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Fachzeitschriften

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Autor
Beitrag
Dreizack
Stammgast
#1 erstellt: 19. Okt 2004, 09:25
Hallo,
was haltet Ihr hier im Forum eigentlich von den diversen Fachzeitschriften (STEREO, Stereoplay, Audio, etc.) Meiner Meinung nach haben sich die Magazine in den letzten 15 Jahren verschlechtert.
Mittlerweile hört man ja Klangunterschiede zwischen verschiedenen Steckdosenleisten, Cinch-Kabeln etc. Eine fundierte auf den Gesetzen der Physik beruhende Erklärung bleibt aus oder es kommen nur schwammige Statements diesbezüglich.
Auch sind die Test oftmals nicht mehr so ausführlich wie früher. Tolle Technik-Beilagen wie z.B. die berühmten "Blauen Seiten" der Stereoplay gibts es nicht nicht mehr.
Die Plattenkritiken lassen hinsichtlich Ihrer Ausführlichkeit zu wünschen übrig.

Mfg
Dreizack
RealHendrik
Inventar
#2 erstellt: 19. Okt 2004, 09:38
Da gebe ich Dir vorbehaltlos Recht: Alle HiFi-Gazetten haben qualitativ nachgelassen.

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ein engagierter HiFi-Liebhaber einfach nicht mehr so viel "selbstmachen" kann wie noch zu Zeiten der Analogis! Welche Wissenschaft war es, einen Plattenspieler mit den richtigen Komponenten zu kombinieren und korrekt zu justieren! Und welch Aufwand konnte getrieben werden, um Cassetten zu "Höchstleistungen" zu verhelfen.

Und heute? Heute ist alles "digital", also nur noch Tonträger 'rein und ab geht's. Um dieses Nichtstun zu kompensieren, verlegt man sich eben auf Abstrusitäten wie Netzleisten und Sonstiges. Man kann schon froh sein, wenn man einen gescheiten Tipp bekommt, die Boxen richtig aufzustellen.

Was die Plattenkritiken angeht: Früher [war alles besser *grins*] gab es noch jede Menge Individualisten im Musikbusiness, die alle ihren eigenen Stil hatten. Heute schielt man praktisch überall auf die beste Verkäuflichkeit, und die erreicht man eben mit möglichst großer und allgemein beliebter Einheitlichkeit. Was Wunder, dass darüber kaum gescheit zu schreiben ist?

Gruss,

Hendrik
Thono
Stammgast
#3 erstellt: 19. Okt 2004, 09:41
Hallo,

was andere von den Zeitschriften halten ist eigentlich egal. Du hast ja Dein Urteil schon getroffen. So wie sich Deine Beschreibung liest erreicht man Dich als potentiellen Leser nicht.

Sicher ändern sich die Zeitschriften im Laufe der Jahre. Alles andere wäre m.E. auch ein Armutszeugnis. Du vermißt exakte physikalische Erklärungen? Wer noch? Der übliche Leser auch? Anscheinend hat man sich aus versch. Gründen davon verabschiedet, ebenso von allzu umfangreichen Meßergebnissen und Diagrammen.
Zeitschriften passen sich ihrem Publikum an oder suchen sich ein größeres, wenn die alte Leserschaft nicht mehr reicht. Du kannst sicher sein daß die meisten Menschen nicht an genauen Erklärungen interessiert sind, es interessiert sie nicht.
Und was erwartest Du von Plattenkritiken? Mir jedenfalls reichen die Informationen.
Ganz nebenbei sind die Zeitschriften auch eine Art Vermittler zwischen der herstellenden Industrie und dem potentiellen Käufer. Womit ja auch schon eine gewisse Tendenz klar wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: wenn Dir die Zeitschriften sowieso nicht taugen dann lasse sie doch einfach links liegen. Egal was andere sagen.

Gruß
Thomas
rubicon
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 19. Okt 2004, 09:45
Das Niveau der sog. "Fachzeitschriften" hat in der Tat immer stärker nachgelassen.
Früher war "Das Ohr" vorbildlich.
Ich lese eigentlich nur noch das "Hörerlebnis". Dort wird keine Werbung geschaltet und man kann noch am ehesten nachvollziehen, auf welche Art und Weise die Tester zu ihren Ergebnissen kommen.

Gruß
rubicon


[Beitrag von rubicon am 19. Okt 2004, 09:47 bearbeitet]
donperignon1993
Stammgast
#5 erstellt: 19. Okt 2004, 09:49
Ich blättere gerne mal drinn herum, lasse mich aber von diversen Tests nicht beeindrucken! ich hole mir aber gerne mal verschiedene Anregungen!
Für mich ist Audio die am besten auf gemachteste Fachzeitschrift in Richtung HIFI.
harry_01
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Okt 2004, 11:30
Mal eine Frage in die Runde. Woher bezieht Ihr euer Wissen? Ich meine, dieses Forum ist schon sehr gut aber ist das schon Alles?

MfG
Harry
rubicon
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 19. Okt 2004, 11:37
Mein Wissen habe ich mir in 30 Jahren Beschäftigung mit dem Hobby HiFi, durch Fachbücher und durch Austausch mit Händlern, Entwicklern und anderen Hobbyisten angeeignet.

Hier im Forum wird "Wissen" oft gern zur Schau gestellt - viele halten sich für "Experten".

Einer genaueren Analyse hält das meiste dann nicht stand. Es dient eher zur Unterhaltung. Manche brauchen das wohl auch als Kompensation.

