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handeln in Hifi-studio, in welcher größenordnung sind rabatte realistisch?

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Autor
Beitrag
amorph82
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 23. Jun 2009, 18:12
hallo liebe hifi gemeinde,
der erste, schwerste schritt ist getan, nämlich die auswahl der geräte.

T+A power plant
T+A music player
dynaudio focus 220

macht nach adam riese (oder auch listenpreis;) ) ziemlich genau 7000 euro.

wieviele Prozent Rabatt sind möglich bzw. realistisch, was habt ihr für erfahrungen? wo eng oder weit sind verhandlungsspielräume? ich beabsichtige das ganze selbstverständlich bar zu bezahlen.

mein plan:
ich "wedel" mit den scheinen und werde im großraum owl sämtliche hifi studios abklappern bzw. anrufen und preisbewußt wie ich bin die studios gegeneinander ausspielen um so den besten preis zu bekommen.
ich denke ein absolut legitimes vorgehen.

gruß vom martin
High_Fidelity_Freak
Inventar
#2 erstellt: 23. Jun 2009, 18:45
Hi,
natürlich wirst du das so machen, ist ja dein Recht als Endkunde so günstig wie möglich zu kaufen.
Meiner Erfahrung nach ist da schon oft noch ein bisschen was drin.

Hatte eines der ersten Paare der Image T55 von PSB in Deutschland gekauft. Der normale Verkaufspreis liegt bei ziemlich genau 1000€ fürs Paar.
Als Einführungsangebot kosteten sie 790 Teuronen.
Schlussendlich hab ich sie für 690 Flocken mitgenommen und hab noch keinen einzigen Euro bereut.
Also immer hart bleiben, wenn ein Händler ein bisschen Rabatt gibt wird er nicht am Armentuch nagen müssen
MfG,

HFF
clausa
Stammgast
#3 erstellt: 23. Jun 2009, 18:50
Du kannst bei jedem MM immer mal 10% Handeln. Bei hifi Händlern mußt du sehen ob du aktuelle ware willst, oder ob es gerade einen Hype für dieses Gerät gibt.
Stehen Geräte, und seien sie noch so teuer, oder gerade dann,längere Zeit bei einem Händler, bekommet er langsam kalte Füße und ist zu Nachlässen bereit.
Grüße
amorph82
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 23. Jun 2009, 19:41
10% naja, gut angesichts des gesamtpreises auch schon ganz nett.
20% wären mir lieber...
amorph82
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 23. Jun 2009, 20:01
hey, erstmal danke für das nette angebot. werde erstmal die lokalen hifi studios aufsuchen und ne ansage machen. mal schauen was passiert;) (ansonsten komme ich vielleicht auf das nette angebot zurück)
habe mir gerade die hp von just hifi angeschaut, wenn ich das richtig gesehen habe führen die keine T+A produkte, gibts noch ähnliche online shops wie just hifi?
Pilotcutter
Administrator
#6 erstellt: 23. Jun 2009, 20:04
Pardon, ich hatte schon wieder gelöscht, weil ich erst später gelesen habe, dass Du in OWL kaufen willst. Wenn Interesse, einfach melden. Gruß. Olaf
springer750
Stammgast
#7 erstellt: 23. Jun 2009, 20:19
Geiz ist halt geil, Respekt!

Deswegen gibt es z.B. in Münster auch keinen HiFi Shop Sonnenstraße mehr, keinen (alten) HiFiSound, keinen...wie sieht es denn in anderen Regionen aus?

...aber dafür haben wir ja jetzt MM und Saturn...ach ja, HiFi Fraune habe ich vergessen, aber versuche da mal mit Deiner Idee aufzuschlagen. Aber man steht ja gerne auf der Wolbecker Straße und guckt von draußen rein

Ich will damit nicht das Handeln per se verdammen, aber es ist eine Frage der Achtung, wie man mit dem Thema umgeht. Die Händler haben es heute nicht so leicht. O.K. nach wie vor geht bei Boxen was, im klassischen HiFi-Bereich sind die Margen aber meines Wissens recht eng. T+A ist da sicher noch ein anders Thema, da wird eh nicht viel gehen.

Vielleicht das Ganze mal durch die Brille des Händlers betrachten: im Vertrieb sagt man dazu "sich auf den Stuhl des anderen setzen". Vielleicht wird ja dann für beide Seiten was draus.

Sorry, mußte ich mal sagen...hat halt jetzt Dich getroffen...
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 23. Jun 2009, 20:41
wenn du zeit hast und es eventuell auch jung gebraucht sein darf: im www.audiomarkt.de ein gesuch aufgeben. da sind dann bis zu 50% für neuwertige geräte drin.

wenn unbedingt neu, dann sagt meine subjektive erfahrung bei niedergelassenen fachhändlern: ls ca.30% und elektronik ca. 15%
Markus_P.²
Gesperrt
#9 erstellt: 23. Jun 2009, 20:42

springer750 schrieb:
Geiz ist halt geil, Respekt!

Deswegen gibt es z.B. in Münster auch keinen HiFi Shop Sonnenstraße mehr, keinen (alten) HiFiSound, keinen...wie sieht es denn in anderen Regionen aus?

Sorry, mußte ich mal sagen...hat halt jetzt Dich getroffen...


Hallo,

warum sorry! Viele lassen einfach schon alles aus Resignation laufen.
Hier mal als MP 3 was du gesagt hast

Alle reduzieren alles nur noch pur auf den Preis, wenn sie aber selber auf den Preis reduziert werden ist das Gejammer in Deutschland gross....wenn die Arbeitsplätze in billigere Gefilde im globalen Markt abwandert.
Aber ich denke uns geht es noch nicht schlecht genug um mal aufzuwachen...es heisst lieber: "Hoffentlich gibt es andere Doofe, die die Vorzüge von Alternativen aufrecht erhalten".

Markus
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 23. Jun 2009, 20:49
gegen "alle" muss ich mich verwahren !
Markus_P.²
Gesperrt
#11 erstellt: 23. Jun 2009, 20:55

premiumhifi schrieb:
gegen "alle" muss ich mich verwahren !

Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich gehe davon aus, das ich auch anders "konsumiere". Eher nach dem Motto "leben und leben lassen".
High_Fidelity_Freak
Inventar
#12 erstellt: 23. Jun 2009, 21:32
Natürlich muss für den Händler noch was übrig bleiben.
Aber hätte ich den allergünstigsten Preis gewollt hätt ich online bestellt
Und mal ehrlich, besser ein verkauftes Paar LS mit wenig Gewinn als kein Verkauf, oder?
MfG,

HFF


P. S.: War im HiFi-Studio im Altmühltal, nicht bei einem der GiG-Märkte^^
Markus_P.²
Gesperrt
#13 erstellt: 23. Jun 2009, 21:44

High_Fidelity_Freak schrieb:

Und mal ehrlich, besser ein verkauftes Paar LS mit wenig Gewinn als kein Verkauf, oder?


Hallo,

was ist gewinn (Roh/Rein)? Woher weisst du das er Gewinn macht? Es sind imemr soviele Vermutungen im Spiel.

Ich finde die zugrundeliegende Denke wirklich schlimm, denn sie beraubt jede Firma die einen fairen Gegenwert ein Produkt von vornherein anbieten möchte um Marktchancen!. Denn jeder Hersteller/Händler muss sich dem aktuell gültigen Rabattbaromter unterwerfen, sonst verliert er bei so einer grunddenke am Markt. Ich kann gerne mal einige Beispiele dafür bei Bedarf nennen, die wirklich tagtäglich vorkommen...

Aber mal vorab eine kleine Konsequenz aus der Denke, welche ja nicht wirklich neu ist STEREO 5/1998

Markus
CarstenO
Inventar
#14 erstellt: 23. Jun 2009, 22:04

Markus_P.² schrieb:
Woher weisst du das er Gewinn macht?


Man könnte glauben, Gewinne zu erwirtschaften sei eine Straftat, oder?


Markus_P.² schrieb:
Es sind imemr soviele Vermutungen im Spiel.


Genau. Mir wurde hier die Frage noch nicht beantwortet, wie hoch der Händlereinkaufspreis für ein Paar Boxen oder einen AV-Receiver ist.


handeln in Hifi-studio, in welcher größenordnung sind rabatte realistisch?

preisbewußt wie ich bin die studios gegeneinander ausspielen um so den besten preis zu bekommen.
ich denke ein absolut legitimes vorgehen.


Bei dem Händler, der die Ware beraten, vorgeführt, geliefert und aufgebaut hat, sowie bei Nichtgefallen Rücknahme anbietet, würde ich eine Feilscherei unangemessen finden. Das halte ich für das Maximum, was ein Händler zum Kauf einer passenden Stereoanlage beitragen kann, das halte ich für das Produkt "Stereoanlage".

Gibt er nur Kartons heraus, für die außerdem eine Lieferzeit entsteht, wird er sich mit Versendern vergleichen lassen müssen. In diesem Fall würde ich an Stelle der 7000 EUR die 6000 EUR vorschlagen. Die Argumentation des Zeitaufwandes für die Beratung und der Lagerung entfällt.

(Dann darf nur noch Verkauf aus dem SB-Automaten billiger sein.)

Langfristig fürchte ich aber, dass die Feilscherei ohnehin eher auf unserem Rücken ausgetragen wird. Nämlich dadurch, dass die Rabatte schon mit einkalkuliert werden. Dann müssen wir uns an den Wert des Produktes "heranfeilschen".

Aber das ist schon außerhalb der Fragestellung.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 23. Jun 2009, 22:10 bearbeitet]
Markus_P.²
Gesperrt
#15 erstellt: 23. Jun 2009, 22:12
Hallo Carsten,

eines lass dir sagen, Rabatt wurde vorher schon draufgeschlagen.
Natürlich wird es auf dem Rücken des Verbrauchers ausgetragen.

Ich kenne jemanden im Möbelbereich, die hatten fürher eine Couch für 2000 DM...mittlerweile bedingt durch das sog. Rabattbarometer kostet sie jetzt 2000 Euro. Damit die 60% im Möbelbereich möglich sind. Leider werden ältere Leute ausgegrenzt die nicht feilschen können oder wissen das man diesen Rabatt abziehen kann. (Jetzt kann man natürlich sagen: was interessieren mich andere!. Aber dann brauch man keine gefühlskalte Welt, wo die Belange des anderen nciht interessieren nicht mehr zu beklagen)

Dein Beispiel mit dem Ware herausgeben ist toll. Dann mache ich es als deutscher Verbraucher so: Ich gehe mich woanders kostenlos beraten lassen und gehe dann nur noch zu dem anderen Händler uns sage: Du kannst doch billiger sein, hast ja keine Arbeit?
Und dann wird irgendwann für ALLE Beratungsgebühren eingeführt.....und dann ist das Gejammer wieder gross.
Randnotiz: Ich bin gegen Beratungsgebühren solange Hifi Verkäufer keine spezielle Ausbildungsform ist und das quasi jeder machen kann....


Genau. Mir wurde hier die Frage noch nicht beantwortet, wie hoch der Händlereinkaufspreis für ein Paar Boxen oder einen AV-Receiver ist.


In dem Falle denken viele sehr "linear". Als ob die Einkaufspreise immer gleich seien für alle Händler und dann kenne ich die Kosten der Händler nicht...der eine hat andere Personalkosten, der andere zahlt mehr Miete oder hat einen teureren Stromanbieter oder muss mehr für Entsorgung bezahlen weil er -genau wie jeder andere Verbraucher- in einer teuerern Stadt seinen Standort gewählt hat.

Markus
ciorbarece
Inventar
#16 erstellt: 24. Jun 2009, 00:05

amorph82 schrieb:
hallo liebe hifi gemeinde,
der erste, schwerste schritt ist getan, nämlich die auswahl der geräte.

