Neuling Hifi-Bereich, Kaufberatung zu StereoLS

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Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 07. Mai 2020, 20:41
Hallo zusammen,
nach dem ich mich die letzten Wochen durch zahlreiche Threads gelesen habe, will ich nun selber einen erstellen.
Ich bin 19 Jahre alt und, was man wohl bereits am Alter merkt, ein kompletter Neuling/Einsteiger in diesem Gebiet. Da ich allerdings seither gerne Musik höre und in diese Richtung auch im Studium gehen möchte, will ich mir eine Anlage anschaffen. Diese soll (bitte nicht entsetzt aufschreien) zunächst Hauptsächlich am PC angebunden sein, sowie ab und zu vom Handy bedient werden.
Ich war bislang in ein paar Fachgeschäften zur Beratung, möchte aber auch Meinungen von weiteren unabhängigen Personen einholen.

Was ich suche: ein Lautsprecher Stereo Paar bestehen aus Regallautsprechern

Mein Budget: maximal 1200€

Anschlussmöglichkeiten am PC im Moment: optisch

Raum ist etwa 22m2 groß, allerdings ziehe ich wohl noch um, befor die Lautsprecher final getestet und gekauft werden, daher bitte ich hier besonders um Vorschläge

Bisher vorgeschlagen vom Fachberater wurde mir der NAD 3020 v2 zusammen mit den B&W 606, die ich schon einmal probehören durfte und (manchen Threads zufolge zum Entsetzen mancher) einen guten Eindruck machten bei einer Breiten Bühne.
Allerdings ist das Probehören von einem einzigen Lautsprecher in dem Preisbereich nicht wirklich aussagekräftig, deswegen suche ich gern nach Alternativen, auch für den Verstärker.

Bisher gefunden: Wharfedale Denton 85th Anniversary Edition
Dali Oberon 3
in Verbindung mit einem Anderen Verstärker: KEF LS50?

Außerdem wurde mir gesagt, ein 150€ Lautsprecherkabel kommt noch dazu. Ein solch teures Kabel ergibt in Meinen Augen allerdings wenig Sinn...kenne ich mich aber auch nicht aus.

Bin gespannt auf etwaige Vorschläge! (Aktivboxen wurden auch überlegt...)

MfG
Taugenix_!
Stammgast
#2 erstellt: 07. Mai 2020, 22:57
Hörst du am PC/Schreibtisch im Nahfeld?

Wenn ja, solltest du nach Studio Nahfeld-Monitore schauen.

Ich nutze auf zwei Meter Hörabstand die Neumann KH120 und bin sehr zufrieden.
Diese professionellen Lautsprecher sind dafür konzipiert, auf kurzer Hördistanz im Studio, bei moderater Lautstärke und über mehrere Stunden, Audiomaterial zu beurteilen.


https://www.thomann....bFPurBxoCHXAQAvD_BwE
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 08. Mai 2020, 13:36
Danke für den Tipp!
Ja, ich höre im Nahfeld, die LS sind ca. 2 Meter auseinander und ich bin knapp 1-1,5 Meter davon entfernt.
Was ich gerne höre: Filmmusik, Rock der 80er und 90er Jahre sowie neueren Hardrock, ab und zu Pop Songs und Amerikanischen Rap.

Die Lautsprecher sehen gut aus, muss ich aber auf jeden Fall bei mir testen, da ich zwar einen ausgewogenen Klang haben möchte, aber schon leicht wärmere Klänge bevorzuge.
Um die Lautsprecher weiter entfernt zu positionieren, würde ich mir auch zusätzlich noch passende Ständer anschaffen.

MfG
Taugenix_!
Stammgast
#4 erstellt: 08. Mai 2020, 13:49
Die Neumänner klingen sehr natürlich und unangestrengt und geben die Aufnahme sehr detailreich und analytisch wieder.
Der Sweetspot ist horizontal relatv breit, die Speaker sollten aber auf Ohrhöhe positioniert werden.
Für mich klingen sie weder warm noch kühl, sondern richtig, ich finde jede Art von Färbung oder Sounding sollte nicht in der Wiedergabe-Kette stattfinden, sondern am Pult im Studio bei der Aufnahme.


