Studiomonitore oder HiFi Box,

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HarmanJBL1986
Stammgast
#1 erstellt: 01. Mrz 2005, 19:41
Hi Leute,

ich bin auch mal wieder da.

Ich hätte mal eine Frage was gibt es klanglich für einen Unterschied zwischen Studiomonitoren und HiFi Boxen? Und welchen technischen Unterschied gibt es?

Ich bin nämlich am rätseln ob ich mit für meinen kleinen Raum kleine Studiomonitore kaufen soll oder HiFi Boxen.

Was würdet ihr meinen?

MFG Flo
fireline
Stammgast
#2 erstellt: 02. Mrz 2005, 17:53

Hi Leute,

ich bin auch mal wieder da.

Ich hätte mal eine Frage was gibt es klanglich für einen Unterschied zwischen Studiomonitoren und HiFi Boxen?

Studiomonitore sind meist analytisch abgestimmt. Meist sind die auch auf eher eine kurze Abhördistanz optimiert (je nachdem wofür die gedacht sind). Unterschiede zu Hifi-Lautsprecher kann es geben oder auch nicht. Je nach Hersteller und Philosophie. Der Begriff Studiomonitor ist nicht gesetzlich geschützt und ein Studiomonitor kann genau so besch****en klingen wie eine Hifi-Box oder aber schlechter oder besser.


Und welchen technischen Unterschied gibt es?

Kann es geben muß es aber nicht. s.o.



Ich bin nämlich am rätseln ob ich mit für meinen kleinen Raum kleine Studiomonitore kaufen soll oder HiFi Boxen.


Was würdet ihr meinen?


Welche Boxen hast du schon gehört und welche fandest du am besten ? Wie groß ist der Raum ?
pfote
Stammgast
#3 erstellt: 03. Mrz 2005, 13:07
kann mich fireline nur anschliessen, auch bei "studiomonitoren" gibts solche und solche
generell ist es wohl so das bei monitoren sehr viel mehr auf linearität im frequenzgang geachtet wird als bei "hifi" boxen, ob einem das gefällt muss jeder selber entscheiden

ich hab 5 alesis monitore als surround system und bin happy damit
GOMPF
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 03. Mrz 2005, 22:59
Diese Frage würde mich auch interessieren, da ich plane 6
Behringer TRUTH B2031P Studio Monitore

http://www.behringer.com/B2031P/index.cfm?lang=ger

für ein Surround- System zu verwenden, und mich würde interessieren wie sehr sie geeignet sind zu diesem zweck.
MFG Flo


[Beitrag von GOMPF am 03. Mrz 2005, 23:04 bearbeitet]
Crazy-Horse
Inventar
#5 erstellt: 03. Mrz 2005, 23:35
Das hängt von deinen Ohren ab, also höre sie dir einfach na nur so kannst du entscheiden!
HarmanJBL1986
Stammgast
#6 erstellt: 04. Mrz 2005, 16:06
Hi,

schön das ich ein paar Antworten bekommen habe. Mein Raum 16 qm, klein also kommen eh bloß kompakte in Frage.

Studio bzw. Abhörmonitore hab ich mir deswegen gedacht, weil man damit verschiedene Instrumente gut heraushören kann. Ich bin Bassist und wollte damit verschiedenste Lieder "abhören", was genau der Bass spielt.

Ich hab gedacht das gehr mit einem Monitor vielleicht besser als mit einer normalen HiFi Box.

Sind Monitore genauso laststabil und laut wie HiFi Boxen, denn die Boxen müssten auch zu probezwecken herhalten.

Erfahrungen habe ich derzeit bloß mit meinen kleinen JBL Monitoren (Control). Aber die bringen mir zu wenig rüber.

MFG FLo
Richrosc
Inventar
#7 erstellt: 04. Mrz 2005, 16:29
Hallo,

ich rate Dir zu den Truth 2031A. Günstig, weitgehend neutral und gut.


Erfahrungen habe ich derzeit bloß mit meinen kleinen JBL Monitoren (Control). Aber die bringen mir zu wenig rüber.



Sollte dies aber in Bezug auf den Bass gemeint sein, dann wären Monitore der falsche Weg. Es sei denn, Monitor mit EQ, oder dann doch gleich LS mit Bassüberhöhung, wobei die Basssysteme diese Überhöhung auch potent wiedergeben können.

