User-Reviews zum Event bei Canton in Weilrod

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HiFi-Forum
Stammgast
#1 erstellt: 04. Mai 2017, 14:42


In diesem Thread werden am Montag, 08.05.17 die Reviews der Teilnehmer des Canton-Events in Weilrod veröffentlicht. Wir freuen uns auf spannenden Lesestoff und laden euch herzlich ein, zu schmökern, Fragen zu stellen und euch mit den Teilnehmern auszutauschen. Viel Spaß!

Zu den Reviews:

Kenni_Felix
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Asti75
tobimanlein
purefidelity
lisa0705
BestPicture
vinylfan
Passat
Jogi1976


[Beitrag von #Friederike# am 17. Mai 2017, 13:32 bearbeitet]
Kenni_Felix
Neuling
#2 erstellt: 08. Mai 2017, 18:41
Warum habe ich eigentlich bei dem Event mitgemacht?

Grundsätzlich habe ich mit meinen 27 Jahren erst vor ungefähr 5 Jahren einen Bezug zum Thema Hifi bzw. qualitativer Musikwiedergabe gefunden. Was mich von Anfang an fasziniert hat, war nicht nur die Musik an sich, sondern auch die Unterschiede und Nuanzen der Aufnahmequalität bis zur Umwandlung des Signals im Lautsprecher in einen akustischen Ton. Deshalb hat mich von vornherein die Technik der Hifi-Hochzeit Ende der 70er Jahre interessiert. So kam ich auch zu meinem ersten Plattenspieler – bei dieser Quelle bin ich auch hängen geblieben. Doch dann stellte sich die Frage – welche Schallwandler sollten es sein?
Und bei dem Thema kommt man an der deutschen Traditionsfirma CANTON nicht vorbei! Nach einem ersten Paar Lautsprecher einer anderen Firma (die ausschließlich in China produziert), wollte ich etwas hochwertiges, langlebiges – einfach einen Lautsprecher der Spaß macht und meiner sonstigen Technik gerecht wird. Nach einem Besuch der „High End“- Musikmesse in München war ich sofort von CANTON fasziniert. Und schon stand die Canton Reference 9 in meinem Wohnzimmer – und steht dort bis heute.
Als CANTON dann das Bewerbungsverfahren für dieses Event startete, war es keine Frage für mich – ich wollte wissen was wirklich hinter dem Mythos „Made in Germany“ steht. Was bedeutet das in der heutigen Zeit? Oder wird etwa nur das Produktlabel in Deutschland draufgeklebt, wie es bei anderen „Big Playern“ im Hifi-Bereich der Fall ist?

Darauf wollte ich Antworten finden – und habe sie bekommen!

Nach der Anreise am Sonntag den 23.04.17 im Hotel „Lindner“ Frankfurt wurden wir direkt von den Marketing-Mitarbeitern Oliver Hennel & Moritz Jung sowie dem Training Manager Dirk Halfmann empfangen. Ja richtig – sie kamen gleich mal zu dritt. Mein erster Gedanke war, dass CANTON wohl nichts dem Zufall überlassen will. Der tatsächliche Grund dieses „Aufwandes“, wurde mir erst später klar. Am selben Abend lud man uns zu einer Veranstaltung (Red Bull Flying Illusion) ein. Natürlich präsentierte man uns auch die wirklich gelungene Canton-Lounge am Veranstaltungsort der Jahrhunderthalle in Frankfurt/Main. Hier befanden sich nicht nur eine Bar und ein Buffet, an dem für das Leibliche Wohl gesorgt wurde. Auch konnte man das aktuelle „Flagschiff“ von CANTON, die Canton Reference 1K, bewundern.
Nach der Veranstaltung wurden erste Gespräche mit dem Trio von Canton geführt, welches uns auch am nächsten Tag begleitet hat. Hier wurde mir zuerst klar – das Event ist kein reiner Werbezweck oder einfach ein Gewinnspiel, bei welchem jetzt die Gewinner betreut werden müssen. Es ging um mehr – Austausch mit dem Kunden! Und wir waren stellvertretend für diese da. Das Canton – Trio begegnete uns auf Augenhöhe, natürlich auch nicht ohne den Stolz auf das Unternehmen zum Ausdruck zu bringen .

Der Tag auf den alle gewartet haben – Einblick in den Firmensitz

Am nächsten Tag ging nach dem Frühstück im Hotel nach Weilrod – an den Ort wo also die Lautsprecher geschmiedet werden. Und hier kam gleich die erste Überraschung – man präsentierte uns das erste neue Produkt, welches in Kürze veröffentlicht wird. Wir konnten uns allgemein sehr frei in dem Gebäude der Produktionsstätte bewegen. Da kam mir schnell die Frage in den Kopf geschossen – Hat man denn hier wirklich nichts zu verbergen? Die Antwort ist ganz klar – NEIN. Und genau das merkte man an dem offenen Umgang mit uns – keine Frage blieb unbeantwortet.
Das CANTON-Team zeigte uns ganz offen in einer Foto-Präsentation den zweiten Produktionsort in Tschechien. Hier werden die Spulen für die Frequenzweichen gedreht, die Chassis vorbereitet und die Korpusse der Lautsprecher hergestellt sowie lackiert – alles in Handarbeit. In Weilrod im Taunus werden dann die Einzelteile zusammengesetzt und am Ende der Produktion getestet – und zwar jeder einzelne Lautsprecher! Ich kann nicht sagen durch wie viele Hände ein Lautsprecher am Ende gegangen ist – es müssten aber einige Dutzend sein.
Genau an diese Form der Produktion dürften wir dann tatsächlich an einer Produktionsstraße Teil haben – natürlich unter Anleitung der erfahrenen Mitarbeiterinnen. Und das sah alles einfach aus, das war es aber nicht! Denn die netten Mitarbeiter(innen) arbeiten hier teilweise schon seit 40 Jahren. Am Ende hielten wir jeweils ein eigenes Paar CANTON Chrono SL 526 in den Händen. Der Anspruch der Perfektion eines jeden Mitarbeiters während der Herstellung war beachtlich. Meine Lötstellen mussten nochmal nachgelötet werden – und das Produktetikett auf der Verpackung am Ende der Produktionsstraße musste natürlich gerade auf den Karton geklebt werden. Darauf bestand die Mitarbeiterin! Keine Toleranz, 100% Perfektion! Achso – poliert werden müssen die Lautsprecher am Ende natürlich vorm Verpacken natürlich auch noch. In dem Moment dachte ich mir – „Eigentlich wäre es doch toll auf dem Produkt Fingerabdrücke zu entdecken – da merkt man sofort, dass hinter der Produktion ein Mensch und keine Maschine steht“
Dann stand noch der Einblick in das Herzstück des Unternehmens an – die Entwicklungsabteilung. Frank Göbl (Technical Director) zeigte uns persönlich das Büro der „schlauen Köpfe“ – eine besondere Atmosphäre. Überall liegen Prototypen und Modelle herum. Am Computer werden neue Ideen entwickelt und dann im sogenannten schalltoten Raum durchgemessen. Wie viel Arbeit bis zum neuen Produkt dahinter steht, ist selbst vor Ort schwer vorstellbar. Und wie viele Mitarbeiter beschäftigen sich hier mit der Entwicklung? Mehr als eine Hand voll sind es nicht. Von anderen Firmen hört man Zahlen von 100 oder mehr. Das ist wirklich eine starke Leistung – und überall spürt man die Leidenschaft.
Insbesondere beim darauffolgenden „Probehören“ unterschiedlicher Lautsprecher, auch einem neuen Modell zum 45-jährigem Jubiläum, wurden uns mit unseren eigenen mitgebrachten Musikstücken präsentiert. Natürlich nicht ganz ohne Stolz führte man uns die Bandbreite der aktuellen CANTON-Serie vor. Und das zu Recht! Einfach großartig.

Fazit:
CANTON ist sich treu geblieben – Handarbeit aus eigener Entwicklung und Produktion. Dann noch die 100% Kontrolle eines jeden Produktes. Ich glaube das ist es wofür CANTON steht. Um Oliver Hennel (Marketing Director CANTON) zu zitieren: „Wir wissen, dass wir mit Lautsprechern nicht die Welt retten können – aber wir können sie ein klein wenig verbessern!“
Und bei dieser Einstellung sollte CANTON meiner Ansicht nach bleiben. Es hat bisher funktioniert und wird es hoffentlich auch weiterhin. Der Preiskampf gegen Produkte aus Asien ist groß – aber möchten wir das dauerhaft? Ist es nicht schöner ein Produkt in den Händen zu halten bei welchem man den Ursprung kennt, welches per Hand entwickelt/ produziert und kontrolliert wurde? Ich glaube dieser Anspruch bei einem großen Käuferkreis wird nie verschwinden.

DANKE an Canton für den Einblick

Die Teilnehmer und das CANTON-\

Produktion von CANTON in Weilrod

Produktion von CANTON in Weilrod

Produktion von CANTON in Weilrod - Selbstversuch

Produktion von CANTON in Weilrod - Selbstversuch

Produktion von CANTON in Weilrod  - Selbstversuch
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Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 08. Mai 2017, 19:43
CANTON feiert 2017 sein 45-jähriges Firmenjubiläum. Dies nahm Deutschlands Marktführer zum Anlass, ein exklusives Event für zehn ausgesuchte Mitglieder des HiFi-Forums auszuschreiben. Durch Glück (oder ein besonders herausragendes Bewerbungsschreiben?) war ich einer dieser zehn Auserwählten, die im Anschluss ein kurzes Review zum Ereignis für das Hifi-Forum schreiben sollten. Nun ja, ich habe mich wirklich auf das für mich Wesentliche beschränkt, aber kurz ist es leider nicht geworden. Ich hoffe, Sie bleiben bis zum Ende dabei, auch wenn Sie vielleicht lange Texte nicht gewöhnt sind. Als Ansporn erhält jeder, der es bis zum Ende schafft und mir eine PN schickt, einen persönlichen Musik- und Filmtipp von mir.

Ich hatte eigentlich vor, keine Bilder zu machen, daher war meine DSLR nicht mit dabei. Allerdings konnte ich mich der Begeisterung der anderen Fotografen nicht entziehen und zückte doch dann und wann das Handy. Ich bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen.

Aber nun los! Als Bewerbung sollte man beschreiben, warum man selbst prädestiniert sei, daran teilzunehmen und welche Berührungspunkte man bereits mit Canton hatte.


Bewerbung

Das fiel mir natürlich nicht besonders schwer, hatte ich doch bereits vor über 30 Jahren als kleines Kind im Elektronik-Fachgeschäft meiner Eltern die ersten Kontakte zur HiFi-Welt. Und obwohl ich über die Jahre dort viele verschiedene Modelle gesehen und gehört habe, habe ich mich letztendlich für meine erste Wohnungsausstattung für Canton entschieden. Damals ein Paar Standlautsprecher LE 170 in buche-silber, die später um einen Subwoofer AS 40 SC und zwei LE 120 ergänzt wurden. Mit diesen war ich dann viele Jahre ganz glücklich gewesen. Erst viel später, kurz vor der Geburt meiner kleinen Tochter, kam mein Fokus auf die Modernisierung der Anlage. Diesmal wollte ich klanglich und optisch in höhere Sphären vorstoßen, daher kam für mich nur die Vento-Serie in Frage. Also sondierte ich den Markt und fokussierte mich wegen des Wunsches nach silberner Gehäusefarbe (ist ja zur Zeit leider nicht mehr „modern“) auf den Gebrauchtmarkt. Innerhalb weniger Wochen besorgte ich zuerst Vento 807, welche schon ganz gut passten, bevor ich durch zwei besonders günstige Angebote je ein Paar Reference 7 und Reference 5 ergattern konnte. Diese legten die Messlatte für die Vento deutlich höher. Aus Platzgründen behielt ich schließlich die Reference 7. Diese ergänzte ich kurz darauf um einen Sub 1200R, ein wahrhaft brachiales Gerät. Für den Rear-Bereich sollten erst einmal Karat M20 genügen, da meine Suche nach passenden Vento 810 oder 820 noch nicht erfolgreich war. Befeuert werden diese durch einen Marantz SR7008, Musik kommt ausschließlich über eine Roku SoundBridge M2000 aus meiner Digitalbibliothek. Dieses Gespann bringt meiner Familie (vor allem meiner zweijährigen Tochter) bis heute sehr viel Spaß. Wieviel Anteil Canton daran hat, dass diese ständig nach „Musik“ giert, vermag ich leider nicht festzustellen.
Meine Kontakte mit der Firma Canton selbst beschränkten sich auf zwei Supportfälle, als mein alter AS 40 eine neue Endstufe brauchte, die ich sehr unkompliziert und für kleines Geld direkt in Weilrod bestellen konnte. Bei einem recht ramponierten Karat Center 755, den ich zufällig erstand, fehlte das Herstellerlogo. Hier wurden mir kostenlos gleich drei Ersatzlogos zugeschickt! Also auch in diesem Fall bestmöglicher Service.


