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Arendal 1723 Tower - Erfahrungen, Meinungen, Alternativen?

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Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Mai 2020, 16:52
Hallo zusammen,

nach einem Umzug merke ich immer mehr, wie meine Lautsprecher im größeren Wohnzimmer etwas an ihre Grenzen kommen. Lange Rede, kurzer Sinn: Reichlich Freizeit dank Coronakrise haben mich in den letzten Tagen zu etwas Recherchearbeit nach passenden neuen Lautsprechern verleitet.

Dabei bin ich unter anderem an der Linie 1723 von Arendal hängen geblieben. Die Towers sehen richtig beeindruckend aus: groß, schwer und reichlich Membranfläche. Ich müsste lügen wenn ich behaupten würde, dass ich gerade nicht sehr verleitet bin.

Online findet man zu den Arendal-Lautsprechern allerdings nur sehr wenig Erfahrungsberichte. Ich weiß, es gibt hier ein paar Threads unter meinen einen Arendal-Thread, aber abseits von Thema Subwoofer scheinen nur sehr spärlich Infos vorhanden zu sein.

Deswegen mal an dieser Stelle folgende Fragen:

1. Konnte schon jemand die 1723er Lautsprecher (insbesondere die Tower) probehören oder hat sie gar Zuhause? Wie sind eure Erfahrungen?
2. Wie ist der Lautsprecher laut Datenblatt einzuschätzen? Es fehlt mir aktuell vor allem an Volumen im Bass. Es ist zwar alles vorhanden, aber gerade der Oberbassbereich müsste im neuen Wohnzimmer sehr viel präsenter sein.
3. Was seht ihr als Alternativen im Preisbereich von 3.000 Euro? Ich sehe da vor allem die Nubert nuline 334. Klipsch ist nicht meine Welt, deshalb scheidet eine RF 7 eher aus.

Anwendungszweck ist vor allem der Einsatz als Fronts im Heimkino, dort als Large eingebunden. Anteil Film/Musik ist ungefähr 80/20. Als Subwoofer ist ei alter PB12-Plus vorhanden.
dejavu1712
Inventar
#2 erstellt: 22. Mai 2020, 19:23

Big_Kahuna (Beitrag #1) schrieb:

Konnte schon jemand die 1723er Lautsprecher (insbesondere die Tower) probehören oder hat sie gar Zuhause? Wie sind eure Erfahrungen?


Ich konnte mal die 1723S THX Monitor mit Sub Probe hören...
....hatte schon was, aber ob die großen Tower im Surround Set noch eine Schippe drauflegen können

Die Arendal LS (Serien) finde ich auf jeden Fall sehr interessant, aber wenn man sie hören will, geht das nur wenn man sie bestellt....


Big_Kahuna (Beitrag #1) schrieb:

Es fehlt mir aktuell vor allem an Volumen im Bass. Es ist zwar alles vorhanden,
aber gerade der Oberbassbereich müsste im neuen Wohnzimmer sehr viel präsenter sein.


Das kann auch an der Akustik, Ein-Aufstellung etc. liegen, daher ist es fraglich ob ein Tausch der LS für Abhilfe sorgt.


Big_Kahuna (Beitrag #1) schrieb:

Ich sehe da vor allem die Nubert nuline 334.


Sehe ich nicht so, vor allem wenn du mehr Bass Volumen haben willst und der Oberbass präsenter sein soll.


Big_Kahuna (Beitrag #1) schrieb:

Klipsch ist nicht meine Welt, deshalb scheidet eine RF 7 eher aus.


Und gerade die RF7 sehe ich da als einen sehr geeigneten Kandidaten, vor allem wenn es um 80% Film geht.
Ich kenne keinen LS für das Geld, der bei Film so brutal und knackig im Bass/Oberbass zur Sache geht.
Bei Bedarf gibt es so richtig was auf die Fresse, für Film/Surround meines Erachtens immer noch richtig geil.


Big_Kahuna (Beitrag #1) schrieb:

....dort als Large eingebunden. Anteil Film/Musik ist ungefähr 80/20.


Ich würde in Verbindung mit einem Subwoofer keinen LS auf large mitlaufen lassen, selbst die RF7
hatte ich seiner Zeit bei 40 Hz getrennt, es gibt sogar User die trennen solche/diesen LS noch höher....

Der Subwoofer gehört auf 120Hz, LFE+Main oder nur LFE muss man ausprobieren was besser passt,
aber die Front LS würde ich nicht unbegrenzt spielen lassen, das kann auch zu Auslöschungen führen.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Mai 2020, 11:47
Vielen Dank für die Antwort!


dejavu1712 schrieb:
Die Arendal LS (Serien) finde ich auf jeden Fall sehr interessant

Möchtest du etwas mehr zu zu deinem Höreindruck mitteilen? Ich wäre wirklich neugierig auf eine Meinung, die nicht gerade aus einem auf der Arendal-Seite verlinkten Testmagazin stammt.

Dein Hinweis zum Thema Raumakkustik ist natürlich richtig. Ich habe ohnehin geplant, demnächst für eine bessere Einbindung des Subwoofers ein Minidsp samt Umik-1 anzuschaffen, sobald aus China wieder alles lieferbar ist. Dann werde ich mich näher mit REW auseinandersetzen, bevor irgendetwas bestellt wird.

Meine aktuellen Lautsprecher in der Front sind ein paar Elac FS 247 an einem älteren Marantz SR8002. Wunderschöne Lautsprecher, aber von der Abstimmung her eher straff als brachial. Sie spielen in einem Wohnzimmer von 40 qm, an das direkt (nur per dünner Kunststoffschiebetür getrennt) noch ein 20 qm großes Esszimmer angeschlossen ist. Um da das von früher gewohnte Bassvolumen zu entwickeln, haben die FS 247 dann wohl doch nicht die nötigen Reserven. Durch das etwas dünne Fundament machen dann die Bändchenhochtöner so richtig Alarm. Als linear empfinde ich es im Moment mit +2 Bass und -3 Treble am AVR. Das wird sich auch in den Messungen so widerspiegeln.

Klipsch habe ich schon sehr lange nicht mehr probegehört, aber ich empfand den Hornhöchtöner immer als gewöhungsbedürftig. Auch von der Verarbeitung her sind Klipsch-Lautsprecher nichts, was ich mir unbedingt ins Wohnzimmer stellen müsste.

Was wären denn weitere Alternativen mit ordentlich Reserven im Bassbereich und Kalottenhochtöner? Würden zumindest die Arendal Tower in diese Richtung gehen? Ich wünsche mir einfach ordentlich Punch, gerade im Frequenzbereich einer Bassgitarre oder Ähnlichen.


dejavu1712 schrieb:
....hatte schon was, aber ob die großen Tower im Surround Set noch eine Schippe drauflegen können


Die Tower sind ein klassicher Fall von "Weil ich es kann!". Raumgröße und Aufstellungsmöglichkeiten sind gegeben, Nachbarn weit weg und preislich liegen die Monitore (wenn man noch vernünftige Stands einrechnet) nicht so weit von den Towern entfernt, als dass ich da sparen wollte.


[Beitrag von Big_Kahuna am 23. Mai 2020, 12:15 bearbeitet]
dejavu1712
Inventar
#4 erstellt: 23. Mai 2020, 13:00

Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

Möchtest du etwas mehr zu zu deinem Höreindruck mitteilen?


Das ist jetzt schon etwas länger her und solche Eindrücke sind ja immer recht subjektiv sowie Raum abhängig.
Außerdem waren es "nur" die Monitore der "kleineren" 1723S Serie, also wohl kaum vergleichbar mit den Tower.

Wenn ich die Arendal mit den Nubert vergleiche, zumindest die die ich bisher gehört habe (ist auch schon länger her)
dann würde ich das mal so umschreiben, die Arendal klingen ähnlich neutral aber viel direkter und dynamischer, mit
anderen Worten, für mich haben sie einen höheren Spaß Faktor, aber die Klipsch legen da nochmal eine Schippe
drauf, aber wie gesagt, beim großen 1723 Tower kann das wieder ganz anders aussehen, ist also alles ziemlich wage.


Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

...aber von der Abstimmung her eher straff als brachial.


Nun, straff (knackig) spielen die Arendal auch, wenn der Raum etc. das zulassen....
Als brachial würde ich sie aber auch nicht bezeichnen wollen, aber jeder definiert
das anders und es kommt auch immer darauf an, mit welchen LS man vergleicht....


Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

.....haben die FS 247 dann wohl doch nicht die nötigen Reserven.


