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Das Experiment .

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Experiment
Neuling
#1 erstellt: 10. Nov 2012, 12:17
Hallo alle zusammen

ich hab mich grade aus Verzweiflung hier angemeldet, weil ich einfach nicht weiter komme.
Ich bin Produktdesign Studentin und unser Semester arbeitet gerade mit einer Firma zusammen an portablen Soundgeärten.
Mein Thema ist : Einen Verstärker zu generieren, der ohne Strom funktioniert. Viele kennen bestimmt von dem Iphone die etwaigen Hornlautsprecher bzw verstärker die ohne Strom funktionieren.

Ich habe nun schon das Internet durchforstet und bin auf etliche Sachen gestoßen. Wie Aktivkohle nutzen oder N'bass eine Art Material zum Soundverstärken.

Ich würde gerne sowas wie eine Halbschale bauen, bei der du evtl. das eigene Handy reinlegen kannst.Oder vllt die Ohrstöpsel einklinkt und das ganze dann verstärkt wird. Klar, wird da jetzt keine Imense Soundsteigerung dabei rauskommen aber das ist auch nicht das Thema.
Das ganze soll man dann eben mit nach draußen nehmen können.

Das Problem ist. Ich hab keine Ahnung in welchen Winkel der Sound auftreffen muss. Und das ganze durchlesen hat mich auch nicht wirklich weiter gebracht.

Einige sachen hab ich schon getestet. In etlichen Schalenformen gelegt und "Megaphone" aus Papier gedreht. Aber kann man das ganze wirklich aus Papier testen? Ich glaub nicht das es funktioniert, da der Schall nichtzu sehr zurückgegeben wird wie bei Holz oder Metall.

Ich hoffe bei euch weis jemand weiter oder kann mir einer Seite nennen wo ich weitere Infos finde.

Besten Dank euch schon mal
*SALT*
Stammgast
#2 erstellt: 10. Nov 2012, 12:22
Wenn es etwas sein soll das ohne Strom Musik produziert schau dich doch mal bei Gramophonen um die gab es meines Wissens früher auch mit Kurbelantrieb und komplett ohne Strom.

Oder geht es hier nur um die Verstärkung eines bereits vorhanden digitalen Musiksignales?

Gruß SALT
Experiment
Neuling
#3 erstellt: 10. Nov 2012, 12:27
Danke für die schnelle Antwort.

Wie du schon am Schluss gesagt hast, geht es nur um eine Verstärkung eines schon vorhandenen digitalen Musiksignals. Also für dein Handy oder Mp3 Player.
*SALT*
Stammgast
#4 erstellt: 10. Nov 2012, 12:31
Ok soll das Ding nur ohne Strom (Steckdose, Batterie, Akku) funktionieren oder soll auch die Verstärkung an sich ohne elektrische Impulse erfolgen?

Gruß SALT
AndreasHelke
Stammgast
#5 erstellt: 10. Nov 2012, 12:35
Verstärken ohne Energie geht nicht. Das lassen die Naturgesetze nicht zu. Der Teil der Wissenschaft der sich damit beschäftigt heißt Thermodynamik.

Ich denke aber bei dem konkreten Projekt geht es darum die Vorhandene elektrische Energie des Kopfhörerausgangs möglichst effizient in Schallenergie umzuwandeln. Da gibts vermutlich fertige Lösungen bei einigen vorhandenen Laptops und Android Tablets. Und auch Bose bietet diverse Geräte die mit sehr wenig Volumen auskommen. Wie es da bei der Energieeffizient aussieht weiß ich allerdings nicht.

Mein Samsung P1000 7 Zoll Tablet hat jedenfalls relativ guten und lauten Ton für so ein kleines Gerät. Allerdings immer noch nicht gut genug um es sich freiwillig anzuhören.
*SALT*
Stammgast
#6 erstellt: 10. Nov 2012, 12:46
Das eine Energie für eine Verstärkung notwenig ist, ist mir klar. Nur verstehe ich dieses Projekt nicht wirklich.

