Vergleich Yamaha vs Denon

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Hgh-Fdlt
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Jan 2016, 18:44
Vorab: Es geht mir hier nur um die 2015er Modelle der oberen Mittelklasse die da wären:
Yamaha: A1050, A2050, A3050 (im Fokus A2050 wobei ich wohl auch mit dem 1050 bedient wäre)
Denon: X4200W, X6200W (im Fokus X6200W)

Von den anderen Hersteller (Marantz, Pioneer, Onkyo etc.) habe ich Yamaha und Denon bereits herausgefiltert, deshalb sind diese auf weiteres uninteressant.

Also, der ein oder andere hat bereits mitbekommen, dass ich nach einem neuen Receiver ausschau halte. Zunächst tendierte ich zu Denon, dann jedoch habe ich mich auf Yamaha eingeschossen, hauptsächlich wegen der besseren Verarbeitung. Gerade wenn man die Receiver live vergleicht, machen die Yammis einen deutlich wertigeren Eindruck. Um mich ins Bild zu setzen habe ich neben den Herstellerseiten (Yamaha kann noch viieeeel verbessern) auch sonstige allgemein bekannte Seiten im Netz wie auch folgende Threads gelesen (von der ersten bis zur letzten Seite)
Yamaha
Denon, die erste
Denon, die zweite

Meine letzte "HiFi" habe ich anno 1998 gekauft und in der zwischenzeit dem Thema weitestgehend den Rücken gekehrt, mich jedoch in den letzten sechs Monaten ganz gut ins Thema eingelesen. Einmesssysteme sind für mich also was völlig neues und damit habe ich bei der Entscheidungsfindung eine erste große Hürde zu nehmen, da Yamaha und Denon völlig unterschiedliche System benutzen, die auch deutlich andere Ergebnisse liefern. Oder anders gesagt: Einen anderen funktionalen Umfang bieten. Hier sticht nach allem was ich gelesen habe Denon Yamaha. Bei der Verarbeitung wäre wiederum Yamaha vorn und Qualität und Aussehen sind mir durchaus wichtig, wobie ich nicht davon ausgehe, dass Denon da weit hinterher hinkt.

Um die Sache etwas abzukürzen; Ich habe die letzten Tage eine Liste mit Pros und Cons angelegt, um mir die Entscheidung einfacher zu machen. Beim lesen obenangeführter Threads habe ich gelesen, dass auch andere genau das selbe versuchen. Somit soll dieser Thread hauptsächlich mir und anderen als Entscheidungshilfe dienen. Ich wäre froh über weitere Meinungen, gerade auch von erfahrenen Usern, die sich zu den obengenannten Geräten äußern und so gut es geht objektiv die Stärken und Schwächen der beiden Hersteller, sowie ihrer Konzepte mitteilen würden. Viele haben mit beiden Marken Erfahrngen gesammelt und haben gar aktuell von beiden Marken Geräte zu Hause stehen.

Eigentlich hatte ich vor nach der nun kommenden Hifi-Messe in Hamburg meine Entscheidung zu treffen, aber der Yamaha-Thread hat mich zum Ende hin doch ein wenig desillusioniert.

Ich hoffe auf rege Beteiligung.
Hier noch meine (unvollständige) Liste ohne besondere Wertigkeiten.
Pro und Contra


[Beitrag von Hgh-Fdlt am 28. Jan 2016, 18:46 bearbeitet]
Passat
Moderator
#2 erstellt: 28. Jan 2016, 19:06
Speichern der Konfiguration auf dem PC dauert bei Denon bis zu 15 Minuten, ebenso das Rückspeichern auf den Receiver.
Bei Yamaha dauert das unter 1 Minute.
Bei Yamaha kannst du das komplette Setup am PC machen und brauchst das Menü des Receivers gar nicht.

Die "Music" DSP-Programme simulieren die Akustik von real existierenden Räumen.

Yamaha hat diese Räume akustisch vermessen und die Meßergebnisse dann in einem Chip gespeichert.
Diese Ergebnisse werden dann auf das wiederzugebende Material angewendet.