Sorry, aber was erwartest du von einer kleinen Box die 2x150mm Chassis hat und rund 40-60qm beschallen soll....
Man sollte da keine Wunder erwarten, aber auf 80Hz begrenzt und mit zwei guten Subs (z.B. SVS SB2000PRO)
die unten herum das Bass Fundament sauber ergänzen, sollte da mehr gehen als nur mit großen Stand Boxen.


Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

Klipsch habe ich schon sehr lange nicht mehr probegehört, aber ich empfand den Hornhöchtöner immer als gewöhungsbedürftig.


Obwohl sich da bei den neuen Modellen einiges getan hat, sind sie natürlich immer noch etwas gewöhnungsbedürftig,
aber gerade diese direkte Spielweise und die packende Dynamik erzeugt bei Film das gewisse etwas, bei mir zumindest.
Ich habe die Ur-RF7 inzwischen gegen die RP5000F getauscht, die neuen Modelle sind zahmer und neutraler, manchen
ist das sogar zu viel des guten, aber die RF7 waren für mein 18 qm Heimkino einfach vom Gehäuse zu groß, aber ich
traure denen schon etwas nach, wenigstens habe ich einen guten Preis dafür bekommen, das ist dann ein kleiner Trost.


Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

Auch von der Verarbeitung her sind Klipsch-Lautsprecher nichts, was ich mir unbedingt ins Wohnzimmer stellen müsste.


Ja, die Gehäuse sind nach wie vor schlicht, aber die RF7 mit dem Echtholz Furnier ist keinesfalls schlecht verarbeitet.


Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

Was wären denn weitere Alternativen mit ordentlich Reserven im Bassbereich und Kalottenhochtöner?
Würden zumindest die Arendal Tower in diese Richtung gehen?
Ich wünsche mir einfach ordentlich Punch, gerade im Frequenzbereich einer Bassgitarre oder Ähnlichen.


Ich denke das die Arendal durchaus in die gewünschte Richtung gehen könnten, aber garantieren kann ich das natürlich nicht.
Das musst du dann schon selbst herausfinden, schreibe (telefoniere) doch mal Alberto und frag welche Möglichkeiten es gibt.

Was ich demnächst unbedingt hören will, die neue 1961 Tower (wegen meinem kleinen Raum) mit dem 1723S Center, weil mir
auch hier der dazugehörige Center zu klein ist, reicht allenfalls als Rear, aber ich denke das passt so trotzdem gut zusammen.

Alternativen:

Fyne Audio F502, ein richtig geiler LS fürs Geld, gefällt mir persönlich sogar besser als Klipsch und Arendal oder eben die F502SP,
wobei mir der "klangliche Mehrwert" den Aufpreis nicht wert wäre, den ich wenn eh nur bei Musik/Stereo und nicht bei Film sehe.
Ich habe mich aber letztendlich gegen die Fyne Audio entschieden, weil mir der F500 Center etwas zu klein geraten ist, das heißt
natürlich nicht das der schlecht ist, ist jammern auf hohem Niveau, aber Arendal und Klipsch haben da halt etwas mehr zu bieten.

Für Filme ist der Center aber nun mal einer der wichtigsten LS.....

Trotzdem solltest du dir die Fyne Audio unbedingt mal anhören, ich halte zwar nicht so viel von Tests, aber der passt ganz gut F502

Es gibt noch weitere sehr geile Alternativen, aber für die gibt es entweder keinen passenden Center, es sei denn man stellt einen dritten LS
oder es handelt sich um DIY, aber im "Mainstream Bereich" bis 3000€ und mit schicker Optik ist das was du suchst mMn weniger zu finden.

Ich kenne allerdings auch nur einen winzigen Bruchteil der am Markt befindlichen LS.....


Big_Kahuna (Beitrag #3) schrieb:

Die Tower sind ein klassicher Fall von "Weil ich es kann!". Raumgröße und Aufstellungsmöglichkeiten sind gegeben, Nachbarn weit weg und preislich liegen die Monitore (wenn man noch vernünftige Stands einrechnet) nicht so weit von den Towern entfernt, als dass ich da sparen wollte.


Das passt schon, sehe das wenn es Sinn macht genauso, deshalb stehen bei mir die RP5000F außerdem hat der große RP504C Center
perfekt dazu gepasst, Filme höre ich zu dem gerne mal laut und da haben Stand LS halt mehr Reserven, Bass Management hin oder her.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 23. Mai 2020, 15:25
Herzlichen Dank für den ausführlichen Input. Deine Einschätzung meiner Elacs bestätigt mich in der Idee, mich mal nach passenden Alternativen für die Raumgröße umzusehen. Mit dem Tiefbass des PB12 Plus bin ich eigentlich zufrieden. Was mir fehlt, dürfte von den Frequenzen her eher bei den beiden Hauptlautsprechern zu suchen sein, deswegen würde ich lieber hier als in neue Subs investieren. Die Elacs würde in in naher Zukunft dann verkaufen.

Du überzeugst mich immer mehr von der RF-7. Ich habe gerade erst gesehen, dass es die auch in einem Nussfurnier gibt. Das versöhnt mich zumindest etwas mit der Optik. Die Klipsch gehören wohl auf jeden Fall in die engere Auswahl.

Noch eine weitere Frage dazu: Man findet online noch einige günstigere Modelle der MK2 und die aktuelle MK3. Kannst du einschätzen, wo konkret die Unterschiede liegen?

Auch der von dir verlinkte Testbericht der Fyne Audio F502 liest sich sehr interessant. Skeptisch wäre ich nur, was die dort erwähnte Anhebung um 100 Hz angeht. Ja, ich suche zwar mehr Präsenz im Bass, aber ein Anheben von Frequenzen gehört für mich immer dynamisch am Verstärker erledigt, nicht fix in der Weiche. Mit ein bisschen Pech mit der Raumakkustik würde ich da böse Überhöhungen befürchten.

DIY fällt für mich leider raus. Bis ich eine wohnzimmerkompatible Optik hinbekomme, hätte ich wohl preislich nicht viel gespart und müsste für das erste eigene Projekt einen riesigen Zeitaufwand einplanen.

Danke auch für den Hinweis auf Alberto. Mir war gar nicht bewusst, dass Arendal auch einen deutschen Support bietet. Ich bitte ihn mal um eine Einschätzung zu dem Thema.

Ein Traum wäre ja, sich sowohl die RF-7 als auch die 1723 Tower zum Testen Nachhause zu bestellen. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich wirklich mit diesen Beträgen in Vorlage gehen möchte.

Falls ich die große 1723 bestelle: Gibt es hier Interesse an einem Bericht meiner Höreindrücke? Da es nur sehr wenig Infos dazu gibt wäre ich gerne bereit, mal einen längeren Bericht zu schreiben. Kann aber durchaus erst im Laufe des Juli werden, bis ich den nächsten Urlaub nehmen kann.
dejavu1712
Inventar
#6 erstellt: 23. Mai 2020, 16:07

Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:

Du überzeugst mich immer mehr von der RF-7.s ....


Ich will dich nicht überzeugen, aber gehört haben sollte man sie schon einmal, entweder man ist beeindruckt oder....
Für Musik (Stereo ohne Subwoofer) wäre die RF7 aber nach wie vor nicht meine erste Wahl, bei Film ist sie weit vorne.
Die Fyne Audio F502 gefallen mir gleichermaßen für Musik und Film, bei der Arendal ist es einfach schon zu lange her,
außerdem lag damals der Schwerpunkt auf Film/Surround, aber diese Vorstellung ist mir positiv in Erinnerung geblieben.

Aber bei Film (Surround) ist es halt auch immer das Gesamtpaket (vor allem die Front mit Center) was überzeugen muss.


Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:

Man findet online noch einige günstigere Modelle der MK2 und die aktuelle MK3. Kannst du einschätzen, wo konkret die Unterschiede liegen?


Ich hatte ja die "brachiale" Ur RF7 Classic, wie hat der Verkäufer seiner Zeit gesagt "es ist eine Drecksau vor dem Herrn"

Die Mk2 ist mir schon etwas zahmer abgestimmt in Erinnerung geblieben, also schon etwas mehr Richtung Mainstream.
Bei der Mk3 wurde nochmal mehr Feintuning betrieben, der LS spielt noch einen Tick neutraler und ist fast frei von den
typischen Verfärbungen, trotzdem ist die RF7 III nichts für jedermann, man muss die "PA ähnliche Gangart" halt mögen.