T+A power plant
T+A music player
dynaudio focus 220

macht nach adam riese (oder auch listenpreis;) ) ziemlich genau 7000 euro.

wieviele Prozent Rabatt sind möglich bzw. realistisch, was habt ihr für erfahrungen? wo eng oder weit sind verhandlungsspielräume? ich beabsichtige das ganze selbstverständlich bar zu bezahlen.

mein plan:
ich "wedel" mit den scheinen und werde im großraum owl sämtliche hifi studios abklappern bzw. anrufen und preisbewußt wie ich bin die studios gegeneinander ausspielen um so den besten preis zu bekommen.
ich denke ein absolut legitimes vorgehen.

gruß vom martin


Damit kann man gleich bei sämtlichen Händlern im Umkreis einen äußerst sympathischen Eindruck hinterlassen, großartig

Ich weiss nicht, aber als HiFi-Verrückter (unterstell ich jetzt einfach mal) mit 7 Mille auf der hohen Kante sollte man lieber einen guten Draht zu seinem Händler pflegen, sowas zahlt sich hintenrum doch 10x mehr aus als die 5% mehr die man u.U. aus ihm herausquetschen kann...


[Beitrag von ciorbarece am 24. Jun 2009, 00:17 bearbeitet]
Bartholomew
Stammgast
#17 erstellt: 24. Jun 2009, 01:24
Preisverhandlungen gab es doch schon immer. Der Händler muss ja nicht zustimmen, wenn er nicht will. Daran ist moralisch nichts verwerfliches. Am leichtesten lassen sich Rabatte in Naturalien, also Händlerzugaben, erwirken.

Etwas anderes ist Beratungsdiebstahl, also sich gezielt beraten zu lassen mit der Absicht, in dem Laden sowieso nicht zu kaufen.
springer750
Stammgast
#18 erstellt: 24. Jun 2009, 05:46

Bartholomew schrieb:
Preisverhandlungen gab es doch schon immer.
Etwas anderes ist Beratungsdiebstahl, also sich gezielt beraten zu lassen mit der Absicht, in dem Laden sowieso nicht zu kaufen.


2 Anmerkungen:
zu Deiner ersten Aussage: ja, aber der Thread-Ersteller hat es oben anders ausgedrückt. Ich vereinfache mal: "ich spiele jeden gegen jeden aus, bis bei mir das meiste übrig bleibt"...

womit ich zu Deiner zweiten Aussage komme: genau!

Bei der gewählten Kombi dürfte es im direkten Umfeld aber eh nur ein paar Händler geben, die das darstellen können. Beratungsaufwand besteht ja scheinbar nicht, da die Entscheidung (auf welcher Basis auch immer) schon gefallen ist. Somit ist natürlich die direkte Preisfrage ohne Beratungsaufwand möglich.

Ein anderer Punkt darf wirklich nicht vernachlässigt werden: der Service nach dem Kauf und für die Zukunft. Viele HiFisti wissen den freundlichen und hilfsbereiten Händler des Vertrauens zu schätzen...und geben auch gerne ´nen Euro mehr dafür.

Denn: Qualität und Service ist geil! (ohne über den Leisten gezogen zu werden )
zuglufttier
Inventar
#19 erstellt: 24. Jun 2009, 06:26
Stolper doch einfach mal in ein paar Läden bzw. mail die an und mach einen Preisvergleich. Am Ende kannst du dann zu deinem Lieblingsladen gehen und sagst ihm, was andere dir bieten und dann fragst du, was er da machen kann.

Fertig.

Bei so einer großen Summe mit nur drei Komponenten wird eine erhebliche Gewinnspanne für den Verkäufer drin sein. Sonst könnte ich mir zumindest nicht erklären, wie die Hersteller Gewinne erzielen möchten
Ist ja schließlich keine Box von Magnat für 99 Euro... (Bei der auch noch dicke Gewinnspannen drauf sind...)
Hüb'
Inventar
#20 erstellt: 24. Jun 2009, 06:33

zuglufttier schrieb:
Stolper doch einfach mal in ein paar Läden bzw. mail die an und mach einen Preisvergleich. Am Ende kannst du dann zu deinem Lieblingsladen gehen und sagst ihm, was andere dir bieten und dann fragst du, was er da machen kann.

Fertig.

Bei so einer großen Summe mit nur drei Komponenten wird eine erhebliche Gewinnspanne für den Verkäufer drin sein. Sonst könnte ich mir zumindest nicht erklären, wie die Hersteller Gewinne erzielen möchten
Ist ja schließlich keine Box von Magnat für 99 Euro... (Bei der auch noch dicke Gewinnspannen drauf sind...)

Finde ich eine gute Strategie, da sie dem Stammhändler die Chance auf ein faires Angebot belässt. Wenn er sich dann partout nicht bewegen will besteht immer noch die Möglichkeit bei einem günstigeren Anbieter zu kaufen.

Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 24. Jun 2009, 06:34 bearbeitet]
baerchen.aus.hl
Inventar
#21 erstellt: 24. Jun 2009, 07:17
Jeder Unternehmer geht heutzutage da hin, wo er am billigsten produzieren oder einkaufen und am teuersten verkaufen kann, das ist völlig normal und legitim, denn er will möglichst viel Gewinn machen. Das dabei mit ganz harten Bandagen gekämpft wird ist bekannt

Wenn aber eine Kunde, der hierzulande unter Lohn- und Sozialdumping zu leiden hat, aus ebenso legitemen Interesse, die Ihm gegebenen Möglichkeiten nutzt, um das günstigste Angebot zu bekommen und dabei auch mit harten Bandagen kämpft oder gar androht bei Online-Shops zu kaufen oder gar aus billigeren Gefilden die Ware selbst zu importieren, dann ist das Gejammer groß. Von Beratungeklau, Geiz und hast Du nicht geshen ist dann die Rede.