Die 40 Speicher bei Yamaha gelten übrigens auch für NAS und USB.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 28. Jan 2016, 19:07 bearbeitet]
Malcolm
Inventar
#3 erstellt: 28. Jan 2016, 20:22
Der Denon hat das übersichtlichere Menü

DynEQ funktioniert besser als YPAO Volume

Denon kann Auro und Audyssey Pro

Denon wird z.T. schon deutlich günstiger angeboten
Passat
Moderator
#4 erstellt: 28. Jan 2016, 20:50
Das Audyssey Pro kostet aber um die 500,- €.
Und nur damit kann man manuell in Audyssey eingreifen.
Yamaha kann es bei YPA ohne Extrakosten.

Und Auro 3D kostet bei Denon auch 149,- € extra.

Und was das Menü angeht:
Da finde ich das von Yamaha bedeutend schöner.
Das von Denon ist ja im Prinzip nur ein Textmenü mit ein paar Bildchen nebenan.

Grüße
Roman
Hgh-Fdlt
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 29. Jan 2016, 04:49
Ich denke, das Audyssey Pro für mich nicht von Belang ist, aber wie implementiere ich es? Muss ich mich dann an Audyssey wenden und es als Update installieren, oder normal kaufen und dann die Daten auf den Receiver spielen?

Wie ist es mit Denon und der NAS-Funktionalität. Dazu habe ich noch nichts gelesen und die Einschränkungen bei Yamaha dies bezüglich empfinde ich schlicht als NoGo. Wenn ich Musik abspiele, möchte ich jederzeit Pausieren können, oder einfach mal ein Lied oder mehrere skippen. Kann doch nicht sein, dass ich von einer CD das elfte von zwölf Liedern hören möchte und dazu praktisch die ganze CD durchhören muss. Das ist im digitalen Zeitalter doch ein Anachronismus sondergleichen. Selbst mit meinem alten Tapedeck konnte ich einzelne Lieder "skippen", wenn die Kassette entsprechend große Pausen zwischen den Liedern hatte. Beim Vorspulen erkannte das Gerät diese und stoppte automatisch.
Passat
Moderator
#6 erstellt: 29. Jan 2016, 11:46
Audyssey Pro ist nichts, was man auf den AVR spielt.
Das Audyssey Pro Kit besteht aus PC-Software, einem kalibrierten Profimikrofon, einem Mikrofonvorverstärker, einem Mikrofonstativ und diversen Kabeln.
http://www.audyssey....yssey-multeq-pro.png

Die Einmessung erfolgt PC-gestützt.
Man kann bei der Einmessung eine Zielkurve vorgeben.

Das am PC ermittelte Einmeßergebnis wird dann auf den AVR gespielt.

Vorteil der Geschichte ist nicht nur, das man eine Zielkurve vorgeben kann, sondern auch, das das Einmeßergebnis viel genauer ist.
Grund dafür ist zum Einen das kalibrierte Mikrofon und zum Anderen die erheblich größere Rechenleistung des PCs gegenüber der Prozessoren, die in AVRs verbaut sind.

Was Musik vom NAS angeht:
Natürlich geht da bei Yamaha der Titelsprung.
Was nicht geht, ist nur das Spulen und Pause.
Start, Stop und Skip vor/zurück geht.
Und im OSD kannst du die Titel auch direkt anwählen, denn nach Anwahl eines Albums bekommst du die Titelliste angezeigt.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 29. Jan 2016, 11:49 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#7 erstellt: 29. Jan 2016, 19:57

Malcolm (Beitrag #3) schrieb:
Der Denon hat das übersichtlichere Menü

das würde ich als sehr subjektiv bezeichnen. Mir gefällt das Yamaha Menü besser (von der Bedienung), die bunten Bildchen sind vielleicht nicht mehr wirklich zeitgemäß.


