Klassik hören - aber wie?: klassische Musik und Hifi

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GalloNero
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Sep 2005, 13:44
Hallo zusammen !
Ich bin erst vor einigen Monaten auf das Thema klassische Musik gestoßen. Seitdem möchte ich alles darüber wissen und natürlich auch viel (in hinreichend guter Qualität) davon hören. Während meiner Recherchen bin ich natürlich sehr schnell auf Euer großartiges Forum gestoßen. Bisher habe ich mich noch nicht aktiv beteiligt, aber fleißig in der Rubrik "Musik->Klassik" geschmökert.

Damit ihr alle versteht worum es mir wirklich geht, möchte ich euch kurz erzählen, wie ich zur klassischen Musik kam.
Ich hatte mir bei einer großen, deutschen, ursprünglich auf Lebensmittel spezialisierten Einzalhandelskette für wenig Geld einen MP3-fähigen CD-Radio-Recorder besorgt. Dieser sollte im Skiurlaub für etwas musikalische Untermalung sorgen. Und in der Zeit zwischen den Urlauben wollte ich das Gerät ins Schlafzimmer stellen, klassische Musik hören und dazu lesen...

Nun, drei Dinge habe ich sehr schnell gelernt:
1. Ich liebe klassische Musik.
2. Klassische Musik eignet sich nur selten als Hintergrundsmusik zum Lesen.
3. Klassische Musik (und auch andere Musik) macht auf der Dose, die bei mir im Schlafzimmer steht, nur sehr bedingt Spass.

Heute höre ich meine Klassik weitgehend über einen wohl recht vernünftigen portablen Kopfhörer, man nennt ihn "Koss porta Pro". Der hängt abwechselnd an meinem Notebook oder an meinem MP3-Player. MP3! Vermutlich stellen sich jetzt bereits die ersten Nackenhaare auf, aber das bringt mich dem Thema schon etwas näher. Ich habe schon viel gelernt. Ich habe gelernt, daß sich Aufnahmen sowohl in klanglicher Qulität, wie auch in der Interpretation massiv unterscheiden können. Auch Stimmungen spielen bei mir eine große Rolle. Ein Gustav Mahler wirkt während eines winterlichen Spaziergangs unter verschneiten Eichen anders als im heimeligen, aber doch eher engen Wohnzimmer. Und Ich habe gelernt, das meine in die Jahre gekommene Okyo Surround-Anlage beim abspielen einer Video-DVD entzücken kann, einem echten Konzertsaal allerdings nur wenig entgegenbringt.

Nun beginne ich darüber nachzudenken, wie ich dem Thema klassische Musik, in Bezug auf technische Ausrüstung, zukünftig entgegentreten möchte. Mangels Raum und begrenzter finanzieller Mittel kommt ein Musikzimmer mit 50.000 EURO Anlage nicht in Frage. Im Vergleich zum Koss porta Pro möchte ich mich jedoch deutlich verbessern. Nur fehlt mir hier jeglicher Ansatz. Meine erste Idee (spart Platz und Raum) wäre ein verünftiger Player (SACD, AUDIO-DVD fähig), ein Kopfhörer-Verstärker nebst geeignetem Hörer. Doch was bedeutet geeignet? Muss der Verstärker wirklich sein? Höre ich, und wenn, unter welchen Umständen, einen Unterschied zwischen MP3, CD, SACD oder DVD. Wer möchte mich von der Kopfhörer-Lösung abbringen? Warum? Was ist von schnurlosen digitalen Geräten zu halten? Was muss ich beim Thema Klassische Musik grundsätzlich beachten. Brauche ich wirklich spezielle Geräte für klassische Musik? Worin liegen die Unterschiede? Wer kann den Unterschied zwischen einer 2.000 Euro und einer 20.000 Euro Anlage raushören? Könnte ich das auch?

Ich hoffe ich bin in der richtigen Rubrik gelandet und wünsche mir eine lange, ausschweifende jedoch sachliche Diskussion, bei der der Bezug zur Klassik nicht verloren gehen sollte.

Grüße
Gallo
lydian
Stammgast
#2 erstellt: 26. Sep 2005, 14:18
Hallo Gallo,

GalloNero schrieb:

Höre ich, und wenn, unter welchen Umständen, einen Unterschied zwischen MP3, CD, SACD oder DVD.


Zunächst: MP3, CD, SACD und DVD sind keine Qualitätsstufen (zumindest nicht im üblicherweise gebrauchten Wortsinne). Zum Thema MP3 kann ich mich nicht äußern, da ich ehrlich gesagt mich noch nicht durchringen konnte, das anzuhören. Es gibt, was die Klangqualität betrifft, sehr gute CDs die in den 50er Jahren aufgenommen wurden und grottenschlechte, die sich mit der Bezeichnung DDD meinen zu schmücken. Gleichfalls gibt es SACDs, die schlechter klingen als eine gute CD. Das Format alleine macht keinen guten Klang, entscheidend ist die/der Tontechnik/er, die/der dafür verantwortlich zeichnet. Natürlich macht es Sinn, sich einen Multiformat-Player zuzulegen, da ist mal für alles gerüstet.


GalloNero schrieb:

Wer möchte mich von der Kopfhörer-Lösung abbringen? Warum?

Ich , zumindest wenn es als Dauerlösung gedacht ist. Für mich ist das Hören via Kopfhörer ein Surrogat zum "richtigen" Hören, das gleichwohl viel Freude bereiten kann, jedoch einige Aspekte des Hörerlebnisses vermissen lässt - vor allem im Bassbereich. Bei der von dir aufgeworfenen Frage spielt es auch eine große Rolle, ob du bezüglich der Abhörlautstärke durch die Mitbewohnerschaft bzw. Nachbarschaft eingeschränkt wirst. Lass dir sagen, dass Mahlers 2. oder 5. über eine potente, tiefbassfähige Anlage ganz anders klingen als im Kopf. Der Bauch hört mit.


GalloNero schrieb:

Was muss ich beim Thema Klassische Musik grundsätzlich beachten. Brauche ich wirklich spezielle Geräte für klassische Musik?


Eher nein, gerade bei den von dir genannten Komponenten. Was Lautsprecher betrifft, so gibt es schon Fabrikate, die für den Klassikhörer eher ungeeignet sind.


GalloNero schrieb:

Worin liegen die Unterschiede?

Worin liegen die Unterschiede zwischen einem Rolls-Royce und einem VW Golf? Viel Handarbeit und kleine Stückzahlen auf der einen, Fließbandproduktion in Massen auf der anderen Seite. Bei Hifi-Geräten kommt in der gehobenen Klasse noch viel Entwicklungs- und Abstimmungsarbeit hinzu. Auch die Frage ob integrierte Bauweise (Chips) oder aus hochwertigen Bauteilen diskret aufgebaute Platinen spielt bei der Preisgestaltung eine sehr große Rolle.


GalloNero schrieb:

Wer kann den Unterschied zwischen einer 2.000 Euro und einer 20.000 Euro Anlage raushören? Könnte ich das auch?


Geld macht keinen Klang. Wenn die Kette stimmig aufgebaut ist, kann jedoch jeder den Unterschied zwischen den genannten Preisklasse hören. Ich bin vor einigen Jahren von einer 3000€-Kette zu einer 15.000€-Kette gewechselt. Es ist nicht vergleichbar. VW Golf gegen Mercedes S-Klasse halt.

Das wichtigste bei der ganzen Sache ist jedoch die "Software". Nichts mutet mir seltsamer an als die High-End-Freaks, die ihre 25 Tonträger nach Anblas-, Anreiß- oder sonstigen Geräuschen durchhören. Der Wert der Anlage sollte in einem reellen Verhältnis zum (angestrebten) Wert der Tonträgersammlung stehen. Wichtig ist die Musik, die Technik ist nur das Vehikel.

Viele Grüße,
Steff


[Beitrag von lydian am 26. Sep 2005, 14:22 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#3 erstellt: 26. Sep 2005, 15:10
Hallo Gallo!

Vielleicht nennst Du mal Dein Budget sowie die Größe des Raumes, in dem Du ggf. Lautsprecher aufstellen könntest.
Bei begrenztem Budget und/oder kleinem Raum und/oder hellhörigen Nachbarn würde ich Dir durchaus zu einer Kombi aus Quelle (CD-/SACD-Player) und Kopfhörer (ggf. ergänzt um einen Kopfhörerverstärker) raten. Letztere dürfe in sehr hochwertiger Form für gut 1.000,- Euro zu haben sein, wenn Du Neugeräte nimmst.

Schönen Gruß

Hüb'
weiß_nix
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 27. Sep 2005, 09:09

GalloNero schrieb:

Heute höre ich meine Klassik weitgehend über einen wohl recht vernünftigen portablen Kopfhörer, man nennt ihn "Koss porta Pro". Der hängt abwechselnd an meinem Notebook oder an meinem MP3-Player. MP3! Vermutlich stellen sich jetzt bereits die ersten Nackenhaare auf, aber das bringt mich dem Thema schon etwas näher.

Bevor ich joggen gehe oder auch beim Radfahren, ziehe ich mir häufig ein Klassik-CD auf den MP3-Player. Also weiter so, Hauptsache du findest es in Ordnung.