Soll hier einfach nur ohne Strom Musik erzeugt werden (Solar, Windkraft was auch immer)

oder einfach nur mit einer Konstruktion (Horn etc.) versucht werden Irgendwas zu verstärken oder einen Wirkungsgrad zu optimieren?



Gruß SALT
Experiment
Neuling
#7 erstellt: 10. Nov 2012, 12:48
@ *SALT* Also das Ding ( was Musik von sich gibt, soll mit Strom funktionieren ) Sowie AndreasHelke das gerade geschrieben hat.
Der Verstärker soll ohne Strom, funktionieren.

@ AndreasHelke : ja von Thermodynamik hab ich auch schon was mitbekommen.
Das Material N'Bass wird eben auch auch bei Tablets und Co seit neusten eingesetzt und wirkt verstärkend. Aber ich glaube das funktioniert nur, wenn ich eben diese Materialien direkt in das Lautsprechergehäuse einbaue. Es aber wirkt wahrscheinlich nicht verstärkend bei vorhandenen Soundquellen.
Allgemein würde ich würde allerdings ungern auf fertige Lösungen ( wie von Bose) zurückgreifen. Klar wird wahrscheinlich das Grundprinzip , wie Form eines Gramophones oder einer Hörmuschel verwendet werden können.

Was sagt ihr zum Thema Papiergehäuse? Ich hab ja schon einiges geteste (..Megaphone...)und nie eine Verstärkung festgestellt. Liegt das daran das Papier einfach nicht dafür geieignet ist oder mach ich da was falsch?


[Beitrag von Experiment am 10. Nov 2012, 12:49 bearbeitet]
Experiment
Neuling
#8 erstellt: 10. Nov 2012, 12:51
@SALT Nein. Strom soll nicht per Solar oder Windkraft erzeugt werden. Der Verstärker soll einfach nur die vorhandene Soundquelle durch bestimmte "Winkel" oder Formen verstärken.
Der Sound an sich kann am Anfang von einen portablen Gerät wie Handy oder Mp3 Player erfolgen.
AndreasHelke
Stammgast
#9 erstellt: 10. Nov 2012, 12:56
Papier schwingt einfach mit und lässt die Schallenergie fast ungehindert durch. Pappe funktioniert auch nicht gut aber immerhin etwas besser.

Für erste Prototypen würde ich geschnitztes Holz oder Kunstharz imprägnierten Gips verwenden. Wenn ein Gips 3D Drucker zur Verfügung steht könnte man den zum Modellbau einsetzen.


[Beitrag von AndreasHelke am 10. Nov 2012, 13:01 bearbeitet]
Experiment
Neuling
#10 erstellt: 10. Nov 2012, 13:02
Ahh ok. Danke. Das hat mir schon einmal sehr geholfen. Dann werden meine Versuche jetzt wohl etwas aufwendiger. Aber falls euch noch etwas einfällt.
Nur her damit

Gruß
Experiment
Neuling
#11 erstellt: 10. Nov 2012, 13:20
Hab jetzt grad noch das gefunden :

http://www.hifi-foru...160x30-4m_43508.html

wenn man das ganze kleiner baut ist der effekt logischerweise auch kleiner oder ?
AndreasHelke
Stammgast
#12 erstellt: 10. Nov 2012, 13:45
N´bass ist ein Absorptionsmaterial dass den Neubau kleinerer Lautsprechergehäuse erlaubt. Es ist untauglich um vorhandene Lautsprecher effizienter an die Raumluft anzukoppeln. Dazu benötigt man ein Horn oder einen Waveguidde wie Bose sie verwendet.
Apalone
Inventar
#13 erstellt: 10. Nov 2012, 13:50

Experiment schrieb:
...Der Sound an sich kann am Anfang von einen portablen Gerät wie Handy oder Mp3 Player erfolgen.


