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JOB HiFi-Händler? Nein - danke.

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allgemeinheit2
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 28. Mai 2004, 12:30
Wenn ich mir das Geschäft so vorstelle:

Kunden, die ständig nach dem Internet-Preis schielen,
von Listen/VK-Preisen reden (als ob man davon leben könnte),
alles besser wissen wollen,
Geräte beschädigen (Hochtöner sind wohl ein beliebtes Ziel),

Fachzeitschriften, die zu erstaunlichen Urteilen kommen,
Mitbewerber ohne Ende - z. B. Lautsprecherhersteller gibt's wie Sand am Meer. Jeder Trottel kann einen zusammenschustern.
High-End-Ladenhüter, die Jahrzehnte brauchen, bis sie verkauft werden.

Wie will man sich da aus der Masse "abheben"?
Durch Beratungsqualität? In einer Branche, wo (fast) nur der Glaube zählt und jeder Verkäufer eine andere Empfehlung gibt?
Wo logische Argumente fehl am Platze sind?

Nee - ich wollt' den Job nicht haben.
Dann lieber gleich Sektenguru. Da kann ich mir wenigstens einen eigenen Senf zusammenreimen.
mnicolay
Inventar
#2 erstellt: 28. Mai 2004, 12:47
@allgemeinheit2,
Du sagst es, HiFi Händler würde ich auch nicht gerne sein wollen weil da wäre ich mein bester Kunde und ruck-zuck pleite...so geht´s ja auch nicht.
Gruß
Markus
Mijikai
Stammgast
#3 erstellt: 28. Mai 2004, 13:32
@mnicolay,
Da sitimme ich dir voll zu @ bester Kunde und ruck-zuck Pleite!

In diesem Sinne

Nettes Pfingsten

Mijika
hydro
Stammgast
#4 erstellt: 28. Mai 2004, 13:36
Pleite schon... aber ne tuffige Anlage im Wohnzimmer
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 28. Mai 2004, 13:42
Hallo,

wenn sie nicht mit in die Konkursmasse zählt!

Markus
DaVinci
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 28. Mai 2004, 13:47
HIFI-Händler im etwas weiteren Sinne zu sein wäre mein Traum.
Ich würde meinen Bereich noch etwas ausweiten in Richtung Projektion und DVB-Empfang und noch zusätzliche Dienstleistung anbieten. Dazu zählen z.B. Aufbau und Einweisung sowie Beratung beim Kunden zuhause.

Ich beende im nächsten Jahr meine Weiterbildung in ET-Bereich und dann sind kreative Möglichkeiten gefragt. Auf den deutschen Arbeitsmarkt braucht man nicht mehr zu hoffen.

Die Problematik oder besser gesagt Gründe für das Scheitern liegen bei zweierlei:

Zum einen sind in der BRD, wenn ich mich nicht ausschliesslich auf den Verkauf beschränken will, einige Hürden in den Weg gelegt. Schon allein, wenn ich als Selbstständiger ein Koaxialkabel in der Wand verlege, brauche ich einen Meisterbrief. Biete ich diese Dienstleistung an bin ich Pflichtmitglied in der Handwerkskammer, muß meine Räumlichkeiten und Geräte nachweisen. Dazu kommt noch der europaweit höchste Unternehmenssteuersatz.

Das zweite ist das Verhalten der Kunden, das in der Praxis vielfach so aussieht: Sich im guten Laden umhören und beraten lassen und dann im Web das (logischerweise) günstigere Angebot des vorher im Laden betrachteten Gerätes kaufen.

Die Folgen insbesondere vom letztgenannten Verhalten sind unverkennbar. Kompetente Läden verschwinden, die Stapelhäuser kommen. Und jetzt erzählt mir blos nicht, dass es beim "Geiz ist geil" und "Ich bin doch nicht blöd" professionelle Beratung gibt.

Zur Bekämpfung der erstgenannten Problematik ist vor allem die Politik gefragt: Durch Senkung von LohnNEBENKosten (nicht Nettolohn), Steuersenkungen und Abschaffung der "Interessengruppe Wasserkopf" könnten auch kleinere, kompetentere Händler preislich attraktiver und existenzfähiger werden.


[Beitrag von DaVinci am 28. Mai 2004, 13:51 bearbeitet]
Amerigo
Inventar
#7 erstellt: 28. Mai 2004, 14:34
Naja. Der eine Laden, in dem man mich 10 Minuten lang nicht wahrgenommen hat, ist unterdessen Pleite. Und das HiFi-Geschäft an meiner Strasse verramscht im Moment Loewe-Röhrenfernseher für kein Geld.

Manche HiFi Buden verdienen sich die Pleite mit täglicher Marktfremde. Und dem einen Laden auf meinem Heimweg möchte ich mal anraten, die Scheiben vielleicht öfters als nur 1x im Jahr zu putzen. Auch wenn NAD, Vincent und Accuphase dahinter steht. Ich würd nie was in einem Laden kaufen, der eine dreckige Frontscheibe hat. No way.

Nö. Ich geh lieber wieder zu Cuel.ch in Zürich, krieg' ein Glas Wasser und darf auch mal 'ne Cabasse heimnehmen.
Mijikai
Stammgast
#8 erstellt: 28. Mai 2004, 14:36
@hydro,
das dann auf jedenfall! *hehe*

aber Markus hat auch recht dann wir diese warscheinlich in die Konkursmasse fallen!

Söhnes Pfingsten euch allen!

