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Entwicklung in der Populärmusik

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martin
Gast
#1 erstellt: 15. Okt 2002, 15:32
Hallo Gemeinde,

hier also der eigene Thread, nachdem 'Lieblings-CD..' etwas abdriftete:

Welche Entwicklungen seht Ihr in der Musik (ich beschränke es mal auf populär, allein wg. der Übersichtlichkeit)seit den 60er Jahren? Ich als 35jähriger behaupte mal, seit Anfang der 90er passiert i.S. klassischer Rockbesetzung (Bass, Drums, Guitar) gar nichts mehr. Sei das nun sanfter Gitarrenpop oder derbster Deathmetal. Irgendwie alles schon gehört. Die letzte Geschichte, die ich als neu empfand war nach Grunge der Sound von 'Rage against the machine'. Diese Art ahmen auch heute noch so unsägliche Bands wie h-blockx nach. Elektronische Musik kann man mögen oder hassen, allein auf diesem Gebiet passiert noch was Interessantes, einbezogen noch Crossover-Geschichten. Andere Semester mögen das anders sehen. Nur zu!
Hifi-Listener
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 15. Okt 2002, 15:59
Hi,

da meld ich mich mal als Baujahr 77 zu Wort.

Ich finde das gerade im moment der New-Metal Welle wirklich viel "Müll" produziert wird. Was ich ab 1990 für innovative gute Bands kennengelernt habe waren z.B. Alice in Chains oder The Notwist. Auch Placebo oder Tool waren alles Bands die für mich Ihren eigenen "Sound" haben. Dazu käme noch Muse was mir so auf Anhieb einfällt. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten - aber ich finde das es zumindest Musik ist die sich von der Masse abhebt. (Nine inch Nails nicht zu vergessen).

Distanzieren kann ich mich nur von den Sachen wie Linken Park - Puddle of Mudd - Incubus und wie Sie nicht alle heissen. Ich denke da könnte man die Sänger untereinander Ausstauschen - alle machen ein neues Album und keiner merkt was. Schade eigentlich.
Tantris
Gast
#3 erstellt: 15. Okt 2002, 17:46
Hallo Martin,

ich bin auch der Meinung, daß sich im Bereich der Rockmusik die Innovatoinen in Grenzen halten, vorsichtig formuliert. Die einzigen Stile, wo ich ab und an nochmal was entdecken, gehen so in Richtung Jazzrock, Progressive oder eben Instrumental Rock, gerade die virtuose Gitarrenfraktion bringt doch ab und an mal was interessantes...

Die ganze Richtung NuMetal, Crossoverrock etc. halte ich für maßlos überbewertet. Selbst den Pionieren solcher Richtungen, die ich vor 10 Jahren durch die Bank gerne gehört habe, fällt heute größtenteils nichts mehr ein, sofern sie noch existieren (Alice in Chains, Soundgarden, Pearl Jam etc.).

Gruß,

M.
Ente vom Lehel
Gast
#4 erstellt: 15. Okt 2002, 17:52
Hauptsache, uns fällt noch was ein...
data
Gast
#5 erstellt: 16. Okt 2002, 02:47
Ich meine, dass z.B. Peter Gabriel es bis jetzt immer geschafft hat, mit seinen jeweils neuen Alben auch interessante Alben abzuliefern. Seal macht für meinen Geschmack auch hervorragende Musik und auch bei Sting würde ich von einer steten Weiterentwicklung sprechen.

Wie seht Ihr das ???
martin
Gast
#6 erstellt: 16. Okt 2002, 08:50
Ja, Sting bringt immer Platten auf hohem Niveau heraus. Es gibt wohl auch Bewunderer in der Jazzszene. Nicht umsonst gibt es Platten wie 'The Sting Project' u.ä.. Genialer Songschreiber und Arrangeur aber für Innovationen nicht unbedingt berühmt. Peter Gabriel ist meiner Meinung nach schon seit einem Jahrzehnt in der Masse aufgegangen (zum Glück liest das nicht meine Freundin )
Rockmäßig sehen andere wohl auch ich wie ich. Fairerweise muss ich mir aber auch Ignoranz zugegestehen, da ich meine Quellen für neue Musik gekappt habe und nur hin und wieder in einen Musiksender schaue und dort meist nur massenkompatible Langeweile läuft.