[Beitrag von Taugenix_! am 08. Mai 2020, 13:57 bearbeitet]
#Holger#
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 08. Mai 2020, 14:09
und das 150 Euro Lautsprecherkabel kannst Du Dir schenken, das nutzt nur dem Händler.
Kauf dir (besonders bei dieser geringen Entfernung) ein 2,5mm Kupferkabel ( OFC)

gruss
Holger
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 08. Mai 2020, 14:13
@Holger: alles klar, dann lass ich das auf jeden Fall.

@Taugenix_!: stimmt natürlich den Klang kann man ja im Nachhinein noch bearbeiten. Nun noch eine blöde Frage: die LS verfügen wohl nur über einen XLR Anschluss, kann ich die Monitore überhsupt problemlos an einen Optischen Ausgang anschliessen oder benötige ich irgendeine Art von Wandler?

Gruss
Yannik
dejavu1712
Inventar
#7 erstellt: 08. Mai 2020, 14:20

Trojabas (Beitrag #3) schrieb:

....aber schon leicht wärmere Klänge bevorzuge.


Ok, ging die B&W klanglich schon in die gewünschte Richtung?

Du kannst dir die Neumann KH120 gerne anhören, aber ich prognostiziere mal, das
ihr bei deinen beschriebenen klanglichen Vorlieben keine Freunde fürs Leben werdet.
Die Dali Oberon mit ihrer "Höhen betonten" Ausrichtung halte ich ebenfalls für fraglich.

Aber höre dir die LS gerne an und bilde dir dein eigenes Urteil....

Aktive Nahfeld Monitore finde ich prinzipiell eine gute Idee, aber wenn du mal mehr
Geräte anschließen oder eine Kabellose Variante nutzen möchtest, brauchst du ein
weiteres Gerät, was prinzipiell kein Problem ist wenn man weis was man will/braucht.

Außerdem haben die meisten Modelle keinen digitalen Eingang, wenn das ein muss ist,
reduziert sich die Auswahl, es wird teuer oder du musst mit einer zusätzlichen Komponente
arbeiten, das kann z.B. ein VV, Streamer, D/A Wandler, externe Soundkarte etc. sein.

Wenn du uns sagst ob das ok ist, dann kann man noch ein paar Modelle nennen die nicht
so neutral/nüchtern spielen wie die KH120, die übrigens auch keinen Digital Eingang hat,
wenn dann wäre das die KH120D, die kostet aber gut 900€ das Stück, ist also überm Budget.

Ich habe auch länger nach einem LS gesucht der neutral angenehm abgestimmt ist, trotzdem
Spaß macht und dennoch schön transparent spielt, so das man nicht das Gefühl hat, das eine
Wolldecke über dem HT liegt, fündig geworden bin ich bei Fyne Audio und Q Acoustics.

Zur Auswahl standen die F502 und die Concept 40, am Ende habe ich mich für letzteren LS
entschieden, da ich die QA für 800€ ergattern konnte und ich die Optik/Haptik echt klasse fand.

Ach ja, die 150€ für die Kabel sind raus geschmissenes Geld, wenn dann kauf dir solche Kabel
Die machen was her, sind fix und fertig konfektioniert und vom Preis absolut in Ordnung.
Thowie
Stammgast
#8 erstellt: 08. Mai 2020, 14:23

Trojabas (Beitrag #3) schrieb:
Danke für den Tipp!
Ja, ich höre im Nahfeld, die LS sind ca. 2 Meter auseinander und ich bin knapp 1-1,5 Meter davon entfernt.
.....
Um die Lautsprecher weiter entfernt zu positionieren, würde ich mir auch zusätzlich noch passende Ständer anschaffen.

