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Umfrage
Wann hätten sich die Scorpions auf lösen sollen?
1. nach dem Lovedrive Album (8.6 %, 3 Stimmen)
2. nach den Animal Magnetism Album (0 %, 0 Stimmen)
3. nach dem ersten Demo Tape ;-) (51.4 %, 18 Stimmen)
4. auf jeden Fall vor der Winds of change Single (22.9 %, 8 Stimmen)
5. gar nicht, wieso auch, die sind doch noch immer gut (17.1 %, 6 Stimmen)
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Wann hätten sich die Scorpions auf lösen sollen?

+A -A
Autor
Beitrag
rock1982
Stammgast
#1 erstellt: 21. Jul 2004, 08:57
Hallo Forum,

mit absoluter Mehrheit wurden die Scorpions bei meiner
lezten Umfrage zur Band gewählt "die es übersehen hat,
sich rechtzeitig aufzulösen".

Nun stellt sich natürlich die Frage, WANN wäre der
beste Zeitpunkt zur Auflösung gewesen?

Viel Spaß bei der Umfrage.
Kommentare erwünscht.

Viele Grüße
Rock 1982


[Beitrag von rock1982 am 21. Jul 2004, 08:58 bearbeitet]
Soultrane
Stammgast
#2 erstellt: 21. Jul 2004, 14:18
kenne jetzt nicht so viel und erst recht nicht das Gesamtwerk, aber dieses Live-Doppelalbum ist doch recht nett...
und das Stück "Speedy`s coming" (habe ich auf so `ner billigen Flohmarkt-Compilation mal erstanden) fetzt ja mal richtig - da nehmen die den heutigen Schwedenrock fast vorweg!
ljmartinez
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 22. Jul 2004, 17:03
Nun ich weiß ja nicht, ob die Scorpions immer noch tingeln, gehören aber nach wie vor zu einer meiner Lieblings-Bands aus der Heavy-Rock Szene. Das vielumstrittene "Winds Of Change" ist auf einem Album (Crazy World) drauf, das mal abgesehen von dieser Nummer, die nicht gerade zu den Highlights der Band gehört, einiges zu bieten hat.

Danach hatten sie wie alle Heavy Rock Bands mit dem Umstand zu kämpfen, dass diese Art von Musik medial in den Hintergrund gedrängt wurde und nur mehr von eingefleischten Fans gehört wurde.

Da hätten sie eine Entscheidung treffen sollen: "Entweder wir machen auf unserer Schiene weiter und produzieren Musik für unsere Fans (Iron Maiden haben das ja auch geschafft) oder wir hören auf." Sich auf biegen und brechen an aktuelle Musikrichtungen anpassen zu wollen (teilweise kam ja schon richtig Boygroup-Feeling auf so wie bei Bon Jovi) geht in über 90 % der Fälle schief.

Naja und dann irgendwo durch die Lande tingeln und nur mehr die alten Hits spielen ist halt nicht mehr das, was den Glanz einer Band wie den Scorpions ausmacht.
heavysteve
Stammgast
#4 erstellt: 22. Jul 2004, 19:32
Warum sollten sich die Scorpions auflösen? Die neue Scheibe
klingt sehr gut. Welche andere deutsche Metal Band konnte den Auslandserfolg der Scorpions bis heute übertreffen?

Ich verstehe einige Meinungen nicht wirklich.

Gruss SteveO
whitetiger
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 23. Jul 2004, 09:35
noch besser wäre es gewesen sich erst gar nicht zu gründen um uns den Schraddel-Luftgitarren Metal zu ersparen !!!
ljmartinez
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 23. Jul 2004, 10:14

Warum sollten sich die Scorpions auflösen? Die neue Scheibe
klingt sehr gut.


Wie gesagt, nach "Crazy World" hab ich den Kontakt zu den Scorpions verloren. Aber hey, da muss ich mir die neue Scheibe doch direkt mal anhören


[Beitrag von ljmartinez am 23. Jul 2004, 10:14 bearbeitet]
Freak72
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 23. Jul 2004, 10:52
Die neue Scheibe ist in der Tat wieder ein "richtiges" Scorpions-Album.
Damit sind sie nun so zurück, wie man sie kennt und wie die Fans es hören wollen.
Das mit der Auflösung habe ich mir zugegebenermaßen auch schon mal gedacht - nämlich nach der Erscheinung der "Eye to Eye"-CD.

