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Angebot und Nachfrage fürHifi/Audio

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Beitrag
Pauliernie
Inventar
#1 erstellt: 12. Jun 2019, 20:15
Hallo Zusammen,

mich treibt schon länger die Frage um, wie das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im Bereich Unterhaltungselektronik am Markt aussieht.

Es gibt eine große Anzahl an Herstellern von Lautsprechern und Audiogeräten und permanent kommen neue Modelle und Serien an den Markt. Zudem gesellen sich in den letzten Jahren neue Marken im Lautsprecherbau, wie z.B. Saxx, Q-Acoustics, Fyne Audio dazu, um nur einige zu nennen.

Nur Frage ich mich wer diese Vielfalt eigentlich kauft. In meinem relativ großen Bekanntenkreis gibt es wenige Leute mit einer nenneswerten Anlage im Haus. Auf das Thema Audio angesprochen winken die meisten wenig interessiert ab. Die jungen Leute haben nur noch den Knopf im Ohr, sind somit auch kaum eine signifikante Zielgruppe.
Auf den wenigen Messen für diese Branche, tummeln sich fast ausschließlich männliche Zeitgenossen jenseits der 50er, die Ihr Setup meist schon gefunden haben.

Hier im Forum werden überwiegend die Mainstreammarken wie Dali, Canton, B&W, KEF, Denon, Marantz, Yamaha uva.diskutiert bzw. man hat diese zu Hause stehen.

Dabei ist die Liste von unbekannteren Herstellern enorm groß.

Wer hat oder kennt denn schon LS-Marken, wie Zingali, Spendor, Audiovector, PSB, Paradigm, Revel, um nur einige zu nennen. Im Elektronikbereich tauchen Marken auf wie Densen, Audio Analogue, Krell, Shanling, Hegel usw.

Alle die wollen verkaufen und Umsätze/Gewinne erzielen. Irgenwie fehlt mir die Phantasie, das die alle genug Umsätze machen um zu überleben.

Wie seht Ihr diese Thematik ?


[Beitrag von Pauliernie am 12. Jun 2019, 21:47 bearbeitet]
Thowie
Stammgast
#2 erstellt: 12. Jun 2019, 20:22
Stimmt schon. HiFi ist kein Breitenmarkt mehr.

Allerdings sind die paar „Verrückten“, die das Hobby immer noch betreiben, offenbar zumindest zum Teil sehr solvent und immer auf der Suche nach noch was Besserem!

Leute wie ich profitieren davon. Ich kaufe dann gebraucht für einen Bruchteil und genieße den Klang.
...und tauche in keiner Marktanalyse auf...

„Anonyme HiFiisten“ sozusagen...

Gruß Thomas
Pauliernie
Inventar
#3 erstellt: 12. Jun 2019, 20:28
aber reichen die "Verrückten" um alle Firmen zufriedenzustelllen ?
M_arcus_TM88
Stammgast
#4 erstellt: 13. Jun 2019, 16:33
Hallo.
Ich sage mal, also das ist meine Beobachtung, angebotsorientiert.
Allerdings gibt's Edel- und Imagemarken die können ihre Preise (noch) durchsetzen.
Hifi ist mMn nicht mehr das Objekt der Begierde. Da haben andere Produkte Einzug gehalten (Smartphone, Reisen, Auto?)
Ich kaufe auch vorzugsweise gebraucht und bekomme sehr gute Ware für faires Geld. Der Markt ist voll. Viele rüsten auch ab. Von Erbmassen ganz zu schweigen.
Gruß
Markus


[Beitrag von M_arcus_TM88 am 13. Jun 2019, 16:37 bearbeitet]
Sieveking_Sound
Stammgast
#5 erstellt: 13. Jun 2019, 16:57
Hallo Pauliernie,
für den deutschen Markt gilt ganz klar, dass die Umsätze seit vielen Jahren rückläufig sind. Die von Dir angesprochenen kleinen Edelmarken leben in der Regel davon, dass sie eine Vielzahl an Auslandsmärkten beliefern. Auch bekannte deutsche Hersteller von Produkten der gehobenen Qualität fertigen primär für den Markt außerhalb des Mutterlandes.

Die real verkauften Stückzahlen im Premium-Segment sind klein und es gibt den ein oder anderen Hersteller mit unbekanntem Markennamen, der trotz wirklich guter Produktqualität in Deutschland keine relevanten Verkaufszahlen erreichen kann.

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass solche Hersteller dann irgendwann probieren auf Vertriebe zu verzichten und das Geschäft direkt abwickeln wollen und die Preise senken. Dann wird plötzlich direkt von der Webseite verkauft oder bei Amazon angeboten oder es gibt Newsletter mit tollen Sonderangeboten und Direktlieferung. Das ist häufig dann der Anfang vom Ende, weil es den Aufbau einer internationalen Vermarktungsstrategie mit dem Verkauf in möglichst viele Länder unmöglich macht.

Aus rein audiophiler Sicht ist es jedoch häufig so, dass diese kleinen Premium-Marken, so sie dem Bastlerstatus entwachsen sind, klanglich erheblich bessere Produkte herstellen, als die bekannten Hersteller. Da unsichere Kunden jedoch primär eine Marke kaufen und gar nicht mehr zu einem Hörvergleich ein Studio betreten, haben sie es gleich doppelt schwer.

Lieben Gruß,
Jan Sieveking
Sockenpuppe
Stammgast
#6 erstellt: 13. Jun 2019, 17:47

Aus rein audiophiler Sicht ist es jedoch häufig so, dass diese kleinen Premium-Marken, so sie dem Bastlerstatus entwachsen sind, klanglich erheblich bessere Produkte herstellen, als die bekannten Hersteller.