GalloNero schrieb:

Was muss ich beim Thema Klassische Musik grundsätzlich beachten. Brauche ich wirklich spezielle Geräte für klassische Musik?

Ich habe mal gehört, dass Boxen mit tendenziell weichen Bässen als Klassikboxen bezeichnet werden. Da halte ich aber selbst nichts davon. Was bei anderen Musikrichtungen stimmt, stimmt auch hier. Beim (Probe-)hören solltest du auf Transparenz achten. Kannst du die einzelnen Instrumente unterscheiden? Lassen sich z.Bsp. Celli, Bässe und Pauke unterscheiden, wenn sie abwechselnd oder gleichzeitig spielen? Das gleiche gilt in den Höhen. Klingt die Piccoloflöte wirklich spitz und kann sie sich gegen die anderen Instrumente durchsetzen? Natürlich hängt das auch von der Aufnahme ab, also Vorsicht!
steinbeiser
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 27. Sep 2005, 09:56
Hallo Gallo,

wenn du einen groben Überblick darüber haben möchtest, wie breitgefächert klassische Musik ist, höre dir KLASSIK-RADIO an. Das ist ein deutschlandweit über Kabel zu empfangener Radiosender. Die Frequenzen kannst du bei denen auf der Homepage nachschauen:

www.klassikradio.de


Hoffe, die geholfen zu haben.

CIAO.
Martin
lydian
Stammgast
#6 erstellt: 27. Sep 2005, 11:46

steinbeiser schrieb:
[...] höre dir KLASSIK-RADIO an.



Und ich rate davon ab. Ein Schnipselsender.

Gruß,
Steff
hogo
Stammgast
#7 erstellt: 27. Sep 2005, 12:02

Wer kann den Unterschied zwischen einer 2.000 Euro und einer 20.000 Euro Anlage raushören


Ein ganz heikles Thema, über daß es ganz unterschiedliche Meinungen gibt. Wie schon angedeutet, gibt es da die Klasse von Golf und Mercedes. Soweit das Fahrzeug. Jetzt kommt der Fahrer, mit ganz unterschiedlichen Ansichten, Bedürfnissen und Fähigkeiten. Sieht man von der Wirkung als evtl. Statussymbol bei einem Mercedes und spielen die Anschaffungskosten keine Rolle, dann kann sogar ein Golf dem Fahrer mehr seinen realen Ansprüchen genügen. Möchte er ein bisschen Luxus dazu haben, landet er vielleicht in der Mittelklasse, beim Passat oder so. Kauft just dieser Fahrer sich einen Mercedes, ist er über das Ziel hinausgeschossen. Er wird die Vorzüge dieses Wagens nie ganz erkennen. Das Mehr an Luxus erkennt jeder beim Mercedes, aber was den fahrtechnischen Unterschied ausmacht wohl eher wenige. Ganz drastisch wird es bei den Luxus-Sportwagen.

Beim Hören gibt es ähnliche Verhältnisse bei Ansichten, Bedürfnissen und Fähigkeiten.

Erstmal das Hörvermögen:
Der Großteil erwachsener Hörer hat einen Abbau im hohen Frequenzbereich zu verzeichnen. Insofern werden hohe Frequenzen anders wahrgenommen, mehr über die Hautsensoren, als über das Gehör. Bei den tiefen Frequenzen ist es ähnlich. Hier verlagert sich das ganze zum Körperschall (Wahrnehmung im organischen Bereich). Da das Hörempfinden durch unterschiedliche Einschränkungen sehr verschieden ist, läßt sich hier keine klare Regel aufstellen.

Differenzierendes Gehör:
Ganz einfach gesagt ist das die Fähigkeit feinste Details aus einem komplexem Schallbild herauszuhören. Einfach ausgedrückt, bezogen auf die Musik: Man kann den abweichenden Anstrich einer Geige in einem Orchester wahrnehmen.
Ein differenzierendes Gehör beruht auf Fähigkeit und langwierigem Training und ist ein komplexes Zusammenspiel von Ohr und Gehirn. Technisch ausgedrückt hat ein differenzierendes Gehör eine höhere Detailauflösung.
Nun ist diese Fähigkeit nicht nur ein Segen. Erstmal ist eine Anlage, die entsprechend abbildet, in der Regel sehr teuer. Andererseits kann man mit solcher Anlage teilweise wahnsinnig werden, wenn in einer Konserve ein Fehler steckt, den man immer und immer wieder raushört. Ich spreche aus eigener Erfahrung (Ausbildung klassischer Sänger mit entsprechender Entwicklung). Ich selbst habe mich wieder zu einer "Mittelklasse-Anlage" heruntergeschraubt, um entspannter hören zu können. Geht vielen meiner Kollegen so.

Daraus ergibt sich eine schwere Disziplin:
Der objektive A/B-Vergleich.
Man setzt sich also bei einem Händler ins Studio und läßt sich die verschiedenen Objekte zu Gehör bringen. Am besten, man arbeitet sich langsam von "unten" nach "oben" rauf, immer im Wechsel (A/B). Irgendwann kommt der Punkt, wo Unterschiede kaum mehr wahrnehmbar sind und nur noch Nuancen sich bemerkbar machen.
Manchmal ist man dann erstaunt, wie weit "unten" man sich noch befindet und trotzdem ein, für sich selbst, gut empfundenes Klangbild vorfindet. Aber mit Rücksicht auf die zukünftige Schulung des Gehörs, würde ich im Zweifel eine Stufe höher in Betracht ziehen.

Tipp: Zum Probehören sollte man eigenes Hörmaterial mitnehmen.

Gruß hogo
schumi65
Stammgast
#8 erstellt: 27. Sep 2005, 13:55
@lydian schrieb zum Thema "Klassikradio":


Und ich rate davon ab. Ein Schnipselsender.


Nur weil der Sender ein breit gefächertes Angebot hat, ist er noch lange kein "Schnipselsender". Ich finde, das Klassikradio derzeit einer der hörenswertesten Sender in Deutchland ist.
Aber die Gedanken sind ja bekanntlich frei, daher darf jeder seine Meinung vertreten.

Ansonsten finde ich auch, daß es durchaus legitim ist, auch mal Klassik als MP3 zu hören, das mache ich in der Firma auch, da mir nur das Laptop zur Verfügung steht.
Zu Hause genieße ich dann, wenn ich wirklich hinhören und abschalten will,auf der "richtigen Anlage", bevorzugt als SACD. Wobei meine Teile in Summe knappe 2000DM gekostet haben. Dennoch ist der Klang, vielleicht auch durch die zufällig günstige Raumgeometrie in Verbindung mit dem Equipment, recht ordentlich. Vergleichstests bei mir zu Haus mit höherpreisigen Anlagen konnte ich bisher noch nicht vornehmen.
Von daher ist eine Diskussion über den Anschaffungspreis sehr gewagt und hilft, glaube ich, Gallo nicht wirklich weiter.

Im übrigen höre ich auch sehr viele Klassik über Kopfhörer, die, wie bereits hier erwähnt, ruhig höherpreisig sein sollten.

Letztendlich vermag niemand von uns ein Patentrezept abzugeben. Es gilt die Devise "Testen, probieren, vergleichen". Nicht jede CD gefällt, andere wieder mehr, und so sieht es auch mit der Technik aus. Da kann man nur versuchen probezuhören und zu vergleichen. Wobei dann auch der persönliche Geschmack eine wesentliche Rolle spielt. -Der eine mag basslastige Musikwiedergabe, der nächste hört lieber weichere Klänge...
Das ist eine never ending story.
lydian
Stammgast
#9 erstellt: 27. Sep 2005, 14:14

schumi65 schrieb:

Nur weil der Sender ein breit gefächertes Angebot hat, ist er noch lange kein "Schnipselsender".


Darum geht es nicht. Aber es werden oft nur Ausschnitte, einzelne Sätze aus einem Werk gesendet (deshalb "Schnipsel"), und das kann ich nun mal nicht ab.

Aber klar, jeder wie er mag.

Gruß,
Steff
GalloNero
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Sep 2005, 20:37
Hallo Freunde der klassischen Musik!

Ich bin begeistert. Mit solch einer Flut von Antworten in so kurzer Zeit hätte ich nicht gerechnet - mit der Budget Frage schon eher.

Nun, ich habe an dieser Stelle bewußt keine Angaben gemacht und möchte dies auch nicht wirklich tun. Mich interessieren grundsätzliche Meinungen. Geld ist hier erst mal nachrangig. Als Weintrinker weiß ich, daß ein hoher Preis kein Garant für Qualität sein muss. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Tröpfchen was taugt, wenn ich ein paar Mark mehr hinlege und echte Qualität hat meistens auch ihren Preis.
Wenn ich beim Weinvergleich bleibe und Eure wirklich aussagekräftigen Antworten hinzuziehe, fällt mir folgendes auf: Offensichtlich ist es beim Hören wie beim Schmecken. Die Fähigkeit das hochwertige Produkt zu schätzen muss erlernt werden. Ein Einsteiger kann vermutlich einem Erstgewächs aus Bordeau genau soviel abgewinnen, wie ich dem Mercedes unter den Hifi-Anlagen. Das fängt natürlich schon bei der von lydian angesprochenen Software an. Wenn ich die Fülle an Werken betrachte, stehe ich zwar hier immer noch am Anfang, aber eben dieser ist gemacht. Bei der Hardware benötige ich nach wie vor Eure Hilfe. Ich vermute allerdings, daß beim Wein, wie bei einer vernünftigen Hifi-Lösung irgendwo die Liebhaberei, vielleicht auch Fanatismus, beginnt. Was ich mir unter keinen Umständen anschaffen möchte ist ein Statussymbol (weder beim Wein noch bei der Anlage, beim Wein aber schon eher ). Es geht mir um die "Software" die ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglichst in Szene setzen möchte - und das für mich (und manchmal auch meine liebe Frau) ganz alleine. Das Gesamtpaket muss stimmen. Ein guter Wein verlangt auch nach einem schönen Glas, evtl. einer geeignete Karaffe - die Lagerung nicht zu vergessen, Themparatur, Stimmung...

