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Watt angaben und ihr Verhältnis zur Musik

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devilpatrick88
Stammgast
#1 erstellt: 15. Jun 2004, 17:00
Ich habe Eine Vor Enstufen Combo an denen ich meine LS betreibe. Was mit aufällt ist das die Membranen schon bei 2Watt auf der Anzeige einen recht großen hub haben. Wenn ich andere LS anschließe auch.
Eigentlich müssten diese aber doch den angegebenen Rms wert aushalten oder nicht?
Wenn ja stimmt das aber bei vielen nich da ja dann die spule aufschlägt und das gane kaputt geht.
Hätte gern mal ein paar erklärungen. Was bringt denn dan eigentlich noch die angabe Watt???
mfg dvp
oliverkorner
Inventar
#2 erstellt: 15. Jun 2004, 17:24
was es bringt?man kann damit protzen....

wenns um die lausträrke geht ist der wirkungsgrad entscheidender....
devilpatrick88
Stammgast
#3 erstellt: 15. Jun 2004, 17:27
"entscheidender"
Aber warum legt man dann nicht ein vernünftige Belastbarkeit fest? Man könnte dieses doch mit verschiedenen MUsik richtungen oder änl. machen.
UNd firmen wie B&w.......habens doch nicht nötig zu protzen

mfg dvp
oliverkorner
Inventar
#4 erstellt: 15. Jun 2004, 17:33
ja klar ist die wattangabe auch wichtich..aber ein lautsprecher kann nunmal nicht bis ins unendliche aufgedreht werden...ist halt mechanisch....dann kann man sich größere lausptrecher kaufen die sind dann lauter....

klingt komisch ist aber so.
devilpatrick88
Stammgast
#5 erstellt: 15. Jun 2004, 17:38
Wenn mirgesagt wir das der LS 100Watt belastbar ist und ich dann 100Watt reinhaue auf gut deusch gesagt fliegt mir das din um die ohren.
Woher will ich dann wissen wie viel ein LS wirklich aushält. Außerdem gehts mir nicht um die Lautstärke sondern darum Warum keine vernünftigen Watt angaben gemacht werden die mir wirklich sagen wie viel watt ich geben kann.

mfg dvp
ukw
Inventar
#6 erstellt: 15. Jun 2004, 18:16
Die Wattangaben beziehen sich auf Pink Noise und das Signal
ist genormt.

Das sagt die Prüfnorm:

Nennbelastbarkeit: spezielles Rauschhsignal mit geringer Leistung im Hochtonbereich

Lautsprecher darf nach 100 Std. Dauertest keine Beschädigung aufweisen. Dieser Test sagt nichhts über Schalldruck und Klangqualität aus.

Musikbelastbarkeit: Sinussignal unter 250 Hz

wie oben (Lautsprecher darf nach 100 Std. Dauertest keine Beschädigung aufweisen. Dieser Test sagt nichhts über Schalldruck und Klangqualität aus.)

praktisch wird nur der Tieftöner (Basslautsprecher) geprüft!

Ich hab 'nen Betonklotz, der kann spielend 1500 Watt vertragen!!!!

Vorteil: Noch nie war ein 1500 Watt Lautsprecher so billig!!

Nachteil: er ist leise (fast unhörbar) und hört sich Scheiße an.

Ich hab nen Hornsystem, das verträgt nur 50 Watt bei 108 dB Wirkungsgrad 2,83 V/m

Vorteil: Ist bei 50 Watt viermal so laut wie ein großer Hifi Lautsprecher bei 500 Watt.

Nachteil: Ist teuer und hört sich bei geringen Lautstärken etwas "flach" an.


Hifi ist immer ein Kompromiss.
zucker
Moderator
#7 erstellt: 15. Jun 2004, 18:43
Hallo devil,


Was mit aufällt ist das die Membranen schon bei 2Watt auf der Anzeige einen recht großen hub haben. Wenn ich andere LS anschließe auch.


Das muß nichts aussagen. Um das als "Überfahren"der LS zu werten, muß schon bekannt sein, welchen Hub diese ausführen dürfen, ohne zerstört zu werden.
Eine verlässliche Angabe zur Belastbarkeit ist die RMS, sie ist definiert. Eine weitere verlässliche Angabe ist die Sinusbelastbarkeit. Sie ist allerdings nur für 1Khz definiert.