Das wage ich zu bezweifeln. Schon allein der Quantum Noise Resonator spricht Bände.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 13. Jun 2019, 17:51 bearbeitet]
_Janine_
Inventar
#7 erstellt: 13. Jun 2019, 21:10
In meinem Bekanntenkreis bin ich der einzige der die Hifi Macke hat im Familienkreis mein Sohn und meine Tochter in meiner Firma ca.60 Angestellte ist gerade noch einer meiner Arbeitskollegen der auf den Hfi Zug aufspringt und der Depp steht auch noch auf Teufel.
Die kleinen Hifi Hersteller können schon gut Leben von ihren Produkten siehe Bohne Audio ich meine die bauen bestimmt sehr gute LS aber der Preis hmm aber es gibt Leute die das kaufen und in Deutschland gibt es sehr viel Leute die sehr Wohlhabend sind und es werden von Jahr zu Jahr immer mehr.
Pauliernie
Inventar
#8 erstellt: 13. Jun 2019, 22:15
Ich war immer der Ansicht, das Deutschland auf Grund der starken Kaufkraft zu den bevorzugten Märkten zählt der großen Hersteller wie auch der kleinen Edelmarken. Ein großer Teil der Edelmarken kommt ja aus Deutschland oder auch England.

Wenn die Absätze in Deutschland rückläufig sind, frage ich mich, wo weitere relevante Absatzmärkte sind. In Osteuropa ? Wohl eher nur für die Elite dort ?
Oder andere EU-Staaten ? In Südeuropa, kämpft man mit Witschaftsproblemen und Arbeitslosigkeit. Dort bestimmt nicht ?

Ich konsumiere regelmäßig Fachmagazine, sowohl in Printform, als auch online. Dort entdecke ich immer wieder neue Labels, von denen ich vorher noch nie gehört habe. Da wird dann wieder ein neuer DAC vorgestellt oder ein neuer Kopfhöreramp oder ein All-In-One Teil.

Alles bestimmt feine Geräte aber wer braucht oder kauft zum Beispiel externe DAC's aus dem höheren dreistelligen als auch vierstelligen Preisbereich? Der Markt ist voll von solchen Geräten und in den meisten Amps, AVR's und digitalen Zuspielern werkeln bereits gute Wandler. Aber es kommen ständig neue Geräte hinzu.


[Beitrag von Pauliernie am 13. Jun 2019, 22:16 bearbeitet]
Rollei
Moderator
#9 erstellt: 14. Jun 2019, 07:12
Naja man sollte auch nicht den japanischen und US Markt vergessen.

Dort reden wir über eine Vielzahl an mehr Einwohnern die auch über eine Menge Geld verfügen. Denn auch dort wird sehr hochwertig eingekauft.
Sieht man auch in anderen Branchen wie z.B. Foto.

Ansonsten gilt das Gesetz der Marktwirtschaft. Was nicht gekauft wird, verschwindet irgendwann auch wieder von ganz alleine.

Ein anderer Aspekt ist, dass viele dieser High-End Firmen sich überhaupt keinen eigenen Außendienst leisten wollen / können. Da die Umsätze einfach zu gering sind. Deshalb wird es auf Handelsvertreter verlegt, welche dann halt mehrere Marken vertreten. So einfach ist das.

greets

Rollei
Sieveking_Sound
Stammgast
#10 erstellt: 14. Jun 2019, 12:34
Hallo Zusammen,
der osteuropäische Markt war in den vergangenen Jahren sehr gut für viele Hersteller. Gerade die Geräte in den Preisklassen zwischen € 1.000 und € 3.000 finden dort guten Absatz und manch ein Hersteller macht in Polen bessere Umsätze als in Deutschland. Das ist jedoch meiner Ansicht vor allem ein kulturelles Phänomen. In Osteuropa gehört eine Hifi-Anlage im Wohnzimmer, auch mit sichtbaren Lautsprechern, zum Traum vieler Menschen. In Deutschland hingegen wird häufig erwartet, dass die Musik nicht störend und unsichtbar im Hintergrund dudelt.

Der japanische Markt ist eben so rückläufig wie der deutsche und der amerikanische. Süd-Korea, China, Taiwan und auch Vietnam sind jedoch deutlich wichtigere Märkte geworden. Ein Kollege erklärt mich jedoch, dass der chinesische Markt in vielen Dingen schlichtweg anders funktioniert, als der hiesige. Dort wird viel Hifi als Innenausstattung eines komplett fertigen Apartments verkauft. Der Besitzer richtet also nicht selbst ein, sondern Innenarchitekten haben das komplett erledigt und die Anlage ist bereits um den Fernseher herum installiert und optisch zur Einrichtung passend.

Ich glaube jeder Hersteller und Vertrieb würde sagen, dass es viel zu viele Marken und Produkte für das Zielpublikum in Deutschland gibt.

Herzliche Grüße,

Jan Sieveking


[Beitrag von Sieveking_Sound am 14. Jun 2019, 12:39 bearbeitet]
Pauliernie
Inventar
#11 erstellt: 14. Jun 2019, 13:15
interessant wie unterschiedlich die Märkte und das Konsumverhalten in den verschiedenen Erdteilen sind.

Und das es zu viele Marken und Produkte auf dem deutschen Markt gibt, ist letztendlich auch meine Intention, dieses Thema hier mal zu diskutieren.