Ich weiß, sowas hört man nicht gerne, ist aber meine Einschätzung.

Gruß
rubicon
Mohol
Stammgast
#8 erstellt: 19. Okt 2004, 11:52
Es stimmt, daß die Qualität nachgelassen hat.
Genauso stimmt es, daß die "Masse" bestimmte Dinge nicht mehr lesen will.

Einzelne Testberichte gingen früher manchmal über mehrere Seiten, heute sind es max. 2 Seiten mit Photos und vielleicht noch Werbung mittendrin. Die Klangbschreibungen, die verwendeten Begriffe, lassen eine Analyse zu einem Kreuzworträtsel verkommen.

Ich denke aber schon, daß wir mit daran Schuld sind. Man denke nur an MP3 aus dem Internet und die rückläufigen CD-Absätze. Als Ausrede höre ich meistens, daß die CD´s zu teuer sind. Ich glaube, auch wenn die CD´s billiger wären, würden sich viele die Musik lieber aus dem internet holen.

Das mit den schlechten CD-Kritiken kann ich nicht teilen. Ich habe einige Perlen zu Hause, die ich ohne Zeitschriften sonst wohl niemals haben würde.

Gruß
Dieter
Mr.Stereo
Inventar
#9 erstellt: 19. Okt 2004, 12:11
Ich denke, keiner von uns hier kann behaupten, dass er die 100%'tige Wahrheit kennt. Ab wann ist man aber ein Experte?
Ich finde es aber völlig OK, wenn man das Forum hier zum Erfahrungsaustausch sieht.
Die Testzeitschriftwen, die sich das Mäntelchen der Neutralität und Unabhängigkeit umhängen, sollten da aber etwas professioneller und glaubwürdiger vorgehen, sonst werden sie irgendwann nur noch als Werbeblättchen wahrgenommen.
Klar, dass sie immer mal wieder Sensationsberichte, vom Schlage einer Celesion3 (Anfang 90'er) oder Enacom und anderer Voodoo-Artikel brauchen, um einen "Aufmacher" zu haben. Auf der anderen Seite, waren es oft die Testzeitschriften, die klangverbessernde Maßnahmen, wie Kabel, Lautsprecherständer, Spikes, usw. salonfähig gemacht haben.
Hier zu differentieren, ist nicht einfach, wir kommen, wie in vielen anderen Bereichen, nicht drum herum, uns unsere eigene Meinung zu bilden, und dafür die Verantwortung zu übernehmen.
rubicon
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 19. Okt 2004, 12:15
Mr Stereo schrieb:

Ich finde es aber völlig OK, wenn man das Forum hier zum Erfahrungsaustausch sieht.


Sehr gut formuliert. Erfahrungen sind immer mitteilenswert und interessant. Nur manche halten ihre Erfahrungen für die Wahrheit.

Gruß
rubicon


[Beitrag von rubicon am 19. Okt 2004, 12:39 bearbeitet]
Tantris
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 19. Okt 2004, 12:29
Hallo,



Nur manche halten ihre Erfahrungen als die Wahrheit.
(Rubicon)



Wir müssen unsere Kinder mehr Deutsch lernen.
(E. Stoiber)

Gruß, ;-)

T.
rubicon
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 19. Okt 2004, 12:38
Hallo Tantris,

danke für deinen Hinweis. Habe die Rechtschreibfehler korrigiert. Ich mache mir allerdings nicht die Mühe, deine Rechtschreibfehler zu verfolgen.
Ach, ich vergaß: du kannst ja keine Fehler machen...

aufmerksamer Gruß
rubicon
ratte
Stammgast
#13 erstellt: 19. Okt 2004, 12:57
Vorweg, ich arbeite für die Fachpresse. Insofern ist meine Sicht der Dinge sicher nicht repräsentativ

Was mir auffällt ist, dass v.A. Audio zusehends Hype-Themen aufgreift und belanglosen Kleinkram testet. Ich warte ja immer noch auf das erste Handy, dem Audio 5 Ohren aufgrund des guten Soundes der Klingeltöne verliehen hat.
Was ebenfalls auffällt ist, dass z.B. Stereo immer mehr esoterischen Kram "testet".

Aber für all das gibts gute Gründe. Zeitschriften verändern sich, ändern vielleicht sogar die Zielgruppe, wenn man sich dadurch mehr Auflage / Anzeigen verspricht. Daraus folgt natürlich, dass sich manche "alten" Leser in neuen Konzepten nicht mehr wiederfinden und nicht nur das Abo kündigen, sondern auch in Foren wie diesem hier ihren Unmut freien Lauf lassen.

Was sicher nicht stimmt (aber hier oft behauptet wird) ist, dass Anzeigen von Herstellern oder Distris direkten Einfluss auf ein Testergebnis haben.

Was sicher auch nicht stimmt ist, dass alle bei Hifi-Redaktionen beschäftigten Leute von haus aus Idioten sind und eh keine Ahnung haben. Auch diese Meinung findet im Forum hier breite Unterstützung.

Ich denke, die Zeitschriften können aber einen hervorragenden Überblick über den Markt geben. Vor allem bei feature-reichen Geräten wie AV-Verstärker sind sie sogar eine echte Hilfe. Ob man nun vorbehaltlos glauben muss, dass ein Spider-Rack besser klingt als ein Creaktive - nunja. Immerhin kann man schöne Bilder ansehen.

