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Entwicklung des Musikgeschmacks

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zockerfan
Stammgast
#1 erstellt: 12. Mai 2010, 14:58
Hallo Forengemeinde,

eine kleine Frage meinerseits:

Wie hat sich im Laufe eures Lebens euer Musikgeschmack entwickelt?

Ich mache mal den Anfang.
Schon mit 12 Jahren habe ich Deep Purple gehört (Made in Japan) und fand es einfach nur MEGA
Im Laufe der Jahre ist die Musik dann eigentlich imme rälter geworden, mit 13 oder 14 kamen The Kinks ins Regal, wenig später Bob Dylan.

Im letzten Jahr fing die Leidenschaft so richtig an und ich habe mir viel Rock'n'Roll Tonträger gekauft (Holly, Cochran, Lewis, Vincent usw.)Dark Side of the Moon, Pet Sounds, Robert Johnson, The Stooges, Surf-Musik usw und sofort.

Das kuriose an der Sache: Ich "entdecke" neue Musik für mich, höre sie dementsprechend jeden Tag rauf und runter, während dessen finde ich schon wieder neue Musik die ich mir zulege und der Spaß geht von vorne los.

Beispielsweise höre ich kaum noch Dylan obwohl ich ihn genial finde, ist das normal?

Ich meine, so lange man neue Musik für sich findet und sie regelmäßig hört geht es in Ordnung, wenn es dann allerdings mal überhaupt keinen Nachschub gibt, greife ich wieder zu den "alten" CDs.
xe3tec
Stammgast
#2 erstellt: 12. Mai 2010, 16:25
Ich hör so gut wie alles und das schon immer.

Nur sind meine Vorlieben von Monat zu Monat unterschiedlich...und zu jedem Lebensabschnitt bzw Vorfall kann ich mich genau erinnern welche Musik ich da zu dieser Zeit gehört habe

Wenn ich dann die Lieder wieder höre erinnert mich das immer an jene Zeit.
der_Martin
Stammgast
#3 erstellt: 14. Mai 2010, 17:30
Ändert sich bei mir momentan auch recht schnell. Seti letztem Winter: Klassik -> Grunge/Alternativ -> Progressive Metal. Ist aber immer gewürzt mit Pop/Rock u.ä..

Martin
furvus
Inventar
#4 erstellt: 15. Mai 2010, 23:23

xe3tec schrieb:
Ich hör so gut wie alles und das schon immer.


Also das glaube ich ja, mit Verlaub, kaum...

Du hast ja sicher nicht schon im Jugendalter, die Musiksammlung gehabt, wie jetzt, in was für einem Umfang auch immer...

Insofern finde ich die Frage vom Fan des Zockens schon berechtigt und würde es auch interessant finden, wie sich die unterschiedlichen Leute hinsichtlich ihrer Musikpassion so entwickelt haben.

Ich selbst stamme aus einem musikkulturell völlig unterentwickelten Elternhaus. Als Kind und Jugendlicher wurde ich mit Volksmusik und Schlager der übelsten Sorte gefoltert. Wie ich mich unter diesem Bedingungen zu einem in Sachen Musik halbwegs beflissenen Menschen entwickeln konnte, ist mir bis heute arg verwunderlich. Der Erziehungswissenschaftler und/oder Entwicklungspsychologe kommt hier wohl mit dem Stichwort Resilienz um die Ecke...

Die Rebellion gegen diese Missstände begann mit so "abgefahrenen" Sachen, wie Richard Marx und Toten Hosen. Danach gings weiter mit den Guano Apes, No Doubt, ein bisschen Hippe-Hoppe, RnB etc... Wer will es einem musikgeschmacklich völlig verstümmelten und vorbildlosen Kind verübeln, nech?

Der Einfluss meines damaligen und heute noch besten Freundes brachte mich in Kontakt mit Nirvana, Pearl Jam, Smashing Pumpkins und all den anderen tollen Künstlern, die ich heute auch noch im Regal stehen habe bzw. auch noch höre. Das dürfte dann so Mitte der 90er gewesen sein. Damals haben wir auch Musikexpress gelesen und uns da natürlich auch befruchten bzw. beinflussen lassen. Ergo auf die Ohren gabs dann auch Portishead, Massive Attack, EELS, Elliot Smith, Notwist und was nicht alles sonst noch...

Nach und nach entwickelte jeder so seinen eigenständigen Musikgeschmack auch wenn noch große Schnittmengen vorhanden blieben. Mit dem Aus- und Wegzug von daheim wurde es zwangsläufig noch eigenständiger, da man sich nur noch selten sah und dementsprechend auch weniger beeinflusste. Auch der Wechsel des Stammplattenladens dürfte nicht ohne Einfluss gewesen sein...

