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Studententaugliches Euipment: Meine Erfahrungen

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Autor
Beitrag
Gun_Nar
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Dez 2013, 00:26
Hallo Leute,
ich muss jetzt einfach mal meine gesammelten Erfahrungen der letzten Wochen und Monate mit euch teilen. Alleine schon, weil dieses Forum (ohne sonderliche Beteiligung meinerseits) mein größter Weggefährte und Berater in dieser Zeit war.

Angefangen hat alles mit einem Kumpel, der günstig eine Gebrauchtanlage erstehen konnte. Die besteht aus einem Braun Regie 510 und den Braun L710. Ich habe erst durch diese Anlage die Musik so richtig zu lieben gelernt und bin seitdem ein absoluter Narr. Viele viele Stunden haben wir bei ihm verbracht und täglich der elektronischen Musik gefrönt (ich rede hier nicht von David Guetta oder ähnlichem oder wie man ihn auch schreibt). Man hab ich mich sau gefühlt mit diesem Sound!
Nach etwa zwei Jahren (ja ich weiß, warum nicht füher?) wuchs dann das Verlangen in mir, auch so etwas zu hause zu haben, um zu jeder Zeit genießen zu können. Prompt stoße ich am nächsten Tag auf einem Flohmarkt auf die L710 für 45 Euro. 45!!! Ich also direkt zugeschlagen und sie über etwa 2 km Fußweg und 30 Minuten Bahn erstmal zu meiner Freundin zum testen gebracht (die Dinger sind scheiß schwer). Das war ein Fehler (im nachhinein vllt doch nicht), denn meine Freundin fand die so toll, sowohl optisch als auch klanglich, dass sie mir die LS direkt abschwatzte.
Ich also allmächtiges Google befragt, welche LS ich wohl stattdessen nehmen könnte, für einen studentenfreundlichen Preis versteht sich. Dabei bin ich (natürlich über dieses wunderbare Forum) auf die Canton Quinto gestoßen...ok, das hier wird zu lang...Schnelldurchlauf.
Canton Quinto 510 bei Ebay Kleinanzeigen für 30 Euro gekauft. Wegen zu wenig Tiefbass wieder verkauft in Auktion für 85 Euro, mir dann für 90 Euro Quinto 530 in top Zustand gekauft. Dazu habe ich glücklicherweise auf einem Flohmarkt einen absolut perfekt erhaltenen Braun Regie 550 für sage und schreibe 25 Euro erstehen können.
Heute morgen kam außerdem das Behringer Ucontrol UCA202 bei mir an und nun bin ich völlig aus dem Häuschen, weshalb ich diesen Beitrag verfassen MUSS. Vorher hatte ich meinen Regie über den Laptop onboard Sound (Realtek ALC888) bedient und dachte, ich wäre schon im 7. Himmel. Doch nun bin ich wirklich platt. Das Ganze ist nochmal um eine ganze Ecke besser geworden und das für 30 Euro.
Ich habe also insgesamt 90!!!! Euro für meine Stereo Anlage ausgegen und fühle mich wie neu geboren. Ich möchte jedem Studenten oder eigentlich egal wem, mit kleinem Geldbeutel, so etwas ans Herz legen. Ich habe mittlerweile viele Anlagen gehört. Darunter ach so tolle Bose, Teufel und was weiß ich Systeme, die locker das 20ig fache meiner Anlage gekostet haben und ihr dennoch nicht (imho natürlich) das Wasser reichen können.

So...falls der Beitrag in irgendeiner Weise unsinnig oder überflüssig ist, entfernt ihn meinetwegen. Ich musste meiner Euphorie einfach meiner Ausdruck verleihen. Dabei hoffe ich noch den ein oder anderen dazu bewegen zu können, nicht irgendeine 300 Euro-Megawatt möchtegern Anlage neu zu kaufen, sondern sich auf lokalen Flohmärkten o.Ä. umzusehen. Gerade in Großstädten kann man so einige Schätze finden.

Also horrido und beste Grüße aus dem Norden,
Gunnar

ps.: Besonderen Dank noch an Markus aka Bad Robot! Durch deine vielen vielen informativen Beiträge habe ich mich zum Kauf der Shure se215 entschieden und bin der Überzeugung, dass die neben meiner Stereoanlage die beste Investition meines bisherigen Lebens waren.


[Beitrag von Gun_Nar am 12. Dez 2013, 00:28 bearbeitet]
DrNice
Moderator
#2 erstellt: 12. Dez 2013, 00:43
Hallo Gunnar,

dein Beitrag ist ganz und gar nicht überflüssig. Wenn man weiß, wonach man suchen muss und auch ein wenig Glück hat, kann man zum Preis einer Tankfüllung schon richtig gut Musik hören - das habe ich auch jahrelang gemacht. Um eine eklatante Verbesserung zu erzielen, musste ich Investitionen im vierstelligen Bereich tätigen - und den "alten Kram" konnte ich trotzdem nicht loslassen.