Sicherlich bereinigt das Gesetz der Marktwirtschaft vieles aber ich Frage mich ob die Leute, die z.B. eine neue Elektronikreihe oder ein neues Lautsprecherlabel an den Markt bringen wollen, keine Bedarfsanalyse machen ob sich der Kosten- und Entwicklungsaufwand wirklich rechnet ? Ganz zu schweigen von den Investitionskosten, die man erstmal aufwenden muss um ein neues Geschäft anzuschieben.

Vielleicht haben die alle einfach zuviel Geld oder sind vom puren Idealismus getrieben.


[Beitrag von Pauliernie am 14. Jun 2019, 13:16 bearbeitet]
Sieveking_Sound
Stammgast
#12 erstellt: 14. Jun 2019, 16:32
Hallo Pauliernie,
ich habe den Eindruck, dass die allermeisten Menschen davon ausgehen, dass die Verkaufszahlen viel größer wären, als sie es tatsächlich sind. Das betrifft auch ausländische Hersteller, die glauben in Deutschland wachsen die Bäume in den Himmel. Wer eine reale Bedarfsanalyse macht, der dürfte sich heute nicht mehr mit dem klassischen Hifi-Markt beschäftigen.

Das heißt aber nicht, dass nicht Enthusiasten sich immer wieder versuchen würden. Die machen dann häufig auch ein gutes Produkt, bedenken jedoch nicht, dass der Massenmarkterfolg eben in erster Linie durch Marketing und nicht durch die klangliche Qualität des Produktes erreicht wird. Wer das nicht glaubt, der sollte sich ein Bespiel am Kopfhörermarkt nehmen, bei dem trotz zahlloser Mitbewerber der Marktanteil von Beats und Bose steigt und das ist bestimmt nicht mit den klanglichen Meriten der Produkte zu erklären.

Dann gibt es noch von Investoren geleitete Versuche wie Devialet, die zwar international nennenswerte Umsätze erreichen, aber so weit ich weiß, seit der Gründung im Jahr 2007 die Profitabilität derzeit noch nicht erreicht haben.

Lieben Gruß,
Jan Sieveking


[Beitrag von Sieveking_Sound am 14. Jun 2019, 16:33 bearbeitet]
thewas
Inventar
#13 erstellt: 15. Jun 2019, 01:09
Wobei man dabei auch erwähnen sollte dass manch späterer Bose und Beats Kopfhörer neutraler ist als nicht wenige hochgepriesene Haient Manufakturbasteleien.
music12
Stammgast
#14 erstellt: 15. Jun 2019, 08:05
Merchandising ist für den Erfolg einer Marke mit entscheidend. Nun kann sich mal jeder fragen, wo diese Werbung für eine im Hifi-Sektor tätige Marke überhaupt ist?! Wo sind z.B. T-Shirts mit Logo, die entsprechend eine jugendliche Zielgruppe an dieses Thema Hifi heranführen? Technics vielleicht, aber alle anderen Firmen versagen bei dieses kleine 1mal1 der Werbung für sich. Von Kaffeetassen, die mit Logo irgendwo in der Ausbildung oder im Büro, Arbeit Werbung machen, mal ganz zu schweigen. Dieses Thema wird unterschätzt, weil viele Firmen, die altbekannt sind, es nicht für nötig halten. Das dabei aber eine neue Generation von Konsumenten herangewachsen ist die mit dem Thema Hifi nicht wirklich viel verbindet, übersieht man dabei fahrlässig. Ein Fehler.
M_arcus_TM88
Stammgast
#15 erstellt: 15. Jun 2019, 09:01
Ich vermute weil Hifi aus der "Radiowelt" raus ist und in die IT-Welt eingezogen ist. Da reicht dann ein Soundchip. Also, grob betrachtet.
Rollei
Moderator
#16 erstellt: 15. Jun 2019, 09:06
Moin - naja wir wissen doch sehr gut, wie die Jungend heute Musik hört, oder etwa nicht?!

Denen reicht nunmal ein Smartphone und ein Kopfhörer. Bis die sich eine erste richtige Anlage zulegen wird es sicher länger dauern.

Ist das gleiche im Fotobereich. Schaut Euch an, mit was heute meistens fotografiert wird. Mit dem Smartphone und die Industrie hat nie sich wirklich Gedanken um diese jungen Zielgruppen gemacht. Dementsprechend geht es auch dieser Sparte sehr schlecht. Den die alten Hasen werden immer älter..

greets

Rollei
Ghoster52
Stammgast
#17 erstellt: 15. Jun 2019, 09:27

ich habe den Eindruck, dass die allermeisten Menschen davon ausgehen, dass die Verkaufszahlen viel größer wären,
als sie es tatsächlich sind. Das betrifft auch ausländische Hersteller, die glauben in Deutschland wachsen die Bäume in den Himmel


Ist das Einsicht oder Selbstkritik ???
Ich vermisse die Zeit wo man ein oder mehrere KH (Hifiman) im 3stelligen Bereich kaufen konnte.

Ansonsten falle ich aus der Statistik, da ich gern (Retro) Hifi gebraucht kaufe.
Ich bin aber dabei. meinen Ableger auf richtig gutes Hifi zu schulen.....
M_arcus_TM88
Stammgast
#18 erstellt: 15. Jun 2019, 09:43
Naja, bei der Tralalamusik der heutigen Zeit braucht man kein hochwertiges Abhörequipment mehr.
Sockenpuppe
Stammgast
#19 erstellt: 15. Jun 2019, 09:48

Moin - naja wir wissen doch sehr gut, wie die Jungend heute Musik hört, oder etwa nicht?!

Denen reicht nunmal ein Smartphone und ein Kopfhörer.


Klingt das denn wirklich so Sch...?


Naja, bei der Tralalamusik der heutigen Zeit braucht man kein hochwertiges Abhörequipment mehr.