Aber insbesondere wenn dir mit der Elac was beim Ober (Kick) Bass fehlt, dürfte das mit der RF7 der Vergangenheit angehören.


Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:

Skeptisch wäre ich nur, was die dort erwähnte Anhebung um 100 Hz angeht.


Das ist das Problem bei solchen Tests, ich konnte davon jedenfalls nichts hören oder mir ist es nicht negativ aufgefallen,
wenn der LS ordentlich aufgestellt ist und der Raum in dem Frequenzbereich keine Sauereien verursacht, sollte man das
nicht überbewerten, außerdem ist der LS hervorragend verarbeitet und sieht mMn in dark oder black oak auch prima aus.

Ich kann auch hier nur empfehlen, unbedingt anhören, für rund 1800€ das Paar ist der LS mMn sensationell gut....


Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:

DIY fällt für mich leider raus.


Das ist auch bei mir eines der Probleme mit DIY, ich bin handwerklich nicht ungeschickt, aber mit dem Gehäuse Finish würde
ich mich sehr schwer tun, obwohl einige Modelle von Dieter Achenbach vorzüglich zu meinem Hörgeschmack passen würden....


Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:

Ein Traum wäre ja, sich sowohl die RF-7 als auch die 1723 Tower zum Testen Nachhause zu bestellen.


Ja, das wäre wohl der Königsweg.....


Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:

Falls ich die große 1723 bestelle: Gibt es hier Interesse an einem Bericht meiner Höreindrücke?


Auch wenn sowas wie gesagt immer nur rein subjektiver Natur ist, würde mich deine Meinung trotzdem brennend interessieren.

Und ich glaube nicht, das ich hier der einzige bin.....
m4xz
Inventar
#7 erstellt: 24. Mai 2020, 19:28

Big_Kahuna (Beitrag #5) schrieb:
Falls ich die große 1723 bestelle: Gibt es hier Interesse an einem Bericht meiner Höreindrücke?.


Aber natürlich, nur schade dass dir der Vergleich zu der RF-7 fehlt.
Finde die große Arendal auch sehr interessant, vor allem für den Preis. Besitze derzeit die RF-7 Classic sowie die Nubert NuLine 122, aber man guckt sich halt auch etwas um
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Mai 2020, 18:54
Schön dass die großen Arendals nicht nur mich interessieren

Ich habe gestern Abend noch etwas mit den Einstellungen am AVR herumgespielt. Der vermisste Punch taucht um so mehr wieder auf, je höher man die Fronts trennt. Nach meinen Eindruck müsste ich bei den Elacs einfach ein Bassloch von 200 Hz abwärts haben. Die Frequenzen sind zwar da, treten aber im neuen Hörraum doch sehr in den Hintergrund. Lässt man probeweise unterhalb von 120 Hz den Sub unterstützen dann wird schnell hörbar, was die Lautsprecher nicht schaffen. Bleibt natürlich dann das Loch von 120 Hz aufwärts ...

Seit heute ist auch wieder das Umik-1 lieferbar. Ich habs gleich mal bestellt und werde mich demnächst mit dem Thema Akkustikmessung beschäftigen. Aktuell fühle ich mich allerdings nur im Eindruck bestätigt, dass größere Lautsprecher eine massive Verbesserung bringen dürften.

Ich hoffe Alberto kann noch ein paar Details zum Klang der Arendals beisteuern.
dejavu1712
Inventar
#9 erstellt: 25. Mai 2020, 19:01
Ich hatte ja schon was zum einstellen des "Bass Management" in meiner aller ersten Post geschrieben.
Mit Subwoofer macht es in der Regel keinen Sinn den LFE über Sub und Main wiederzugeben, auch
sollte der Subwoofer erst bei 120 Hz getrennt werden, Stand LS wie die Elac ab 60 Hz, darunter nicht.

Aber wenn du wirklich ein Bassloch hast, dann werden das auch größere LS nicht einfach so kompensieren
können, eine Messung würde aber helfen um eine bessere Aussage treffen zu können was da bei dir los ist.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Mai 2020, 19:25
Hier muss man ja immer differenzieren zwischen LFE und der Tonspur der Fronts. LFE läuft bei mir komplett unbeschränkt, ich glaube das sind standardmäßig die 120 Hz die du beschreibst. Ich habe mich oben auf die Unterstützung der Fronts bezogen. Lasse ich diese unterhalb von 120 Hz vom Sub unterstützen, dann wird der Klangeindruck etwas runder.

Das klassische Bassloch kenne ich bei ungünstiger Position der Lautsprecher oder des Hörplatzes. So etwas lässt sich ja leicht herausfinden, indem man einfach mal bei laufender Musik durch den Raum geht und hört, ob der Bass irgendwo lauter wird. Das habe ich hier gar nicht. Der Bass ist überall gleich, nur eben nicht präsent genug, um mit den Bändchenhochtönern mitzuhalten. Es ist schwer zu beschreiben, aber so wie es aktuell klingt stelle ich mir fast Freifeldmessungen ohne jeglichen Druckkammerneffekt vom Hörraum vor.

Hoffentlich ist das Umik bis zum Wochenende da. Ich bin wirklich gespannt, ob sich mein Eindruck bewahrheitet.
dejavu1712
Inventar
#11 erstellt: 25. Mai 2020, 19:47
Ich weis nicht welchen AVR du hast, aber bei Denon kann man den LFE auch auf die Main (Front LS) umleiten.
Andere Option ist den LFE über den Subwoofer und die Main (Front LS) wiederzugeben, daher mein Hinweis.

Wenn das stimmt was du sagst, dann würde ich die Elac als eine "Fehlproduktion" bezeichnen...

Ist ist aber natürlich logisch, das du mit deutlich mehr Membranfläche die Bass Performance steigern kannst.

Aber warten wir mal ab was die Messung sagt....
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 25. Mai 2020, 20:06

dejavu1712 schrieb:
Ich weis nicht welchen AVR du hast, aber bei Denon kann man den LFE auch auf die Main (Front LS) umleiten.
Andere Option ist den LFE über den Subwoofer und die Main (Front LS) wiederzugeben, daher mein Hinweis.


AVR ist ein Marantz SR8002. Hat schon wirklich einige Jahre auf dem Buckel und ist da gerade in solchen Details sehr eingeschränkt. Da ist der LFE einfach der LFE und fertig. Trennfrequenz ist nur zur Bassentlastung der einzelnen Lautsprecher einstellbar.


dejavu1712 schrieb:
Wenn das stimmt was du sagst, dann würde ich die Elac als eine "Fehlproduktion" bezeichnen... .


Ob es stimmt weiß ich natürlich auch nicht, sind ja erst einmal nur sehr subjektive Beschreibungen. Vermutlich sind die Elacs ganz einfach die falsche Wahl für größere Hörräume. Früher auf knapp 30 m² war das alles deutlich angenehmer. Um ganz ehrlich zu sein wird es mir schon irgendwo leid tun, das Set zum Verkauf anzubieten.
Alberto-ArendalSound
Inventar
#13 erstellt: 26. Mai 2020, 08:34
Ich kenne sowohl den Tower als auch den Klipsch RF7 MKII und meine Erfahrungen decken sich mit diesem unabhängigen Test:

https://arendalsound.de/1723-tower-thx-test-fidelity/

Ich hoffe, das hilft!

Gruß
dejavu1712
Inventar
#14 erstellt: 26. Mai 2020, 08:56
@Alberto

Ich kann den Link nicht öffnen....würde mich aber auch brennend interessieren.

Auch wenn das mit "unabhängigen Tests" natürlich immer so eine Sache ist.

Arendal 1723 vs RF7 Mk3 gibt es noch nichts?


[Beitrag von dejavu1712 am 26. Mai 2020, 08:57 bearbeitet]
m4xz
Inventar
#15 erstellt: 26. Mai 2020, 13:13

dejavu1712 (Beitrag #14) schrieb:
Ich kann den Link nicht öffnen....würde mich aber auch brennend interessieren.


Sollte gehen!

Jetzt fehlt nur noch der Vergleich mit einer größeren Nubert, idealerweise der älteren NuLine 122
Tiefgang wäre ein wichtiges Thema für mich, wenn hier bereits knapp unterhalb von 40 Hz Schluss ist, reicht mir das nicht.
Die Frage wäre auch wie gut das Nubert ATM 122 dazupassen würde zur Arendal.


[Beitrag von m4xz am 26. Mai 2020, 13:16 bearbeitet]
dejavu1712
Inventar
#16 erstellt: 26. Mai 2020, 17:56
Ja geht, vielen Dank....