MfG


Dein Stereodreieck ist, so, wie Du es hier beschreibst, ohnehin schon sehr breit. Noch weiter sollten die LS wirklich nicht auseinander, sonst „zerreißt“ es das Klangbild. Dann ist der Klang nicht mehr eine imaginäre Bühne, sondern kommt klar von links und rechts.

Ideal ist ein gleichseitiges Dreieck oder eine nur etwas größere Basisbreite von ca. 1,2 im Verhältnis maximal (Also zum Beispiel Hörabstand zu den LS 2m, dann stehen diese maximal 2,40m auseinander.

Feintuning machst Du dann nach korrekter Aufstellung durch Ein- und Auswinkeln.

Gruß Thomas
Taugenix_!
Stammgast
#9 erstellt: 08. Mai 2020, 14:33
He Yannik,

ich habe eine Zeit lang diese Mischung aus D/A Wandler, Monitor Controller uns USB Hub benutzt.

https://www.thomann.de/de/m_audio_air_hub.htm#bewertung
WiC
Inventar
#10 erstellt: 08. Mai 2020, 15:22

Trojabas (Beitrag #1) schrieb:
Ein solch teures Kabel ergibt in Meinen Augen allerdings wenig Sinn...kenne ich mich aber auch nicht aus

Offenbar doch

Mein Tipp:

Cambridge Audio Topaz SR20

KEF R300

Prima PLV, mMn.

LG
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 08. Mai 2020, 15:58
Vielen Dank für die ganzen Antworten!

Das mit dem Dreieck hat mir schon sehr geholfen

Die Kabelempfehlung werde ich wohl auch so verfolgen ^^

Wenn ich richtig gesehen habe, sind die erwähnten LS von Fyne und Q Acoustics beides Standlautsprecher, was bei meinen Abmessungen wohl zu viel des guten ist. Allerdings habe ich mir mal die 3030i als "günstige" Alternative notiert.

Der Cambridge Verstärker sieht gut aus, wobei ich bei Verstärkern wirklich keine Ahnung habe. Warum z.B. kostet dieser momentan 130€ weniger als der NAD bei (theoretisch?) mehr Leistungsvolumen? Liegt das zum Teil auch an den Abmessungen der Geräte? Außerdem unterstützt der ja wohl bi-ampering, was wahrscheinlich ein nettes Feature wäre.

Die B&W 606 haben mir sehr gut gefallen! Allerdings habe ich leider keine Alternative bis dato gehört, somit kann sich das im Vergleich noch ändern.

Die KEF sehen gut aus, habe neben den REF 300 noch die Q350 auf dem Schirm.

MfG
Yannik
WiC
Inventar
#12 erstellt: 08. Mai 2020, 16:16
Moin,

Liegt das zum Teil auch an den Abmessungen der Geräte?

eher nicht, das kann an etlichen Dingen liegen...die meisten dürften für den Endkunden irrelevant sein.

Außerdem unterstützt der ja wohl bi-ampering, was wahrscheinlich ein nettes Feature wäre.

Da verwechselst du was, der kann theoretisch Bi-Wiring und das ist kein Feature, sonder Unsinn, mMn.

Die R Serie ist hochwertiger und aus meiner sicht auch "wärmer", aber Q350 anzuhören schadet sicher nicht.

LG
dejavu1712
Inventar
#13 erstellt: 08. Mai 2020, 16:17

Trojabas (Beitrag #11) schrieb:

Wenn ich richtig gesehen habe, sind die erwähnten LS von Fyne und Q Acoustics beides Standlautsprecher, was bei meinen Abmessungen wohl zu viel des guten ist.


Keine Ahnung, kenne deinen Raum nicht.

Mein Raum ist kleiner und ich sitze bei mir auch nur ca. 2 m weg....
Und du hattest von LS weiter wegstellen und Stands kaufen geredet...
Daher fand ich jetzt die Idee von nicht all zu großen Stand LS jetzt für nicht so abwegig...
Aber du kennst deinen Raum besser und solltest wissen was geht....

