interessant. Kann da aber nicht abschätzen wie der BasX PT-100 sich vom DAC im Vergleich zu dem Cambridge z.B. macht bzw. sich eine einzel DAC Lösung lohnt und ob der A-300 an den XTZ reicht.
Prim2357
Inventar
#28 erstellt: 26. Mrz 2020, 20:05

Huxo (Beitrag #27) schrieb:
Die von JeGo84 vorgeschlagene Kombi aus emotiva BasX PT-100 und emotiva BasX A-300 wäre natürlich auch sehr interessant.


Diese Kombi könnte ich dir sogar gebraucht zu einem besseren Preis vermitteln, falls dies näher in Betracht käme.

Damit könntest du auch deinen Dreher nutzen...und würdest dein Budget nicht mal ausreizen müssen.
Störsender
Neuling
#29 erstellt: 05. Apr 2020, 10:49
Ich bin zufriedener Besitzer eines der ersten Pärchen R11. Nach monatelanger Einspielzeit waren diese Boxen dann auf ihrem Leistungsniveau. Als Verstärker kann ich einen Arcam sehr empfehlen. Die R11 und das Gespann aus A39 und CDS27 harmoniert wunderbar. Der neue Arcam SA30 ist ein sehr spannendes Produkt. Hier hat man Streamingfunktion (seit meiner Tidal- Mitgliedschaft höre ich kaum anders) und bei Bedarf auch die Raumkorrektur dazu. Für das Budget: es gibt immer wieder sogenannte Auspackware bei den einschlägigen Händlern. Da kann man einige hundert Euro sparen und verbessert das PLV deutlich.
Prim2357
Inventar
#30 erstellt: 05. Apr 2020, 13:26
Bild deiner schönen R11 mit dem Arcam?
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