Grüße
martin
UweM
Moderator
#7 erstellt: 16. Okt 2002, 09:43


Peter Gabriel ist meiner Meinung nach schon seit einem Jahrzehnt in der Masse aufgegangen (zum Glück liest das nicht meine Freundin )


Wieso das denn, er hat doch ein Jahrzehnt lang gar keine neue Platte rausgebracht!?
Us ist von 1992, Up von 2002. Dazwischen gab es eine Liveplatte aber kein Solostück.

Uwe
martin
Gast
#8 erstellt: 16. Okt 2002, 14:29
Der Zeitraum war grob formuliert. Meine Freundin spielt die CDs immer mal wieder im Hintergrund ab. Die Musik ließ mich aber nie aufhorchen- alles middle of the road. Genauso wie dieses neue Video, mit dem kalkulierten Pseudoskandal
data
Gast
#9 erstellt: 16. Okt 2002, 17:20
Hallo Martin,

mach' Dir doch mal die Mühe und hör Dir "UP" oder auch "US" mal bewußt an.

Ich kenne keinen anderen Künstler, der es so gut versteht, Stile aus vielen Weltmusikrichtungen so interessant miteinander zu verknüpfen.

Ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, meinen trifft er auf jeden Fall voll. Auch die Genesis-Alben mit Peter Gabriel finde ich sehr viel besser, als den Mainstream unter Phil Collins.
Jonas
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 17. Okt 2002, 01:00
Entwicklung in der POPULÄRMUSIK... also POPMUSIK;

Für mich Popmusik ist das was in den Charts läuft; und davon ist 90% SCHROTT. Dahre fallen auch die Verkaufszahlen.
Im allgemeinen ist das Hören an sich, sieht man mal von Techno im sinne von Schranz und CO sowie Black-Gangster-Rap und Girly und Boybands ab im POPBereich viel breiter als z.b. 1970.
Es gibt viel mehr Richtungen.

Denn ist gleichzeitig das was VIEL gehört wird auch kontunierlich schlechter geworden.

Schaut man in die Charts wird einem oft übel.

Abhilfe schafft hier das Internet, wo man sich seinen eigenen Musikgeschmack zusammenstellen kann.

Entwicklungen gibt es, so finde ich, viele; nur keine setzt sich irgendwie durch (als hauptrichtung der entwicklung).

newmetal ist bis dahin gut gewesen bis es nicht kommerzialisiert wurde und damit auch ein image und ein stil bekam der feststeht; jetzt gibt es leute die hängen dieser szene nach weil sie die szene toll finden, nicht die musik.

mal eine meinung anbei: ich glaube das liegt an den rap idioten die sich newmetal reinzeihen ;p, nix gegen hip hop - aber das muss schon was brauchbares sein, und das sehe ich gerade aus dem amerikanischen bereich weniger.

entwicklungen gibt es im newage bereich,
ambient bereich,
jazz,
acid jazz
electro/emb
darkwave
gothic
synth
klassik in verbund mit all diesen elementen.

neue stilrichtungen sind nur wenige entstanden,
so z.b. girlbands (mit den spicegirls) den abba z.b. war keine girlband sondern eine popband, zuvor sind ca 1990 die boybands auferstanden (mit take that usw) - inzwischen geht das aber wieder in die solorichtung bzw triple style - wohl weil sich 3 besser vermarkten lassen;

wobei ich von stilrichtungen nicht umbedingt viel halten muss *G*

was stimmt, rock ist kein pop mehr und stagniert wie große teile der klassik (aber nicht alle).

ausser grönemayer und westernhagen gibts in deutschland nix mehr was gross rauskommt (wobei westernhagen, mit verlaub, einfach scheisse ist wenn man ihn mit grönemeyer vergleicht - bzgl der texte - der sound stimmt oft. =)
Thomas
Gast
#11 erstellt: 17. Okt 2002, 11:24
Popularmusik heisst es...

Und wenn man den Begriff als solches ernst nimmt, fallen durchaus auch Rock und Jazz unter diesen Begriff.