DynEQ funktioniert besser als YPAO Volume

man kann Dyn-EQ über den Reference Level Offset anpassen, ja. "Out of the box" funktioniert meiner Meinung nach YPAO Volume aber besser.
Dyn-EQ hebt den Tief-Bass extrem an, bei der Standard Einstellung von 0dB ist das nicht zu ertragen. Wenn ich damit sehr leise höre (z.B. 20 auf der 0-99 oder -60dB auf der -79-+16dB Skala) und entsprechender Ton läuft, dann spürt man den Bass im Bereich von 20Hz (und darunter) im ganzen Haus, dabei sind die Stimmen dazu so leise, dass man quasi gar nichts hört.
Aus meiner Sicht ist Dyn-EQ mit niedrigeren Werten als 10dB Offset nicht einzusetzen (außer man ist Bass Fetischist). Mit 10dB kommt die Wirkung dem YPAO Volume sehr nahe, allerdings bleibt die Tief-Bass Überhöhung, die man erst wieder mit LFC ausbügeln muss.

Unterm Strich: Yamaha funktioniert gut mit den Standard Einstellungen, die man dafür gar nicht ändern kann. Audyssey bietet viel mehr "Tuning" Möglichkeiten und Funktionen die es bei Yamaha gar nicht gibt (LFC oder ADRC geht nur im Zusammenhang mit YPAO-Volume) und wenn man sich damit beschäftigt bekommt man gerade beim leise Hören das besser (angepasste) Ergebnis.

ich habe nach dem kurzzeitigen "Fremdgehen" (Yamaha - Marantz - Yamaha) mal meine ersten Impressionen zu den Unterschieden der beiden (Denon und Marantz sind zwei Handelsnamen ein und derselben Firma: D&M Group) in meinem:
Yamaha vs. Marantz Bericht
zusammen gefasst.
Hgh-Fdlt
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 29. Jan 2016, 22:47

Mickey_Mouse (Beitrag #7) schrieb:

ich habe nach dem kurzzeitigen "Fremdgehen" (Yamaha - Marantz - Yamaha) mal meine ersten Impressionen zu den Unterschieden der beiden (Denon und Marantz sind zwei Handelsnamen ein und derselben Firma: D&M Group) in meinem:
Yamaha vs. Marantz Bericht
zusammen gefasst.


Danke für den Link.
Kannst du was zu der NAS-Funktionalität bei Marantz sagen, also ob man dort einzelne tracks pausieren und vorspulen kann? Denon sollte da identisch sein, wenn offenbar die gleiche Firmware genutzt wird.
Mickey_Mouse
Inventar
#9 erstellt: 29. Jan 2016, 23:29
ich habe bisher noch nie per Streaming mit dem Marantz Musik abgespielt

richtige "NAS-Funktionalität" so wie ich mir das vorstelle und was ich bevorzuge (einfacher, direkter Zugriff auf die Musik Ordner per File Protokoll wie NFS oder SMB/CIFS) gibt es bei beiden GAR NICHT!
Man ist also immer auf diesen DLNA/UPnP Kram angewiesen. Das muss ich für meine Squeezeboxen einsetzen, ansonsten mache ich da einen großen Bogen herum.
Musik aus der Konserve läuft daher hier immer entweder über die Squeezeboxen (halt als Multi-Room System) oder wenn ich wirklich konzentriert hören möchte dann per Kodi. Da werden mir bei der Auswahl schon die Cover und diverse Zusatz Informationen angezeigt und per Plugin bekomme ich zu den meisten Titeln sogar noch die Texte "vorgelesen".

Beim AVR sehe ich das als eine Art Notlösung an, die man nur nutzt wenn wirklich gar nichts anderes zur Verfügung steht.

Wenn man das mal gefunden hat (Mediaplayer ist der falsche Knopf ), dann sieht das alles sehr ähnlich wie beim Yamaha aus. Der Marantz kann spulen, der Yammi nicht (wusste ich vorher nicht, wozu sollte ich das jemals brauchen?). Pause, Skip +/- können aber beide.
Passat
Moderator
#10 erstellt: 29. Jan 2016, 23:44
Die Spulfunktion vermisse ich bei meinem Yamaha auch nicht.

Ich bin noch nie in die Versuchung gekommen, in einem Lied spulen zu wollen.

Selbst zur Analogzeit mit Tapedeck und Plattenspieler nicht.

Grüße
Roman
Hgh-Fdlt
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 30. Jan 2016, 01:56

Passat (Beitrag #10) schrieb:

Selbst zur Analogzeit mit Tapedeck und Plattenspieler nicht.