Der Vergleich war aber Arendal 1723 Tower gegen die RP280F oder habe ich da etwas falsch verstanden....?

Zitat: ....and I also had a couple of the top model in RP series, RP280F available. Ergo, we put the latter into the ring, and struck the bell.

Der Test ist dennoch subjektiv und das klangliche "Ergebnis" hängt dann auch noch von einigen anderen
Faktoren ab, aber auch wenn ich "nur" die 1723S Monitor gehört habe, allerdings mit Sub Unterstützung,
so sollte die Höhen und Mitten doch vergleichbar sein, da das klangliche Gedächtnis des Menschen ist ja
eher schlecht, meine ich allerdings schon, das ich im großen und ganzen viele Dinge ähnlich wie im "Test"
sehe, trotzdem ist am Ende der persönliche Geschmack entscheidend und dazu muss man die LS selbst hören.


@m4xz

Also ich hatte einige Zeit an der Klipsch ein ATM Modul von Nubert (keine Ahnung mehr welches) und das war
ehrlich gesagt ziemlich abgefahren und absolut brachial, lässt sich nicht beschreiben, muss man gehört haben.
Die Höhen konnte man mit dem ATM was ich hatte auch noch etwas zügeln, aber das hat mir weniger gut
gefallen als der Dreh am Bass, weil sich das auch auf die Mitten ausgewirkt hat und da fehlt es der Klipsch eh.

Da die Bässe der Ur RF7 einen extrem niedrigen Qts haben, also nicht so tief abgestimmt ist, weswegen sie
von Natur aus so knackig und nicht fett klingt und dazu noch extrem belastbar ist, klangen die Bässe mit ATM
nie aufgedickt ("langsam"), aber das geht auf den WG, was dann eine entsprechende Endstufe erforderlich macht.

Die Nubert dürften zwar noch einiges tiefer gehen, aber das geht zu Lasten der Belastbarkeit/Pegel und ich lehne
mich mal aus dem Fenster und behaupte, das der Bass nie so knackig klingen wird wie bei der Klipsch RF7.

Inzwischen hat sich mein Hörverhalten insbesondere bei Musik verändert, Klipsch wäre da nicht mehr meine
erste Wahl, sind mir zu anstrengend auf Dauer, hier könnten für mich die Arendal besser zu mir passen, aber
bei Film macht diese explosive und direkte Gangart der Klipsch (wie im Test beschrieben) mir einfach immer
noch einen Höllenspaß und mit der neuen RF7 III ist das ganze obenherum und in den Mitten verträglicher
bzw. besser geworden als bei der UR RF7, aber es "knallt" immer noch und das muss man natürlich mögen.

Viel Text, aber der TE hat ja nach Meinungen und Erfahrungen gefragt, auch wenn ihn das jetzt nicht groß weiterbringt.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 26. Mai 2020, 18:14

dejavu1712 (Beitrag #16) schrieb:

Der Vergleich war aber Arendal 1723 Tower gegen die RP280F oder habe ich da etwas falsch verstanden....?

Verstehe ich auch so.

Leider also kein direkter Vergleich gegen die RF-7, aber im Test spiegeln sich trotzdem deine eigenen oben beschriebenen Eindrücke wider. Soweit ich es verstehe sind die Arendals sehr ähnlich, aber ausgewogener, runder auch in den Mitten und letzten Endes für mich persönlich im Vergleich zu Klipsch der wahrscheinlich langzeittauglichere Lautsprecher.

Dass die Klipsch RP280F als dynamischer und anspringender beschrieben werden ("Spaßmaschinen") wundert mich wegen des Horn natürlich überhaupt nicht. Langfristig sehe ich hier aber dass Risiko, dass man sich daran irgendwann satt gehört hat und dann wieder aufs Neue auf der Suche ist. Die RF-7 wird da wahrscheinlich auch keinen ganz anderen Charakter haben.

Gut, dass das Projekt noch bis zum Sommerurlaub Zeit hat. Spontan tendiere ich immer noch zur Arendal, würde aber auch sehr gerne die RF-7 im direkten Vergleich in meinem Wohnzimmer hören.
dejavu1712
Inventar
#18 erstellt: 26. Mai 2020, 18:49
Wenn es wirklich um die RP280F ging, darf man nicht vergessen, das der Straßenpreis der neuen
RP8000F bei rund 1200€ das Paar liegt, mit etwas Verhandlungsgeschick sogar unter 1000€ also
gerade mal ein Drittel der Arendal kostet, das korrekte Pendant wäre daher die RF7 III (ca. 3.000€).


Big_Kahuna (Beitrag #17) schrieb:

....im Vergleich zu Klipsch der wahrscheinlich langzeittauglichere Lautsprecher.


Die Arendal ist der Langzeit tauglichere LS, dessen bin ich mir sogar sicher....
Die Kategorie Haptik und Optik gewinnt für mich auch ganz klar die Arendal.


Big_Kahuna (Beitrag #17) schrieb:

Die RF-7 wird da wahrscheinlich auch keinen ganz anderen Charakter haben.


Nein, aber dennoch ist die RF7 III (das neue Modell) nicht 1 zu 1 mit der RP280F oder RP8000F (neues Modell) vergleichbar.

Insgesamt ist bei den neuen Modellen nochmals etwas Feintuning betrieben worden und das hört man bei der RF7 III im
Vergleich zum Vorgänger der RF7 Mk2 (die hatte der Tester mal) deutlicher als bei der RP280F vs. RP8000F, aber auch
das ist nur meine ganz persönliche Meinung, dennoch sehe ich für mich bei Musik mehr die Arendal als die Klipsch RF7 III.

Bei Film wäre das vermutlich wieder etwas anderes....


Big_Kahuna (Beitrag #17) schrieb:

Spontan tendiere ich immer noch zur Arendal, würde aber auch sehr gerne die RF-7 im direkten Vergleich in meinem Wohnzimmer hören.


Wenn man absolute Klarheit haben möchte und nicht immer wieder denkt, was wäre wenn.... dann sollte man auf jeden Fall
beide LS im Vergleich hören, auch wenn der Aufwand dafür nicht ganz unerheblich ist, aber ich denke es lohnt sich, nur wenn man
mindestens einen LS im Vergleich gehört hat, macht das ganze Sinn um wirklich sagen zu können, der ist es und kein anderer.

Aber um einen ersten Eindruck zu gewinnen reicht es mMn aus die beiden LS beim Händler zu hören, vielleicht ist es dann schon
klar wo die Reise hingehen soll, wenn nicht, kannst du den direkten Vergleich immer noch in die eigenen 4 Wände verlegen....


[Beitrag von dejavu1712 am 26. Mai 2020, 18:54 bearbeitet]
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 26. Mai 2020, 19:45

dejavu1712 (Beitrag #18) schrieb:

[...] dennoch sehe ich für mich bei Musik mehr die Arendal als die Klipsch RF7 III.

Bei Film wäre das vermutlich wieder etwas anderes....


Gerade was solche Differenzierungen angeht, bin ich etwas skeptisch. Klar nutze ich meine Anlage im Moment sehr mit Heimkinofokus, aber Lautsprecher müssen für mich immer mehr Allrounder als Spezialisten sein.


dejavu1712 (Beitrag #18) schrieb:

Wenn man absolute Klarheit haben möchte und nicht immer wieder denkt, was wäre wenn.... dann sollte man auf jeden Fall
beide LS im Vergleich hören, auch wenn der Aufwand dafür nicht ganz unerheblich ist, aber ich denke es lohnt sich, nur wenn man
mindestens einen LS im Vergleich gehört hat, macht das ganze Sinn um wirklich sagen zu können, der ist es und kein anderer.


Bei meinem Arbeitsplatz um die Ecke ist ein kleiner Hifi-Laden, wahrscheinlich frage ich da mal nach, ob die eine RF-7 in der Vorführung haben. Mit ein wenig guten Zureden vielleicht sogar mal übers Wochenende ausleihbar, wer weiß?

Ich denke die Arendals bestelle ich auf jeden Fall für meinen Urlaub, und wenn dann als Vergleich noch die Klipsch aufzutreiben wären ...

Ich habe gerade noch einmal bei Alberto nachgefragt: Die Abwicklung bei Arendal ist wirklich toll. Sehr kundenfreundlich, mit kostenlosem (Hin-)Versand aus Deutschland und schnellen Lieferzeiten.
dejavu1712
Inventar
#20 erstellt: 26. Mai 2020, 20:16
Klingt nach einem guten Plan....