Dieses Ding hat nämlich weder was mit den Scorpions noch mit Hardrock/Metal zu tun, sondern ist für die Fans schlicht und ergreifend eine Frechheit.
Ich habe nichts dagegen, wenn stilistisch experimentiert wird, da sich eine Band ja auch weiterentwickeln kann bzw. ja auch soll.

Eye to eye hingegen ist aber sowas von "Thema verfehlt", daß es besser gewesen wäre hierfür einen anderen Bandnamen zu verwenden, schließlich erwartet man unter dem Namen "Scorpions" eben etwas anderes als diese Musik jenseits des Rock.
Schließlich möchte jemand, der eine Eminem-Scheibe kauft auch keine Walzer hören, oder ?

Nach diesem Album wurde meiner Ansicht nach zu viele Compilations im Stile von "Best of" auf den Markt geworfen, die so auch keiner gebraucht hat - auch da wäre die Frage nach der Auflösung mehr als gerechtfertigt gewesen.

Nach der neuen "Unbreakable" jedoch bin ich der Ansicht, daß sie durchaus noch (bzw. wieder) ihre Daseinsberechtigung haben, da sie es geschafft haben neue Songs zu schreiben und ihrem Stil gerecht zu werden.


@ whitetiger:
Keiner zwingt Dich diese Musik zu hören, wenn sie Dir nicht gefällt, oder?
Ist doch gut, daß die Geschmäcker unterschiedlich sind.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 26. Jul 2004, 10:32
So hab mir das Scorpions-Album "Unbreakable" mal angehört, ist wirklich ganz gut geworden. Kann zwar meiner Meinung nach noch nicht ganz an die großen Würfe der Band anschließen, aber sie sind auf dem richtigen Weg. Die Scorpions rocken wieder!

Leider hat die CD einen Kopierschutz und wird daher nicht den Weg in meine Sammlung finden.
bukowsky
Inventar
#9 erstellt: 26. Jul 2004, 11:05
steht bei den Scorpions-Scheiben eigentlich drauf, wer die Instrumente wirklich eingespielt hat?
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 26. Jul 2004, 11:11
Zugegeben: frühere Alben von den Scorpions gefielen mir auch besser (vor allem mit Schenker! als Gitarristen, der zu Ufo wechselte), aber wieso sollten sie sich auflösen?
Wem´s nicht gefällt, muß sie ja nicht hören oder kaufen.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 26. Jul 2004, 13:04
@ Ohrmuschel: Michael Schenker war ja meines Wissens von 71 bis 73 bei den Sorpions, dann wechselte er wegen Streitigkeiten zu UFO.

In dieser Zeit wurde nur ein Album herausgebracht, nämlich "Lonesome Crow" 1972. Michaels Gitarrenspiel war also nur auf einem Album drauf.

Sein älterer Bruder, Rudolf Schenker ist ja Gründungsmitglied (1969) und war eigentlich immer dabei.

Wie sieht eigentlich das aktuelle Line Up, abgesehen von Rudolf Schenker und Klaus Meine aus?
rock1982
Stammgast
#12 erstellt: 26. Jul 2004, 13:30


Leider hat die CD einen Kopierschutz und wird daher nicht den Weg in meine Sammlung finden. :(



Die Limited Edition (in der silbernen Papphülle) hat
meines Wissens nach keinen "Abspielschutz".

Gruß
Rock1982
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 26. Jul 2004, 14:59
Die aktuelle Besetzung der Band ist:
Klaus Meine (voc.)
Rudolf Schenker (guit.)
Matthias Jabs (guit.)
James Kottak (drums, perc.)
Pawel Muciwoda (bass)
ljmartinez
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Jul 2004, 17:13



Leider hat die CD einen Kopierschutz und wird daher nicht den Weg in meine Sammlung finden. :(



Die Limited Edition (in der silbernen Papphülle) hat
meines Wissens nach keinen "Abspielschutz".

Gruß
Rock1982


"Abspielschutz" ist gut!
Na dann muss ich mich mal nach der limitierten umsehen. In unserem CD Laden hatten sie nur die "normale" mit Abspielschutz.

Danke für den Tip!