Wobei ich das ehrlich gesagt noch nicht verstanden habe: was genau soll denn jetzt verstärkt werden? Der mechanische Schall der Luftbewegung, die der Lautsprecher des Quellgerätes produziert? Der Strom des Quellgerätes? Die Spannung, die an den Buchsen des Kopfhörerausganges anliegt? Was genau, bitte?
marty29ak
Inventar
#14 erstellt: 10. Nov 2012, 14:03
Ja ich denke das ist so gemeinst:
Ich lasse an meinem Handy Musik laufen, dann lege ich es in eine Schale und diese verstärkt dann durch einen Horn-Effekt die aus dem Handy abgestrahlten Schallwellen.
Experiment
Neuling
#15 erstellt: 10. Nov 2012, 16:48

AndreasHelke schrieb:
Papier schwingt einfach mit und lässt die Schallenergie fast ungehindert durch. Pappe funktioniert auch nicht gut aber immerhin etwas besser.

Für erste Prototypen würde ich geschnitztes Holz oder Kunstharz imprägnierten Gips verwenden. Wenn ein Gips 3D Drucker zur Verfügung steht könnte man den zum Modellbau einsetzen.


Hab mir auch grad gedacht das es eigentlich auch gehen müsste wenn ich Papier und Kleister vereine, da es ja ein extrem feste Masse wird.
3D Drucker steht zur Verfügung. Wird wahrscheinlich erst später zum Einsatz kommen, wenn feststeht was jetzt weiter entwickelt wird. Das es doch eine Kostenfrage ist.
Desweitern kam mir die Idee vllt Funier zu verwenden oder dünnes Alluminium. Mal schaun....

Bei N'Bass hab ich das dann wohl falsch verstanden. Danke gut zu wissen, dann kann ich das schon mal zur Seite legen.


marty29ak schrieb:
Ja ich denke das ist so gemeinst:
Ich lasse an meinem Handy Musik laufen, dann lege ich es in eine Schale und diese verstärkt dann durch einen Horn-Effekt die aus dem Handy abgestrahlten Schallwellen.



Ja genau, so soll es funktionieren. Prinzipiell, ob ich es jetzt in eine Schale lege oder nicht ist eben Experiment abhängig. Je nachdem wo man mehr Verstärkung hat.

Greez
Apalone
Inventar
#16 erstellt: 10. Nov 2012, 16:51
[quote="marty29ak"]Ja ich denke das ist so gemeinst:
Ich lasse an meinem Handy Musik laufen, dann lege ich es in eine Schale und diese verstärkt dann durch einen Horn-Effekt die aus dem Handy abgestrahlten Schallwellen.[/quote]


Ja genau, so soll es funktionieren. Prinzipiell, ob ich es jetzt in eine Schale lege oder nicht ist eben Experiment abhängig. Je nachdem wo man mehr Verstärkung hat. [/quote]

Also einfache Hornverstärkung. Ist ja jetzt nicht gerade revolutionär neu...
Pufftrompeter
Gesperrt
#17 erstellt: 10. Nov 2012, 19:18

Ich bin Produktdesign Studentin und unser Semester arbeitet gerade mit einer Firma zusammen an portablen Soundgeärten. Mein Thema ist : Einen Verstärker zu generieren, der ohne Strom funktioniert.


Sorry fuer den OT-Kommentar der nun kommt, aber ich denke, er ist wichtig:

Der Markt ist voll von untauglichen Produkten, die von einem Product-Designer erfunden wurden, ohne dabei irgendwelche InGENIEure, Wissensschaftler oder sonstwie sinnstiftend vorgebildetet Menschen zu Rate zu ziehen. Ebensoschnell werden diese Produkte aber auch vom Markt wegen Untauglichkeit auf den Mullberg der erfolglosen Fehlschlaege erbrochen ...

Du kannst kein Produkt "erfinden", das schon "irgendwie mit Ecken und Kanten" funktionieren wird ... auf diese Weise wirst Du fuer das "irgendwie" niemals eine Loesung bekommen, denn das wirklich zentrale Problem des "wie" ist und bleibt ein Technisches. Welches Design Du dann darumherum erfindest, ist dann das Product-Design ... ohne Product kannst Du Dir Dein Design dorthin schieben, wo nie die Sonne scheint, denn Dein Product wird wegen schlechter Funktion den Kunden nachhaltig vom Produkt und der Marke enttaeuschen.