Und das sich Popularmusik nicht entwickelt hat und nur noch "scheisse" ist, kann ich ganz und gar nicht bestätigen.

Man darf nur einen Fehler nicht machen: Radio hören und sogenannte Chartlisten beachten! Denn Radiostationen haben Playlisten, die an Verträgen mit
Plattenfirmen hängen und sind abhängig von Einschaltquoten - was wiederum Werbekunden bringt - also Kohle...und da MUSS die Qualität auf der Strecke bleiben...
Eines noch: Playlisten der Radio- oder Fernsehsender haben nix mit den derzeitigen Charts zu tun...andersherum läuft es:
Die Sender machen die Charts - je mehr der Song in die Gehörgänge gequetscht wird, desto besser wird er verkauft...aber auch hier muss man differenzieren: Es gibt Verkaufscharts gesamt, Verkaufscharts der Angehörigen der MediaControl, On-Air-Charts usw...

Interessant ist, daß bei den absoluten Gesamtverkaufszahlen immer wieder Leute wie Helmut Lotti und Schürzenjäger die Nasen
ganz weit vorne hätten...wenn sie denn in die Listen kämen...aber eben die brauchen nicht beworben werden, weil die sich auch so verkaufen.

Aber völlig abseits von diesen kommerzgeschwängerten, auf simple Hörgewohnheiten produzierten Einheitssongs gibt es noch Musik...

Von UhBabyUh bis CowboyJunkies, von Patricia Kaas bis Diana Krall gibt es Perlen, die man aber erst finden muss - von innovativ bis sympathisch spröde, von virtuos bis traumhaft arrangiert findet man da sooo viel, daß man fast traurig ist, daß man nicht alles findet...geschweige denn hören kann.
Nur die Suche kann man einem nicht abnehmen...also auch mal die Scheibe NEBEN der Doppelplatzierung von Bravo_Hits 364 oder TheDome 89 mal anhören...wer weiß?!?

Und warum muß es gleich eine "neue" Stilrichtung sein (ist das überhaupt möglich?)? Nur, um dem Kind einen Namen zu geben? Für mich sind Bands wie EmilBulls, LinkinPark und wie sie alle heissen, nichts anderes als Rockbands. Aber Stilrichtungen werden ja auch nur um des Besonderen willen gebildet - letztendlich, um die Sache an den Kunden zu bringen. Ist nicht die Auseinandersetzung mit Bewährtem und genau hier die Individualität zu beweisen, viel anspruchsvoller?

Lasst Euch nicht blenden - Kommerz oder Qualität? Selten geht beides...und keiner ZWINGT Euch, Sachen zu hören oder zu kaufen, die Euren Gehörgängen wehtun. Mein Radio verstaubt jedenfalls - oder wird nur noch zu reinen Informationszwecken angemacht...NDR Info, DLR, DLF...

Gruß

Thomas
John_Little
Gast
#12 erstellt: 19. Okt 2002, 18:10
ja wenn man englisch könnte,würde so manche cd verstauben und manch andere entstaubt werden
John_Little
Gast
#13 erstellt: 20. Okt 2002, 16:40
hi

im deutschsprachigen raum liegt das problem in der nachfrage
(musik wird immer noch viel zu intellektuell angegangen),sicher nicht am angebot,da gibt es mehr als genug an guten sachen, die man sich kaufen (leisten) kann.

nur wie wählt man seine musik "richtig"?hört sich blöd an hehehe,meine ich aber trotzdem ernst :)die meisten wohl nach dem motto "obs den anderen wohl genausogut gefällt wir mir?"

ich für meinen teil finde in der musik,zb antworten auf meine fragen,neue fragen,linderung meines schmerzes,freude,abbau aufgestauter agressionen,partyfeeling,absoluten nonsens,wehmut,und vieles mehr

welche musikrichtung kann wohl alle diese gefühle befriedigen?(sicher nicht nur eine)

leute die plattenläden sind gefüllt mit guter musik(übervoll)

wie innovativ sind die hörer?da liegt wohl eher das problem,sicher nicht bei den musikern

no angels und co.,ich meine keiner fing beim musik hören bei miles davis an,also so gesehn ist no angels und co schon ein guter einstieg in die welt der musik (für den ders mag)
Suche:
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