Für mich eine wichtige Funktion, da ich sie schon recht häufig nutze. Es gibt manchmal Passagen in Liedern, die höre ich mir mehrmals hintereinander an, bsw. geile Soli bei Metal. \ii/
da!sheff
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 30. Jan 2016, 19:15
Also Play/Pause geht (zumindest beim älteren und kleineren Modell) RX-V673 auch - sowohl über die FB als auch per Smartphone App.
Spulen vermisse ich ebenfalls - gerade bei Hörbüchern oder Mixes elektronischer Musik (die leicht >1h sind).


[Beitrag von da!sheff am 30. Jan 2016, 19:16 bearbeitet]
newsaddict
Inventar
#13 erstellt: 18. Feb 2016, 20:10
Musik spulen: das funktioniert sogar in meinem Auto (Audio-CD, Blutooth MP3 etc). Dass das ein hochwertiger Receiver nicht kann, ist schon ein bisserl albern.

Ansonsten stehe ich vor derselben Frage: Yamaha a2050 oder Denon x6200.

Ich tendiere zum Yamaha, mit einer grossen Ausnahme: Auro 3D bzw Auromatic, also das upmixen von 'normalem' Surround. Ich höre und lese immer wieder, dass das besser ist als der Atmos DSU - und da ich an ein 5.1.2 oder 5.1.4 denke, ist das schon ein Argument.
Wie ist hier dér Vergleich zu den Yamaha DSPs?


[Beitrag von newsaddict am 18. Feb 2016, 20:11 bearbeitet]
newsaddict
Inventar
#14 erstellt: 27. Feb 2016, 07:54
Anyone Yamaha DSP vs Auromatic ?
Mickey_Mouse
Inventar
#15 erstellt: 27. Feb 2016, 15:16

newsaddict (Beitrag #14) schrieb:
Anyone Yamaha DSP vs Auromatic ?

beide simulieren durch exakt eingesetzte Hall-Effekte einen Raum und beide versuchen auch den Ton zu analysieren um Elemente zu finden, die eher von oben kommen sollen.
Yamaha hat halt seinen Schwerpunkt auf der Raumsimulation. Da kann man durch die Wahl des DSP Programms erstmal die Grundeigenschaften des Raumes wählen (bis hin zu real akustisch vermessenen "Räumen" wie Kirchen, Konzertsäle usw.) und dann für das Feintuning an diversen Schrauben drehen. Die Höhensimaultion kommt quasi als Zugabe oben drauf.
Die AUromatic kommt von der anderen Richtung, ihr Hauptaugenmerk liegt in der Höhensimulation. Der zu simulierende Raum lässt sich nur in drei Größen einstellen, das wars!

Aus meiner Sicht sieht es so aus:
beide System eignen sich sehr gut um "viel mehr Ambiente" bei einem Film zu erleben! Wenn man es auf die Spitze trieben möchte, dann bietet da Yamaha aber deutlich mehr.
So gerne ich das bei Filmen liebe, so sehr hasse ich es bei "normaler" Musik! Ich könnte mir aber vorstellen, dass viele "Banausen" (bitte nicht übel/wörtlich nehmen) die sämtliche Stereo Musik immer mit PLIIx Music oder noch schlimmeren hören, von der Auromatic begeistert sein werden. Ich muss eingestehen, dass selbst ich mir Sachen wie Pink Floyd, ELP, Led Zeppelin & Co. auch mit der Auromatic angehört habe, das passt da zu der Musik.
Bei den Yamaha DSPs setze ich manchmal eine der sehr gut gemachten Jazz-Club Simulationen ein, um eine etwas "dröge" Studio Aufnahme so erklingen zu lassen, als wäre es Live in einem solchen Musikschuppen.

Mein Fazit: die Auromatic ist dem DSU haushoch überlegen (man kann die beiden eigentlich gar nicht vergleichen, das ist wie ein solides Auto mit einer Mofa zu vergleichen) und mir tun die Leute regelrecht etwas leid, die viel Aufwand in Höhen-LS gesteckt haben und jetzt mit dem Dolby Surround Upmixer auskommen müssen. Allerdings bin ich reumütig wieder zu den Yamaha DSP Programmen zurück gekehrt, weil sie für meinen Geschmack eben doch noch mehr bieten als die Auromatic.
newsaddict
Inventar
#16 erstellt: 27. Feb 2016, 18:48
Danke. Reverb - auch Faltungshall wenn es um den realen Hall realer Locations geht, kann Yamaha sehr gut, da gibt es keinen Zweifel.
Idealerweisewiese hätte ich gern DTS:X, Auro 3D UND die Yamaha DSPs, will heissen auf Atmos könnte ich gut und gerne verzichten, aber diese Kombi gibt es ja leider nicht....