Gruß - Richard
SAG
Stammgast
#8 erstellt: 05. Mrz 2005, 10:55
Hallo,

die Frage ist nur, ob sich der finanzielle Mehraufwand für Studio Monitore lohnt.

Wenn man bedenkt, daß kleine Kompakte wie die Canton Ergo 202, Nubox 310, oder Focal 706 S ebenfalls einen sehr linearen Frequenzgang aufweisen und laur Tests fast schon Monitorqualitäten aufweisen. Gerade die beiden letzteren.

Gruß
Zweck0r
Moderator
#9 erstellt: 06. Mrz 2005, 06:54
Hi,


die Frage ist nur, ob sich der finanzielle Mehraufwand für Studio Monitore lohnt.


Behringer 2031P kosten als Paar 155 Euro, die Nubox 310 127 Euro pro Stück

Ich habe mir dank kompetenter Beratung hier im Forum die aktiven B2031 (Vorgängermodell der B2031A) zum Schnäppchenpreis von 249 Euro/Paar gekauft und das noch keinen Augenblick bereut. Vorurteile wie "langweiligen Klang" und "Mittenlastigkeit" konnte ich zumindest für mein Hörempfinden sofort widerlegen. Das ist einer der wenigen Lautsprecher, bei dem ich nicht als erstes den Höhenregler nach rechts drehe, um den "Vorhang" vor dem Hochtöner loszuwerden. Die scharfe Raumabbildung empfinde ich auch nicht als "steril", sondern als ziemlich spektakulär, fast wie eine akustische 3D-Brille.


Sollte dies aber in Bezug auf den Bass gemeint sein, dann wären Monitore der falsche Weg.


Kann ich so pauschal auch nicht bestätigen. Mein Bässeregler steht nach wie vor auf -6 dB, der Bassentzerrungsschalter auf -4 dB und ich vermisse nichts. Allerdings ist die Loudness an, die bei geringen Lautstärken Bass und Höhen anhebt, um die veränderte Gehörempfindlichkeit auszugleichen. Die Behringer haben sogar einen stärkeren Bass als die Vergleichsboxen (25 Jahre alte Grundig XM 1500), dafür gehen die Grundigs aber noch etwas tiefer herunter.

Grüße,

Zweck
Leisehöhrer
Inventar
#10 erstellt: 06. Mrz 2005, 13:06
Hi,

es kommt nicht nur darauf an ob Studiomonitor oder Hifiboxen. In beiden Bereichen gibt es gute wie schlechte Modelle. Wenn man genug Geld auszugeben bereit ist bin ich immer dafür auch unter den Studioboxen zu schauen. Und zwar weil auch dort einige interessante Modelle zu finden sind. Ich glaube übrigens nicht das man für 500 Euro mit Studioboxen besser fahren kann. Und zwar egal wie lange man auch sucht. So billig geht das nie und nimmer.
Auch die Behringer wird glaube ich nicht so gut sein können wie die besten der gleichpreisigen Hifiboxen.
Ich schätze das es erst ab 1000 Euro Paarpreis, bei den kleineren Modellen, losgeht. Boxen wie die Genelec 8030
oder Dynaudio BM 5A halte ich da für den preiswertesten Einstieg um wirklich besser zu sein wie gleichpreisige Hifiboxen.
Ich muss aber auch sagen das dies nur! eine Einschätzung von mir ist. Den Vorteil von Schallführungen beim Hochtöner sehe ich erst bei Abständen ab 2 Meter.

Gruss
Nick
Zweck0r
Moderator
#11 erstellt: 06. Mrz 2005, 16:55
Hi,


In beiden Bereichen gibt es gute wie schlechte Modelle.


Das ist mit Sicherheit richtig. Weil der Begriff nicht geschützt ist, könnte sogar Bose seine Brüllwürfel so nennen


Auch die Behringer wird glaube ich nicht so gut sein können wie die besten der gleichpreisigen Hifiboxen.


Das wiederum wage ich zu bezweifeln, zumindest bei der passiven Version. Immerhin leisten sich die Behringer keine tonalen Schwächen, die mir auffallen und haben als Bonus noch die relativ raumunabhängige, scharfe Abbildung. Nur der Bass ist nicht ganz optimal, was bei dem Flohmarktpreis und der Größe aber verzeihbar ist.