Dein Phänomen kann folgende Ursache haben:

Eine CD, Radio oder sonstige Quelle kann mit "Nachdruck" im Bassbereich "behandelt" sein. Man tut dieses in letzter Zeit, um auch dem Billiganwender ein gutes Klangbild zu ermöglichen.
Die Aussage "Billiganwender" bezieht sich dabei auf Anlagen, ob für Home oder Auto, welche eben mit erschwinglichen Finanzen möglich sind. Das Verhältnis zwischen Bass und Höhen liegt über den Daumen bei 10:1. Wenn also eine Endstufe nur 100W RMS abgeben kann und im Bereich von 40Hz 100W gefahren werden, so ist das sehr leise. Man sollte das etwas differenziert betrachten, da es auf die Raumgröße und die Hörgewonheiten ankommt.

Bekanntlich nimmt das Ohr tiefere Freq. erst bei erhöhter Lautstärke war. Um das aber so richtig umzusetzen, braucht es schon ein wenig mehr Technik, als eben eine kleine Anlage mit nur einem linearen Verstärker. Mit einer aktiven Trennung und der Ausgabe an einen Sub und extra Tiefmittel / Mittel / Hochton sind solche Sachen mühelos zu bewerkstelligen, wobei die Subendstufe schon wenigstens 300W RMS abgeben sollte.
Also wird der Weg des "letzten herauspressens" gewählt und der Bassanteil der Quelle erhöht.
Dabei wird eine Eingansspannung an die Endstufe gebracht, die bei geringem Volumenregler schon die volle Ausgangsleistung ermöglicht. Das siehst Du dann als Hub an Deinem LS.

Eine weitere Möglichkeit ist der Loudness oder zu deutsch, die "Gehörrichtige Anpassung der Lautstärkewiedergabe". Auch wenn da keine Taste ist - irgendwo ist diese Schaltung versteckt eingebaut.

Eine weitere Möglichkeit ist die Absenkung des Pegels im Mittel / Hochtonbereich. Das wir passiv mittels der Freq-weiche und einer geschickten LS Auswahl und Anornung in einer Box getan.
Grzmblfxx
Stammgast
#8 erstellt: 15. Jun 2004, 22:33
Was viele nicht beachten, ist dass die Leistung nicht linear ist; d.h. für die doppelte >Lautstärke braucht man das vierfache an Leistung.
Für Zimmerlautstärke brauche ichmaximal 3 Watt; für "laut" fressen meine Linn schonmal 75W, wenn auf den Vu_Metern 300W stehen, fangen die Linns zu stinken an...
...achja, ich verkaufe meine LS günstig....

Andreas
Wiesonik
Inventar
#9 erstellt: 16. Jun 2004, 06:09
Moin Andreas,

"Was viele nicht beachten, ist dass die Leistung nicht linear ist; d.h. für die doppelte >Lautstärke braucht man das vierfache an Leistung."


Kleine Korrektur:

Was viele nicht beachten, ist dass die Leistung nicht linear ist; d.h. für die doppelte >Lautstärke braucht man das 10fache an Leistung

...ist richtig.


[Beitrag von Wiesonik am 16. Jun 2004, 06:10 bearbeitet]
Flash
Stammgast
#10 erstellt: 16. Jun 2004, 07:26
Hallo zusammen,

Hab mal was interessantes in nem Buch über Lautsprecher gefunden (Grundlagen der Lautsprecher)

Relativer Anstieg,
der subjektiv
empfundenen Lautheit

2-fach
4-fach
8-fach
16-fach
.
.
.
1024-fach
_______________________________________
Vielfaches des Schalldrucks gegenüber
Ausgangsbedingungen:

3,16
10
31,62
100
.
.
.
10.000
____________________________________
Pegelanstieg des Schalldrucks gegenüber
Anfangsbedingungen

+10 dB
+20 dB
+30 dB
+40 dB
.
.
.
+100dB
____________________________

Man muss sich auch mal vor augen halten, dass ein Lautsprecher 90% der zugeführten Energie in Wärme, 9% in Reibung und 1% (!!!) in Schalldruck umwandelt!

Zur Verdoppelug der Lautstärke ( + 10dB) braucht ein Verstärker das zehnfache an Leistung

Viele grüße

Sebastian

PS: Mir ist klar, dass der für den Mensch empfundene lautstärke Anstieg von der jeweiligen Frequenz abhängig ist.