Waren wir denn in jungen Jahren anspruchsvoller?

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 15. Jun 2019, 09:49 bearbeitet]
M_arcus_TM88
Stammgast
#20 erstellt: 15. Jun 2019, 10:19
Hi Sockenpuppe.
Was die Musik angeht glaube ich schon.
Beim Equipment sehe ich das auch so, natürlich im Rahmen der damaligen Möglichkeiten.

Zur Musik: (nur als Bsp.)
1968: Deep Purple mit "Child in time"
:
:
1985: Pet Shop Boys mit "West end Girls"
:
:
:
2018: Mero mit "Baller los"
Sockenpuppe
Stammgast
#21 erstellt: 15. Jun 2019, 10:26
1983 war ich froh, mir einen KR 650 leisten zu dürfen. Und auch nur dank Jugendweihe. Kostete dazumal 1100 Mark. Das Smartphone samt Ohrstöpsel (zugekauft) würde ich aus heutiger Sicht definitiv den Vorzug geben. Bezüglich der Musik würde ich das auch nicht so verallgemeinern. Mitunter sind die Kids weiter als wir wahrhaben wollen.

Ehrlich gesagt würde ich mir eher Sorgen machen, wenn mein Kind mit 18 in die Vollen greift und sich nur für ne Hifi-Anlage hoch verschuldet. Einige der Newcomer bedienen doch nur jene Zielgruppe, die von den etablierten Herstellern aufgegeben wurde. Naja und Premium Hifi oder wie auch immer man das nennen mag, ist wohl ne Sparte für sich. Die dürfte tatsächlich vom aussterben bedroht sein.

Wenn Mitbewerber für weniger Geld selbige Qualität anbieten, würde ich mich als Hersteller mal fragen, ob nicht der Fehler bei mir liegt, anstatt der achso bösen Kundschaft die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen. Schau sich einer mal die Preisentwicklung bei Kopfhörern an.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 15. Jun 2019, 10:45 bearbeitet]
M_arcus_TM88
Stammgast
#22 erstellt: 15. Jun 2019, 10:44
Ja, vielleicht orientiere ich mich dazu zu stark an die Spotify Playlists. In den "Best of 2019" finde ich sehr viel einfach komponierte Musik mit überzogenem Oberbass. Klar, Charts sind immer problematisch. Mir fehlen die qualitativen Ausreisser.
Nachtrag:
Bei deinem zweiten Aspekt (Verschuldung) bin ich voll bei dir.


[Beitrag von M_arcus_TM88 am 15. Jun 2019, 10:46 bearbeitet]
Sockenpuppe
Stammgast
#23 erstellt: 15. Jun 2019, 10:56
Spotifys Algorithmen finde ich persönlich nich so daneben, stöbere aber auch weniger in den aktuellen Neuerscheinungen. Hinsichtlich der Qualität bevorzuge ich aber auch Lautsprecher, die nicht allzu schonungslos offenbaren. Das Thema Equipment spielt bei mir sowieso nicht so eine übergeordnete Rolle, sondern ist eher Mittel zum Zweck. Spart Geld und Zeit, die ich lieber der Musik widme. Im Notfall wäre ich auch mit einer RFT BR 25 glücklich.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 15. Jun 2019, 11:04 bearbeitet]
Ghoster52
Stammgast
#24 erstellt: 15. Jun 2019, 10:57

1983 war ich froh, mir einen KR 650 leisten zu dürfen


Hab mir '89 vom ersten Facharbeiterlohn eine S3930 gegönnt,
weil an eigene Wohnung war nicht zu denken.
Wenn ich zurück blicke, ich war mit 14 schon an "Hifi" interessiert,
auch wenn die Möglichkeiten begrenzt waren.
Sockenpuppe
Stammgast
#25 erstellt: 15. Jun 2019, 11:15

Hab mir '89 vom ersten Facharbeiterlohn eine S3930 gegönnt,
weil an eigene Wohnung war nicht zu denken.


Wie oft bin ich in die Stadt getiegert, nur um einen Blick zu erhaschen. Hab mir dann nach der Wende eine SC 1920SC incl. der B 3010 gegönnt. Wurde im Zuge des Ausverkaufes für 400 Mark verramscht. Gott, was war ich glücklich.

mit frdl. Gruß
Pauliernie
Inventar
#26 erstellt: 15. Jun 2019, 11:17
Na für junge Leute mit kleinem Geldbeutel und einem Zimmer im "Hotel Mama" gibt es doch genug gute Audio-Geräte im Einsteigerbereich. Aber man muss eben auch mal "einsteigen". Diese Hürde wird von zu wenigen genommen.

Zudem halte ich die immer noch für besser als irgendwelche einfachen Knöpfe im Ohr oder billige Bluetoothboxen.

Ich habe mich auch schon sehr früh mit Musikhören beschäftigt. (mein erstes Konzert war mit 1974 mit 10 Jahre bei Suzi Quatro) Von da an musste es zu Weihnachten die erste Anlage sein. Das steigerte sich dann dann später usw. Erstmal hifimäßig angefixt ging es dann Anlagentechnisch immer weiter und die CD-Sammlung wuchs stetig.

Den Aspekt mit der fehlenden Werbung auf T-Shirts, Tassen oder Aufklebern usw., ist nicht von der Hand zu weisen. 1zu1 Werbung, wie Bose und B&W sie betreiben zeigt eindeutig Wirkung, unabhängig von der Qualität der Produkte und der klanglichen Ausrichtung.

Da nur wenige Firmen die Werbetrommel rühren, greifen eben zu viele Leute zu schnell zu diesen Marken ohne entscheidende Vergleiche angestellt zu haben..