Für die Forumsteilnehmer, die sich wahrscheinlich weniger für portable MP3-Player interessieren als für Tonabnehmer, die sollten IMHO Hererlebnis, Image HiFi und die Stereophile (gibts günstig bei zinio.com als e-paper). Die drei "grossen" sind fürs durchbkättern in der U-Bahn. Zumindest in den CD-Kritiken finde ich IMMER was interessantes.

gruss
ratte


[Beitrag von ratte am 19. Okt 2004, 12:57 bearbeitet]
martin
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 19. Okt 2004, 13:11
@rubicon


Hier im Forum wird "Wissen" oft gern zur Schau gestellt - viele halten sich für "Experten".

Einer genaueren Analyse hält das meiste dann nicht stand.


Ich warte noch auf eine Analyse von Dir -nur eine-, die Deine Behauptung bestätigt

Wer sein 'Wissen zur Schau' stellt, muss damit rechnen, dass dies in der Praxis kritisch überprüft wird.
Ich bin kaum überrascht, wenn sich plausible Erklärungen der "Experten" in der Praxis, sprich im Höreindruck widerspiegeln. Und wenn einmal nicht, hat man eine aufbauende Diskussionsgrundlage.

Da zieht man sich doch ungleich leichter aus der Affäre, wenn man von 30jähriger Erfahrung, einer irgendwie gearteten gekünstelten Natürlichkeit oder einem nicht nachvollziehbaren pers. Geschmack oder Eindruck spricht, der null Aussagekraft hat.

Grüße
martin
Hive
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Okt 2004, 13:52
Hallo,

das Internet hat hier indirekt auch zugeschlagen. Tests,
Erfahrungsaustausch (siehe hier) und der beliebte Preis-
vergleich ist online inklusive "live dabei Gefühl" für lau
zu haben. Was können da ein paar Blätter buntes Papier auf
Dauer dagegenhalten ?

Gruss Hive

P.S. Bewußt schwarz-weiss formuliert


[Beitrag von Hive am 19. Okt 2004, 13:53 bearbeitet]
rubicon
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 19. Okt 2004, 13:54
martin schrieb:

Ich warte noch auf eine Analyse von Dir -nur eine-, die Deine Behauptung bestätigt



Ich bin hier weder die Inquisition noch das Institut für Wahrheit. Ich lese mir die Beiträge durch und werte sie. Genau so verfahren andere Leser. Darüber Rechenschaft abzugeben, was man für richtig oder falsch hält, mögen andere "selbsternannte Experten" tun. Davon gibt es hier jede Menge.

Ich überlasse immer dem Leser selbst, sich ein Urteil zu bilden. Denn er kann dies, ohne daß ihn ein "Wissender" an die Hand nimmt und ihn ins gelobte Land der Erkenntnis "fürsorglich begleitet". Viele halten aber die Leser für dumm und verkaufen ihre subjektiven Meinungen als die reine Wahrheit.

Damit kein falscher Eindruck entsteht. Es handelt sich um meinen persönlichen Eindruck - andere können und dürfen zu anderen Eindrücken gelangen.

Gruß
rubicon
Macek
Stammgast
#17 erstellt: 19. Okt 2004, 14:27
Hätte man mir vor 3 Jahren gesagt : Unsere Zeitschrift kostet bald 10 DM (heute 5 Euro) mit doppelt so viel Werbung. Und die 2 Werbung testen wir für euch.

Meine Frage : Wer kauft solche Zeitschrift überhaupt ?
Dr.Who
Inventar
#18 erstellt: 19. Okt 2004, 14:31

Macek schrieb:
Wer kauft solche Zeitschrift überhaupt ?



Ich !
Habe mich daran gewöhnt und bleibe so auf dem laufenden.

Dreizack
Stammgast
#19 erstellt: 19. Okt 2004, 15:17
Hi,
ich möchte noch hinzufügen, daß ich die Magazine nicht unbedingt für schlecht halte, aber früher waren sie meiner Meinung nach halt besser.
Die STEREO lese ich sogar noch recht oft, obwohl dort wohl am meisten philosophiert wird. Die AUDIO kommt für mich allerdings nicht mehr in Frage. Da kann ich mir ja gleich die HIFI TEST kaufen und die ist halt billiger.
Im Internet schaue ich mal ganz gerne bei [www.areadvd.de]vorbei. Dort werden Geräte zumindest sehr ausführlich vorgestellt (z.B. DVD Player DENON DVD-2900).

Mfg
Dreizack
bergteufel_2
Inventar
#20 erstellt: 19. Okt 2004, 15:33

Dreizack schrieb:
Auch sind die Test oftmals nicht mehr so ausführlich wie früher. Tolle Technik-Beilagen wie z.B. die berühmten "Blauen Seiten" der Stereoplay gibts es nicht nicht mehr.