Grüße,

Zweck
Mangusta
Stammgast
#12 erstellt: 06. Mrz 2005, 17:32
Hi,

nun mal im Ernst. Welche namhaften Produktionen wurden denn hauptsächlich oder ganz mit einer Behringer 2031P oder einer Nubox 310 abgemischt ? Vermutlich genau so viele wie mit Bose, nämlich gar keine.

Und wer die Produktionsbedingungen in chinesischen Werken kennt wundert sich auch nicht über des gute Preis-/Leistungsverhältnis von Behringer.

Gruss, Mangusta
frale
Inventar
#13 erstellt: 06. Mrz 2005, 17:51
hallo
also ich habe genelecs 1029, und damit sind zig produktionen entstanden(leider auch beim bohlen). das sind aktiv-monitore. bin damit hochzufrieden, hatte noch nie so lange lautsprecher. sind sehr neutral und ehrlich und eben `echte` monitorls. aber auch wie ne lupe: schmeissen gnadenlos raus, wenn es `vorne` nicht stimmt. sind aber ansonsten leicht zum laufen zu bekommen: profi-mikrofonkabel dran, etwas besseres netzkabel, fertig. nix teure lautsprecherkabel usw.. und sehr einfach aufzustellen, da einstellbar (vernünftig per dip schalter je nach position). zudem pegelmäßig fast unkaputtbar. wenn du einmal aktivlautsprecher hattest, wirste nicht wieder zu passiv zurück wollen, bin ich mir relativ sicher.
teite
Stammgast
#14 erstellt: 07. Mrz 2005, 16:52
Hallo,


Zweck0r schrieb:
Ich habe mir dank kompetenter Beratung hier im Forum die aktiven B2031 (Vorgängermodell der B2031A) zum Schnäppchenpreis von 249 Euro/Paar gekauft und das noch keinen Augenblick bereut. Vorurteile wie "langweiligen Klang" und "Mittenlastigkeit" konnte ich zumindest für mein Hörempfinden sofort widerlegen. Das ist einer der wenigen Lautsprecher, bei dem ich nicht als erstes den Höhenregler nach rechts drehe, um den "Vorhang" vor dem Hochtöner loszuwerden. Die scharfe Raumabbildung empfinde ich auch nicht als "steril", sondern als ziemlich spektakulär, fast wie eine akustische 3D-Brille.


Ich habe sowohl die B2031A wie ein Paar Nubert nuWave35. Bei mir war der Eindruck eher umgekehrt. Im Hochtonbereich ist die Behringer der nuWave deutlich unterlegen. Die nw35 war einfach noch praesenter und besser in der Lokalisationsschaerfe. Allerdings bin ich der Meinung das die nw35 ein sehr hochwertiger Lautsprecher ist und die Behringer schon ziemlich gut fuer das Geld ist.

Im Bassbereich spielt die aktive B2031A ihren Systemvorteil (aktive Bassentzerrung, Subsonicfilter) deutlich aus. Sie spielt tiefer und druckvoller als die passive nuWave.

Im Moment benutze ich die nW35 als Front- und die Behringer als Surround-Lautsprecher. Ich finde sie passen dafuer ganz gut zusammen. Auch wenn es natuerlich etwas merkwuerdig ist, die bassstaerkeren Boxen als Rear zu benutzen.

cu,
Stefan


[Beitrag von teite am 07. Mrz 2005, 16:59 bearbeitet]
Leisehöhrer
Inventar
#15 erstellt: 07. Mrz 2005, 19:12
Hallo Stefan,

ich habe unter anderem die NuWave 35 zusammen mit den Studiomonitoren Mackie Tapco S8. Die Nuwave löst wesentlich besser auf und lässt mehr Deteils hören. Im Bass kommt sie zwar nicht ganz so tief aber auch da finde ich sie präziser. Muss wohl das gute Impulsverhalten sein.
Ich wundere mich das die Behringer im Bass so gut ist.
Wie hast du den Vergleich gemacht ? Ich frage weil mir die NuWaves auch im Bass sehr gut erscheinen. Kann aber an meinem kleinen (12 m2) Raum liegen das die Tapcos im Tiefbass nicht zeigen können was wirklich mit ihnen geht.
Ich glaube jedenfalls das die NuWave 35 sehr gute Studiomonitore für´s Nahfeld sein können.