Ankunft in Frankfurt

Anscheinend passte meine Bewerbung, denn schon kurz nachdem ich diese abgegeben hatte, kam ein Anmeldungsformular von Friederike Jäger vom Team des HiFi-Forums. Entsprechend groß war die Freude.
Bevor es am Sonntagabend mit dem Besuch der Red Bull Flying Illusion in der Frankfurter Jahrhunderthalle losgehen sollte, trafen wir uns erst einmal im Lindner Congress Hotel wenige Kilometer entfernt. Dieses stellte sich als sehr gute Wahl seitens Canton heraus, der Service war erstklassig, wie von einem Vier-Sterne-Haus zu erwarten. Die vielen Flugzeug-Crews, die während unseres Aufenthalts eincheckten, bestätigten diesen Eindruck.
Ich komme aus dem Gebiet zwischen Stuttgart und Ulm, daher war die Anreise nach Frankfurt trotz Rückreise-Verkehrs am Ferienende recht problemlos. Andere hatten deutlich längere Strecken zurückgelegt, unter anderem München und Lübeck wurde genannt.
Abgeholt wurden wir von Dirk Halfmann, dem Training Manager von Canton, der durch Canton-Jacke und -Shirt leicht zu identifizieren war. Die Begegnung war für ihn wie für mich persönlich besonders witzig, da wir praktisch nur zwei Orte auseinander wohnen. Wie konnte das sein? Fuhr er etwa jeden Tag von Stuttgart nach Weilrod? Natürlich nicht, er ist Hesse, der der Liebe wegen in den Süden gezogen ist. Und da er sowieso in ganz Deutschland (und Europa) Trainings oder Präsentationen organisiert (u.a. auf der High-End in München), muss er auch nicht jeden Tag dort sein.
Bald stießen Moritz Jung, Marketing-Manager, der seinem Namen entsprechend eher die junge Generation der Firma repräsentierte, und der altgediente Chef des Marketings, Oliver Hennel, zu uns. Letzterer machte optisch wie auch erzählerisch keinen Hehl daraus, dass er früher noch Haare auf dem Kopf gehabt hatte und der Gruppe der Zweiradfahrer zuzurechnen sei. Ehrlich gesagt hätten wir uns fast gewünscht, dass er die anschließende Fahrt in zwei Firmenfahrzeugen von Canton mit seiner Harley und der wallenden grauen Mähne anführte, aber leider hatte er diese (die Harley) zu Hause gelassen. So mussten wir uns mit der Vorstellung dessen begnügen und mit vielen amüsanten Episoden seines Lebens in- und außerhalb der HiFi-Welt. Denn wie er schon treffend am Anfang bemerkte: „Wer alt ist, hat schon einiges erlebt und kann daher auch einiges erzählen.“ Gerne mehr davon! Wir hoffen inständig, dass der eine oder andere Liebesbrief aus seiner Jugend doch noch beantwortet wird!
Doch es gab auch eine verheißungsvolle Ankündigung: Wir sollten am nächsten Tag einen völlig neuen Lautsprecher als erste probehören können, die von außerhalb der Firma stammten. Das erhöhte natürlich die Vorfreude.
Als schließlich auch Friederike Jäger eintraf, konnte die Reise losgehen.


Red Bull Flying Illusion

Angekommen bei der Jahrhunderthalle, auf dem bevorzugten VIP-Parkplatz in der ersten Reihe, standen wir vor einem recht imposanten Designerbau, der 1963 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Frankfurter Hoechst AG eröffnet worden war. Man bekam man schon vor dem Eingang einen Eindruck, welche Breakdance-Show uns dort erwarten würde. Ein Spezialfahrzeug mit ordentlich Bums auf der Audio-Anlage bot zwei Tänzern die passende Kulisse für ein paar kurze Moves.
In der Halle wurden wir direkt in die 2015 eröffnete Canton-Lounge geleitet, in der es außer gutem Essen und gemütlicher Atmosphäre natürlich auch ein paar beispielhafte Lautsprecher zu sehen und zu hören gab. Darunter auch ein Paar Reference 1K im Wert von 22.000 Euro. Bei den Gesprächen dominierten vor allem die Themen Sonderlackierung, die Ausstattung des privaten Hörraums der Teilnehmer und die Getränkebecher von Red Bull, die bei Berührung mit Flüssigkeiten leuchteten.

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Die Show selbst war höchst unterhaltsam. Zwar war die epische Einleitung, in der ein berühmter Synchronsprecher (ich gehe von Tilo Schmitz aus, der u.a. Ving Rhames und Ron Perlman die Stimme leiht) sprach, etwas dick aufgetragen (u.a. wurde von einem zehntausend Jahre alten „Battle“ gesprochen, der nicht weniger als das Schicksal der gesamten Erde bestimmt). Aber wenn man das ausblendete, konnte man oftmals nur staunen, was für außergewöhnliche Bewegungskunst einem dargeboten wurde, untermalt von einer bombastischen Soundkulisse, die die Zuschauerränge zum Vibrieren brachte. Bewegliche Videowände, Rauch und weitere Effekte sorgten für viel Abwechslung und einige interessante Illusionen, wenn beispielsweise einzelne Protagonisten mit virtuellen Gegnern auf der Leinwand kämpften oder gar selbst ins Video hineinsprangen. Kein Vergleich zum muffigen 80er-Jahre-Klischee des ursprünglichen Breakdance.
Gekrönt wurde die Show am Ende von einer Abschlusseinlage, in der jeder Künstler noch einmal seine ganz spezielle Tanzkunst präsentierte. Ich denke, ich spreche hier für die meisten Zuschauer, wenn ich sage, dass die Darbietung gerne noch länger hätte dauern können. Grandios!
Nach dem Ende erfuhren wir, dass dies die letzte Show in Frankfurt war und die Truppe bald auch in meiner Heimat Stuttgart auftreten würde. Eine ideale Gelegenheit, meine nicht ohne Neid zu Hause gebliebene Frau dorthin einzuladen, damit sie wenigstens teilweise die Erlebnisse des Canton-Events mit mir teilen kann.
Die After-Show-Party in der Lounge ging weiter, bis wir quasi hinausgeworfen wurden. Nur um die interessanten Gespräche in der Hotelbar noch weiter zu vertiefen. Dabei konnte man das, was die drei Marketing-Jungs von Canton mit uns veranstalteten, fast auch als Show beschreiben (im positiven Sinn), nur mit dem Unterschied, dass hier nichts Einstudiertes vorgespielt wurde, sondern einfach nur authentisch aus dem Nähkästchen geplaudert wurde, immer mit Augenzwinkern. Zitat: „Wir wollen eine Firma zum Anfassen sein. Ihr dürft uns auch gerne mal anfassen!“
Gegen Mitternacht zogen sich dann doch die meisten zurück, schließlich war der späteste Zeitpunkt für die individuelle Abfahrt nach Weilrod auf 9:00 Uhr geschätzt worden.

Als erstes Zwischenresümee konnte man schon jetzt festhalten, dass Canton zumindest im Marketing pfiffige Köpfe beschäftigt, denen man regelrecht anmerkte, wie gerne sie andere mit ihrer wahren Leidenschaft, dem Hören von guter Musik, anstecken wollten. Dabei fiel insbesondere auf, wie offen und respektvoll sich diese auch den Konkurrenten gegenüber zeigten. Canton erkennt die Leistung der Mitbewerber an und überhöht sich nicht. Niemand musste sich schämen in der Runde, wenn er Bowers & Wilkens, Nubert oder Teufel erwähnte. Von den jeweiligen Geschäftsmodellen bis zum Für und Wider bestimmter Modelle, auch im Vergleich zu Canton, konnte man den erfahrenen HiFi-Spezialisten in der gesamten Runde einiges entlocken.
Doch vielleicht war das ja alles nur Fassade und vor Ort erwartete uns vielleicht eine verstaubte Firma in ihren letzten Zügen, mit keinen oder schlechten Produkten in der Entwicklung, die sich ein letztes Mal aufbäumte, um uns nur die Schließung des letzten deutschen Werks eines Lautsprecherherstellers und den Umzug nach China zu verkünden?

Doch weit gefehlt…


Der Firmensitz

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Am nächsten Morgen, nach Genuss eines sehr guten Frühstücks im Hotel, trafen wir uns vor den heiligen Hallen von Canton im dörflichen Niederlauken, welches einer von dreizehn Ortsteilen der Gemeinde Weilrod ist. Die Straßen dorthin sind so schmal, dass die Begegnung zweier Lkw ein spannendes Unterfangen ist. Was allerdings recht selten auftritt, außer die beiden firmeneigenen Lkw begegnen sich zufällig.
Das Gelände ist zweigeteilt. Ein Strauß Flaggen steht in der Mitte einer Wendeplatte, links davon ein Fachwerkhaus aus schwarzen Holzbalken mit großen Glasflächen im Stil der Siebziger-Jahre, welches die Verwaltung beherbergt. Rechts die unscheinbare alte Dorfschule, in der Canton seit dem Jahr 1972 Lautsprecher fertigt.
Drin wird man zuerst durch einen Gang geführt, dessen Wände voll mit Auszeichnungen und Testsiegen hängen sowie Vitrinen mit den Meilensteinen der Firmengeschichte beherbergen. Wir trafen uns in einem Raum, bestückt mit den berühmten Canton-Stühlen (Freischwinger aus weiß lackiertem Draht), der, neben einem weiteren, gleich nach unserer Abreise komplett umgebaut wird und zu einem Hörstudio werden soll. Denn wir erfuhren nicht nur positive Dinge, sondern auch, mit welchen Herausforderungen Canton, aber auch die ganze HiFi-Branche, zu kämpfen hat.