Klar, weil man um seine Geschäfte fürchtet.... aber die Hersteller und Händler werden sich daran gewöhnen müssen, dass auch die Kunden die Möglichkeiten des Internet und der Globalisierung immer mehr nutzen, denn deutsche Preise und chinesische Löhne passen auf Dauer nicht zusammen.
amorph82
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 24. Jun 2009, 07:26
danke, baerchen, du sprichst mir aus der seele!!!
ciorbarece
Inventar
#23 erstellt: 24. Jun 2009, 08:39
Unrecht mit Unrecht zu vergelten ist aber auch nicht ok.

In China herstellen lassen und dann hier zu Premiumpreisen verkaufen, ja das ist ungerecht. Auf der anderen Seite ist kaum einer bereit mehr zu bezahlen dafür daß ein Produkt "Made in Germany" oder zumindest "Made in EU" ist. Hauptsache es war schön billig und wo's herkommt interessiert nicht. Ist doch beim TE genau so, obs Made in Germany war oder nicht ist doch hier nicht von Interesse.

Die Leute jammern und jammern und am Ende wählen sie immer schön SPD oder CDU damit sich ja nichts ändert. Die Heuchelei hierzulande ist nicht nur in der Politik groß.

Preisbewusstsein ist ja ok, aber die Käufer entscheiden mit ihrem Verhalten im Grunde was wo produziert wird. Aber genau das ist im Grunde schnuppe, nur wenn Mal was kaputt geht dann wars billiger Chinadreck, beim Kauf wars aber egal wos herkam.

Geiz ist geil ist imho deshalb so erfolgreich weil das die Leute wollen. Aber wenn die Arbeitsplätze auswandern ist das Gejammer groß...

Ein Teufelskreis


[Beitrag von ciorbarece am 24. Jun 2009, 08:42 bearbeitet]
Rainer_B.
Inventar
#24 erstellt: 24. Jun 2009, 08:43

zuglufttier schrieb:
Stolper doch einfach mal in ein paar Läden bzw. mail die an und mach einen Preisvergleich. Am Ende kannst du dann zu deinem Lieblingsladen gehen und sagst ihm, was andere dir bieten und dann fragst du, was er da machen kann.



Mail bei T+A? Skonto und fertig. Wer da per Mail mehr gibt ist mutig. T+A ist da megastreng und man weiss als Händler ja nicht wer auf der anderen Seite der Strippe sitzt.

Rainer
Markus_P.²
Gesperrt
#25 erstellt: 24. Jun 2009, 08:48

ciorbarece schrieb:
Unrecht mit Unrecht zu vergelten ist aber auch nicht ok.

Geiz ist geil ist imho deshalb so erfolgreich weil das die Leute wollen. Aber wenn die Arbeitsplätze auswandern ist das Gejammer groß...

Ein Teufelskreis :(


Hallo,

danke
Dann brauchen wir wirklich nicht mehr auf die Strasse gehen...wir können einfach alles "laufen lassen" (auch ALLES was in diesem Land schief läuft)
Macht das Leben hier vielleicht einfacher (ohne gejammere, jeder schaut nur auf seinen Vorteil. Konsequenterweise sollten wir alles was dieses Land stark macht abschaffen: Alle noch vorhandenen und ausgeprägten Sozialvereinbarungen.VORTEIL: Massive Preissenkungen für den Verbraucher in der Hoffnung das mna sich diese dann noch leisten kann/will.

Markus
zuglufttier
Inventar
#26 erstellt: 24. Jun 2009, 08:54
Ich weiß gar nicht, was hier im Forum los ist. An allen Ecken und Enden wird auf die "Geiz ist geil"-Mentalität hingewiesen.

Niemand, der bereit ist 7.000 Euro für eine Anlage auf den Tisch zu legen, will wirklich sparen, sondern sich ein bisschen Luxus gönnen. Dabei ist es ja wohl mehr als legitim einen guten Preis dafür zu bekommen.

Wenn die Händler mit ihrem Format einfach nicht mit den Internetpreisen und anderen Händlern mitkommen, dann ist das nicht meine Schuld als Käufer, sondern die des Händlers.
Markus_P.²
Gesperrt
#27 erstellt: 24. Jun 2009, 09:06
Hallo,
ist der Ansatz nicht aber komisch?
Der höchste Rabatt beim Produkt zählt und nicht die beste Performance für ein zuvor gesetztes Budget.

Ich für meinen Teil möchte für meine Investition den höchsten Gegenwert haben.

Und nur weil auf die "Geiz ist geil" Mentalität hingewiesen wird ist es gut so?

Und zum Thema "mitkommen". Natürlich ist es die Schuld des Händlers (ist übrigens immer einfach die Schuld woanders zu suchen, das nebenbei). Aber schon mal drüber nachgedacht das die alternative Vorgehensweise einiger Händler für Kunden Vorteile hat? Oder ist man schon so "Preis pur"-fixiert das man die Vorteile gar nicht mehr sieht?

Markus
zuglufttier
Inventar
#28 erstellt: 24. Jun 2009, 09:18
Hab ich doch nie gesagt, dass es mir nur um den Preis geht. Ich finde es nur krass, wie oft Leute beschuldigt werden, nur nach dem Preis zu gehen. Wie hier vorhin zu lesen... Und jetzt schon wieder bei mir.

Wenn die Preise eines Händler einfach nicht konkurrenzfähig sind, dann kann ich doch nichts dafür! Wenn der Service stimmt und die Preise ok sind, dann ist ja alles in Butter. Aber es kommt ja nicht immer vor, dass beides der Fall ist und in dem Fall kann ich mir doch den Gang zum Händler sparen und gleich online bestellen.

Mir geht das Geseiere auf die Nerven, nur wenn mal jemand fragt, ob er irgendwo was günstiger bekommt. Der Themenersteller hat noch nicht einmal erwähnt, dass er online kaufen möchte.

PS: Sorry für die Ausdruckssweise aber so ist das nun mal...
UngeschönteWahrheit
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 24. Jun 2009, 09:24
@baerchen.aus.hl, @zuglufttier
1) Es geht nicht um Unternehmen, die etwas produzieren, sondern um Händler, die eine Leistung bereitstellen.