Mijikai
mnicolay
Inventar
#9 erstellt: 28. Mai 2004, 14:45

...warscheinlich in die Konkursmasse fallen

...oder die Freundin die Kisten später günstig ersteigern lassen, so kommt man eventuell noch unter Händer-EK an die Geräte...
Mijikai
Stammgast
#10 erstellt: 28. Mai 2004, 14:52
@mnicolay
oder so das ist dann aufjedenfall besser als sie wieder abgeben zu müssen!

gruss

Mijikai
bukowsky
Inventar
#11 erstellt: 28. Mai 2004, 14:57
ein nettes Schwätzchen mit dem Gerichtsvollzieher, einen Kognak, einen Kaffee ... und die Anlage bleibt stehen
_axel_
Inventar
#12 erstellt: 28. Mai 2004, 15:04

ein nettes Schwätzchen mit dem Gerichtsvollzieher, einen Kognak, einen Kaffee ... und die Anlage bleibt stehen :D

porst. klingt, als würdest du aus erfahrung schreiben :-)
--tpm--
Stammgast
#13 erstellt: 28. Mai 2004, 15:07
@Amerigo

im cuel hifi war ich noch nie, kenne nur den aug und ohr in zürich. auch dort gibts ein wässerchen.

was absolut genial ist an fachhändlern, ist das man auch mal probehalber etwas ausleihen kann um zu hause zu beurteilen.

ich muss aber auch sagen das ich für meine teile massiv mehr ausgegeben hatte als wenn ich diese übers internet gekauft hätte. (naja, wenn man mal seinen ersten job hat, hat man eigentlich gar nicht so viel geld überschüssig) ich denke ein bisschen fairness sollte man dem händler bei dem man sich beraten lassen hat schon entgegenbringen und auch dort was kaufen. letztenendes geht sonst nur nur die branche kaputt und es gibt nur noch billigen ramsch zu kaufen! und das wollen wir doch hoffentlich nicht?

in diesem sinne,
schöne pfingsten


[Beitrag von --tpm-- am 28. Mai 2004, 15:09 bearbeitet]
mnicolay
Inventar
#14 erstellt: 28. Mai 2004, 15:37

was absolut genial ist an fachhändlern, ist das man auch mal probehalber etwas ausleihen kann

@tpm,
ist klar genial, aber Du sollst Dir doch vorstellen Fachhändler zu sein, und nicht Fachgeräteverleih, also, wärst Du gerne einer oder nicht so richtig ?
Gruß
Markus
--tpm--
Stammgast
#15 erstellt: 28. Mai 2004, 15:43
bin da wohl ein bisschen neben den schuhen...

eigentlich fände ich es noch ganz interessant!
du bist immer up to date was technisch so läuft, kannst/musst dich mit den geräten beschäftigen und vielleicht findest du noch was einem selbst sehr gut gefällt.
ideal wäre es noch, wenn es ebenfalls ein ofizeiller servicebetrieb ist. man weiss was qualitativ sache ist dadurch.

in jedem job wirds auch mal mühsam! (hatte den ganzen nachmittag praktisch nichts gemacht, nur gewartet bis ich jetzt dann meine stunden zusammenhabe!)

greets
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 28. Mai 2004, 20:53
Ich denke Hifi Händler ist ein toller Job.
Wenn mans drauf hat, richtig anstellt - kann man nirgends mehr Kohle machen wie da und hat auch noch einen Heidenspaß dabei.

Das Gesülze mit Internetpreise kann ich nicht mehr hören, wer Produkte vertreibt, die sowieso im Internet verramscht werden - begeht Harakiri.

Wer ein solides Produkt aus Überzeugung führt - wo der Hersteller derlei Ramscherei im Keim erstickt - hat ausgesorgt.

Und wer außer Fremdprodukte noch eigene Ideen reinbringt, so wie die Jungens von Clockwork - der kann sich vor Kunden nicht retten.

Habe einen Freund in Norwegen, der ist jetzt 22 Jahre alt und hat einen Riesenhifiladen, ist mittlerweile Vertriebsleiter von ASR sa oben, ich schätz mal mit 30 kann der in Rente gehen.

Der hats richtig gemacht-ab mit 18 in die Selbstständigkeit-der hat jetzt schon Kohle, daß ich blaß werd, wenn ich nur an ihn denke. Er kaufte bei seinem letzten Englandaufenthalt, wo er sich mit Leonard Nimoy (Mr. Spock) traf eben mal aus der "Portokasse" nen neuen Jaguar.

Im Emitterclub kann man seine Anlage bewundern, es sind die pics von Jens Anlage.

Wers mit Herzen macht - fair für die Kunden kalkuliert und die richtigen Produkte führt - wird schnell Antriebsmaschine für die Wirtschaft und Arbeitgeber.

Jens in Oslo war nicht lange alleine - da mußte er expandieren.

Im Februar eröffnete er mitten in Olso einen noch größeren Laden und es brummt, daß die 7 Tage die Woche malochen müssen.

Ich freue mich auf den Sommer, da wird mich Jens besuchen kommen!
pitt
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 28. Mai 2004, 20:58
@ Werner

Haben die in Skandinavien noch kein Internet ?

mfg Pitt
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 28. Mai 2004, 21:18

@ Werner

Haben die in Skandinavien noch kein Internet ?

mfg Pitt :prost


Doch natürlich!
Hättest du meine mail gelesen, was das Rezept des Erfolges ist - würdest du wissen, daß das Internet einen echten Hifi Händler nicht behindert - sondern eine Hilfe ist.

Produktauswahl ist alles.

Und Jens hat großen Erfolg - obwohl die da wohl 24 % Mwst. oder so haben.

Man muß nur ein wenig Mut haben - das Geld liegt überall auf der Straße.

Über 6 Milliarden Menschen leben auf diesem Planeten und sind sind potentielle Kunden für was auch immer. Alle müssen essen, trinken, schlafen, wohnen und jeder will noch mehr als das.

Jens Magnus Ostmo, heute Geschäftsführer von Ostmo Enterprises und Mitgeschäftsführer von Stereofil hat halt seinen Hintern hochgehoben -das ist alles.
Thono
Stammgast
#19 erstellt: 29. Mai 2004, 05:33
Hallo Werner,


Wenn mans drauf hat, richtig anstellt - kann man nirgends mehr Kohle machen wie da


nun ja, das halte ich für ein Gerücht. Geld verdienen läßt sich in anderen Bereichen schon deutlich mehr. Selbst gute Händler sind nicht wirklich reich, was übrigens auch für wirklich gute Hersteller oft genug zutrifft.

Das Problem mit dem "richtig machen" ist ja, was richtiges zu finden. Der eigene Anspruch ist ja nicht unbedingt immer gewinnbringend und etwas zu machen was viel Geld bringt, hinter dem man aber nicht 100%ig steht ist ja auch so eine Sache.