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Herausforderungen

Da wäre zum einen die starke Reduktion der Verkaufsflächen im Handel, auch bedingt durch den Online-Handel und die große Konkurrenz aus Fernost. Doch gerade Lautsprecher haben einen großen Anteil an subjektivem Hörempfinden, das sich alleine auf Beschreibungen oder Testberichten nur unzureichend abbilden lässt. Man muss sie einfach selbst hören. Wenn nun aber der Handel, zu dem sich Canton nach wie vor bekennt, immer weniger Auswahl in adäquater Umgebung ausstellt, muss eben der Hersteller umdenken. Was liegt also näher, als selbst für Hörräume zu sorgen, in denen die Kunden in Ruhe testen können, ohne sich zig Modelle nach Hause liefern und wieder abholen zu lassen. Was bei Gewichten bis zu 134 kg pro Lautsprecher ohnehin nicht wirklich gut funktioniert. Das würde auch ich persönlich in jedem Fall vorziehen, selbst wenn es eine Fahrt von drei Stunden oder mehr bedeutet. Und so passt sich Canton hier zukünftig an. Warum nicht hinterher auch Frankfurt besuchen oder im schönen Taunus wandern?
Doch das ist nicht die einzige Anpassung, die Canton durchmacht. Um dem weiteren Kostendruck zu begegnen, der aktuell in der Branche herrscht, mussten mehrere Maßnahmen getroffen werden. So wurde ein Werk in Tschechien eröffnet, welches all die kleinen Vorarbeiten, wie das Aufwickeln von Spulen (von Hand!) erledigt, um von dort aus zur Endmontage nach Deutschland gebracht zu werden. Also selbst die meisten Kleinteile sind „Made in EU“.
Dass die ganz preiswerten Modelle inzwischen in China gefertigt werden müssen, weil sie sonst preislich nicht konkurrieren können, geschenkt. Das ist für jeden mit klarem Menschenverstand nachvollziehbar. Was Canton hier allerdings tut, um die daraus resultierenden Nachteile auszugleichen, würde man nicht unbedingt erwarten. Wird doch jedes einzelne Gerät zuerst ins Stammwerk nach Weilrod geliefert, um dort teilweise demontiert zu werden und eine Qualitätskontrolle auf dem Niveau der in Deutschland hergestellten Produkte durchzuführen. Man glaubte sogar, zwischen den Zeilen herauszuhören, man müsse auch kontrollieren, ob die Chinesen wirklich die Teile einbauen, die vereinbart wurden. Erst dann werden diese wieder zusammengebaut und auf komplette Funktion geprüft. Das bringt erstaunte Gesichter unter der Besuchergruppe hervor.

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Zusammenarbeit mit Automobil-Herstellern

Die gute Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller Skoda, der Canton-Audiosysteme bei den besseren Modellen als Option anbietet, ist ein weiteres Thema der Gespräche. Mindestens ein Teilnehmer hatte sogar einen Skoda Superb dabei. Leider schafften wir es nicht, diese probezuhören. Der Vergleich zu meinem Bang & Olufsen-System hätte mich schon interessiert.
Die drei Cantonisten verrieten uns, wie es zu der Zusammenarbeit kam, dass Vorlaufzeiten von 3 Jahren zu beachten sind, mit welchen weiteren Fahrzeugherstellern Verhandlungen liefen und welcher ganz spezielle Hersteller am anderen Ende der Preisskala Teile seiner Fahrzeuge mit Technik von Canton kombinieren lässt, um diese dann unter eigenem Namen zu verkaufen. Leider durften wir diese nicht fotografieren und keine Details preisgeben. Aber wir alle konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen, als wir das konkrete Ergebnis bestaunen durften. Petrolheads dürften an solchen Geräten ihre wahre Freude haben, ich vermute stark, dass Jeremy Clarkson oder Richard Hammond so etwas im Gäste-WC stehen haben. Letzterer hatte zumindest eine Zeit lang das passende Fahrzeug in seiner Sammlung.
So kann der Fahrer einer solchen Kultmaschine also seinen eigenen Schrein mit entsprechender Beschallung in seinem Büro in der obersten Etage aufstellen, damit er und seine Geschäftspartner nicht übersehen, welch potentes Gefährt unten in der Tiefgarage steht.


Handgefertigte Lautsprecher

Genau auf 11:00 Uhr war unsere eigene Fertigungsstraße eingetaktet, in der alle Teilnehmer selbst Hand anlegen und eigene Lautsprecher montieren sollten. Dabei war das Wort „eigene“ durchaus wörtlich gemeint, wurde uns doch zu unserer Überraschung gleich am Beginn eröffnet, dass wir doch bitte besonders sorgfältig arbeiten sollten, da die gebauten Lautsprecher ein besonderes Geschenk an jeden Teilnehmer seitens Canton sein sollten. Wieder fielen einige Kinnladen nach unten, wir konnten unser Glück kaum fassen. Doch es ging noch weiter! Es handelte sich nicht etwa nur um einen kleinen Lautsprecher aus der einfachsten Serie, sondern jeder bekam ein paar Regallautsprecher Chrono SL 526. Diese Serie ist angesiedelt direkt unter Reference und Vento und bietet bereits Titanium-Membranen. Die Preisempfehlung liegt bei 449 Euro je Box, das Paar also 898 Euro!
Sofort ging das Rätselraten in der Gruppe los, wo im heimischen Wohnraum denn dieses besondere Geschenk eingesetzt werden könnte. Angespornt von so viel Vorfreude machte sich einer nach dem anderen ans Werk, unter kundiger Anleitung erfahrener Monteurinnen (ausschließlich Frauen an dieser Montagestraße!) Frequenzweiche und Anschlussterminal in das Leergehäuse einzubauen, Hoch- und Tief-/Mitteltöner zu verlöten, den Frequenztest auszuführen und die nun fertigen Lautsprecher fachgerecht zu verpacken. Vorher wurden noch individuelle Typenschilder angebracht, die belegten, das genau ich, und nur ich allein, dieses Lautsprecherpaar am 27.04.2017 handgefertigt habe.
Umringt von strahlenden Gesichtern stapelten sich die Kartons auf der Palette immer höher, bis auch der letzte Eventteilnehmer sein Paar verpackt hatte.
In der Zwischenzeit konnten sich die schon fertigen oder noch wartenden Kollegen bereits ein Bild der Fertigung der Reference-Serie machen. Speziell bei der Reference 1K wird diese ausschließlich durch einen einzigen Monteur gefertigt, und das schon von seit vielen Jahren. Dieser hat hier, im Gegensatz zu den preissensitiven Modellen, keinen Zeitdruck, sondern darf sich die Zeit nehmen, die nötig ist, um ein 134 Kilogramm schweres Topmodell zu vollenden, bevor er es handsigniert.

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Entwicklung

Inzwischen gesellten sich weitere Köpfe von Canton zu uns. Neben Freddy Allen, der anscheinend sehr eng mit Dirk Halfmann zusammenarbeitet und mit diesem zusammen auch die Aufstellung der Reference 1K beim Käufer vornimmt, ehrte uns nun der Entwicklungsleiter Frank Göbl mit seiner Anwesenheit, hatte er doch extra wegen uns einen früheren Rückflug von einem Auswärtstermin genommen. Dieser führte uns in die „geheimen“ Räumlichkeiten, in denen er und sein Team an neuen Klangfarben, Gehäuseformen und Fertigungstechnologien tüfteln, unterstützt durch modernste 3D-CAD-Technologie. Als IT-Fachmann fiel mir dabei Autodesk Inventor als ein verwendetes Softwarepaket ins Auge. Was ich jedoch auch erstaunt feststellte: manch Gerät, das in IT-Kreisen schon lange zum alten Eisen zählt, wird bei Canton noch täglich eingesetzt. Das fängt bei gut 15 Jahre alten Druckern/Plottern an. So etwas hatte ich nicht direkt erwartet. Aber möglicherweise werden die Geräte bei Canton eben auch besonders gut behandelt und leben dadurch länger. Vielleicht färbt auch die Langlebigkeit der Lautsprecher ab. Die älteren Kollegen unter uns erzählten jedenfalls von mehr als 30 Jahre alten Modellen, die immer noch musizieren wie am ersten Tag.
Eine Auffälligkeit würde ich als IT-Fachmann jedoch auch gleich als Empfehlung an Frank Göbl formulieren, einen Schritt zu tun, den die meisten Firmen schon getan haben: Kaufen Sie ihren Mitarbeitern in der Entwicklung doch bitte einen zweiten Bildschirm, sie werden sicher dafür dankbar sein und es mit höherer Effizienz mehr als ausgleichen.
Doch diese erste Verwunderung über verstaubte Technik sollte nach dem Gang zum schalltoten Raum noch deutlich übertroffen werden. Dazu gleich mehr.
Ein Thema des Gesprächs war die Suche nach neuen Materialien, speziell für die Lautsprechermembranen. Papier/Zellulose und Aluminium sind ja länger bekannt und weltweit im Einsatz. Canton hat im Hochtönerbereich bereits vor einigen Jahren eine Veredelung von Aluminium zu Keramik eingeführt, die für die meisten Hörer ein deutlicher Schritt nach vorne war. Bei der aktuellen Generation der Reference K steht dieser Buchstabe jedoch für die durchgehende Verwendung dieser Keramikveredelung bei allen Chassis im Lautsprecher, auch im Mittel- und Tieftonbereich, hier noch mit zusätzlicher Veredelung mit Wolframpartikeln.
Bei der Suche nach dem Optimum zwischen Stabilität und Beweglichkeit fiel auch das etwas weniger aufwendig zu produzierende Titanium ins Auge, welches zwar nicht ganz identische, jedoch zumindest ähnlich gute Resultate erzielt. Dieses wurde erstmals bei der Karat Jubilée 3 eingesetzt und, wie oben schon erwähnt, nun auch in anderen Serien wie Vento oder Chrono SL. Keramik als aktuelle Spitzentechnologie bleibt außerhalb der Hochtöner jedoch weiterhin der Reference-Serie vorbehalten. Eigentlich. Doch dazu später...


Schalltoter Raum

Das besondere Highlight bei der Besichtigung der Entwicklungsabteilung war sicherlich der firmeneigene schalltote Raum. In diesem werden die Lautsprecher eingemessen, damit keinerlei externe Einflüsse die Messungen beeinträchtigen.
Der Raum, ungefähr vier mal vier Meter groß, die gesamten Wände mit gelben Kegeln bedeckt, vom Material her Glaswolle nicht unähnlich, aber eher mit Kaltschaum verwandt, nur auf vielleicht vierzig Zentimeter breiten Gitterstegen begehbar, mit dicker Stahltür verschlossen. Er ist vom Boden entkoppelt, so dass möglichst wenige Erschütterungen durch den Boden übertragen werden. Man kann das Gefühl darin kaum beschreiben. Außer meiner persönlichen Suche nach der absoluten Stille, die dort nun erstmals für wenige Sekunden erfüllt wurde, kann man nur technisch erklären, was uns auch Frank Göbl dort drin beschrieb, dicht gedrängt, denn mehr als 12 Personen passen kaum hinein: Als jemand, der diese Umgebung nicht gewohnt ist, verliert das Gehör die sonst überall vorhandene akustische Ortung. Egal wo, hören wir normalerweise Geräusche, den Hall unserer Stimme, unsere Atmung usw. und unser Gehirn formt in Kombination mit den anderen Sinnen unsere Wahrnehmung der Umgebung. Fällt ein Parameter plötzlich weg, dauert es eine Weile, bis wir uns daran gewöhnen.
Nicht jeder hat sich dort wohlgefühlt. Für mich war es wunderbar. Ich würde zu gerne einmal eine Viertelstunde allein darin verbringen, gerne auch bei völliger Dunkelheit.
Nach dem Verlassen des Raums fiel mein Blick erneut auf das IT-Equipment, ohne das dieser Raum natürlich keinerlei Sinn machen würde. Da stand doch allen Ernstes ein PC mit 90 MHz Taktfrequenz und Turbo-Taste! So etwas war in meiner Jugend Anfang der Neunziger Jahre aktuell gewesen! Durch den Bildschirminhalt und anhand der angeschlossenen Messgeräte war mir allerdings schnell klar, weshalb dieser PC noch stand: Die Software war ebenso alt, auf DOS basierend (also dem Ur-Ur-Großvater von Windows 10). Damit hatte ich als Kind angefangen, zur gleichen Zeit wie meine ersten Erfahrungen mit HiFi-Anlagen. Warum also sollte man ein einmal perfekt laufendes Messsystem austauschen, solange es funktionierte und die Werte korrekt waren? Nicht alles, was neu ist, ist auch besser!
Unterm Tisch fand ich dann aber doch noch eine aktuelle Lenovo-Workstation. Oder wurde diese speziell dort aufgestellt, um uns zu beruhigen? Immerhin hatte Frank Göbl zu Beginn erwähnt, sie hätten extra für uns aufgeräumt…