Die Fyne Audio F502 sind außerhalb des Budgets und größer als die QA,
hatte ich auch nur mal so erwähnt, wenn dann wären das wohl eher die
zierlichen F501, es gibt aber auch noch Kompakt LS, sind die F500.

Habe ich aber nicht gehört, wenn sie aber die Gene der großen Modelle
hat, ist das sicherlich ein interessanter LS und sicher noch verhandelbar,
die im Vergleich wirklich günstige QA 3030i hast du ja schon notiert.

Die KEF dürften auch von der klanglichen Abstimmung passen, wobei
mir die Q Serie persönlich zu sehr nach "Wolldecke" klingen...
Wuhduh
Inventar
#14 erstellt: 09. Mai 2020, 22:12
Nabend !

NAD = 2 x 30 W Dauerleistung an 8 Ω = finde ich zu mager bei der Technik.

Übrigens:
Passive Lautsprecher = nur Zwillingslitze , Aktive = XLR oder sonstiges

MfG,
Erik
Prim2357
Inventar
#15 erstellt: 09. Mai 2020, 22:53
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 10. Mai 2020, 15:58
Danke für die Beantwortung meiner Fragen bzgl. des Verstärkers.
Der Berater des HifiStores hat den Verstärker passend zu den 606ern rausgesucht, andere Lautsprecher benötigen wohl zum Teil mehr Leistung(?)

Den Vorschlägen bezüglich den Lautsprechern bis 1200€ kann ich leider nicht folgen, da mein Gesamtbudget bei diesem Preis liegt und ich nicht wirklich am Verstärker sparen möchte.

Ich werde mir in den kommenden Tagen/Wochen mal die 3030i und KEF R300 wenn möglich anhören, das ganze ist auch erst für Jahresende als Kauf geplant

MfG
Yannik
dejavu1712
Inventar
#17 erstellt: 10. Mai 2020, 16:09

Trojabas (Beitrag #16) schrieb:

Der Berater des HifiStores hat den Verstärker passend zu den 606ern rausgesucht...


Bist du dir da sicher?

Und das passt mMn irgendwie nicht dazu...


Trojabas (Beitrag #16) schrieb:

....und ich nicht wirklich am Verstärker sparen möchte.



Trojabas (Beitrag #16) schrieb:

Den Vorschlägen bezüglich den Lautsprechern bis 1200€ kann ich leider nicht folgen, da mein Gesamtbudget bei diesem Preis liegt...


Okay, ich bin davon ausgegangen, das die 1200€ für die LS sind und wenn die für 1400€ UVP angeboten werden,
heißt das ja nicht, das man den Betrag auch grundsätzlich dafür bezahlen muss, aber ok, also 800€ für das Paar....

Aber hör dir die 3030i und KEF erst einmal an, dann bist du ja vielleicht schon schlauer....
Prim2357
Inventar
#18 erstellt: 10. Mai 2020, 17:38

Trojabas (Beitrag #1) schrieb:
Was ich suche: ein Lautsprecher Stereo Paar bestehen aus Regallautsprechern

Mein Budget: maximal 1200€


Deshalb die Vorschläge, ist ja aber auch genug Günstigeres genannt worden.
dejavu1712
Inventar
#19 erstellt: 10. Mai 2020, 17:40
Hatte ich deshalb auch so verstanden, aber anscheinend soll das mit Verstärker sein....


[Beitrag von dejavu1712 am 10. Mai 2020, 17:40 bearbeitet]
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 16. Mai 2020, 19:03
Sooo ich habe mir nochmal ein bisschen was zu dem Thema überlegt und mittlerweile die KEF Q350 sowie die Dali Oberon 3 im direkten Vergleich zur BW 606 anhören dürfen.

Die Dali haben mir persönlich nicht ganz so gut gefallen, die KEF schon eher. (ich will da gar nicht auf irgendwelche Details eingehen von wegen zu spitze Höhen usw., da erzähle ich am Ende bestimmt nur Mist ^^)

zum Budget: ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, entweder will ich eine Verstärker + LS Kombi um 1200€ rum oder aktive Nahfeldmonitore, die allerdings über eine Bluetooth Verbindung verfügen sollten.