Beneiden tue ich einen Händler nicht unbedingt, denn er ist sehr vielen Faktoren ausgeliefert, die er so gar nicht beeinflussen kann. Daß viele dann geneigt sind sich auf die sichere Seite zu begeben (also die üblichen bekannten Verdächtigen zu verkaufen) ist dann eine Folge davon. Leben muß man ja auch.

Gruß
Thomas
Claus_B
Stammgast
#20 erstellt: 29. Mai 2004, 09:51
Hallo,

lieber Werner,wenn alles so einfach wäre !

Von den Händlern die ich kenne,die aus Überzeugung (inkl.Fachwissen,
musikalische und akustische Grundkenntnisse,Produkte, die vielleicht unbekannt waren,aber Musik vermittelten -führten), sich als Händler selbständig machten ,ist kaum noch einer übrig geblieben!! Viele Kunden haben eine bestimmte Vorstellung darüber, wie schön das Leben als Händler ist,den ganzen Tag mit Traumanlagen ,Musik zu hören,eine Menge Geld zu verdienen,sprich das Hobby zum Beruf zu machen.Für die meisten von uns ist leider das Gegenteil der Fall,ständige Existenzängste,oft der Zwang jeden Mist des Marktes gegen alle persönliche Überzeugung mitzumachen. Beratungsdiebstahl,Gefeilsche wie auf den Basar,reduzieren einer Beratungsleistung nur noch
auf Tests von Fachzeitschriften.(Die Fachzeitungen sind der Verkäufer,aber schon lange nicht mehr wir Händler).

Trotzdem macht mir mein Beruf immer noch Freude,da ich denke,das es noch genug Musikliebhaber gibt,für die nicht
Hifi-Anlagenkauf,sondern die Musik im Vordergrund steht.

Schöne Pfingsten


Gruß

Claus
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 29. Mai 2004, 10:21

Hallo,

lieber Werner,wenn alles so einfach wäre !



Hallo Claus,

Natürlich ist das so einfach....du bekommst doch das Geld zu 100%, welches du einnimmst, die Industrie stellt dir die komplette Ware zur Verfügung. Und im Jahresgespräch wird vereinbart was die Industrie dir an Geld dieses Jahr gibt.

Und nicht zu vergessen: Die staatlichen Subventionen die die Hifi-Bauern täglich in Millionenhöhe ausgezahlt bekommen....

Markus
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 29. Mai 2004, 10:40
Hallo Markus,

du machst dich wieder gut lustig über miene Aussagen, kannst aber nichts daran ändern, daß mein Norweger Kumpel mit 22 in Hifi schon ein Haufen Kohle gemacht hat, eben weil er sich nie hat von Negativgeschwätz beeinflussen lassen.

Wir reden nicht über wenn und aber - sondern eine real existierende Person, auf der ASR webside siehst du bei internationalen Vertrieben seine Telefonnummer - kannst ihn ja mal anrufen und fragen.
pitt
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 29. Mai 2004, 10:42
Spüre ich da einen Hauch von Ironie ?!

Aber ernsthaft, ich möchte keinen einzigen Beruf im Bereich Handel ausüben, könnte ich auch nicht weil ich jedem Kunden immer nur das Beste verkaufen wollte!

Ich kann mir nicht vorstellen wie ich diese Einstellung außen vor lassen könnte, wie macht ihr das ???

Das klingt jetzt ein wenig übertrieben ( Ahnungsloser Pitt ) aber ich stelle mir vor, daß ein z.B. Fiat-Verkäufer jeden abend weinend ins Bett geht und davon träumt Mercedes - oder BMW - Verkäufer zu sein !
Wie gesagt, ich habe Null Ahnung von dem Geschäft.

Klärt mich mal einer auf !

mfg Pitt
Moonlightshadow
Inventar
#24 erstellt: 29. Mai 2004, 10:46
Bei ASR setzt man eben auf Kompetenz und jahrelange Erfahrung. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man einen 18-jährigen zum Vertriebschef macht.

Ich persönlich hätte keinen Bock auf den Zahlendruck, der die Branche mittlerweile wohl auch beherrschen wird.


[Beitrag von Moonlightshadow am 29. Mai 2004, 10:53 bearbeitet]
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 29. Mai 2004, 10:53


du machst dich wieder gut lustig über miene Aussagen, kannst aber nichts daran ändern, daß mein Norweger Kumpel mit 22 in Hifi schon ein Haufen Kohle gemacht hat, eben weil er sich nie hat von Negativgeschwätz beeinflussen lassen.


Hallo,

leb ich in Norwegen, oder was?
Sogar das Klima für Händler ist in der Niederlande viel angenehmer und freundlicher als hier! (Und mir ist es egal, ob es an Coffeeshops oder was auch immer liegt!)

Markus, wohnhaft in der Bundesrepublik Deutschland (und stolz drauf!)
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 29. Mai 2004, 10:56


Ich persönlich hätte keinen Bock auf den Zahlendruck, der die Branche mittlerweile wohl auch beherrschen wird.


Zahlendruck gepaart mit immer mehr Vorschriften und Gesetzestexten. (Mind. 3 Tage im Monat muss man mittlerweile für Behörden, Steuern und ähnliches verbringen. Dazu kommt noch kontinuierliches Controlling)

Und 6 Wochen Jahresurlaub und eine geregelte 42 Stunden Woche ist nicht!

Markus
bukowsky
Inventar
#27 erstellt: 29. Mai 2004, 10:58
ich fürchte es gibt ein Problem, Einzelfälle als allgemein gültig ansehen zu wollen ...

in Nischen - und da würde ich den einen ASR-Vertrieb für Norwegen einmal ansiedeln wollen - lässt sich sicher manchmal gut leben. Aber unsere Welt besteht nicht nur aus Nischen.
Markus_P.
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 29. Mai 2004, 11:00
Hallo bukowsky,

wie du kennst die Weltfirma ASR nicht? Kommt doch direkt hinter Microsoft.....;)

Markus
Claus_B
Stammgast
#29 erstellt: 29. Mai 2004, 11:02
Hallo Markus,

du wolltest mir doch Adressen für lukrative Geschäfts-
anlagen in Deutschland zukommen lassen.Denkst du noch dran!!