Gruss
Nick
Zweck0r
Moderator
#16 erstellt: 07. Mrz 2005, 21:32
Hi,

hört sich interessant an. Es hätte mich bei einem Perfektionisten wie Nubert auch gewundert bzw. enttäuscht, wenn die NW35 nicht besser wäre. Immerhin kostet sie fast das vierfache der passiven Truth

Hat schon jemand NW und Truth bei etwas größerem Hörabstand (2-3 m) verglichen ? Wie gut ist dann die Ortungsschärfe, besonders bei unterschiedlich reflektierenden Seitenwänden ? Das fand ich bei der Behringer besonders beeindruckend, dass sie von der (bis jetzt noch) asymmetrischen Aufstellung (links freier Raum, rechts direkt an der Wand) nur wenig Notiz nimmt. Das Klangbild "zieht" zwar etwas nach rechts, aber im großen und ganzen ist die Mittenortung stabil.

Als Vergleich hatte ich nur meine Hifi-Klassiker-Boxen, die außer der kleinen Grundig XM 400 im Höhenbereich nicht mit der Behringer mithalten konnten. Dafür hat die XM 1500 bei ähnlichem Volumen im Bassbereich die Nase vorn. Der Bass klingt unaufdringlicher, geht aber trotzdem tiefer herunter. Der Preis für das geschlossene Gehäuse der Grundig ist aber die geringe Pegelfestigkeit.

Grüße,

Zweck
teite
Stammgast
#17 erstellt: 07. Mrz 2005, 21:35
Hallo,


Leisehöhrer schrieb:

ich habe unter anderem die NuWave 35 zusammen mit den Studiomonitoren Mackie Tapco S8. Die Nuwave löst wesentlich besser auf und lässt mehr Deteils hören.


Hmm überrascht mich ja das die nuWave auch gegen hochwertigere Monitore bestehen kann. Sind die Mackie aktiv oder passiv?


Im Bass kommt sie zwar nicht ganz so tief aber auch da finde ich sie präziser. Muss wohl das gute Impulsverhalten sein. Ich wundere mich das die Behringer im Bass so gut ist.


Naja die B2031A hat einfach Grössenvorteile beim Chassis, 22cm vs. 18cm. Dazu kommt dann noch die aktive Bassentzerrung und das Subsonicfilter was das Tieftonchassis von sehr niederfrequenten Frequenzen befreit.


Wie hast du den Vergleich gemacht? Ich frage weil mir die NuWaves auch im Bass sehr gut erscheinen. Kann aber an meinem kleinen (12 m2) Raum liegen das die Tapcos im Tiefbass nicht zeigen können was wirklich mit ihnen geht.


Ganz normal, leider konnte ich keinen direkten A/B Vergleich machen. Die Unterschiede waren aber sehr deutlich. Ich glaube, da dein Raum relativ klein ist, das die Behringer schon Spass mit den Raummoden hatte und deshalb etwas schwammiger klang. Selbst in meinem 5x4m2 Raum regt sie schon diverse Moden an was der nW35 nicht gelang.


Ich glaube jedenfalls das die NuWave 35 sehr gute Studiomonitore für´s Nahfeld sein können.


Problem bei den passiven Boxen ist einfach die nicht vorhandene schaltbare Raumanpassung (Bafflestep Entzerrung) wie bei den aktiven Studiomonitoren. Selbst bei mir zuhause nervt mich das schon sehr, da ich die Fronts nicht frei stellen kann und mir somit eine Überhöhung im Grundton einfange. :/
IMHO sind beide Lautsprecher nicht fürs Nahfeld sondern eher fürs Midfield geeignet.

cu,
Stefan
Leisehöhrer
Inventar
#18 erstellt: 08. Mrz 2005, 11:29
Hallo Stefan,

die Mackie Tapco S8 sind aktiv. Kosteten 600 Euro, 21 cm Tiefmitteltöner (Mitte bis Mitte Ring), Hochtöner mit Schallführung, 2 x 60 Watt.
Sie sind recht gross, 41 x 27,5 x 35 cm (HxBxT).
Ich glaube auch das mein Raum nicht das Potenzial dieser Boxen zeigt. Aber was ortungsschärfe angeht so kann ich die NuWave auch 3 Meter wegstellen und sie sind besser.
Wie sind denn die Ortsanpassungsmöglichkeiten der Behringer ?

Gruss
Nick
Zweck0r
Moderator
#19 erstellt: 09. Mrz 2005, 04:22
Hi,

es gibt bei der B2031 die schaltbare Bafflestepentzerrung (0, -2, -4, -6 dB), eine Höhenanpassung (+2, 0, -2, -4 dB) und ein Bassfilter für den Betrieb mit Subwoofer.