Frage: braucht man ein Mindest-Setup um über den Yamaha Höheneffekte zu bekommen, also 7.1 oder 5.1.2 ?


[Beitrag von newsaddict am 27. Feb 2016, 18:51 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#17 erstellt: 27. Feb 2016, 19:48
idealerweise mindestens 5.1.4, genauso wie bei Auro halt auch...
bei den neuen Yamaha gibt es auch "Virtual Presence" (Presence heißen bei Yamaha die Höhen-LS), das habe ich aber noch nie ausprobiert. Dann wird der Höhen Eindruck wohl per Phasenspielerei generiert.

es wäre halt nett wenn Yamaha auch Auro3D anbieten würde, speziell weil sich die Anforderungen an die Lautsprecher Positionen sehr ähneln. Aber daraus wird wohl leider nix
newsaddict
Inventar
#18 erstellt: 28. Feb 2016, 07:55
So ist es wohl leider mit Auro 3D und Yamaha. Atmos scheint bislng eine Entäuschung zu sein, insbesondere der Upmixer. Passt bei mir allerdings, denn Deckenboxen kommen bei mir sowieso nicht in Frage.
Vielleicht muss man erst die Leistungsfähigkeit von DTS:X abwarten, um die Receiverfrage bezüglich 3D Soundformaten beantworten zu können.
der_mArKuZZZ
Stammgast
#19 erstellt: 25. Jul 2018, 13:47
Ich grabe das Thema hier mal wieder aus.

Ein Kumpel hat mich um Heimkino-Beratung gebeten. Es geht bei ihm um die Erstanschaffung eines Heimkinosystems. Boxen soll er sich selber raushören, aber beim Verstärker würde ich ihm gerne helfen.

Ich würde ihm zu einem Denon oder Yamaha AVR raten. Da ich jedoch selber einen Yamaha besitze und noch kein Denon Gerät hatte, wollte ich mal die grundliegenden Unterschiede der Hersteller zusammenfassen. Ist die Liste auf Seite 1 noch einigermaßen aktuell oder haben sich die Geräte in manchen Punkten drastisch verändert?

Würde mich freuen, wenn jemand der sowohl Denon als auch Yamaha AVRs kennt was dazu sagen könnte.

Vielen Dank. MfG
Mickey_Mouse
Inventar
#20 erstellt: 25. Jul 2018, 23:17
ja, da hat sich in der Zwischenzeit doch einiges getan.
aus meiner Sicht sie wichtigsten Änderungen
auf Seite von Denon/Marantz:
- Audyssey App mit der Eingriffe in die Zielkurve möglich sind. Kenne/habe ich nicht, soll aber einfacher sein als bei YPAO die PEQ kaputt zu spielen. Also im Prinzip das Audyssey Pro Kit für 22 statt 500€.
- Auro3D ist entweder serienmäßig dabei oder gar nicht, also keine 149€ mehr

Yamaha:
- die DSP Programme (inkl. YPAO Volume (Loudness), Dialog Lift usw. usf. sind jetzt auch bei nativen Atmos/dts-X Ton verfügbar

also wie soll ich das beschreiben? Einer der bisher größten Kritikpunkte am (zugegeben sehr leistungsfähigen) Audyssey wurde behoben: man kann jetzt nach der Einmessung manuell eingreifen (mit der günstigen App) und Denon/Marantz haben gegenüber Yamaha aufgeholt.

auf der anderen Seite hat Yamaha sein Alleinstellungsmerkmal: DSP Programme noch weiter ausgebaut und die 2018er Aventage Geräte bekommen mit Surround:AI noch ein neues Feature in dieser Richtung, wobei noch niemand weiß wie gut das tatsächlich funktionieren wird.
der_mArKuZZZ
Stammgast
#21 erstellt: 26. Jul 2018, 10:17
Danke für deine Ausführungen! Mir scheint, es schenkt sich nicht mehr viel was man nimmt. Die DSP-Programme von Yamaha sind m.M.n. kein entscheidendes Kriterium, habe die einmal spielweise durchgezappt und seither nie wieder angefasst. Zu welchem Hersteller geht denn aktuell die Tendenz, Yamaha oder Denon? Ist Audyssey mittlerweile besser als YPAO?