Big_Kahuna (Beitrag #19) schrieb:

Gerade was solche Differenzierungen angeht, bin ich etwas skeptisch.


Ich habe das "früher" auch so gemacht, eine Anlage für alles.
Seit einiger Zeit habe ich getrennte Setups und das hat nicht nur klangliche Gründe.


Big_Kahuna (Beitrag #19) schrieb:

Die Abwicklung bei Arendal ist wirklich toll. Sehr kundenfreundlich, mit kostenlosem (Hin-)Versand aus Deutschland und schnellen Lieferzeiten.


Ja, man hört da in der Tat nur gutes.....
m4xz
Inventar
#21 erstellt: 27. Mai 2020, 08:43
Ja ein sehr guter Plan, und bestell dir auch noch ein Pegelmessgerät, und mache Messungen im Frequenzkeller
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 27. Mai 2020, 15:36
Kann ich gerne nachliefern. Sofern ich mich vernünftig in REW einarbeiten kann, heißt das ...
Prim2357
Inventar
#23 erstellt: 30. Mai 2020, 19:35
Hallo,

es gibt natürlich noch weitere Alternativen,
warum besuchst du nicht mal einen großen Händler und hörst dich ein?

Desweiteren, deine Elac FS 247 ist alleine für die Raumgröße zu klein, aber mit Subwooferunterstützung und richtiger Einstellung sollten diese mit dem restlichen Frequenzbereich so gar keine Probleme haben, bei 80Hz Trennung aufwärts.
Vielmehr vermute ich ein Raumproblem, vor einer Messung im Raum würde ich mal gar nichts kaufen, denn damit wird dann jeder Lautsprecher konfrontiert.

Die Klipsch RF 7 III war mit das Schlechteste was ich je gehört habe, vllt war beim Händler wo ich sie gehört habe etwas defekt.

Für 3000€ bekommt man auch so etwas, wenn man sich umschaut.
https://www.audio-ma...n-tcd-110-3847196609
Eventuell ja was für dich, aber wie gesagt, grundsätzlich hast du einige Möglichkeiten, und nicht nur zwei....

Gruß
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 31. Mai 2020, 12:24
So, Umik-1 ist vor ein paar Tagen angekommen und ich habe gestern längere Zeit mit Lautsprecher- und Möbelrücken, messen und dem Einbinden eines Minidsp für den Subwoofer verbracht.

Der Unterschied ist gravierend. Mein vermisster Punch im Bass ist präsenter denn je, das machen die Elacs wirklich großartig! Eine Ursache der Probleme war wohl das Audissey des alten Marantz-AVR. Nach einem Durchlauf des Autosetup verschlechtert sich der Frequenzgang sichtbar, selbst wenn man im Anschluss die Werte manuell korrigiert. Es kommt zu Einbrüchen im Bass (wohl ein Phasenproblem) und Überhöhungen im Bereich zwischen 400 und 1000 Hz. Schaltet man noch die Audissey-Equalizer hinzu, der die Lautsprecher korrigieren soll, dann werden die Überhöhungen noch bis zu 6 db geboostet

Die besten Ergebnisse erziele ich jetzt, indem ich alles manuell einstelle. Trennfrequenz der Lautsprecher liegt bei 60 Hz. Die Anbindung des Subwoofers ist phasenkorrigiert und durch das Minidsp geglättet. Da der Maranz keinen Dynamic-EQ hat, habe ich den Sub für den Spaßfaktor etwas lauter eingepegelt. Die Überhöhungen ab 90 Hz und der Einbruch bei 160 Hz sind der Raumakkustik in Verbindung mit den Lautsprechern geschuldet.



Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Plastik-Falttür an der Grenze zum Esszimmer tatsächlich bis in den Bassbereich hinein akkustiksch wirksam ist. Bei geöffneter Tür sind deutliche Einbrüche im Bass sichtbar. Da ich meistens bei geschlossener Tür höre, kann ich also nur mit der Raumgröße des Wohnzimmers von 40 m² kalkulieren.

Die Anlage hat mir gestern wieder richtig Freude bereitet. Trotzdem merke ich, wie mir die Klangcharakteristik der Elacs mit dem Bändchenhöchtöner nicht mehr wirklich zusagt. Ich höre mich noch ein paar Tage weiter ein, aber eigentlich möchte ich trotz der Lösung einiger akkustischer Probleme nun doch einmal andere Lautsprecher ausprobieren.

Der ursprüngliche Gedanke, mir möglichst viel Membranfläche zu besorgen, hat sich wohl erledigt. Ich überlege nun ernsthaft, mir mal die Arendal 1723 Monitore zu besorgen und zu schauen, ob diese meinen Vorstellungen besser entgegenkommen. Durch die kleineren Lausprecher wäre ich flexibel in der Aufstellung und auch bei zukünftigen Umzügen. Und das gesparte Geld könnte ich ja noch in einem aktuellen AVR mit vernünftigem Audissey investieren, das diese auch korrigieren kann.



Prim2357 (Beitrag #23) schrieb:

warum besuchst du nicht mal einen großen Händler und hörst dich ein?

Ist schon eingeplant. Ich bin nur nicht davon überzeugt, dass ich mir im Hörstudio einen wirklich objektiven Eindruck verschaffen kann, deswegen ist mir ein Hersteller mit Direktvertrieb und Möglichkeit, zu mir Nachhause zu bestellen, sehr willkommen.


Prim2357 (Beitrag #23) schrieb:

Die Klipsch RF 7 III war mit das Schlechteste was ich je gehört habe, vllt war beim Händler wo ich sie gehört habe etwas defekt.

Ich würde auch auf einen Defekt tippen. Klipsch ist ja schon sehr Mainstream. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die etwas bauen was so gar nicht klingt.

Danke übrigens auch für den Link auf die T+A-Lautsprecher. Vielleicht bekomme ich ja Gelegenheit, etwas in dieser Richtung bei einem Händler zu hören.
knX
Inventar
#25 erstellt: 31. Mai 2020, 13:45

Der ursprüngliche Gedanke, mir möglichst viel Membranfläche zu besorgen, hat sich wohl erledigt. Ich überlege nun ernsthaft, mir mal die Arendal 1723 Monitore zu besorgen und zu schauen, ob diese meinen Vorstellungen besser entgegenkommen. Durch die kleineren Lausprecher wäre ich flexibel in der Aufstellung und auch bei zukünftigen Umzügen.


Die Monitor haben schon gut Wumms und für einen Standardraum genug Membranfläche bei einer anständigen Trennung. Aber von klein bzw kleiner würde ich nicht unbedingt sprechen. Die Dinger sind schon ganz schöne "Klopper". Größentechnisch hast du meines Erachtens bei diesen keinen wirklichen Vorteil. Da musst du schon auf die S Serie gehen.

Edit:

Eventuell bekommst du in diesem Thread durch die Fotos einen besseren Eindruck der Größe

https://www.heimkino...im-1-stock/?pageNo=7

Dort stehen sie zwar auf den Arendal Stands, aber irgendwo müssen sie ja auch untergebracht werden.


[Beitrag von knX am 31. Mai 2020, 13:48 bearbeitet]
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 31. Mai 2020, 18:14
Nun gut, "kleiner" vielleicht im Vergleich mit den 50 Kilo Kampfgewicht der Tower

Ich würde auf jeden Fall damit rechnen, dass die Monitore nicht ganz so kritisch auf Wandnähe reagieren wie die tiefer spielenden Tower. Und sie könnten zur Not auch mal auf Möbel platziert oder an die Wand gehängt werden.

Wie gesagt, reine Gedankenspielerei. Aktuell ist fehlender Platz nicht mein Problem.

Hat jemand eine Idee, welche bezahlbaren Stands sich für die kleinen "Monitörchen" empfehlen? Die originalen von Arendal sind mir zu teuer, aber die Grundfläche von 27,5 x 40 cm möchte ja auch auf einem gegügend großen Stand untergebracht werden.
l33chi
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 31. Mai 2020, 18:26

Big_Kahuna (Beitrag #26) schrieb:

Hat jemand eine Idee, welche bezahlbaren Stands sich für die kleinen "Monitörchen" empfehlen? Die originalen von Arendal sind mir zu teuer, aber die Grundfläche von 27,5 x 40 cm möchte ja auch auf einem gegügend großen Stand untergebracht werden.