Ist das Wetter auch so gut bei euch ?
W-Lan(Dank Reinhards Apples bin Ich bestens ausgestattet)
ist ja feines hier auf den Bahamas.
Liege hier am Strand,höre und sehe aktiv !

Schöne Pfingsten


Claus in der Hängematte
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 29. Mai 2004, 11:05
Hallo Claus,

wenn man es richtig anstellt verdient man sich als Hifi Händler dumm und dämlich, ich habe ein paar Freunde, die sind Händler - und denen geht es blendend.

Und ich habe Freunde in der Branche - die sind vor 40 in den Ruhestand oder haben ihre Lebensträume verwirklicht.

Von denen kriege ich heute nur noch Postkarten.
(vor Neid erblaß)

Clockwork ist auch ein Beweis dafür - daß man mit eigenen Ideen und dem richtigen Laden so viel Geld schaufelt, daß man sich erlauben kann, Kunden einfach 9 Monate warten zu lassen oder auf Geschäfte zu verzichten.

Deutsche Hersteller, wie ASR ,sind der Beweis für mögliche Expansion und stetig steigenden Absatz in der Branche - wenn Produkt, Leistung und Preis stimmen.

Nachfrage ist genug da-die High End hats mit überfüllten Räumen und doppelter Besucherzahl bewiesen.

Die, deren Produkte überzeugen - haben ausgesorgt.

Was mich anbelangt, ich kenne einige Millionäre in der Hifi Branche persönlich. Die grinsen nur müde, wenn man denen was von stagnierenden Märkten und Internetterror erzählt.

Wer Gottvertrauen hat und auch mal ein Risiko eingeht - sprcih ordentlich einkäuft - wird mit tollen Konditionen belohnt.

Während der HighEnd hat mir ein Händler ein Teac P 70 unter dem normalen Händler EK angeboten - und hätte trotzdem ordentlich verdient.

Warum?

Weil der offensichtlich weiß - wie man einkaufen muß!

Nicht kleckern, sondern klotzen.

So einer wie der Markus P. hier ist doch den ganzen Tag nur beschäftigt zu schreiben wie scheiße alles ist und wie schwer es ist in der Branche-der hat ja gar keine Zeit mehr zum Kohle verdienen.

Kein Wunder, wenn man über 5000 Kommentare schreibt.......

Was mir auffällt, Leute, bei denen der Laden brummt - findet man in keinem Forum. Weil die klagen nicht den ganzen Tag rum - die verwirklichen Träume.

Und Claus, packs richtig an-vertreibe Emitter -dann gehörst auch du bald zu den Großverdienern in der Branche.

Da brauchste keine Werbung. So was stellste in den Laden, schließt es an, und die Kunden, die es hören bestellen. So einfach ist das.

Logisch, wenn Händler Produkte rumstehen haben, die niemand vom Hocker hauen, daß es mau mit dem Absatz ist. Die Kunden sind nicht blöd, wie Media immer so treffend wirbt.......

Ich jedenfalls habe schon so manche Privatjacht von Menschen bewundert, die wissen wie man Kohle macht. Ich freu mich immer, wenn ich mal mitfahren darf.


[Beitrag von Enthusiastenhirn am 29. Mai 2004, 11:05 bearbeitet]
Claus_B
Stammgast
#31 erstellt: 29. Mai 2004, 11:24
"Was mich anbelangt, ich kenne einige Millionäre in der Hifi Branche persönlich."
Werner,

Bin selbst einer,wer ist schon Pfingsten auf den Bahamas.

Gruß


Claus


[Beitrag von Claus_B am 29. Mai 2004, 11:25 bearbeitet]
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 29. Mai 2004, 11:27
So weit muß ich zum Glück nicht weg, da wo ich wohne stehen Deutschlands schönste Privatschiffchen.
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 29. Mai 2004, 11:31

ich fürchte es gibt ein Problem, Einzelfälle als allgemein gültig ansehen zu wollen ...

in Nischen - und da würde ich den einen ASR-Vertrieb für Norwegen einmal ansiedeln wollen - lässt sich sicher manchmal gut leben. Aber unsere Welt besteht nicht nur aus Nischen. ;)


Er hat auch den Vertrieb für Tannoy Prestige Series und Mac Intosh und etlichen anderen Gerödel.

In Deutschland verkaufen die Tannoy Händler keine Prestige Boxen, au wei es könnte ja zu viel Lagerhaltung kosten.

Jens stellt sichso was flottenweise hin - und verkauft die Dinger weg wie warme Semmeln, da es die Leute probehören können.

Es liegt nicht an dem Land Norwegen, denen geht es wirtschaftlich schlechter wie uns-es liegt an der Einstellung.

In Deutschland läuft vieles falsch - weil viel gelabert aber nicht angepackt wird.

Wer anpackt und nicht labert - der hat Erfolg- ein Konzept, das international funktioniert.
kalia
Inventar
#34 erstellt: 29. Mai 2004, 11:32

Clockwork ist auch ein Beweis dafür - daß man mit eigenen Ideen und dem richtigen Laden so viel Geld schaufelt, daß man sich erlauben kann, Kunden einfach 9 Monate warten zu lassen oder auf Geschäfte zu verzichten.


Hallo Werner
Ich glaube, da hast du etwas falsch verstanden.
Clockwork ist eine Manufaktur, daher die langen Wartezeiten.
Ich bezweifele doch, dass sie das aus Reichtum so handhaben...
viele grüsse
Lia
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 29. Mai 2004, 11:34

Hallo Markus,

du wolltest mir doch Adressen für lukrative Geschäfts-
anlagen in Deutschland zukommen lassen.Denkst du noch dran!!

Ist das Wetter auch so gut bei euch ?
W-Lan(Dank Reinhards Apples bin Ich bestens ausgestattet)
ist ja feines hier auf den Bahamas.
Liege hier am Strand,höre und sehe aktiv !

Schöne Pfingsten


Claus in der Hängematte :*

Ich würde mir von Markus keine Tipps geben lassen, ich denke nur zurück an seine letzten Kommentare zu den bösen Banken in Deutschland.