Bose iPod Dockingstations bestechen nicht durch Ihr Design, sondern durch ihre vergleichsweise unerreichte Funktionalitaet (die Dinger klingen fuer'n Dock erstmal 1a), die aus einer ingenioesen technischen Loesung und ihrer ueberlegenen Umsetzung erfolgt. Und somit sind sie am Markt erfolgreich.

Du bist nicht McGyver und das Leben ist kein Yps-Comic (aber letzteres wird Dir nichts mehr sagen, denke ich) ...

Du hast 3 Moeglichkeiten:
(a) Du laeest das technische Konzept unerklaert (StarTrek funktioniert erfolgreich ja auch ohne Erklaerung des Warp-Drives) und nimmst als Hypothese an, Dir stuende eine technische Loesung zur Verfuegung, die auf kleinen Raum ohne Strom verstaerkt. Wie/womit/wodurch ... nicht Dein Problem und auch nicht Ziel und Gegestand der Arbeit. Um diese hypothetische Loesung herum baust Du Dein Produkt.
(b) Du erfindest eine Loesung, die es nicht gibt (denn wenn es sie gibt, ist sie garantiert patentgeschuetzt), aber es wird Dir auf ewig an technischer Vorbildung fehlen, das zu tun.
oder
(c) Du wirst an der Aufgabe scheitern.

Alles verstanden?

Carsten


[Beitrag von Pufftrompeter am 10. Nov 2012, 19:21 bearbeitet]
Experiment
Neuling
#18 erstellt: 11. Nov 2012, 01:59
Erst mal ein Frage : Welcher Produktdesigner ist dir denn über die Leber gelaufen? Es scheint so, als hätte er deine Welt zerstört.

Deine Ansicht der Dinge sei dahin gestellt. Ich lasse jedem seine Meinung. Aber wenn man nicht genau weis, was Produktdesign ist dann sollte man darüber auch nicht Urteile. Oder zumindest nicht alles über einen Kamm scheren!

Es gibt verschiedene Arten ein Produkt zu gestalten. Klar gibt es diejenigen denen es egal ist wie das Teil funktioniert , denn es soll einfach nur hübsch aussehen.
Aber es gibt auch Produktdesigner denen die Funktion, Handhabung und Nutzen wichtig sind. Es sinvoll und resourcenschonend zu Produzieren und den Kunden das Leben zu erleichtern.
Ein normaler Designprozess sollte eigentlich nicht darin bestehn ein Produkt aufzuhübschen. Sondern es von Anfang an zu begleiten zusammen mit Technikern,Managern, Ingenieuren und deren Wissen. Das ganze somit sinnvoll zu entwickeln.
Ich sage nicht das ein Produktdesigner ein Alleskönner ist, wer kann das auch schon sein ?
Auch ein Mensch der nun nicht unbedingt etwas technisches gelernt hat, kann durchaus Ideen entwickeln die Technikern weiterhelfen. Allein dadurch, dass er eine Idee hat!

Wenn wir hier nun mal das Beispiel nehmen, einen Verstärker zu entwickeln der ohne Strom läuft. Wäre dass nicht besser für die Umwelt? Allein das die Idee im Raum steht ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Im Moment ist die Technik vllt nicht soweit. Aber ist es nicht oft schon passiert, das z.B. ein Chemiker durch Zufall etwas neues entdeckt hat obwohl er nach etwas anderen gesucht hat?

Wenn du ehrlich zu dir selber bist, kann Technik ohne Design nicht Leben und Design kann nicht ohne Technik leben.Aber wenn du einen Kunden einen gestalteten Dockingstation (mit super Sound) vor die Nase setz und eine Dockingstation die nicht durchdacht gestaltet ist sondern nur eine Hülle um die Technik (mit super Sound) hat. Wie würde der Kunde sich wohl entscheiden?

Alle Bereiche sollten ineinander greifen. Seien es Techniker, Ingenieure, Designer, Manager oder das Marketing, nur so kann ein gutes Produkt entstehen was auf dem Markt besteht.