Muss ich leider bestätigen :-(
Habe früher alles lesbare gelesen und mir in diesem Jahr nach längerer Abtinenz mal wieder Stereoplay und Audio gekauft (mehrere Ausgaben jeweils) und finde eigentlich alles schlechter.
Wenn ich früher (einen genauen zeitraum kann ich nicht angeben) z.B. einen Boxentest gelesen habe, konnte ich mir anhand der Beschreibung des Redakteurs in etwa vorstellen, wei er seine Klangbeschreibung meinte, sie war m.E. auch erheblich ausführlicher UND - sehr wichtig - sie machte des öfteren neugierig und regte zum anhören an.
Heute hört sich so etwas kurz und fast schon brutal sachlich an:
"Das grundsolide Tonmöbel spielte an der eingangs erwähnten Referenzelektronik auf Anhieb wie dafür geschaffen." ( ) "Extrem kulitiviert, traumhaft leichtfüßig und mit einem druckvoll-durchhörbaren Bass gesegnet, entzückt die .... Feingeister wie auch Dynamikfreaks gleichermaßen." ( )
Wie bitte hab ich mir den Klang dieses Lautsprechers denn genau vorzustellen Nur für Interessierte, der Redakteur redete (schrieb) hier über eine Thiel CS 7.2 (lt. Steroplay ein Lautsprecher der absoluten Spitzenklasse, der an einer Röhre gehört wurde) einem Lautsprecher über den man - meine Meinung . schon ein paar mehr Worte verlieren könnte, so man denn wollte. Dem ganzen Lautsprecher-Test gab man immerhin eine Doppelseite Platz, eine Lua Con Affetto (ebenfalls absolute Spitzenklasse) mußte sich sogar mit einer einzigen Seite begnügen - einzige Klangbeschreibung "... kaum aber die Homogenität und musikalische Wärme..." ja wirklich, diese wenigen Worte sind alles zum Klang. Kommentar m.E. überflüssig.
Meine Folge, auf diese wenigen Worte verzichte ich gern vollständig, auch wenn es leider keine "besseren" gibt.
Macek
Stammgast
#21 erstellt: 19. Okt 2004, 15:52

Dr.Who schrieb:

Macek schrieb:
Wer kauft solche Zeitschrift überhaupt ?



Ich !
Habe mich daran gewöhnt und bleibe so auf dem laufenden.

:prost


Gute Einstellung. Zum Glück gibt es nicht mehr Leut wie mich . Mit der Wirtschaftslage würde es noch schneller den Bach heruntergehen.
Schili
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 19. Okt 2004, 16:18
Hi,
ich habe die Audio im Abo. Es ist nach meinem Dafürhalten das einzige (audiophile) Printmedium, welches meine Konsumvorstellungen trifft und auch Produkte, die innerhalb meines finanziellen Rahmens sind, behandelt. So schön und erstrebenswert die meisten Produkte in den anderen Medien sind, es ödet mich schlicht und ergreifend an, ständig nur Tests von finanziell(für mich..) unerschwinglichen Produkten zu lesen. Ein bisschen Träumen ist ja okay - aber der zehnte Test irgend eines 12.000 Euro CD-Players ist nicht praxisgerecht. Dabei schafft die Audio noch halbwegs den Spagat zwischen einigermaßen vernünftigem Layout und - so mein Eindruck - gut geschriebenen Beiträgen und der Abhebung von den Billigblättchen a la Audio-Bild. Und Tests von Geräten der so genannten Consumer-Class. Leider muss ich gestehen, dass ich von elektronischen Dingen so gut wie keine Ahnung habe und mich daher häufig auf das Urteil der Medien verlassen muss. Wen sollte ich auch sonst fragen? Welche Beurteilung von Hifi-Produkten kann schon als absolut gelten??
Richtig ärgerlich finde ich die häufig schlampige Recherche zu den CD-Tipps. Spontan fällt mir ein, dass die Sängerin von "2-Raum-Wohnung" (Inga Humpe) bei einer Besprechung als "frühere IDEAL-Sängerin" betitelt wurde. Das war natürlich ihre Schwester, Anete Humpe... Ähnliche Dinge passieren ständig. Nix Wildes; ist für mich aber einfach schlampiger Journalismus...

Gruß, Schili
-scope-
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 19. Okt 2004, 16:22
Hallo,

meine Lieblingszeizschriften waren die Hifi-Stereophonie und ganz besonders die Hifi-Exclusiv. Beide Zeitschriften richteten sich an den technisch interessierten Hobbyisten und waren u.A. mit Messdiagrammen, sowie deren Erklärungen ziemlich vollgestopft. Es wurde auf Schaltungsvarianten und technische Besonderheiten in Form von Blockdschaltbildern eingegangen.
Ausserdem gab es Grundlagenwissen, sowie zahlreiche abbildungen der Geräteinnereien.

Es wurde erstaunlich wenig esoterisches Gefasel abgedruckt wie es z.B. in anderen Blättern der Fall ist:
z.B.
Der zarte Schmelz ihrer Stimme verzauberte den Raum in ungeahnter Fülle. Der seidige Hauch ihrer.....usw...usw..

Kein Kunde will heute technische Details, sondern eben solche Beschreibungen. Den Geräten MUSS ein ganz bestimmter Charakter angedichtet werden, damit sie sich so eindeutig untereinander unterscheiden.

Stellt euch mal einen Test von 5 Endstufen in der 5000.- € Klasse vor, der (ganz grob) SO verfasst wäre:

Alle diese Endstufen bieten hohe Leistungsreserven und hatten allesamt den Lautsprecher "fest im Griff". Es gab bei keinem Gerät Verzerrungen, (IM TIM THD) und ausgezeichneten SINAD. Fünf wahre Prachtkerle, die es in sich haben, und excellente Verarbeitung bieten.

Das Blatt wäre ruiniert!
Sowas darf nicht sein!!


[Beitrag von -scope- am 19. Okt 2004, 16:25 bearbeitet]
Dr.Who
Inventar
#24 erstellt: 19. Okt 2004, 16:41

-scope- schrieb:


Alle diese Endstufen bieten hohe Leistungsreserven und hatten allesamt den Lautsprecher "fest im Griff". Es gab bei keinem Gerät Verzerrungen, (IM TIM THD) und ausgezeichneten SINAD. Fünf wahre Prachtkerle, die es in sich haben, und excellente Verarbeitung bieten.