...ich schweife ab.

Nun, als DaimlerChrysler Mitarbeiter werde ich vermutlich mal bei einer A-Klasse einsteigen. Oder erst mal die Kopfhörer Lösung? Also, wie von Hüb angeregt, kurz mal zu meiner Situation. Ich habe ein Wohnzimmer ca. 4,5m auf 5,5m, wenig verwinkelt. Da steht ein Onkyo Receiver mit 5 + 1 Boxen. Alle, bis auf den Subwover, sehr klein. Der Receiver trägt die Bezeichnung TX-DS555. Was ich dafür bezahlt habe, weiß ich nicht mehr, aber ich habe gelernt, daß dies zweitrangig ist. Die von weiss nix und hogo angesprochene Transparanz kann ich nicht immer wahrnehmen aber der Verkäufer hat damals auf jeden Fall was von "diskret" gefaselt. Nun, mein Wohnzimmer möchte ich nur ungern zum Musikzimmer umfunktionieren. Warum? Ich bin stolzer Vater zweier Racker im alter von 3 und 6 Jahren. Vieleicht kann der eine oder andere nun auch die angestrebte Kopfhörer-Lösung nachvollziehen. Da hätten die von lydian und hogo angesprochenen Hautsensoren und der Bauch natürlich nicht wirklich viel davon. Aber meisten nehmen mir die Racker entweder die Ruhe zum wohnzimmerlichen Musikvergnügen oder sie verlangen nach Ruhe für den Schlaf und dies steht nun wieder im krassen Gegensatz zu der von lydian angesprochenen, mit Gustav Mahler gefütterten, potenten, tiefbassfähigen Anlage. Für die wenigen Momente in denen ich Haut und Bauch befriedigen könnte (ich denke da auch an die Gänsehaut) würde ich dies natürlch gerne mit ordentlichem Equipment tun. Jens macht mir hier Mut. Seine Ausführungen passen irgendwie zu meinem TX-DS555. Dort habe ich noch 2 Boxenausgänge übrig. Was haltet ihr davon diese für zusätzliche "Klassik"-Boxen zu nutzen und die 5.1er dem Spielfilm zu überlassen. Oder wird Klassik heute bereits mit 5.1 gehört? Sichwort Audio-DVD. Ihr seht ich stehe ganz am Anfang, aber eben dieser ist zu machen. Für meinen Geldbeutel wünsche ich mir eine flache Lernkurve.

Fürs erste werde ich allerdings in mein Arbeitszimmer, daß ich zur Bibliothek umfunktionieren möchte, ausweichen müssen und dort die angesprochene Kopfhörer Lösung anpeilen. Wirklich böse scheint das ja nicht zu sein, oder Steff? Auch hier werd ich dann wohl nicht ums Probehören rumkommen. Gegen konkrete Tips hab ich trotzdem nichts einzuwenden.

Ich freue mich auf eine weiterhin gute Diskussion - und das mit dem Klassik-Radio werden wir vermutlich unter dem Thema Geschmacksache ablegen müssen. Ich höre schon seit einiger Zeit hin und wieder rein und muss sowohl steinbeisser als auch lydian recht geben. Mann bekommt recht schnell einen schönen Überblick aber ich mag es auch, wenn sich Sender wie SWR2 oder Bayern4 intensiv mit einem Werk beschäftigen und dieses vor allem vollständig spielen. Wer Filmmusik mag, kommt um Klassikradio natürlich nicht rum. Ich allerdings interessiere mich vor allem auch für die Geschichten hinter der Musik und da weiß die "echte" Klassik natürlch unendlich viel zu erzählen. Ein Film natürlich auch - aber lassen wir das, wir wollten über Hifi-Lösungen sprechen!

In diesem Sinne
Euer MP3 hörender Gallo (danke "weiss nix")...

...denn auf die "Software" kommt es an!
lydian
Stammgast
#11 erstellt: 27. Sep 2005, 21:21
Hallo Gallo,


GalloNero schrieb:
Ich bin stolzer Vater zweier Racker im alter von 3 und 6 Jahren. Vieleicht kann der eine oder andere nun auch die angestrebte Kopfhörer-Lösung nachvollziehen.


Aber klar. Mein Jüngster ist 8. Und auch wenn er meinen Musikgeschmack weitgehend teilt, muss unter der Woche ab 20 Uhr Ruhe herrschen.


GalloNero schrieb:

Dort habe ich noch 2 Boxenausgänge übrig. Was haltet ihr davon diese für zusätzliche "Klassik"-Boxen zu nutzen und die 5.1er dem Spielfilm zu überlassen. Oder wird Klassik heute bereits mit 5.1 gehört?


Hier bin ich konservativ und bevorzuge nach wie vor Stereo. Auch das Softwareangebot ist ja diesbezüglich unvergleichlich größer. Ein Versuch mit zwei hochwertigen Boxen lohnt sicher. Jedoch kann ich zu den Fähigkeiten des Receivers nichts sagen.


GalloNero schrieb:

[...] und dort die angesprochene Kopfhörer Lösung anpeilen. Wirklich böse scheint das ja nicht zu sein, oder Steff? Auch hier werd ich dann wohl nicht ums Probehören rumkommen. Gegen konkrete Tips hab ich trotzdem nichts einzuwenden.


Böse wäre höchstens, klassische Musik weiterhin über die 5.1-Böxchen zu hören

Konkreter Tipp zu Kopfhörern: Grado Reference z. B. Auch wenn das eher S-Klasse ist....:
http://www.uhu.ch/set.htm?/deutsch/kopfhoerer/grado.htm

A-Klasse-Kopfhörer gibt es auch von Sennheiser, AKG, Beyerdynamic....und die Rolls-Royce unter den Kopfhörern heißen Stax. Ohne vergleichendes Hören sollte man sich da nicht entscheiden. Für eine erste Orientierung:
http://www.testberic...hoer-kopfhoerer.html

Gruß,
Steff
Hüb'
Moderator
#12 erstellt: 28. Sep 2005, 05:22
Hi!

Für Hinweise über Kopfhörer würde ich auf den Kopfhörerbereich des Forums verweisen. Da ist viel Kompetenz zu diesem Thema versammelt.

http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browse&forum_id=110

Gerne wird der Sennheirser HD 650 für klassische Musik empfohlen. Er kostet im Netz knapp 300,- Euro (UVP 400,-). Ich habe mich ebenfalls für diesen Kopfhörer (KH) entschieden und diese Entscheidung bisher auch nicht bereut.

Allerdings behaupten viele Nutzer, dass er sein volles Potential nur bei Verwendung eines speziellen Kopfhörerverstärkers ausspielen kann.

Empfehlensgeräte wären beispielsweise

G 99 www.lake-people.de
Geräte von www.amity.de
oder Verstärker von www.meier-audio.homepage.t-online.de

Dazu ein CD-/SACD-Spieler und eine hervorragende high-endige Kopfhhörerkette ist komplett. Der Kopfhörerverstärker muss natürlich nicht sofort angeschafft werden. Auch an einem normalen KH-Ausgang klingt der HD 650 schon überdurschnittlich.

Alternativ vielleicht das kleine Stax-Set 3010

http://www.fl-electronic.de/neuklang/staxsrs3010.html

welches aber eine andere Klangcharakteristik als eine Kombi mit einem dynamischen KH (wie dem Sennheiser) aufweist. Hier kann nur ein persönlicher Hörtest Aufschluss geben.

Grüße

Frank


[Beitrag von Hüb' am 28. Sep 2005, 07:09 bearbeitet]
Tommy_Angel
Inventar
#13 erstellt: 28. Sep 2005, 10:15
Hallo, endlich mal eine Diskussion, die nicht so aggressiv daherkommt....hoffen wir, daß es dabei bleibt.

Gallo, Du solltest bedenken, daß der Anspruch mit stetigem Hören steigt (wie beim Wein, schon von Dir richtig erkannt). Und es ist auch richtig, daß eine hochwertige Anlage die Unzulänglichkeiten der Soft-ware (CD's) erst richtig zum Hören bringt.

Mein Vorschlag deshalb: mit einem guten Vollverstärker beginnen, der ruhig teuer sein darf und daran vielleicht die Nubert 35 hängen, die im Zusammenspiel mit dem zugehörigen Equalizer sehr gute Kritiken bekam (das kostet dann für die Lautsprecher 500,--, für den Equalizer 250,--).