2) Der TE hat laut seinem Thread von letzter Woche "ausgiebig Probegehört" und sich dann für die konkrete Kombi entschieden.
Er hat also Leistungen (Aufstellen der Anlage, Überlassen der Anlage zum Probehören, Beratung, etc.) in Anspruch genommen
mit der festen Absicht, die daraus resultierenden Entscheidungen bei einem anderen Händler, der all dies nicht bieten muss,
in bare Münze zu verwandeln. Das ist und bleibt Beratungsklau!

3) Diese "Entwicklung" gab es schon in anderen Bereichen: Lebensmittel, Weinhandel, Radio/TV, Bücher, Bäcker
Das Sortiment ist größer, die Preise niedriger, das Niveau aber auch!
Ein kleiner Fachhändler hat für seinen Kundenkreis auf die Qualität geachtet. Gammelfleisch, gepanschter Wein, bewusst falsch
eingestellte Geräte um ein bestimmtes Produkt als überlegen darzustellen, Bestsellerliste mit 9 "Kinderbüchern" in der Top-10,
Einheitsbrot für das Volk mit den meisten Brot-, Käse- und Biersorten, all das gab es vor der "Einführung" des Großhandels nicht!

Fazit:
Wenn Ihr das so wollt, kein Problem, wird es in einer egoistischen Gesellschaft über kurz oder lang eh so geben.
Aber dann seid konsequent und kauft blind beim Versender und verar...t nicht den Händler, der für andere Menschen wichtig ist!

Ich bin für die Einführung einer Beratungsgebühr.
In die Fensterläden kommt nur Dekoration oder Webeplakate, am Eingang des Hifi-Geschäfts ist ein Tresen, wo wie beim Arzt,
für das Quartal Betrag x (Beratung allein: 200 Euro, Probehören zu Hause: 700 Euro) zu entrichten ist.
Dann wird man vom Verkäufer übernommen und die Beratung beginnt. Kauft man beim Händler werden die Gebühren verrechnet.
Darauf wird es hinauslaufen oder die "Kleinen" gehen einfach kaputt und man muss eh blind bei den "Großen" oder im Netz kaufen.

@Markus P.
Deine letzten Aussagen kommen ja noch dazu.
Dem TE geht es nicht um eine "passende" Anlage. Hier mal ein kurzer Überblick seiner Aussagen:

plane mir einige audiophile leckerchen zuzulegen
bevorzugte Musikstile: reggae/dancehall, Rap, elektronische Musik (dnB, ambient, chill out)
ich höre vorwiegend musik von ipod festplatten, ipods, internetradio, 75% werden halt mp3 und co. gehört
habe mich für folgendes set entschieden: T+A "Power Plant", T+A "Music Player", T+A "Criterion TS 350"
soweit so gut, hätte wahrscheinlich zuschlagen, wenn..., ... ja wenn da nicht ein angebot meines freundes im raume stände,
welcher mir seine Martin Logan "Clarity" als paar für 1000,- Euro angeboten hätte.
bin jetzt ein wenig hin und hergerissen und weiß nicht recht was ich tun soll.
hab sie selbstverständlih auch schon probe gehört und war ebenfalls begeistert.
foe! riet ihm: Mein Tipp wäre die Focus 220 von Dynaudio. Ich hab den Power Plant selbst und fand die Focus-Reihe sehr gut daran.

Und schon ist 4 Tage später die Dynaudio gewählt. Hätte er B&W 703 geschrieben oder Monitor Audio GS60, wäre die es.
Es geht nicht um ein Produkt, dass zum TE passt, sondern um eines, das einen Namen hat, den man im Freundeskreis kennt.
Klang ist eh Nebensache (siehe Quellmaterial).
Weil man bei der Optik mit der Mode geht, wird die Anlage in 3-5 Jahren verkauft und was anderes geordert - ist ja eh kein Bezug
zum Produkt, sondern nur zum Preis vorhanden!
baerchen.aus.hl
Inventar
#30 erstellt: 24. Jun 2009, 09:25
Ja, die Geiz ist geil Mentalität kostet Arbeitsplätze....

Viele Unternehmer vergessen ein Grundgesetz der Marktwirtschaft. Es kann nur das Geld in die Unternehmen zurückfließen welches vorher als Lohn gezahlt wurde. Henry Ford hat es etwas anders formuliert: Autos kaufen keine Autos....

Die Tariflöhne sehen ja noch recht gut aus, nur bezahlt die kaum noch einer. Die Realität ist, das derzeit in Deutschland etwa 35% der Bevölkerung egal ob mit oder ohne Job auf H4-Niveau oder darunter lebt...Tendenz steigend.... Bei einer Neuanstellung bekommt man heute nur noch Löhne und Gehälter wie vor 20 Jahren (tendenz sinkend) und das bei den Preisen von heute. Noch hat das breite Volk einige Reserven gebunkert...aber die halten auch nicht ewig

Kaufkraftvernichtung nennt man das! Einerseits die Kaufkraft vernichten und andererseits sich über die Geiz ist Geil Mentalität der Kunden aufregen, dabei ist diese nur die Folge der Geiz ist Geil Mentalität bei Löhnen und Gehältern. Gewinne machen ist völlig ok und legitim. Aber die schamlose Profitgier (oder auch die gemeine, um nicht zu sagen perverse Habgier) wie sie heute bei vielen Unternehmen herrscht, macht alles kaputt. Aus Profitgier wird fleißig an dem Ast gesägt auf dem wir alle sitzen..... Eines Tages macht es "knacks" und wir haben alle (auch die "Großkopferten") nichts mehr, weil dann durch rasende Inflation die ganzen Gewinne nichts mehr wert sind.

Aber wie titelte letztens schon der Spiegel "das Kapital ist unfähig aus seinen Fehlern zu lernen"
taubeOhren
Inventar
#31 erstellt: 24. Jun 2009, 09:28
Moin ...