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Hörtest des neuen Jubiläums-Sondermodells

Worauf sicher alle gewartet hatten, sollte nun endlich stattfinden: Probehören der aktuellen Highlights, unter sachkundiger Präsentation der passenden Musik durch Dirk Halfmann. Zwar war uns schon am Morgen kurz eine Soundbar vorgeführt worden, aber eher um zu zeigen, wie viel Raum ein solch kleines Gerät mit Sound zu füllen vermag. Nun waren ausgewachsene Standlautsprecher an der Reihe.
Zuerst die Weltpremiere vor Publikum. Das Sondermodell zum Jubiläum: Die Canton A45. Eine mittelgroße Standbox, in der Höhe vergleichbar mit der Chrono 519 oder Reference 5K, mit ungewohntem Erscheinungsbild, stand sie doch auf einem anderen Sockel als die bisherigen Modelle, der breiter als der eigentliche Boxenkörper ist. Keramik durchgängig wie bei den Reference, jedoch keine Kurven, sondern eckiges Gehäuse, wie bei Chrono. Und, besonders auffallend für Canton: Ein dritter Basstreiber. Nach dem Hörtest an Audionet-Elektronik mit zwei 500 Watt-Endstufen wurden wir gefragt, was wir schätzen würden, in welchem Preisbereich das Jubiläumsmodell angesiedelt sein könnte, was man dafür verlangen könnte. Ich zählte innerlich kurz die Features herunter, als Hybrid von Reference und Chrono, und kam, vor allem wegen des einfacheren Gehäuses, auf Kosten deutlich unter 2000 Euro pro Stück, also auf jeden Fall unterhalb der Reference-Serie. Der Klang passte mir persönlich nicht so optimal. Fein aufgelöst, keine Frage, man bemerkte auch die Qualität der Keramiktreiber. Sicherlich im Reference-Bereich anzusiedeln. Ich neige dazu, Klänge in Farben zu beschreiben. Und diese hier waren mir etwas zu gelblich. Wie bei einem Fernseher, auf dem das Bild etwas gelbstichig aussieht. Sicherlich Geschmackssache und über Klangregler anpassbar. Aber meine Reference 7 (ohne Keramik) klingen freier. Weißer, mit leicht bläulichem Schimmer.
Leider war ich ob der ganzen Überlegungen zu langsam und jemand anders rief: 6000 Euro. Das war sicherlich ein Schnellschuss, läge man da doch bei der Liga oberhalb der Reference 3K, dem zweitteuersten Modell. Aber selbst wenn der Paarpreis gemeint wäre, hätte man schon fast ein Paar 5K zusammen, welche das Sondermodell deutlich überragt, obwohl sie physisch nur einen halben Zentimeter höher ist.
Also wurde aufgelöst: Canton möchte ungefähr 1500 Euro Stückpreis aufrufen, ausschließlich per Direktvertrieb und als „Geschenk“ an die Fans, die auf diesem Weg so günstig wie nie zuvor an Keramik-Lautsprecher kommen können. Die Serie soll nicht limitiert werden. Das war dann doch eine Überraschung.

Hier noch einmal die technischen Eckdaten der Canton A45, die ich mir von Moritz Jung besorgt habe:
-High-End-Lautsprecher
-3-Wege-Downfire-System
-340 Watt Musikbelastbarkeit (ich gehe deshalb von 170 Watt Nennbelastbarkeit aus)
-Frequenzgang 22 Hz – 40.000 Hz (die Obergrenze habe ich hinzugedichtet, ist aber auch bei allen besseren Cantons Standard)
-Keramik-Hochtonsystem
-Mittel-/Tieftonchassis aus Keramik-Wolfram
-BxHxT 33 x 107 x 40 cm (durch den Sockel breiter als vergleichbare Modelle, die Reference 5K ist „nur“ 30,5 cm breit, genauso hoch und einige cm tiefer)
-Farben: weiß matt oder schwarz Hochglanz in piano-finish


Die Reference 1K

Nach solchen spannenden Informationen sollten wir uns wieder etwas entspannen. Die A45 verließen die Bühne und die Topmodelle durften endlich hervortreten. Darauf hatte ich persönlich noch mehr gewartet, als auf jedes andere Modell, hatte ich doch noch nie die Gelegenheit gehabt, sie live zu hören. Mein bisher gehörtes Topmodell war die Reference 3.2.
Die Kolosse hatten etwas Lampenfieber und kamen nicht von selbst nach vorne, bescheiden wie sie sind. Daher wurden die starken Arme von Freddy Allen und Dirk Halfmann gebraucht, um sie ins Rampenlicht zu zerren. Ich fand es fast bemerkenswert, mit welcher Leichtigkeit die beiden diese Monumente unter den Lautsprechern bewegten. Als die insgesamt 268 Kilogramm an der richtigen Markierung standen, feuerte Dirk zuerst sanft los mit London Grammar (deren Fan ich seit dieser Vorführung bin) und weiteren grandiosen Vocal-orientierten Stücken, dann aber auch aus vollen Rohren, mit Yello oder den Infected Mushrooms. Der Abschluss mit Cantate Domino versetzte uns dann noch in eine schwedische Holzkathedrale, sehr atmosphärisch.
Man kann denken, was man will. Mein bescheidenes Gehör, das gerne die feinsten Details hört und trotzdem auf tiefen und massiven Bass steht, kam jedenfalls voll auf seine Kosten. Deutlich luftiger als die A45, freier, druckvoller agierten die 9500 Euro pro Stück teureren Reference 1K. Die Einfärbungen waren alle weg, einfach weiß wie frisch gefallener Schnee, auf den die Klänge der Künstler aufgebettet werden. Selbst bei höchsten Pegeln niemals schmerzhaft, völlig verzerrungsfrei. Auch meine Reference 7 liegen hier klar zurück, wenn auch nicht so weit. Ich habe nun nicht den vollen Überblick über alle vergleichbaren Lautsprecher, aber man merkte sofort, warum diese Geräte ihre Käufer finden. Schon den Tieftönern beim vollen Hub von sechs Zentimetern zuzuschauen, verursachte Gänsehaut. Ein Ereignis, an das ich noch öfter zurückdenken werde. Zumal ich mir einige der gespielten Stücke bereits besorgt habe, um den heimischen Vergleich zu ziehen. Der gar nicht so schlecht ausfällt, hat Canton doch bereits vor vielen Jahren echte High-End-Lautsprecher gebaut. Doch die 1K kann man mit Fug und Recht als Traum bezeichnen. Leider müsste ich den Raum, den diese Titanen der HiFi-Welt benötigen, erst noch bauen, selbst wenn ich sie mir leisten wollte. Denn die gängige Empfehlung der Cantonisten lautet 45 Quadratmeter. Ganz zu schweigen von der nötigen Elektronik-Kette davor. In diesem Fall durchgehend Audionet, auch der CD-Player. Alleine die vier Mono-Endstufen haben einen UVP von 30.000 Euro, der Vorverstärker und der CD-Player spielen jeweils in der 10.000-Euro-Liga. Gespart wurde hier sicher nicht. Und wo, wenn nicht hier sollte man so eine Anlage brauchen. Obwohl ich die daneben aufgereihten Marantz-Komponenten (wahrscheinlich PM-11S3 oder PM-10 und SA-11S3 oder SA-10 für „nur“ je 7-8000 Euro) zu gerne ebenfalls probiert hätte...
Selbstverständlich durften wir auch eigenes Quellmaterial einspielen. Dadurch kamen wir zu der Gelegenheit, ein altes Stück Classic Rock aus den Siebziger Jahren, zu genießen, das natürlich keinesfalls in der Brillanz mit aktuellen Aufnahmen mithalten konnte. Aber trotzdem machten die 1K daraus noch ein Erlebnis. Weiter ging es unter anderem mit mexikanischer Big Band-Musik und auch Klassik war zu hören. Die Zeit für diesen Part war leider viel zu kurz, hier kam nicht jeder zum Zug.
Abschließend lässt sich zum Höreindruck sagen: Mein Verlangen nach mehr wurde geweckt, ich prüfe gerade die Möglichkeiten, auf der High-End in München dabei zu sein, um noch einmal die Reference 1K zu hören. Oder auch mal die 5K oder 7K, die eher für meine Räumlichkeiten passen. Falls nicht dieses Jahr, ganz sicher nächstes Jahr.

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Abschluss
Canton hat hier gemeinsam mit dem HiFi-Forum ein Event der Extraklasse auf die Beine gestellt, welches in allen Bereichen ein wahrer Leckerbissen für jeden HiFi-Freund, Technikbegeisterten oder Musikliebhaber war. Organisation, Ablauf, Inhalte und Atmosphäre hätte man kaum besser planen können, alles passte wunderbar ineinander. Von der ganz auf Sound getrimmten Breakdance-Show bis zu den Frikadellen der Canton-Kantine (ich würde ein Schild über die Tür hängen: „Cantine“), fühlte man sich immer am richtigen Platz mit den richtigen Leuten.
Herzlichen Dank an das ganze Team für diese unvergesslichen Tage, die vielen Informationen und geheimen Einblicke! Hier wurde viel Herzblut investiert, das hat man in jeder Minute gespürt.
Und eine besondere Anerkennung gebührt Canton für die geschenkten Eigenbau-Lautsprecher, die einen würdigen Platz an meiner Zweitanlage erhalten haben und nun meinen ganzen ersten Stock beschallen. Meine kleine Tochter war jedenfalls schon beim Anschluss überaus eifrig dabei und konnte es kaum erwarten, endlich loszutanzen. Nicht nur sie war erstaunt, was aus den kleinen Teilen herauskommt! Daher werde ich ihr auch zukünftig nur zu gerne den Wunsch nach „Musik“ erfüllen.

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Das mit dem Film- und Musiktipp per PN war übrigens ernst gemeint. Danke, liebe(r) Leser(in), für Ihren langen Atem!


Über den Autor

Er ist 37 Jahre alt, IT-Fachmann, verheiratet, Vater einer zweijährigen Tochter und Dosenöffner eines 14 Jahre alten Katers. Er wohnt am Fuß der Schwäbischen Alb zwischen Stuttgart und Ulm. Neben der Leidenschaft zu Musik und Film schreibt er auch gelegentlich an seinem Erstlingswerk oder schwingt das mittelalterliche Langschwert.


[Beitrag von widescreen2000 am 08. Mai 2017, 23:50 bearbeitet]
Asti75
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 08. Mai 2017, 20:49
Was gehört zu einer gelungenen Party? Nette Leute, gute Gespräche, etwas Unterhaltung und auch was Feines zu Essen und zu Trinken. Und aus meiner Sicht war das eine grandiose (vorgezogene) Geburtstagsparty!

Angefangen mit einer beeindruckenden Show, den „Flying Illusions“. Man fragt sich doch, ob die Tänzer ganz „normal“ sind, die müssen Gelenke und Muskeln an Stellen haben, wo ich noch nicht mal Stellen habe. Bei der After-Show Party bekamen wir einen ersten Eindruck von der lockeren, aufgeschlossenen und familiären Atmosphäre, die bei Canton herrscht. Das Marketing Team mit Oli, Moritz und Dirk hat aus dem Nähkästchen geplaudert, Geschichten von und um Canton, über auch über persönliches. Wirklich total offen und sympathisch, die Jungs. Der Abend klang aus an der Hotelbar, ein sauergespritzter Äppler durfte nicht fehlen.