Anscheinend hat er ein unglückliches Händchen im Umgang mit Banken und so.
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 29. Mai 2004, 11:36


Clockwork ist auch ein Beweis dafür - daß man mit eigenen Ideen und dem richtigen Laden so viel Geld schaufelt, daß man sich erlauben kann, Kunden einfach 9 Monate warten zu lassen oder auf Geschäfte zu verzichten.


Hallo Werner
Ich glaube, da hast du etwas falsch verstanden.
Clockwork ist eine Manufaktur, daher die langen Wartezeiten.
Ich bezweifele doch, dass sie das aus Reichtum so handhaben...
viele grüsse
Lia

Du armes Opfer deiner Warhnehmung.

Die haben hunderte von Bestellungen im Voraus- kommen mit der Fertigung nicht nach - was dann noch?????

Claus hat mir erzählt, die kriegen vor Ort die Bude eingerannt von Freaks, Clockwork selber, Herr Fischer bestätigte mir, daß sie in der Auftragslage und Arbeit fast ersticken.
luevelt
Stammgast
#37 erstellt: 29. Mai 2004, 11:37
Also als "neuling" und NICHT-GEWERBLICHER Teilnehmer melde ich mich trotzdem mal zu Wort, da ich (34 Jahre alt) nun seit 13 Jahren im Vertrieb (wenn auch einer anderen Branche)
arbeite.

Und wenn ich in der Zeit eines beobachet habe, dann das (und das passt nahezu auf alle Branchen) es DEN "ich-will-billig-kunden" als Abgrenzung zu den "Ich-will-Maximum-Service-Kunden" nicht mehr gibt.

Da sieht man zum Beispiel den Mercedes S-Klasse-Fahrer mit
Paul-Shark-Polohemd bei Aldi seine Kekse kaufen und 2 Stunden später isser dann im Weingeschäft um seinen 34EUR- die-Flasche-Wein kaufen. Auf dem Heimweg geht er eben noch zu seinem HIGH-End-Lädchen um ein paar neue Steckerleisten für 1000EUR mal "probe zu hören" und nimmt seinem Sohn aus dem Promarkt noch eben schnell einen Redstar-DVDundallesandereplayer für 69.- EUR mit.

WAS ich damit sagen will, läßt sich auf zwei einfache Faktoren reduzieren,:

1) Ich brauche eine gesunde Eigenkapitaldecke um nicht unter Druck verkaufen zu müssen (merkt JEDER Kunde). Kunden müssen merken, daß ich Spaß an meinem Job habe!

2) Ich muss mir meine Zielgruppe suchen und meine eigene "Corporate-Identity" so gut plazieren, daß die Leute bei MIR kaufen, weil ICH es bin, egal welches Produkt ich verkaufe. Dazu gehört eben 1.bester Ruf 2. bester Ruf 3. bester Ruf. Es muss einfach IN sein, Kunde bei mir zu sein!

Und genau hier liegt in dem heutigen, schnelllebigen Markt auch die Schwierigkeit. Deshalb Hochachtung an alle gewerblichen Teilnehmer, die unter diesem Marktdruck weiter ihre Brötchen verdienen!


Ein Freund von mir hat einen alten Baustoffgroßhandel übernommen und ihn in ein Profi-Bauzentrum umgewandelt.
Er hat eine ganz einfache Philosophie:
"Kaufen wo die Profis kaufen"
Er distanziert sich damit klar von OBI,Toom usw. und hat Erfolg obwohl er nur im Mittel- und Hochpreissegment anbietet ( seine Firma hat letztes Jahr 100jähriges Bestehen gefeiert..., NEIN, er war nicht seit Firmengründung dabei!)

Um die Eingangsfrage zu beantworten: ICH wär gerne HIFI-Händler und hätte auch ein paar gute Ideen um mir MEINE Zielgruppe zu suchen, obwohl ich weiß, daß es NICHT einfach ist.

Mir fehlen dazu nur 4 Dinge:
1.) Die nötige Kohle! (Um eben unabhängig agieren zu können)
2.) einen absoluten Fachmann für Akustik und Musik
3.) einen absoluten Fachmann für HIFI
4.) der richtige Standort


In diesem Sinne

Sven
Thono
Stammgast
#38 erstellt: 29. Mai 2004, 12:13
Hallo,


Die, deren Produkte überzeugen - haben ausgesorgt.


ach Werner, das ist doch nun wirklich nicht so. Oder ich verstehe Deine Definition von "überzeugenden Produkten" nicht.

Es kommt bestimmt mehr als einmal vor daß ein Hersteller ein wirklich gutes Produkt hat, die möglichen Käufer das sogar ebenfalls sehen und - nicht kaufen. Und warum? Kein Testbericht, kein Testsieger.

Wie dem auch sei. Es wird sicher Leute geben die das Glück haben und mit 40 aufhören können um ihr Leben zu genießen (ob sie dann so gerne HiFi-Händler waren oder nur das schnelle Geld verdienen wollten?). Die große Masse ist aber anders und alle werden auch nicht das viele Geld verdienen können.

Gruß
Thomas
kalia
Inventar
#39 erstellt: 29. Mai 2004, 13:43

Du armes Opfer deiner Warhnehmung.

Die haben hunderte von Bestellungen im Voraus- kommen mit der Fertigung nicht nach - was dann noch?????

Claus hat mir erzählt, die kriegen vor Ort die Bude eingerannt von Freaks, Clockwork selber, Herr Fischer bestätigte mir, daß sie in der Auftragslage und Arbeit fast ersticken.


Mir ist neu, dass man von Vorbestellungen reich wird.
Würde es ihnen nur ums Geld gehen, würden sie wohl ein paar Leute einstellen, da aber ein hoher Anspruch hinter der Sache steht, und wohl nicht jeder die Tunings vornehmen kann, geht es wohl eher um die Sache und nicht das Geld.


Ich bezweifle auch stark, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Reichtum und guter Arbeit gibt.

Das ist dann wohl persönliche Wahrnehmung...
Gruss lia
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 29. Mai 2004, 15:07


Du armes Opfer deiner Warhnehmung.