Hab meine M8 einfach auf Hocker gelupft. Konnte unter 250 Euro auch nichts stabiles finden und die Hockervariante lässt viele Spielereien zu denke ich.
dejavu1712
Inventar
#28 erstellt: 31. Mai 2020, 18:33
Ich würde mir für den Monitor einen Subwoofer als Stand wünschen...
Aber der Sub 1 ist mit 33,5 zu 28,5 cm etwas breiter, die passende Höhe hat er.

Mit den Stands dürfte das nicht so ganz einfach werden, da diese niedriger und vermutlich
auch stabiler sein müssen als üblich, wobei die Norstone Stylum Serie 50kg verkraftet,
bleibt noch die große Stellfläche von 285 x 400 mm, da könnte man allerdings recht leicht
etwas größeres anfertigen, ob die Sockelplatte Kippsicher genug ist kann ich nicht sagen.
sven29da
Inventar
#29 erstellt: 31. Mai 2020, 18:53

Big_Kahuna (Beitrag #26) schrieb:
....

Hat jemand eine Idee, welche bezahlbaren Stands sich für die kleinen "Monitörchen" empfehlen? Die originalen von Arendal sind mir zu teuer, aber die Grundfläche von 27,5 x 40 cm möchte ja auch auf einem gegügend großen Stand untergebracht werden.


Auch wenn es viele Facebook Ablehner gibt, so die Info das es eine Gruppe gibt Arendal Fan's Deutschland wo es zum einen auch Besitzer der Lautsprecher gibt inkl. meiner einer und man sich Austauschen kann.

Übrigens, vor kurzer Zeit bekamen wir in der Gruppe das Angebot das Käufer der 1723 Monitore die 1723 Stands kostenfrei dazu bekommt.
Ob es noch aktuell ist, kann ich nicht sagen.

Ich musste meine Stands noch kaufen aber sch.. drauf denn es hat sich gelohnt und ja, sie sind schon sehr ordentlich und mir fehlt rein gar nichts in meinem kleinen Heimkino

IMG_20200529_002618
knX
Inventar
#30 erstellt: 31. Mai 2020, 18:58
theoretisch einfach selbst bauen aus MDF, befüllbar und anständigen Sockel. Zum Lackierer des Vertrauens bringen und gut ist.

Oder aber mal ne freundliche Mail an Arendal schreiben, es gab Anfang des Jahres eine Aktion, dass man die Stands umsonst dazu bekommen hat. Ich weiß nicht ob dies noch aktuell ist, falls nicht lässt sich da vielleicht noch was machen.


@l33chi

Was für Hocker hast du denn benutzt, die M8 sind ja auch solche "Trümmer". Ich hab ja nur die M6, die großen hätte ich beim jetztigen Wohnzimmer nicht unterbekommen,

Edit:

Da war der Sven schneller, sollte nicht solange in anderen Browser Tabs rumhängen.


[Beitrag von knX am 31. Mai 2020, 18:58 bearbeitet]
dejavu1712
Inventar
#31 erstellt: 31. Mai 2020, 19:21
Sieht gut aus, wie eine Einheit, besser als "mickrige" Stands eines Fremdherstellers, aber für den Preis,
wenn man denn voll bezahlen muss, kann man sich gleich die Tower holen, ist zumindest meine Meinung.

Aber wie gesagt, am besten wäre mMn wenn man einen sorry zwei Sub 1 als Stands nehmen würde.
Sch.... auf die 2,5 cm auf jeder Seite, so kann man mit gutem Gewissen auch auf den Tower verzichten.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 31. Mai 2020, 20:23
Ja, ich gebs ja zu, die originalen Stands sehen klasse aus. Ich frage mal bei Alberto, ob sich da etwas machen lässt. Wäre natürlich eine tolle Geste. Danke für den Tipp übrigens!


dejavu1712 (Beitrag #31) schrieb:

Aber wie gesagt, am besten wäre mMn wenn man einen sorry zwei Sub 1 als Stands nehmen würde.

Würde ich nicht machen, selbst wenn es perfekt passen würde. Der Vorteil von separaten Subs ist ja gerade, dass du sie dorthin stellen kannst, wo sie am optimalsten klingen. Bei einem Frontlautsprecher gibt es da ja nicht ganz so viele Möglichkeiten ...


[Beitrag von Big_Kahuna am 31. Mai 2020, 20:31 bearbeitet]
sven29da
Inventar
#33 erstellt: 31. Mai 2020, 20:23

dejavu1712 (Beitrag #31) schrieb:
Sieht gut aus, wie eine Einheit, besser als "mickrige" Stands eines Fremdherstellers, aber für den Preis,
wenn man denn voll bezahlen muss, kann man sich gleich die Tower holen, ist zumindest meine Meinung.



Sofern man den passenden Raum hat, gebe ich Dir natürlich Recht.
Da mein Raum klein ist, war es besser die Monitor zu nehmen.
dejavu1712
Inventar
#34 erstellt: 31. Mai 2020, 20:42
@Big_Kahuna

Da wo die Front LS stehen sind je ein Subwoofer in der Regel auch nicht völlig falsch platziert...
Aber natürlich hast du Recht, man raubt sich mit dieser Variante ein gewisses Maß an Flexibilität.


@sven29da

Das kann ich natürlich nicht beurteilen, aber der Platzbedarf wäre doch der gleiche gewesen, oder...?
Bei dir kann man die Kombination Monitor mit Stand ja auch nicht wirklich als kleiner bezeichnen....
knX
Inventar
#35 erstellt: 31. Mai 2020, 20:46
geht in diesem Falle wohl nicht um den Platzbedarf, sondern darum es kann auch zuviel Lautsprecher sein.
Prim2357
Inventar
#36 erstellt: 31. Mai 2020, 21:01
Hallo,

dachte ich mir das die Elac grundsätzlich nicht das Problem waren im zuerst angesprochenen Bereich,
denn da sollten die keine Mühe haben/gehabt haben.

Fast alle Händler wo ich zugegen war bieten auch an seinen Favoriten übers Wochenende mit nach Hause zu nehmen,
um ihn dort zu hören, wo es drauf ankommt.
Daher ist Direktvertrieb eigentlich kein Vorteil, denn das was man nicht ausgeliehen bekommt, könnte man ja ebenso bei Online Händlern mit Rückgaberecht kaufen.

Was stört dich den an den Elac mit dem Bändchenhochtöner? Ist er eventuell hier und du etwas zu analytisch, manchmal zu scharf?
Wenn ja, dann wären die Arendal kaum auf meinem Zettel der Kandidaten...

VG
sven29da
Inventar
#37 erstellt: 31. Mai 2020, 21:03
Genau so sieht es aus “knx“

Nicht immer ist mächtig groß das Beste sondern kann auch Kontraproduktiv sein.
sven29da
Inventar
#38 erstellt: 31. Mai 2020, 21:06

Prim2357 (Beitrag #36) schrieb:
...

Fast alle Händler wo ich zugegen war bieten auch an seinen Favoriten übers Wochenende mit nach Hause zu nehmen,
um ihn dort zu hören, wo es drauf ankommt.
Daher ist Direktvertrieb eigentlich kein Vorteil, denn das was man nicht ausgeliehen bekommt, könnte man ja ebenso bei Online Händlern mit Rückgaberecht kaufen.
...

VG


Rückgaberecht: 14 Tage
Arendal: 60 Tage ... Wäre MIR erheblich lieber, trotz den maximal 99EUR Rücksendekosten
Prim2357
Inventar
#39 erstellt: 31. Mai 2020, 21:09
Wenn 14 Tage nicht ausreichen,
dann muss man sich wohl erst langsam an den Klang gewöhnen.

Die längere Zeit macht bei Neuware ja auch Sinn,
die vom Händler sind allerdings schon bespielt....was kann man in 14 Tagen nicht austesten?
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 01. Jun 2020, 09:36

Prim2357 (Beitrag #36) schrieb:
Was stört dich den an den Elac mit dem Bändchenhochtöner? Ist er eventuell hier und du etwas zu analytisch, manchmal zu scharf?
Wenn ja, dann wären die Arendal kaum auf meinem Zettel der Kandidaten...


Nein, keine solchen Schweinereien. Es ist glaube ich der gesamte Charakter der Box, der ja sehr vom Bändchenhochtöner bestimmt wird. Mir fehlt es insgesamt etwas an Klangvolumen, und dabei sind nach meinem Eindruck die sehr prägnant spielende Hochtöner nicht ganz unschuldig. Kann auch eine Frage der Gesamtabstimmung sein, keine Ahnung ...