Zehn Canton-Freunde machten sich dann montags morgens auf den Weg in den Taunus. Irgendwo im nirgendwo liegt die Canton Zentrale. Wir lernten Freddy kennen, den vierten der Marketing Truppe und auch Frank Göbl, der Entwicklungsleiter, trudelte ein, zurück von einer Geschäftsreise. Die Tour begann in den Gründungsräumen der Firma, einem ehemaligen Schulgebäude. Durch die Hall Of Fame mit den vielen Auszeichnungen für die Lautsprecher bis in die Showrooms. Dort gab es dann neben einer interessanten Präsentation über die Vor-Fertigung in Tschechien eine erste Hörprobe mit einer neuen Soundbar. Unfassbar, was diese schmalen Dinger heutzutage abliefern, „The Dark Knight“ lieferte eine enorme Soundkulisse.
Weiter ging es in der Endfertigung, drei Montagebereiche waren zu besichtigen. Was uns dort dann aber erwartete, war im Prinzip nicht zu erwarten. In der Ausschreibung für dieses Event stand in einem Nebensatz, man würde seine eigenen Lautsprecher zusammenbauen. Nun gut, sollte man wirklich darauf hoffen, einen eigenen Satz Speaker zusammenzubauen und die dann später einpacken zu dürfen? Ja, es war so! Jeder Teilnehmer durfte selbst Hand anlegen, die fünf Damen der Montage zeigten uns an einem Lautsprecher was zu tun ist, und der zweite wurde dann von uns montiert. Frequenzweiche einbauen, löten, schrauben, Endkontrolle und Verpackung. Und ich kann sagen, die Damen haben keinen Fehler durchgehen lassen. Also füllte sich am Ende eine Palette mit Kartons, in jedem zwei Chrono SL 526. Alle mit einem individuellen Aufkleber: Handgefertigt von „mir“ am 24. April 2017. Nicht zu glauben! Und diejenigen von uns, die Reference zuhause stehen haben, konnten Swen kennenlernen, den Mitarbeiter, der Ihnen ihre Lautsprecher zusammengebaut hat.

Nach dem Mittagessen (Danke an die gute Seele Heike, die uns mit den wahrscheinlich besten Frikadellen im ganzen Taunus versorgte) ging es in die Entwicklungsbereiche. Konstruktionsbüro, Messlabor, schalltoter Raum… Alles unter fachkundiger Leitung von Frank Göbl. Es durfte alles gefragt und angeschaut werden. Frank hat erzählt und erzählt, bis er von Oli gebremst wurde. Die zweite Hörprobe stand an. Also ab in den Hörraum und eine Premiere erlebt. Wir konnten die Lautsprecher hören, die demnächst zur 45 Jahr Feier als Jubiläumsstücke präsentiert werden. Dazu noch eine Runde mit den Reference 1 K, Gänsehaut war angesagt.

Schon völlig erschöpft vom ganzen Programm trafen wir uns zum Ausklang noch einmal zu Kaffee und Kuchen. Eine letzte Frage-und-Antwort Runde, dann war es Zeit die Geschenke in die Autos zu packen und einen Weg aus der idyllischen Landschaft zu finden.
Auch wenn nun schon einige Tage dazwischen liegen, ich bin immer noch total geflashed von dem ganzen Event! So eine herzliche, offene Atmosphäre habe ich noch bei keinem Unternehmen erlebt.

Vielen, vielen Dank an alle Beteiligten von Canton, und an das HiFi-Forum, das diese Geschichte möglich gemacht hat. Und beste Grüße an die anderen Teilnehmer, es war toll das mit Euch zu erleben!

Lars
tobimanlein
Stammgast
#5 erstellt: 08. Mai 2017, 21:05
Ein rundum gelungenes Event!

Tag 1
Nach einem kurzen Kennenlernen und Austausch ging es vom Hotel auf zur Canton Lounge in der Frankfurter Jahrhunderthalle.

Canton Lounge Teil 1
Zur Einstimmung auf die Red Bull Flying Illusion Show:

  • intensiver Austausch untereinander und mit den Mitarbeitern des Canton Marketings zu(r):
    -neuen Produkten (z.B. ein noch nicht erhältlicher Reference-Subwoofer mit 2x 30cm Tieftönern war beispielsweise im Einsatz)
    -Canton-Strategie, auch das Engagement im Automobilbereich (u.a. die Kooperation mit Skoda wurde thematisiert)
    -Vertriebswegen - welche Sicht und Empfehlungen haben wir Event-Teilnehmer und wozu würden wir raten (Händler vs. Direktvertrieb vs. Mischfom)
  • gemütliche Atmosphäre bei Hintergrundbeschallung durch 2 Canton Reference 1K
  • leckeres Essen und passend zur nachfolgenden Show verschiedenste Varianten von Red Bull Getränken in leuchtenden Bechern; alkoholische Getränke gab es natürlich auch

Show: Red Bull Flying Illusion
Spektakuläre und faszinierende Show aus audiovisueller Sicht, wobei bei einigen visuellen Effekten und Illusionen mit heutiger Technik sicherlich noch mehr drin gewesen wäre. Die Künstler/ Tänzer haben Breakdance nahezu in Perfektion mit beeindruckender Leichtigkeit und Dynamik aufgeführt, wohingegen die Story und Handlung eher eine untergeordnete Rolle spielte bzw. weniger interessant war. Alles in allem war es eine kurzweilige und unterhaltsame Show.

Canton Lounge Teil 2

  • durchgehend sehr lockere Atmosphäre - persönliche Geschichten der Canton Mitarbeiter und wie sie ihre Faszination für Musik/Lautsprecher entwickelt haben, wurden genüsslich zum Besten gegeben
  • Gespräche zu den vergangenen Trends und Entwicklungen im Lautsprecherbau (Autolautsprecher in den 80er und 90er, Heimkino-Trend und Movie-Systeme zur Jahrtausendwende) wurden diskutiert
  • ein Gruppenfoto als Andenken durfte natürlich auch nicht fehlen

Hotel

  • Ausklingen des ersten Tages bei ein paar Getränken
  • interessante Diskussionen über die Herausforderungen der Hifi-Branche und weitere Geschichten aus dem "Nähkästchen"

Tag 2
Nach einer kurzen Nacht fuhren die Teilnehmer des Events nach Niederlauken zum Hauptsitz der Firma Canton, der sehr ländlich gelegen ist und gegenüber den Erwartungen vieler Teilnehmer ziemlich klein ausfällt.

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Vorstellung der Geschichte der Firma Canton und Präsentation der Fertigungsstandorte
Als Gast trifft man in den Räumlichkeiten direkt auf einen Gang mit vielzähligen Auszeichnungen aus Fachmagazinen, die Canton im Laufe des 45jährigen Bestehens für ihre großartigen Lautsprecher erhalten hatte. Nicht zu übersehen war auch die auf einem Podest präsentierte Karat Jubilee 3. Ansonsten sind die ersten Ergo Lautsprecher und in den Vitrinen einige Lautsprecher aus Zeiten der Gründung, wie die LE-Regallautsprecher, der Gamma Stereo-Receiver sowie einige Autolautsprecher und Chassis ausgestellt.

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Im Folgenden wurde eine Präsentation im Vorführraum 1 zur Fertigung der Lautsprecherchassis - vom Hochtöner über dem Mitteltöner zum Tieftöner - vom Canton eigenen Fertigungsstandort in CZ gezeigt.
Interessant ist, dass die Konstruktion und die Fertigung der Lautsprecherchassis Cantons Kernkompetenz ist und sie deswegen sinnvollerweise zum Schutz vor Knowhow-Transfer auch ausschließlich für die Hifi-Serien in einer eigenen Fertigungsstätte gefertigt werden.
Im Vorführraum ist auch, wie zu sehen, die Reference-Serie optisch ansprechend in Szene gesetzt.
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1. Hörsession
Präsentation einer neuen kompakten Soundbar zur Aufwertung des TV Sounds mit folgenden Eindrücken aus dem Film Batman - The Dark Knight

  • klare Wiedergabe in den Höhen und Mitten
  • beeindruckendes Tieftonfundament und Pegelfestigkeit bezogen auf das geringe Gehäusevolumen

Fertigung/Montage am Hauptsitz und Zusammenbau des Chrono SL 526 Regallautsprechers

  • eine 100% Endkontrolle ist bei Canton der Standard und stellt wohl in der heutigen Zeit eine positive Ausnahme für dar
  • selbst Soundbars und Lautsprecher aus der Movie-Serie, die in Asien gefertigt werden, werden zum Teil wieder zerlegt und umfassend geprüft, bevor sie wieder zusammengebaut und ausgeliefert werden
  • bei der Reference-Serie werden quasi keine Toleranzen bei Bauteilen und bei der abschließenden Messung gestattet
  • Der Zusammenbau der Chrono SL526 Lautsprecher:
    Hier konnten wir nun sehen, wie die komplette Montagelinie inklusive Endkontrolle aufgebaut ist und durften dann anschließend selbst Hand anlegen, nachdem jeweils eine Canton Mitarbeiterin die Arbeitsschritte an ihrer Station vorgeführt hatte. Der Einbau der Frequenzweiche in das Gehäuse inklusive Verbindung zum Anschlussterminal wurde von allen Event-Teilnehmern souverän gemeistert, wohingegen das Löten der Kabel, kommend von der Frequenzweiche, an den Hoch- und den Tief-/Mitteltöner schon etwas schwieriger war. Nach dem Festschrauben der Lautsprecherchassis mit den Zierringen tat sich dann überraschenderweise die größte Herausforderung hervor, das Canton Logo mit der Heißklebepistole auf das Gehäuse gerade anzubringen. Wenn auch das geschafft war oder dieser Schritt durch die Canton Mitarbeiterin durchgeführt wurde, stand nun der akustische Test an, bei dem verschiedene Testtöne auf dem Lautsprecher gegeben und über ein Mikrofon gemessen wurden. Die Auswertung ist umgehend am PC sichtbar und sofern sich die Messwerte in den von Canton vorgegebenen Toleranzen befinden, kann der Lautsprecher optisch inspiziert sowie poliert werden, um dann den Weg in die Verpackung mit dem Zubehör zu finden. Hier ein großes Dankeschön an Canton, dass wir für über 1,5 Stunde diese Montagelinie blockieren durften, an der sonst mehrere hundert LS am Tag zusammengebaut werden und dafür, dass wir diese Lautsprecher behalten konnten.

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Austausch mit der Entwicklungsabteilung

  • hier war nun einiges zu sehen, was es derzeit noch nicht zu kaufen gibt sowie einige Wettbewerbsprodukte zwecks Benchmarking
  • Canton experimentiert mit der Beschichtung der Aluminium-Chassis
  • die Chassis werden bezüglich ihres Schwingungsverhalten mit dem Ziel, Partialschwingungen zu unterbinden, am PC entwickelt und simuliert
  • Canton setzt zum Teil auf eigene Software-Modelle
  • die Lautsprecher werden mechanisch erwartungsgemäß als 3D-Modell erstellt (bei den Soundbars geht es innen schon sehr eng zu)
  • die Lautsprecher werden im schalltoten Raum (trifft aber erst ab 150Hz zu), in dem wir einige Minuten verbrachten, mit dem Klippel-Messsystem gemessen

2. Hörsession
Ein Lautsprecher muss nicht nur in der Theorie gut klingen sondern sich auch im Hörtest beweisen. Bei dieser Hörsession wurde zuerst Cantons bald erhältlicher Jubiläumslautsprecher vorgeführt. Eindrücke zum Jubiläumslautsprecher:

  • hohes Auflösungsvermögen
  • gute Loslösung der Stimmen von den Lautsprechern
  • knackige und ziemlich tiefe Basswiedergabe
  • sehr hohe Pegelfestigkeit (z.B. demonstriert bei Infected Mushroom - Never ever land)

Danach war nun die Reference 1K dran, auf der da dann nach einer weiteren Vorführung durch einen Canton Mitarbeiter auch die Musik der Eventteilnehmer gehört werden konnte.

