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Störgeräusch nur bei bestimmter Verkabelung?

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Beitrag
Mxlptlk
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Mai 2011, 09:12
Hallo Forum,

ich betreibe seit einiger Zeit in meinem Büro einen PC mit externer USB-Soundkarte m-audio Fast Track II. Das Signal nehme ich über die Cinchbuchsen ab und führe sie einem alten Grundig-Verstärker zu, die Kabellänge beträgt etwa 5 Meter.
Es hat bisher noch nie Probleme mit Störgeräuschen/Brummen gegeben aber seit dem Wochenende ist alles anders: ich habe einen DSP Behringer DSP8000 in den Signalweg gehängt, um ein paar Frequenzen abzusenken, bei denen meine LS übertreiben. Der DSP hängt am AUX-Eingang des Amp.

Und nun zu dem seltsamen Phänomen:

  • Sobald ein Audiosignal an der Soundkarte anliegt, produziert der Verstärker ein leises, sirrendes Störgeräusch um 1kHz, klingt fast wie ein Sägezahnsignal. Das passiert auch bei ganz heruntergeregelter Lautstärke. Drücke ich auf Stopp oder Pause, ist der Ton weg.
  • Spaßeshalber habe ich mal einen CD-Player direkt an den DSP angeschlossen (also ganz ohne PC) - dies produziert kein Störsignal.
  • Schließe ich die Soundkarte direkt an den Verstärker an, ist wieder alles beim Alten, also kein Störgeräusch zu hören.

Zusammengefasst:

  • PC -> USB-Soundkarte -> DSP -> Verstärker = Störgeräusch
  • PC -> USB-Soundkarte -> Verstärker = KEIN Störgeräusch
  • CD-Player/iPod -> DSP -> Verstärker = KEIN Störgeräusch
  • PC -> On-Board-Soundkarte -> DSP -> Verstärker = KEIN Störgeräusch (klingt aber gruselig...)

Nun zur Frage: gibt es irgendeine "unheilige" Kombination von Ausgangssignalen/Eingangsdämpfungen, die einen solchen nervtötenden Ton erzeugen? Oder ist es ein eingestreutes Signal, das aber nur in Kombination PC --> Soundkarte --> DSP --> Verstärker auftritt? Das kenne ich bisher nur als Brumm bei 50 Hz. Was für ein eingestreutes Signal spricht, ist die Tatsache, dass der Ton sich über die Eingangskette nicht regeln läßt; er ist also immer gleich laut.

Vielleicht weiß jemand hier Rat.
--
Vielen Dank,
Tom


[Beitrag von Mxlptlk am 23. Mai 2011, 09:13 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#2 erstellt: 24. Mai 2011, 05:53
Hallo Tom,

du nutzt doch sicherlich die XLR-Eingänge des Behringer. Dann schalte eine DI-Box zwischen USB-Soundkarte und Behringer oder baue den Adapter Cinch-XLR um: Umbauanleitung

Gibt es die Möglichkeit die USB-Soundkarte digital optisch (Toslink) mit dem Behringer zu verbinden? Wenn ja, so ist das die beste Möglichkeit, um die Störungen zu beseitigen.


Gruß

Uwe
anymouse
Inventar
#3 erstellt: 24. Mai 2011, 22:01
Hast Du schon mal mit unterschiedlichen Abtastfrequenzen der USB-Ausgabe experimentiert?

Liegt da irgendwo ein Schaltnetzteil mit 1kHz Frequenz rum?
Mxlptlk
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Jun 2011, 12:15
Hallo und sorry für’s lange Nichtreagieren

erstmal danke für die Antworten, inzwischen habe ich das Problem selbst gelöst, indem ich was Schlaues und was Dummes gemacht habe:

Schlau:

USB Soundkarte außer Funktion gesetzt und ein 3fach geschirmets Adapterkabel SPDIF ---> AES/EBU gebaut. Da der Behringer interne Übertrager verwendet, ist die direkte Datenübertragung also kein Problem. Das Kabel ist unverschämt lang (gut 12 Meter) und funktioniert tadellos. Der Sound ist ERHEBLICH besser als bei der als gut geglaubten USB-Soundkarte. Alles viel ziselierter, klarer. Instrumente sind deutlich besser getrennt.
</schlau>

Dumm:
Das 1 kHz-Pfeifen kommt mit einiger Sicherheit durch irgendein Schaltnetzteil meiner Gesamtverstromung... also habe ich den Erdanschluss des Behringer abgeklemmt. Dann war alles gut, kein Pfeifen oder Brummen mehr.
Ich weiß: UM GOTTES WILLEN, STROM KANN TÖDLICH SEIN (Fehlerstrom auf Gehäuse, etc.). Aber alle meine HiFi-Komponenten haben ja auch keine Erdung, da alle nur den einfachen Flachstecker verwenden.