Gestern Abend habe ich mir Ready Player One angeschaut. Und wieder hatte ich den Eindruck, dass mir bei den Elacs etwas fehlt, obwohl nach den Messungen ja alles im Rahmen sein sollte. Ich glaube es ist einfach an der Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren.

Deine Andeutung, die Arendals wären eher auf der analytischeren Seite des Audiolebens, finde ich sehr interessant. In diversen Berichten wurden sie nämlich als eher gutmütig beschrieben. Auch Alberto sagte, dass sie (im Vergleich zur RF-7) zurückhaltender im Hochton sind. In welchem Kontext hast du diesen Eindruck denn gewonnen?

Nachtrag: Welchen Lautsprecher würdest du denn auf deine persönliche "Muss-Anhören-Liste" setzen, wenn du meine Anforderungen bedenkst?


[Beitrag von Big_Kahuna am 01. Jun 2020, 09:44 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#41 erstellt: 01. Jun 2020, 10:04

Big_Kahuna (Beitrag #40) schrieb:
Es ist glaube ich der gesamte Charakter der Box, der ja sehr vom Bändchenhochtöner bestimmt wird. Mir fehlt es insgesamt etwas an Klangvolumen, und dabei sind nach meinem Eindruck die sehr prägnant spielende Hochtöner nicht ganz unschuldig.


Das deckt sich mit meinen Erfahrungen zu einigen Elac Jet Hochtönern.

Bekannter hatte die 1723 s thx Tower und hat sie eben wegen dem auf Dauer für sie nicht gefälligen Hochton abgegeben. Mein Eindruck deckte sich, zudem sind die sehr neutral abgestimmten Lautsprecher halt nicht jedermanns Sache.
Aber man weiß ja gar nicht ob das für dich eben passend wäre.

Daher würde ich mich ganz einfach mal etwas umhören, was hörtechnisch gefallen könnte.

Die üblichen Verdächtigen wie Dynaudio, B&W, Dali usw. kann man ja fast überall anhören,
und dann durch den Vergleich durchaus Rückschlüsse ziehen, was noch in Frage kommen könnte.

Oft stehen dann bei den Händlern noch andere Lautsprecher rum, welche sich anzuhören lohnen kann.
T&A, Tannoy, Fyne Audio, Q Acoustics uvvm,
wenn man weiß in welche tonale Richtung es gehen soll nach den ersten Probehörungen, kann man gezielter auch konkrete Modelle nennen.

Momentan wäre da ein konkreter Tipp eher wie würfeln...

Das die Arendal im Hochton zurückhaltender sind wie die RF 7 kann ich bestätigen, sind die 7er doch recht herbe Hochtonschleudern gewesen, und das heutige Modell immer noch etwas...

Hier mal eine RF 7 :
https://bilder.hifi-forum.de/medium/708550/klipsch-rf7_151758.jpg
l33chi
Schaut ab und zu mal vorbei
#42 erstellt: 01. Jun 2020, 11:42

knX (Beitrag #30) schrieb:

@l33chi

Was für Hocker hast du denn benutzt, die M8 sind ja auch solche "Trümmer". Ich hab ja nur die M6, die großen hätte ich beim jetztigen Wohnzimmer nicht unterbekommen,


Ja eben deswegen. Fands auch echt schwierig da was gescheites zu finden. Klar gibt es einige Ständer die das Gewicht tragen können, aber ob man dem ganzen dann auch vertrauen kann hielt ich eher für fragwürdig. Irgendwo hier im Forum hat einer dann mal Hocker als Alternative in den Raum geworfen. Da ist allein wegen der Auflagefläche die Auswahl schon wesentlich größer. Und nen gescheiten Hocker kriegst halt auch schon für um die 50 Euro.
Denk da is der Kreativität keine Grenze gesetzt.

https://i.imgur.com/ML71XVX.jpg

Hab dann bissl die umliegenden Möbelhäuser abgegrast und mich dann für nen industrial look entschieden.


[Beitrag von l33chi am 01. Jun 2020, 11:46 bearbeitet]
dejavu1712
Inventar
#43 erstellt: 01. Jun 2020, 14:30
Also ich habe den Norstone Stand Stylum 1 und die 50 kg sehe ich nicht als Problem,
sondern viel mehr die Kipp und Standsicherheit auf Grund der zu kleinen Bases.

Daher ist die Hocker Idee gar nicht mal verkehrt, sieht irgendwie gut aus und erinnert
mich an die Wharfedale Linton die ich ehrlich gesagt irgenwie richtig schick finde.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 13. Jun 2020, 13:19
So, mal ein kleines Update zu diesem Thema.

Seit gestern stehen ein paar 1723 Tower in mattschwarz in meinem Wohnzimmer. Ich habe mich doch für die Tower entschieden, da es die Aktion mit den kostenlosen Stands für die Montiore nicht mehr gibt. Anrendal haben mir kulanterweise einen Rabatt auf die Stands angeboten, aber preislich war der Sprung zu den Towern dann doch zu klein für mich.

Ein ausführlicher Bericht meiner Eindrücke folgt noch. Ich habe gestern nur auf die Schnelle alles angeschlossen und ohne Einmessen etwas Musik gehört und anschließend etwas ferngesehen. Von den 50 Stunden Einspielzeit bin ich also noch ca. 48 Stunden entfernt. Meine ersten Eindrücke:


  • Die Verarbeitungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Der mattschwarze Lack ist wunderschön und für mich zu 100 Prozent wohnzimmerkompatibel. Natürlich sind die Tower alles andere als klein, aber durch das tolle Frontgitter und die frontal etwas gewinkelten Kanten wirkt es nicht übermäßig brutal. Ich würde sagen sie sind im Wohnzimmer präsent, aber nicht störend.

  • Die 50 Kilo Gewicht sollte man insbesondere beim Aufbauen nicht unterschätzen. Zum Glück war ich gestern Abend bei Anlieferung und Aufbau nicht allein, sonst hätte ich das Thema erst einmal vergessen können. Negativ aufgefallen sind mir die Standfüße. Es gibt Spikes mit losen Unterlegplatten und nach unten hin spitz zulaufende Zylinder aus Gummi. Beides nicht wirklich gut für Parkett. Einen Lautsprecher etwas im Raum zu verschieben wird schon zur Herausforderung. Das Gewicht ist generell schon allein für ein paar Zentimeter zu bewegen, aber es fehlt einfach an Punkten, an dem man die Lautsprecher auch sicher greifen kann. Hier unbedingt Hilfe besorgen!

  • Klanglich war ich überascht, wie neutral die Arendals aufspielen. Ich habe zum Ausprobieren alle Stopfen aus den Bassreflexrohren entfernt, dazu am AVR auf Large gestellt. Der Bass ist erstaunlich akzentuiert und tiefreichend. Vom Gefühl her fehlt mir im Vergleich der vom PB12 Plus unterstützten Elacs überhaupt kein Tiefgang. Es gibt kein Aufdicken, alles klingt (wohlgemerkt ohne elektronische Hilfe) auf den Punkt genau. Die Mitten sind sehr klar und angenehm, auch die Sprachverständlichkeit bei Filmen ist mir sehr positiv aufgefallen. Die Hochtöner machen einen großartigen Job. Abhängig von der Quelle können sie durchaus auch Präsenz zeigen, werden aber nie bissig oder nervig.

  • Ingesamt überzeugt mich die Ausgewogenheit der Lautsprecher. Ich möchte hier kein Geschwafel der üblichen Hifi-Testmagazine bemühen, aber die Phrase "Der Klang fügt sich zu einem Ganzen" passt ausgzeichnet. Alles ist genau da, wo es hingehört. Meine Elacs mit Unterstützung des penibel eingemessen Subs klingen bei basslastiger Musik deutlich unrunder. Umgekehrt wird der Klangcharakter umso ähnlicher, je schlechter die Quelle ist. Ich habe probeweise mal einige alte Rocksongs aus dem CD-Regal gekramt, bei denen sich alle Instrumente nur in den Mitten tummeln. Hier haben die Arendals den alten Elacs plörtzlich gar nicht mehr so viel voraus. Beide spielen klar heraus, dass es an Höhen und Bässen fehlt. Die Arendals neigen für mich also eher zur Neutralität als zur Schönfärberei.