Jeder Unternehmer geht heutzutage da hin, wo er am billigsten produzieren oder einkaufen und am teuersten verkaufen kann, das ist völlig normal und legitim, denn er will möglichst viel Gewinn machen. Das dabei mit ganz harten Bandagen gekämpft wird ist bekannt

Wenn aber eine Kunde, der hierzulande unter Lohn- und Sozialdumping zu leiden hat, aus ebenso legitemen Interesse, die Ihm gegebenen Möglichkeiten nutzt, um das günstigste Angebot zu bekommen und dabei auch mit harten Bandagen kämpft oder gar androht bei Online-Shops zu kaufen oder gar aus billigeren Gefilden die Ware selbst zu importieren, dann ist das Gejammer groß. Von Beratungeklau, Geiz und hast Du nicht geshen ist dann die Rede.

Klar, weil man um seine Geschäfte fürchtet.... aber die Hersteller und Händler werden sich daran gewöhnen müssen, dass auch die Kunden die Möglichkeiten des Internet und der Globalisierung immer mehr nutzen, denn deutsche Preise und chinesische Löhne passen auf Dauer nicht zusammen.


sehe ich ähnlich wie baerchen ... und ich lass mir schon gar nicht einreden, das ich als letzter in der Nahrungskette dafür verantwortlich bin, das mittlerweile alles billig in Fernost produziert wird, nicht der Kunde hat damit angefangen, sondern der Hersteller/Produzent und warum soll ich nur die schlechten Seiten der "Globalisierung" auf mich wirken lassen ...


taubeOhren
baerchen.aus.hl
Inventar
#32 erstellt: 24. Jun 2009, 09:36
Im Übrigen hätte ich mit einer Beratungsgebühr in Hifiläden kein Problem, wenn die Beratung frei und Markenunabhängig wäre (was vom einem Fachhändler, der nur ein paar Marken führt kaum zu erwarten ist, denn er müsste dann außerhalb seines Sortiments beraten und wird keinen Umsatz machen) und die Bertungsgebühr anschließend bei einem Kauf mit dem Kaufpreis, der dann dank der Beratungsgebühr auch geringer ausfallen kann, denn es gibt weniger nicht bezahlte Arbeitszeit, verrechnet wird....
zuglufttier
Inventar
#33 erstellt: 24. Jun 2009, 09:39
Ich käme momentan auch nicht auf die Idee ein reines Ladengeschäft als Hifi-Händler zu eröffnen. Das ist mehr oder weniger unrealistisch, wenn der Laden nicht groß genug ist.

Aber was hindert die Händler daran einen Webshop zusätzlich einzurichten? Dann können die Leute vor Ort hören und online auch noch kaufen. Wenn die Dienstleistungen vor Ort wegfallen, können online auch bessere Preise realisiert werden.
RoA
Inventar
#34 erstellt: 24. Jun 2009, 09:43

zuglufttier schrieb:
Ich finde es nur krass, wie oft Leute beschuldigt werden, nur nach dem Preis zu gehen.


Ich kann mit diesem Schuldgefühl nicht mehr leben. Erst habe ich Tante Emma gemordet, dann Opel gemeuchelt und jetzt bin ich auch noch schuld, daß Quelle über die Wupper geht. Und das alles nur, weil ich da einfach nichts gekauft habe.

Diese Argumentation ist genauso krank wie die Geschichte von dem Nichtwähler, der der SPD das Wahlergebnisnis vermasselt hat.


UngeschönteWahrheit schrieb:
Ich bin für die Einführung einer Beratungsgebühr. In die Fensterläden kommt nur Dekoration oder Webeplakate, am Eingang des Hifi-Geschäfts ist ein Tresen, wo wie beim Arzt, für das Quartal Betrag x (Beratung allein: 200 Euro, Probehören zu Hause: 700 Euro) zu entrichten ist.


Finde ich gut. Wenn ich keine Beratung in Ansruch nehme, möchte ich das aber auch auf den Preis angerechnet bekommen.
taubeOhren
Inventar
#35 erstellt: 24. Jun 2009, 09:44
Manche meinen wirklich, wir hätten als "doppelt freie Lohnarbeiter" irgendwelchen wichtigen Einfluss ...


taubeOhren
Pilotcutter
Administrator
#36 erstellt: 24. Jun 2009, 09:45

zuglufttier schrieb:
Mir geht das Geseiere auf die Nerven, nur wenn mal jemand fragt, ob er irgendwo was günstiger bekommt. Der Themenersteller hat noch nicht einmal erwähnt, dass er online kaufen möchte.


Danke! Der TE hat sogar erwähnt, dass er gegen Bares in Ostwestfalen-Lippe vis-à-vis beim Händler kaufen möchte. Ich begreife nicht, warum es immer politisch werden muss, warum ewig diese "Bild Zeitung versus taz" Mentalität?

Der Terminus "Geiz ist geil" ist übrigens schon wieder out. Saturn hat (nach eigenen Angaben) gemerkt, dass beim Verbraucher Qualität und Service wieder eine größere Rolle spielen als der geilste Preis.

Neuer Slogan seit langem ist übrigens: „Wir lieben Technik. Wir hassen teuer.“

Die Preisbildungsfunktion funktioniert nun mal so, dass Käufer und Verkäufer sich auf einen Preis einigen müssen. Irgendwo zwischen der Profitgier und Gewinnmaximierung des Händlers und der Schnäppchenjagd des Kunden.

edit: Vor dem Kauf durch Endkunde haben sich übrigens schon diverse andere Händler und Kunden nach gleichem Prinzip geeinigt.


[Beitrag von Pilotcutter am 24. Jun 2009, 10:04 bearbeitet]
Rainer_B.
Inventar
#37 erstellt: 24. Jun 2009, 10:28

zuglufttier schrieb:
Ich käme momentan auch nicht auf die Idee ein reines Ladengeschäft als Hifi-Händler zu eröffnen. Das ist mehr oder weniger unrealistisch, wenn der Laden nicht groß genug ist.