Das Blatt wäre ruiniert!
Sowas darf nicht sein!! :L



Hallo,

ach,gibt es denn keine Unterschiede - das wäre dann nämlich der Umkehrschluß.

Moonlightshadow
Inventar
#25 erstellt: 19. Okt 2004, 16:48
Hallo,

also ich lese überhaupt nichts mehr.

Die Hifi-Exclusiv habe ich aber auch gerne gelesen. Sie hatten ja schliesslich auch den ein oder anderen Flat Earther in ihren Reihen.


[Beitrag von Moonlightshadow am 19. Okt 2004, 16:53 bearbeitet]
Macek
Stammgast
#26 erstellt: 19. Okt 2004, 16:55
Ok, werde noch einmal meinen Senf abgeben. Bin der Meinung ( auch wenn mich einige steinigen möchten ) das ab gewissen Equipment nur noch die Werbung für uns einen besseren Hörgenuss entscheiden möchte.
Es ist für mich fragwürdig, ob ich bei einer handgefertigten Platine noch irgendeinen hörbaren Unterschied wahrnehme. Natürlich sind teure und edle Teile eingebaut, das Feinste von feinsten nur was bringt es mir,wenn ich keinen wahnsinns hörbaren Unterschied bemerke. Vielleicht messbar, sehe es nicht als relevant dafür 2 - 3000 € auszugeben. Meiner Meinung nach ist das Augenwischerei, man versucht nur an das Geld der Besserverdienenden heranzukommen.
-scope-
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 19. Okt 2004, 17:05
Hallo,


ach,gibt es denn keine Unterschiede - das wäre dann nämlich der Umkehrschluß


Die Unterschiede werden in den gehobenen Qualitätsklassen bei vergleichbaren Technologien (keine Röhren oder Übertrager in der Ausgangsstufe) weitgehend nicht mehr so klar wahrnehmbar, wie es manche Tests suggerieren wollen.
Oft sind die vergleichbaren!!! Geräte einfach zu nah beieinander

Nun wird es immer wieder Leute aus allen "Klassen" (vom Ingenieur bis hin zum Schüler mit Kompaktanlage), die eben das genau bestreiten und Dinge hören, die um ein Vielfaches geringer ausfallen als es irgendein Verstärker erzeugen könnte.

Nun habe ich in der Vergangenheit immer Lautsprecher besessen, die aufgrund ihrer Technik nur "eher wenige" Verstärker aus technischer Sicht zulassen, und wenn ich mir mal (ab und an) die Mühe gemacht habe, eine endstufe auszuprobieren, die es imo "wert war", dann war ich immer etwas entteuscht, da sich (wenn überhaupt) nur sehr wenig änderte.

Sicherlich ein Thema, dass (wiedermal) zwei Fronten erzeugt.


[Beitrag von -scope- am 19. Okt 2004, 17:08 bearbeitet]
rubicon
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 19. Okt 2004, 17:11
Hallo scope,

Sicherlich ein Thema, dass (wiedermal) zwei Fronten erzeugt.


Nein, muß nicht sein. Ich kann deine Versuche mit Verstärkern schon nachvollziehen, das ist glaubhaft.

Unterschiede spielen sich ab einem gewissen Qualitätsniveau eh nur in Nuancen ab. Diese können aber für den Besitzer durchaus wichtig sein. Von Riesenunterschieden zu reden, ist dann natürlich Unsinn, sie sind es dann höchstens in seiner Wahrnehmung und Gewichtung. Da sollte man die Kirche im Dorf lassen.

Gruß
rubicon
Hive
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 20. Okt 2004, 06:34

rubicon schrieb:
Hallo scope,

Sicherlich ein Thema, dass (wiedermal) zwei Fronten erzeugt.

Unterschiede spielen sich ab einem gewissen Qualitätsniveau eh nur in Nuancen ab. Diese können aber für den Besitzer durchaus wichtig sein. Von Riesenunterschieden zu reden, ist dann natürlich Unsinn, sie sind es dann höchstens in seiner Wahrnehmung und Gewichtung. Da sollte man die Kirche im Dorf lassen.


Zumindest die krampfhafte Suche nach einem Testsieger ist
oft zum weinen.

Gruss Hive
Mr.Stereo
Inventar
#30 erstellt: 20. Okt 2004, 06:52
Hab schon einige Anlagen gehört, die streng nach Testsiegen zusammengestellt waren... zum weglaufen!
Dreizack
Stammgast
#31 erstellt: 20. Okt 2004, 07:32
Habe gestern im Sonderheft zum 30 jährigen Jubiläum der STEREO gelesen (Testbericht Nakamichi Dragon). Die alten Testberichte waren besser und ausführlicher. Es wurde mit fachlicher Kompetenz und Sachverstand getestet.

Dreizack
donperignon1993
Stammgast
#32 erstellt: 20. Okt 2004, 07:36

Mr.Stereo schrieb:
Hab schon einige Anlagen gehört, die streng nach Testsiegen zusammengestellt waren... zum weglaufen!






Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht, auch mal einen Thread drüber geschrieben! Also ohne anhören vorher geht echt garnichts!!!
Mr.Stereo
Inventar
#33 erstellt: 20. Okt 2004, 07:47
Ein Dragon testet man ja auch gerne mal.
Fragt sich nur, ob man bei dem Einheitsbrei heute, noch Lust und Hingabe beim testen verspührt, oder nicht doch eher mit Schablone und Schublade 20 Lautsprecher der 300 Euro-Preisklasse miteinander vergleicht.
Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Audio, in der "30 Boxenhits" präsentiert werden. Der Test ist so richtig runtergenuschelt, keine näheren Angaben oder Messwerte zu den Boxen. Nur eine simple Punktevergabe.
Was unterscheidet denn eine Focal Chorus 714S von einer B&W DM602.5 S3 ?! Zwei Punkte und Achtzig Euro ?!
Nicht mal Maße sind angegeben....erbärmlich!!!
zero-
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 20. Okt 2004, 07:49
Ich schätze, die schreiben vieles einfach nur als Testsieger rein
und in wirklichkeit bekommen die Typen nur Geld von der Firma reingeschoben.

"Schreib das - dann bekommst du Geld"
Schili
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 20. Okt 2004, 07:56
@ Mr.: Stereo: Ja - da gebe ich dir vorbehaltlos recht; das ist schon traurig...spiegelt aber den allgemeinen Trend bei Fachzeitschriften wider. Habe nach (sorry - off Topic ) 15 Jahren mein Motorrad-Abo gekündigt, weil da die Testberichte ähnlich stereotyp und oberflächlich runtergenudelt wurden...und am Ende "siegte" BMW..

Als ich vor kurzem nach der Suche nach nem neuen CD-Player (den ich dann auch hier im Forum gefunden habe.. ) war, habe ich nix - aber auch gar nix darüber in allen verfügbaren Printmedien gefunden - dafür der 100 Test des XYZ...einzig der Fachhandel konnte mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und da hab ich als Großstädter noch Glück - der Provinzler(das ist nicht abwertend gemeint.. )schaut wohl in die Röhre...

Gruß, Schili
pitt
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 20. Okt 2004, 08:03
Hi !

Ich habe genau wie Schili die Audio im Abo und bin auch seiner Meinung über die Qualität der Berichte ( besonderst seit einigen Monaten ). Durch einen ausführlichen Bericht der Audio bin ich auf meine PIO Kombi gestoßen und heute noch Glücklich mit dieser Entscheidung.

mfg Pitt ( aus der Provinz )
Mr.Stereo
Inventar
#37 erstellt: 20. Okt 2004, 08:03
@ Schilli,
übrigens, Glückwunsch zum FC-Erfolg.
Aber Leverkusen verkauft sich in der Champions-League auch nicht schlecht oder?!
Schaut ein FC-Fan eigentlich die Champions-League?
pitt
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 20. Okt 2004, 08:10
Oha !!!


Schaut ein FC-Fan eigentlich die Champions-League?


so ein Seitenhieb am frühen Morgen, daß tut dem Schili doch auch weh .

mfg Pitt
Mr.Stereo
Inventar
#39 erstellt: 20. Okt 2004, 08:19
@pitt&Schili,
Freundschaft

P.S. Off Topic: Hat eigentlich jemand von euch, den Totti gestern in seinem lächerlichen "Kleinen Gelben" gesehen?!
Bald tragen Fußballspieler Strapse und Stöckelschuhe!
Wollen Frauen sowas wirklich sehen?!
Schili
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 20. Okt 2004, 08:21
Danke,danke - zum Erfolg des FC Podolski..

Sorry - aber seit wann ist Leverkusen ein Champion? Eine wahre Championsleague würde unter Beteiligung der jeweiligen Landes-Meister stattfinden...ein Championsleague-Finale mit deutscher Beteiligung würde ich schon schauen - und dann wohl selbst Leverkusen die Daumen drücken...auch als Kölner. Und so lange Fortuna Düsseldorf nicht wieder aufsteigt, ist ja alles in Butter...
Oh- grad Videotext geguckt..3:1 gegen AS Rom ist natürlich schon beachtlich und verdient Respekt. So - jetzt hör ich auf zu schwaden, sonst wird der Threat noch verschoben... - @ Pitt: die schon an Masochismus grenzende Fan-Bereitschaft zum 1 FC Köln läßt einen so gut wie nix mehr wehtun...

Gruß, Schili


[Beitrag von Schili am 20. Okt 2004, 08:21 bearbeitet]
Dr.Who
Inventar
#41 erstellt: 20. Okt 2004, 08:38

Mr.Stereo schrieb:
Hab schon einige Anlagen gehört, die streng nach Testsiegen zusammengestellt waren... zum weglaufen!


Hallo Mr.Stereo,

entschuldige bitte,aber damit kommst du nicht durch - dann erwähne bitte auch um welche Preisklasse es sich handelte ?


Mr.Stereo
Inventar
#42 erstellt: 20. Okt 2004, 09:01
Zwei Beispiele:
1500.-Euro-Preisklasse, Sony-CD, Yamaha-Amp, Canton-LS
Schrill, kalt, ungemütlich..jede Art von Musik klang irgendwie blechern.
6000.-Euro-Preisklasse, Sony-CD, Accuphase-Amp, Spendor 75.1
Langweilig, ohne die für die Spendor typische plastische und klangfarbenreiche Wiedergabe.
1000.-Euro-Preisklasse, Denon-CD, Denon-Vor-End-Kombi, Infinity Kappa 9A
Als die Infinity auf extendet geschaltet wurde, gab der Amp Rauchzeichen.

usw, usw...
Dr.Who
Inventar
#43 erstellt: 20. Okt 2004, 09:26
Hallo,

nicht jeder Testsieger ist klanglich miteinander kompatibel ,einverstanden ? Oder war/ist diese Zusammenstellung eine Empfehlung von Stereo,Stereoplay od.Audio ?