Bei den Nahfeldmonitoren habe ich mir mal die Elac 200M angeschaut, allerdings haben diese nicht die eben erwähnte Bluetooth Unterstützung. Gäbe es da interessante Alternativen?

Bei den Verstärkern habe ich mich selbst gefragt, wieso ich überhaupt einen digitalen Verstärker haben will.
Auch da liebäugele ich momentan mit Yamaha aufgrund der Musiccast Unterstützung, bestenfalls der etwas teure RN 803D. Auch die Loudness Funktion sowie das Einmessmikrofon sagen mir durchaus zu.
der günstige 303D wäre die Alternative ohne diese Zusatz features.

Wäre das in Verbindung mit den BW 606 oder KEF eine vernünftige Kombi oder gebe ich zu viel/ zu wenig für den Verstärker aus?

MfG
Yannik
Taugenix_!
Stammgast
#21 erstellt: 19. Mai 2020, 15:34
Wenn du Bluetooth bei den aktiven voraussetzt, beschränkst du dich unnötig.
Ich zb habe als Preamp einen Streamer mit BT an meinen Aktiven:

https://www.boomaudio.de/arylic-s10-streaming-audio-player

Über den LineIn könntest du deinen Rechner anstöpseln, Streamingdienste, Netradio oder NAS kannst du dann ohne den Rechner nutzen, eine Fernbedienung ist auch mit dabei.
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 22. Mai 2020, 17:46
Alles klar, vielleicht ergeben Nahfeldmonitore bzw. Aktivls bei meinem Anforderungsprofil und Platz mehr Sinn. Da stehen im Moment die schon erwähnten Neumann auf der Liste sowie der mir sympathische KEF LSX.
Die scheinen mir für meine Zwecke gut geeignet zu sein.
suspensionforker
Stammgast
#23 erstellt: 22. Mai 2020, 18:23
Ich kann dir die Abacus Cortex 6 empfehlen, der Hersteller bietet auch ein Testpaket an, damit du in den eigenen vier Wänden testen kannst
dejavu1712
Inventar
#24 erstellt: 22. Mai 2020, 18:46
Schön, das Test Paket kostet allerdings 50€, was ich persönlich nicht mal schlimm finde, weil so wenigstens
die in jeder Hinsicht "unangenehmen" Spaß Käufe vielleicht aufhören, außerdem werden sie beim Kauf
angerechnet, aber das man zum testen gerade mal ein WE Zeit hat, finde ich dann doch etwas lächerlich.

Der KEF LSX gehen aber relativ schnell die Luft aus, insbesondere wenn man sie im Bass noch etwas tiefer
kitzelt, ohne Sub wäre mir die dann doch etwas wenig, daher unbedingt vorher im eigenen Raum anhören.
Die Neumann sollte man auch vorher ausgiebig gehört haben, die "neutrale Spielweise" ist nicht jedermanns Sache.

Ansonsten sehe ich das aber wie @Taugenix_!, mit einem externen Streamer inkl. Bluetooth der dann als
"Vorstufe" fungiert, hat man bei den Aktiv LS die freie Auswahl, sofern das Design nicht die erste Geige spielt....
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 22. Mai 2020, 18:59
Ja die Abacus sind auf jeden Fall notiert. Einen Streamer als Vorstufe nehme ich auch gerne in Kauf, dadurch bin ich für jede Empfehlung einen Aktiven zu haben.

Das den KEF einen Sub zur Unterstützung gebrauchen könnten, ist mir auf jeden Fall bewusst. Da habe ich sowieso überlegt, ob ich im Nachhinein einen Subwoofer kaufe.
Aber ich denke der Hörtest vor Ort wird da Aufklärung leisten

Danke für die "Warnung" vor der neutralen Tonalität der Neumann, das ist mir auch etwas suspekt. Die überlegung bei den KEFs war daher, diese noch als Studiomonitore nutzen zu können (was die Neutralität betrifft), aber auch Spass mit denen zu haben.