Die haben hunderte von Bestellungen im Voraus- kommen mit der Fertigung nicht nach - was dann noch?????

Claus hat mir erzählt, die kriegen vor Ort die Bude eingerannt von Freaks, Clockwork selber, Herr Fischer bestätigte mir, daß sie in der Auftragslage und Arbeit fast ersticken.


Mir ist neu, dass man von Vorbestellungen reich wird.
Würde es ihnen nur ums Geld gehen, würden sie wohl ein paar Leute einstellen, da aber ein hoher Anspruch hinter der Sache steht, und wohl nicht jeder die Tunings vornehmen kann, geht es wohl eher um die Sache und nicht das Geld.


Ich bezweifle auch stark, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Reichtum und guter Arbeit gibt.

Das ist dann wohl persönliche Wahrnehmung...
Gruss lia


Laut eigenen Angaben (siehe clockwork Thread) tunt ein Mann dort 5 Geräte am Tag für 800 Euro.
Materialaufwand schätze ich unter 100 Euro.
Gehen wir doch mal von 300 Euro aus - hehe - was aber nicht der Fall ist.

Dann verdient dort 1 Mann 2.500 Euro am Tag.

Ist das für dich leichter zu verstehen?

Da sind bei 22 Arbeitstagen schlaffe 55.000 Euro im Monat.

In der Realität ist es noch mehr..........


[Beitrag von Enthusiastenhirn am 29. Mai 2004, 15:08 bearbeitet]
Molino
Neuling
#41 erstellt: 29. Mai 2004, 15:10
Also ich arbeite in einem der bekanntesten High-End Geschäfte der Schweiz. Finde es ist ein Traumjob. Man sieht die schönsten und grössten Häuser im Lande, lernt interessante Personen kennen und hat erst noch das Hobby als Beruf. Mit den Internet-Preisen haben wir keine Probleme den gute Hersteller beliefern solche preisrunterdrückverkäufer gar nicht. (Piega,Neukomm,Marantz,B+W) Und ich denke mein chef macht gutes Geld mit dem Gechäft sonst könnte er mir nicht so einen guten Lohn bezahlen. Und an einem 40000.- Lautsprecher verdient man ne schöne Stange Geld.
kalia
Inventar
#42 erstellt: 29. Mai 2004, 15:50
Hallo Werner
Nein
Es tunt nur einer, das sind dann 18000(Brutto) pro Mann maximal, so wirklich nur 3 Personen da arbeiten und deine Annahmen über den Gewinn stimmen, auch gibt es einmal die Aussage eines Forumteilnehmers, im Schnitt 5 Geräte am Tag, dann aber weiter unten, kein Gerät verlässt den Laden, mit dem Volker nicht 100% zufrieden ist.
Jemand von Clockwork hat sich in diesem Forum nicht geäussert.
Du stellst hier legidlich Vermutungen in den Raum.


@molino
In wieweit bist du denn in die betriebswirtschaftlichen Interna deines Chefs einbezogen. Kennst du die Bilanzen, oder verkaufst du ?
Ich frage das, weil ich selbst leidige Gespräche mit Verkäufern hatte, die glaubten der Umsatz (im bestenfall noch minus EK) sei das, was ich dann so als Gehalt mit nach Hause nehme.
viele Grüsse
Lia


[Beitrag von kalia am 29. Mai 2004, 15:52 bearbeitet]
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 29. Mai 2004, 17:19
Hallo Lia,

laut eigenen Angaben von Clockwork bei mir am Telefon , Herr Fischer, sind die so ausgelastet, daß man vor August keine Bestellungen mehr annehmen kann.

An Molino

Klar verdient dein Chef gut!
Viel Spaß - hast die richtige Branche gewählt - nirgends kann man besser Spaß mit Kohle verbinden.

Das mit den interessanten Leute kennenlernen kommt noch dazu!
kalia
Inventar
#44 erstellt: 30. Mai 2004, 00:06
Hallo Werner
was mir grade noch einfällt...
mein Händler führt u.a. auch ASR...was macht der bloss falsch?
(oder ist er insgeheim doch Millionär?)

viele Grüsse
Lia
Schwatzbacke
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 30. Mai 2004, 08:01
Muß mal wieder unter dem Namen meiner Frau posten, habe seit einem Tag Spam Schutz und Markus (Administrator)reagiert nicht auf mein Anschreiben.

Lia-wenn dein Händler ASR hat - und das tut, was ich geschrieben habe - anschließen und vorführen - dann ist er ein gemachter Mann.

Wenn ers nur still im Eck rumfliegen hat - passiert sicher nicht allzu viel.

Du kannst die großen Emitter der neuen Generation mit jedem Amp der Welt vergleichen - sie degradieren alles zu Kinderspielzeug.
Ohne Ausnahme.

Wer was anderes sagt - hat keinen eingebrannten Emitter 2 HD gehört. Ich habe das mit hunderten von Menschen in den letzten Jahren getan - dieses Produkt hat keine Konkurrenz.

Leider - und das betone ich - sind die Lieferzeiten - trotz Neueinstellungen - bei ASR mittlerweile ähnlich wie bei Clockwork, insbesondere was die Emmi 2 angeht, die Einser sind eher lieferbar.

Maier von der Stereoplay wollte gerne einen testen - es ist aber keiner da...........

Weise hingegen handeln etliche ausländische Händler, die die Zeichen der Zeit schon vor einem Jahr erkannten und große Stückzahlen orderten.

Alleine in meinen Bekanntenkreis haben im letzten Jahr mindestens 2 Dutzend Leute einen Emitter gekauft oder bestellt, sei es in Deutschland oder im Ausland.

Und die haben den alle nur einmal bei mir gehört. Die Wirkung dieser amps auf die Leute in Demos ist gigantisch.

Jeder ist Musik aus der Konserve gewöhnt - wenn dann plötzlich das Orchester livehaftig im Zimmer steht - und die Zimmerwände verschwinden, dann hört jede Klugscheißerei auf - dann gibt es nur noch ein Ziel: Emitter kaufen, kaufen, kaufen....und glücklich werden.