Langsam macht ihr mich richtig neugierig mit der NuWave

Leider gibt es da für mich ein K.O.-Kriterium: ich plane mit der Behringer einen Quasi-Wandeinbau, eine Riesenschallwand mit zusätzlichen Bässen. Wenn ich das richtig verstanden habe, nutzen gut konstruierte Boxen ohne Schallführung wie die NW aber die Kantenbrechungen mit, um ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten zu erzielen. Ich hätte dann mit einer größeren Schallwand zwar einen direkteren Grundton, dafür wäre aber die Abstrahlung im Mittenbereich versaut

Grüße,

Zweck
Leisehöhrer
Inventar
#20 erstellt: 09. Mrz 2005, 15:20
Hi,

ich höre die NuWave 35 ständig im Nahfeld. Das geht sehr gut. Das Nahfeld ist in verschiedenen Räumen nicht immer gleich. Ich habe die NuWave auf 1,2 bis 1,5 Meter anhören können ohne das einer der Beiden Treiber herauszuhören war.
Ich glaube bis 1,5 Meter dürfte mit vielen Hifi Kompaktboxen gehen.

Gruss
Nick
Soundcraft-1
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 12. Mrz 2005, 21:03

HarmanJBL1986 schrieb:
Hi,

Ich bin Bassist und wollte damit verschiedenste Lieder "abhören", was genau der Bass spielt.

MFG FLo



...da kannste eigentlich nur einen Studio-Monitor nehmen. Im gleichen Preissegment schafft ein klassischer Hi-Fi-Speaker nicht annähernd die notwendige Dynamik.

Da ich privat eigentlich nur Pop/Rock/Heavy höre, habe ich generell Studio-Monitore. Trockene Bässe und knallharte Riffs. Dynamik und Transparenz ohne Ende. Da gehen, außer den Klassik-Fetischisten, jedem die Ohren auf.
Richrosc
Inventar
#22 erstellt: 12. Mrz 2005, 22:21
Hallo JBL-4730A,


...da kannste eigentlich nur einen Studio-Monitor nehmen. Im gleichen Preissegment schafft ein klassischer Hi-Fi-Speaker nicht annähernd die notwendige Dynamik.


Selten so einen Quatsch gelesen.

Gruß - Richard
teite
Stammgast
#23 erstellt: 13. Mrz 2005, 00:36
Hallo,


Zweck0r schrieb:

Langsam macht ihr mich richtig neugierig mit der NuWave

Leider gibt es da für mich ein K.O.-Kriterium: ich plane mit der Behringer einen Quasi-Wandeinbau, eine Riesenschallwand mit zusätzlichen Bässen. Wenn ich das richtig verstanden habe, nutzen gut konstruierte Boxen ohne Schallführung wie die NW aber die Kantenbrechungen mit, um ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten zu erzielen.


Also das ist mit der nuWave eventuell etwas schwierig da sie ja schon eine überstehende Schallwand mit abgerundeten Kanten hat. Beim Betrieb im Regal wird in der Anleitung jedenfalls empfohlen die überstehende Schallwand in jedem Fall aus dem Regal schauen zu lassen. Ich nehme auch an, das die Weiche speziell für diese Schallwand optimiert ist.

Nichtdesdotrotz wäre es einen Versuch wert. Aber Korrekturen im Frequenzgang ( neuer Baffle-Step, andere Kantenbrechungen) wären IMHO unausweichlich.

Wieviel Grad willst du denn die Boxen mit den grossen Schallwänden auf den Hörer ausrichten?

Btw, ich habe den Frequenzgang meiner nW35 auch etwas mit einem EQ (Ohringer DEQ2496) angepasst. Einmal Bassboost mit Subsonicfilter und den durch meine Aufstellung überhöhten Grundton etwas reduziert. Seitdem klingen tiefe Stimmen nicht mehr so extrem dunkel.

cu,
Stefan


[Beitrag von teite am 13. Mrz 2005, 00:41 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#24 erstellt: 22. Mrz 2005, 04:49
Hi,

ich hatte mir überlegt, eine geknickte Schallwand zu verwenden, damit die Box nicht zu dick wird. Der direkt auf den Hörplatz ausgerichtete Teil der Schallwand kommt nach innen. Ich hoffe, dass das dan trotzdem noch in etwa die gleiche positive Wirkung auf den Bafflestep hat wie eine gerade breite Schallwand.