Gruß
Martinez
ljmartinez
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 26. Jul 2004, 17:14

Die aktuelle Besetzung der Band ist:
Klaus Meine (voc.)
Rudolf Schenker (guit.)
Matthias Jabs (guit.)
James Kottak (drums, perc.)
Pawel Muciwoda (bass)


Danke für die Info!

Grüße!
Martinez
bukowsky
Inventar
#16 erstellt: 26. Jul 2004, 17:23
... und wer spielt nun die Scheiben ein?
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 26. Jul 2004, 18:52
@bukowsky:

wie meintest du deine Frage? Ob die Scorpions selbst ihre CD produzieren? Oder ihre Instrumente selbst spielen? Oder wie?

Gruß
ohrmuschel
bukowsky
Inventar
#18 erstellt: 26. Jul 2004, 23:12
Hallo ohrmuschel,
ob sie mittlerweile angeben, wer die Instrumente im Studio einspielt ...
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 26. Jul 2004, 23:29
Meinst du etwa, sie spielen sie nicht selbst ein? Kaum zu fassen...weißt du mehr darüber?



Gruß
ohrmuschel
bukowsky
Inventar
#20 erstellt: 27. Jul 2004, 07:23

Meinst du etwa, sie spielen sie nicht selbst ein? Kaum zu fassen...weißt du mehr darüber?



Gruß
ohrmuschel


ist doch nichts Ungewöhnliches heutzutage, dass viele Bands ihre Geschichten von Studiomusikern einspielen lassen, weil sies mit dem Timing nicht sooo hinbekommen, wie es vielleicht der Produzent der Scheibe gern hätte ... für live reichts dann wieder, weils da eh keiner mehr hört.
rock1982
Stammgast
#21 erstellt: 27. Jul 2004, 08:14

ist doch nichts Ungewöhnliches heutzutage, dass viele Bands ihre Geschichten von Studiomusikern einspielen lassen, weil sies mit dem Timing nicht sooo hinbekommen, wie es vielleicht der Produzent der Scheibe gern hätte ... für live reichts dann wieder, weils da eh keiner mehr hört. :D


So sehr wundern würde mich das im Falle von den Scorpions
gar nicht, als ich die 1996 live gesehen habe, haben die
sich sogar bei "Winds of change" öfter verspielt als
jede Dorfband...

Ich hab' selten so viele Leute während eines Konzertes
heimgehen sehen.

Gruß
Rock1982
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 27. Jul 2004, 11:16
@bukowsky:

Ich bin etwas hartnäckig, sorry.
Unterstellst du das bei den Scorpions - oder weißt du das bestimmt? Interessiert mich.
bukowsky
Inventar
#23 erstellt: 27. Jul 2004, 11:53

@bukowsky:

Ich bin etwas hartnäckig, sorry.
Unterstellst du das bei den Scorpions - oder weißt du das bestimmt? Interessiert mich.


hab ich je gelogen?
ich sags mal so, es gibt diverse Bands, die Teile oder auch ganze Alben nicht selbst einspielen. Nicht, weil sie sich zu oft verspielen oder zu schlecht wären, sondern weil es wohl nicht soo viele Musiker gibt, die den Kram exakt auf den Punkt bekommen (Timing), dass es den hohen Qualitätsansprüchen solcher Produktionen genügen würde.
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 27. Jul 2004, 12:05
Bukowsky, du bist ein Schlingel
Du hast dich wortreich um eine konkrete Beantwortung meiner Frage gedrückt
bukowsky
Inventar
#25 erstellt: 27. Jul 2004, 12:12
Hallo ohrmuschel,
Du wirst sicher verstehen, dass ich es nicht deutlicher schreiben kann ... ich kanns ja noch einmal so versuchen: ich kenne einen netten Menschen, der behauptet, u. a. auch für die besagte Band auf dem einen oder anderen Album die Saiten gezupft zu haben ...


[Beitrag von bukowsky am 27. Jul 2004, 13:11 bearbeitet]
ljmartinez
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 27. Jul 2004, 12:21
Eigentlich ein Armutszeugnis für eine international erfolgreiche Band, oder?