MfG
Yannik
dejavu1712
Inventar
#26 erstellt: 22. Mai 2020, 19:46
Also es gibt viele Anhänger der Neumann LS, mein Ding sind sie nicht, aber einfach mal anhören....

Durch das Koax machen die KEF halt eine schöne Bühne, wenn die Gegebenheiten passen, ich
mag das, aber auch sie müssen dir letztendlich gefallen und vor allem zum Raum etc. passen.

Richtig gut gemacht sind mMn die neuen KRK mit DSP die gibt es in verschiedenen Größen.
Im "unteren" Preisbereich haben mir ebenfalls die Presonus Eris und Dynaudio BM5 MK3 gut
gefallen, die neue Tannoy Gold Serie scheint auch interessant zu sein, konnte ich aber noch
nicht hören, wie auch immer, es gibt jedenfalls viele gute und hörenswerte Modelle bis rund 1000€.

Im "oberen" Preisbereich ist von den gehörten Modellen mein bisher absoluter Favorit die Event Opal,
die RCF Mythos 8 (ist inzwischen recht günstig zu haben) fand ich auch prima, sind aber alle zu teuer.

Überhaupt bekommt man mMn bei Studio Monitoren mehr fürs Geld, wenn man mit der meist recht
schlichten Optik leben kann, außerdem hat man hier eine riesige Auswahl an Modellen und Größen.
suspensionforker
Stammgast
#27 erstellt: 22. Mai 2020, 22:17
Die KRK kann ich auch empfehlen, meine allerersten Aktiven waren noch Rokits der ersten Generation


Trojabas (Beitrag #25) schrieb:
Ja die Abacus sind auf jeden Fall notiert.

Falls du Fragen hast, ich hab die ja selber. Persönlich würde ich AMT immer dem Kalottenhochtöner vorziehen. Das Tiefmitteltonchassis ist auch von hoher Qualität, reagiert sehr flott. Dann sind die LS auch noch komplett in D gefertigt. Es fällt mir schwer, nicht zu sehr ins Schwärmen zu geraten... sonst hätte ich mir wahrscheinlich Aktivmonitore von Adam, Presonus oder so angesehen, die auch AMT haben.


dejavu1712 (Beitrag #24) schrieb:
zum testen gerade mal ein WE Zeit hat, finde ich dann doch etwas lächerlich.

Du kannst dir durchaus was vereinbaren. Ich hatte sie zum Testen 3,5 Tage bei mir - aber zwei Hörnachmittage haben vollkommen ausgereicht. Die 50 Euro werden rein Versand hin+retour sein, die kommen in einer großen etwa 30kg schweren Kiste komplett mit Vorverstärker. Außerdem verschicken die nicht mit dem billigsten Anbieter, sondern mit UPS.

Ungünstig ist es natürlich, wenn man das so timen will, dass ein bis zwei weitere Lautsprecherpaare zeitgleich getestet werden können.


[Beitrag von suspensionforker am 22. Mai 2020, 22:17 bearbeitet]
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 22. Mai 2020, 22:32
Danke für die vielen Denkanreize!

Ja, die Abacus gefallen mir ganz gut. Meine Frage wäre, ob diese zwar primär zum Abmischen gedacht sind, aber auch Mal etwas "spaßiger" klingen können. Denn eigentlich liegt mein Ziel in einem Lautsprecherpaar, mit dem ich in erster Linie Freude am Musik hören habe und erst an 2. Stelle die geforderte "Neutralität" bzw. die Fehler heraushören möchte.

