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Zu dünnes Lautsprecherkabel?

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Beitrag
meike83
Neuling
#1 erstellt: 23. Mai 2006, 00:49
Hallo,

ich hab hier im Forum viel über Lautsprecherkabel und
Dämfung gelesen.

Aber was passiert denn nun eigentlich, wenn ich ein ZU
dünnes und extrem langes Kabel verwende? Geht dann mein
Verstärker kaputt?

Welcher durchmesser sollte ein LS Kabel bei 235 Watt haben?


Ich freue mich auf eure Antworten...
sakly
Inventar
#2 erstellt: 23. Mai 2006, 03:28
Nein, kaputt geht gar nichts (wenn du nicht über eine Messstrippe versuchst 100-200 Watt zu übertragen). Lautsprecherkabel gibt's ab minimum 0,75mm² und selbst das würde für diese Leistung problemlos reichen, auch über eine längere Strecke. Allerdings wird die Verlustleistung dann recht hoch und die Dämpfung niedriger.
Merke als Regel: je länger, desto dicker.
Bis etwa 10m reichen 2,5mm², darüber würde ich im Zweifelsfall zu 4mm² greifen.
Die angesprochenen 235 Watt werden sicher auch nicht dauerhaft über die Leistung gejagt, sonder maximal als Spitzenleistung, oder?
meike83
Neuling
#3 erstellt: 23. Mai 2006, 10:32
Danke für die schnelle Antwort.

Das mit den 235 Watt habe ich auf einer Party gesehen.
Die haben extrem dünnes und langes LS Kabel verwendet. Das lag dann aufgerollt auf dem Boden rum (wirkt das dann nicht als Widerstand im Wechselstrom?) und der Verstärker wurde so heiß, dass ein Ventilator aufgestellt wurde.

Ich dachte, das mit der Hitze könnte an dem dünnen Kabel liegen.
sakly
Inventar
#4 erstellt: 23. Mai 2006, 10:48
Nein, der Verstärker war dann einfach überlastet.
Je dünner das Kabel, desto höher der Widerstand, also eigentlich für den Verstärker sogar besser.
Ein aufgewickeltes Kabel wirkt nicht als Spule, wenn Hin- und Rückleiter parallel liegen, wie es bei Zwillingslitze für gewöhnlich ist. Die Induktivitäten gleichen sich gegenseitig aus.
Zulu110
Inventar
#5 erstellt: 23. Mai 2006, 14:53
Was war das denn für ein Verstärker und woher weist du das mit den 235 Watt? Das manche Verstärker sehr heiß werden ist aber auch normal.
Ich habe eine Sony TA-N80ES Endstufe, die hat 2x380W/4Ohm. Wenn ich da mal auf ner Party etwas lauter mache dann wird die so heiß das es wirklich nach der Zeit an der Hand weh tut wenn man sie auf die Lüftungsgitter hält. Und ich habe die Boxen mit 6 mm2 Kabel angeschlossen, auf etwa 7 Metern, das Kabel hat damit also nix zu tun.


[Beitrag von Zulu110 am 23. Mai 2006, 14:56 bearbeitet]
meike83
Neuling
#6 erstellt: 23. Mai 2006, 16:05
Der Verstärker heißt
InterM REF2300 (250W an 4 Ohm)
Das steht da alles auf der Seite des Verstärkers.

Also wenn ich ein dünnes, langes Kabel habe. Und angenommen ein Verlust von 10%, dann muss der Verstärker doch ca. 10% mehr leisten für die Lautstärke dich ich hätte bei 0% Verlust?
Das kann doch dann nicht so gut für das Ding sein?


Ich hab da noch eine Frage:
Wenn man den Verstärker lauter macht leuchtet das clipping-Lämpchen. Ich dachte aber das clipping kommt wenn das Eingangssignal zu hoch ist?