Naja, zumindest Klaus Meine wird seinen Part selbst eingesungen haben, denn einen Sänger mit seiner Stimme wird man nicht so schnell finden
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 27. Jul 2004, 12:26
In der Grabrede des Antonius heißt es:

"Friends, Romans, countrymen, lend me your ears.
I come to bury Caesar, not to praise him.
The evil that men do lives after them,
The good is oft interred with their bones.
So let it be with Caesar. The noble Brutus
hath told you Caesar was ambitious.....
And Brutus is an honorable man.
So are they all: all honourable man.
...."

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Du bist kein Brutus, wenn du den Scorpions mangelnde Seriösität unterstellst - trotzdem mag ich ihre Musik, besonders die früheren Scheiben (Lovedrive!)

schönen Gruß
ohrmuschel
ljmartinez
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 27. Jul 2004, 13:00
War das jetzt auf bukowsky oder auf mich bezogen?
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 27. Jul 2004, 13:04
War eher für bukowsky gedacht. Er hat Humor.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 27. Jul 2004, 13:10
Ach so.

Muss sagen, die Information von bukowsky hat mich schon ein wenig erschreckt, da ich normalerweise von Top-Musikern schon erwarte, dass sie ihre Instrumente so weit beherrschen und so viel Taktgefühl besitzen, dass sie ihre Scheiben schon selber einspielen können.

Schließlich sind die Scorpions ja nicht irgendeine Wald- und Wiesenband die auf Zeltfesten spielt.

Es ändert aber nichts daran, dass mir große Teile ihrer Musik gefallen und das Songwriting ist ja von ihnen (großteils Schenker/Meine).
bukowsky
Inventar
#31 erstellt: 27. Jul 2004, 13:27
klar, markante Stimmen (ob man das Näseln nun mag oder nicht ) sind nicht ersetz- ... wohl aber mit entsprechendem Equipment korrigierbar.

Hallo ohrmuschel,
ich finde es nicht unseriös, wenn Studiomusiker im Studio einen Job bekommen

ist auch wirklich nicht unbedingt selten ... gibt einige CDs in meiner Sammlung, auf denen bei dem einen oder anderen Instrument eigentlich andere Namen stehen müssten.

ich finde es auch nicht wirklich skandalös und es sich dadurch für mich auch keine schlechten Musiker. Nur scheint sich die Qualität der Produktionen halt auf einem sehr hohen Niveau zu bewegen, so dass es bei diversen Produktionen zu 100% sitzen muss, was halt nicht jeder Musiker so problemlos hinzubekommen scheint.


[Beitrag von bukowsky am 27. Jul 2004, 13:30 bearbeitet]
ljmartinez
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 27. Jul 2004, 15:29

ich finde es auch nicht wirklich skandalös und es sich dadurch für mich auch keine schlechten Musiker. Nur scheint sich die Qualität der Produktionen halt auf einem sehr hohen Niveau zu bewegen, so dass es bei diversen Produktionen zu 100% sitzen muss, was halt nicht jeder Musiker so problemlos hinzubekommen scheint.


Als skandalös würde ich es auch nicht unbedingt bezeichnen, aber es hat mich schon sehr überrascht muss ich sagen. Ist schon klar, dass man sich für gewisse Produktionen den ein oder anderen Studiomusiker hinzuholt um vielleicht eine Nummer am Studioalbum aufzupeppen (zusätzliche Instrumente, die von keinem Bandmitglied gespielt werden) oder für die Musikuntermalung von Solokünstlern, die nicht immer mit der gleichen Band bzw. Studiocrew zusammenarbeiten.

Aber dass man gleich alle Instrumente von Studiomusikern einspielen lässt wirkt auf mich schon ein bisschen befremdlich. Da denkt man: "Whow, die beherrschen ihre Instrumente" und in Wirklichkeit spielt's ein anderer. Dann wundert man sich vielleicht noch, warum sie's live dann nicht so hinbekommen.

Mir persönlich ist es lieber, wenn es nicht so 100 % perfekt ist, denn jeder Musiker hat so seine Eigenheiten, die dadurch verloren gehen. Ich glaube, perfekt ist nicht alles, sondern die jeweilige Interpretation des Musikers. Wenn's perfekt werden soll, kann's ja gleich der Computer machen. Der macht bei einem Schlagzeug z.B. nicht den geringsten Tempofehler, dafür klingt es irgendwie lieblos, weil keine Variationen drinnen sind.
bukowsky
Inventar
#33 erstellt: 27. Jul 2004, 16:32
Hallo ljmartinez,
die wichtigste "Eigenheit" eines Musikanten ist aber richtiges Timing ... dann kommen die Eigenheiten.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 27. Jul 2004, 16:41
Hmm, das würde also bedeuten, richtiges Timing gehört mal zur Grundkenntnis und sollte dann von einem Profimusiker beherrscht werden.