MfG
Yannik
Taugenix_!
Stammgast
#29 erstellt: 22. Mai 2020, 22:55
Diese Streamer finde ich auch interessant, habe ich aber noch nicht selbst in den Fingern gehabt.

https://www.lintech.de/produkte/wlan-musik-empfaenger/

Ausserdem habe ich vor den Speakern noch einen Monitor Controller eingeschliffen, um einen einfachen Zugriff auf die Lautstärke zu haben.
Die passiven Controller schlucken allerdings Pegel und Gain ist bei den Monitoren auf Anschlag, manche Speaker kommen da ins rauschen, die Neumänner stecken das gut weg.
Ich habe auch eine Zeit lang einen Kleinmixer als PreAmp zum pegeln benutzt, da ist dann wesentlich mehr Headroom zur Verfügung, und für die Kids auf die Schnelle mal ein Mic für Karaoke anstöpseln ist kein Ding.

https://www.thomann.de/de/mackie_big_knob_passive.htm

https://www.thomann.de/de/mackie_mix5.htm


Die Neumänner klingen erstmal für viele unaufgeregt und lasch, es fehlt der gewisse wow Effekt.
Ich schätze aber die relaxte Art und das unangestrengte, lässige aufspielen nervt einfach nie, obwohl das wiedergegebene absolut gläsern, detailreich und treu dargestellt wird.
Hier und da kann ja auch bei Bedarf nachgewürzt werden, mach ich auch, es ist einfacher eine neutrale Absimmung etwas zu trimmen, als eine von der Abstimmung schon versalzene Box Neutralität bei zu bringen.
Im Endeffekt ist es wie beim Futter, der Eine kriegt ohne Maggie und Ketchup nix runter, der Andere mag es lieber gedünstet und pur, alles reine Geschmackssache.


[Beitrag von Taugenix_! am 22. Mai 2020, 22:58 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#30 erstellt: 22. Mai 2020, 23:01
Hallo,

bei den Aktiven sehe ich es bezüglich Neumann wie dejavu, dann doch etwas zu analytisch.
"Nervt einfach nie" kann ich aus meiner Sicht nicht bestätigen.
In die gleiche "Garde" würde ich auch Monitore von Genelec oder Adam einordnen, aber auch die Abacus...

Etwas "spaßiger" für meine Ohren sind da von Dynaudio die BM 5 MK II
https://www.thomann.de/de/dynaudio_bm5_mkiii.htm


[Beitrag von Prim2357 am 22. Mai 2020, 23:03 bearbeitet]
suspensionforker
Stammgast
#31 erstellt: 23. Mai 2020, 09:06

Trojabas (Beitrag #28) schrieb:
Meine Frage wäre, ob diese zwar primär zum Abmischen gedacht sind, aber auch Mal etwas "spaßiger" klingen können. Denn eigentlich liegt mein Ziel in einem Lautsprecherpaar, mit dem ich in erster Linie Freude am Musik hören habe und erst an 2. Stelle die geforderte "Neutralität" bzw. die Fehler heraushören möchte.

Fehler heraushören ist eine Sache -in dieser Preisklasse wirst du meistens hören, ob die Aufnahme von guter Qualität ist- das hat mit der Neutralität nichts zu tun. Ich habe diese Abacus mit Sub erweitert zu "Bassmonstern" gemacht und das macht irre Spaß, nur wenn die Aufnahme fehlerhaft ist, merkst du das trotzdem sofort.

Die Aufnahmequalität kannst du nicht mehr ändern, nur hoffen dass deine Lieblingsalben super klingen und ihnen mit guten LS eine Chance geben, ihr Potential auszuspielen.

Die Abacus sind neutral gehalten. Sie bringen auf der Rückseite einen Regler zum Absenken, aber auch zum Anheben von Frequenzen <250Hz mit. Du kannst also untenrum etwas dicker auftragen, wenn es dir zu fad wäre. Ich empfehle dir aber etwas ganz Anderes, bei der Verwendung am Computer solltest du nämlich einen guten EQ einsetzen, da gibt's Programme die den kompletten Sound-Output durch einen EQ schleifen können, da kannst du dann wählen, ob du die Höhen sanft abfallend oder eher scharf willst usw. usf.