[Beitrag von Pauliernie am 15. Jun 2019, 11:52 bearbeitet]
M_arcus_TM88
Stammgast
#27 erstellt: 15. Jun 2019, 11:27
@Sockenpuppe
Spotify finde ich klasse. Da hänge ich manchmal stundenlang drin. Das reinste Eldorado für Musikinteressierte.
Sockenpuppe
Stammgast
#28 erstellt: 15. Jun 2019, 11:50

Das reinste Eldorado für Musikinteressierte.


Sehe ich auch so.


Na für junge Leute mit kleinem Geldbeutel und einem Zimmer im "Hotel Mama" gibt es doch genug gute Audio-Geräte im Einsteigerbereich. Aber man muss eben auch mal "einsteigen". Diese Hürde wird von zu wenigen genommen.


Eigentlich nicht, denn auch der Smartphone kann den Einstieg bedeuten. Das Interesse an Musik wird generell schon vorhanden sein, nur das Wie hat sich verändert. Bezüglich Webung bleibt zu hoffen, dass die nachfolgende Generation nicht völlig auf der Wurtschtsuppe dahergeschwimmen kommt. Denn der Inbegriff der Werbung scheint sich auch sehr verändert zu haben.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 15. Jun 2019, 12:00 bearbeitet]
Pauliernie
Inventar
#29 erstellt: 15. Jun 2019, 12:05
nein ich sehe keinen signifikanten Einstieg über das Smartphone in Hifi. Ich halte den Gewöhnungseffekt an den Knopf im Ohr für viel zu groß, als ob da noch ein Streben nach einen qualitativ besseren oder anderem Musikhören entsteht.

Das Smartphone ist in unserem Alltag mittlerweile so dominant das damit ein Teil des Alltages gemeistert, oder begleitet wird. Es wird doch heute überall hin mitgenommen (auch auf Klo ). Da wird glaube ich wenig bis gar nicht differenziert und die Smartphone-Funtionen stehen über allem.

Für mich ist ein Smartphone kein wirklicher Einstieg in Audio/Hifi, zumindest eben nicht bei der breiten Masse junger Leute. In meiner Firma ist die Mehrzahl der Kollegen U30. Aus vielen Gesprächen mit denen, stellt sich das genauso dar wie ausgeführt.
M_arcus_TM88
Stammgast
#30 erstellt: 15. Jun 2019, 12:16
Hm,
ich bin auch Smartphonejunkie. Brauche auch mal ein Detox.
Aber Spotify habe ich über das Smartphone kennengelernt. Höre allerdings über Hifianlage. Symbiose?


[Beitrag von M_arcus_TM88 am 15. Jun 2019, 12:25 bearbeitet]
Sockenpuppe
Stammgast
#31 erstellt: 15. Jun 2019, 12:22

nein ich sehe keinen signifikanten Einstieg über das Smartphone in Hifi. Ich halte den Gewöhnungseffekt an den Knopf im Ohr für viel zu groß, als ob da noch ein Streben nach einen qualitativ besseren oder anderem Musikhören entsteht.

Das Smartphone ist in unserem Alltag mittlerweile so dominant das damit ein Teil des Alltages gemeistert, oder begleitet wird. Es wird doch heute überall hin mitgenommen (auch auf Klo ). Da wird glaube ich wenig bis gar nicht differenziert und die Smartphone-Funtionen stehen über allem.

Für mich ist ein Smartphone kein wirklicher Einstieg in Audio/Hifi, zumindest eben nicht bei der breiten Masse junger Leute. In meiner Firma ist die Mehrzahl der Kollegen U30. Aus vielen Gesprächen mit denen, stellt sich das genauso dar wie ausgeführt.


Verallgemeinerst du nicht zu sehr? Meine Tochter (14 Jahre) hört derzeit per Smartphone und Kopfhörer. Inwieweit limitiert das Smartphone als Zuspieler? Persönlich nutze ich auch das Smartphone als Quellgerät. Kann da ehrlich gesagt kaum Unterschiede zur CD ausmachen.

Welches Equipment wäre denn deiner Meinung nach für einen Jugendlichen angemessen? Klingt ja so, als hätte dazumal jeder sich gleich eine vernünftige Anlage zugelegt. Ich gehe eher davon aus, dass dies eher ein schleichender Prozess war und selbst bei bestehendem Interesse die Finanzen u.U. limitiert haben.

In der Schule ist das Smartphone im Übrigen tabu, egal was deine Kollegen behaupten mögen. Zumindest dort, wo's Töchterlein hingeht.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 15. Jun 2019, 12:26 bearbeitet]
Zaianagl
Inventar
#32 erstellt: 15. Jun 2019, 13:05

nein ich sehe keinen signifikanten Einstieg über das Smartphone in Hifi. Ich halte den Gewöhnungseffekt an den Knopf im Ohr für viel zu groß, als ob da noch ein Streben nach einen qualitativ besseren oder anderem Musikhören entsteht.


Wenn ich bedenke wie zu meiner Jugend zT gehört wurde (Radiorekorder, im besseren Fall Stereo, Walkman mit KHs die heute niemand mehr als solche bezeichnen würde etc), so dürfte dieser Logik folgend wohl kaum einer dieser Generation heute eine "gute" Anlage besitzen.

N Handy ist halt n Handy, damit kann man heute eben auch (sehr gut) Musik hören. Oder ein (Streaming-)Gerät steuern. Und Fotos machen. Was nen ambitionerten Fotografen, der damit mal Schnappschuß macht, auch nich davon abhalten wird seiner Bestimmung zu Folgen und er dann doch lieber HiFi Verkäufer wird.