Zu Punkt a) eben das ist das Thema ! Ein Produkt sinvoll gestalten und versuchen eine neue Technik zu entwickeln! Soweit eben das Wissen reicht oder eben nach Wissen suchen. Deswegen such ich ja auch nach Hilfe um neue Ansätze zu finden.
Zu b) Wer weis.Wer weis. Die Behauptung, dass man nichts mehr erfinden kann es ja mal sehr pesimistisch. Wie sind wir dann blos zum Flugzeug gekommen, geschweige denn zu Mp3's. Das ich das Wissen nicht habe, ist verständlich ich bin ja auch nur ein Mensch. Aber auf ewig wird es mir nicht fehlen, da ein Mensch normalerweise dazulernt.

Zu c) gut möglich. Aber ich bin hart im nehmen und werde hoffentlich einen Weg finden

Ich hoffe ich konnte den Horizont des InGENIEuers erweitern .


[Beitrag von Experiment am 11. Nov 2012, 02:04 bearbeitet]
Gelegenheitshörer
Stammgast
#19 erstellt: 11. Nov 2012, 07:49

Experiment schrieb:

Aber es gibt auch Produktdesigner denen die Funktion, Handhabung und Nutzen wichtig sind. Es sinvoll und resourcenschonend zu Produzieren und den Kunden das Leben zu erleichtern.
Ein normaler Designprozess sollte eigentlich nicht darin bestehn ein Produkt aufzuhübschen. Sondern es von Anfang an zu begleiten zusammen mit Technikern,Managern, Ingenieuren und deren Wissen. Das ganze somit sinnvoll zu entwickeln.


Ja, im Idealfall läuft das dann wohl so wie bei diesem Jonathan Ive von Apple.


Auch ein Mensch der nun nicht unbedingt etwas technisches gelernt hat, kann durchaus Ideen entwickeln die Technikern weiterhelfen. Allein dadurch, dass er eine Idee hat!


Richtig, aber wenn es darum geht, welche Form Deine Schale haben muss, und aus welchem Material sie bestehen sollte, um einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen, dann sind das doch klassische ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen, oder?


Wenn du ehrlich zu dir selber bist, kann Technik ohne Design nicht Leben und Design kann nicht ohne Technik leben.


Produkte ohne Design kann es ja gar nicht geben. Auch wenn ein reinrassiger Ingenieur im Alleingang einen Prototypen entwickelt, wird dieser am Ende irgendein Design aufweisen. Die Frage ist eher, ob dieses Design dann auch besonders gefällig sein wird.


Alle Bereiche sollten ineinander greifen. Seien es Techniker, Ingenieure, Designer, Manager oder das Marketing, nur so kann ein gutes Produkt entstehen was auf dem Markt besteht. ;)


Ist mir in dieser Form etwas zu pauschal. Es gab in der Vergangenheit durchaus marktfähige Produkte, die fast ausschließlich von Ingenieuren und Technikern entwickelt wurden (z.B. die Edisons Glühbirne), als auch marktfähige Produkte, die fast ausschließlich von Designern entwickelt wurden (diverse Modeartikel).

Für die moderne Industrie trifft Deine Schilderung aber sicherlich zu. Die eigentliche Frage ist jedoch, ob ihr bei eurem Uni-Projekt tatsächlich mit Ingenieuren zusammenarbeiten könnt, oder ob ihr diese Verstärkermuschel im Alleingang entwickeln sollt. Letzteres wäre dann auch aus meiner Sicht eher fragwürdig, aber letztendlich hast Du Dir die Aufgabe ja auch nicht selbst ausgesucht,
Pufftrompeter
Gesperrt
#20 erstellt: 11. Nov 2012, 08:13

Ein normaler Designprozess sollte eigentlich nicht darin bestehn ein Produkt aufzuhübschen. Sondern es von Anfang an zu begleiten zusammen mit Technikern,Managern, Ingenieuren und deren Wissen.


Vollkommen richtig - aber genau das tust Du nicht.


Aber ist es nicht oft schon passiert, das z.B. ein Chemiker durch Zufall etwas neues entdeckt hat obwohl er nach etwas anderen gesucht hat?