Gehört habe ich DIESE Boxen zwar noch nicht, jedoch hat Nubert einen guten Ruf, tolle Kritiken und Du hast 8 Wochen Rückgaberecht mit dem Vorteil, dies in Deinen eigen vier Wänden auszuprobieren, ähnliche Kompaktboxen/Equalizer bzw. subwoofer Kombis habe ich allerdings schon gehört und halte sie, bei begrenztem Platz, für die bessere Lösung als Standboxen! Habe im Haus selbst drei solcher Anlagen.

Weiter solltes Du dann den Ausgang Deines Onkyo mit dem Verstärker verbinden um Radioempfang zu haben oder einen extra Tuner kaufen, der nicht mehr als 200,-- kostet (denk daran, ab 2010 ist UKW wech, dann gehts nur noch über Kabel mit dem Zeugs, also nicht zuviel investieren!). Dies mit Hinblick auf "Klassik lernen" und den entsprechenden Rundfunkprogrammen.

Schließlich kann man später noch einen CD-Player dazukaufen, solange nutzt Du den des Onkyo.

Und nun zum Kopfhörer. Ich habe schon verstanden, daß Lärm nach 20.00 Uhr ein Problem ist. Dann hol Dir einen Sennheiser oder Beyer bis 250 EURO, da wirst Du immer Qualität kriegen (Superqualität kostet 350 bis 400).

Und dann...höre...da kommst nit drum rum...und irgendwann werden dann (vielleicht in einer annern Wohnung) bessere Lautsprecher folgen und die alten gehen ins Arbeitszimmer zur Zweitanlage.

So kann man nach un nach, je nach Geldfluß upgraden!

Gruß
steinbeiser
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 28. Sep 2005, 12:06
Naja, das vollständige Orchesterwerke im Radio aufgeführt bzw. gesendet werden, ist relativ selten. Da muss man schon Glück haben und eine Live-Übertragung erwischen.

Ansonsten könnte man noch die Regionalen Klassik-Sender (NDR-Kultur; WDR-...) usw. hören, die bringen aber meines Wissens nur sehr wenig New-Classic (Filmmusik; Chillout).

Hätte nicht gedacht, dass das Wort "Klassikradio" eine solche Diskussion hervorbringt. Aber schlimm ist es ja alle mal nicht....

Grüße von

MARTIN
Martin2
Inventar
#15 erstellt: 28. Sep 2005, 16:30
Hallo Gallo,

also ich mag das Klassikradio auch nicht so gerne, weil ich Werke nun mal gerne vollständig höre. Meine Lieblingssendung im Radio ist das ARD Nachtkonzert. Dort werden Werke nicht verhackstückt. Wenn Du eine Gelegenheit findest, Dir das mitzuschneiden ( denn Nachts schläft man ja in der Regel), wäre das eine gute Idee. Ich schneide es mir ziemlich häufig mit ( mit meinem Minidiskrekorder). Allerdings nicht das ganze Nachtkonzert, denn das geht von 0 Uhr bis 6 Uhr morgens. Da habe ich dann am nächsten Tag viel schönes zu hören ( ich nehme mit zweifacher Kompression auf, da ist der Klang noch ganz gut und es gehen 160 Minuten auf eine Disk). Habe gerade jetzt im Sommer oft im Park gesessen und mit mit meinem portablen Minidiskrekorder am nächsten Tag den ersten Teil des ARD Nachtkonzerts angehört.

Was Anlagen anbetrifft, bin ich absolut kein Experte. Ich habe eine billigere Anlage, die auch schon so 15 Jahre alt sein könnte, mit der ich aber ganz zufrieden bin. Meine Onkyoboxen haben mal 400 Mark gekostet, mein Yamahaverstärker auch 400 Mark. Also mit CD Player so um die 1000 Mark.

Meine Freundin hat einen Techniksverstärker, der mal so 700 Mark gekostet hat. Dazu hat sie sehr große, aber sehr billige Boxen, die mal so 50 Mark gekostet haben. Das finde ich nicht so vernünftig, denn der Klang der Anlage wird damit verschenkt. Aber sie will keine anderen. Ich habe mal meine Boxen an ihre Anlage angeschlossen und das klang hervorragend und hatte einen wunderbar warmen Klang.

Ich wollte mir dann auch so einen Techniksverstärker kaufen. Nur leider sagte mit dann der Verkäufer, daß Anlagen mit so einem warmen Klang heute nicht mehr hergestellt würden. Da habe ich dann vom Erwerb einer neuen Anlage Abstand genommen. Vielleicht ist der Klang ja auch nicht natürlich, aber mir hat er wunderbar gefallen. Übrigens kam hinzu, daß der Raum wegen Umzug vollkommen leer war, das könnte auch etwas dazu bei getragen haben, daß mir das so gut gefiel.

Meine Boxen habe ich damals mit verschiedenen Boxen in der Preislage verglichen und meine hatten den mit Abstand natürlichsten Klang. Deshalb habe ich sie auch gekauft. Daß das ganze natürlich klingt, ist bei Klassik denke ich schon sehr wichtig.

Zum Thema Kopfhörer: Ich finde, das ist kein Ersatz für das Hören über Boxen. Nicht nur wegen den Bässen, sondern auch wegen der unnatürlichen Raumwirkung ( im Kopf Lokalisation), die Du über Kopfhörer hast. Und Klassikaufnahmen im "Kunstkopfstereo" ( ja, das gibt es) habe ich noch nie gesehen. Kann mich nur an Hörspiele im Kunstkopfstereo erinnern, die ich ganz faszinierend fand.

Wie auch immer, und was auch immer Du in eine Anlage zu investieren bereit bist, ich finde es wichtig, daß Klassikaufnahmen natürlich klingen und einen tendenziell warmen Klang haben. Von etwas, was "unnatürlich brilliant" klingt, würde ich Abstand nehmen. Das kann bei Pop ja klasse klingen, würde aber bei Klassik die Atmosphäre, die sehr wichtig ist, zerstören.

Gruß Martin
teleton
Inventar
#16 erstellt: 29. Sep 2005, 06:37
Hallo GalloNero,

von MP3 für Klassik halte ich nicht so viel, da ich klassische Musik gerne unkomprimiert von CD/SACD höre.
Dann weis man was man hat !!!
Aber MP3 ist nicht gleich MP3 --- es kommt auf die Komprimierungsrate an - alles was unter 128kBit/s vorliegt wird klar hörbar schlechter, besser sind MP3-Dateien mit 160kBit/s oder 192KBit/s. Im NewAge - Bereich habe ich mir von guten MP3-Files schon viele CD´s als reine CD-Platten "zurückgebrannt" und die Qualität ist phänomenal gut !
Aber wir sind beim Thema Klassik und da haben wir doch eigendlich mit MP3 gar nichts zu tun (nur für Mitnahmegeräte OK) - man kauft sich eine Klassik-CD und hat was man braucht !

Deinen ONKYO-Receiver halte ich für OK, da kannst Du einen TOP-Kopfhörer anschließen.
Da Du wegen deiner Familie nicht laut über Boxen, die schon Standboxen sein sollten, hören willst/kannst ist ein guter Kopfhörer angesagt. Es ist von Hüb mit dem Sennheiser HD650 oder auch der HD600 schon eine TOP-Empfehlung genannt worden. Aber es geht auch noch preiswerter --- mein AKG K500, auch der gleiche und neuere AKG K501 kostet als Listenpreis 199,-€, den gibt es auch noch wesentlich günstiger und der bringt alles was man sich an natürlicher Orchesterklangwiedergabe wünschen kann.
Ein atequater CD-Player sollte die NP 500,-€ - Marke schon übersteigen um alles aus einer Klassik-CD raußzuholen.

Jetzt ist gute Software, also gute CD´s angesagt und da bietet dieses Forum eine Menge an Anregungen !
Hüb'
Moderator
#17 erstellt: 29. Sep 2005, 07:12

teleton schrieb:
Ein adäquater CD-Player sollte die NP 500,- Euro-Marke schon übersteigen um alles aus einer Klassik-CD raußzuholen.


Hallo Wolfgang!

Über diese Aussage lässt sich allerdings trefflich streiten (was ich an dieser Stelle aber nicht tun will). Dazu sollten wir auf den Hifi-Teil des Forums verweisen.
Die von Dir genannten AKG-KH hätten übrigens den Vorteil, dass man aufgrund der eher niedrigen Impedanz besser ohne Kopfhörerverstärker auskommt. Interessant erscheinen mir auch die beiden neuen AKG-Modelle 601 und 701. Gerade letzterer macht einen ungeheuer edlen Eindruck.

Schönen Gruß

Hüb'
GalloNero
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 29. Sep 2005, 19:12
Ihr seid phantastisch!

Vor meinem geistigen Auge zeichnet sich ein langfristiger Plan ab:

Zunächst werde ich mir wohl einen Kopfhörer zulegen. Beim Grado Reference bekomme ich zwar glasige Augen aber der HD650 oder die AKG Modelle passen da schon eher zu meinem Geldbeutel. Was hier allerdings zum Problem werden könnte ist die offene Bauweise. Ich möchte ihn nicht nur in der geplanten "Bibliothek" sondern auch mal im Wohnzimmer nutzen. Da kommen mir dann Störfaktoren wie laufende Fernsehgeräte und redende Ehefrauen in den Sinn. Oder noch schlimmer: ich werde selbst zum Störfaktor. Aber es ist sicher kein Zufall, das ihr fürs Klassikhören Kopfhörer mit offener Bauweise empfehlt.