Nen zwingendes Einstiegsgerät isses aber natürlich genausowenig...
Wobei bei meiner Tochter tatsächlich dadurch das Interesse an ernsthafter Fotografie geweckt wurde. Am ernsthahftem Musikhören jedoch nicht...


[Beitrag von Zaianagl am 15. Jun 2019, 17:26 bearbeitet]
Ghoster52
Stammgast
#33 erstellt: 15. Jun 2019, 13:35
Meiner Meinung nach ist es heute viel einfacher (mobil & kleiner) Musik zu genießen.
Sehe ich bei meinem Sohn. Entweder Smarty (LG V30) oder DAP dazu ein KH aus Papa's Sammlung
und fertig ist "Hai End".
Verurteilen würde ich die Wandlung nicht, so ist der "Lauf der Zeit".
Ich sitze heute auch gern mit DAP und KH auf "Balkonien"
Dadof3
Moderator
#34 erstellt: 15. Jun 2019, 17:19

Pauliernie (Beitrag #1) schrieb:
Zudem gesellen sich in den letzten Jahren neue Marken im Lautsprecherbau, wie z.B. Saxx, Q-Acoustics, Fyne Audio dazu, um nur einige zu nennen.

Ja, aber noch viel mehr sind auch aus dem Markt verschwunden. Zur Hochzeit des Hifi in den 70ern und 80ern gab es doch noch viel mehr Hersteller.

Daher freue ich mich, dass es überhaupt noch Unternehmen gibt, die den Markteintritt wagen.


Zaianagl (Beitrag #32) schrieb:
Wenn ich bedenke wie zu meiner Jugend zT gehört wurde (Radiorekorder, im besseren Fall Stereo, Walkman mit KHs die heute niemand mehr als solche bezeichnen würde etc), so dürfte dieser Logik folgend wohl kaum einer dieser Generation heute eine "gute" Anlage besitzen.

So sehe ich das auch.
Ich hatte Anfang der 80er mit meiner 700-DM-Anlage schon eine der besten Anlagen meiner Schulklasse - nur einer, Sohn eines Industriellen mit mehreren hundert Mitarbeitern, hatte noch etwas deutlich besseres. Die meisten hatten einfach einen Radiorecorder oder bestenfalls eine dieser Schneider-Komplettanlagen für 249 DM ... Verglichen damit genießt die Jugend heute ein sehr hohes Klangniveau.

Und ich sehe bei der Jugend auch durchaus noch eine Begeisterung für Hifi. Bei meinem Sohn und dessen Kumpels sind meine Anlagen heiß begehrt und häufiges Gesprächsthema, wenn sie bei uns zuhause sind. Denke, dass sich durchaus der eine oder andere noch was ordentliches gönnen wird, sobald er im Leben steht (Einer hat es schon getan, der hat sich tatsächlich als Azubi gebrauchte Lautsprecher für ein paar tausend € gekauft!)


[Beitrag von Dadof3 am 15. Jun 2019, 17:20 bearbeitet]
Thowie
Stammgast
#35 erstellt: 15. Jun 2019, 17:40
Geht auch anders rum: ich hatte in meiner Jugend ne echte High End Anlage. Alles Braun. Vom Paar M15 bis zu zwei TG1020 etc..
Mein Stiefvater war da beschäftigt.
Klang übrigens sogar in 14qm Jugendzimmer recht gut.

Dann lange nix. Mehr mit Mopped in der Weltgeschichte rum, auch mit Sohnemann.

Heute, nach der Motorradkartiere, meine bescheidene Gebrauchtkette. Die aber raumakustisch optimiert besser klingt, als das Highend meiner Jugend.

Wen hab ich anfixen können? Meine Kumpels in den Spätvierzigern bis Endfünfzigern? Nicht Einen!

Aber meinen Sohnemann und seine Kumpels. Zwischen Anfang und Ende Zwanzig! Diverse haben ihre Boomboxen weggetan und sich echtes HiFi angetan.
Und ich hab laufend „Aufträge“. Raumakustik, Aufstellung, Vinyldreher einstellen, Systeme wechseln. Und: es macht mir Spaß!
Dinosaurier im Reproduktionsmodus!

Es gibt noch Hoffnung für HiFi. Weil es eine Erfahrung ist. Und wir haben die Verantwortung, diese möglich zu machen!

Gruß Thomas
Pauliernie
Inventar
#36 erstellt: 15. Jun 2019, 22:30
ja mit einem Radiorekorder hat es bei den meisten in den 70er Jahren angefangen. Bei mir hat es sich dann auch nach oben potentiert mit immer besserem Equipment. Ich bin nie von dem Thema Hifi weggekommen unabhängig wie meine eigene Anlage zum jeweiligen Zeitpunkt aussah. Ich bin schon früher interessiert in Fachläden (Brinkmann, Wiesenhavern in Hamburg) gegangen, als es noch kein Internet gab und habe mich informiert oder gestaunt was es so alles gibt.

Heute gebe ich auch gerne den "Berater" für Leute aus meinem Umfeld die sich in welcher Form auch immer eine Anlage für zu Hause zulegen wollen. Nur viele sind es eben nicht.

Dennoch sehe ich den Markt an Unterhaltungselektronik als viel zu überfrachtet an. Letztendlich ist meine Eingangsfrage "wer das alles kauft" nicht vollends beantwortet. Und wenn neue Labels den Markt erobern wollen kann man da auch nichts gegen haben und letzendlich trägt der Unternehmer ja das Risiko.