Sehe ich das richtig so?

Grüße!
Martinez
bukowsky
Inventar
#35 erstellt: 27. Jul 2004, 16:58

Hmm, das würde also bedeuten, richtiges Timing gehört mal zur Grundkenntnis und sollte dann von einem Profimusiker beherrscht werden.

Sehe ich das richtig so?

das würde ich so sehen, ja
ljmartinez
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 28. Jul 2004, 10:02
Gut, wenn wir den Gedanken also weiterspinnen: Die Scorpions sind Profimusiker. Folglich sollten sie das ja auch beherrschen, oder?

Weil wir gerade dabei sind: Wird dieses "einspielen lassen" eigentlich oft angewendet oder ist es eher die Ausnahme? Hast du da Erfahrungen?
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 28. Jul 2004, 10:14
Also die oft anzutreffende Tatsache, daß Studio- bzw. "Gastmusiker" auf eigenen Produktionen mitwirken, finde ich ebenso wie bukowsky nicht an sich für verwerflich.
Ich finde nur, diese Musiker müßten dann auch als Mitwirkende auf der CD angegeben werden.
Das erfordert eigentlich die Redlichkeit.
Wenn dies unterlassen wird, schmückt man sich mit fremden Federn, und der Hörer wird betrogen.
Soultrane
Stammgast
#38 erstellt: 28. Jul 2004, 10:24

Wenn dies unterlassen wird, schmückt man sich mit fremden Federn, und der Hörer wird betrogen.

wer sich betrügen lässt...
Findet man nun die Musik, losgelöst vom Namen, gut, oder nur die Tatsache, dass man sich einen bestimmten Menschen beim Musizieren vorstellt?
ohrmuschel
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 28. Jul 2004, 10:39
Hallo Soultrane,

Musik und Name sollten übereinstimmen, sonst ist das fake oder schlimmstenfalls Plagiat.
Und wenn die Namen der mitwirkenden Musiker nicht angegeben sind, wie soll ich dann erkennen, ob ich betrogen worden bin oder nicht?
Wenn Scorpions draufsteht, sollte auch Scorpions drin sein.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 28. Jul 2004, 10:49
@ Ohrmuschel: Sehe ich so wie du. Sicher ist es nicht verwerflich, obwohl es mir schon zu denken gibt, wenn nicht zusätzliche Gastmusiker eingeladen werden, sondern die Studiomusiker die eigentliche Band ersetzten. Denke aber auch, dass man sie zumindest anführen sollte. Ist eigentlich Irreführung der Fans und "mit fremden Federn schmücken".

Im Pop-Bereich ist man das ja gewohnt (ich denke da z.B. an Milli Vanilli oder Boney M.) aber im Rock-Bereich ist mir das neu.

@ Soultrane: Nun bei mir ist das so: Sicher ist mal als erstes die Musik auschlaggebend, ganz klar. Aber wenn mir die Musik einer Gruppe besonders gut gefällt und ich Fan von ihr werde, dann beschäftige ich mich doch auch mit den Musikern. Gerade in der Rockmusik ist doch noch vieles handgemacht und hängt auch viel von der Instrumentenbeherrschung der Musiker und deren Stil, ihr Instrument zu spielen ab. Nicht selten ist es der Fall, dass sich nach dem Weggang eines Musikers, der Sound einer Band ändert, weil sein Nachfolger eine etwas andere Art hat, sein Instrument zu spielen. In so einem Fall würde sich aber gar nichts ändern, sofern immer der gleiche Studiomusiker herangezogen wird.