Finglas
Inventar
#44 erstellt: 20. Okt 2004, 09:36
Jaja, die lieben Fachzeitschriften. Immer wieder gut für eine kleine Schelte, gehört ja schon fast zum guten Ton

Aber sie sind nun einmal, was sie sind. Es sind keine wissenschaftlichen oder technischen Publikationen, die sich an Wissenschaftler oder Ingenieure wenden. Es sind Produkte, die für eine gewisse Zielgruppe entworfen werden, die diese dann kaufen. Vor 15 Jahren wollte diese Zielgruppe noch Messdaten sehen, heutzutage offensichtlich nicht mehr - das meine ich jetzt ganz ohne Wertung. Von daher haben sich die Zeitschriften eben verändert und dem Zielpublikum angepasst. Tun sie das nicht, verschwinden sie mangels Käufer ohnehin vom Markt; ein Produkt ohne ausreichende Käuferklientel kann sich nicht halten. Marktwirtschaft - mit Licht und Schatten.

Mag sein, dass es heute mehr Hifi-Interessierte gibt, die sich mehr für den Klang als für die Technik dahinter interessieren, und die Zeitschriften dem eben Rechnung tragen. IMAGE-Hifi hat ja meines Wissens schon immer auf Messdiagramme verzichtet (zumindest soweit ich sie kenne).

Ich lese die Zeitschriften immer noch gerne, denn sie geben mir einen gewissen Marktüberblick (oder zumindest Einblick), den ich sonst nicht hätte. Natürlich muss man nicht alles glauben, was dort steht - das tue ich ja nicht einmal unreflektiert bei großen Tageszeitungen (nein, ich rede hier nun wirklich nicht von solchem Schund wie der BILD). Dass so mancher Redakteur Klangeindrücke recht blumig beschreibt, stört mich eigentlich nicht - im Gegenteil, es unterhält. Natürlich ist es sein subjektiver Eindruck, den er da wiedergibt. Was sollte es auch sonst sein? Wenn ich mir hier im Forum die klanglichen Beschreibungen mancher Komponenten anschaue, könnten diese teilweise auch nicht konträrer ausfallen. Offensichtlich hört eben doch jeder anders bzw. hat andere klangliche Präferenzen. Das wird dann bei einem Redakteur wohl kaum anders sein, der Redakteur ist sicher kein neutrales Messinstrument.

Andererseits finde ich, dass ein paar Messdiagramme alleine auch keine komplette Beschreibung z.B. eines Verstärkers oder Lautsprechers geben. Ich für meinen Teil würde gerne beides in einer Zeitschrift wiederfinden, selbst wenn es subjektiv ist. Vor dem Kauf würde ich mir die Geräte ja sowieso erstmal probeweise anhören.
Was mich an den Zeitschriften wirklich stört, ist das Küren von Testsiegern, die gibt es meiner Ansicht nach nicht. Aber das ignoriere ich dann einfach

Zu den CD-Kritiken: Ich finde sie in der knappen Form ok, dadurch passen mehr rein. Das reicht mir, um Neugier zu wecken, so dass ich mich dann näher mit der CD auseinandersetze. Für ausführlichen Musikjournalismus gibt es andere Zeitschriften, z.B. die Fono Forum für den Bereich Klassik, im Bereich der Pop/Rock-Musik wären da u.a. SPEX und NME zu nennen.

Fazit: Ja, die Zeitschriften haben sich verändert. Reine Geldgier oder Diletantismus der Redakteure ist aber nicht der Grund hierfür, sondern vielmehr eine Anpassung an die Erfordernisse des derzeitigen Marktes. Wer kritisch und zwischen den Zeilen lesen kann, kann immer noch mit Spaß Infos aus den Zeitschriften ziehen. Zumindest tue ich das


Cheers
Marcus
Mr.Stereo
Inventar
#45 erstellt: 20. Okt 2004, 09:37
Ich kannte Leute, die ihrem Budget entsprechend, mit dem Zeigefinger die Bestenliste runterfuhren, und sich so die Anlage zusammenstellten. Dabei "half" die Audio z.B. gerne mit ihren AK-Punkten.
Ich denke, gerade zu Zeiten der Internet-Discounter, wird gerade diese Vorgehensweise unterstützt.
Testzeitschrift kaufen, Bestenliste durchforsten, nach Punkten zusammenstellen, im Internet nach den günstigsten Anbietern schauen und bestellen.
So wirds in der Praxis doch wohl häufig gemacht... wenn einem die Sachen dann zu Hause nicht so richtig gefallen, kann man sie sich ja nochmal schön lesen
MLuding
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 20. Okt 2004, 10:00
Moin moin,

ich muss mich leider Eurer Zeitschriftenschelte anschliessen. Ich kauf mir eigentlich noch (oder besser wieder) regelmaessig die diversen Fachblaetter. Dabei hat sich leider bei den drei "grossen" der Trend eingestellt detailliert auf Optik und Technik einzugehen und der Klangbeschreibung gerade mal den letzten Absatz zu widmen.

Schade - denn gerade darum geht es doch !!

Das laesst mich vermuten, dass sich die Redakteure nicht (mehr) so sehr viel Muehe geben, die getesteten Komponenten auch laenger probezuhoeren und Ihre Hoererfahrungen in verschieden kombinierten Ketten zu machen.