Danke an alle,
Tom
georgy
Inventar
#5 erstellt: 12. Jun 2011, 15:24

Mxlptlk schrieb:
Aber alle meine HiFi-Komponenten haben ja auch keine Erdung, da alle nur den einfachen Flachstecker verwenden.


Die Geräte haben dann auch die entsprechende Schutzklasse.
An einem Gerät einfach die Erdung abklemmen kann gefährlich werden, wenn etwas passiert haftest du für den Schaden, das kann von einem einfachen Defekt des Gerätes bis zum Tod eines Menschen alles sein, deshalb ist so etwas auch tunlichst zu unterlassen.
Mxlptlk
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Jun 2011, 09:23

georgy schrieb:

Mxlptlk schrieb:
Aber alle meine HiFi-Komponenten haben ja auch keine Erdung, da alle nur den einfachen Flachstecker verwenden.


Die Geräte haben dann auch die entsprechende Schutzklasse.
An einem Gerät einfach die Erdung abklemmen kann gefährlich werden, wenn etwas passiert haftest du für den Schaden, das kann von einem einfachen Defekt des Gerätes bis zum Tod eines Menschen alles sein, deshalb ist so etwas auch tunlichst zu unterlassen.

Ja, ich weiß, deshalb habe ich ja auch was von "etwas Dummes" geschrieben.
Uwe_Mettmann
Inventar
#7 erstellt: 13. Jun 2011, 23:04

Mxlptlk schrieb:
Ja, ich weiß, deshalb habe ich ja auch was von "etwas Dummes" geschrieben.

Und solche dummen Bastelleien können z.B. solche Konsequenzen haben: Link


Mxlptlk schrieb:
HiFi-Komponenten haben ja auch keine Erdung, da alle nur den einfachen Flachstecker verwenden.

Viele Wege führen nach Rom!
Wenn nun kein Schutzleiter vorhanden ist, so wird die Sicherheit auf anderen Wege sichergestellt.

Ein Netzteil, das von Haus aus keinen Schutzleiter hat, hält die notwendigen Sicherheitsanforderungen ein. Bei einem Neitzteil, bei dem der Schutzleiter abgeklebt ist, ist das nicht der Fall.

Also schließe den Schutzleiter wieder an.


Gruß

Uwe
Mxlptlk
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 15. Jun 2011, 21:51
Hi Uwe,

aaalso: Du hast natürlich völlig Recht. Aber das mit dem erhobenen Zeigefinger brauche ich allerdings nicht, da ich ja selbst darauf hingewiesen habe, etwas "Dummes" gemacht zu haben.
Wenn ein Politiker schon selber zugibt, gelogen zu haben, ruft ja auch keiner: "Ich stelle fest: Sie haben die Unwahrheit gesagt." (Obwohl dieses Beispiel etwas hinkt...)

Also müssen wir rauskriegen, welches meiner am selben Netz hängenden Schaltnetzteile 1 kHz-Töne auf die Erde gibt. Ist aber mühsam - ich brauche alle Teile täglich.

Dummerweise lebe ich im Altbau; die nächste computerfreie Netzleitung liegt zwölf Meter entfernt - eine Verkabelung dahin kommt also nicht in Frage, da man über das Kabel stolpern und sich den A.... brechen könnte.

Wenn es die Physiologie des Benringer-NTs ist, die das Durchleiten von Brumm begünstigt, würde ich auch vor einem Umbau nicht zurückschrecken. Also das alte NT gegen ein Solches ersetzen, das ohne Erdleitung auskommt.

Wäre das ein Weg?
--
Tom
Uwe_Mettmann
Inventar
#9 erstellt: 15. Jun 2011, 22:58

Mxlptlk schrieb:
aaalso: Du hast natürlich völlig Recht. Aber das mit dem erhobenen Zeigefinger brauche ich allerdings nicht, da ich ja selbst darauf hingewiesen habe, etwas "Dummes" gemacht zu haben.

Hallo Tom,

nur dann, wenn man erkennt, dass man was Dummes gemacht hat und daraus auch Konsquenzen zieht, ist der erhobene Zeigefinger nicht gerechtfertigt.

Zwischen den Zeilen habe ich aber gelesen, dass du den Behringer weiterhin ohne Schutzleiter betrieben hast, was du auch damit begründet hast, dass andere Hifi-Geräte einen Flachstecker und somit keinen Schutzleiter haben.

