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Was haltet Ihr von MINI-DISC ?

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yawara
Stammgast
#1 erstellt: 21. Mrz 2007, 08:41
Hallo!
Ich wollte mal wissen, was Eurer Meinung nach, das beste Medium zum Aufnehmen anspruchsvoller Musik ist! Bislang war für mich immer der MD-Recorder das Mittel der Wahl. Den erschreckenden Niedergang der MD-Technik kann ich nicht ganz nachvollziehen, vorallem weil ich bisher kein besseres System kenne. Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren, wenn mir jemand eine Technik sagen kann, auf die es sich lohnt in Zukunft aufzubauen....
Die Vorteile der MD waren für mich:
-kleines Format
-excellente Qualität
-hoffentlich auf lange Zeit stabile Aufnahmen
-einfache Übertragung mit optischen Kabel
-kein Auspegeln notwendig
-100% verlustfreie Übertragung
-keine Fehler bei der Übertragung
-unspruchslose Lagerung und Pflege möglich

Warum ich vom Brennen abgekommen bin:
-viele Fehler beim Brennvorgang vermiesen die Klangqualität
-keine Lust mich in Brennprogramme einzuarbeiten
-gebrannte CD's kann man angeblich nach 10 Jahren in die
Tonne kloppen
-ich verweigere mich vor der MP3 Industrie, weil mich die
qualtitativ nicht überzeugt
-Musik im MP3 format entspricht eh nicht meinem Geschmack
-brauche daher keine Möglichkeiten zum downloaden von
Schrottmusik

So, jetzt hätte ich gerne mal ein paar Meinungen von den Profis. Mein Md-Player liegt zumindest seit ein paar Jahren brach. Aber zum Abspielen nutze ich ihn immer noch sehr gerne und überlege ob es sinnvoll ist, weiter auf dieser Technik aufzubauen? LP's haben 70 Jahre durchgehalten, Tonbänder und MC bestimmt 30 Jahre. MP3 Formate ändern sich ständig. DVD ist wohl auch schon überholt und wird demnächst abgelöst, wovon auch immer. Mit welchem System kann ich möglichst lange bei einem Format beleiben?
Eure Meinung?
Gruß Janko
dagdeb
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 21. Mrz 2007, 09:14
Hallo Janko,

ich war bis vor kurzem ebenfalls MiniDisc-Fan, bin aber letztendlich auf MP3 umgestiegen. Meine Anwendung war das Aufnehmen von Hörspielen und Konzerten aus dem Radio, und dabei bin ich schnell an die Grenzen der MD gestoßen:
- Datenreduktion schon beim Aufnehmen
- relativ kurze Aufnahmezeit
- kaum Tauschmöglichkeiten mit Freunden und Verwandten
- komplizierte Übertragung zum Rechner zwecks Nachbearbeitung.

Jetzt habe ich einen Festplattenrekorder von Yamaha (CDR-HD1500), der unkomprimiert auf eine große Festplatte aufzeichnet und die Aufzeichnungen von dort auf CD brennen kann. Die Bearbeitungsmöglichkeiten, die der Rekorder bietet, sind denen eines MD-Decks ebenbürtig, und dank der Brennfunktion gestaltet sich der Transfer zum Rechner sehr schnell und einfach (ein Gerät mit Netzwerkschnittstelle habe ich leider nicht gefunden. Das wäre noch besser gewesen). Am Rechner erzeuge ich aus den Aufnahmen MP3-Dateien für unterwegs. Damit habe ich die Originalqualität an der Anlage und MP3 für unterwegs.

Noch ein paar Worte zu Deinen Ausführungen zum Brennen von CDs und zu MP3:

Du mußt keine CDs für die Aufbewahrung brennen, sondern kannst die Aufnahmen auf der Platte des Rekordes liegen lassen. Die ist mit 250GB oder 400GB groß genug.

Es hindert Dich niemand daran, Dir MP3s aus Deinen CDs und Aufnahmen selbst zu erstellen. Somit zählen weder das Download-, noch das Musikgeschmacksargument (ich habe beispielsweise auf meinem MP3-Player kein einziges File aus einer Tauschbörse).

Auch wenn es die MD-Freunde nicht wahrhaben wollen, nehmen sich MD und MP3 in der Klanqualität nichts.

Nicht zuletzt ist das MP3-Format sehr stabil. Es gibt zwar laufend neue Datenreduktionsverfahren und es gibt auch zahlreiche Encoder für MP3, aber das Format selbst ist stabil. Meines Wissens ist MP3 etwa so alt wie MD, aber im Vergleich zur MD quicklebendig.