Nun denn, den Kopfhörer meiner wahl werde ich dann mal abwechselnd am Onkyo-Receiver, direkt am ebenfalls in die Jahre gekommenen und Euch bisher verschwiegenen Onkyo CD-Player und zum Spaß auch mal am Notebook durchtesten. Mal sehen ob ich unterschiede feststellen kann. Über die Anschaffung eines KH-Verstärkers denke ich dann nach, wenn ich dazugelernt habe.

Ja das mit der Lernkurve und der/den wachsenden Anlage(n) (oder Ketten, wie der Profi sagt ) gefällt mir gut. Wenn dann die "Bibliothek" tatsächlich Wirklichkeit wird, dann muss wohl ein separater Player fürs ruhige Stübchen her. Bin schon gespannt, ob ich unterschiede raushören kann. Ich denke an Vergleiche wie "CD auf Player alt" gegen "CD auf (hoffentlich hochwertigem) Player neu" oder CD vs. SACD bzw. DVD-Audio. Ach ja, was haltet ihr eigentlich von DVD-Audio? Ich hoffe ich steche hier nicht in ein Wespennest.

Tja und dann kommt vermutlich die Stunde der Wahrheit. Entweder es hört sich für mich immer noch alles gleich an oder ich werde doch noch zum Hifi-Freak. Nubert Boxen oder Vergleichbares an meinen Onkyo und dann langsam wachsen schwebt mir da vor (Das Thema 5.1 scheint ja bzgl. Klassik vom Tisch). Passenden Equalizer dazu... ...Hmmm!

Apropos Equalizer. Ich entnehme sowohl diesem als auch anderen Foren bzw. Empfehlungsseiten immer wieder den Hang zu sehr alten Aufnahmen. Es besteht sicher kein zweifel, das diese Aufnahmen interpretatorisch von sehr hoher Bedeutung sein können. Ich habe mir aus Interesse mal eine solche ältere Aufnahme besorgt und muss sagen, dass das mit der mir zur Verfügung stehenden Ausrüstung kein Vergnügen ist. Transparenz und Differenzierbarkeit wäre mir, und darauf Zielen ja auch Eure Empfehlungen ab, sehr wichtig. Diese Aufnahme ist nun eher das Gegenteil von Transparanz. Was passiert nun mit solch einer alten Aufnahme wenn ich mein Equipment verbessere. Kann ich dann erst dann etwas Brauchbares aus der Aufnahme herrausholen oder wird mir dann die Kluft zwischen damals und heute noch Bewußter?

Euer Gallo
lydian
Stammgast
#19 erstellt: 29. Sep 2005, 19:41
Hallo Gallo,


GalloNero schrieb:
Ich entnehme sowohl diesem als auch anderen Foren bzw. Empfehlungsseiten immer wieder den Hang zu sehr alten Aufnahmen.


Zu dieser Fraktion darf ich mich auch zählen. Aber was ist sehr alt? Es gibt Aufnahmen, die älter als 100 Jahre sind, sogar von Johannes Brahms am Klavier existiert ein akustisches Dokument. Für mich beginnen die wirklich gut klingenden Aufnahmen mit der Einführung von Deccas FFRR-Technik ca. 1950. Vorher war es technisch nicht möglich, richtig tiefe Frequenzen aufzuzeichen. Ein gelungenes Beispiel dieser Epoche: Die Sinfonien von Vaughan-Williams unter Adrian Boult.
Die Einführung von Stereo brachte zwar eine neue Dimension in der Tonaufzeichnung, nach meiner Meinung jedoch nicht unbedingt eine klangliche Verbesserung. Es klingt anders. Allerdings gibt es ab ca. 1960 keine Aufnahme mehr, die in echtem Mono produziert wurde.
Gerade bei Aufnahmen aus den 50er/60er Jahren besteht oft ein großer Unterschied darin, ob es sich um eine Studio-oder Live-Aufnahme handelt. Beispiele: EMIs Studioproduktionen vom Anfang der 50er Jahre mit der Callas klingen nicht schlecht; bei vielen Live-Aufnahmen aus dem gleichen Zeitraum glaubt man jedoch, einem Kurzwellen-Sender zu lauschen.


GalloNero schrieb:

Ich habe mir aus Interesse mal eine solche ältere Aufnahme besorgt und muss sagen, dass das mit der mir zur Verfügung stehenden Ausrüstung kein Vergnügen ist.


Ich empfehle mal eine CD aus der Decca-Reihe "The Originals". Billig zu haben, Aufnahmen vorwiegend aus der Stereo-Anfangszeit, meist superber Klang, besser als fast alle Aufnahmen aus der digitalen Frühzeit.



GalloNero schrieb:

Was passiert nun mit solch einer alten Aufnahme wenn ich mein Equipment verbessere. Kann ich dann erst dann etwas Brauchbares aus der Aufnahme herrausholen oder wird mir dann die Kluft zwischen damals und heute noch Bewußter?


Der zweite Fall wird eintreten.

Gruß,
Steff
peet_g
Stammgast
#20 erstellt: 29. Sep 2005, 21:25

GalloNero schrieb:

Apropos Equalizer. Ich entnehme sowohl diesem als auch anderen Foren bzw. Empfehlungsseiten immer wieder den Hang zu sehr alten Aufnahmen. Es besteht sicher kein zweifel, das diese Aufnahmen interpretatorisch von sehr hoher Bedeutung sein können. Ich habe mir aus Interesse mal eine solche ältere Aufnahme besorgt und muss sagen, dass das mit der mir zur Verfügung stehenden Ausrüstung kein Vergnügen ist. Transparenz und Differenzierbarkeit wäre mir, und darauf Zielen ja auch Eure Empfehlungen ab, sehr wichtig. Diese Aufnahme ist nun eher das Gegenteil von Transparanz. Was passiert nun mit solch einer alten Aufnahme wenn ich mein Equipment verbessere. Kann ich dann erst dann etwas Brauchbares aus der Aufnahme herrausholen oder wird mir dann die Kluft zwischen damals und heute noch Bewußter?


Hallo!

Interessante Frage!

Im Unterschied zu lydian würde ich hier zunächst sagen, es kommt darauf an. :-)

Hörst du den Klang, akustische Dokumente, den Sound, technische Eigenschaften der Aufnahme, dann wirst du bei dem Fortschritt der Technik auch im weiterem unterstützt, d.h. je besser die technische Seite der Aufnahme und je besser dein Equipment, desto mehr passen sie zueinander. Wenn sie stark auseinander gehen, dann passen sie nur bedingt zusammen.

Wenn du allerdings Musik hörst, die Interpretation, dann wirst du mit dem besseren Equipment auch die Möglichkeit bekommen, den alten Klang zu steuern, so daß du dich auf den künstlerischen Beitrag konzentrieren kannst. Hauptsache du willst es! :-)

Mir persönlich ist ein altes Tondokument mit der einmalig guten Interpretation viel mehr wert als eine perfekt ausgesteuerte Aufnahme mit der 08/15 künstlerischen Qualität. Und sehr viele alte Aufnahmen sind eben unersetzbar.

Gruß
vismars
Stammgast
#21 erstellt: 29. Sep 2005, 22:02
1. Zum KH-Thema:

Denk mal über einen Stax nach, wenn du das Kopfhörer Thema abschliessend lösen willst. Es gibt sie allerdings nicht geschlossen ..
Für mich spielt Transparenz bei Klassik eine sehr große Rolle. Dazu kommt natürlich noch die Neutralität in den Klangfarben.
Leider sind viele Dynamische Kopfhörer nicht in der Lage die feinen Obertonstrukturen von akustischen Instrumenten ausreichend gut abzubilden.
Es wurde ja hier wieder der Fiktive High-Ender erwähnt, der nach Störgeräuschen auf seinen 25 Cds sucht.. Ich finde es schon interessant, wenn ich über meinen Beyer DT 880 bei Jean-Yves Thibaudet : Eric Satie Piano das Pedal nicht höre, oder nur bei sehr leisen Stellen. Wenn ich dann den Stax aufsetzte und selbst bei den lauteren Stellen deutlich die Mechanikgeräusche vom Pedal höre, dann freut mich das.
Nicht weil ich gerne Pedale höre. Es stellt sich bei so einem Kopfhörer bei mir einfach ein anderes Grinsen ein, das kann man aber schlecht "messen". So kleine Nebengeräusche sind leicht nachvollziehbar und dienen mir deshalb als Hinweis auf die Fähigkeiten oder Unfähigkeiten von Schallwandlern.

2. Lautsprecher : Nahfeld

Die Erfahrung die ich noch beisteuern wollte:
Es macht zum Teil ganz erheblich mehr Spass eine gut aufgenommene Klassikaufnahme in Nahfeld-Aufstellung etwa auf Studio-Monitoren zu hören.
Durch die Nähe zum Lautsprecher ist das Verhältnis zwischen Diffus- und Direktschall sehr günstig und es wird eine unheimlich realistische Bühnendarstellung möglich.
Weiterer Vorteil ist, dass durch die Nähe auch der Gesamtschallpegel niedriger ausfallen wird, als wenn auf 4 Meter entfernten Standlautsprechern gehört wird.
Wer noch nicht Nahfeld gehört hat sollte das meines Erachtens auf jeden Fall mal probieren, auch wenn es am Anfang sehr ungewöhnt ist, auch beim Lautsprecher-Hören wieder auf einen so kleinen Raum eingeschränkt zu sein.