Was mir auch aufgefallen ist, dass insbesondere die Yamaha Geräte seit 2016 nur marginale Änderungen erfahren haben; da sind seither keine elementaren Funktionen hinzugekommen. DV und HLG bekommt auch mein 681er per FW-Update, und die Streaming-Dienste interessieren mich nicht. Da das bei Denon nicht anders sein wird, könnte man zu einem 2017er Modell greifen, oder? Die Vorjahresgeräte von Denon sind deutlich günstiger als die Vorjahresgeräte von Yamaha.

Aus Neugierde, welcher Denon entspräche denn meinem RX-V681? Wäre das der Denon X2x00H oder X3x00H?
Mickey_Mouse
Inventar
#22 erstellt: 26. Jul 2018, 17:15
das kann man alles nicht pauschal sagen...
bei Musik nutze ich die DSP Programme nur in Ausnahmefällen, bei Filmen immer. Schon alleine weil Dialog Lift nur mit DSP funktioniert und ohne kommen alle Stimmen bei einer 2,5m breiten Leinwand aus der Erde. Aber auch ansonsten würde ich nie darauf verzichten wollen und suche mir zu jedem Film das best passende Programm und passe es teilweise noch etwas an.
das funktioniert aber nicht vernünftig ohne Height/Presence LS...

daher hängt es auch immer etwas damit zusammen was man an LS hat und wie die aufgestellt sind.
mit Subwoofer ist Audyssey ganz klar im Vorteil, den kann YPAO gar nicht richtig korrigieren. Das kann man mit einem Antimode kompensieren, kostet aber 279€. Hat man zwei Subwoofer, dann ist Audyssey sogar dem "kleinen" Antimode überlegen, weil es die Entfernungen korrigieren kann, dafür bräuchte man ein AM für 875€.

ich würde sagen, dass der 681 am ehesten mit dem 1400 zu vergleichen ist, nur hat der Yamaha halt die DSP Programme und der 1400 nicht.
der_mArKuZZZ
Stammgast
#23 erstellt: 26. Jul 2018, 20:26
Okay, da mag es mehr als eine Meinung dazu geben. =) Ich nutze die DSPs nicht und da ich keine Height/Presence LS habe weiß ich jetzt auch warum ich bei Dialog Lift keinen Unterschied höre.

Dann scheint mittlerweile Denon die bessere Wahl zu sein, oder? Die Frage ist dann nur welchen, den X2400H (knapp 400 Euro) oder den X3400H (ca. 600 Euro). Der X3400H hat das XT32 Einmesssystem, was laut Forumslektüre für den Sub nochmal deutlich besser als das bloße XT sein soll.
D.Smith
Inventar
#24 erstellt: 08. Aug 2018, 22:29
Ich habe damals vom Rx-a 3060 zum Denon X7200 gewechselt.Vorher hatte ich den 4520.

Bin damit in meinen Räumlichkeiten zufriedener.

Beim Yamaha habe ich den Audyssy Bass vermisst und die Denons betonen etwas mehr die Rear LS.

Die Yamaha Dsps sind ganz gut, aber ich bin meißtens im Adventure hängen geblieben.

Optisch macht der X7200 mehr her, als die Yamaha Avrs.und ist nicht so tief, was ihn etwas flexibeler in der Aufstellung macht.(imho)

Beim Rx-a 3060 war die Dialogverständigkeit besser, bzw brachte die mehr.

Power und Hitzentwicklung sind gleich.

Ich bleibe bei Denon.Ich habe mit den Jahren halt den Enthusiasmus etwas verloren, mich stundenlang mit konfigurieren abzumühen.

Weihnachten gönne ich mir Auro3D.

Viel Erfolg,bei Deiner Wahl.
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