Eindrücke zur Reference 1K:

  • enorm große und weite Bühnenabbildung
  • hervorragendes Auflösungsvermögen, man nimmt Details in Liedern war, die bei "normalpreisigen" Lautsprechern untergehen
  • sehr tiefe und dennoch impulsgenaue Basswiedergabe
  • aberwitzige Pegelreserven (die Deckenbeleuchtung im Hörraum schien nicht für solche Pegel geeignet zu sein, da sie Störgeräusche produzierte)

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Fazit

Pro

  • sehr gut organisiertes Event von Hifi.de und insbesondere Canton
  • es hat sehr viel Spaß gemacht
  • Canton ist ein sympathisches, familiengeführtes Unternehmen, was sich bei den Mitarbeitern durch die hohe Identifikation mit dem Unternehmen und der Thematik Lautsprecher für Musik- und Filmwiedergabe wiederspiegelt
  • Canton ist eine Firma zum Anfassen
  • Offenheit und Auskunftsfreudigkeit der Canton Mitarbeiter
  • großes Interesse der Canton-Mitarbeiter an den Meinungen der Eventteilnehmer, um daraus ggf. künftige Handlungen abzuleiten (z.B. weniger zu bescheidenes Auftreten - gutes tun und auch darüber sprechen -, mehr Informationen auf der Homepage, …)
  • Zusammenbau des Chrono Regallautsprechers, der als Paar behalten werden durfte und auch noch sehr gut in meinem Arbeitszimmer klingt


Contra

  • leider ging die Zeit am 2. Tag zu schnell vorbei, so dass die 2. Hörsession etwas zu kurz ausfiel
  • nur 2 Hörtest-Probanden mit der Refernce 1K und dem neuen Jubiläumslautsprecher in der 2. Hörsession

Nochmals alles Gute der Firma Canton zum 45-jährigen Jubiläum und vielen Dank an Hifi.de und Canton für das unvergessliche Event!

Tobias
purefidelity
Neuling
#6 erstellt: 08. Mai 2017, 21:07
Das Canton-Event begann mit der Anreise am Sonntag Nachmittag im Lindner Congress Hotel in Frankfurt am Main. Dort wurden wir schon von Oliver Hennel, Moritz Jung und Dirk Halfmann erwartet und im Namen der Firma Canton begrüßt. Nach einem ersten Kennenlernen ging es mit dem Canton-Shuttle direkt zur Canton-Lounge, einem VIP Bereich in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Dort konnten wir in lockerer und angenehmer Atmosphäre mit leckerem Essen und Getränken weitere persönliche Gespräche mit den Teilnehmern und den anwesenden Mitarbeitern der Firma Canton führen.

Um 19:00 Uhr begann dann die Red Bull Flying Illusion, eine Show in der atemberaubende Breakdance Einlagen und beeindruckende Illusionen kombiniert werden.

Anschließend haben wir den Abend in der Canton-Lounge und später im Lindner Congress Hotel gemütlich ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen war es dann so weit. Nach einem kurzen Frühstück im Linder Congress Hotel, ging es voller Vorfreude von Frankfurt quer durch den Taunus, am Feldberg vorbei zum Firmensitz von Canton nach Niederlauken, einem Ortsteil der Gemeinde Weilrod.

Der Tag bei Canton begann in den Räumlichkeiten der ehemaligen Dorfschule, wo im Gründungsjahr von Canton 1972 die ersten Canton Lautsprecher gebaut wurden. Die Wände des Eingangsbereiches sind mit zahlreichen Auszeichnungen geschmückt, die Canton seit der Gründung im Jahr 1972 erhalten hat.
In einer ausführlichen Präsentation wurde uns gezeigt, wie die Chassis und die Frequenzweichen in Handarbeit im eigenen Werk in Tschechien hergestellt werden. Dabei werden für die Branche überdurchschnittlich gute Fertigungstoleranzen erreicht. Die Produktion findet unter strenger Qualitätskontrolle statt. Die Endmontage der Lautsprecher erfolgt dann im Werk in Weilrod.

Nach einer kurzen, sehr eindrucksvollen Präsentation der neusten Soundbar durften wir an unserem eigenen Lautsprecher arbeiten. Um 11:00 Uhr wurde ein Teil der Lautsprecherproduktion angehalten und wir konnten unter Anleitung erfahrener Mitarbeiterinnen ein Lautsprecherpaar der Serie Canton Chrono SL 526 selbst zusammenbauen. Dabei haben wir in den Lautsprechergehäusen die Anschlussterminals, Frequenzweichen und die Chassis montiert und verlötet. Nach dem Zusammenbau wurde jeder Lautsprecher einer technischen Prüfung unterzogen und anschließend sicher verpackt. Als besonderes Highlight ist jeder Lautsprecher mit dem eigenen Namen beschriftet worden. Jeder Teilnehmer durfte die von ihm zusammengebauten Lautsprecher behalten. Vielen Dank an die Firma Canton für dieses ganz besondere, einzigartige Geschenk.

Anschließend konnten wir noch einen Blick in den Produktionsbereich der Reference-Serie werfen. Die Endmontage jedes Lautsprechers aus der Reference-Serie wird vom ersten bis zum letzten Schritt von einem einzigen Mitarbeiter in liebevoller Handarbeit durchgeführt.

Am Nachmittag wurden wir vom Entwicklungsleiter Frank Göbl persönlich durch die Entwicklungsabteilung geführt und haben einen sehr guten Einblick bekommen, wie viele Details optimiert werden, bis ein guter Lautsprecher entsteht. Von der Auswahl der Materialien, über die Vorentwicklung der Lautsprecher am Computer, bis zu den Messungen im reflexionsarmen Raum und den Hörtests.

In einer abschließenden Hörsession präsentierte Dirk Halfmann uns einen neuen Jubiläumslautsprecher und die Reference 1K. Hier konnten wir unser eigenes Musikmaterial an einer Reference 1K hören.

Zum Ausklang gab es Kaffee und Kuchen. Jeder Teilnehmer konnte seine handgefertigten Lautsprecher in Empfang nehmen und wurde verabschiedet.

Die gesammelten Eindrücke, unsere in Handarbeit hergestellten Lautsprecher und ein von Oliver, Moritz und Dirk signiertes Buch mit Gruppenfoto haben dieses Event zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht, was mir in guter Erinnerung bleiben wird.

Nicht zuletzt der ausgezeichnete Klang, sondern auch die sympathischen Mitarbeiter machen Canton zu einer ganz besonderen Marke. Das Canton-Event hat eine sehr persönliche Beziehung zum Lautsprecherhersteller Canton geschaffen und meine Erwartungen übertroffen. Vielen Dank für das ausgezeichnete Event!
lisa0705
Neuling
#7 erstellt: 08. Mai 2017, 21:07
Das Event begann am Sonntag Nachmittag im Lindner Congress Hotel Frankfurt. Dort angekommen führte mich der Weg direkt nach dem Einchecken in die Hotel-Lobby, wo sich alle Teilnehmer des Canton-Events versammelten. Dort gab es Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen mit den Teilnehmern, den Canton-Mitarbeitern Oliver Hennel, Moritz Jung und Dirk Halfmann. Kurz darauf fuhren wir gemeinsam mit dem Canton-Shuttle in die Jahrhunderthalle Frankfurt. Bei leckerem Buffet und Getränken in der Canton-Lounge entstanden interessante Gespräche.

Um 19.00 Uhr begann die Vorstellung der Flying Steps, einer Breakdance-Company aus Berlin, mit ihrer Show „Red Bull Flying Illusion“. Eine großartige und beeindruckende Vorstellung!
Zurück in der Canton-Lounge hatten wir ausreichend Zeit für weitere Gespräche. Später ging es zurück ins Hotel, wo wir den Abend gemeinsam in der Hotel-Lobby ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen, nach leckerem Frühstück im Hotel begann das eigentliche Highlight des Events, wir fuhren nach Weilrod, dem Sitz der Firma Canton. Dort angekommen gab es eine Führung durch die Räume der Firma Canton, vorbei an vielen Auszeichnungen und Erinnerungen der letzten 45 Jahre.

Um 11.00 Uhr wurde ein Teil der Produktion gestoppt und jeder Teilnehmer durfte zusammen mit den erfahrenen Mitarbeiterinnen seinen eignen Lautsprecher bauen. Sehr, sehr cool, tolle Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Absolutes Highlight, die Lautsprecher wurden mit unseren Namen versehen und wir durften diese dann sogar mit nach Hause nehmen. Absoluter Wahnsinn! Vielen Dank Canton!

Nach diesem einzigartigen Erlebnis ging es zum gemeinsamen Mittagessen in die Kantine. Nach leckerem Essen führte uns der Weg zu Frank Göbl, dem Entwicklungsleiter aus dem Hause Canton, der uns viele interessante Sachen zeigte und erzählte. Der schalltote Raum war sehr beeindruckend, aber zugleich bereitete er mir etwas unbehagen, was jedoch im Anschluss beim Probehören der neuen Jubiläums-Lautsprecher und der Reference 1K mit beeindruckendem Klang direkt wieder verflogen war.

Zum krönenden Abschluss gab es leckeren Kaffee und Kuchen und es wurde ein gemeinsames Resümee des Events gezogen.

Abschließend möchte ich mich für dieses einmalige, beeindruckende und spannende Event bei der Firma Canton und dem HiFi-Forum bedanken.
Ich werde dieses Erlebnis ganz sicher nicht vergessen!
BestPicture
Neuling
#8 erstellt: 09. Mai 2017, 00:42
WOW! Was ein Wochenende. Der Einladung vom HiFi Forum gefolgt, durfte ich vom 23.04. auf den 24.04. in Frankfurt und Weilrod den Spirit von Canton hautnah spüren.
Kaum im Hotel in Frankfurt angekommen traf sich auch schon die gesellige Runde zu einem ersten Kennenlernen in der Hotelbar bevor es dann im Shuttle zur Jahrhunderthalle ging. Hier in der von Canton gesponserten und gleichnamigen Lounge gab es bereits einen ersten Hands-on Kontakt zu den Produkten der Marke aus dem Taunus. Da standen sie… die Reference 1K… einfach so. BÄÄÄM! Aber dazu später mehr – der Grund unseres abendlichen Ausflugs in die Jahrhunderthalle war ja eigentlich ein anderer. Die RED BULL Flying Steps präsentierten ihre aktuelle Show „Flying Illusion“. Was ein Brett! Ich hatte anfangs keine Ahnung was mich erwarten würde. Durchdringende Bässe und Knaller Beats, dazu eine Breakdance Show der Extraklasse. Da wurde so etliche Male die Schwerkraft außer Kraft gesetzt. Was ein fulminanter Einstieg in ein unvergessliches Wochenende.