My 2 Cents.

mfg Tom
Tommy_Angel
Inventar
#22 erstellt: 30. Sep 2005, 09:13
Gallo,

kauf Dir die aktuelle Stereoplay, 10/05. Das ist eine Hifi-Zeitschrift, die kostet 4,80.

Auf dieser klebt eine CD mit Aufnahmen aus der Living-Stereo Zeit. Dann weist, was wir meinen!

Gruß
GalloNero
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 30. Sep 2005, 10:41
Tommy, ich danke Dir. Bin praktisch schon auf dem Weg zum Zeitschriftenhändler.
Bis bald
Gallo
Gantz_Graf
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 01. Okt 2005, 12:29

GalloNero schrieb:
MP3! Vermutlich stellen sich jetzt bereits die ersten Nackenhaare auf

Hierzu will ich meinen Kommentar abgeben.

Nein, da sträuben sich bei mir nicht die Nackenhaare. Grund:Wenn man es richtig macht, wird eine Unterscheidung zwischen Original und komprimiertem Format (mp3, ogg vorbis, div. andere) unmöglich.

Die Szene, die sich damit beschäftigt, treibt sich bei Hydrogenaudio.org herum. Das Mittel, Unterschiede/Transparenz (man hört keinen Unterschied) nachzuweisen ist statistischer Art. Anhand von problematischen Samples wird mit Hilfe von sog. blind listening tests statistisch ausgewertet, wie oft man bei der Erkennung von Original/Kopie richtig lag.

Ob also ein Cinch-Kabel 2 oder 2000 Euro gekostet hat ist irrelevant. Relevant ist, ob es hörbare, statistisch erfassbare Unterschiede gibt.

Für das angesprochene mp3 gilt Lame als der Encoder der Wahl. Mit der Einstellung -V2 (--preset standard) wurde eine Voreinstellung etabliert, bei der sich kaum jemand findet, der in seiner Umgebung Unterschiede heraushören kann. Das mp3 bewegt sich dann übrigens so bei 190 kbps. Man nimmt bei Qualitätsanforderungen VBR-presets, dann entscheidet der Encoder, bei welchen stellen eine höhere und bei welchen eine niedrige Bitrate gebraucht wird. (Bei digitaler Stille nimmt er z.B. 32 kbps)

Fazit: Wenn keine dummen, technischen Fehler gemacht werden (z.B. Transkodieren von einem verlustbehafteten Format ins andere), kann man auch mp3 als Quelle nehmen.

Klar ist natürlich, dass der Rest der Infrastruktur stimmen muss, falls zum Beispiel der PC die Sound-Ausgabe macht. So schwören viele auf Soundkarten von M-Audio.

Nun noch mein Kommentar zu 5.1: Ich habe KEINE Ahnung davon und ich bleibe da Betonkopf. Mein naives Hirn sagt mir, dass ich nur 2 Ohren habe. Was aber nervt, ist: Aus meinem Fernseher kommen immer bei Jingles so komische Phasenverschobene Klänge raus. Das muss wohl 5.1 auf Stereo sein.


[Beitrag von Gantz_Graf am 01. Okt 2005, 12:37 bearbeitet]
Aristipp
Stammgast
#25 erstellt: 02. Okt 2005, 08:57
Zur KH-Frage: Die Senns sind sicher eine gute Marke (und Stax ist sauteuer aber wirklich Spitzenklasse), aber ich würde dir ebenfalls ans Herz legen, auch mal die neuen Sonys (MDR-SA) anzuhören. Gerade was differenzierten Klang angeht, sind die wirklich gut (habe im Stereo-Forum einen Hörbericht gepostet). Ansonsten hilft bekanntlich nur eins: Selber hören! Und as Wichtigste: Man hat einen Riesenspaß, wenn man ein so großes und interessantes Feld wie klassische Musik neu erkundet.

Grüßle,
Matthias
GalloNero
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 02. Okt 2005, 12:25
Hallo zusammen!

Also daß freut mich erstmal, dass ich mit meinen MP3s (wobei ich die ja auch nur unterwegs höre) nicht alleine dastehe. Und es freut mich, dass ich offensichtlich (fast) alles richtig mache. Als informatiker sind mir die Grundprinzipien zwar klar, ich habe mich aber noch nie so intensiv mit dem Thema beschäftigt wie Gantz_Graf. Ich habe mal versucht mit dem mir zur Verfügung stehenden Equipment einen unterschied zwischen 192 KBPS, 320 KBPS und dem original wav rauszuhoeren. Als mir dieses nicht möglich war, habe ich mich für 192 entschieden. Das mit -V2 werd ich mal versuchen. Ob eine SACD noch einmal einen richtigen Schub bringt wuerde mich noch interessieren. Aber diese Frage läßt sich für mich vermutlich nur und ausschließlich im Selbstversuch beantworten.

@aristipp - die Sonys sind auf der liste. Vielen dank für den Tip. Und das wichtigste werde ich mit Sicherheit nie wieder aus den Augen bzw. Ohren verlieren - die Musik. Wenn ich bedenke, das ich mich letztes Jahr noch mit Techno, Hip Hop und Stromgitarre zugedröhnt habe...

...nicht daß ich diese Musik nun plötzlich ablehne, aber die Klassik eröffnete mir ganz neue Horizonte. Heute genieße ich die Musik wie einen alten Wein. Ich erkunde und genieße sie. Und ich danke Tomy Angel für den Living Stereo Tip. Ist ein echtes Erlebnis und musste sofort an die Anfänge meiner Weinliebhaberschaft (was nun schon ettliche Jahre zurückliegt) denken. Wie fast alle meine heutigen Weinfreunde habe ich damals mit Überseeweinen und italienischen Supertoskanern begonnen. Man trank was hip war. Je teurer diese Weine wurden, je makelloser wurden Sie. Nahezug perfekt. Volle Frucht, rund, weich - makellos. Und es ist eben diese Makellosigkeit dieser Weine, die mich heute oft unendlich langweilt. Was ich heute im Wein suche ist Charakter. Da dürfen auch mal ein paar Ecken und Kanten dabei sein. Ich bilde mir ein, beim Hören dieser Living Stereo Aufnahmen eben dieses wahrzunehmen - Charakter! Nun, die Aufnahmequalität dieser Living Stereo Beispiele ist der alten Furtwängler-Aufnahme, in die ich mal reinhören durfte, haushoch überlegen, aber wenn ich an meine Weine denke, könnte ich mir tatsächlich vorstellen, irgendwann so weit zu sein um auch hier noch wesentlich deutlichere Abstriche in Kauf zu nehmen. Noch bin ich nicht soweit, aber da wären wir wieder beim Thema Lernkurve...

Ich für meinen Teil werde mir auf jeden Fall die eine oder andere Living Stereo Aufnahme zulegen. Tommys Empfehlung kam auch genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach einem gescheiterten Versuch zu Jahresbeginn, habe habe ich erst vor eineigen Wochen wieder begonnen, mich mit Puccini, Verdi und Wagner dem Thema Oper zu nähern. Auch hier gibt es viel zu entdecken. In kürze werde ich wohl in den Genuß meiner erste Live-Oper kommen. AIDA steht auf dem Spielplan. Ich bin mal gespannt, wie ich nach diesem Abend meinbe Konserven betrachte.

Bis denn
Gallo
Aristipp
Stammgast
#27 erstellt: 02. Okt 2005, 13:17
Da hier schon mehrfach der Vergleich "Klassik hören ist wie Wein trinken" gekommen ist, hier noch meine bescheidene Meinung dazu:

Vom Genusswert stimmt der Vergleich sicher , aber ich würde doch sagen, dass es auch mit dem Schmecken und dem Hören gewisse Unterschiede gibt: Die Hifikomponenten sollen den "Originalklang" so echt wie möglich auf die Ohren bringen, gerade das, was man bei manch anderen Musikrichtungen als positives Sounding sehen kann, ist mE für Klassikhörer ein Greuel, ja ein Gräuel. Aus diesem Grund KANN man zwar auch mit billigen Lautsprechern, CD-PLayern und Verstärkern glücklich werden, aber je billiger, desto verzerrter und "weniger rein" ist die Wiedergabequalität, das kann man meist schon so sagen.

Deshalb würde ich gerade bei Grados sehr vorsichtig sein. Die klingen zwar sehr beeindruckend, aber sie haben doch einen recht starken "Eigenklang", der für den Sucher nach dem wahren Klang doch ziemlich störend sein kann.

Ach ja, und noch etwas ganz anderes: Um den "klassischen Horizont" zu erweitern, gibt es eine sehr kostengünstige und dabei noch völlig legale Möglichkeit, um an gute Aufnahmen in CD-Qualität zu gelangen: Die meisten Stadtbibliotheken haben eine wohlsortierte Diskothek, aus der man sich gerne bedienen kann!


[Beitrag von Aristipp am 02. Okt 2005, 13:19 bearbeitet]
Gantz_Graf
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 02. Okt 2005, 14:33

GalloNero schrieb:
Das mit -V2 werd ich mal versuchen.