Nichtdesdotrotz wäre es einen Versuch wert. Aber Korrekturen im Frequenzgang ( neuer Baffle-Step, andere Kantenbrechungen) wären IMHO unausweichlich.


Wenn das die einzigen Probleme wären Ich habe neulich die Schallwandgröße der Nubox 310 mit dem Tolvan-Tool simuliert. Die Schallwand bündelt (Buckel im Direktschall, Senke ab ca. 30 Grad horiontal) genau da, wo die "Tannenbaum"-Aufweitung ist. Ich gehe davon aus, dass das Absicht ist und ein bündiger (Quasi-)Wandeinbau die Directivity der Box gründlich verhunzen würde.

Ob ein leicht vorstehender Wandeinbau das Problem lösen oder wieder andere Dreckeffekte heraufbeschwören würde, weiß ich leider nicht.

Grüße,

Zweck


[Beitrag von Zweck0r am 22. Mrz 2005, 04:49 bearbeitet]
teite
Stammgast
#25 erstellt: 23. Mrz 2005, 00:46
Hallo,


Zweck0r schrieb:
ich hatte mir überlegt, eine geknickte Schallwand zu verwenden, damit die Box nicht zu dick wird. Der direkt auf den Hörplatz ausgerichtete Teil der Schallwand kommt nach innen.


Kann mir aus deiner Beschreibung irgendwie nix vorstellen.


Wenn das die einzigen Probleme wären Ich habe neulich die Schallwandgröße der Nubox 310 mit dem Tolvan-Tool simuliert. Die Schallwand bündelt (Buckel im Direktschall, Senke ab ca. 30 Grad horiontal) genau da, wo die "Tannenbaum"-Aufweitung ist. Ich gehe davon aus, dass das Absicht ist und ein bündiger (Quasi-)Wandeinbau die Directivity der Box gründlich verhunzen würde.

Ob ein leicht vorstehender Wandeinbau das Problem lösen oder wieder andere Dreckeffekte heraufbeschwören würde, weiß ich leider nicht.


Tja grade Nubert verwendet ja sehr komplexe Weichen die ziemlich auf das Gehäuse und die Chassis hin optimiert sein dürften. Modifikationen am Baffle haben dann vermutlich grosse "Seiteneffekt".

Wäre es in deinem Falle nicht eher sinnvoller ein Selbstbau 3-wege Aktiv-Projekt nach dem Vorbild von US oder AH zu starten?

cu,
Stefan
Tantris
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 23. Mrz 2005, 09:11
Hallo,

einige Korrekturen:



Studiomonitore sind meist analytisch abgestimmt. Meist sind die auch auf eher eine kurze Abhördistanz optimiert


Das ist natürlich falsch. Monitore gibt es für beinahe jeden Hörabstand, wobei die Monitore für sehr kurze Hördistanzen am Markt immer mehr an Bedeutung verlieren, so meine Wahrnehmung, und sich Monitore für mittlere Hörabstände durchsetzen (Mid-Field-Monitore wie die genannten Behringer). Monitore für große Hördistanzen sind meist teuer und nicht so häufig zu finden. Leider wird der Begriff "Nahfeldmonitor" im Profi-Bereich zuweilen unscharf verwendet und schließt Mid-Field-Monitore mit ein.



Also das ist mit der nuWave eventuell etwas schwierig da sie ja schon eine überstehende Schallwand mit abgerundeten Kanten hat.


Abgerundete Kanten sind akustisch leider meist viel weniger wirksam als allgemein angenommen, weil die Rundung viel zu klein ist. Die Rundung kann nur in dem Bereich wirken, wo der plan auf der Schallwand eingebaute Hochtöner im Rundstrahlbereich betrieben wird, also muß die Rundung so groß sein, daß in diesem Frequenzbereich eine Beugung ohne Reflexionen möglich ist - bei 3 kHz reden wir hier von Größenordnungen um 5...10 cm, die der Radius der Rundung betragen müßte! So groß ist übrigens auch der Radius der Schallführungen, neudeutsch Waveguides, die den Schall gleich dort, wo er erzeugt wird, vernünftig bündeln.

zu zweck:



Wenn ich das richtig verstanden habe, nutzen gut konstruierte Boxen ohne Schallführung wie die NW aber die Kantenbrechungen mit, um ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten zu erzielen.


