Vollaktives FS, Kondensator nötig?

+A -A
Autor
Beitrag
Bruchpilot1982
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Feb 2009, 23:45
Hi Leute, ich bräuchte mal wieder eure Hilfe!

Ich möchte mein Frontsystem vollaktiv fahren und hab ein paar Fragen hierzu. Hab beim rumstörbern in einem Bericht gelesen, dass man beim Umbau auf ein Vollaktives System Folienkondensatoren einbauen soll um die HT's und TMT's vor eventuell auftretender Gleichspannung der Endstufen, also dem Clipping zu schützen! Ist das notwendig? Welche Größe sollte dann da rein? Sind das die Dinger, die ein eh nur ein paar Euros kosten? Müssen diese einfach nur eingelötet werden?

Rein interessehalber hab ich noch eine Frage: Man kann doch mit Kondensatoren und Spulen Frequenzbereiche für die HT's bzw. TMT's setzen. Wie funktioniert das genau? Welcher Kondensator bzw. welche Spule mit welchem Wert steht für welche Frequenz?

Viele Grüße
Jojo
Gandalf07
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Feb 2009, 09:43
Hallo!
Bei dem Begriff "Vollaktives System" bin ich etwas überfragt da ich nicht weiß was du damit genau meinst(Frontsystem über Verstärker betrieben?)

Also bei meinem Frontsystem von Phonocar waren für die zwei Lautsprecher je 1 kleine Spule als Frequenzweiche dabei.
Meines Wissens nach, kommt der Kondensator eher bei großen Stromspitzen zum Einsatz(Subwoofer), da die Autobatterie diese nicht so gern mag.

Aber ein Kondensator sperrt auch den Gleichstromanteil im aufgeladenen Zustand, könnte also auch gegen das sog. Clipping schützen.
Je größer der Kondensator (also die Farad) desto länger braucht er dann auch zum aufladen, desto länger braucht er um Gleichstrom voll zu sperren. Darum schätze ich bräuchtest du auf alle Fälle einen kleinen Kondensator.

Prinzipiell kannst du dir eine Frequenzweiche selber bauen, aber da solltest du schon hobby Elektroniker sein.
Eine Spule erhöt ihren Widerstand bei zunehmender Frequenz beim Kondensator ist es genau umgekehrt.Diese Effekte nutzt man bei Frequenzweichen.

Da gibt es Grundschaltungen bei der die Bauteile
Widerstand[R], Spule[L], und Kondensator[C] kombiniert werden um eben die gewünschten Effekte zu erziehlen, z.B.:
filtern von Frequenzen.

Die Schaltungen heißen dann

Hoch Pass Filter (HPF)oder
Tief Pass Filter (LPF)

Entscheidende Werte dabei sind
Kapazität beim Kondensator/ C in Farad[F]
Induktivität bei der Spule/ L in Henry [H]

Der Widerstand (Impedanz) solcher Schaltungen hängt also von der Frequenz ab, die ja variabel ist.

Pauschal kann ich dir leider nichts sagen.
cwolfk
Moderator
#3 erstellt: 26. Feb 2009, 10:01

Bruchpilot1982 schrieb:
Hi Leute, ich bräuchte mal wieder eure Hilfe!

Ich möchte mein Frontsystem vollaktiv fahren und hab ein paar Fragen hierzu. Hab beim rumstörbern in einem Bericht gelesen, dass man beim Umbau auf ein Vollaktives System Folienkondensatoren einbauen soll um die HT's und TMT's vor eventuell auftretender Gleichspannung der Endstufen, also dem Clipping zu schützen! Ist das notwendig? Welche Größe sollte dann da rein? Sind das die Dinger, die ein eh nur ein paar Euros kosten? Müssen diese einfach nur eingelötet werden?

Rein interessehalber hab ich noch eine Frage: Man kann doch mit Kondensatoren und Spulen Frequenzbereiche für die HT's bzw. TMT's setzen. Wie funktioniert das genau? Welcher Kondensator bzw. welche Spule mit welchem Wert steht für welche Frequenz?

Viele Grüße
Jojo


Wo hast du das gelesen? Halte ich für Quatsch, weil dir so ein passives Bauteil ja wieder den Frequenzgang beeinflusst (eben als Weiche). Genau um das zu vermeiden fährt man ja vollaktiv.

Passive Weichen (die ja im Aktivsystem durch einen Prozessor/Aktivweichen ersetzt werden) baut man aus Spulen und Kondensatoren und Widerständen auf, die meist nur ein paar Euro (für eine einfache Weiche kosten). Einen einfachen Rechner für Anhaltswerte findet man zum Beispiel HIER.