Danke für die Geduld und die vielen Antworten.
Zulu110
Inventar
#7 erstellt: 23. Mai 2006, 16:14
Also wie es sich anhört handelt es sich bei dem Amp um einen PA Verstärker, mit denen kenne ich mich nicht so aus, deshalb will ich da jetzt nix falsches sagen. Ich weiß nur das das Cliping auch zustande kommen kann wenn zu starke Lautsprecher an zu schwache Verstärker angeschlossen werden. Das heist man kann mit zu starken Lautsprechern auch einen Verstärker zerstören. Wie das sich mit den Lautsprecherkabeln genau verhält kann ich nicht sagen. Aber es stimmt schon das das Kabel umso dicker sein soll je länger der Weg zum Lautsprecher ist. Bei den Strecken die wir haben ist die Verlustleistung aber so gering das es für den Verstärker nicht relevant ist. Also er wird sich deswegen nicht übermäßig anstrengen müssen. Das ist einfach nur eine Frage des Klanges.
raw
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 23. Mai 2006, 16:39

Merke als Regel: je länger, desto dicker.

Naja, bei dicken Kabeln ist die Induktivität meist höher als bei dünnen. Entgegen mancher Predigtinhalte wäre bei dicken Kabeln das Klangbild höhenärmer.

Blöd, dass man das nicht hört. Aber gut, man zieht etwas Nichtexistentes in den Glaubensbereich (weil's sonst der einfachsten Logik nicht standhalten würde) und veranstaltet darüber zeremonische Tiraden. Kirche macht's vor.

So, an wen darf ich meinen Ablassbrief richten?
sakly
Inventar
#9 erstellt: 23. Mai 2006, 17:10
Naja, raw, du darfst natürlich gerne deine Klingeldrähte weiternutzen, um die Induktivität gering zu halten


meike83 schrieb:
Also wenn ich ein dünnes, langes Kabel habe. Und angenommen ein Verlust von 10%, dann muss der Verstärker doch ca. 10% mehr leisten für die Lautstärke dich ich hätte bei 0% Verlust?
Das kann doch dann nicht so gut für das Ding sein?


Soweit richtig. Wenn man jetzt aber weiß, dass 10% Verlust gerade mal eben so hörbar ist, dann fällt es kaum auf. 10% Verlust in der Lautstärke sind etwa 0,5dB.
Um merklich leiser zu sein, müsste man eine Verlustleistung von etwas der Hälfte der Gesamtleistung haben, die am Kabel abfällt. Damit das passiert, musst du schon extremst dünne Kabel nehmen. Ich hab auf meiner Homepage einen Kabelrechner. Da kannst du mal ein bisschen rumrechnen, damit du siehst, was ich meine.
HiFi_Addicted
Inventar
#10 erstellt: 23. Mai 2006, 18:49
Die Kontrolle über die Tieftöner ist halt dahin -> Schwabbel Bass aber ansonsten reicht eigentlich ein 1,5er in jeder Lebenslage. Für DF Fanatiker allerdings 6mm² komisch warum ich 10mm² dran hab

MfG Christoph
raw
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 23. Mai 2006, 19:05

Die Kontrolle über die Tieftöner ist halt dahin -> Schwabbel Bass aber ansonsten reicht eigentlich ein 1,5er in jeder Lebenslage.

Nein. Die Gesamtgüte des Tieftonchassis ändert sich über die (durch den veränderten DF) veränderte elektrische Güte. Hier sind aber selbst Verstärker mit Dämpfungsfaktoren von unter 100 noch unkritisch - geschweige denn hörbar. Kabel sind hier noch weitaus unhörbarer. Der Bass würde schon gar nicht schwammig klingen. Während Tieftonchassis hier nichtmal im Millisekundenbereich in ihrer Ein- und Ausklingzeit im unteren Grenzbereich geändert werden, hat man durch stehende Wellen im Raum sekundenlanges Ein- und Ausschwingen.
Wer meint, einen trockenen Bass zu haben, da die LS trocken spielen, unterliegt wohl seiner Unkenntnis oder seinem Hörunvermögen, solange er in einem Wohnraum seine supi trockenen LS abhört.

(Und ein Schwabbelbass kommt eigentlich von einem anderen Phänomen, welches über die Elektrik nicht wirklich beeinflussbar ist.)
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