[Beitrag von Pauliernie am 15. Jun 2019, 22:31 bearbeitet]
Sockenpuppe
Stammgast
#37 erstellt: 15. Jun 2019, 22:57

Dennoch sehe ich den Markt an Unterhaltungselektronik als viel zu überfrachtet an. Letztendlich ist meine Eingangsfrage "wer das alles kauft" nicht vollends beantwortet. Und wenn neue Labels den Markt erobern wollen kann man da auch nichts gegen haben und letzendlich trägt der Unternehmer ja das Risiko.


Persönlich finde ich die Vielfalt begrüßenswert. Deine Eingagsfrage hingegen wird dir wohl nur ein Insider konkret beantworten können. Betrachtet man jedoch die Handelsspanne sowie die reinen Materielpreise, scheint sich die Eingangsfrage zu relativieren.

mit frdl. Gruß
M_arcus_TM88
Stammgast
#38 erstellt: 15. Jun 2019, 23:02
Deine Beobachtung im Hifisektor kann man auf nahezu alle Branchen ausdehnen. Wir leiden an einer Überproduktionskrise in vielen Bereichen der Konsumgüterbranche. Jeder will in den Markt. Da hilft auf der Konsumentenseite nur früher wegwerfen und billiges Geld. Ausgang offen. Vielleicht Marx Verelendungstheorie? Ich lass mich überraschen.
Pauliernie
Inventar
#39 erstellt: 15. Jun 2019, 23:15

M_arcus_TM88 (Beitrag #38) schrieb:
Deine Beobachtung im Hifisektor kann man auf nahezu alle Branchen ausdehnen. Wir leiden an einer Überproduktionskrise in vielen Bereichen der Konsumgüterbranche. Jeder will in den Markt. Da hilft auf der Konsumentenseite nur früher wegwerfen und billiges Geld. Ausgang offen. Vielleicht Marx Verelendungstheorie? Ich lass mich überraschen.


Ja da gebe ich dir Recht, das wir in Westeuropa und vorallen in Deutschland, in allen Bereich an einem Überangebot leiden. Gerade in der Lebensmittelbranche stellt sich mir beispielgebend immer wieder die Frage, warum brauchen wir in einem Großsupermarkt im Kühlregal eine Auswahl von über 500 verschiedenen Joghurtsorten. was für eine Verschwendung. Die Hälfte geht unverkauft wegen Überschreitung des MHD in die Tonne.

Im Audiobereich sind es aber keine "Joghurts". Da stecken dann doch immense Vorkosten an für Entwicklung, Material, Logistik usw. Da ticken die "Uhren" wohl doch anders oder man baut eben nur noch Geräte mit geplanter Obsoleszenz.


[Beitrag von Pauliernie am 15. Jun 2019, 23:17 bearbeitet]
Sockenpuppe
Stammgast
#40 erstellt: 15. Jun 2019, 23:27

Gerade in der Lebensmittelbranche stellt sich mir beispielgebend immer wieder die Frage, warum brauchen wir in einem Großsupermarkt im Kühlregal eine Auswahl von über 500 verschiedenen Joghurtsorten. was für eine Verschwendung. Die Hälfte geht unverkauft wegen Überschreitung des MHD in die Tonne.


Wie kommst du darauf? Ich darf dir getrost versichern, dass dem nicht so ist. So wie du dort auch keine 500 verschiedenen Joghurtsorten finden wirst.
Die Handelsspanne beträgt in dem Bereich mickrige 20/25%.

Oder anders ausgedrückt. Müsste unter deiner Obhut die Hälfte abgeschrieben werden, dürftest du dich im Gegenzug verabschieden.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 15. Jun 2019, 23:34 bearbeitet]
Dadof3
Moderator
#41 erstellt: 15. Jun 2019, 23:32

Pauliernie (Beitrag #39) schrieb:
... immer wieder die Frage, warum brauchen wir in einem Großsupermarkt im Kühlregal eine Auswahl von über 500 verschiedenen Joghurtsorten. was für eine Verschwendung. Die Hälfte geht unverkauft wegen Überschreitung des MHD in die Tonne.

Das ist eindeutig falsch. Es gibt diverse Studien zu dem Thema, und alle gelangen zu dem Ergebnis, dass in Deutschland etwa 60 bis 75 % der weggeworfenen Lebensmittel von privaten Haushalten entsorgt werden und nur etwa 5 % durch den Handel.

Wegwerfen kostet viel Geld, und deswegen hat der Handel seine Logistik extrem perfektioniert, um möglichst wenige Verluste zu haben. Von so einer Perfektion sind die Verbraucher, die viel zu viel kaufen und dann zuhause im Kühlschrank und der Speisekammer den Überblick verlieren, weit entfernt.

(Sorry für das Off-Topic, aber das "musste" ich einfach klarstellen ...)


[Beitrag von Dadof3 am 15. Jun 2019, 23:33 bearbeitet]
Sockenpuppe
Stammgast
#42 erstellt: 15. Jun 2019, 23:36
@Pauliernie

Stellst du deine Überlegungen als Konsument oder als gewerblicher Teilnehmer an?

mit frdl. Gruß
Pauliernie
Inventar
#43 erstellt: 15. Jun 2019, 23:38
ich weiß zwar nicht wo Du wohnst aber in Hamburg gibt es einige Großsupermärkte wo die Auswahl im Kühlregel zumindest geschätzt 500 Sorten erfasst. Und das MHD ist numal sehr kurz. Ich kenne die Vorschriften bezüglich der Kühl-Logistikkette in zusammenhang mit dem MHD, da ich in einem Logistikunternehmen arbeite die so was befördet.

Der Joghurt war aber nur beispielgebend für das Überangebot allgemein. Sollten wir nicht weiter vertiefen.