So far, Carsten
zuckerbaecker
Inventar
#4 erstellt: 26. Feb 2009, 10:49
Vor Clipping schützt man sich dadurch,
das man die Vorverstärkerspannung des Radios
mit Hilfe des Gainreglers RICHTIG an die Endstufe anpasst.

DANN gibts auch kein Clipping.


Was genau hast Du den vor?

Mit welchen Komponenten soll die Anlage den arbeiten?
Bruchpilot1982
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Feb 2009, 15:40
Uiui... Ganz vergessen, hier mein System:

HU: Clarion 778 (6V/6-Kanal, LZK)
FS: Rainbow SLX 265 Deluxe
AMP für FS: Eton 500.4



Bei dem Begriff "Vollaktives System" bin ich etwas überfragt da ich nicht weiß was du damit genau meinst(Frontsystem über Verstärker betrieben?)

Mit Vollaktiv meine ich das FS komplett nur übers Radio (natürlich via Endstufe) zu steuern. Mit meinem 6-Kanal-Clarion kann ich ja für die HT's einen HPF setzen, die Flankensteilheit festlegen (6, 12 und 18 db/Okt)und notfalls sogar die Phase drehen. Für die TMT's kann ich einen Bandpass setzen und ebenfalls die Flanke und Phase einstellen! Die originale Frequenzweiche fliegt raus!


Wo hast du das gelesen? Halte ich für Quatsch, weil dir so ein passives Bauteil ja wieder den Frequenzgang beeinflusst (eben als Weiche). Genau um das zu vermeiden fährt man ja vollaktiv.

Hört sich logisch an...
Grübel, grübel, such...
HIER WAR DER TEXT. Bei der Überschrift "Lautsprecher" die letzen drei Sätze


[Beitrag von Bruchpilot1982 am 26. Feb 2009, 15:45 bearbeitet]
'Stefan'
Inventar
#6 erstellt: 27. Feb 2009, 18:57
Ja, was der Mensch dort meint ist "Clipping", was ja nichts anderes ist, als ein kurzzeitig auftrendes Gleichstromsignal.
Also wie gesagt:

Endstufe richtig einpegeln, dann braucht man sowas auch nicht.


[Beitrag von 'Stefan' am 27. Feb 2009, 19:00 bearbeitet]
sx2008
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 03. Mrz 2009, 09:53
Die Folienkondensatoren sollen die Hochtöner vor Gleichspannung schützen (nicht vorm Clipping).
Fast jede Endstufe hat am Ausgang einen kleinen Gleichspannungsoffset.
Normalerweise bekommen Hochtöner nie diese Gleichspannung zu sehen, da sie über die Weiche abgetrennt wird.
Sollte die Endstufe einen Defekt haben, dann hängt der Ausgang meist auf der positiven oder negativen Versorgungsspannung fest.
Dann würde der Basslautsprecher vom Gleichstrom durchflossen und dann fliegt hoffentlich die Sicherung raus.
Ein Basslautsprecher ist meistens so robust, dass er das überlebt.
Ein Hochtöner ist aber ein Sensibelchen und haucht bei Gleichspannung sofort sein Leben aus.
Also ist ein Kondensator von ~ 20uF bis 50uF empfehlenswert, um die Hoch- und Mitteltöner vor gefährlicher Gleichspannung zu schützen.
Mehrere Folienkondensatoren parallel schalten oder einen Bipolaren Elko mit einem 1uF Folienkondensator überbrücken.
'Stefan'
Inventar
#8 erstellt: 03. Mrz 2009, 10:19
Beschäftige dich mit Physik und überprüfe deine Aussage:


Gleichspannung schützen (nicht vorm Clipping)


Clipping = kurzzeitiger Gleichstrom, der im Wechselstrom nichts zu suchen hat. Fakt!


[Beitrag von 'Stefan' am 03. Mrz 2009, 10:23 bearbeitet]
Bruchpilot1982
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Mrz 2009, 00:21
Zum Clipping mal 'ne Frage:
Man könnte doch eigentlich mit einem Oszilloskop die Endstufe perfekt einstellen, hat das schon mal jemand hier gemacht?
sx2008
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 05. Mrz 2009, 08:52

mrniceguy1706 schrieb:
Beschäftige dich mit Physik und überprüfe deine Aussage:

Gleichspannung schützen (nicht vorm Clipping)

Clipping = kurzzeitiger Gleichstrom, der im Wechselstrom nichts zu suchen hat. Fakt!

In Prinzip hast du Recht, aber deine Erklärung ist falsch.
Das Problem ist nicht, das die Ausgangspannung kurzzeitig wie eine Gleichpspannung aussieht.
Eine Sinusspannung deren Spitzen symmetrisch gekappt werden enthält keinen Gleichspannunganteil!!