Übrigens: Erste Adresse für Encoder-Binaries ist http://www.rarewares.org/
martin
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 04. Okt 2005, 13:02
@Gallo Nero

auf was es bei Lautsprecherwiedergabe ankommt - auch speziell bei Klassik - , wird in diesem Thread in AHs Beiträgen anschaulich vermittelt.

http://www.hifi-foru...=990&back=&sort=&z=1

In diesem Zusammenhang auch nochmal vismars Aussage zum Nahfeldhören vergegenwärtigen.

Grüße
martin

P.S. Die 'Living Stereo's sind aufnahmetechnisch schon so 'kompakt', wie es wohl zur dammaligen Zeit eben üblich war. Mit der SACD-Reihe dieser alten Aufnahmen, zumindest wenn sie 3-kanalig daherkommen -und auch so abgespielt werden können- wird es etwas besser.
Da wird sich mit einem besseren Equipment nicht viel ändern können. Ich pers. kaufe so was nur aus interpretatorischen und Repertoire-Gründen.
Vom Klangbild her präferiere ich pers. transparente durchhörbare Orchesteraufnahmen aus der heutigen Zeit.
teleton
Inventar
#30 erstellt: 05. Okt 2005, 05:49
Hallo Klangfreunde,

die von Thomy Angel empfohlene Ausgabe STEREOPLAY 10/05 habe ich als alter Abbonent der Stereoplay auch.

Was die Klangqualität angeht mit der 3Kanal-Technik und Livig Stereo muß ich allen beipflichten, doch was Stereoplay da für ein einseitiges Material liefert nur mit Gesang ist überhaupt nicht mein Geschmack - absolut verfehlte CD-Beilage von Stereoplay.

Da auch die Klassik-Rezensionen in der STEROPLAY in den letzten Jahren rapide nachgelassen haben und auf eine Doppelseite geschrumpft sind überlege ich jetzt mein ABO zu kündigen !


[Beitrag von teleton am 05. Okt 2005, 05:50 bearbeitet]
Tommy_Angel
Inventar
#31 erstellt: 05. Okt 2005, 13:49
Ich habe nie gesagt, daß diese CD das Nonplusultra an Klangqualität sei, ich wollte nur gallo einen Hinweis geben, was es so alles an alten Schätzchen gibt!

Um die Klangpuristen zu befriedigen gibt es hierzu geeignete Threads (bsp. den: Eure audiophilen LP´s, CD´s, SACD,´s, DVD-Audio´s)!


[Beitrag von Tommy_Angel am 05. Okt 2005, 13:53 bearbeitet]
GalloNero
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 15. Nov 2005, 20:48
Hallo Zussamm!

Ich habs getan! Was? - Ich habe mir einen Kopfhörer bestellt. Nein -Asche auf mein Haupt- ich habe nicht probegehört. Erstens wusst ich nicht so recht wo und zweitens war nach Abwägung aller Rahmenbedingungen und all Eurer vielen wertvollen Informationen, kam eigentlich nur ein Hörer in Frage (an dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an alle hier im Thread). Es wurde der AKG 501 zu 120€ + 12€ Versand + 2€ Nachnahme bei Hirsch und Ille.

Nun, warum hab ich mich dazu entschlossen? Das Ausschlag gebende Argument gab mir eigentlich Hüb'. Die eher niedrigen Impedanz macht mich, da ich auf einen KH-Verstärker verzichten kann, sehr flexibel. Ich kann das Gerät im Wohnzimmer an meine Endstufe hängen, im Büro an den Rechner und vielleicht auch mal abends im Bett an den MP3 Player. Darüber hinaus ist das Gerät sehr preisgünstig und wenn ich mir die Beschreibungen und Rezensionen zu diesem Gerät durchlese, dann liege ich, so glaube ich, nicht allzuweit von der Zielgruppe entfernt

"Der Konzertsaalhörer!" - hört sich gut an. Mal schauen, ob es nur ein Marketinggag ist oder ob er wirklich so phantastisch klingt. Ich werde natürlich ausführlich berichten. Wann kann ich allerdings noch nicht sagen. Ich möchte mir das Gerät zu Weihnachten schenken, glaube aber nicht das ich so lange durchhalte.

Als nächstes wird dann wohl ein SACD-Player fällig. Hierzu hätte ich allerdings noch eine Frage. Höre ich da mit einem Kopfhörer überhaupt einen Unterschied zur einfachen CD. Was ich hier so mitverfolge geht es doch beim Thema SACD in erster Linie um Suround. Oder war da nicht doch noch was mit der Abtastfrequenz und den DA-Wandlern?

So - und jetzt möcht ich noch was los werden. Die STEREOPLAY fand ich auch nicht so toll. Ich interessiere mich ja mehr für die Software und da gehts ja mehr um Hardware (und für die Hardware hab ich ja Euch ), doch für den Tip mit der Living Stereo CD bin ich schon sehr dankbar. Klar, ist etwas einseitig und auch ich bevorzuge Instrumentale Musik, aber darum ging es ja gar nicht. Es ging um Charakteristika und somit hat mir der Silbering ein wenig die Ohren geöffnet.

Und Klassikradio langweilt mich zwischenzeitlich unendlich. Das liegt aber vermutlich daran, dass ich weder mit Filmmusik noch mit Chillout etwas anfangen kann. Und wenn ich dann mal Zeit hab läuft in 95% der Fälle Filmmusik oder Chillout. Ich bevorzuge zwischenzeitlich Bayern4...

...ich schweife ab.

Ich freue mich auf meine Hörer, werde Euch berichten und wenn dann der SACD-Player im Haus ist widme ich mich dem Thema Nahfeld. Ich glaube das ist optimal für meine 6 qm Kammer.

Vielen herzlichen Dank noch mal an alle im Thrad.
Bis bald
Gallo
Hüb'
Moderator
#33 erstellt: 16. Nov 2005, 07:04
Hallo Gallo!

Ich war mal so frei den Titel Deines Threads leicht abzuändern.

Herzlichen Glückwunsch zum neuen KH! Der AKG 501 soll sehr gut sein (auch und gerade für Klassik). Selbst habe ich ihn noch nicht gehört.
Im KH-Unterforum habe ich mal was über meine beiden KH (Sennheiser HD 650 und Ultrasone Proline 750) geschrieben:
http://www.hifi-foru...326&postID=last#last

Zum Thema SACD: die SACD wurde als hochauflösende (feiner abgestufte Werte/Zwischenwert gegenüber der CD und erweiterter Frequenzbereich), vorwiegend zweikanalige Alternative zur CD entwickelt. Es gibt zwar auch mehrkanalige SACDs, diese sind aber wohl in der Minderheit.

Über den klanglichen Zugewinn gegenüber der CD streiten sich die Experten. Ich selbst habe noch keine SACD gehört und folglich noch keinen Vergleich anstellen können.
Da die meisten SACD als sog. "Hybriddiscs" daherkommen besitzen sie auch einen Layer, der auf jedem normalen CD-Spieler abspielbar ist. Ein Vergleich der beiden Schichten (CD vs. SACD) ist somit auf den meisten SACD-Playern möglich. Du kannst Dir ja einen eigenen Eindruck verschaffen (am besten mit KH) und dann hier berichten.

Schönen Gruß

Frank
Tommy_Angel
Inventar
#34 erstellt: 16. Nov 2005, 13:32
Lieber Gallo,

da liegt wohl ein Mißverständnis vor: ich wollte Dich nicht zu einem Abo der Stereoplay überreden, sondern habe lediglich auf diese Deine Bemerkung reagiert (von wegen alten Aufnahmen), niemand verlangt, daß Du sie lieben muß, aber, es war Deine Frage.


GalloNero schrieb:
Apropos Equalizer. Ich entnehme sowohl diesem als auch anderen Foren bzw. Empfehlungsseiten immer wieder den Hang zu sehr alten Aufnahmen. Es besteht sicher kein zweifel, das diese Aufnahmen interpretatorisch von sehr hoher Bedeutung sein können. Ich habe mir aus Interesse mal eine solche ältere Aufnahme besorgt und muss sagen, dass das mit der mir zur Verfügung stehenden Ausrüstung kein Vergnügen ist. Transparenz und Differenzierbarkeit wäre mir, und darauf Zielen ja auch Eure Empfehlungen ab, sehr wichtig. Diese Aufnahme ist nun eher das Gegenteil von Transparanz. Was passiert nun mit solch einer alten Aufnahme wenn ich mein Equipment verbessere. Kann ich dann erst dann etwas Brauchbares aus der Aufnahme herrausholen oder wird mir dann die Kluft zwischen damals und heute noch Bewußter?


[Beitrag von op111 am 17. Nov 2005, 15:04 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#35 erstellt: 16. Nov 2005, 13:40
Hallo Tommy!

Von was für einer Aufnahme sprichst Du bitte genau?

Die alten Stereo-Einspielungen vom Ende der 50er und dem Anfang der 60er sind sicher nicht das letzte Wort in Sachen Differenzierung.

Grundsätzlich gilt, dass je besser (= neutraler und hochauflösender) das Equipment, desto besser werden auch Aufnahmefehler bzw. -eigenarten hörbar.