Klar, kam vor. Fleming ganz vorne weg. Wenn Du auch hoffst, etwas zu "entdecken", von dem Du NULLKOMMANULL Ahnung hast: Hope is not a strategy ... und ausserdem ist Wissenschaft kein Product Design. Auch die Gebrueder Wright waren keine Product Designer, die hatten sehr profundes Wissen auf dem Gebiet ihrer Aktivitaeten und waren ihrer Zeit weit voraus. Flugzeuge und MP3 (Deine Beispiele) sind nicht durch Product Designer entwickelt worden. Nicht mal am Anfang. Das war das Ergebnis von Grundlagenforschung.

Wo bist Du Deiner Zeit voraus? Wo ist das innovative Element Deiner Idee? "Ware doch gut, wenn das ohne Strom geht" ist keine Idee - der Ansatz ist so banal naiv und konzeptionell nebuloes, dass man daraus noch ueberhaupt kein Konzept erkennen kann. Das ist eine Nicht-Idee ...


Ich hoffe ich konnte den Horizont des InGENIEuers erweitern .


Perlen vor die Saeue - ich merk's grad. Mit der Einstellung wird das nichts. Wenn Du als Student von Deinem methodoligischen Ansatz ueberzeugt bist, ohne Dir von Leuten mit erheblich mehr Erfahrung auf diesem Gebiet ein paar Deiner Irrwegsrisiken aufzeigen zu lassen, dann ist Dir nicht zu helfen. Nota bene bin ich kein Ingenieur ...

Carsten


ich hab mich grade aus Verzweiflung hier angemeldet, weil ich einfach nicht weiter komme.

Und das wird mit Deinem Ansatz auch so bleiben ...


[Beitrag von Pufftrompeter am 11. Nov 2012, 08:21 bearbeitet]
Gelegenheitshörer
Stammgast
#21 erstellt: 11. Nov 2012, 08:41

Experiment schrieb:


marty29ak schrieb:
Ja ich denke das ist so gemeinst:
Ich lasse an meinem Handy Musik laufen, dann lege ich es in eine Schale und diese verstärkt dann durch einen Horn-Effekt die aus dem Handy abgestrahlten Schallwellen.


Ja genau, so soll es funktionieren. Prinzipiell, ob ich es jetzt in eine Schale lege oder nicht ist eben Experiment abhängig. Je nachdem wo man mehr Verstärkung hat. :)


Back on topic:

Das was Du erfinden willst, scheint es bereits zu geben:

http://www.youtube.com/watch?v=55K06WOMIJU

Edit:
Es gibt sogar schon einen Vergleichstest zu derartigen Produkten:

Vergleichstest

Das zweite scheint doch genau dem zu entsprechen, was Du bauen willst. Am besten scheint aber die dritte Bauform aus dem Test zu sein. Hätte ich nicht gedacht.

Edit 2:
Noch mehr Inspirationen:

Grammophon-Stil
Aus Holz
Sowas hier ließe sich auch mit vertretbarem Aufwand selbst bauen

Viele Grüße
Alexander


[Beitrag von Gelegenheitshörer am 11. Nov 2012, 09:12 bearbeitet]
Experiment
Neuling
#22 erstellt: 11. Nov 2012, 09:48
Ja , das mit dem Vergleich hab ich auch schon gesehen.
Aber Danke für den Link

Der 2te war genau meine Idee, da stand ich dann auch blöd da.
Aber eventuell finde ich ja noch einen Weg.

Jedenfalls Danke euch schon mal für die vielen Ideenansätze
Nordlicht|Dirk
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 11. Nov 2012, 10:44
Moin Moin,

ein akustischer Verstärker der die Schallwellen des tragbaren Players so verstärkt dass man damit draussen Musik hören kann.

Das Ergebnis ist also eine Erhöhung der Lautstärke ohne eine Verbesserung des Klangs.

Bitte liebe Produktdesigner erfindet dann doch bitte gleich eine Frequenzanpassung damit die fehlenden Tief und Tiefmitteltonfrequenzen auch wieder zu hören sind.

Noch eine Lösung aller Pringels Lautsprecher oder Schallhorn für IPhones darauf hat die Welt sicher nicht gewartet.