Wichtig ist, was die Lautsprecher leisten können. Ob sie nun von vornherein etwas mehr oder weniger Bass haben, das lässt sich ja wie beschrieben justieren. Problematisch ist eher, wenn die Physik aufgrund der LS-Größe und Komponentenqualität früh Grenzen setzt. Beispielsweise je mehr Bass, desto früher wird so ein Tiefmitteltöner eines kleinen Regal-LS überfordert, daher wird der maximale Pegel beschränkt. Da können die kleinen Cortex für ihre Größe sehr viel (die Physik austricksen können sie nicht, das will ich nicht suggerieren!).

Anders formuliert: Wenn du eine Möglichkeit hast, den Klang am Computer deinen Vorlieben anzupassen, dann kannst du aus guten LS noch einiges rausholen, auch wenn sie von Haus aus neutral spielen. Das gilt für alle LS/Studiomonitore, du solltest immer die Möglichkeit mit einem EQ nutzen.

Neutrale LS sind wie hier geschrieben wurde in den Höhen einigen Leuten sicherlich zu anstrengend, aber sowas zu entschärfen ist bei der Verwendung am Computer kein Problem. Der traditionellen Hifi-Anlage fehlt ein EQ, da ist das kritischer.
Trojabas
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 23. Mai 2020, 16:03
Danke für die ausführliche Erklärung!

ich denke mal, dass ich mir KEF, die Abacus und die Dynaudio erstmal anhöre.

Zum Thema EQ: gibt es da eine bestimmte Empfehlung oder reicht da der Windows eigene?

Der Mackie Mix 5 sieht ganz interessant aus, da kenne ich mich aber noch weniger aus. Gibt es es ein "Produkt", über das ich ein USB Mikrofon sowie die Lautsprecher anschließen und steuern kann und dieses Gerät relativ einfach an den PC anschließen kann?

MfG
Yannik


[Beitrag von Trojabas am 23. Mai 2020, 16:17 bearbeitet]
suspensionforker
Stammgast
#33 erstellt: 23. Mai 2020, 17:42

Trojabas (Beitrag #32) schrieb:
ich denke mal, dass ich mir KEF, die Abacus und die Dynaudio erstmal anhöre.

Perfekt - denn ich glaube, da wird sich mit Abstand ein Sieger herauskristallisieren (wenn auch unfair, beim Preis der Dynaudio). Dann kann ich mir auch alle weiteren Lobreden sparen

Besser als selbst zu Hause hören geht gar nicht. Denk nur bitte daran, dass du explizit das Testpaket bei Abacus bestellst, nicht die richtigen LS zum vollen Preis mit der Absicht, sie wieder zurückzusenden.

Bei den Dynaudio könntest du evtl. Thomann fragen, ob sie dir zum Testen B-Ware zusenden können. Der Thomann ist beim Kundensupport super. Sag vielleicht nicht unbedingt, dass du sie evtl direkt wieder retournierst, damit macht man sich wohl bei keinem Händler Freunde, aber dass du dir nicht sicher bist.


Trojabas (Beitrag #32) schrieb:
Zum Thema EQ: gibt es da eine bestimmte Empfehlung oder reicht da der Windows eigene?

Ich verwende Windows kaum, aber ich kann ein wenig recherchieren. Die Frage ist, womit du hörst, bei welchen Programmen brauchst du den EQ im Output? Es gibt eben so Software, die fängt sämtlichen Ton ab und schickt ihn durch EQ und/oder sonstige Filter durch und gibt ihn dann an die LS aus. Sowas wäre ganz praktisch. Ansonsten könntest du auch einen Player zum Abspielen nutzen, der einen guten EQ hat, ich kenne aber keinen, selbst Foobar bringt ja von Haus aus nichts mit.
Taugenix_!
Stammgast
#34 erstellt: 25. Mai 2020, 16:39
https://www.thomann.de/de/m_audio_air_hub.htm

Ist eine praktische Mischung aus USB-Audiointerface, Monitor Controller und USB-HUB.
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