Aber was hindert die Händler daran einen Webshop zusätzlich einzurichten? Dann können die Leute vor Ort hören und online auch noch kaufen. Wenn die Dienstleistungen vor Ort wegfallen, können online auch bessere Preise realisiert werden.


Ganz sicher? Du kennst aber auch die Geschichten über Testkäufer? Ich meine nicht die der Firmen, ich meine Leute, die sich von mehreren Händlern die Geräte einfach nach Hause schicken lassen und sich dann entweder für ein Gerät entscheiden oder das ganze als Spass (kostet dank FAG ja nichts) durchziehen? Das zurückgesandte Gerät kann ja ohne den Aufschrei der Gerechten (Betrüger ist da ein nettes Wort) nicht mehr als Neugerät verkauft werden. Soviele Geräte kann man sich aber auch nicht in den Laden stellen.
Manche Produkte (passenderweise T+A) sollte man im Netz jedenfalls nicht anbieten oder darf sie gar nicht anbieten. Diese Hersteller setzen da noch auf den Händler vor Ort.

Rainer
zuglufttier
Inventar
#38 erstellt: 24. Jun 2009, 10:33
Klar kenn ich das. Nur irgendwie muss sich das ja lohnen, sonst würde das ja niemand machen...

Ansonsten muss man auch ja nicht unbedingt als Hifi-Händler arbeiten

Genauso wenig wie ich gezwungen werde die Sachen zu kaufen, müssen die Händler auch nicht ihr Dasein zwangsläufig als solche verbringen.
sm.ts
Inventar
#39 erstellt: 24. Jun 2009, 10:48

zuglufttier schrieb:

Genauso wenig wie ich gezwungen werde die Sachen zu kaufen, müssen die Händler auch nicht ihr Dasein zwangsläufig als solche verbringen.


Stimmt, soll er doch einfach die Gerätschaften verhökern und zusperren.
Die Welt ist doch so einfach.
baerchen.aus.hl
Inventar
#40 erstellt: 24. Jun 2009, 10:59

Rainer_B. schrieb:

Ganz sicher? Du kennst aber auch die Geschichten über Testkäufer? Ich meine nicht die der Firmen, ich meine Leute, die sich von mehreren Händlern die Geräte einfach nach Hause schicken lassen und sich dann entweder für ein Gerät entscheiden oder das ganze als Spass (kostet dank FAG ja nichts) durchziehen? Das zurückgesandte Gerät kann ja ohne den Aufschrei der Gerechten (Betrüger ist da ein nettes Wort) nicht mehr als Neugerät verkauft werden. Soviele Geräte kann man sich aber auch nicht in den Laden stellen.


Nun auch hier ist das ganze nur eine Frage von Angebot und Nachfrage. Wenn Händler und/oder Hersteller auf die ohne Zweifel vorhandene Nachfrage reagieren würden und in ihren Onlineshop Testgeräte gegen Kaution zur Verfügung stellen würden, welche im Falle eines Kaufs gegen ein Neugerät getauscht würden, wäre man da einen Schritt weiter. Testgeräte kann man ja durchaus mehrfach versenden.


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 24. Jun 2009, 11:01 bearbeitet]
Hubert789
Inventar
#41 erstellt: 24. Jun 2009, 11:24
Tach zusammen,

die Diskussion darüber in wie weit HiFi-Händler eine besondere Gattung Kaufleute sind, die offenbar nach Meinung vieler hier in ein besonderes Reservat gehören, wo sie gehätschelt und auf den Arm genommen werden können, hatten wir doch schon an anderer Stelle.

Kein Händler, der einigermaßen kaufmännischen Sachverstand hat, wird sich von dem verständlichen und berechtigten Verhandlungswunsch eines Kunden so weit über den Tisch ziehen lassen, dass er danach den Laden zu machen kann. Und wenn er es am Ende des Tages dann doch tun muss, dann wohl nur weil er eben nicht hinlänglich von dem kaufmännischen Sachverstand besaß. Es geht hier doch nicht um einen Laden, der allein aus Liebhaberei läuft. Dann könnte vermutlich jeder hier von uns einen Laden aufmachen und rumheulen, wenn jemand einen Rabatt haben möchte.

Das Gerede davon, dass "Geiz geil ist" und Beratungsklau etc. etc. dient doch hier nur dazu den TE und andere zu diffamieren, wenn sie darauf hinweisen, dass auch sie beim Händler nicht den Listenpreis zahlen wollen, den wohl keiner freiwillig bezahlen wird.

Bei allen anderen Händlern, wie z.B. Autohändlern, ist das völlig i.O., wenn da um Rabatte gefeilscht wird. Da fängt keiner an zu jammern, dass Arbeitsplätze nach China und sonst wohin verlagert werden und im Übrigen gleich der Teufel aus einer Erdspalte aufsteigt oder ähnlich Schlimmes...

Nur hier wird ja gern und oft auch von den gewerblichen Teilnehmern (sic!) die Auffassung vertreten, dass HiFi-Händler mindestens ein schützenswertes Kulturgut sind, die ohne ein bisschen Hätschelei nicht auskommen.

Ich denke, hier wird die Liebhaberei zu HiFi-Geräten und besser noch zu entsprechender Musik mit einer überflüssigen Liebhaberei zu Läden verwechselt, die damit schlicht und einfach ihr Geld verdienen. Und wenn die nicht dazu in der Lage sind, vernünftig zu kalkulieren, dann sind die wohl leider nicht gut aufgehoben in ihrem Beruf.

Beste Grüße
Hubert
zuglufttier
Inventar
#42 erstellt: 24. Jun 2009, 11:43

sm.ts schrieb:

zuglufttier schrieb:

Genauso wenig wie ich gezwungen werde die Sachen zu kaufen, müssen die Händler auch nicht ihr Dasein zwangsläufig als solche verbringen.


Stimmt, soll er doch einfach die Gerätschaften verhökern und zusperren.
Die Welt ist doch so einfach. :.