VIelen Dank für deine Rückmeldung und noch viel Spaß mit deiner Anlage.
Gun_Nar
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 12. Dez 2013, 00:55
Den werde ich sicher haben. Mir blutet jedes Mal das Herz, wenn ich sie abschalten oder leiser drehen muss, weil Nachtruhe oder sonstiges herrscht

Reines Off-Topic Interesse: Ist dein Nick eine Anspielung auf Mr. Nice?

LG,
Gunnar (und natürlich stoß ich mit an)
MacPhantom
Inventar
#4 erstellt: 12. Dez 2013, 14:43
Der hier ist überflüssig:

Gun_Nar (Beitrag #1) schrieb:
Darunter ach so tolle Bose, Teufel und was weiß ich Systeme, die locker das 20ig fache meiner Anlage gekostet haben und ihr dennoch nicht (imho natürlich) das Wasser reichen können.

Grund: das wissen wir schon lange!
olcayy
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Dez 2013, 15:17
Es hat Spass gemacht diesen Bericht zu lesen. Ich bin auch glücklicher Besitzer der Braun Regie 510 und der L715 (sehr ähnlich wie die 710). Auch sonst finde ich sind Hifiklassiker das nonplusultra wenn's um das "bang for the buck" geht. Da kommen die Geräte von Heute einfach nicht dagegen an. Alleine schon das Gewicht, das du schon angesprochen hast, spricht für sich. Beim auspacken von dem Verstärker oder dem Lautsprecher habe ich mich wirklich gewundert wie verdammt schwer die Dinger sind. Alles ist solide verarbeitet und wertig.

Dann mal viel Spass mit den neuen Errungenschaften und lass "hören"!

Gruß, Olcay!
gdy_vintagefan
Inventar
#6 erstellt: 14. Dez 2013, 22:15
Ich bin auch Student, allerdings schon ein etwas älterer, da ich mich erst nach einem ersten (nicht so spannenden und schlecht bezahlten) Berufsleben mit anschließender Arbeitslosigkeit für die Uni entschieden hatte. Das bedeutet auch, dass mein Budget noch geringer ist als beim "Durchschnitts-Studenten", d.h. kein Bafög, Höchstbetrag für die Krankenkasse etc., aufgrund meines "hohen" Alters und leider inzwischen auch hoher Semesterzahl (das Lernen fällt mir halt nicht mehr so leicht wie vor 20 Jahren).

Von daher habe ich auch überwiegend Gebrauchtgeräte, die ich zu niedrigen Preisen erworben habe. Vor meinem Studium arbeitete ich ja schon, damals kamen nur Neugeräte für mich in Frage. Aber leider wurde ich sehr oft enttäuscht, bzw. habe ich erst nach dem Umstieg auf HiFi-Klassiker gemerkt, was ich in all den Jahren an guter HiFi-Qualität verpasst habe!

Eigentlich fand ich HiFi-Klassiker immer schon interessant, eben weil ich sie aus meiner Kindheit und Jugend noch kenne. Teilweise waren sie damals schon alt, aber eben langlebig! Dann habe ich irgendwann ab den 90er Jahren (das war die Zeit, in der ich am meisten Neugeräte kaufte) hier und da in CD-Läden mal HiFi-Klassiker (Marantz, Fisher) hören können - und mir fiel gleich auf, dass die Klangqualität sehr gut war. Und natürlich machten diese Geräte optisch auch deutlich mehr her als das "neumodische Geraffel". Ähnlich erging es mir auch beim direkten Vergleich zwischen meinem sündhaft teuren Dolby-Surround-Verstärker und meinen ältesten Verstärkern aus Erst-/Familienbesitz: Die älteren Verstärker klangen einfach angenehmer und machten mehr Spaß. Was ich lange Zeit nicht wahrhaben wollte, denn schließlich hatte der A/V-Verstärker damals ein sehr großes Loch in meine Kasse gerissen. Und ich war immer der Typ, der teure Anschaffungen so lange behält wie es eben geht. Als ich nach Beendigung meiner letzten Berufstätigkeit mehr Zeit hatte, las ich mich auch immer mehr in HiFi-Foren wie diesem hier ein, und überall wurde geschwärmt von diesen HiFi-Klassikern.
Aber ich stieg erst relativ spät ins Klassiker-Hobby ein. Die ersten Käufe waren über eBay (und anschließend musste ein modernes Gerät aus meinem "Bestand" gehen), gut ein Jahr später wurde ich zum regelmäßigen Flohmarktgänger. Wozu ich sagen muss, dass heute in meiner Region nichts mehr auf Flohmärkten zu holen ist (die Zeit meiner besten Schnäppchen war 2007 bis 2009).