Mir persönlich gefällt die Klangästhetik der sog. 'Goldenen Ära'.

Lieben Gruß

Hüb'
Tommy_Angel
Inventar
#36 erstellt: 16. Nov 2005, 17:37
...da Gallo von alten Aufnahmen sprach dachte ich an die Living-Stereo Ära...
lydian
Stammgast
#37 erstellt: 16. Nov 2005, 21:59
Hallo zusammen,

da ist Tommy beim Zitieren ein Fehler unterlaufen. Die Passage "Apropos Equalizer. ..." ist von GalloNero, an diesen müsste Hüb´ seine Frage richten.

Gruß,
Steff
GalloNero
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 17. Nov 2005, 14:22

Tommy_Angel schrieb:
Lieber Gallo,

da liegt wohl ein Mißverständnis vor: ich wollte Dich nicht zu einem Abo der Stereoplay überreden, sondern habe lediglich auf diese Deine Bemerkung reagiert (von wegen alten Aufnahmen), niemand verlangt, daß Du sie lieben muß, aber, es war Deine Frage.


Oje, Da hast Du mich wohl falsch verstanden. Die CD finde ich spitze und sie hat mir meinen Horizont erweitert. Ich werde zukünftig mutiger an alte Aufnahmen rangehen, auch wenn meine erste Living Stereo CD vermutlich ein orchestrales Werk sein wird. Die Betonung liegt aber auf "vermutlich".

Darüber hinaus wollte ich nur noch einmal auf teletons Kritik an der STEREOPLAY 10/05 reagieren. Vielleicht hätte ich hier nicht so sparsam mit Zitaten umgehen sollen.


teleton schrieb:
Hallo Klangfreunde,

die von Thomy Angel empfohlene Ausgabe STEREOPLAY 10/05 habe ich als alter Abbonent der Stereoplay auch.

Was die Klangqualität angeht mit der 3Kanal-Technik und Livig Stereo muß ich allen beipflichten, doch was Stereoplay da für ein einseitiges Material liefert nur mit Gesang ist überhaupt nicht mein Geschmack - absolut verfehlte CD-Beilage von Stereoplay.

Da auch die Klassik-Rezensionen in der STEROPLAY in den letzten Jahren rapide nachgelassen haben und auf eine Doppelseite geschrumpft sind überlege ich jetzt mein ABO zu kündigen !


Also noch einmal: Die CD ist (auch wenn einseitig) Spitze!



Grüße Gallo
GalloNero
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 17. Nov 2005, 15:13
Hallo Hüb',
erstmal vielen dank für die SACD Infos. Das war genau das was ich wissen wollte. Werde mich dann zu gegebener Zeit in Eurem audiophil Thread nach einem ersten Testobjekt umschauen.
Ansonsten muss ich noch ein ernstes Wort mit dir sprechen. Was fällt Dir eigentlich ein den Titel meines Threads zu ändern.
Im Ernst - geht natürlich völlig in Ordnung. Ist aussagekräftiger. Und nachdem er mittlerweile, Dank Eurer wertvollen Infos, doch etwas länglicher geworden ist, kann hier sicher manch anderer auch noch was rausziehen. Der neue Titel erzeugt vermutlich (noch) mehr Aufmerksamkeit.

Bzgl. Living Stereo hast du zwischenzeitlich sicherlich bemerkt, daß wir über eine Beilage der STEREOPLAY 10/05 sprechen. Oder hat lydian recht und du bist mit Tommys optimierungsbedürftigem Zitat nicht klar gekommen? In diesem Fall sei dir gesagt, dass ich hier von alten Furtwängler Aufnahmen spreche. Alle Sinfonien und die Ungarische Tänze. Lila Cover meine ich. Oder war es Bordeaux rot...(Hmmm, ich liebe Bordeaux! - Ich schweife ab )

Grüße Gallo
Gantz_Graf
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 17. Nov 2005, 17:24

lydian schrieb:
Es gibt Aufnahmen, die älter als 100 Jahre sind, sogar von Johannes Brahms am Klavier existiert ein akustisches Dokument.

Wo? Kannst Du genaueres dazu sagen?
lydian
Stammgast
#41 erstellt: 17. Nov 2005, 21:09

Gantz_Graf schrieb:

Wo? Kannst Du genaueres dazu sagen?


Genaues weiß ich nicht, da ich diese Aufnahme nicht besitze. Ich habe sie bei einem Freund gehört, der quasi Hobby-Schallarchäologe ist
Man hört vorwiegend Störgeräusche und ein bisschen Klavier im Hintergrund.
GalloNero
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 19. Nov 2005, 13:00
Hallo zusammen,

Ihr ahnt es vielleicht schon - ich konnte natürlich nicht bis Weihnachten warten und habe ihn gestern zum ersten mal ausprobiert:

Meinen neuen AKG 501

Viel habe ich noch nicht probieren können, aber zwei Dinge lassen sich schon jetzt sagen.

1. Der Klang ist phantastisch. Er stellt alles in den Schatten, was ich bisher gehört habe. Ich bilde mir ein, ich könne in leisen Pasagen das Umblettern von Notenheften wahrnehmen.

2. Für den Betrieb an Notebook und MP3 Player ist er nahezu unbrauchbar. Ich gebe zu, daß ich die Impedanz-Debatte zwar ernst genommen, ihr aber nicht so viel Bedeutung zugemessen habe wie Ihr gebührt. Selbst wenn ich den Notebook voll aufdrehen ist der Hörer immer noch recht leise. Am MP3 Player kommt fast nichts mehr an.
Am Okyo Verstärker muss ich den Lautstärke Regler oft auf halbe Kraft drehen. Über Boxen vibrieren da schon fast die Fenster. Da kommt beim 60 Ohm Koss Porta Pro wesentlich mehr. 120 Ohm sind eben auch das doppelte.

Vielen Dank für die vielen Tips!

Euer Gallo

...der nun doch über die Anschaffung eines KV-Versärkers nachdenkt. Denn ich bezweifle, dass ein der KH-Ausgang eines handelsüblichen CD/SACD-Players den AKG 501 mit der notwendigen Power Versorgt. Vielleicht auch an ein portables Gerät. Hab auch irgendwas über einen KH-Verstärker inkl. ext. DA-Wandler gelesen. Muss ich nochmal nachrecherchieren.
Hüb'
Moderator
#43 erstellt: 20. Nov 2005, 08:21
Hi Gallo!

Bei 120 Ohm sollte der AKG schon an einem normalen KH-Ausgang eines stat. Gerätes laufen.

Diese beiden D/A-Wandler haben gute (Benchmark: sehr gute!) KH-Ausgänge, sind preiswert und dürften einen bestehenden älteren CDP deutlich aufwerten:

http://cgi.ebay.de/B...Z21774QQcmdZViewItem
http://cgi.ebay.de/R...QQrdZ1QQcmdZViewItem

Lieben Gruß

Frank
GalloNero
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 20. Nov 2005, 13:30
Hallo Hüb'
vielen Dank für die Links, aber ein Studio wollte ich mir eigentlich nicht einrichten
Im Ernst, € 945 würde ich nicht mal für einen Player ausgeben (vielleicht mal viel, viel später, wenn mich das Hifi-Fieber voll gepackt hat). Auch der vermutlich günstigere RME ADI 2 wäre wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Ich dachte eher an den PORTA CORDA MkIII-USB oder etwas vergleichbares, für den Fall, dass halt doch mal der Rechner im Büro oder der MP3-Player im Schlafzimmer herhalten muss. Ich sitze auch sehr gerne auf meiner Terasse. Auch hier ist Notebook oder MP3 Player im Einsatz. Mit einem Gerät wie dem PORTA CORDA wäre ich sehr flexibel. Für Unterwegs bleibe ich natürlich bei meinem Koss Porta Pro KH.

Grüße Gallo
Hüb'
Moderator
#45 erstellt: 20. Nov 2005, 18:19
Hallo Gallo!

Das Meier-Audio-Gerät wäre sicher eine exzellente Einstiegslösung - allerdings bereits auf sehr hohem Niveau.

Lieben Gruß

Frank
Hüb'
Moderator
#46 erstellt: 23. Dez 2005, 23:55
Hi!

Falls jemand mal wirklich gute Lautsprecher für klassische Musik sucht, hier eine Empfehlung:
http://www.hifi-foru...998&postID=last#last

Lieben Gruß

Frank
Hüb'
Moderator
#47 erstellt: 19. Jan 2006, 07:20
Heinerich / Bernd schrieb gestern:

Frage2:
Ich muss mir wohl mal einen besseren Kopfhörer (im Moment basslastiger DT770) anschaffen. Es soll ein geschlossenes System sein und max. 250-300 €uronen von meinem Konto abziehen, weil ich noch meine Car-Hifi Anlage aufbaue und im Laufe des Jahres wohl auch LS-Boxen bauen will.

Info meiner Musikanlage (für die, die es ggf. interessiert):
Receiver: Marantz 2285B
CD-Player: Marantz CD17 KI (ist aber defekt und wird wohl demnächst ersetzt werden müssen)
LP-Laufwerk: Revox B790
Boxen (neee sag ich nicht; ich schäm mich so!! )

Und nu warte ich natürlich auf ne freundliche Begrüßung und viele, viele Profitips!!!!!!!!

Bernd
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