Da das ganze ohne aktive Bauteile auskommen muss, brauchst Du jetzt nur noch ein Material zu finden, dass tiefe Frequenzen (so diese überhaupt aus dem Lautsprecher eines tragbaren Gerätes kommen) prozentual mehr verstärkt also hohe Frequenzen oder im Umkehrschluß die hohen Frequenzen eher dämpft als tiefe. Vielleicht ist ja mit mechanischen Filtern zu realisieren oder mit reflexionen im Schallkanal, aber ob das mal eben so zu erfinden / finden ist . . .

Wie hoch ist denn das Budget für die Entwicklung?

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und wenn ich eine gute Idee habe, dann schicke ich sie Dir, aber ich will dann auch was vom Kuchen
Experiment
Neuling
#24 erstellt: 11. Nov 2012, 11:04
@NordlichtDirk Ja da gebe ich dir vollkommen recht ! Ich habe mich gestern auch mit einen Mathematiker unterhlaten der dich darin bestätigt. Ich hoffe mal das ich eine Lösung finde, weil einfach nur was zu verstärken was dann erhlich gesagt beschissen klingt, ist nicht mein Ziel.
Das hat mich ja ich an den ganzen Iphonesachen gestört. Budget hab ich keins eventuell wurd es angekauft wenn es der Firma gefällt.
Ein Stück vom Kuchen wäre natürlich drin das lässt sich einrichten.

@Pufftromperter Ich finde die Diskussion echt spannend. Hab momentan aber keine Zeit sie weiter zu führen. Würde deswegen gerne in nächster Zeit darauf zurück kommen, wenn wieder ein bisschen Luft bei mir ist.
stoske
Inventar
#25 erstellt: 11. Nov 2012, 11:04
1. Frequenzmessung der Lautsprecher aller Geräte die unterstützt werden sollen (z.B. iPhones&Touches) direkt am Ausgang.
2. Mittelwertbildung aller Frequenzbereiche, Bildung einer Referenzbasis.
3. Diese Basis als Eingabe zur Hornsimulation nutzen.
4. Horn entwerfen (simulieren), welches die nötige Verstärkung/Anpassung leistet, ideale Mitte aus Funktion und Größe finden.
5. Horn virtuell entwerfen (3D-Bau nach Simulation) welches den optischen und bautechnischen Vorgaben entspricht.
6. Prototyp bauen und bis zur Produktionsmöglichkeit verfeinern.

Eigentlich ganz einfach. Man muss nur entsprechend viel Zeit, Mühe, Sorgfalt und Überlegung investieren,
was sogar umsonst geht, wenn man es privat machen kann.
Gelegenheitshörer
Stammgast
#26 erstellt: 11. Nov 2012, 11:18

stoske schrieb:
1. Frequenzmessung der Lautsprecher aller Geräte die unterstützt werden sollen (z.B. iPhones&Touches) direkt am Ausgang.


Vielleicht macht es aber doch mehr Sinn, über den Kopfhörerausgang einen externen Lautsprecher zu speisen. Wäre ja immer noch passiv, und hätte vermutlich diverse Vorteile:

1. Frequenzgang weitgehend geräteunabhängig
2. Frequenzgang vermutlich auch viel linearer
3. Bessere Ankoppelung des Lautsprechers an das Horn

Viele Grüße
Alexander
stoske
Inventar
#27 erstellt: 11. Nov 2012, 11:36
Der KH-Ausgang ist ein elektrischer Ausgang, da ist passiv nichts mehr machbar.
1. und 2. stimmen nur solange kein Lautsprecher angeschlossen wird, während 3.
dies zwingend erfordert. Man müsste also zuerst wieder einen Lautsprecher
anschliessen, der zwar besser sein könnte als der eingebaute, aber letztlich
wieder dieselbe Situation herstellt.
Gelegenheitshörer
Stammgast
#28 erstellt: 11. Nov 2012, 11:47

stoske schrieb:
Der KH-Ausgang ist ein elektrischer Ausgang, da ist passiv nichts mehr machbar.