Am nächsten Morgen stand der zweite große Programmpunkt auf dem Plan – ein exklusiver Besuch bei der Firma Canton im beschaulichen Weilrod im Taunus. Allein die Fahrt über Landstrassen von Frankfurt in Richtung Norden war ein Genuss. Irgendwie hat die Lage der Firma Canton in mir ein Gefühl von Urlaub hervorgerufen – mein erster Gedanke war „Stress kommt hier jedenfalls nicht auf…“. Mit einem Lächeln im Gesicht wurden wir schon bei herrlichstem Wetter auf dem Parkplatz vom Canton Team begrüßt. Nach einem kurzen Überblick was sich wo auf dem (durchaus überschaubaren) Firmengelände verbirgt ging es nun endlich ins Epizentrum der Lautsprecherschmiede, vorbei an einer Wall of Fame mit unzähligen Auszeichnungen aller bekannten HiFi Magazine und Vitrinen in den die ersten Lautsprecher aus dem eigenen Haus ausgestellt sind. Beeindruckend, aber ohne überheblich zu wirken – warum ist das so? Wahrscheinlich weil alles sehr authentisch und bodenständig wirkt, man spürt, dass es sich um ein gewachsenes Familienunternehmen handelt. Die vergangenen 45 Jahre kann man förmlich spüren, wenn man sieht wie organisch die Firmengebäude aus dem ehemaligen Schulgebäude gewachsen sind.
Nach einer kurzen Präsentation neuester Cinema Soundbars mit erstaunlichem Klang und noch überraschenderem Eigengewicht ging es nun endlich in den Produktionsbereich und hier gab es einen echten Hammer! Wir durften nun selbst Hand anlegen. Gebaut werden sollten je Teilnehmer 1 Paar Canton Chrono SL 526 unter den wachsamen Augen der langjährigen Produktionsmitarbeiterinnen. Wie es richtig geht wurde uns geduldig anhand eines der 2 Lautsprecher gezeigt, den zweiten mussten wir dann immer entsprechend eigenständig zusammenbauen. Kaum hatten wir angefangen an den Lautsprechern zu arbeiten kam auch schon der nächste Knaller – plötzlich hieß es, dass wir die Lautsprecher, die wir gerade zusammenbauen geschenkt bekämen. WTF!? Ernsthaft? Krass! Ich hatte Gänsehaut, ich ab mich gefühlt wie ein Kind an Weihnachten. Mit welcher Liebe zum Detail das Canton Team unseren Besuch geplant hat, wurde spätestens bei der Endkontrolle der von uns gebauten Lautsprecher klar. Das ist nämlich der Moment, in dem die Lautsprecher ihr Typenschild bekommen – nur diesmal stand da nicht die obligatorische Typennummer sondern unser eigener Name. Nicht nur, dass wir selbst Lautsprecher zusammengebaut haben, die wir dann auch noch behalten durften, zudem sind diese noch individualisiert mit unseren Namen. Unglaublich.
Nach einer kurzen Stärkung zum Mittag in der Betriebskantine ging es im Anschluss in die „Zukunftsabteilung“ der Firma Canton – der Entwicklungsabteilung. Hier wurde es sehr technisch, erinnerte manchmal an meinen Lateinunterricht früher in der Schule, man hört was, versteht es aber nicht. Soll heißen, mir war es zu technisch. Ich bin mehr jemand, der Spaß an guten und schönen Dingen hat, diese dann kauft und genießt – ich habe aber nicht den Anspruch das alles bis ins letzte Detail zu verstehen. Interssanter wurde es dann im schalltoten Raum. Eine echte Erfahrung! Selbst wenn man im Alltag meint Stille zu hören, gibt es immer Reflexionen, die eine Aura bilden, die wir unterbewusst wahrnehmen – das merkt man erst wenn diese plötzlich fehlt. Und genau das passiert im schalltoten Raum. Man kann Sprache und Geräusche räumlich nur schwer oder gar nicht orten. Ein seltsames beklemmendes Gefühl. Es gibt Orte an denen ich mich definitiv wohler fühle, dennoch aber eine super Erfahrung.
Von der seltsamsten akustischen Erfahrung in meinem Leben sollte es dann direkt zu den schöneren audiophilen Momenten gehen… Und zwar in den großen Hörraum der Firma Canton. Hier wurde uns zuerst exklusiv das neue Jubiläumsmodell zum 45.ten Firmenjubiläum präsentiert. Ohne zu viel zu verraten bevor die Lautsprecher offiziell von Canton gelauncht werden – die Teile sind der Knaller! Wir haben die Lautsprecher zuerst probegehört bevor wir über Details gesprochen haben. Bei der Frage wo wir die Lautsprecher preislich einordnen würden, lagen wir kollektiv um den Faktor 4 über der UVP. Sprachlosigkeit machte sich breit… Seid gespannt was da bald kommt!!! Die Teile killen jedes Preis-/Leistungsverhältnis. Nun aber Vorhang auf für das Flaggschiff des Hauses Canton die Reference 1K. Als Besitzer der Reference Jubileé (ähnlich der 3K) war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob es nach oben noch eine echte Steigerung gibt. JaEin ist die eindeutige Antwort. Im Ernst, ja – die 1K klingt logischerweise noch voluminöser und spielt breiter, aber die nahe Verwandtschaft zu meinen Schätzchen konnte ich hören. Zu Hause unter realen Wohnbedingungen vermisse ich Gott sei Dank nichts, von dem was die 1K im Hörraum als Mehr geboten hat. Hinzu kommt, dass die 1K brutal groß sind. Höhe und Breite sind zu vernachlässigen, aber die Tiefe ist umwerfend. Ich wüsste nicht wie die Brummer im 40qm Wohnzimmer frauenverträglich unterbringen sollte. Da braucht es schon 60qm und aufwärts.

Dieser audiophile Höhepunkt war leider auch schon der Schlusspunkt des viel zu schnell vergangenen Tages. Was ein Wochenende…

Was bleibt?
Die Erkenntnis, dass die Canton Mitarbeiter das was sie tun von Herzen machen.
Die Erkenntnis, dass deutsche Handarbeit auch preiswert sein kann. Ich habe die ganze Zeit gedacht, bei dem Aufwand müssen die Lautsprecher doch eigentlich viel teurer sein.
Und – rein subjektiv – dass ich mit meiner Wahl der Lautsprecher voll ins Schwarze getroffen habe. ;-)

Da war doch noch was… Ach ja! Die Canton Chrono SL 526 Regallautsprecher, die wir selbstgebaut haben und mit nach Hause nehmen durften. Ehrlich gesagt hatte ich keinen Schimmer was mich da klanglich erwartet. Vor Ort hatten wir die Lautsprecher nicht Probe gehört, so dass ich eine Art Wundertüte unbekannten Inhaltes mit nach Hause brachte. Am nachfolgenden Wochenende hatte ich die Zeit gefunden, die Chronos anzuschliessen. Und da sitze ich nun seit dem … den Mund weit offen! Was zum Teufel kommt denn bitte aus den kleinen Dingern raus!?!?!? Unglaublich gut!!! Klar, untenrum fehlt es an Bassfundament, aber wo soll das bei der geringen Größe auch bitte herkommen? Aber die kristallklare Auflösung der Mitten und Höhen, ein Ohrenschmaus.

Da war es wieder, das unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis der Firma Canton auch mit Hinblick auf die größtenteils deutsche Fertigung und deutsche Endmontage.

Danke Canton, Danke HiFi Forum für dieses tolle und unvergessliche Wochenende!
vinylfan
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 09. Mai 2017, 02:09
Ein interessantes und schönes 45. Jubiläum der Firma Canton!

Mit viel Glück, durfte ich als Nachrücker, doch noch daran teilnehmen.
Nach dem einchecken im Lindner Congress Hotel, stand das erste Kennenlerntreffen in der Hotelbar an. Wir wurden freundlich begrüßt von Oliver Hennel (Marketin Director, Canton), Moritz
Jung (Marketing Manager, Canton), Dirk Halfmann (Training Manager, Canton und Friederike Jäger (Community-Management hifi.de).
Per Shuttle ging es nun in die Frankfurter Jahunderthalle, wo wir uns vor der Show in der Canton Lounge zum Fachsimpeln über Musik, Lautsprecher und sonstiger Hifi Technik trafen und sehr gut speisten und tranken.

Eindrücke Lounge

Die Red Bull Flying Illusion ist eine atemberaubende Breakdanceshow, aus tänzerischem und artistischer Leistung mit Licht- und Spezialeffekten (und natürlich Musik).
Anschließend ging es nochmal in die Canton Lounge, wo wir diesesmal die Reference 1K etwas genauer unter die Lupe nahmen.

Reference 1K

Beim Rücktransfer ins Hotel kam die Sprache auf Alan Bangs im Besonderen (Moderator diverser Rocksendungen (im Radio und TV, BFBS, WDR1 bzw, 1 Live Nightflight, WDR Rockpalast) und
dem weitgehenden fehlen solcher Sendungen heutzutage.....
Den Abend ließsen wir dann noch an der Hotelbar ausklingen. (Gesprächsthema war neben Musik und HIFI, politisch/geselschaftliches insbesondere die Entwicklung in den USA mit D.Trump und ähnliche Tendenzen in Europa).

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück, ging es dann am Montag Morgen von Frankfurt in den Taunus. Als Schreiber in der Vintage Abteilung des HIFI Forums sind mir so manche kleine Orte ein Begriff. (Vom Namen her). So fuhr ich durch Schmitten (Heco), Usingen (Summit) und las den Namen Kronberg (Braun).

In Weilrod angekommen, ging es nach der Begrüßung in die "Heiligen Hallen" den Räumen der alten Dorfschule in der die Fa. Canton 1972 startete. Erste (Regal-) Box war die LE 250. Im April 1973 wurde diese Box und die 3 weitere Boxen (der Serie) in der legendären Zeitschrift HIFI-Stereophonie als hervorragend bewertet.

LE 250

Weitere Produkte in den 70er Jahren waren Umschaltpulte, zur Eingangserweiterung von Verstärkern/Receivern, die in den frühen Jahren oft viel zu wenig Eingänge hatten. (Große Umschaltpulte waren ebenfalls im Programm, für die Gerätevorführung in HIFI Studios.

Umschaltpulte

Ein Meilenstein war der aktive Lautsprecher Ergo (den es dann auch in einer passiven Version gab).
Die (Nachfolge) Produktlinie (passiv), mit ihren typischen runden Ecken und den Metallgitter Frontabdeckung ist bis heute im Programm!

Ergo

1983 der Einstieg ins Car HIFI Segment. (Heute werden Soundsysteme für Skoda produziert).

HC 100

1985 kam der Vorverstärker EC-P1 als Ergänzung zu den aktiven LS heraus.

EC-P1



Nun durften wir selber etwas tun. Wir bauten Schritt für Schritt toll klingende klavierlackschwarze Chrono SL 526 zusammen! Mit fachlicher Hilfe der dort beschäftigten Mitarbeiterinnen, die uns die Arbeitsschritte vorführten und halfen, wenn es klemmte.
Wir legten die Verkabelug und das Dämmmaterial ein, unterlegten Gummiringe, Steckten Kabelschuhe auf, löteten Kabel an und montierten die Schraubklemmen und natürlich die Hoch- und Tieftönerchassis.
Fertig, wurden die LS erstmalauf Herz- und Nieren getestet. (Testsignal das gemessen wurde).
Zum Schluß bekamen die tollen Boxen noch ein individuelles Typenschild (gefertigt von...... ) und wurden professionell verpackt!

Inzwischen war Mittag und wir aßen in der firmeigenen Kantine. (Putenschnitzel oder Frikadellen mit Kartoffelsalt, lecker!).

So gestärkt gingen wir zum Gespräch mit dem Chefentwickler Frank Göbel. Er zeigte uns auch den schalltoten Raum (für Messungen bis hinuter zu 150 Hz).

Die große Hörsession stand nun an!
Vorgerführt wurden uns fertig entwickelte Jubiläumsboxen (die genaue Bezeichnung ist mir leider entfallen, aber irgendetwas wie Jubilee oder J für Jubiläum und 45 für die Jahre des Bestehens), die ausgezeichnet wiedergaben und von einigen von uns als LS der 6000 Euro Klasse eingeschätzt wurden. (Sie sollen auf der High End Messe München vorgestellt werden und rund 3000 Euro kosten...).
Die anschließend uns gezeigte Referenz K1 konnte im Raumeindruck und Tiefbass noch merklich eine Schippe drauflegen.
Sehr freute ich mich auch über die CD Tipps von Dirk.

Z.B. Infected Mushroom, Psytrance aus Israel und Oscars Motettkör - Cantate Domino, klassische weihnachtliche Chormusik. (1976).

Ich selbst freute mich meine Musikbeispiele über diese Referenz Lautsprecher anhören zu können.
Chamber Choir of Europe, Johann Sebastian Bach "Jesu meine Freude" (SACD, Brilliant Classic) . Und zuvor etwas völlig anderes, eine meiner meist bevorzugten Musikrichtungen ist nunmal der gute alte Rock der 60 und 70er Jahre! Wishbone Ash "Lady Whiskey" (Debütalbum, MCA,1970).