Abgesehen davon war der erhobene Zeigefinger nicht nur an dich gerichtet, sondern auch an Leser, die vielleicht auf die Idee kommen könnten, das mit dem Schutzleiterdurchtrennen auch auszuprobieren. Der von mir verlinkte Beitrag zeigt, dass selbst das kurzeitige Durchtrennen des Schutzleiters böse Konsequenzen haben kann.


Mxlptlk schrieb:
Wäre das ein Weg?

Nein, durch den Austausch des Netzteils wird ein Gerät nicht automatisch zu einem Gerät der Schutzklasse II, dazu sind noch weitere Maßnahmen notwendig.


Abgesehen davon, habe ich dir Wege genannt, um die Störung zu beseitigen, Hast du diese ausprobiert?


Mxlptlk schrieb:
...und ein 3fach geschirmets Adapterkabel SPDIF ---> AES/EBU gebaut.

Hat das Kabel zwei Innenleiter? Wenn ja, so schließe den Schirm auf Seite des Behringer nicht direkt an sondern über eine Parallelschaltung aus einem keramischen 100 nF Kondensator und einem 100 Ohm Widerstand.


Gruß

Uwe
Mxlptlk
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Jun 2011, 10:38
Hallo Uwe,

das Koaxkabel hat nur einen Innenleiter. Der von Dir vorgeschlagene Kondensator soll also als schmalbandiges Filter funktionieren, oder? Leider würde das ja alle Nutzfrequenzen in dem Bereich ebenfalls absenken. Hm.

Verständnisfrage: wenn ich den Schirm des Kabel über ein RC-Glied anschließen soll, wozu die Frage nach 2 Innenleitern?

Welche Maßnahmen meinst Du mit "...dazu sind noch weitere Maßnahmen notwendig"? Komplette Isolierung des Innenlebens gegen Gehäusemasse?
--
Tom
Uwe_Mettmann
Inventar
#11 erstellt: 16. Jun 2011, 19:10
Hallo Tom,


Mxlptlk schrieb:
das Koaxkabel hat nur einen Innenleiter. Der von Dir vorgeschlagene Kondensator soll also als schmalbandiges Filter funktionieren, oder? Leider würde das ja alle Nutzfrequenzen in dem Bereich ebenfalls absenken. Hm.

Nö.


Mxlptlk schrieb:
Verständnisfrage: wenn ich den Schirm des Kabel über ein RC-Glied anschließen soll, wozu die Frage nach 2 Innenleitern?

Über die zwei Innenleiter erfolgt die Signalübertragung. Also wird diese nicht beeinflusst, wenn der Schirm über die Parallelschaltung aus Kondensator und Widerstand angeschlossen ist.

Durch den Schirm werden doch die Massen der beiden Geräte verbunden und somit hast du eine Masseschleife. Wenn der Schirm aufgetrennt wird, so ist die Masseschleife unterbunden, nur wirkt der Schirm dann nicht mehr gegen hochfrequente Einstrahlungen, daher die Anbindung des Schirms über den Kondensator, der für hohe Frequenzen sehr niederohmig ist. Durch den parallelen Widerstand gibt es auch eine leichte Schirmanbindung bei tieferen Frequenzen. Zusätzlich sorgt der Widerstand noch dafür, dass das Potential der beiden Innenleiter etwa auf dem Gerätemassepotential liegt.

Nun hast du aber ein Koaxkabel. Versuche mal folgende Lösung. Schließe das Koaxkabel entsprechend der Umbauanleitung an, die ich in Beitrag #2 verlinkt habe.

Ich nehme mal an, dass das Koaxkabel einen Wellenwiderstand von 75 Ohm hat. Daher ist es sinnvoll zwischen PIN 2 und PIN 3 des XLR-Steckers einen 270 Ohm Widerstand zu löten. Durch diese Maßnahme ist das Koaxkabel mit 75 Ohm korrekt abgeschlossen.


Mxlptlk schrieb:
Welche Maßnahmen meinst Du mit "...dazu sind noch weitere Maßnahmen notwendig"? Komplette Isolierung des Innenlebens gegen Gehäusemasse?

Ich kenne das Gerät nicht, daher kann ich natürlich auch nicht sagen, welche zusätzliche Maßnahmen notwendig sind.

Abgesehen davon gebe ich keine Tipps bezüglich Bastelleien im 230 V Bereich, weil ich nicht kontrollieren kann, ob sie korrekt umgesetzt werden. Auch wenn du es korrekt machst, so ist das ein öffentliches Forum und es lesen auch andere Leser mit, die die Tipps dann vielleicht nicht vernünftig umsetzen.


Gruß

Uwe
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