Kommt drauf an wie Du "passiv" definierst. Ich meinte jetzt im Sinne von "ohne eigene Energiequelle".


1. und 2. stimmen nur solange kein Lautsprecher angeschlossen wird, während 3.
dies zwingend erfordert. Man müsste also zuerst wieder einen Lautsprecher
anschliessen, der zwar besser sein könnte als der eingebaute, aber letztlich
wieder dieselbe Situation herstellt.


Die Aussagen waren natürlich alle nicht absolut, sondern im Vergleich zu den eingebauten Lautsprechern gemeint. Der Lautsprecher im iPhone ist gewiss nicht auf Klangqualität sondern eher auf Miniaturisierung getrimmt.
cr
Moderator
#29 erstellt: 14. Nov 2012, 00:10
Wenn man den KH-Ausgang des iPhones an eine Riesenstandbox anschließt, klingt es sicher um einiges erträglicher als so.

Habe ich früher mal mit einem winzigen Transistorradio probiert. Die Verbesserung war gewaltig. Und immer noch passiv.
Jadada
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 14. Nov 2012, 14:43
Warum wundere ich mich eigentlich noch, was für einen Schund es teilweise zu kaufen gibt...
Wenn Produkt-Designer (was für ein kläglich-lächerlicher Ansporn, ein Produkt um des designen Willens zu designen) mit ihrem Halbwissen versuchen, vermeintlich bahnbrechende "Ideen" umzusetzen (ein Verstärker ohne Strom ist keine Idee sondern gemessen an Naturgesetzen eine Wunschvorstellung), und so der Ingenieur und sein fachliches Wissen mit Füßen getreten wird, dann erklärt Das einiges.

Tut mir Leid, Aber ich sehe für solche Studiengänge(!) keine Existenzberechtigung, zumindest nicht So wie sie offensichtlich praktiziert werden.

Das ist moderner Müll, der praxisbezogen GARNICHTS hervorbringt.
Allein "mal-eben-so" auf eigene Faust zu versuchen , sich in ein Thema "einzulesen", welches manche Menschen ihr Leben lang beschäftigt, um ein Produkt zu "designen", dessen Grundidee genauso innovativ ist wie eine Zahnbürste, grenzt an Dreistigkeit jedem Ingenieur und Physik-Prof gegenüber.
Nichts für Ungut, aber dieser Thread erklärt doch einiges.

Traurig
DoctorLecter
Stammgast
#31 erstellt: 16. Nov 2012, 17:56
Leute, regt euch ab.
Klar gibt es viel zu viel Müll auf dem Markt zu kaufen, da kann sie aber auch nichts für und das, was sie gerne designen / konstruieren / entwerfen möchte wird, da stimme ich zu, hoffentlich nicht auch noch bei Media Markt in den Regalen und kurze Zeit später dann im Bus auf den hinteren Plätzen bei Marvin und Cinderella landen.
Hallo, sie ist Studentin und hat die Freaks hier nett und freundlich um Ratschläge gebeten, wahrscheinlich für ein benotetes Abschlussprojekt oder sowas, also seid mal ein bißchen kollegial und versucht wenigstens ihr einen gescheiten Tipp zu geben.
Mann mann mann.....
maconaut
Inventar
#32 erstellt: 19. Nov 2012, 14:26
Also das mit der "Verstärkung" in der Schale funktioniert aus eigener Erfahrung schon - letztlich wird damit nur der nach hinten abgestrahlte Schall nach vorn zum Hörer reflektiert. Einfaches Beispiel: Ich höre mir morgens gerne einen Podcast auf dem iPod Touch an, im Bad stören natürlich die Kopfhörer, sodass ich den Gerätelautsprecher verwende. Ist nicht so doll - aber wenn ich dann den iPod auf die Ablage stelle und an den Spiegel lehne, ist der Ton merklich lauter und "voller". Eine Reflektorfläche, die möglichst viel vom isotropen Schall einfängt und nach vorn ausrichtet, könnte schon schalenartig aussehen. Noch ein optimiertes Material, das wenig von der Schallenergie schluckt und dafür viel reflektiert - fertig.
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