[Beitrag von Flash am 16. Jun 2004, 07:29 bearbeitet]
wolfi
Inventar
#11 erstellt: 16. Jun 2004, 07:47
Hallo devilp,
differenzierende Angaben hinsichtlich der Belastbarkiet hat es durchaus gegeben. Z.B. nannte Spendor für jeweils unterschiedliche Musikrichtungen unterschiedliche Belastbarkeiten - bei Klassik höhere als bei Pop oder Jazz. Auch eine nach Norm korrekt genannte Belastbarkeit besagt nicht, dass nicht eine 100 Watt Box mit 10 Watt zu zerstören ist. Die Materie ist aber etwas komplex, nicht ganz so leicht zu vermitteln und damit nicht marktgerecht. Einfach irgend eine möglichst hohe Zahl zu nennen ist verkaufsfördender.
fjmi
Inventar
#12 erstellt: 16. Jun 2004, 09:25
jetzt las ich schon öfter, dass +6db gleich doppelte lautst. sind. was auch mit der elektrotechn. übereinstimmen würde wo -3db die hälfte des signals sind (wenn ich mich recht erinnere)
Christian_Böckle
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 16. Jun 2004, 09:55
Hallo

Früher habe ich viele Versuche mit Lautsprechern durchgeführt. Hier eine abstruse Beobachtung:

Wenn man die Membran eines Baß-Lautsprechers seitlich beobachtet, so kann man ab einer gewissen (eher höheren) Lautstärke eine gut sichtbare Auslenkung sehen.
Und diese Bewegung, die man da sieht, erinnert an Frequenzen von unter 5 Hertz (und ist irgendwie dem Rumpeln in Verbindung mit Schallplatten ähnlich).
Markant sind hier Baß-Schläge.

Und in diesem Bereich bin ich auf drei verschiedene Versionen von Baßlautsprechern gestoßen (Unterschiedliche Typen und Preisklassen):
Bei jedem Baß-Schlag Membranbewegung tendenziell nur nach außen.
Bei jedem Baß-Schlag Membranbewegung tendenziell nur nach innen und
Baßlautsprecher mit unkontrollierten Bewegungen der Membrane um die Ruhelage ("flattern").

(Nach der Umpolung des Lautsprechers war der Effekt logischerweise immer derselbe.)

Die Lautsprecher haben auch außerhalb des Boxengehäuses dasselbe Verhalten gezeigt. Nach einiger Zeit habe ich dann etwas merkwürdiges herausgefunden:
Wenn ich bei einem freiliegenden Baßlautsprecher, dessen Tendenz immer nach innen gerichtet war (bei jedem Baß-Schlag nach innen), die Membran mit den Fingern von hinten etwas angehoben habe, geschah folgendes:
Die Tendenz war plötzlich nach außen gerichtet!

Daraus schließe ich:
Es muß am Lautsprecher selbst liegen.
Vielleicht ist es bei einem Baßlautsprecher maßgebend, ob sich seine Spule mechanisch, seitlich gesehen (in der Ruhelage), exakt im Zentrum der magnetischen Feldlinien im Luftspalt befindet. Oder es ist auch maßgebend, wie homogen der Verlauf der Feldlinien im Luftspalt ist.

Bei hochwertigen Chassis hat die Membran bei höheren Lautstärken ein sog. "flattern" gezeigt, aber erst bei wirklich hohen Lautstärken.
Billig-Chassis zeigten schon bei geringeren Pegeln unkontrollierte Membranbewegungen.

Hat jemand eine andere Erklärung dafür?

Herzliche Grüße von
Christian
Jazzy
Inventar
#14 erstellt: 16. Jun 2004, 10:03
Hi Christian!
Entweder schlecht konzipierte Bassreflexen.
Oder unkontrolliertes Überschwingen der Chassis.
Mehr oder weniger neigt ja jedes Chassis zum Überschwingen.
Schuld können auch subsonische Frequenzen im Musiksignal sein.
ThomasLe
Neuling
#15 erstellt: 17. Jun 2004, 17:46
Nimm einen subsonicfilter und trenne alles unter der
BR abstimmfrequenz.
(bei mir low cut bei 30hz)

Teste am besten mit einem tongenerator wie tief deine box geht
Patrick
Stammgast
#16 erstellt: 17. Jun 2004, 18:16
Viele Lautsprecher haben mehrere Nulllagen und wechseln je nach Anregungssignal zwischen diesen. Das ist natürlich vom Chassishersteller nicht beabsichtigt, weil in den anderen Nulllagen der lineare Hub sehr deutlich kleiner ist.

Genaueres findet sich unter www.klippel.de
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