Natürlich, wenn jemand wie ich, die Wahrheit schreibt, geht das Geschrei und Gezeter los,mit ist das wurscht, ich freue mich für all die Menschen, die zum Emitter gefunden haben.

Denn die sind glücklich.In der Tat kenne ich auch in Deutschland ein paar Emitter Händler, es sind im Gegensatz zur Marktbewegung die Adressen, die die letzten 20 Jahre erfolgreich überlebten.
Das alleine zeigt auf, wie gut das Produkt ist.

Verbraucher sind evtl. naiv - aber nicht blöd - Produkte, die nix tauegen verschwinden über kurz oder lang vom Markt.

Und Händler, die gute Produkte vertreiben, brauchen nix befürchten und verdienen gutes Geld.

By the way, wer ist dein Händler, evtl. ists ein Freund von mir?

Es geht hier ja nicht um den Emitter - sondern um den Job des Hifi Verkäufers - und der ist in Deutschland sehr lukrativ.

Ich wollte mal bei Lang in Ludwigshafen anfangen zu arbeiten, mittlerweile ein guter Freund von mir, alle beide Brüder Lang, nein, kein ASR Händler, grins, Michael Lang sagte mir: Was willste verdienen? 10.000 DM im Monat oder mehr? Das war wohl Mitte der Neunziger.

Ich schluckte, denn mir schwebten damals geringere Beträge vor. Da sagte Lang: Alles kein Problem, ich zahl dir soviel Fixum wie du willst, am Jahresende verrechnen wir das mit deiner Prov. Du mußt selber wissen, was du dir zutraust.

Da wurde mir klar - was man verdienen kann - wenn man seinen Arsch rumhebt. Mein Pech war damals, daß Lang einen Topverkäufer kriegen konnte, der mehr drauf hatte wie ich.

Deswegen war ich ihm nie böse, daß er mich nicht genommen hat. Hätte ich damals Eier in den Hosen gehabt und gesagt: Mach ne 12 aus der 10 - anstatt - oh - ich komme auch für viel weniger- hätte ich evtl. den Job gekriegt.

Überhaupt bewundere ich die zwei Brüder in Ludwigshafen, ein toller Laden, brummt richtig,Stammkundschaft, knallhart kalkulierte Großeinkäufe und die schaffen bis zum Umfallen.

Die kaufen schon mal gleich für zighundertetausend von Euro Projektoren ein, damit sie den Kunden Preise machen können, daß die Freudentränen kullern.

Im Hifibereich haben die Kohle in die Hörräume gebuttert - das drückt einem die Lunge leer! Der Laden an sich ist ein halbes Kustwerk - und ? Es geht!!!!!!!!!!!

Leute mit dem nötigen Kleingeld lassen sich dort mit Mark Levinson verwöhnen oder kaufen sich Designfernseher zum Preis eines Kleinwagens, oder Kinobetriebe holen sich da Projektoren.

Mann, ich will nicht wissen, was die in Ludwishafen Fußgängerzone an Ladenmiete abdrücken - aber rund 25 Jahre Erfolg geben denen recht (und vorher Papa).

Von denen hörst du kein Katzengejammer. Die verhökern Produkte, die andere auf Grund ihres Preises für unverkäuflich bezeichnen im Dutzenderpack!!!!!!!

Ich habe immer Probleme, da überhaupt einen Termin zu kriegen, denn selbst wenn du einen hast, kanns dir passieren, daß die Chefs Hals über Kopf zum Servicefall draußen rumrödeln müssen!

Die sind sich auch nicht zu schade - zu den Kunden zu fahren!

Wer aktiv verkäuft und mit der Seele drinhängt - der ist groß im Business. Richtige Produkte und richtige Einstellung und in Deutschland liegt die Kohle auf der Straße.

Vor 1,5 Jahren redete ich mit Stefan Lang, er sagte: Auf, drück die Kohle ab und hole dir den großen Sharp für 12.000 Euro.

Ich sagte: Argh, nein, mein schlechtes Gewissen und der kleine ist auch niht viel schlechter im Bild und wand mich.
Darauf er: Mann, das Teil wird gebaut für Leute wie dich, warum Abstriche machen? Was meinst du, was ich Kohle in mein Motorrad hänge, scheiß drauf, wir leben nur einmal!

So führt man Verkaufsgespräche. Rein ins Herz!!!!!!!!!!!!

Es gibt kein vernünftiges Argument jemanden eine zighunderttausend Euro Anlage aufzuschwätzen-nur Pseudoargumente - man muß die Sache beim Schwanz packen und Geld als das erkennen, was es ist. Verdammtes Papier!

Wertlos!

Und so eine Anlage hat Wert - fürs Herz und die Seele.
Und wer die Kohle hat - nicht drauf rumsitzen - Spaß haben.

Und das mußte rüber bringen.

Die Brüder Lang haben damit kein Problem.

Ich schätze die direkte Ader dieses Händlers sehr. Der macht nicht lange rum. Führt dir eben mal was für 100.000 Euro vor und fragt nach 10 Minuten: Haste Bock, kann ich dir für soundsoviel geben, ansonsten, da sind die Fernbedienungen, viel Spaß beim Spielen!

Kein Geschleime und Gesülze - auf den Punkt kommen - im Herzen arbeiten.

Den Kunden duzen - sich auf eine Linie stellen- wie ne Familie.
Ist schon cool da, werde wohl bald mal wieder hinfahren und mir neue Projektoren ansehen.
Grüße
Werner


[Beitrag von Schwatzbacke am 30. Mai 2004, 08:05 bearbeitet]
kalia
Inventar
#46 erstellt: 30. Mai 2004, 09:58
och werner
hätte mein Händler mir damals statt des kleinen Lua s einen Emitter vorgeführt, wäre ich einfach wieder gegangen (zumal meine Preisgrenze bei 1500- max 2000 Euro lag)
Ich möchte ja gar nicht seine Klangqualitäten in Frage stellen, aber so ein Riesending würde mir nicht ins Haus kommen...ich wohne da auch noch.
Ein guter Verkäufer versucht nicht zu Manipulieren, er kann Vorschläge machen - okay -sobald ich aber das Gefühl kriege, er ist auf ein spezielles Gerät eingeschossen (und nimmt meine Wünsche, sowohl die Geräteauswahl als auch die Preisvorstellung, nicht ernst)bin ich weg.