Die MD ist ein tolles Medium, aber es gibt mittlerweile klar besseres. Das Beste ist des Guten Feind.

Ciao!

dagdeb


[Beitrag von dagdeb am 21. Mrz 2007, 09:14 bearbeitet]
yawara
Stammgast
#3 erstellt: 21. Mrz 2007, 09:46
Hallo Dagdeb!

Danke für die Antwort. Das klingt ja nicht so schlecht mit dem Festplattenspeicher. Angenommen man würde CD's unkomprimiert raufkopieren, wären das ja inetwas 70mb pro disc. Dann hätte der Yamaha Platz für ca 5000 cd's!!!! Echt beeindruckend!
Also sinnvoll wäre das in meinen Augen schon. Aber eben nur wenn ich eine unkomprimierte Originalversion sozusagen aufnehme und speichere. Die Qualität ist dann genauso wie auf der im Laden gekauften Original-CD?
Es doch korrekt das Brennen und Komprimieren die Qualität mindert,oder?
Komprimiert wird bei MD meines Wissens auch mit Atrac. Aber ich hätte nie gedacht, daß MP3 diesem System überlegen ist!
Wieso gehen beim MD Informationen schon beim kopieren verloren?
Letzte Frage: Was muss man investieren für einen Festplattenspeicher?
Gruß Janko
dagdeb
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Mrz 2007, 10:16
Hallo Janko,

Du hast Dich leider verrechnet. Eine CD unkomprimiert belegt etwa 700MB Speicher. Trotzdem bietet der Yamaha Rekorder in der 400GB Version meiner Meinung nach reichlich Platz.

Der Yamaha speichert grundsätzlich in Originalqualität ohne Datenreduktion. Es gibt also keinen Unterschied zur CD. Das Brennen mindert die Qualität übrigens ebenfalls nicht. Es ist nur ein Gerücht, daß gebrannte CDs schlechter klingen als Originale - zumindest, wenn beim Brennen ein paar einfache Regeln beachtet worden sind.


Wieso gehen beim MD Informationen schon beim kopieren verloren?


Die Frage verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Wie Du selbst sagst, arbeitet ATRAC mit Datenreduktion. Deshalb landen die Daten datenreduziert auf der MD. Oder meintest Du etwas anderes?

Der Yamaha kostet mit 250GB Platte etwa 650 Euro, mit 400GB Platte etwa 850 Euro.

Noch ein allgemeiner Tip: Viele Information rund um digitale Musikformate (auf dem Rechner) findest Du bei audiohq.

Ciao!

dagdeb
LogicDeLuxe
Stammgast
#5 erstellt: 21. Mrz 2007, 10:41
Das MDs länger halten als gebrannte CDs kann man sicher auch nicht generell sagen. Es ist sicher eine Frage, welche Qualität jeweils das Medium hat. Wenn man "Katze im Sack"-Ware aus dem Supermarkt kauft, braucht man sich natürlich nicht wundern, daß nach 10 Jahren davon nicht mehr viel übrig bleibt.
Soweit ich das verstanden haben, vewendet MD und die CD-RW doch die gleiche Technik. Vorteil der MD wäre da lediglich das Gehäuse.

Der Verlust beim Kopieren tritt natürlich nicht bei der Übertragung auf, sondern im Encoder. Das ist der Sinn von Atrac. Die ersten MD-Recorder haben auch nur bis 16 kHz aufgenommen, aber da hatte Sony glücklicherweise nachgebessert.

Als Scheitern der MD könnte ich mir vorstellen, daß Sony immernoch einzig auf das antiquirte Atrac besteht. Schon damals zur ZIP-Disk hätte die MD eine hervorragende Konkurenz abgegeben, wenn Sony das nur gewollt hätte.
Würde man den Kunden die Möglichkeit lassen, nicht nur Atrac, sondern auch MP3, Ogg Vorbis und meinetwegen auch WMA und sonstige Exoten abzuspielen, wäre das sicher ein gutes Verkaufsargument. Wenn man darüber hinaus noch beliebige Daten über USB speichern könnte, wie bei einem USB-Stick, was mittlerweile bei jedem MP3-Player Standard ist, wäre dies sicher um so besser, aber offenbar will Sony das nicht.
Bei den Größenordnungen, die Flashspeicher mittlerweile annehmen, braucht Sony aber auch jetzt nicht mehr damit anfangen. Dafür ist die Kapazität der MD zu klein. Chance vertan, würde ich sagen.
gdy_vintagefan
Inventar
#6 erstellt: 21. Mrz 2007, 12:42
An mir zog die MD komplett vorbei. Und während die MD kurze Zeit "boomte" (etwa um 2001-03 hatten etliche meiner Bekannten einen MD-Recorder gekauft, im Bus sah ich auch viele Studenten mit tragbaren Playern), konnte ich mir dieses Format nicht mehr leisten.