Hier mal einige Highlights:

Mein "Alltags-Verstärker" schon seit fast 5 Jahren ist der Grundig-Receiver RTV 600 vom Baujahr 1967 (damit noch ein paar Jahre älter als ich). Das Design ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, und man braucht auch viel Platz dafür. Es gibt hier im Forum einige "Lobeshymnen" über diesen Receiver, das kann ich nur bestätigen. Im Frühjahr 2009 schoss ich ihn bei eBay für ca. 30€ inkl. Versand, Mitte 2012 hat er viele neue Elkos bekommen, das machte auch noch mal ca. 20€ Materialkosten, also bin ich jetzt bei ca. 50€. Hängt man noch eine Null dran, dann hat man den Preis meines damaligen A/V-Verstärkers, der im Vergleich dazu klang wie ein "Küchenradio".

Der Grundig steht in meinem Büro. Im Wohnzimmer habe ich inzwischen (nach diversen Yamaha und Technics um 1980) den Kenwood-Receiver KR-5150 von 1971. Der hat in der Bucht auch rund 50€ gekostet und ist der bestklingende, den ich bis jetzt an dieser Anlage hatte (mit großen und teuren Infinity-Boxen noch aus Erstbesitz).

Plattenspieler: Ich hatte eigentlich schon einen Dual aus den 80ern (Familienstück), der im Prinzip mehr als ausreichend war. Noch vor 10 Jahren dachte ich, das sei mein erster und auch letzter Dual, denn ich war ja damit sehr zufrieden. Aber ein bisschen "unklassisch" war er schon, da noch zu jung! Und das ULM-System schien nicht gerade sehr beliebt zu sein, wie ich aus den HiFi-Foren erfuhr. Durch die Flohmärkte hatte ich die Gelegenheit, diverse ältere Duals ausprobieren zu können. "Das" Schnäppchen war ein 721 für einen Zehner. Allerdings nicht in einwandfreiem Zustand. Die Nadel musste natürlich neu, auch war die vertikale Tonarmbewegung blockiert, was ich als "Grobmotoriker" nicht beheben konnte. Das Design (schwarze Plastikzarge) gefiel mir nur so lange ich noch "moderne" Komponenten in meiner Wohnzimmeranlage hatte, heute ist es auch hier etwas "rustikaler". Mein Traum war sehr lange ein 701, aber den habe ich mir nie leisten können. Vor einem Jahr habe ich meinen 721 trotz des Fehlers mit einigem Gewinn verkauft (der jetzige Besitzer ist auch hier im Forum und konnte den Fehler beheben), Nachfolger wurde zwar kein 701, aber dafür ein 1229 (ca. 50€), den ich inzwischen nicht mehr hergeben möchte (und einen 701 suche ich heute nicht mehr). Mein "Alltags-Dreher" ist übrigens der 1219, der im Büro an meinem Grundig-Receiver angeschlossen ist.

CD-Player: Hier habe ich gerade in diesem Jahr viel Lehrgeld bezahlt, da ich bei eBay ein paar "Möhren" ersteigert hatte, deren Laser im Eimer war. Aber alles in allem war die Sache doch noch günstiger, als wenn ich mir eins der günstigen Neugeräte (z.B. Yamaha CD-S300) gekauft hätte. Meine letzte Errungenschaft war (auch fürs Büro) ein titanfarbener Yamaha CDX-880, der ausnahmsweise mal weit unter Durchschnitt bei eBay wegging. Der war allerdings auch nicht ganz im beschriebenen Zustand, aber hier konnte ich ein wenig "basteln".

Lautsprecher: Das waren alles Glückskäufe. Seit 2007 habe ich drei Boxenpaare (Regalboxen) aus den 70ern auf Flohmärkten gekauft, zwei von Heco und ein NoName-Paar. Zwischen 5 und 18€ habe ich pro Paar bezahlt. Mit dem Klang bin ich sehr zufrieden, auch wenn sie natürlich nicht an die großen Infinitys im Wohnzimmer herankommen. Ganz vorne liegt klanglich das NoName-Paar, das ich im Büro betreibe.

Das waren nur ein paar meiner aktuellen HiFi-Geräte, ich habe noch viel mehr. Habe eine größere Wohnung mit mehreren Hörplätzen. Aber mehr als 80€ habe ich für keins meiner aktuellen Geräte bezahlt, das Maximum lag bei 100€ für einen Yamaha A-760, welcher allerdings schon wieder fort ist. Und ich bin zufriedener als je zuvor! Der Umstieg von teuren Neugeräten auf HiFi-Klassiker war meine beste Entscheidung, was das HiFi-Hobby betrifft.

Gruß
Michael


[Beitrag von gdy_vintagefan am 14. Dez 2013, 22:33 bearbeitet]
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