Analog oder Digitalverstarker

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TheSoundCheck
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Jan 2026, 13:10
Hallo in die Runde,

ich hätte gerne mal eure Meinung zu folgender Sache gehört.

Vor vielen Jahren war klanglich hochwertige Musik mein Hobby, ich hatte ein extra "Musikzimmer" in der die Anlage "eingepasst" war.
Damals hatte ich den DENON AVC-A1SE mit mehreren u.a. T+A Boxen (10 St.) als Surround System betrieben.
Mittlerweile gibt es das Hobby und das Musikzimmer nicht mehr. Übrig geblieben sind der Verstärker und 6 Lautsprecher, die "so nebenbei" im Wohnzimmer stehen. Nach vielen Jahren wollte ich dann den Verstärker wieder in Betrieb nehmen. Leider musste ich feststellen dass dieser nicht mehr funktioniert. Vom Fachbetrieb erhielt ich die Auskunft, das diese Geräte die langen Standzeiten ohne Nutzung nicht vertragen. Eine Reparatur würde mich grob um 500 € kosten.

Nun möchte ich in Zukunft hin und wieder mal Musik auch als Surround mit 6 Boxen hören. Klanglich gut aber nicht HighEnd!

Nun hat sich mittlerweile so viel bei der Verstärkertechnik getan, sprich digitalisiert, dass ich als Laie mittlerweile unschlüssig bin was ich mache. Den DENON nochmal reparieren lasse oder auf einen neuen digitalen Verstärker in der max. 1000€ Klasse wechsel!?

Wie ist eure Meinung dazu?
Danke vorab, Chris
ardina
Inventar
#2 erstellt: 28. Jan 2026, 13:20
Hi,
ich vermute da hast du was falsch verstanden. Verstärker sind immer analog, auch Class D Verstärker. Das sind „getaktete“ Verstärker, die verbrauchen weniger Strom, aber digital ist da erstmal nichts.

Anders verhält es sich mit der Signalverarbeitung im Vorverstärkerbereich. Wenn du ein integriertes Gerät z.B. mit DSP-Raumkorrektur, Streamer für Online-Dienste etc. möchtest, werden auch analoge Eingangssignale, z.B. Plattenspieler direkt digital gewandelt. Das ist notwendig damit das DSP überhaupt was mit dem Material anfangen kann. Bevor alle Musiksignale die Endstufe erreichen, also die eigentliche Verstärkung, wird wieder zurück zum analogen Signal gewandelt. Das gilt auch für Signale von digitalen Quellgeräten oder Streams. Lautsprecher können mit digitalen Signalen nichts anfangen.

pogopogo
Gesperrt
#3 erstellt: 28. Jan 2026, 13:32
Ein Tipp von mir: JBL MA7100HP
Bei Bedarf kannst du auch noch Dirac Live nachrüsten.
ardina
Inventar
#4 erstellt: 28. Jan 2026, 13:44
Vorsicht, es gibt hier Teilnehmer, die immer und zügellos Werbung für bestimmte Produkte machen.

JBL ist jetzt kein klassischer Hersteller solcher Gerätegattungen, sondern vorrangig ein guter Lautsprecherhersteller. Natürlich wird das Gerät funktionieren, wäre aber über deinem Budget.

Ich würde lieber z.B. einen Yamaha RX-A4A nehmen, oder mich bei Denon und Marantz (weitgehend Baugleich) umsehen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

pogopogo
Gesperrt
#5 erstellt: 28. Jan 2026, 13:52
Wo ist der Class-D über Budget
Btw. kann JBL AVR, siehe auch die hochpreisige Synthesis-Serie.
ardina
Inventar
#6 erstellt: 28. Jan 2026, 14:15
Ich habe nicht gesagt, dass die das nicht können, aber das ist für JBL ein Side Project der Not geschuldet.

Das Teil kostet wohl gut 1.300€ und der TE hatte ca. 1.000€ als Budget angegeben. Die Geräte der „normalen“ Hersteller, die ich genannt habe, gibt es günstiger und die werden nicht schlechter sein, als der JBL.

pogopogo
Gesperrt
#7 erstellt: 28. Jan 2026, 14:44

ardina (Beitrag #6) schrieb:
Das Teil kostet wohl gut 1.300€ und der TE hatte ca. 1.000€ als Budget angegeben.

Nur mal ein Beispiel: Link
Btw. baut JBL nicht aus Not AVRs...
ardina
Inventar
#8 erstellt: 28. Jan 2026, 15:17
Ok, der Preis stimmt ja dann schon mal.