Ende der 90er Jahre nämlich entschied ich mich für einen Nachfolger der Audiokassette. Stationäre CD-Recorder und MD-Recorder kosteten damals etwa gleich viel. Ich entschied mich für den CD-Recorder, aus folgendem Grund: In beiden Hörräumen sowie im Auto waren bereits CD-Spieler vorhanden, somit konnte ich meine neu bespielten Medien dort überall abspielen. Außerdem brauchte ich meine Zweitanlage nicht ebenfalls mit einem MD-Player aufzurüsten. Das Geld für neue Hardware war bei mir immer schon knapp. Aber hier und da spielte ich schon mal mit dem Gedanken, vielleicht doch mal zusätzlich ein (gebrauchtes) MD-Gerät anzuschaffen wegen der damals steigenden Beliebtheit. Aber davon kam ich nun wieder völlig ab.

Und der Audio-CD-Recorder tut heute bei mir immer noch seinen Dienst, obwohl es der Philips CDR-880 ist, der hier im Forum ja oft nicht gut wegkommt (dafür hatte ich schon viele andere Montagsmodelle, u.a. das Akai GX-75II und den Philips DVDR-70, einmal muss ich ja auch mal Glück haben). Wenngleich sich bei mir das CD-Recording immer mehr zum Rechner hin verlagert hat in den letzten Jahren (Stichwort Nachbearbeitung vor dem Brennen).

Zur Haltbarkeit von CD-Rs: Ich habe einige hundert Stück gebrannt, die meisten leben noch! Die Anzahl der kompletten Ausfälle ist bei mir bis jetzt immer noch einstellig, und meist waren das minderwertige Rohlinge (Bestmedia, Princo...), ganz selten aber auch vereinzelte BASF, Philips und Fuji (alle von etwa 2000-02), da sind aber nur einzelne Tracks schadhaft (und oft laufen die noch einwandfrei auf dem Yamaha CDX-890, meinem besten Player). Meine ältesten CD-Rs sind 9 Jahre alt und noch völlig einwandfrei.
Alle Aufnahmen, die ich auf CD-R habe, befinden sich zusätzlich auch noch als Sicherheitskopie auf dem Rechner, sowohl auf der internen als auch auf einer externen Festplatte. Allerdings aus Speicherplatzgründen nur als MP3. Sollte ich mal eine CD-R ersetzen müssen, versuche ich natürlich, so viel wie möglich davon noch als WAV auszulesen (oft sind nur einzelne Tracks defekt).

Ein weiterer Nachteil der CD-R für mich ist, dass manche älteren CD-Player keine Gebrannten erkennen. Mein Autoradio zum Beispiel. Das erkennt nur sehr alte CD-Rs (Rohlinge bis Bj. 2002, am besten nur mit 74min.), egal ob damals gebrannt oder heute auf "new old stock"-Ware, die man kaum noch bekommt. Von diesen alten CDs habe ich auch noch eine ganze Menge, und momentan fahre ich recht wenig Auto, so dass sich der Neukauf eines CD-Radios noch nicht lohnt.

Alles in allem bin ich zufrieden mit meiner Wahl (CD-R als Aufnahmemedium) und werde jetzt nicht mehr auf MD umsteigen.
Ich denke mal, das CD-Format wird auch noch so einige Jahre weiter überleben, schließlich ist es das heute meistverbreitete (so wie vor Jahren die Kassetten).
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#7 erstellt: 21. Mrz 2007, 15:00
Dem ganzen kann ich mich anschließen, lief bei mir ähnlich ab.