Viel aufschlussreicher scheinen mir hier Hifi&Records oder Image Hifi (leider kosten beide schon eine kleines Vermoegen ). Hier kann man sich anhand der Schilderungen den Klang tatsaechlich vorstellen. Ebenso hat man das Gefuehl, dass sich der Tester auch eingehend mit dem HOEREN der Komponente beschaeftigt hat. Leider fehlen mir in letzteren beiden Blaettern oft die kritischen Anmerkungen. Auch wird hier kaum "Quergetestet", d.h. einzelnen Komponenten untereinander vergleichen. Ich erwarte hier keinen "Testsieger" oder ein "Highlight", aber eine deutliche Beschreibung der Klangunterschiede waere sicher wertvoll.

Was sich auch beobachten laesst ist, dass einzelne Zeitschriften "Lieblingsmarken" haben die gerne und oft (und meistens auch gut) getestet werden.

Zu guter letzt komme auch ich immer wieder ins Schmunzeln wenn auf der einen Seite von Klangunterschieden einzelner Racks (oder sonstigem Voodoo-Zubehoer) berichtet wird und zwei Seiten spaeter MP3-Player mit Ohrstoepseln getestet werden.... aber es gibt ja auch noch andere Zielgruppen als mich...

Ciao
Martin


[Beitrag von MLuding am 20. Okt 2004, 10:04 bearbeitet]
Plüschus
Stammgast
#47 erstellt: 20. Okt 2004, 11:39
Hallo ,
ach wie schön war's, als es noch Zeitschriften wie " Das Ohr" gab. Da berichtete der Redakteur noch ganz subjektiv (für jeden Leser auch deutlich erkennbar)von seinen Erlebnissen mit und dem Klang von den Gerätschaften, die er zum Testen zuhause! hatte. Jeder Leser konnte dabei seine Schlüsse aus dem Berichteten ziehen.
Ganz anders bei den großen Drei: Bestenlisten, Punktelisten mit Absolutheitsanspruch , Spitzenklassengruppen..... für mich ist das ,mit Verlaub, der Leistungswahn pur. Ständig geht es um "besser als".
Die Audio ist ja schon länger bei Punkten jenseits der 100 angekommen obwohl, wenn ich mich recht entsinne, anfänglich die "100" als das Orginal definiert war. Also wieder "besser als" die Realität.
Auch bei der Bewertung und Wichtung einzelner (klanglicher) Aspekte wird u.A. nach wie vor zu Gunsten eines (zu) lauten Basses "gepunktet".
Auch der Handel und die Hersteller profitieren - hauptsache Presse (egal wie).
Vorrangiges Ziel einer Zeitschrift ist natürlich sich zu verkaufen - Auflage zu machen - wirtschaftlich zu überleben. Um das zu erreichen verkauft sie spannende und bunte Unterhaltung - wäre doch auch langweilig immer über die "enormen" Klangunterschiede von zB CDP aus der cosumerclass zu berichten.
Und so entdecken sie nun die klangliche Relevanz der Wandsteckdose. Aus vordergründigen Zweck sachlich zu informieren wird halt Show.

Ein Vorredner sprach davon diese Blätter seien gut für die Lektüre in der U-Bahn; ich möchte ergänzen - auch auf dem Örtchen gelesen führen sie zu ungeahnten Erkenntissen !

Sorry ,für meine Polemik, aber ich habe diese Zeitungen früher jahrelang (ge)lesen (müssen). Für das Geld hätte ich mir schöne Geräte kaufen können.
Gruß Thomas

P.S. Falls jemand die Erstausgabe der Audio kaufen möchte ?
Thono
Stammgast
#48 erstellt: 20. Okt 2004, 12:08
Hallo,


Viel aufschlussreicher scheinen mir hier Hifi&Records oder Image Hifi (leider kosten beide schon eine kleines Vermoegen).


hmmm...

- Image HiFi erscheint zweimonatlich => 6 x 10 EUR = 60 EUR im Jahr
- hifi & records erscheint vieteljährlich => 4 x 12,80 EUR = 51,20 EUR im Jahr
- Stereo, Audio, Stereoplay: liegen so zwischen 4,50 (4,80?) - 5 EUR pro Heft und erscheinen monatlich, macht dann 54 - 60 EUR im Jahr

Ich sehe nicht daß sich die Zeitschriften großartig im Preis unterscheiden.

Gruß
Thomas
rubicon
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 20. Okt 2004, 12:10
Ja, "Das Ohr" war wirklich eine Ausnahmeerscheinung. Lies mal das "Hörerlebnis". Dort wird versucht, an dese gute Tradition anzuknüpfen. Es finden sich als Redakteure auch einige Pioniere der ersten Stunde wieder, so auch Winfried Dunkel.

Gruß
rubicon
Macek
Stammgast
#50 erstellt: 20. Okt 2004, 12:30
Meiner Meinung nach die beste Zeitschrift.
" Rolling Stone ". Ja gut, da werden keine Hifi Bauteile getestet.
Dreizack
Stammgast
#51 erstellt: 20. Okt 2004, 13:18
Die Zeitschrift "Hörerlebnis" ist mir nicht bekannt. Ich habe diese noch nie im Zeitschriftenhandel gesehen. Handelt es sich hier um ein HIFI- oder Musikmagazin ?

Mfg
Dreizack


[Beitrag von Dreizack am 20. Okt 2004, 13:19 bearbeitet]
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