Der 2. Punkt sind die Live-Konzerte. Wenn ich Fan einer Band bin, gehe ich natürlich auch auf das eine oder andere Live-Konzert von ihr. Gerade live zu spielen erfordert meiner Meinung nach eine sehr gute Instrumentenbeherrschung und ein gutes Zusammenspiel, denn da kann nichts nachgebessert werden. Ist der falsche Ton oder das falsche Timing raus, dann ist es raus. Erwartungen können da schnell enttäuscht werden, wenn sich die Band am Studioalbum perfekt präsentiert, das aber live dann nicht halten kann.
chopyn
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 28. Jul 2004, 10:50

Ich finde nur, diese Musiker müßten dann auch als Mitwirkende auf der CD angegeben werden.
Das erfordert eigentlich die Redlichkeit.
Wenn dies unterlassen wird, schmückt man sich mit fremden Federn, und der Hörer wird betrogen
......
Musik und Name sollten übereinstimmen, sonst ist das fake oder schlimmstenfalls Plagiat.
Und wenn die Namen der mitwirkenden Musiker nicht angegeben sind, wie soll ich dann erkennen, ob ich betrogen worden bin oder nicht?

denn Dieter Bohlen ist ja der neue Mozart, die DSDS Stars können alle singen wie die Lerchen, die Jury bei DSDS ist hochkompetent, die Plattenfirmen sind an unser aller Gemeinwohl interessiert und Bands/Musiker, die auf Abschiedstournee gehen, werden definitiv nie wieder (zusammen) live auftreten.

Aber Pink Floyd haben ja auch in den letzten 15 Jahren musikalisch Meilensteine gesetzt und die Scorpions sind grundsätzlich ehrlich, wenn sie ihr neuestes Album als das beste, das sie je gemacht haben, bezeichnen.

[ /zynismus ]


[Beitrag von chopyn am 28. Jul 2004, 10:52 bearbeitet]
bukowsky
Inventar
#42 erstellt: 28. Jul 2004, 11:44

~~
Der 2. Punkt sind die Live-Konzerte. Wenn ich Fan einer Band bin, gehe ich natürlich auch auf das eine oder andere Live-Konzert von ihr. Gerade live zu spielen erfordert meiner Meinung nach eine sehr gute Instrumentenbeherrschung und ein gutes Zusammenspiel, denn da kann nichts nachgebessert werden. Ist der falsche Ton oder das falsche Timing raus, dann ist es raus. Erwartungen können da schnell enttäuscht werden, wenn sich die Band am Studioalbum perfekt präsentiert, das aber live dann nicht halten kann.

es ist genau andersherum. Einmal auf der CD und sehr deutlich und reproduzierbar hörbar.
Die Erinnerung an ein Live-Konzert und unzählige Kleinigkeiten verblasst, "tolerantes" gutes Konzertfeeling, viel zu lauter Sound, Reflexionen ... ich spiele lieber live
ljmartinez
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 28. Jul 2004, 12:05
Was ich damit sagen wollte ist, dass man beim live spielen nicht die Möglichkeit hat eine Stelle so oft zu spielen, bis sie passt. Da muss es gleich auf's erste Mal sitzen.

Natürlich ist man toleranter und der allgemeine Lärmpegel lässt so manches untergehen. Aber die Toleranz reicht trotzdem nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn zu viele Verspieler drinnen sind und man merkt dass die Gruppe nicht gut harmoniert und einzelne Instrumente ihren Einsatz verschlafen, dann kommt das nicht gut rüber.

Im Studio kann ich ja perfektes Zusammenspiel vortäuschen, in dem ich jede Spur einfach so of aufnehme, bis es passt und das "Zusammensetzen" erledigt dann der Tontechniker. Oder ich "lasse spielen", das ist auch eine Möglichkeit, wie man sieht.
bukowsky
Inventar
#44 erstellt: 28. Jul 2004, 14:08

~~
Im Studio kann ich ja perfektes Zusammenspiel vortäuschen, in dem ich jede Spur einfach so of aufnehme, bis es passt und das "Zusammensetzen" erledigt dann der Tontechniker.


ich befürchte, dass dies nicht ganz so einfach ist, wie man sich das vielleicht vorstellt ... dann wohl eher dies:


Oder ich "lasse spielen", das ist auch eine Möglichkeit, wie man sieht.


ljmartinez
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 28. Jul 2004, 14:43
Leicht ist es sicher nicht (wie man ja am aktuellen Beispiel sieht), aber leichter als live auf alle Fälle, denn live muss es sozusagen beim ersten mal klappen, im Studio kann man doch öfter probieren und daran herumfeilen.