MD zog auch völlig an mir vorbei da ich schon sehr früh mit CD Rekording anfing und mir gleich zu Beginn dieser Spielerei einen Pioneer Recorder kaufte (ein PDR09, über 8000 DM damals, aber absolut High Endig aufgebaut). Der Pioneer läuft noch heute, aber nicht mehr bei mir, ging letztes Jahr nach Ösiland.
Von den vielen hundert CD´s gehn eigentlich auch noch alle, viele habe ich zwischenzeitlich zwar ausgemustert (Musik gefiel mir nimmer bzw. die besten Stücke runterkopiert und dann weg), Ausfälle hatte ich auch kaum welche in den letzten zehn Jahren. Manche sahen zwar nicht mehr so schön aus auf der Schutzschicht, aber liefen noch einwandfrei.
Jetzt wird auch hauptsächlich noch auf dem PC gebrannt, und dort auch alles auf ner extra Platte im WAV Format noch gesichert.
Werkeln tut bei mir jetzt im Wohnzimmer auch ein Yamaha CDR HD1500, dort spielt aber alles von Platte.

MD hätte was werden können, man kann ja jetzt bereits bis zu 320min auf eine MD aufzeichnen (Tascam hat solche Geräte noch), aber es ist zu spät. Vom Handling her war es wirklich das bessere, und auch von der Haltbarkeit her (so wie CD RW auch länger halten "sollen" wie CDR´s).


Soweit ich das verstanden haben, vewendet MD und die CD-RW doch die gleiche Technik. Vorteil der MD wäre da lediglich das Gehäuse.


Denke das stimmt nicht, die MD benutzt zur Aufzeichnung noch einen Elektromagneten (wie ein Diskettenlaufwerk), also die Spur wird magnetisiert vor dem brennen mit dem Laser. So hatte ich das noch in Erinnerung.
TEKNOne
Stammgast
#8 erstellt: 21. Mrz 2007, 16:35
Hallo,

zur Haltbarkeit von CDs bzw CD-Rs und CD-RWs bin ich sehr speptisch ob die anfänglich geäußerte Haltbarkeit von ein Menschenlebenlang überhaupt erreicht werden kann.

In den Nachrichten kam vor kurzen die Meldung das im Deutschen Musikarchiv die ersten CDs anfangen nicht mehr spielbar zu werden. Die Begründung waren irgendwelche lösungsmittelhaltigen Lacke auf der CD-Beschichtung würden zu den Verfall führen.

Bei mir löst sich auch schon teilweise von dem alten CD-Rs und auch von zwei CD-RWs die Schutzschicht ab und diese CDs wurden in dem Zeitraum 2000 gebrannt.
Das CD-RWs länger als CD-Rs halten sollen habe ich noch nie gehört nur das Gegenteil, was auch von der Begründung her plausiebl klingt.

Ich hoffe ja noch das ich unrecht habe, aber meine Vermutung ist das CD-R bzw. CD-RWs um die 10 bis 20 Jahre halten und das CDs 20 bis vieleicht 50 Jahre halten werden.

Mit freundlichen Grüßen:
Thomas
dagdeb
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 21. Mrz 2007, 16:57
Hallo,

ich halte die verschiedenen Ausprägungen der CD für vollkommend ungeeignet, was die Archivierung angeht. In meiner Sammlung sind sogar schon Original-CDs, die sich nicht mehr abspielen lassen, obwohl sie keine sichtbare Schäden haben.

Deshalb habe ich mir am Rechner ein Archiv aufgebaut, in dem meine sämtlichen CDs im FLAC-Format abgelegt sind. Alle Dateien sind fein säuberlich mit Tags versehen und zu jeder CD findet sich ein CUE-Sheet. Das Archiv gestattet es mir, jede kaputte CD sofort wieder durch eine neu gebrannte zu ersetzen. Auch meine Aufnahmen werden in dieses Archiv eingepflegt, weshalb ich eine einfache Übertragung vom Aufnahmegerät zum Rechner schätze. Die Ideen für den Aufbau des Archivs habe ich von audiohq.

Um jetzt wieder zu den Fragen des Themenerstellers zurückzufinden: Die MD hat bei mir mittlerweile ausgedient, da mir meine Lösung wesentlich mehr Flexibilität, eine einfachere Handhabung und eine bessere Qualität bietet, und mir auch das Aufnehmen von Musik gestattet.

Ciao!

dagdeb
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#10 erstellt: 21. Mrz 2007, 17:32

zur Haltbarkeit von CDs bzw CD-Rs und CD-RWs bin ich sehr speptisch ob die anfänglich geäußerte Haltbarkeit von ein Menschenlebenlang überhaupt erreicht werden kann.


Ich bezweifle auch das CDr´s 100 Jahre halten sollen.