Ein wirklich gleichmäßiges Abstrahlverhalten kann man so natürlich nicht erreichen, aber es wäre denkbar, daß die Kantenreflexionen bei der Abstimmung des Freifeldübertragungsmaßes berücksichtigt worden sind. Eine solche Box wird bei Wandeinbau natürlich in der Abstimmung verzerrt, eine Entzerrung dürfte schwer sein. Bei Boxen mit Schallführung im Hochtonbereich ist das viel einfacher, da er Schall im relevanten Frequenzbereich (2...7kHz) ja ohnehin "keine Schallwand sieht". Bei denen muß man sich eigentlich nur um den Bafflestep und dessen Entzerrung kümmern, soweit mir bekannt ist, reichen die eingebauten Ortsentzerrungen in den Aktivmonitoren nicht aus, diese sind (was ja auch alltagstauglich ist) auf einen gewissen Wandabstand hin berechnet, man erhält also bei Wandeinbau eine Überhöhung zwischen der Einsatzfrequenz der Entzerrung und dem tatsächlichen Baffle Step.

Gruß, T.
Zweck0r
Moderator
#27 erstellt: 29. Mrz 2005, 04:05
Hi,

@teite:

Die Schallwand hatte ich mir ungefähr so vorgestellt (orange = Behringer Truth):



Das wäre dann die linke Box. In der Mitte wäre dann noch genug Platz für den Fernseher (später Leinwand ).


Wäre es in deinem Falle nicht eher sinnvoller ein Selbstbau 3-wege Aktiv-Projekt nach dem Vorbild von US oder AH zu starten?


Ich habe schon ältere Lautsprecher, die nach diesem Ideal (neutraler Halbraumstrahler) gebaut sind. Mir gefällt auch der unverfärbte Klang dieser Bauart, aber Ortungsschärfe ist damit nur schwer zu realisieren. US's Aufstellung über Eck und Hören im Nahfeld ist mit einem Heimkino leider nicht zu vereinbaren

@Tantris:

Das sind die Ergebnisse von Edge bei einer Box mit den Abmessungen der Nubox 310 (nur Hochtöner 25 mm), bei 0, 45 und 76 Grad horizontal:





Die Bafflestepkompensation war immer die gleiche. Wenn der Buckel unter 0 Grad bei 2 kHz in der Weiche geplättet wird, ergeben sich bei 76 Grad 4 dB Dämpfung durch die Kanten. Genau an der Stelle ist auch die stärkste Einschnürung im Isobarendiagramm (Homevision 3/05). Die größte Aufweitung im Mittenbereich liegt bei über 3 kHz.

Grüße,

Zweck
teite
Stammgast
#28 erstellt: 01. Apr 2005, 00:15

Zweck0r schrieb:
Die Schallwand hatte ich mir ungefähr so vorgestellt (orange = Behringer Truth):



Interessant. Meinst du die einseitig grössere Schallwand bringt so viel? Allerdings hast du so das Directivity Problem von Riesenschallwände gelöst, du hast eine nach innen gerichtete Abstrahlung und musst die Box nicht einwinkeln.

Kann man dieses Boxengehäuse irgendwie simulieren? Die anderen Löcher in der Schallwand nehmen Basschassis für ein DBA ein, nehm ich an?

cu,
Stefan
Zweck0r
Moderator
#29 erstellt: 01. Apr 2005, 02:40
Ich wüßte kein Programm, das so einen Knick in der Schallwand simulieren könnte Aber der Tiefenunterschied verglichen mit einer geraden, nach innen gedrehten Riesenschallwand ist ja höchstens 20 cm ganz außen. Bei den hier interessanten Wellenlängen (Grundtonbereich) sollte das (hoffe ich einfach mal ) nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Die Lage der Chassis am Rand scheint auf den Bafflestep selbst keinen Einfluss zu haben. Im Gegenteil scheint sie sogar besser zu sein. Hier die Simulation einer Schallwand (0.6 x 2 m) mit vier 25-cm-Chassis nach dem Bild oben, nur eben ohne Knick:



Die gleiche Schallwand noch einmal, diesmal sind die Chassis horizontal in der Mitte angeordnet und nicht am Rand:



Der Bafflestep ist offenbar gleich, aber wenn die Chassis in der Mitte liegen, kommt noch ein hässlicher Buckel bei 400 Hz dazu.