Und dann kam Vinyl!! Als ich mir einen Plattenspieler zugelegt habe, mussten es natürlich auch gleich neue Platten sein. In der Anfangszeit habe ich teilweise bis zu 5 Platten die Woche gekauft. Nach so etwa 3 Jahren hat sich das so auf 1-2/W eingepegelt. Eine Genrebeschränkung gibt es eigentlich gar nicht mehr; Alles was gefällt, darf auf den Teller. Von Arbouretum, Anthony and the Johnsons, Beirut, Built to Spill, Cure und Calexico, Doves und Dylan, EELS, Flaming Lips, Giand Sand, Hendrix und Joe Henry, Joy Division über Jonsi&Alex, Mono, Notwist, Okkervil River, Portishead, Rachels, Smashing Pumpkins, Tortoise bis hin zu Vetiver, Wovenhand und XX. Viele mehr versteht sich...

Einen muss ich extra erwähnen: Tom Waits! Seine Musik ist für mich zu einer absoluten Leidenschaft geworden. Eines Tages saß ich am Tresen im Plattenladen, war mies drauf und wusste nicht, was ich mir anhören sollte. Ohne erkennbaren Grund griff ich zur Alice. Ich hörte die Platte an Ort und stelle am Stück. Danach kaufte ich die Alice und weil sie irgendwie dazuzugehören schien auch gleich noch die Bloodmoney. Ein paar Monate später besaß ich fast alle Studioplatten und ein paar Bootlegs. Mit der Weile kann man von einer Sammlung reden und ich erwische mich bei FAN-haften Verhaltensweisen. Gerade heute bin ich zeitig aufgestanden und eine halbe Stunde durch den Regen gelaufen nur um auszuschließen, dass der Plattenhändler die von mir am Vortag zurückgelegte Live in Atlanta 2008 4-LP Box doch noch an einen viel bietenden Anderen veräußert.

Aktuell halten bei mir auch Doom/Dark/Ambient-Jazz Scheiben, wie Bohren und der Club of Gore oder Mount Fuji Darkjazz Enseble einzug. Weiterhin so Sachen, wie Olafur Arnalds und Max Richter; könnte man wohl als Neo-Klassik bezeichnen...

Ich würde soweit gehen zu sagen, dass sich nicht so sehr der Musikgeschmack entwickelt, als vielmehr dass man seinen Horizont erweitert. Bei mir ist es auch so, dass ich teilweise jede Woche neue Sachen „entdecke“. Mein auditiver Geschmack verändert sich dabei aber seit einer gewissen Zeit eigentlich nur marginal. Ich höre heute noch Smashing Pumpkins, Tindersticks, Madrugada, Wilco und andere, wie ich das schon vor Jahren gemacht habe. Eigentlich gibt es in meiner Musikbibliothek nur wenige Items, die ich schon ewig nicht mehr gehört habe. Was wohl u.a. daran liegen dürfte, dass ich häufig den ganzen Tag über Musik höre. Zu Hause, bei der Arbeit/Studium und unterwegs. Und da solls natürlich nicht langweilig werden...

Ich vertrete dann also mal kühn die These, dass Geschmack bezüglich Musik so eine Art Konstante ist. Wer will darf gern argumentativ widersprechen, das gäbe dann wenigsten mal eine Diskussion. Ich bin jedenfalls offen für alles und bin gespannt, was die nächsten Jahre noch so kommt!

Besten Gruß
xe3tec
Stammgast
#5 erstellt: 16. Mai 2010, 00:49

furvus schrieb:

xe3tec schrieb:
Ich hör so gut wie alles und das schon immer.


Also das glaube ich ja, mit Verlaub, kaum...

Du hast ja sicher nicht schon im Jugendalter, die Musiksammlung gehabt, wie jetzt, in was für einem Umfang auch immer...


Meine Sammlung erweitert sich nur, die Genre bleiben aber gleich.

ich hab wirklich schon immer alles quer beet gehört
falls dich interessiert was

http://www.lastfm.de/user/xe3tec

kannst ja mal quer schaun

die Anzahl der Interpreten sagt schon alles
MadeinGermany1989
Inventar
#6 erstellt: 27. Mai 2010, 19:56
also in der Grundschule habe ich eigentlich nur Rock und Pop gehört, soo ab der 6ten Klasse kam dann auch Hip Hop dazu und mit 16 ca. elektronische Musik, etwas später habe ich die Klassik wiederentdeckt, mittlerweile höre ich Lieder aus fast alle Musikrichtungen, allerdings gibts in jeder Richtung einiges was mir gefällt und viel mehr, was mir nicht gefällt.
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