Unter optimalen Bedingungen vllt., nur sind diese ja kaum einzuhalten wenn man sie nicht in einem klimatisierten Raum einszuperren gedenkt.


Das CD-RWs länger als CD-Rs halten sollen habe ich noch nie gehört nur das Gegenteil, was auch von der Begründung her plausiebl klingt.


Sollen länger halten da sie ein anderes Dye haben, welches ja zudem durch die dunklere Färbung auch unempfindlicher gegen UV Strahlung ist. Darum waren die alten CD Audio Rohlinge eigentlich auch etwas besser, durch das manchmal dunkelgrüne und dunkelblaue Dye waren sie gegen UV Strahlung unempfindlicher.


Ich hoffe ja noch das ich unrecht habe, aber meine Vermutung ist das CD-R bzw. CD-RWs um die 10 bis 20 Jahre halten


Denke 10 bis 20 Jahre ist sehr realistisch, vor allem bei normalen CDR´s.
Wobei 20 Jahre schon eine wirklich gute Lagerung wohl voraussetzt.


[Beitrag von Heiliger_Grossinquisitor am 21. Mrz 2007, 17:34 bearbeitet]
gandhi
Stammgast
#11 erstellt: 21. Mrz 2007, 22:11

LogicDeLuxe schrieb:
Das MDs länger halten als gebrannte CDs kann man sicher auch nicht generell sagen.


Doch, dass kann man sagen. MD verwendet ein anderes Aufzeichnungsverfahren wie CD-R. MDs sind im Prinzip kleine MOs (Magneto-optical disc). Das Material der Disc wird mit dem Laser über den Curie-Punkt erhitzt und durch das Anlegen eines Magnetfelds magnetisiert. Das Auslesen funktioniert komplett mit dem Laser. MDs sind, wenn sie nicht erhitzt und gleichzeitig einem Magentfeld ausgesetzt werden, sehr stabil. Die großen Schwestern der MD (MOs und DVD-Rams) werden gerne für Archivierungszwecke verwendet.

ciao

gandhi


[Beitrag von gandhi am 21. Mrz 2007, 22:12 bearbeitet]
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#12 erstellt: 22. Mrz 2007, 05:02
Jo, das sind eigentlich die einzigen Medien die wirklich 100 Jahre halten können, auch bei nicht optimaler Lagerung.


Das Material der Disc wird mit dem Laser über den Curie-Punkt erhitzt und durch das Anlegen eines Magnetfelds magnetisiert.


Jau, genau so rum wars, hatte es anders herum gesagt vorher.
yawara
Stammgast
#13 erstellt: 22. Mrz 2007, 17:55
Hallo!
Vielen Dank für die vielen Infos über MD und CDR. Irgendwie ist die ganze Entwicklung an mir vorbeigegangen, da ich schon seid 5 JAhren nicht mehr kopiere. Aber da Sache mit dem Yamaha Festplattenspeicher interessiert mich schon. Klingt eigentlich ganz vielversprechend. Da ich selber zu faul bin, mich in komplizierte Brennprogramme am PC einzuarbeiten, um dann endlich mal ein bracuhbares Ergebniss zu bekommen, ist es schon super, wenn so ein Gerät das in optimaler Qualität übernimmt!
Ich habe mal ein bischen ausschau gehalten, was ich gefunden habe war ein Yamaha CDR 1500 der wohl 2005 auf den MArkt gekommen ist. Für mein bescheidenes Studentengudget ist so eine Anschaffung natürlich nicht mal eben so getan. Gibt es noch andere Firmen die vergelichbare Geräte gerstellen? Was gibt es von Denon? Habe die Geräte Möglichkeiten größere Festplatten einzubauen, wenn mal nach ein paar Jahren der Bedarf steigt? Und wie schaut es aus mit dfer Kontrolle über den PC? Wenn ich das richtig verstanden habe, stelle ich dann am besten noch gleich ein Notebock daneben um die Titel einzuprogrammieren.....
Gruß Janko
Reset
Gesperrt
#14 erstellt: 22. Mrz 2007, 20:44

yawara schrieb:
Hallo!
Ich wollte mal wissen, was Eurer Meinung nach, das beste Medium zum Aufnehmen anspruchsvoller Musik ist! Bislang war für mich immer der MD-Recorder das Mittel der Wahl. Den erschreckenden Niedergang der MD-Technik kann ich nicht ganz nachvollziehen, vorallem weil ich bisher kein besseres System kenne.