Die anderen Löcher in der Schallwand nehmen Basschassis für ein DBA ein, nehm ich an?


Jup. DBA und Zylinderwelle bis 200 Hz nach dem Vorschlag von US.

Der einzige Haken an der Sache ist, dass ich das hintere Array tiefer trennen muss und mir damit wahrscheinlich Phasengurken einhandle Naja, einfach drauflosbaschteln Vielleicht klappts ja, wenn ich das hintere Array ab 50 Hz sanft mit 6 dB/Oktave ausblende und ab 200 Hz steilflankig trenne bzw. das bei 200 Hz getrennte Signal von den Frontbässen nehme und dann durch Delay und 50-Hz-Tiefpass schicke.

Ich drehe einfach so lange an Delayzeit, Pegel und Filtern herum, bis an den hinteren Lautsprechern bei allen Frequenzen möglichst minimaler Schalldruck herrscht Was dann noch krumm ist am Frequenzgang, wird mit dem Ultracurve erschlagen.

Grüße,

Zweck


[Beitrag von Zweck0r am 01. Apr 2005, 02:54 bearbeitet]
teite
Stammgast
#30 erstellt: 03. Apr 2005, 19:47
Hallo,


Zweck0r schrieb:
Ich wüßte kein Programm, das so einen Knick in der Schallwand simulieren könnte :(


Mit welchem Programm machst du denn deine bisherigen Simulationen?

Bezüglich der Riesenschallwand wäre vielleicht eine nach innen gebogene reine Wand interessant. Aber keine Ahnung wie man eine solche gebogene Schallwand selber herstellen kann. Ich weiss nur das sich die nuWaves von Nubert dank der gebogenen Schallwand mit den überstehenden Kanten extrem gut anhören.




Die anderen Löcher in der Schallwand nehmen Basschassis für ein DBA ein, nehm ich an?


Jup. DBA und Zylinderwelle bis 200 Hz nach dem Vorschlag von US.


Zylinderwelle? Was soll das denn sein?

Btw, hab heute mal meine Behringer B2031A im Garten ähm Freifeld durchgemessen. Werde die Diagramme morgen ins Web stellen.

cu,
Stefan
Zweck0r
Moderator
#31 erstellt: 03. Apr 2005, 20:43
Hi,

hier der Ursprungs-Thread mit US's Vorschlägen: http://www.hifi-foru...m_id=104&thread=1413

Zylinderwelle ist im Prinzip nur eine eindimensionale ebene Wellenfront: http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-8119-3.html

Das Simulationsprogramm gibt es hier:
http://www.tolvan.com/edge/


Ich weiss nur das sich die nuWaves von Nubert dank der gebogenen Schallwand mit den überstehenden Kanten extrem gut anhören.


Irgendwie habe ich so das dumpfe Gefühl, dass die sich nicht nur wegen der gebogenen Schallwand gut anhören

Irgendwo in dem Billig-Neutral-Thread gab es auch eine Frequenzgangmessung der passiven 2031, sogar unter verschiedenen Winkeln. Im Nubert-Forum war auch eine verlinkt im Vergleich mit der NW 35. Da stand zwar nicht direkt bei, dass es die Behringer ist, aber Herr Nuberts Formulierung ("preiswerter Studiomonitor" oder etwas in dem Sinne) und der zum Vergleich abgedruckte, geglättete Beipack-Frequenzgangschrieb, der mir ziemlich bekannt vorkam, lassen die Vermutung plausibel erscheinen.

Dummerweise finde ich den Link nicht mehr

Grüße,

Zweck
georgy
Inventar
#32 erstellt: 03. Apr 2005, 20:50

Ich weiss nur das sich die nuWaves von Nubert dank der gebogenen Schallwand mit den überstehenden Kanten extrem gut anhören.


Das ist nur ein Aspekt, dann kommt es noch auf das Rundstrahlverhalten der Chassis und auf die Frequenzweiche an.

Zu Nubert bekommst du natürlich am besten Infos im Nubert-Forum http://www.nubert-forum.de/nuforum/


[Beitrag von georgy am 03. Apr 2005, 20:52 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#33 erstellt: 03. Apr 2005, 21:09
Doch noch gefunden

Hier ist die Frequenzgangmessung von Nubert: http://content.nubert.de/gnubert/NahfeldMonitor5_u_nuWave35.png

Grüße,

Zweck
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