Ist wahrscheinlich auch eine Geldfrage, denn wenn man für einen Part einen ganzen Nachmittag braucht um den perfekt hinzubekommen, kosten wohl die Studiozeit (wenn man kein eigenes hat) und der Tontechniker mehr als ein Studiomusiker, der das vielleicht gleich beim ersten Mal hinbekommt

Soultrane
Stammgast
#46 erstellt: 28. Jul 2004, 14:50
Ist das denn echt so wichtig, wer jetzt welchen Ton eingespielt hat? Die Musik ändert sich dadurch doch nicht, oder doch? Dann geht es aber nicht (nur) um die Musik an sich, sondern um das Image!!!
Nicht falsch verstehen, ich mag es auch, wenn sich in Musik eine Persönlichkeit wiederspiegelt. Aber bei ganz bestimmten "mainstream"-Rockgrössen erwarte ich nun mal GAR NICHTS und beschränke mich auf ein "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht". Gerade diejenigen, die ständig einen auf "authenthisch und handgemacht" machen, sind doch diejenigen, denen man nie über den Weg trauen sollte, ob es nun die Scorpions sind oder die Rolling Stones (da war doch bei einer der letzten Touren das Gerücht, dass sie playback aufgetreten sind...?).
Es gibt kleinere, nicht im Radio gespielte Musik, wo man sehr deutlich (v.a. an den kleinen menschlichen Fehlern) viel mehr Persönlichkeit heraushört als an z.B. an den heutigen Scorpions.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 28. Jul 2004, 15:33
Also mir ist es eigentlich schon in gewissem Maße wichtig, dass das was drauf steht auch drinnen ist. Auch wenn's Mainstream-Rock ist.

Wenn ich Bohlen und Co. höre, ist mir klar, dass hier getrickst wird, was das Zeug hält, ich fände es aber schade, wenn sich die Scorpions auf dieses Niveau herablassen. Denn wenn ich nicht mehr in der Lage bin, die Songs, die ich schreibe, im Studio so zu spielen, dass ich mir zutraue sie auf CD zu pressen, dann sollte ich mir vielleicht überlegen, nicht mehr selbst zum Instrument zu greifen sondern Musik für andere Musiker zu schreiben (im aktuellen Fall wäre es ja sogar so gewesen, welch Ironie).

Es kommt glaub ich immer darauf an, wieviel einem die Band oder die Musikrichtung bedeutet. Mir haben die Scorpions viel bedeutet, weil ich in den 80ern mit ihnen aufgewachsen bin und mir ihre Musik einfach was gegeben hat. Für mich waren sie eine deutsche Heavy Rock Band, die's einfach geschafft hat und die für mich geile Musik machten.

Nicht falsch verstehen, ich verkrafte das schon, wenn ich erfahre, dass sie im Studio nicht mehr zu ihren Instrumenten greifen, aber sie steigen dadurch nicht unbedingt in meinem Ansehen.

Musik hat für mich auch viel mit Emotion zu tun, sie und die Leute die dahinter stehen müssen mir was geben, da beschränke ich mich nicht einfach auf "diese Tonfolge gefällt mir und diese nicht".
bukowsky
Inventar
#48 erstellt: 28. Jul 2004, 17:47

~~
Wenn ich Bohlen und Co. höre, ist mir klar, dass hier getrickst wird, was das Zeug hält, ich fände es aber schade, wenn sich die Scorpions auf dieses Niveau herablassen. Denn wenn ich nicht mehr in der Lage bin, die Songs, die ich schreibe, im Studio so zu spielen, dass ich mir zutraue sie auf CD zu pressen, dann sollte ich mir vielleicht überlegen, nicht mehr selbst zum Instrument zu greifen sondern Musik für andere Musiker zu schreiben (im aktuellen Fall wäre es ja sogar so gewesen, welch Ironie).
~~


hihi, dass Du nun gerade Bohlen erwähnst ... da ist doch nix getrickst, da arbeiten zumeist gute Handwerker an den Instrumenten ... wer weiß, vielleicht auch dieselben, die für Heavy-Rock aus Deutschland dudeln ...

ich würde es auch nicht überbewerten. Jeder Star ist mehr oder weniger nur ein [Traum]Produkt.