Kannst dich bei Sony bedanken. DRM, unnötige Kopierschütze und Einschränkungen, hohe Lizengebühren etc. sind mitschuldig, dass sich das Format nicht besser hat durchsetzen können.

Der zweite Grund ist natürlich, dass MP3 aufkam und eine weitaus grössere Dynamik entwickelt hat. Die MD hätte es so oder so schwer gehabt.


yawara schrieb:
Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren, wenn mir jemand eine Technik sagen kann, auf die es sich lohnt in Zukunft aufzubauen....


Aufnahme und Schnitt mit PC. Medium deiner Wahl, Medium ist sekundär. Die Zeit der grossen Hifi-Standards ist vorbei.


yawara schrieb:
-ich verweigere mich vor der MP3 Industrie, weil mich die qualtitativ nicht überzeugt


Wurde schon geschrieben, MP3 ist vom Format her eher besser als das ATRAC der MiniDisc. Hinter (LAME-)MP3 steht eine grosse Community, welche das Format über Jahre optimiert hat. Linux wird auch grösstenteils von Freiwilligen entwickelt und kann sich ebenfalls mit kommerziellen Lösungen messen. Dazu kommt, dass bei ATRAC wegen des Mediums MD einige Kompromisse eingegangen (fixe Bitrate, geringer Decodieraufwand etc.) werder müssen, die es bei MP3 nicht gibt.


yawara schrieb:
-Musik im MP3 format entspricht eh nicht meinem Geschmack
-brauche daher keine Möglichkeiten zum downloaden von
Schrottmusik


Wurde auch schon geschrieben, MP3s kann man selbst erstellen. Die Gleichung MP3=Schrottmusik aus dem Internet, ist falsch.


yawara schrieb:
(...) MP3 Formate ändern sich ständig. (...)


Das stimmt so nicht. Es trifft sicherlich zu, dass es verschiedene und auch neuere Formate als MP3 gibt, doch diese haben sich alle nicht im gleichen Masse durchsetzen können.
Accuphase_Lover
Inventar
#15 erstellt: 23. Mrz 2007, 18:56
Ein an sich tolles System (verglichen mit allem was davor war), dem allerdings nicht der Erfolg beschieden war, den es verdient hätte, denn es kam zu spät.

Wäre Sony ein paar Jahre früher damit herausgekommen, hätte sich sicher der dicke Erfolg eingestellt.

Für mich hat die MD die Zeit zwischen Tapedeck (bis 1998)und PC-basiertem Hören (also alles was mit MP3 und Co. zu tun hat)wunderbar überbrückt.

Heute macht das MD-System aber kaum noch Sinn, obwohl meine 3 MD-Recorder noch alle funtionieren.

Wenn man ein Audio-Recording-Verfahren sucht, das ohne PC-Hilfe editierbar ist, ist die MD aber wohl die exklusive Wahl.
LogicDeLuxe
Stammgast
#16 erstellt: 23. Mrz 2007, 21:32

Accuphase_Lover schrieb:
Für mich hat die MD die Zeit zwischen Tapedeck (bis 1998)und PC-basiertem Hören (also alles was mit MP3 und Co. zu tun hat)wunderbar überbrückt.
Ich hatte mir damals Dolby S gegönnt, und zum Preis einer Maxell XL-II-S gab es keine MD. Und dann hatte ich auch schon früh einen CD-Brenner, damals für rund DM 1000 und DM 21,60 für eine CDR und noch unter Windows 3.1 gebrannt. Preislich also im MD-Sektor einzuordnen (klar, den PC muß man auch noch kaufen, aber denn hat man in der Regel sowieso schon). Entscheidene Vorteile für mich waren praktisch Abspielbarkeit in jedem zuverlässigen CD-Spieler, und daß man auch noch andere Dinge als Audio-Tracks brennen konnte.
Klar, mobile Editierbarkeit ist ein Argument für MD, aber ich glaube, da würde ich wahrscheinlich sogar eher in einen Laptop investieren. Soweit wie z.B. Adobe Audition reichen die Editiermöglichkeiten der MD dann doch nicht. Ist natürlich alles auch eine Preisfrage.
gandhi
Stammgast
#17 erstellt: 23. Mrz 2007, 21:52

Accuphase_Lover schrieb:
Ein an sich tolles System (verglichen mit allem was davor war), dem allerdings nicht der Erfolg beschieden war, den es verdient hätte, denn es kam zu spät.