  • Pegelmäßig kann man die Arendals erwartungsgemaß nicht aus der Ruhe bringen. Meine übliche Hörlautstärke bei den Elacs liegt für Musik etwa bei -40, bevor es mir zu laut wurde. Die Arendals habe ich gestern noch bei -25 gehört (man beachte den besseren Wirkungsgrad bei diesem Vergleich). Den "Jetzt-ist-laut-genug-Punkt" habe ich überhaupt nicht erreicht. Es klingt so ausgewogen und unangstrengt, dass man den Pegel deutlich unterschätzt. Umgekehrt merke ich bei leisen Pegeln, wie an meinem Uralt-AVR eine pegelabhängige Loudnessfunktion fehlt. Man gewöhnt sich schnell an die Bassgewalt bei hohen Pegeln, und bei Zimmerlautstärke müsste dann die Elektronik regelnd eingreifen, um das Klangbild beizubehalten.

  • Spannend dürfte noch die Integration meines Subwoofers werden. Bei ersten Hören gestern hatte ich den Eindruck, dass der einzelne PB12 Plus im Vergleich zu den Arendals deutlich untergeht. Kann auch an Auslöschungen mit dem fullrange spielenden Lautsprechern liegen. Hier muss ich noch messen, um das besser einschätzen zu können.
sven29da
Inventar
#45 erstellt: 13. Jun 2020, 15:24
Vielen Dank für Deinen tollen Bericht ... da liest man Begeisterung heraus und so soll es beim Kauf auch sein.

Wünsche Dir viel Spaß mit den “Monstern“
knX
Inventar
#46 erstellt: 13. Jun 2020, 23:05
Herzlichen Glückwunsch, da wirst du wohl noch viel Freude in Zukunft habe und hast du anscheinend jetzt schon-

Dass der PB12 Plus allerdings keine Schippe drauflegt, kann eigentlich nicht sein. Der haut schon ordentlich Tiefton raus, da kommen die Tower eigentlich nicht mit.
dejavu1712
Inventar
#47 erstellt: 15. Jun 2020, 18:48
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 21. Jun 2020, 09:52
Nun hat sich hier bei mir doch noch etwas getan. Da die Arendals deutlich basstärker als meine alten Elacs sind, habe ich mir konsequenteweise wieder die Raumprobleme eingehandelt, die ich beim Subwoofer erst mit einem Minidsp ausgebügelt hatte. Klar, eine hohe Trennfrequenz würde das Problem lösen, aber mal ehrlich: man kauft sich nicht solche tollen Lautsprecher, um die dann nicht auch voll zu nutzen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein neuer AVR hat Einzug gehalten, und ich habe jetzt ein Audyssey Multi XT32 an Board. Die Einmessung machte einen gewaltigen Unterschied. Der Frequenzgang wird wunderbar glatt gebügelt. Eigentlich perfekt, sollte man meinen, aber klanglich bin ich nicht ganz glücklich damit. Nachdem Audyssey fertig ist, klingt es eindeutig zu flach. Der Punch, dieser unglaubliche Schub im Tiefbassbereich fehlt anschließend fast komplett.

Da auch Messungen gefragt waren, hier mal ein Eindruck, wie die Arendals offen im Pure-Modus spielen:



Dadurch, dass meine Raummode bei 36 Hz mitgenommen wird, geht der Bass ungeregelt runter bis 25 Hz. Die Überhöhungen unterhalb von 120 Hz liegen bei fast 20 db. Wohl ein Musterbeispiel für einen wilden Frequenzverlauf. Mein Höreindruck davon: YES! Gerne mehr! Es mag von den Messwerten her unsauber sein, aber selbst bei mittleren Lautstärken machen die Überhöhungen einen mitreißenden und unglaublich spaßigen Eindruck. Der Bass ist urgewaltig, zaubert ein Lächeln ins Gesicht und zupft an den Hosenbeinen.

Nachdem Audyssey damit fertig ist, klingt es dagegen etwas nach eingeschlafenen Füßen. Messtechnisch mag der Frequenzverlauf dann zwar richtig sein, aber jeder Spaßeffekt ist verschwunden.

Ich habe deshalb mal probehalber die Audyssey-App gekauft und damit eine Housecurve definiert. Der Bass steigt darin unterhalb von 200 Hz leicht an und erreicht bei 50 Hz einen kräftigen Boost von 8db. Gemessen sieht die Kurve dann so aus:



Klangeindruck ist für meine Ohren dadurch deutlich angenehmer als mit der flachen Audyssey-Kurve. Der Eindruck von roher Bassgewalt wie beim uneingemessenen Zustand fehlt mir allerdings immer noch sehr stark.

So viel zum aktuellen Stand. Ich höre mir die eingemessenen Arendals mit dem Boost noch ein paar Tage an. Dann werde ich noch einmal auf die Elacs in Kombination mit dem neuen AVR umstecken und vergleichen. Insgesamt kann ich aber schon festhalten, dass mir das saubere Integrieren der neuen Lautsprecher schon etwas den Spaß genommen hat.
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 21. Jun 2020, 09:54
Noch ein Nachtrag:

Im Moment habe ich ja nur die beiden Arendal Tower und betreibe sie zusammen mit einem Paar Elac BS 243 als Effektlautsprecher. Eigentich war das nur als Notlösung gedacht, aber für meine Ohren klingt die Kombination erstaunlich harmonisch. Nur falls jemand vor der Frage steht, ob die beiden Lautsprechertypen zusammenpassen: Es passt!
Alberto-ArendalSound
Inventar
#50 erstellt: 24. Jun 2020, 16:56

Big_Kahuna (Beitrag #49) schrieb:
Noch ein Nachtrag:

Im Moment habe ich ja nur die beiden Arendal Tower und betreibe sie zusammen mit einem Paar Elac BS 243 als Effektlautsprecher. Eigentich war das nur als Notlösung gedacht, aber für meine Ohren klingt die Kombination erstaunlich harmonisch. Nur falls jemand vor der Frage steht, ob die beiden Lautsprechertypen zusammenpassen: Es passt!

Probiere Dynamic EQ anstatt manueller Anhebung:
https://audyssey.zen...-and-Reference-Level
Big_Kahuna
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 28. Jun 2020, 09:24
Nochmal ein Update von meiner Seite:

Wie geplant habe ich noch einmal in der Front die alten Elacs angeschlossen und mit dem neuen AVR eingemessen. Der Unterschied zum alten AVR ist wirklich gravierend. Um ganz ehrlich zu sein hätte ich nicht gedacht, dass ein aktuelles Einmesssystem so viel ausmachen kann. Der oben beschriebene dünne Klangeindruck, der mich schon länger gestört hat, ist nun komplett verschwunden. Die kleinen Elacs wurden bassiger und der Hochton etwas zurückhaltender, außerdem hat sich die Sprachverständlichkeit dramatisch verbessert. Ich habe mich spontan daran erinenrt gefühlt, warum ich mich damals für die 247er entschieden habe. Gestern habe ich bei Amazon Doctor Sleep angesehen. Eigentlich ein eher ruhiger Film, aber ich hatte mit der Anlage so viel Spaß wie seit Jahren nicht mehr. Toll!

Die nächste Erkenntnis: Der Unterschied zwischen der kleinen Elac FS 247 und den großen Arendal 1723 Towern ist weniger groß als erwartet. Nicht falsch verstehen, die Arendals sind wirklich großartige Lautsprecher. Nachdem Audyssey die gröbsten Raumeinflüsse beseitigt hat, sind die klanglichen Unterschiede trotz der unterschiedlichen Konstruktionsweisen dann aber gar nicht mehr so groß.

Klar, die Arendal können ohne Sub tiefer spielen und sind belastbarer. Auch fehlt es den Elacs etwas an Dynamik (leise Szene, bei der schlagartig ein lauter Impuls auftritt). Aber der grundlegende Klangeindruck ist doch wirklich sehr ähnlich.

Ingesamt habe ich mich deshalb etwas schweren Herzens entschieden, dass ich die Arendals zurückgeben werde.

Wenn jemand neutrale, belastbare und wunderschön verarbeitete Lautsprecher sucht und sich nicht an Größe und Gewicht stört, dem kann ich bedenkenlos zu den Arendals raten. In meinem Fall - als Upgrade zu meinen vorhandenen Lautsprechern - machen die Arendals aber nur sehr beschränkt Sinn.

Abwicklung mit dem Support von Arendal war vorbildlich. Man hat mir noch einmal Hilfe beim Setup angeboten und sich dann um die Abholung direkt bei mir Zuhause gekümmert. Morgen kommt die Spedition und nimmt die "kleinen Kartons" mit. Schade nur um den Aufwand auf allen Seiten.


[Beitrag von Big_Kahuna am 28. Jun 2020, 09:58 bearbeitet]
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