Pogo, JBL ist ein klassischer Lautsprecherhersteller und das seit vielen Jahrzehnten. Gerade weil man auch den Profi-Markt bedient wurde es irgendwann auch notwendig aktive Lautsprecher anzubieten. Vermutlich hat man zunächst mit zugekaufter Technik gearbeitet und irgendwann selbst was gebaut. Ist ja nun auch keine Raketentechnik.

JBL gehörte schon lange zur Harman Gruppe und da hätte man schon aus strategischen Gründen keine JBL-Verstärker angeboten. Nun scheint das opportun zu sein und Teile der benötigten Technik waren ja auch schon da. Da baut, oder lässt man bauen, eben auch ein paar Consumer Geräte.
Ich würde mir sowas lieber von einem Hersteller wie Yamaha oder Denon kaufen. Wer weiß wie schnell man bei JBL, oder in der zugehörigen Gruppe, die Lust daran verliert.

Aber ja, man kann auch so ein Gerät von JBL kaufen, wird schon funktionieren.

Skaladesign
Inventar
#9 erstellt: 28. Jan 2026, 15:35
Wenn du mit dem Denon zufrieden warst, dann nimm doch wieder einen. Da machst du erstmal nix mit falsch.
Und ja Ardina hat es schon angesprochen, Vorsicht mit dem JBL Werbebot.
Denon_1957
Inventar
#10 erstellt: 28. Jan 2026, 19:26
Wie mein Kollege schon schrieb wenn du mit Denon zufrieden warst dann schau dir mal den Denon X1800 an der sollte für deine Zwecke vollkommen reichen.
Klick hier https://www.google.c...ACKAB6BAgGEEA&adurl=
Und der User pogo kennt nur JBL und NAD und natürlich das Allheilmittel Dirac.


[Beitrag von Denon_1957 am 28. Jan 2026, 21:11 bearbeitet]
klausimhaus
Stammgast
#11 erstellt: 28. Jan 2026, 20:09
Bei What Hi-Fi? ist der JBL MA7100HP durchgefallen. Statt dessen wird der Sony TA-AN1000 gelobt und ist sogar Produkt des Jahres geworden.
der_Lauscher
Inventar
#12 erstellt: 28. Jan 2026, 20:10
muß da (leider) Pogo sogar Recht geben, habe meinen Yamaha RXV 450 Class A/B sehr erfolgreich mit einem JBL, sogar nur den Kleinsten MA-310 mit Class D, ersetzt. Bei mir ein DEUTLICHER Zugewinn, obwohl eigentlich ähnliche Leistungsdaten. Auch im Heimkinobetrieb punktet der JBL mit besserer Verständlichkeit. War anfangs auch skeptisch, vor Allem weil für mich JBL nur früher mal gute Lautsprecher gebaut hatte, heutzutage finde ich die .... (sagen wir mal grenzwertig ).
Wer letztendlich den JBL baut ist mir eigentlich egal, da ich auch einige gute Stereo Class D aus China habe, die auch alle ohne Beanstandungen sind und sogar gut mit "Markengeräten", z.T. im zig fachen Preissegment, mithalten können
Außerdem ist der JBL einer der wenigen AV-R, die schön flach bauen, nicht warm werden und speziell in weiß ein schickes Outfit haben

@ TE, von daher, wenn dir 5.2 genügt, könntest du auch (evtl. gebraucht) nach einem JBL MA-310 (oder 510) schauen
Yamahaphilist
Stammgast
#13 erstellt: 28. Jan 2026, 21:39
Ohne Reparatur wäre der Bolide irgendwann nur noch für die Recyclingtonne oder ein Dekogegenstand, auf dem dann mal eine Blumenvase stehen wird. Eigentlich zu schade, da es dieses Innenleben heute nur noch für wesentlich mehr Geld gibt, daher Zweitmeinung einholen. Alterung sind meist Lötstellen, Kondensatoren, etc. Dinge, für deren Austausch eigentlich nur der Faktor Zeit die Höhe der Rechnung bestimmt. Vielleicht machts jemand günstiger. 500. Euro klingt nach 20-30Euro für Ersatzteile, der Rest ist Arbeitszeit, und die wird oft deutlich unterschiedlich abgerechnet. Und wenn es dann noch allerhand analoge Zusatzgeräte gibt, die betrieben werden sollen, fehlen heute schlicht entsprechende Anschlüsse.
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