Sony hat es leider versäumt, die MD schon frühzeitig im Computersektor als Diskettenersatz zu propagieren. In diese Lücke ist dann Iomega mit dem ZIP-Laufwerk gestossen. MD mit Computer-Anschluss kam erst sehr viel später. Schade, wäre echt gut gewesen, vor allem wenn man bedenkt, dass sich die ursprüngliche Speicherkapazität von ca. 100MB sicherlich noch im Laufe der Zeit vervielfacht hätte.

MD hätte sich auf breiter Front durchsetzen können, es ist (war) meiner Meinung nach ein schnuckliges Medium.

ciao

gandhi
Panzerballerino
Inventar
#18 erstellt: 24. Mrz 2007, 12:36
MD ist nach wie vor der einzige legitime Nachfolger der Cassette. Benutzte MD auch im Auto. Mir ist völlig egal, ob sonst noch jemand MD benutzt.


[Beitrag von Panzerballerino am 24. Mrz 2007, 12:37 bearbeitet]
Child_of_death
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 24. Mrz 2007, 21:28
Ich mag Mini-Discs, die sind so schnucklig...
yawara
Stammgast
#20 erstellt: 25. Mrz 2007, 04:59
.....genau! Sie sind einfach extrem elegant! Ich mag mich kaum von ihnen trennen, aber ich habe jetzt einen Entschluß gefasst. Ich verbanne die MD als System für mein Auto! Nicht weiter sagen, aber ich höre im Auto noch mit KAsseette!!
Und im Wohzimmer wird demnächst ein Festplattenrecorde plaziert! Ich muß nochmal fragen: Gibt es die Recorder auch von anderen Firmen? Welches Gerät würdet Ihr mir empfehlen?
Gruß Janko
Quadro-Action
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 25. Mrz 2007, 07:29
auch Quadro-Freaks lieben MiniDisk, wenn auch mit Einschränkungen. Es gibt nämlich im Homerecording oder Semi-Profi Bereich auch 4-kanalige MD-Recorder (Yamaha, Sony, Tascam). Dazu ist aber die Version Data-Disc (mit 140 MB) erforderlich, welche leider € 15 kostet. Für Schülerbands kein Problem. Nach der Abmischung der 4 Spuren kann man die MD ja immer wieder neu bespielen. Zur Archiv-Überspielung aber letztlich doch zu teuer. Macht aber dennoch Spaß, denn es klingt sehr gut.
dagdeb
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 25. Mrz 2007, 13:27
Hallo Janko,

ein Gerät fällt mir noch ein: der Highfidelio von Hermstedt. Der kam für mich allerdings nicht in Frage, weil er keinen Digitaleingang hat und auch nicht zeitgesteuert aufnehmen kann (zumindest damals als ich ihn mir angesehen habe). Dafür kann er meines Wissens in ein Netzwerk integriert werden, mehrere Formate abspielen (auch MP3) etc.

Auf meiner Anforderungsliste standen beim Kauf der Digitaleingang und die zeitgesteuerte Aufnahme ganz oben, was beides nur der Yamaha erfüllen konnte.

Ciao!

dagdeb


[Beitrag von dagdeb am 25. Mrz 2007, 13:28 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#23 erstellt: 25. Mrz 2007, 14:52
@ Dietrich

Gerade im Produktionsbereich hat die Minidisc mit Ihrem ATRAC System genau gar nix verlohren. Jeder PC mit 2 Soundkarten erledigt die Aufgabe mit Audacity und anderen Programmen um einiges besser im Verlustlosen PCM Format.

MfG Christoph
Jürgen_B
Stammgast
#24 erstellt: 17. Apr 2007, 07:09

dagdeb schrieb:
Jetzt habe ich einen Festplattenrekorder von Yamaha (CDR-HD1500), der unkomprimiert auf eine große Festplatte aufzeichnet und die Aufzeichnungen von dort auf CD brennen kann. Die Bearbeitungsmöglichkeiten, die der Rekorder bietet, sind denen eines MD-Decks ebenbürtig, und dank der Brennfunktion gestaltet sich der Transfer zum Rechner sehr schnell und einfach (ein Gerät mit Netzwerkschnittstelle habe ich leider nicht gefunden. Das wäre noch besser gewesen).


Wenn man mit dem CDR-HD1500 eine CD-R brennt, kann man die Pause zwischen den einzelnen Titeln selbst festlegen, z.B. von 0 Sekunden bei einer selbst erstellten Live-CD und xx Sekunden bei einer CD mit eigenständigen Tracks.