Nur wenn beim Clippen Signalanteile unsymmetrisch abgeschnitten werden, kann eine Gleichspannung entstehen.
Dafür gibt es zwei Ursachen:
1.) wenn die Endstufe unsymmetrisch clippt
Also wenn die Endstufe z.B. maximal +33V und -34,1V abgeben kann.
Das ergibt bei extremem Clipping eine Gleichspannung von (33 + (-34,1)) / 2 = -0,55V
2.) wenn der Signalverlauf so ist, dass z.B. in positiver Richtung höhere Pegel entstehen als in negativer.
Dann werden nur die positiven Spitzen abgeschnitten und daraus resultiert eine negative Gleichspannung.
Es kommt natürlich auf das (Musik-)Signal an.
Statistisch ist zu erwarten, dass sich die geclippten Signalanteile in positiver und negativer Richtung die Waage halten und somit die Gleichspannung in der Nähe von 0V bleibt.
Wer mag, könnte jetzt Matlab oder PSpice anwerfen und dies mal mit einem beliebigen Musikstück durchrechnen lassen.
Das ist bestimmt eine sehr interessante Aufgabe.


Jetzt haben wir drei Todesursachen für einen Hochtöner:
a.) Gleichspannung durch Clipping
b.) thermische Überlastung durch Wechselspannung zu hoher Leistung (ganz besonders während des Clippings)
c.) Defekt des Verstärker (Durchbrennen des Hochtöners ist garantiert)

Ich halte die Fälle b.) und c.) für gefährlicher als a.).
Gegen a.) und c.) hilft der Kondensator.
'Stefan'
Inventar
#11 erstellt: 05. Mrz 2009, 10:44

Eine Sinusspannung deren Spitzen symmetrisch gekappt werden enthält keinen Gleichspannunganteil!!


Dann betrachte das Ganze bitte mal integral. Nehmen wir ein Intervall von etwas weniger als Pi halbe bis etwas mehr als Pi halbe (und bei gleichbleibendem Signal ungerade Vielfache dessen). Jetzt lassen wir t eben recht klein werden, nicht gegen Null streben, aber doch recht klein werden.

Und was sieht man da?
Richtig


[Beitrag von 'Stefan' am 05. Mrz 2009, 10:45 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 06. Mrz 2009, 02:39

Bruchpilot1982 schrieb:
Zum Clipping mal 'ne Frage:
Man könnte doch eigentlich mit einem Oszilloskop die Endstufe perfekt einstellen, hat das schon mal jemand hier gemacht?

Was willst du da sehen? Die abgeschnittenen Spitzen beim Clipping? Wenn es so weit ist, dass du die am Oszi siehst, bist du schon jenseits von Gut und Böse.

Clipping mittels Gain-Einstellung vermeiden? IMHO völliger Unsinn. Erst mal müssen die Wege aufeinander eingepegelt werden und dann muss man noch eine Reserve für leise CDs lassen.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Kondensator Nötig?
V10_Viper am 18.09.2011  –  Letzte Antwort am 26.09.2011  –  4 Beiträge
neue Batterie oder Kondensator nötig?
Nitr0r am 31.10.2007  –  Letzte Antwort am 31.10.2007  –  4 Beiträge
kondensator mal wieder - aufladen nötig?
macone am 28.11.2008  –  Letzte Antwort am 10.12.2008  –  25 Beiträge
Einbau Nötig ?
KesKinG am 19.10.2008  –  Letzte Antwort am 24.10.2008  –  13 Beiträge
Helix E40 + P236 + P 10V - Ist ein Kondensator nötig?
am 25.09.2007  –  Letzte Antwort am 25.09.2007  –  2 Beiträge
Kondensator Dimensionen?
mopar-banshee am 10.05.2005  –  Letzte Antwort am 13.05.2005  –  5 Beiträge
Kondensator anschliesen
Honda-Scene am 14.06.2005  –  Letzte Antwort am 14.06.2005  –  9 Beiträge
Entladen des Kondensators nötig?
Alex_DeLarge am 19.02.2005  –  Letzte Antwort am 20.02.2005  –  10 Beiträge
2. Batterie nötig?
WuschelKopp am 29.09.2009  –  Letzte Antwort am 04.10.2009  –  2 Beiträge
Benötige ich einen Kondensator ?
winZer89 am 25.06.2008  –  Letzte Antwort am 05.08.2008  –  39 Beiträge
Foren Archiv

Anzeige

Aktuelle Aktion

HiFi-Forum Adventskalender Widget schließen

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder833.883 ( Heute: 43 )
  • Neuestes MitgliedRitchie1
  • Gesamtzahl an Themen1.389.561
  • Gesamtzahl an Beiträgen18.460.332

Hersteller in diesem Thread Widget schließen