Zum eigentlichen Thema
Ich hab neulich beim Händler etwas für mich Unfassbares miterlebt. Ich stöberte grad in den Schallplatten.
Ein Typ interessierte sich für einen 4000.- Cd-spieler, also wurde der Spieler angeschlossen. Nach nicht mal 2min fing dieser Mensch an zu erzählen (freundlich gesagt), entweder er hatte schon mal alle Geräte dieser Welt, oder er las einfach nur alle Fachzeitschriften und Foren dieser Welt. Für mich klang das, einen Raum weiter, wie Radio.Ich bin dann erstmal irritiert gegangen. Nach bestimmt zwei Stunden bin ich dann doch noch mal hin, um eine Platte zu kaufen. Der Mensch war gerade im Begriff zu gehen (er monologisierte immer noch).
Als er weg war konnte mir nicht verkneifen zu fragen, ob dieser Mensch das Gerät auch zwischenzeitlich angehört hat. Der Kommentar des Händlers war kurz und knapp: Es lief.

Ich bin ja selbst Einzelhändlerin und hör mir viel Kram an, aber da hatte er mein echtes Beileid.

viele grüsse
lia
Markus
Inventar
#47 erstellt: 30. Mai 2004, 10:04

Muß mal wieder unter dem Namen meiner Frau posten, habe seit einem Tag Spam Schutz und Markus (Administrator)reagiert nicht auf mein Anschreiben.


Was einfach daran liegt, dass ich nicht hauptberuflich fürs HiFi-Forum tätig bin, was bei Dir offenbar der Fall ist.

Draußen scheint die Sonne, ich habe das Haus voll Besuch, jede Menge Kinder, wir haben gestern zum ersten mal im Jahr unseren neuen Säulengrill ausprobiert. Heute werde ich ein (hoffentlich schmackhaftes) Gericht aus Spargel, Kartoffeln, Lachs und meiner weit über die Grenzen der Region hinaus bekannten Sauce Hollandaise machen.

Leute, kuckt mal raus, es gibt noch mehr, als sich hier die Köpfe einzuhauen!

Die Sache mit dem Spamschutz werde ich versuchen, bei den anderen Admins in Erfahrung zu bringen. Aber auch die kennen an einem sonnigen Pfingsttag noch mehr als das Sitzen vor der Kiste.

Gruß,

Markus.
dr.matt
Inventar
#48 erstellt: 30. Mai 2004, 11:30

Ich bezweifle auch stark, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Reichtum und guter Arbeit gibt.

Hi lila,

das sehe ich (leider) genauso wie du.


Matthias
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 30. Mai 2004, 12:00

och werner
hätte mein Händler mir damals statt des kleinen Lua s einen Emitter vorgeführt, wäre ich einfach wieder gegangen (zumal meine Preisgrenze bei 1500- max 2000 Euro lag)
Ich möchte ja gar nicht seine Klangqualitäten in Frage stellen, aber so ein Riesending würde mir nicht ins Haus kommen...ich wohne da auch noch.
Ein guter Verkäufer versucht nicht zu Manipulieren, er kann Vorschläge machen - okay -sobald ich aber das Gefühl kriege, er ist auf ein spezielles Gerät eingeschossen (und nimmt meine Wünsche, sowohl die Geräteauswahl als auch die Preisvorstellung, nicht ernst)bin ich weg.

Zum eigentlichen Thema
Ich hab neulich beim Händler etwas für mich Unfassbares miterlebt. Ich stöberte grad in den Schallplatten.
Ein Typ interessierte sich für einen 4000.- Cd-spieler, also wurde der Spieler angeschlossen. Nach nicht mal 2min fing dieser Mensch an zu erzählen (freundlich gesagt), entweder er hatte schon mal alle Geräte dieser Welt, oder er las einfach nur alle Fachzeitschriften und Foren dieser Welt. Für mich klang das, einen Raum weiter, wie Radio.Ich bin dann erstmal irritiert gegangen. Nach bestimmt zwei Stunden bin ich dann doch noch mal hin, um eine Platte zu kaufen. Der Mensch war gerade im Begriff zu gehen (er monologisierte immer noch).
Als er weg war konnte mir nicht verkneifen zu fragen, ob dieser Mensch das Gerät auch zwischenzeitlich angehört hat. Der Kommentar des Händlers war kurz und knapp: Es lief.

Ich bin ja selbst Einzelhändlerin und hör mir viel Kram an, aber da hatte er mein echtes Beileid.

viele grüsse
lia



Ich verstehe nicht ganz, was du mir mit dem Kunden, der monologisiert hat sagen willst???
Also da war ein Händler, der hatte einen Kunden und dieser war ein Schwätzer.Weißt du denn, ob der hinterher was gekauft hat?

Und was ist schlimm daran?

Es gibt immer wieder Kunden, die einen Händler länger aufhalten.

Dafür gibt es andere, die geben nur Bestellungen ab.

Da gibts keine Formel oder Rezept.

Der Lang entgeht solchen Leuten, indem er ihnen den Hörraum alleine überläßt.Wenn die was kaufen wollen, melden die sich - wenmn nicht, gehen sie nach ein paar Minuten hören in der Regel von selbst.
Enthusiastenhirn
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 30. Mai 2004, 12:01


Ich bezweifle auch stark, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Reichtum und guter Arbeit gibt.

Hi lila,

das sehe ich (leider) genauso wie du.


Matthias

Was ist denn bitte ein kausaler Zusammenhang?
ThirdEye
Stammgast
#51 erstellt: 30. Mai 2004, 15:13



Ich bezweifle auch stark, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Reichtum und guter Arbeit gibt.

Hi lila,

das sehe ich (leider) genauso wie du.


Matthias

Was ist denn bitte ein kausaler Zusammenhang?

Der Kausalzusammenhang wäre hier, dass gute Arbeit automatisch Reichtum nach sich zieht. Kausalität ist also die zu erwartende Folge einer Handlung.
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