Ich würde eine Radiokonzert komplett aufnehmen, später anhand der Songliste in einzelne Tracks unterteilen und dann auf CD-R kopieren wollen, ohne das dann Pausen zwischen den Tracks sind.

Gerade wenn man sich aus Radiokonzerten eine Live-CD zusammenstellt sind Zwangspausen zwischen den Tracks nervend, was mich schon bei MP3-Playern stört.
dagdeb
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 17. Apr 2007, 13:22
Hallo Jürgen,


Ich würde eine Radiokonzert komplett aufnehmen, später anhand der Songliste in einzelne Tracks unterteilen und dann auf CD-R kopieren wollen, ohne das dann Pausen zwischen den Tracks sind.


ich fasse das einfach mal als Frage auf und antworte darauf.

Mit dem Recorder von Yamaha (und wahrscheinlich jedem anderen Recorder dieser Art) kannst Du genau das machen. Wenn ich ein Konzert aufnehme, programmiere ich die Aufnahmezeit und sage dem Gerät, daß alle 5 Minuten ein Trackmark eingefügt werden soll. Danach brenne ich ohne weitere Bearbeitung alles auf CD und rippe die gesamte CD als ein zusammenhängendes WAV-File auf meinen Rechner. Dort wird dann geschnitten, die echten Trackmarks eingefügt und die finale CD erstellt. Diese Bearbeitung geht am Rechner einfach schneller als am Yamaha. Bei dem ganzen Prozeß entstehen keinerlei Pausen zwischen den Stücken.

Wenn ein Konzert nicht auf eine CD paßt, dann brenne ich zwei CDs mit einem Track Überlappung. Wenn also meine Aufnahme in 20 Tracks von je 5 Minuten unterteilt ist, dann brenne ich auf die erste CD die Titel 1 - 11 und auf die zweite CD die Titel 11 - 20. Beide CD's werden wiederum als je ein WAV-File auf die Platte meines Rechners gerippt. Dank der Überlappung kann ich die Einzelteile am Rechner auf das Sample genau montieren. Die Montage klappt nicht, wenn ohne Überlappung gebrannt wird, weil beim Brennen oder Rippen ein paar Samples unter den Tisch fallen, wodurch dann im montierten Werk ein hörbarer Knackser entsteht. Der restliche Prozeß ist wie oben angedeutet.

Die Prozedur hört sich sehr aufwendig an, ist aber mit den richtigen Tools ein Kinderspiel. Inklusive Brennen und Transfer zum Rechner geht die Bearbeitung deutlich schneller als das Editieren am Gerät. Außerdem habe ich dann die Aufnahme gleich auf dem Rechner und kann sie in mein Archiv einpflegen. Mir taugt es so bestens.

Ciao!

Clemens
Jürgen_B
Stammgast
#26 erstellt: 17. Apr 2007, 16:57

dagdeb schrieb:
Mit dem Recorder von Yamaha (und wahrscheinlich jedem anderen Recorder dieser Art) kannst Du genau das machen. Wenn ich ein Konzert aufnehme, programmiere ich die Aufnahmezeit und sage dem Gerät, daß alle 5 Minuten ein Trackmark eingefügt werden soll. Danach brenne ich ohne weitere Bearbeitung alles auf CD und rippe die gesamte CD als ein zusammenhängendes WAV-File auf meinen Rechner. Dort wird dann geschnitten, die echten Trackmarks eingefügt und die finale CD erstellt. Diese Bearbeitung geht am Rechner einfach schneller als am Yamaha. Bei dem ganzen Prozeß entstehen keinerlei Pausen zwischen den Stücken.


Danke für die Antwort. Den Weg über den PC kenne ich auch, z.B. mit Audacity und meinem B's Recorder Gold, wo ich die Pausen wahlfrei einstellen kann.

Mich interessiert aber das Verfahren ohne (!) PC. In der Bedienungsanleitung, die ich mir aus dem Internet holte, steht zwar was von "Track Divide", was ich wohl nutzen müßte, wenn ich ein Radiokonzert (also ein Track) in mehrere Tracks unterteilen will.

Ich habe aber im Kapitel "Kopieren von Festplatte auf CD-R" nichts zum Thema "Pausen zwischen Tracks" gefunden.

Ein vollwertiger Recorder müßte das aber können.
dagdeb
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 17. Apr 2007, 17:58
Hallo Jürgen,

da kannst Du ganz beruhigt sein. Der Yamaha brennt gapless.

Ciao!

dagdeb
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