Was hast du denn als Lösungsansatz für die Läden, die nicht gut laufen? Subventionierung?
RoA
Inventar
#43 erstellt: 24. Jun 2009, 11:57

zuglufttier schrieb:
Was hast du denn als Lösungsansatz für die Läden, die nicht gut laufen?


Abwrackprämie. Rettungsschirm. Rettungsfonds für notleidende Hifi-Händler. Notabgabe "High-Elend". High-End für Hartz IV. RoH-Pflicht auch für Alt-Geräte. Und ganz wichtig: Festpreisbindung wie im Buchhandel, dafür aber ermässigter USt-Satz.
sm.ts
Inventar
#44 erstellt: 24. Jun 2009, 12:53

zuglufttier schrieb:


Was hast du denn als Lösungsansatz für die Läden, die nicht gut laufen? Subventionierung?


Nein, das kann irgendwann keiner mehr finanzieren.
Allerdings kaufe ich bei meinem Stammhändler sofern er die gewünschte Ware führt, auch wenns im Internet noch etwas günstiger ist.

Wie weiter oben schon jemand sagte : Leben und leben lassen.
zuglufttier
Inventar
#45 erstellt: 24. Jun 2009, 12:54
Dann verstehe ich deinen Kommentar von vorhin nicht...

Ich würde auch bei einem Händler kaufen, wenn es hier denn überhaupt einen gäbe.
springer750
Stammgast
#46 erstellt: 24. Jun 2009, 13:50

zuglufttier schrieb:
Ich würde auch bei einem Händler kaufen, wenn es hier denn überhaupt einen gäbe.


Tja, woran könnte das wohl liegen?

In diesem Thread wird soviel Theorie und Praxis miteinander vermischt, ein Prise Moral, einen Schuß Besserwisserei usw. dazugetan, daß es schon weh tut.

Der Händler kann für die Preispolitik der Hersteller nichts. Das die in China fertigen lassen, kann der Händler nicht beeinflussen. Das Hersteller wie Samsung alle 3 Wochen ihre Fernseher umbezeichen kann der Händler auch nicht untersagen...er hat im Zweifel nur noch 3 von den vorfinanzierten Teilen bei sich stehen. Und das ist natürlich unternehmerische Weitsicht, zu wissen, daß er nur 2 davon wird losschlagen können, hätte er ja gleich lassen können. Aber dann wären die Kunden ja auch gleich abgewandert. Ne ne, hier machen sich einige das Thema schon recht einfach.

Auch geht es nicht um den Schutz der raffgierigen überteuerten Händler. Allerdings gibt es wirklich noch viele Händler, die aus den "goldenen" Zeiten stammen und mit viel Engagement ein schrumpfendes Klientel hochqualitativ betreuen wollen. Leider lassen sich eben viele dort erstklassig beraten und verschwinden dann ins Netz, das ist im Höchstmaß unfair. Dann bitteschön sollen sich auch all die Internet-Liebhaber dort beraten lassen...nämlich im Netz! Hört sich da doch auch alles richtig gut an, oder?

Aber alle Argumente haben wir ja tatsächlich an anderer Stelle schon gehabt...wir wärmen nur auf...aber es macht ja auch Spaß, mal so richtig seine Meinung dazu sagen zu können...
zuglufttier
Inventar
#47 erstellt: 24. Jun 2009, 14:00

springer750 schrieb:

zuglufttier schrieb:
Ich würde auch bei einem Händler kaufen, wenn es hier denn überhaupt einen gäbe.


Tja, woran könnte das wohl liegen?


Daran, dass es im Dorf meiner Eltern auch keine einzige Möglichkeit gibt Lebensmittel oder sonstige Waren zu kaufen oder Geld von der Bank abzuheben. Die müssen jetzt mindestens sieben Kilometer mit dem Auto fahren, um Besorgungen zu machen.

Vor 30 Jahren gab es das alles noch. Komisch irgendwie, oder?
baerchen.aus.hl
Inventar
#48 erstellt: 24. Jun 2009, 14:01

zuglufttier schrieb:
Was hast du denn als Lösungsansatz für die Läden, die nicht gut laufen? Subventionierung?


Nun, wenn ein Laden nicht läuft muss man erstmal über das Sortiment, den Standort u.a. nachdenken und sich anpassen

Man kann sein Angebot horizontal, vertikal oder lateral diversifizieren oder sich Partner suchen..... Warum müssen zwei leine Krauter in zwei kleinen Läden vor sich hin vegitieren. Zusammenschließen und die Synergieeffekte wie Kostenersparnis, Know-How-Erweiterung, Sortimentvergrößerung etc.nutzen.


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 24. Jun 2009, 14:05 bearbeitet]
springer750
Stammgast
#49 erstellt: 24. Jun 2009, 14:29

baerchen.aus.hl schrieb:
Warum müssen zwei leine Krauter in zwei kleinen Läden vor sich hin vegitieren. Zusammenschließen und die Synergieeffekte wie Kostenersparnis, Know-How-Erweiterung, Sortimentvergrößerung etc.nutzen.


AAAAaaaahhhh, ich glaube Planwirtschaft wäre auch ´ne Lösung!
zuglufttier
Inventar
#50 erstellt: 24. Jun 2009, 14:34

springer750 schrieb:

baerchen.aus.hl schrieb:
Warum müssen zwei leine Krauter in zwei kleinen Läden vor sich hin vegitieren. Zusammenschließen und die Synergieeffekte wie Kostenersparnis, Know-How-Erweiterung, Sortimentvergrößerung etc.nutzen.


AAAAaaaahhhh, ich glaube Planwirtschaft wäre auch ´ne Lösung! :D


Aha, und was hast du zu meiner Aussage beizutragen? Nachdem du mich schon gefragt hast...
springer750
Stammgast
#51 erstellt: 24. Jun 2009, 14:48
...was habe ich Dich gefragt???...

Und ich bin weder Lebens- noch Unternehmensberater, wie hier so einige andere scheinbar...drum will ich mich zu solch allgemeinen Fragen, die mit der tatsächlichen Situation nichts zu tun haben, auch sicher nicht äußern...
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