Edit: wieviel letzendlich weggeworfen wird wegen abgelaufenenen MHD kann auch weniger betragen. Dennoch bleibt es Verschwendung.


[Beitrag von Pauliernie am 15. Jun 2019, 23:42 bearbeitet]
Zaianagl
Inventar
#44 erstellt: 15. Jun 2019, 23:39
Klarstellende Fakten sind immer ok!
Sockenpuppe
Stammgast
#45 erstellt: 15. Jun 2019, 23:55

Edit: wieviel letzendlich weggeworfen wird wegen abgelaufenenen MHD kann auch weniger betragen. Dennoch bleibt es Verschwendung.


Ja, nur solltest du diesen Vorwurf an der richtigen Stelle anbringen. Denn dies ist dem privaten Haushalt anzulasten und weniger dem Handel. Soweit mir bekannt benötigt der private Haushalt allenfalls Dreiviertel der erworbenen Lebensmittel, der Rest landet in der Tonne.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 16. Jun 2019, 00:10 bearbeitet]
Ghoster52
Stammgast
#46 erstellt: 16. Jun 2019, 07:44

Überproduktionskrise


Das trifft es auf den Punkt.
Andauernd was neues, nach dem Motto "höher schneller weiter" und noch ein bis xxx unnütze Feature mehr.
Manch Hersteller wirft alle 3-6 Monate ein neues Modell auf den Markt mit der Begründung der Markt will das.
Ich bin da raus, um vernünftig Musik zu hören reicht normales Stereo.
Entweder Amp & 2 Boxen oder DAP & KH und die Welt ist in Ordnung.
Wie man so schön sagt, weniger ist mehr ...
der_kottan
Inventar
#47 erstellt: 16. Jun 2019, 09:05
Weniger ist mehr bei 6 Kopfhörern?
Ghoster52
Stammgast
#48 erstellt: 16. Jun 2019, 09:19
Es waren mal ca. 15 ...
Ich bin ein "Hifi-Freak" und mehrere Zimmer sind mit Hifi belegt.
Sockenpuppe
Stammgast
#49 erstellt: 16. Jun 2019, 09:26

Weniger ist mehr bei 6 Kopfhörern?


Alles eine Sache der Betrachtungsweise.


Manch Hersteller wirft alle 3-6 Monate ein neues Modell auf den Markt mit der Begründung der Markt will das.


Ich habe eher das Gefühl, dass sich die Produktzyklen verlängert haben (Lautsprecher, Verstärker, Kameras/Objektive), kann mich diesbezüglich aber auch irren.


Es waren mal ca. 15 ...
Ich bin ein "Hifi-Freak" und mehrere Zimmer sind mit Hifi belegt.


Ja gut, bezüglich Kopfhörer würde ich auch meinen, dass da noch was geht, herstellerseitig.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 16. Jun 2019, 09:30 bearbeitet]
Ghoster52
Stammgast
#50 erstellt: 16. Jun 2019, 09:51

bezüglich Kopfhörer würde ich auch meinen, dass da noch was geht, herstellerseitig.

Wenn ich mich "oute", wird klar, das es wieder mehr sind.
Lass mich mal überlegen...
AKG, Beyer, Blon, Dero, Denon, Fostex, Logitech, Oppo & Sivga usw.


ch habe eher das Gefühl, dass sich die Produktzyklen verlängert haben

Im mobilen Bereich eher nicht, Fiio und Hifiman werfen ständig neue Produkte auf den Markt.

VG Kai
music12
Stammgast
#51 erstellt: 03. Jul 2019, 19:31
Weiß nicht, ob das schon jemand kennt oder kannte. Ist aber glaube ich passend zum Thema. Mit einen kleinen Lächeln.

https://mikekimindus...i-Marketing-Campaign

Übersetzt:

"Audionauts Hi-Fi-Marketingkampagne
Das Auffrischen der Werte von High-Fidelity-Enthusiasten in ein Produkt, das eine jüngere Generation anspricht.

Der Audionaut dient dazu, eine jüngere Zielgruppe von Audio-Enthusiasten anzusprechen. Während Astronauten unsere physischen Grenzen erforschen, erforschen Audionauten unseren mentalen Weltraum. Ihr Helm ist die verdichtete Botschaft ihres Zwecks und eine Metapher für alles, wofür ein Audiophiler durch die Verwendung von Materialien, Form und Funktion steht. präsentiert als interaktive Werbung, um andere auf die Sache aufmerksam zu machen.

Nicht jeder identifiziert sich als Audiophiler, aber es gibt etwas in der Musik, das im Menschen mitschwingt, um ihn zu einem Audiophilen zu machen. Ein Künstler stimmte die richtige Note, platzierte das richtige Wort und übte, damit das Stück fehlerfrei geliefert und aufgenommen werden kann. Um ihnen den Respekt vor der korrekten Wiedergabe einer solchen Leistung zu verweigern, wird die entsprechende Gutschrift verweigert. Bei den meisten Raubkopien handelt es sich um MP3-Dateien von geringer Qualität, die keiner finanziellen Aufwertung bedürfen. Seite an Seite ist der Unterschied für niemanden akzeptabel; Vielleicht ist Qualität die Innovation, die die Musikindustrie braucht, um sich anzupassen, und der Audionaut ist das Werkzeug, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Sache zu lenken. Steigern Sie das Interesse an HiFi, fördern Sie den neu gewonnenen Respekt für eine Kunstform und erneuern Sie die Musikindustrie für die Zukunft. Dies ist der Zweck des Audionaut."


[Beitrag von music12 am 03. Jul 2019, 19:31 bearbeitet]
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