Wäre mehr Zeit gewesen, hätte mich auch die Klangunterschiede unterschiedlicher Verstärker (gerne auch von Klassikern, bin ich doch wie gesagt meist in der Vintage Ecke des HIFI Forums zuhause), die bei diesen LS sicher wahrnehmbar sind, interessiert.

Und mich hätte brennend interessiert, was Oliver, bekennender Prog Rock Liebhaber, als audiophilen Tonträger Tipp empfohlen hätte!

Danke dem Canton Team und Hifi.de für diese gelunge Geburtstagsparty und die tollen Geschenke für uns! (Chrono SL 526, Bücher (Am Limit - Abenteuer Grenzerfahrung, Who is Who in High Fidelity), Prospekte, schwarze Canton Kaffeetasse).
Dominik

P.S.: Auf der Rückreise streifte mich (noch in Weilrod) ein Sattelzug. (Nur Blechschaden, aber viel Ärger, trotz eindeutiger Schuld des Unfallgegners. Auto übrigens noch immer in der Werkstatt....). Danke an Oliver und Heiner mit Begleitung (Name leider entfallen. I'm so sorry) für die Unterstützung!


[Beitrag von vinylfan am 09. Mai 2017, 02:46 bearbeitet]
Passat
Moderator
#10 erstellt: 09. Mai 2017, 19:25
Ein rundum gelungenes Event.

Nach dem Einchecken im Lindner Kongress Hotel in Frankfurt gab es in der Hotelbar das erste Kennenlernen mit den übrigen Teilnehmern, der Canton-Crew und Frederike.
Kurz danach ging es per Canton-Shuttle zur Jahrhunderthalle, wo es zuerst in die Canton-Lounge ging.
Dort gabs Speisen und Getränke und es wurde über dies und das mit Schwerpunkt HiFi geredet.

Kurz vor 19 Uhr ging es dann in den Festsaal zur Red Bull Flying Illusion.
Eine beeindruckende Breakdanceshow, bei der man sich oft fragte, wie die gezeigten Einlagen denn überhaupt anatomisch von einem menschlichen Körper ausgeführt werden können.

Anschließend ging es wieder zurück in die Canton-Lounge, wo wir noch einmal gastronomisch versorgt wurden.
Nach dem Rücktransfer ins Hotel ging es in der Hotelbar weiter, bis man uns uhrzeitbedingt höflich hinauskomplimentierte.

Am nächsten Tag ging es nach einem ausführlichen Frühstück im Hotel zu Canton nach Niederlauken.

Dort angekommen ging es erst einmal durch eine kleine Ausstellung von Canton-Produkten der letzten 45 Jahre zu einen Vorführraum.
Dort konnten wir ein Video anschauen, in dem das Werk in Tschechien präsentiert wird.
Dort werden die Chassis der Canton-Lautsprecher produziert.

Dann gab es eine Hörprobe einer neuen kleinen Soundbar.
Es ist schon erstaunlich, was aus so einem kleinen Teil herauskommt.

Dann ging es zur Fertigungsstraße.
Dort durften wir dann unter Anleitung der erfahrenen Mitarbeiterinnen unsere Lautsprecher zusammenbauen, die Chrono SL 526.
Dabei waren die Mitarbeiterinnen sehr pingelig:
Kleiner Kratzer im Lack? Anhalten, Gehäuse muß ins Nachbarzimmer, wo ein Mitarbeiter die Reference-Serie zusammenbaut.
Er hat dann den Kratzer aus dem Lack herauspoliert, erst dann ging es weiter mit dem Zusammenbau unserer Lautsprecher.
Die Mitarbeiterin an der Verpackungsstation nahm es auch sehr genau. Selbst ein leicht schief sitzender Aufkleber auf dem Karton wurde nicht toleriert.

Canton hat eine 100%-Kontrolle, d.h. keine Stichprobenkontrolle, sondern jeder Lautsprecher durchläuft die Endkontrolle.
Lt. Aussage des Canton-Teams soll die erlaubte Toleranz vom Sollwert bei allen Serien bei max. 1% liegen, bei der Reference-Serie wird sogar gar keine Toleranz akzeptiert.

Interessant fand ich auch, das Canton auch wohl ein offenes Ohr für Sonderwünsche der Kunden hat.
So wurde von einem Kunden berichtet, der ein Surroundset aus Reference 1 K aufstellen wollte.
Das Problem dabei: Es gibt keinen passenden Center für die Reference 1 K.
Canton hat dann einem Center aus 1 K-Komponenten gebaut!
Einen passenden Subwoofer gabs auch nicht.
Ergo wurde auch dieses mal eigens einer gebaut:
Sub2

Dann ging es in die Mittagspause, wo dann auch der Entwicklungsleiter Frank Göbl zu uns stieß.

Nach der Mittagspause ging es dann in die Entwicklungsabteilung.
Hier erfuhren wir eine Menge Details, einen Lautsprecher zu entwickeln und das auch in die Praxis umzusetzen.
So wurde z.B. ein Betrieb gesucht, der die Keramikbeschichtung der Membranen der Reference-Serie machen kann. Man hat weltweit nur 1 Unternehmen gefunden, das dazu in der Lage ist.


Dann konnten wir auch den schalltoten Raum begutachten.
Es ist schon ein sehr seltsamer Eindruck, wenn einem jegliche akustische Information über den Raum fehlt.

Anschließend ging es zum Hörraum.
Zuerst wurde uns das Jubiläumsmodell zum 45-jährigen Canton Jubiläum vorgeführt.
Dann kam die Reference 1 K an die Reihe.
Da konnte dann auch selbst mitgebrachte Musik gehört werden.
Das akustische Niveau der Reference 1 K war schon beeindruckend.

Leider war der Tag viel zu schnell zu Ende.

Die Atmosphäre war sehr offen und herzlich.
Man merkte, das die Mitarbeiter mit Herzblut dabei sind.

Ich möchte mich bei Canton und dem HiFi-Forum bedanken, das ich an diesen beiden tollen Tagen dabei sein durfte.
Ich werde die Erlebnisse nicht so schnell vergessen.


[Beitrag von Passat am 10. Mai 2017, 15:40 bearbeitet]
Jogi1976
Neuling
#11 erstellt: 11. Mai 2017, 20:54
Ich mache es als letzter Teilnehmer mal kurz und knackig - da ich die Daten meiner Vorredner kaum noch Wünsche offen lassen.

Aber ich muss sagen, das hatte ich nun wirklich nicht erwartet, als wir die „heiligen Hallen“ von CANTON betreten haben.
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Aber alles von vorne.

Nach meiner knapp 5 Stündigen Anreise, Check-In im Hotel und etwas Pause wurden wir gegen 17.00 im Hotel-Restaurant von Cantons Mitarbeiter für Marketing und Sales freundlich, geradezu herzlich und etwas neugierig empfangen.

Nach einer kleinen Kennenlernrunde ging es via ShuttleService direkt in die Canton Lounge der Jahrhunderthalle wo es zum Fachsimpeln und Erfahrungsaustausch bei Snacks und natürlich (passend zur nachfolgenden Show) RED BULL in allen Varianten gab.
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Über RED BULL FLYING ILLUSIONS möchte ich aber garnicht weiter eingehen (ist ´ne sehr coole Show) ... und springe direkt auf den nächsten morgen (nach dem Frühstrück): Ankunft CANTON Firmengelände (irgendwo im Nirgendwo)
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Ich bin selbst seit Jahren grosser Canton-Fan und Besitzer – hatte also bis dato schon mal eine sehr positive Einstellung zu den Produkten … aber das hatte ich tatsächlich nicht erwartet und hat mich wirklich nachhaltig geprägt und noch mehr begeistert.
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Für eine Weltfirma wie Canton mit entsprechendem Portfolio und Absatzzahlen ist die Firma unerwartet klein und wahnsinnig familiär. Wir konnten alles sehen, alles hören, alles fragen, alles anfassen … wir haben uns selbst zu keinem Zeitpunkt als störend empfunden und die Angestellten haben uns mit Freude ihren Arbeitsplatz gezeigt und ihre handwerkliche Qualität & Know-How unter Beweis gestellt. Handwerk – ja … maschinelle Produktionsbänder … Fehlanzeige !!!

Eine 2te Fertigungsfabrik in Tschechien produziert in Handarbeit alle Bauteile, wie Spulen, Platinen und Lautsprecher – auch hier scheint die Corporate Identity allgegenwärtig zu sein, und die Mitarbeiter können mit Recht stolz darauf sein, ein Teil dieser Familie zu sein.
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So durften wir sogar einen Lautsprecher selbst zusammenbauen (unter Aufsicht natürlich) – und diesen dann auch behalten ;o)
Wir konnten der einen (!) Person die seit 2001 alle Lautsprecher der Referenz Serie fertigt über die Schulter schauen, den Entwicklungs-Chef mit fragen Löchern, in alle Bereiche der Firma reinschnuppern und natürlich Lautsprecher probehören.
Zwischendurch wurden wir immer wieder mit Getränken versorgt, so das wir uns alle sehr wohl gefühlt haben.
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Alles in allem also ein großartiges Event mit jeder Menge Informations-Input und Emotionen,
die mich persönlich jetzt noch mehr von dieser Marke überzeugt haben als es zuvor schon die Qualität & Klang der Lautsprecher getan haben.

Einen ganz Herzlichen Dank an Canton und Hifi-Forum für diese tolle Erfahrung.
#Friederike#
Community Support
#12 erstellt: 15. Mai 2017, 18:54
Hallo in die Runde,

wir möchten uns sehr herzlich bei Canton für dieses tolle Event mit all den spannenden Impressionen und guten Gesprächen in Frankfurt und Weilrod bedanken! Gleichermaßen gilt unser großer Dank den Teilnehmern, die diese Veranstaltung voller Interesse und Begeisterung begleitet und in Text und Bild so ausführlich dokumentiert haben! Über Feedback aus der Community freuen wir uns wie immer sehr.

Viele Grüße
Friederike

Community- und Projektmanagement HIFI.DE
NeCoshining
Stammgast
#13 erstellt: 19. Mai 2017, 12:35
Cool . Hut ab Canton .
Das hat bestimmt sehr viel Spaß gemacht .
Habe seit 6 Jahren auch einen Canton as 85.2 sc, und ich bin noch immer sehr zufrieden damit.
Klasse Canton, weiter so. Ihr baut gute und schöne LS:
Weiterhin viel Erfolg auf das ihr auch das 100 Jährige erreicht .

Lg
Master_J
Moderator
#14 erstellt: 23. Mai 2017, 18:38
Sehr sympathische Firma.
Irgendwie sind das fast genau die gleichen Eindrücke, die ich kriege wenn ich bei Nuberts zu Gast bin (keine Stunde von mir entfernt und man kennt sich).
So soll es ja auch sein und man wünscht sich mehr solcher Firmen.


widescreen2000 (Beitrag #3) schrieb:
Eine Auffälligkeit würde ich als IT-Fachmann jedoch auch gleich als Empfehlung an Frank Göbl formulieren, einen Schritt zu tun, den die meisten Firmen schon getan haben: Kaufen Sie ihren Mitarbeitern in der Entwicklung doch bitte einen zweiten Bildschirm, sie werden sicher dafür dankbar sein und es mit höherer Effizienz mehr als ausgleichen.

Lieb von Dir.
Das ist nach dem "Hallo" immer die erste Frage/Empfehlung meinerseits beim Kunden.
Sind Enduser einer Warenwirtschaft, aber ich kriege regelmäßig Dankschreiben, wenn deren EDV ein paar Tage nach meinem Aufenthalt die zweite oder dritte "Glotze" hinstellt.
Für Entwickler sowieso Pflicht, nicht nur bei CAD.
Der Invest ist innerhalb kürzester Zeit wieder drin, weil es sich eben effizienter arbeitet.
Liebe Firma Canton, falls ihr hier mitlest: Machen.

Gruss
Jochen
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