Studio ist leichter als Live ... mmhh ... geh doch mal einen Tag in ein Studio und schau Dir die Arbeit dort an. Der Anspruch ist um ein Vielfaches höher dort.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 29. Jul 2004, 10:08
Das mit den guten Handwerkern an den Instrumenten mag sicher stimmen, auch dass hier die gleichen Leute wie bei manchen Rock-Produktionen arbeiten. Top-Studiomusiker gibt's ja schließlich nicht wie Sand am Meer und diese werden sicher sehr gefragt sein. Nur wenn ich mir so den Gesang auf vielen Bohlen-Produktionen anhöre bin ich geneigt zu denken, dass hier die Studiotechnik doch ein wenig bemüht wurde Oder ist bei Bohlen wirklich alles echt?

Keine Frage dass Studioarbeit hart ist, alleine das ständige Wiederholen nagt sicher an den Nerven. Ich wollte auch nicht darauf hinaus, ob jetzt Studio oder Live härter für den Musiker ist, was ich meine ist, dass ich im Studio die Möglichkeit habe, so oft zu probieren bis es passt. Diese Möglichkeit habe ich live nicht und Verspieler hört ein aufmerksames Publikum, welches die Nummern gut kennt sehr wohl, auch wenn die Ansprüche vielleicht nicht so hoch sind.

Meiner Meinung nach stellt sich live erst richtig heraus, ob eine Band gut harmoniert und ihr Repertoire aus dem FF beherrscht, denn live hat man eben nicht viele Möglichkeiten der "Korrektur"
bukowsky
Inventar
#50 erstellt: 29. Jul 2004, 12:35

Das mit den guten Handwerkern an den Instrumenten mag sicher stimmen, auch dass hier die gleichen Leute wie bei manchen Rock-Produktionen arbeiten. Top-Studiomusiker gibt's ja schließlich nicht wie Sand am Meer und diese werden sicher sehr gefragt sein. Nur wenn ich mir so den Gesang auf vielen Bohlen-Produktionen anhöre bin ich geneigt zu denken, dass hier die Studiotechnik doch ein wenig bemüht wurde Oder ist bei Bohlen wirklich alles echt?

Keine Frage dass Studioarbeit hart ist, alleine das ständige Wiederholen nagt sicher an den Nerven. Ich wollte auch nicht darauf hinaus, ob jetzt Studio oder Live härter für den Musiker ist, was ich meine ist, dass ich im Studio die Möglichkeit habe, so oft zu probieren bis es passt. Diese Möglichkeit habe ich live nicht und Verspieler hört ein aufmerksames Publikum, welches die Nummern gut kennt sehr wohl, auch wenn die Ansprüche vielleicht nicht so hoch sind.

Meiner Meinung nach stellt sich live erst richtig heraus, ob eine Band gut harmoniert und ihr Repertoire aus dem FF beherrscht, denn live hat man eben nicht viele Möglichkeiten der "Korrektur" ;)


die Möglichkeit der Korrektur ist eine Mär. Je länger es für einen Take braucht, umso mehr teure Studiozeit wird benötigt, also nehme ich beim nächsten Mal einen anderen Musikanten.
Wenn Du im Geschäft bleiben willst, musst Du unglaublich flexibel, vielfältig, schnell und auf den Punkt spielen, denn die Konkurrenz ist groß.
Live ist das wesentlich entspannter würde ich sagen ...
Die wenigsten Produktionen - siehe Bohlen - werden wohl als Band eingespielt. Da kann es schon vorkommen, dass der Gitarrist vor dem Schlagzeug seine Spuren bedudelt. Soo leicht sollte man sich dies nicht vorstellen.
ljmartinez
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 29. Jul 2004, 15:20

Die wenigsten Produktionen - siehe Bohlen - werden wohl als Band eingespielt. Da kann es schon vorkommen, dass der Gitarrist vor dem Schlagzeug seine Spuren bedudelt. Soo leicht sollte man sich dies nicht vorstellen.


Gibt es überhaupt noch Produktionen, wo die gesamte Band gleichzeitig einspielt? Ich dachte, es wird ohnehin jede Spur einzeln aufgenommen und erst zum Schluß abgemischt.

Hab mal von Iron Maiden gehört, dass die noch zusammen einspielen sollen, aber das kommt doch eher selten vor, oder?
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